Komplizierte Worte

Unser Au-Pair spricht super gut Deutsch. Meistens jedenfalls. Nur wenn

A:  Wir etwas unangenehmes, unbequemes sagen oder möchten versteht sie uns manchmal nicht mehr ;).  Dann stellt sie sich immer ein bischen dumm und fragt öfter nach.  Aber ok, ich erkläre ja gerne, ist ja mein Beruf.

B: Sie bestimmte Worte verwenden könnte. Danke zum Beispiel muss sehr schwierig sein.  Ich bemühe mich immer möglichst oft Danke zu unseren Au-Pairs zu sagen. Zum einen weil ich eben wirklich dankbar bin für ihre Hilfe im Alltag und zum anderen weil es doch einfach motiviert und gut tut wenn andere nicht alles für Selbstverständlich nehmen.

gibt es Probleme. Aber das ist wohl kein eigentliches Sprachproblem

Nur was mir in den letzten Tagen / Wochen auffällt. Sie schein bei uns sehr vieles als selbstverständlich zu nehmen. Dass der Gatte mehrere Tage/Abende seiner Freizeit in ihren selbst VirenLaptop investiert. Das ich hinter ihrem Handyprovider hertelefoniere um ihr Abo zu kündigen. Dass wir sie wenn immer möglich zum Bahnhof fahren, auch wenn sie wieder nicht vorher gefragt hat….

Das mache ich auch wirklich gerne und finde es völlig ok, weil sie uns auch bei vielen Dingen hilft, aber es wäre eben auch schön mal eine Danke zu bekommen.  Aber es wird so selbstverständlich genommen und auch eingefordert, dass ich mich frage ob wir nicht manchmal zu nett sind. Aber muss ich bei einer jungen Frau Mitte 20 wirklich noch erzieherische Neins verteilen?!?!?!

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Eine Antwort to “Komplizierte Worte”

  1. Christine Says:

    Da öffne ich doch promt die „Benimm-Schublade“ aus grauer Vorzeit, damals, als am Tisch noch gerade gesessen werden musste und man es nicht gewagt hätte, mit vollem Mund auch nur „piep“ zu sagen.
    Kurz und knapp und platt behauptet: Die Eltern sind schuld, dass sich die verwöhnte Nachkommenschaft nicht im Ansatz dazu herablässt, Höflichkeit und Rücksichtnahme an den Tag zu legen. Europaweit? International? Scheint so.
    Zu spät? Es besteht noch Hoffnung: Knigge gibts jetzt bei Nintendo und apple arbeitet an einem „Benimm-app“. Super! So können auch die Eltern nachfolgender Generationen sich ganz auf sich selbst besinnen und sich jedes Ermahnen a la: „Tamagochi, immer schön Danke sagen!“ sparen.

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