Leben ohne Au-Pair

Wir sind jetzt seit 5 Tagen ohne Au-Pair. Bisher genießen wir es aus vollen Zügen.  Die Kinder trauern zwar noch um unser altes AP, aber zum Glück nicht zu heftig. Sie genießen es  aber auch , dass Mama und Papa jetzt 24 Stunden am Tag für sie da sind.  Bisher haben wir zwar noch nichts wirklich spannendes gemacht, aber allein das Aufräumen des AP Zimmers und des restlichen Hauses, gemeinsame Großwäsche und Gartenarbeit macht Kindern viel Spaß.

Der Gatte und Ich genießen es nach Feierabend einfach machen zu können was wir wollen.  Man kann mal eben ohne Bademantel von der Dusche ins Schlafzimmer laufen.  Man trift kein AP, dass gerade ein Krisengespräch, eine  Liebeskummerberatungen, Lebenshilfe  usw sucht, wenn man eigentlich gerade gemütlich ein Glas Wein und ein Buch ins Wohnzimmer tragen will.

Ich brauche kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Ich den Kinder auch mal 1 Stunde TV erlaube und dabei gemütlich mit dem Gatten in der Küche einen Kaffee trinke. Man muss als Eltern nicht ständig Vorbild fürs AP sein, sondern darf auch mal Ausnahmen machen.

Ich muss nicht vor jeder Mahlzeit das AP zum Essen rufen und dann entweder 10 Minuten warten bis sie kommt, oder mich ärgern, weil sie mal wieder nicht mit essen will, es aber vorher nicht gesagt hat. Und man kann vor allem auch mal eine Mahlzeit ausfallen lassen oder unterwegs essen, ohne schlechtes Gewissen.

Wir können spontan einen Ausflug machen, ohne schlechtes Gewissen, dass man das AP ja hätte mitnehmen können, es jetzt aber gerade schon unterwegs ist.

Wir haben ein Gästezimmer und können Besuch im eigenen Zimmer unterbringen, oder können selbst gemütlich auf dem Bett liegen uns in Ruhe lesen.

Die Kinder bekommen nicht heimlich jeden Tag Süssigkeiten, ok für die Kinder kein echter Vorteil 😉

Wir können mal wieder unseren eigenen Familienregeln und Routinen aus Sicht des APs leben und überprüfen ob sie noch passen und realistisch sind.

Kurz gesagt, diese 4 Wochen ohne AP sind für uns richtig gut. Auch wenn ich bestimmt schon 4-5x gedacht habe, genau jetzt wäre es praktisch wenn ein AP da wäre.

Aber auf Dauer ohne Au-Pair kann Ich mir noch nicht vorstellen. Dafür finde ich genau die Dinge die Ich jetzt genieße sie nicht zu haben eben auch zu spannend und schön. Denn Ich spreche eigentlich sehr gerne mit den APs und Ich freue mich, wenn sie mit uns gemeinsam auf Ausflüge gehen oder wir gemeinsam auf der Terrasse sitzen. Aber ein AP bedeutet eben auch für die Familie in vielen Punkten:  Planung, Absprachen und Rücksichtnahme.  Und jetzt sind wir einfach mal 4 Wochen egoistisch 🙂

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