Warum Au-Pairs

Viele Bekannt fragen mich warum wir eigentich ein Au-Pair haben.  Ich versuche dann immer zu erklären, dass es dafür nicht den Grund gibt, sondern 1000 Kleinigkeiten dafür sprechen.  Heute zum Beispiel hat unser Au-Pair ganz viele kleine, aber entscheidende Erleichterungen gebracht die man im Alltag oft vergisst.

Morgens: 

Tisch decken ( ich habe Zeit in Ruhe erst Mich und dann die Kinder fertig anzuziehen.  Und es es ein Luxus sich an den fertigen Tisch zu setzen) 

Küche / Haus aufräumen.  Ich kann einfach nach dem Frühstück mit den Kindern in den Tag starten und das Chaos in Küche und Kinderzimmern da lassen und komme trotztdem in eine aufgeräumt und sauberes Haus wieder.  Das spart mir am Morgen nicht nur Nerven sondern auch mindestens 15-30 Minuten. Und es ist ein Unterschied ob ich um 6.20 oder 5.45  aufstehe Uhr. Und das Gefühl bei einer spontanen Erkältung eines Kindes einfach zu sagen, dann bleibst du eben bei F. zu Hause und nicht entweder das Kind mit schlechtem Gewissen und Schnupfen in den Kiga zu schicken oder mit schlechtem Gewissen in der Schule anzurufen und sich abzumelden ist auch nicht mit Geld zu bezahlen.

Nachmittag: 

Kind A hat einen Ausflug mit dem Kiga und muss im Wald abgeholt werden. Kind B darf nicht mit weil andere Gruppe und muss am Kiga abgeholt werden.                                                      Statt hektisch von A nach B zu rasen kann ich ganz in Ruhe ein Kind im Wald abholen und das andere geht mit unserem Au-Pair noch eine Runde in die Bücherei als Ausgleich für die Enttäuschung nicht in den Wald zu dürfen.  

Während ich meinen Unterricht vorbereite, Mappen und Hausaufgaben kontroliere und hier ein bischen blogge bereitet unser Au-Pair mit den Kindern das Abendessen vor und spielt mit ihnen. So muss ich nicht erst am Abend anfangen wenn die Kinder im Bett sind, sondern kann dann auch Feierabend machen. 

Abend:

Da man als Arztfrau ja häufiger am Abend ohne Gatte ist ist es mehr als praktisch wenn man noch einen zweiten Erwachsenen hat der Gute-Nacht-Geschichten lesen kann oder einfach noch 10 Minuten mit Große Hilfe spielt während ich kleine Hexe ins Bett bringe.  Geht zwar auch allein, kostet aber mehr Nerven bei allen Beteiligten und dauert ca. 2-3x so lange. Und welche Kinderfrau kommt Morgens für 1-2 Stunden und dann nochmal am Nachmittag für 2-3 Stunden und vielleicht Abends nochmal für 20 Minuten.  Und vieles läuft eben auch nebenbei. Die Hilfe am Abend ist keine offizielle Arbeit und wenn Sprachkurs ist oder F. ein Date hat, dann bin ich eben allein. Aber oft habe ich eben auch Glück und sie ist zu Hause und hilft einfach und das finde ich super. Denn ich erwarte es nicht, aber es freut mich.

Das sind jetzt nur ein paar Gründe die aus meiner Sicht für ein Au-Pair sprechen. Ein Au-Pair ist keine Kinderfrau aber eine riesen Entlastung die man oft erst wirklich zu schätzen weis, wenn man mal für ein paar Wochen / Monate ohne war und keine Omas/Opas in der Nähe hat die eben auch einfach mal so einspringen.  Ich erinnere mich zum Beispiel noch gut wie in der Zeit ohne Au-Pair jeder Ausflug zum Briefkasten  und Brotkaufen ein 1-1,5 Stundenausflug wurden. 2 Kleinkinder anziehen, in Kinderwagen packen, zum Geschäft, Briefkasten laufen schleichen und nach Hause alles wieder retour. Heute frage ich kurz ob es ok ist wenn ich mal für 10 Minuten weg bin und die Sache ist erledigt.

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5 Antworten to “Warum Au-Pairs”

  1. Bianca Says:

    Darf ich mal fragen wieviel Stunden in der Woche Au Pairs in Deutschland arbeiten duerfen? Bzw. wieviel Stunden dein Au Pair arbeitet?

  2. aupairfamilienrw Says:

    Klar darfst du fragen. Ein Au-Pair darf in Deutschland 5-6 Stunden pro Tag und maximal 30 Stunden in der Woche arbeiten.

    Wir haben zur Zeit ca. 25 Stunden fest jede Woche gleich verplant. Jeweils 3 Stunden am Morgen und 2-3 Stunden am Nachmittag an 2-3 Nachmittagenund die restlichen Stunden sind für Notfälle, Babysitten, Sonstiges. Es gibt Wochen da kommt sie auf 20-25 Stunden, aber auch Wochen die mal 35 Stunden haben. In den meisten Fällen sind es aber ungefähr die 30 Stunden.

    Babysitten ist bei uns eher selten so ca. 2-3x im Monat und wird vorher abgesprochen und im Familienkalender festgehalten, genau wie Ausflugspläne und freie Tage von F.

  3. 3kids Says:

    Hallo,
    dein Blog macht Spaß zu lesen, wie auch deine Beiträge in der AP-Box.
    Ja, das Leben wird durch ein gutes Aupair schon sehr erleichtert; habe gerade unsere Nummer 5, dieses Mal Island, gefunden. Wir sind sehr gespannt, aber wir hatten bisher nur nette Mädchen und diese macht auch einen super Eindruck!
    Euch auch viel Glück bei der Suche, bzw das die Erwählte zu euch passt!
    LG Gesa

  4. higanbana Says:

    Ja, ich kann das auch unterschreiben, auch wenn wir nur eine Austauschschuelerin hatten und sie natuerlich bei weitem nicht annaehernd so viel machen musste. Aber die halbe Stunde, wo sie die Kleine mal mit den Supermarkt genommen hatte oder sie sich zusammen in der Wanne amuesiert hatten, war so der entscheidene Punkt zwischen Normalbleiben und Durchdrehen. Und 2 oder 3 Mal in dem Jahr hatte sie meine Kleine auch mal einen Tag, weil ich kurzfristig an den Tagen mal arbeiten musste. L. war ne tolle grosse Schwester…

  5. Familienleben ohne APs « Aupairfamilienrw's Blog Says:

    […] besonders der Morgen viel stressfreier und ruhiger abläuft.  Ich hatte  für mich besonders die Hilfe am Morgen immer als einen wichtigen Grund für ein AP angesehen und jetzt stelle ich fest, es geht nicht nur […]

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