Neues von der Au-Pair Suche

Nachdem unsere erste Kandidatin ja leider abgesprungen ist sind wir wieder auf der Suche.  Unsere anderen Favoritinnen haben sich passend zur ersten Absage dann auch entweder gar nicht mehr gemeldet, nur noch sehr oberflächlich gemailt oder abgesagt.

Also wieder ganz von vorne.  Weitschuss und dann schauen was zurück kommt.  Im Moment in der engeren Wahl:

Kandidatin 1

– sehr nett

– schreibt regelmäßig und sehr sympathisch

– stellt viele richtige Fragen

– hat Geschwister, Erfahrung mit Kids und kann schwimmen und radfahren

– braucht kein Visum da EU Au-Pair

– und sie ist MORMONIN

 

Kandidatin Nr. 2

– sehr jung 18

– sehr sportlich und kann radfahren und schwimmen

–  sehr ehrliche

– sehr interessiert

-noch mehr gute Fragen

– aber aus Moskau

– und  schreibt ihre Briefe mit Hilfe eines Freundes der ihr bei der deutschen Sprache hilft 😦

– Kann sich aber persönlich vorstellen, da sie Sylvester in Deutschland feiert 🙂

 

Kandidatin Nr. 3

– typisches Beuteschema unserer bisherigen Au-Pairs  Ukraine   Sprachstudentin

– kann schwimmen und leidlich radfahren

– sehr nette Briefe

– Nachfragen aber in Maßen

– Interesse an Kindern

– sieht aus wie 12 🙂 ist aber schon 22

Alle haben Stärken und guten Seiten, aber bei allen sind auch mehr oder weniger große Haken versteckt.   Will Ich wirklich eine Mormonin im Haus die im schlimmsten Fall versucht die Familie zu missionieren,  ist eine 18 jährige mit wenig Deutschkenntnissen wirklich in der Lage unsere beiden Mädels zu bändigen, will Ich wieder das Risiko eingehen, dass ein Au-Pair nur „leidlich“ Fahrrad fährt?   Aber bei allen Haken, bei allen drei freue Ich mich immer über ihre Mails und alle antworten schnell, freundlich und soweit beurteilbar auch ehrlich auf meine Fragen.   Also warte Ich noch ein bischen ab und schaue wie sich der Kontakt entwickelt.

Advertisements

6 Antworten to “Neues von der Au-Pair Suche”

  1. hostmam Says:

    Ich gebe zu dass ich vor (für mich) extremen religiösen oder politischen Anschauungen immer zurückgeschreckt bin. Zum einen wegen des Vorbildcharakters einer AP (das kann bös nach hinten losgehen) und zum anderen weil das für mich schon von vorneherein eine Sollbruchstelle darstellen kann.

    Ich denke immer dass es Dinge gibt, die frau noch lernen kann (Fahrrad fahren?) und Dinge die bei einer 20jährigen schon relativ fest verdrahtet sind.

    Jedenfalls wünsche ich Dir viel Erfolg bei der Suche.

  2. ap-familie Says:

    Ich fühle mich wohler mit Mädchen, die ihre Religion nicht extrem ausleben. Bezüglich der Missionierung hatte ich noch nie Ängste, habe das aber auch im Vorfeld angesprochen: Ich möchte nicht missioniert werden – das war auch nie ein Problem. Als Problem stellte sich vielmehr dar, dass die Religion unabsehbare Einflüsse auf die Arbeit und das Familienleben nahmen – und ich war nicht bereit, mich hier anzupassen. (Zeugen Jehovas können am Martinszug nicht helfen, weil St.Martin nicht gefeiert werden darf, zum Beispiel). Hieran hatte ich im Vorhinein nicht gedacht und mir wurde klar, dass viele Dinge, die wir feiern (Nikolaus, Weihnachten, Fasching, Ostern…) ja auch alles christliche Ursprünge hat. Wer eine derart strikte Religion pflegt und selbst Beobachtungen fremder Kulturen und Traditionen ablehnt ist m.E. für einen Kulturaustausch nicht geeignet.
    Eine gute Freundin von mir war Austauschschülerin in den USA bei Mormonen. Sie fand es extrem spannend und wurde weder missioniert, noch zu irgendwelchen Dingen gezwungen. Aber beispielsweise lechzte sie nach Koffein nach ihrem Jahr (kein Kaffee, kein schwarzer Tee, keine Cola (und natürlich auch kein Alkohol) für Mormonen.) Da wir mit unseren APs gerne mal abend zusammen sitzen und gemeinsam Wein trinken (und so schon viele sehr nette und lustige Abende verbrachten) würde mir das zum Beispiel bereits fehlen).
    Fazit: Bei Mormonen genau nachfragen und informieren.
    Kandidatin 1 und 2 würde ich auf jeden Fall persönlich zu treffen versuchen (bei EU-AP ist’s ja nicht weit), Kandidatin 3 würde ich mir sicherheitshalber warmhalten…
    Viel Glück!

