Es lebe das Chaos

Kurzer Stand der Dinge nach 4 Tagen Krankenlager im Haus. Au-Pair und Kinder sind noch nicht wieder 100% auf dem Damm, aber wirken deutlich gesünder. Aber das Haus hat gelitten. Seit Tagen wurde kein Staubsauger mehr benutzt und unser Au-Pair scheint die Verantwortung für jegliche Hausarbeit abzugeben wenn ich zu Hause bin.  Schade sie räumt nicht mal mehr die Milch in den Kühlschrank oder dreckiges Geschirr in den Geschirrspüler. 

Aber auf der anderen Seite kümmert sie sich total liebevoll um die Kinder, liest vor, tröstet und hat heute Morgen sogar Milchreis für die kleine Hexe zum Frühstück gekocht. So konnte ich noch eine Stunde liegen bleiben und das ist nach der 4 Nacht mit zwei Kindern im Bett ein echtes Geschenk.  Aber Morgen muss ich wieder Arbeiten und dann bin ich mal gespannt wie es dann weiter läuft. 

Ich habe auf jeden Fall erstmal die Küche aufgeräumt und das größte Chaos im Haus beseitigt. Denn jetzt hat unser Au-Pair ihren freien Nachmittag und ich nutze meinen Nachmittag um mit den Kids mal wieder Grundordnung in die Kinderzimmer zu bringen. Unglaublich, wenn man die Spielsachen nicht alle 14 Tage durchsortiert gibt es nur noch ein Chaos. Und das beherrscht unser Au- Pair leider nicht. Sie räumt zwar auf, aber leider stellt sie im Kinderzimmer immer nur alles wieder irgendwie in die Regale. Wirklich drauf achten ob ein Puzzelteil vielleicht ins andere Zimmer gehört oder mal eine Kist durchsortieren klappt nicht. Schade aber so mache Ich es eben und kann so den Kindern auch gleich ein bischen Ordnung beibringen. Vielleicht schaut das Au-Pair sich ja das ein oder andere ab.  Aber nach über einem halben Jahr ist die Hoffnung wohl nicht mehr so realtistisch.

Kommisch ist nur, wenn ich arbeite klappt es super mit der Hausarbeit, wahrscheinlich ist sie genauso bequem wie ich als Teenager und nutzt jede Chance sich zu drücken.  Und meine Motivation es anzusprechen ist eher gering. Denn erstens sie macht einen tollen Job mit den Kindern und zweitens ist sie ja auch noch etwas angeschlagen. Daher ist es toll wenn ich mich hier ein bischen auslassen kann.  Und wenn ich mir das Gesamtpacket anschaue passt es für uns. 

Manchmal habe ich das Gefühl sie ist genauso unsicher zu sagen wenn ihr etwas nicht passt und revanchiert sich dann eben mit „Streik“ in Sachen Hausarbeit.  Es lebe die kommunikative Inkonsequenz.  Und dabei sollte man meinen nach 4 Jahren Erfahrung mit Au-Pairs sollte ich es gelernt haben über solche Dinge zu sprechen.  Es fällt mir aber  immer noch schwer deutlich zu kritisieren, loben kann ich viel besser und meistens klappt die positive Verstärkung auch.

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2 Antworten to “Es lebe das Chaos”

  1. Noga Says:

    Hm – sich um kranke Kinder zu kümmern fordert einen emotional noch einmal anders als bei gesunden. Von daher kann ich mir vorstellen, daß Ihr au-pair einfach auf „Reservegang“ läuft und das im Blick haben der Haushaltsverpflichtungen wegrutscht – ohne daß eine ‚Streikabsicht mitspielt.

  2. aupairfamilienrw Says:

    Danke für die Rückmeldung. Ich denke auch zur Zeit ist eher Unaufmerksamkeit, der „Streik“ war auch eher eine generelle Beobachtung.

    Sie ist diese Woche auch nicht mit den Kindern allein zu Hause, sondern Ich bin zum Glück bis Heute frei. Sie hätte also durchaus die Möglichkeit und Zeit, aber ich sehe es grundsätzlich genauso Kinder und besonders kranke Kinder gehen vor und sind noch mal doppelt anstrengend. Wobei die beiden (zum Glück) schon wieder ziemlich fit wirken.

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