Delphine – Gips und Wackelzahn

Die Woche fängt super an. Nachdem letzte Woche mal wieder beide Damen Zuhause waren und unser Au-Pair beglückt haben, sind dankt Antibiotika heute alle wieder einigermaßen fit in den Kiga marschiert. Und da wartet schon die nächste Überraschung auf mich.

Am Mittwoch hatte die kleine Hexe ihren Sprachstandstest. In NRW dürfen müssen alle Kinder 2 Jahre vor Einschulung zum Sprachstandstest. Eigentlich eine gute Sache und von der Grundidee prima. Schade nur, dass dieser Test so formalisiert ist, dass er nur nach Schema F abfragt und viele Kinder diesem Schema nicht entsprechen.  Die kleine Hexe hat es geschafft in 3 von 4 Bereichen jeweils die höchst Punktzahl oder Höchstzahl – 1 zu erreichen. Leider hatte sie bei der Bildbetrachtung keine Lust mehr. Die Aufgabe war ihr zu blöd.  „Ich wollte der Frau das nicht alles sagen, da habe  ich eben nichts gesagt“ . Toll damit hatte sie 0 Punkte und wir dürfen natürlich an einem Vormittag = Arbeitszeit zum Re-Call pardon Test Stufe 2 in die Grundschule.

Die Erzieherin sagt selbst sie sieht keinerlei Förderbedarf. Die kleine Hexe quaselt ununterbrochen, außer im Sprachtest :=0 und spricht für ihr Alter super. Aber das darf die Prüferin leider nicht berücksichtigen. Die beurteilt das Kind aufgrund 30 Minuten Test.  Und wir als berufstätige Eltern dürfen mal wieder einen zweckfreien Termin zu ungünstigen Zeiten organisieren.

Und unsere Grundschule scheint auch überqualifiziert zu sein. Erstens ist in der Testauswertung ein dicker Rechenfehler. Richtig gerechnet ist die Dame nämlich gut durch. Wir liegen nur 0,3 Punkte unter der Grenze für „Normkids“.  Aber was soll ich machen, mich schon vor Einschulung mit der örtlichen Direktorin anlegen und so den Grundstein für eine lange Freundschaft legen Ironie off. ? 

Vielleicht gebe ich mir auch den Hype und schaue mir den Re-Call an. Schlimmstenfalls darf die kleine Hexe 2 Jahre Sprachförderung genießen.  Irgendwie verrückt jetzt fängt der Schulteststress schon im Kiga an. 

Ansonsten gibt es von der Au-Pair Front nur erfreuliches zu berichten. Trotz Gips sieht unsere Wohnung wieder richtig ordentlich aus und wir haben am Wochenende ein richtig gutes und vertrauliches Frauengespräch über Liebe, Zukunft und Ängste geführt. Und genau hier wusste ich wieder warum ich Au-Pairs in der Familie mag. Es ist einfach schön, wenn man nicht nur eine Angestellte, sondern im besten Fall eine echte Vertraute im Haus hat. Und ein bischen Üben für die Pubertät der Damen schadet nie. 

Ach ja der Wackelzahn, unsere große Hilfe hat mit ihren noch nicht ganz 5 Jahren den ersten Wackelzahn. Ich wollte es ja gar nicht glauben, aber er wackelt wirklich. Oh wie schnell werden meine Babys groß. Und so schön ich es finde zu sehen wie sie selbständig und immer selbstbewußter werden, so sehr vermisse ich schon jetzt das Babyhafte und die Kleinkind Zeit. Es war anstrengend aber auch wunderschön.

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