  3. aupairfamilienrw Says:

    Danke für beide Rückmeldungen. Ich schrecke eben auch vor der religösen Komponente zurück. Wir sind eine eher unreligöse Familie, leben aben schon die christlichen Feste. Auf Nachfrage hat die Mormonin versichert, keine missionarischen Ziele zu haben. Und es fällt mir schwer sie nur wegen der Religion aus der Wahl zu nehmen. Denn sie macht einen wirklich netten Eindruck.

    Ich denke Ich werde zunächst mal schauen, wie der Kontakt weiter läuft und sehr konkrete Fragen zu bestimmten Situationen stellen. Die Offenheit scheint aber zum Glück und Interesse an anderen Lebensweisen scheint sie zu haben. Ihre Schwester war auch schon Au-Pair.

    Besuche fände Ich super, aber ob es aus Finnland wirklich so um die Ecke ist, mal schauen. Ein Besuch ist natürlich die optimale Grundlage für eine Entscheidung.

  4. Babsi Says:

    Ich denke, mit dem Alter kann man das nie so pauschal sagen. Als ich mich beworben habe, war ich gerade mal 17 1/2, hatte mein Abi noch nicht und keinen Führerschein! Das alles aber waren Voraussetzungen, die ich erfüllen musste, um als Au Pair zu arbeiten. Ich hab mein Abi und meinen Führerschein dann eh sofort bestanden, bin 18 geworden und gleich darauf eigentlich hergeflogen. Meine Familie hatte noch andere Bewerbe, die älter waren und Abi und Führerschein schon hatten…tja, sie haben trotzdem mich genommen?! 🙂
    Ich bin bis jetzt die jüngste, die 1. war 19 und die vom Vorjahr war 22…und ich krieg eigentlich schon immer „Komplimente“, dass ich viel mit den Kindern machen (reden vorallem mit der Kleinen! Sie ist erst 2) und so toll kochen kann 😀 Mir wird sehr viel anvertraut…morgen darf ich zb die Weihnachtsfotos mit den Kindern machen, owbohl das sonst immer der Fotograf macht. Und dafür kriege ich sogar die Spiegelreflex der Mutter. 😉 Also ich denke, das mit dem Alter kann man nie so sagen, denn ich bin, glaube ich, schon sehr vertrauenswürdig 🙂

  5. zimtapfel Says:

    Also, die Mormonen sind im allgemeinen recht umgänglich. Mein Schatz arbeitet neben seinem eigentlichen Job auch noch für eine Firma mit Sitz in Salt Lake City (da, wo die Mormonen ihren „Hauptsitz“ haben) und viele der Mitarbeiter, mit denen er dort zu tun hat, sind natürlich mormonischen Glaubens. Aber alle völlig normal, locker und entspannt. Daher würde ich das, insbesondere, da ihr die „Missionierungsfrage“ ja schon geklärt habt, wirklich nicht als Negativkriterium nehmen.
    Bei der sehr jungen, noch nicht gut deutsch sprechenden Russin finde ich es eigentlich sehr positiv und für sie sprechend, das sie von sich aus zugibt, die Sprache noch nicht so gut zu können und bei den Briefen Hilfe von jemandem zu haben. Gibt ja oft genug Fälle, die sich die Briefe ganz toll übersetzen lassen und damit den völlig falschen Eindruck erwecken, die Sprache schon wunderbar zu können. Da ist diese Offenheit doch ganz angenehm.

  6. higanbana Says:

    Hallo,

    also ich sehe auch nicht unbedingt ein Problem bei Mormonen. Mein Prof. war einer, und er ist einer der gewesen, der sich den Allerwertesten fuer seine Studenten, insbesondere die auslaendischen aufgerissen hatte. Seine Religion hatte er auch fuer sich behalten und nicht versucht, uns von irgend etwas zu ueberzeugen. Ich wusste zwar, dass er irgend einer christlichen Gruppe angehoerte, er hatte auch einmal pro Jahr „Elder“ eingeladen, die mit uns dann Englisch fuer Anfaenger machten. Aber bis zum Schluss wusste ich nicht, dass diese Richtung eigentlich die Mormonenkirche war.

    Klar, man kann auch Pech haben und aggressive Leute treffen, aber das kann einem auch bei normalen Christen passieren. Und man verdaechtigt ja auch nicht gleich einen, der „Katholik“ schreibt, dass er zum Missionieren nach Deutschland kommt.

    Kandidatin 1 klingt doch ganz gut, wenn ihr weiterhin ein gutes Gefuehl bei ihr habt, dann nehmt sie doch.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: