Brauchen wir noch ein Au-Pair?

Brauchen wir ein Au-Pair im nächsten Jahr?

Hier haben der Gatte und Ich schon seit einigen Wochen immer wieder hin und her überlegt. Die große Hilfe kommt im Sommer in die Schule. Somit wird sich unser Familienleben deutlich verändern und wir haben verschiedene Modelle durchdacht:

Große Hilfe geht in die OGS (offene Ganztagsschule) und Kleine Hexe bleibt in der 45 Stunden Kiga Betreuung.  So meine Stundenplanung weiter so gut bleibt könnte Ich so problemlos weiterarbeiten und die Kinder um 16.30 selbst aus der Betreuung holen.   Den Haushalt würde die Putzfrau mit etwas mehr Stunden übernehmen. Alternativ könnte Ich auch meine Arbeitszeit reduzieren um nur noch 3 Tage pro Woche arbeiten zu müssen und mehr Zeit für die Kinder habe.

Vorteile:

– Wir sparen die Kosten für ein AP ca. 260€ im Monat

– Privatsphäre für uns Eltern

– keine „Arbeit“ mehr durch Au-Pair Probleme

– Wir haben wieder ein richtiges Gästezimmer für Omas/Freunde

Nachteile:

–  Mehr Stress am Morgen, da keine helfende Hand mehr da ist.

–  eine Betreuung wenn Kinder krank sind

– Keine Betreuung wenn Konferenzen / Fortbildung später liegen

– Mehr Hausarbeit für uns Eltern (bügeln, Spülmaschine aus- einräumen, Frühstück abräumen)

– Mehrkosten für Babysitter und Putzfrau

– Keine Betreuung am Abend und Wochenende um mal als Eltern etwas zu unternehmen

– Ich muss wieder häufig am Abend Unterricht vorbereiten.

– Wenn die Kinder jeden Tag bis 16.30 in der Betreuung bleiben, haben wir kaum Zeit in der Woche etwas am Nachmittag gemeinsam zu machen.

– Kinder haben wenig Möglichkeiten sich mit Freunden außerhalb der OGS zu treffen

– Die Qualität der Betreuung durch  die OGS ist nur schwer vorher zu beurteilen

Und damit sind wir  wieder bei der Alternative wir bleiben beim Au-Pair und auch hier sehe Ich

Vorteile:

– Sicherheit bei Krankheit und kurzfristigen Terminen

– Ich bin nicht von der Stundenplanung abhängig

– Hilfe im Haushalt entlastet mich und gibt mir mehr Zeit und Ruhe für die Kinder

– die Große Hilfe kann „normal“ zur Schule gehen und Mittags zum Essen  nach Hause kommen und dort in Ruhe ihre Hausaufgaben machen.

– Die Kleine Hexe kann flexibel  im Kiga bleiben.

– Die Kinder genießen es bisher immer sehr ein AP zu haben.

– Ich habe einen größeren Einfluß auf den Tagesablauf der Kinder und Art der Betreuung/ Freizeitgestaltung.

Nachteile:

– Suche und Einarbeitung eines Au-Pairs kosten viel Zeit und Nerven.

– Die Suche wird schwierig, da wir ein Au-Pair suchen,das  kochen kann,  gut Deutsch spricht um bei Hausaufgaben helfen zu können, selbstständig ist und sich gegenüber den Kindern durchsetzen kann.

– Die Kinder werden immer selbstständiger und der Anteil an „mit den Kindern spielen“ wird immer kleiner, der  Anteil an „unangenehmer Arbeit“ für das AP nimmt zu.

– Ich merke, dass wir als Gastfamilie nicht mehr mit soviel Begeisterung auf die Mädchen zugehen und Ich auch nicht mehr so wild auf die Suche bin.  Ich bin durch einige Dinge sehr viel schneller genervt.

– Wir müssen mit der Einschränkung der Privatsphäre leben.

Aber bei der Abwägung aller Punkte kommen wir doch zu dem Schluß, dass ein Au-Pair bei allen „Nachteilen“ für uns immer noch die bequemste, sicherste und beste Lösung ist. Und so stehe  Ich dann vor der nächsten Frage:

Wann, Wie und Wo werde Ich ein neues Au-Pair suchen?  ……

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2 Antworten to “Brauchen wir noch ein Au-Pair?”

  1. ap-familie Says:

    Bezüglich der Nachteile ohne Au-Pair: (Wir sind ja zwei Jahre weiter mit unseren Kids, die Kleine kommt im Sommer in die Ganztagsschule). Was ich merke ist:
    Ich brauche die „helfende Hand“ morgens eigentlich nicht mehr. Ist einfach nur Luxus, nach dem Frühstück sich um mich selbst zu kümmern und das Zähneputzen und Schuheanziehen (Aufsicht) dem AP zu übertragen. Das ginge aber eigentlich auch ohne Aufsicht. Die Kinder könnten auch ihre Betten selbst machen – ich müsste nur noch schauen, dass die Fenster nach dem Lüften geschlossen werden. Also Stress wäre das nicht.
    Die Kinder haben wenig Möglichkeit, etwas außerhalb der OGS zu unternehmen und Deine große Hilfe würde „normal“ zur Schule gehen. Bei uns ging dieser Gedanke nach hinten los: Mein Sohn war der einzige, der mittags zum Essen nach Hause kam – all seine Freunde blieben in der Schule. Daher konnte er sich auch mit niemandem treffen… Jetzt ist er auch in der Betreuung. Danach kommt er nach Hause, pfeffert den Schulranzen in die Ecke und ist wieder verschwunden – meist bis 17.30 Uhr…. Die werden einfach selbständig. Wenn meine Tochter Besuch hat, verkrümeln sich die Mädels auch nur kichernd in ihrem Zimmer – spielen muss mein AP einfach nicht mehr – allenfalls Saft/Wasser anbieten und Obst hinstellen.
    Mittlerweile bekommen unsere Kinder auch immer mehr Aufgaben im Haus übertragen: Spülmaschine ausräumen können sie eigentlich schon – sie decken auch oft freiwillig den Tisch, bereiten sogar das Frühstück ohne Aufforderung vor. Auch im Bad müssen sie ihre eigenen Schweinereien wegmachen (Zahnpastaflecken etc.) – das AP wischt nur einmal pro Woche als Grundreinigung. Das kann aber auch eine Putzfrau übernehmen.
    Ich würde es an Eurer Stelle wahrscheinlich noch mindestens ein Jahr mit AP versuchen. In der ersten Klasse gab es schon viele Aufgaben, für die man ein AP einsetzen kann, um den Kindern mehr Sicherheit für neue Routinen zu geben.
    Bezüglich Privatsphäre: Das stört mich gar nicht, aber unser AP verabschiedet sich immer Freitagabend und ich sehe sie erst wieder am Montagmorgen. Zwei Abende bin ich meist unter der Woche nicht da – ein Abend sie – bleibt ein Abend in der Woche, wo wir eventuell alle zu Hause sind… (sie sich aber auch mit Freunden trifft).
    Ich habe jetzt beschlossen, das „Göttergericht“ entscheiden zu lassen: Wir suchen besagtes Au-Pair das sehr gut deutsch spricht, kochen kann und bereit ist, ca. 15 Stunden pro Woche Hausarbeit zu übernehmen dazu noch am Wochenende und Abends ab und zu babysitten (also ca. 25 Std./Woche Arbeit). Wenn wir das nicht finden, werde ich es mit Sprachschüler/Studentin/Putzhhilfe usw. versuchen. Ich werde berichten.

    • aupairfamilienrw Says:

      Danke für die ausführlichen Tips. Und du triffst genau den Punkt. Die Frage ist eben auch wieviele Kinder gehen in die OGS. Da wir auf dem Dorf wohnen ist es hier noch nicht so akzeptiert. Daher meine Sorge mit der Nachmittagsaktivität.

      Und die Hilfe im Haushalt durch die Kids ist auch schon jetzt leicht spürbar. Daher wird ein Au-Pair ganz klar immer mehr zum Luxus. Aber leider sind unsere Kids recht anfällig und daher wiegt bei uns der Punkt Krankenbetreuung start. 😦

      Und die Privatssphäre stört mich jetzt auch nicht so sehr, aber Ich merke eben wie sehr Ich es auch immer genieße, wenn unsere APs on Tour sind. Aber auf der anderen Seite genieße Ich auch die netten Gespräche in der Küche und den Austausch mit Olga.

      Ich bin auch gespannt wie die Suche dieses Jahr laufen wird. Aber noch fehlt mir die entgültige Motivation um zu starten.

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