Gute Vorsätze und die Realität

Unsere Olga ist jetzt 3 Monate bei uns und nach 100 Tagen möchte Ich für mich Bilanz ziehen, was aus meinen guten Vorsätzen einer Gastmutter geworden ist die Ich mir im Sommer mal wieder vorgenommen habe.

https://aupairfamilienrw.wordpress.com/2010/08/07/der-countdown-lauft/#more-387

1. Vorsatz:  Ich werde diesmal stärker darauf achten, dass unser Au-Pair die Kinder nicht ständig mit Süssigkeiten belohnt.

Dieser Vorsatz wird wohl niemals 100% klappen. Aber die Kinder werden deutlich weniger verwöhnt wie letztes Jahr. Nur der Cornflakes Konsum ist immer noch jenseits von Gut und Böse.  Aber wir arbeiten daran.   Ich mache immer wieder klar, dass Kinder nicht alles bekommen müssen was sie wollen (Nutella, Cornflakes, Gummibärchen …. Nutella, Cornflakes …. ), sondern das man auch Obst, Johgurt und andere gesunde Snacks am Nachmittag essen kann und vor allem soll.  Das Problem ist hier aber auch das nicht besonders vorteilhafte Essverhalten unseres Au-Pairs.      Kleine Raupe Nimmersatt

2. Vorsatz:  Ich nehme mir wie jedes Jahr vor, am Anfang nicht zu „freundlich“ zu sein.

Das ist mir diesmal recht gut gelungen. Obwohl Ich am Anfang viel „strenger“ war und Regeln und Aufgaben klar und deutlich eingefordert habe ist unser Verhältnis viel besser und offener als zu allen Vorgänger Au-Pairs.  Das war mal ein echter Erfolg.  Aber Ich merke auch, dass Ich wieder in alte Muster verfalle. Und es zeigt sich leider, dass sobald man die Zügel etwas schleifen läßt auch die Motivation entsprechend nachlässt.  Siehe Schlafkrankheit:

3. Vorsatz:  Nicht zu viele Privilegien am Anfang „verschenken“

Auch hier haben wir zum Glück wenig Probleme. Unser Au-Pair nimmt zwar alle Hilfen und Privilegien gerne und freudig an, aber Ich habe bisher nicht den Eindruck, dass sie uns ausnutzt oder nichts zurück gibt. Im Gegenteil. Wir haben glaube Ich ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis, dass es beiden Seiten erlaubt mal mehr zu geben und dann auch mal wieder mehr zu bekommen.  Das hat also gut geklappt.  Sie ist übrigens das erste Au-Pair, dass bisher noch keine hohe Telefonrechnung produziert hat.

Alles in allem bin Ich mit Mir und Olga ziemlich zufrieden. Der gute erste Eindruck hat sich bestätigt und sie ist bis heute ein tolles und super in die Familie integriertes Au-Pair. Aber sie ist eben auch nur ein normales Au-Pair und daher muss Ich bei aller Freude und Zufriedenheit darauf achten, dass falsche Bequemlichkeit nicht zu sehr einreißt und sie ihre Aufgaben bei uns nicht zu leicht nimmt. Das finde Ich nach ein paar Monaten immer die schwerste Aufgabe.

Eigentlich soll Olga Nachmittags immer 2-3 Stunden mit den Kindern spielen. Natürlich sollen und dürfen die Kinder auch allein spielen und dann ist es völlig ok, wenn sie Vokabeln lernt, ein Buch ließt oder irgendetwas anders macht. Aber im Moment kommt es ziemlich häufig vor, dass sie erst gar nicht mehr versucht mit den Kids zu spielen, sondern sich gleich mit ihrem Buch in die Ecke setzt.

Oder sie sitzt in der Küche und ißt mal wieder Cornflakes und läßt die Kinder einfach laufen.  Obwohl sie den halben Morgen frei hatte und bis 13.00 genug Zeit hatte ihr Mittagessen zu machen.  Es sind nur Kleinigkeiten, aber sie zeigen mir, dass mal wieder ein ruhiges Gespräch notwendig ist, wie die letzten Wochen so laufen. Wobei es schwer ist die Dinge anzusprechen, ohne als Korintenzähler dazu stehen. Denn jedes für sich ist ja wirklich kein Drama. Aber in der Summe stört es auf Dauer.

Aber der Fehler liegt ja nicht nur beim Au-Pair. Ich mache nach 3 Monaten auch viel weniger Vorgaben und dann passiert es eben, dass die Ideen ausgehen. Zum Glück macht sie aber immer begeistert mit, wenn Ich eine Aktivität vorschlage. Und die Angst im Winter nach draußen zu gehen, scheint bei Au-Pairs genetisch zu sein 🙂

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2 Antworten to “Gute Vorsätze und die Realität”

  1. hostmami Says:

    Ich find deine Artikel immer wieder sehr hilfreich. Ich bin ehr jemand ,der zu locker im Umgang ist,sich dann aber ärgert wenn es nicht klappt. Wie wichtig es ist seine Ansprüche zu formulieren. Nicht zu nett zu sein. Ich finde auch wenn man bis 13.00 frei hatte,kann man dann auch was tun. Und wenn die Kinder nicht bespasst werden müssen,dann ebend Haushalt. Irgendwas fällt doch immer an oder? Gerade in der Adventszeit wartet doch an jeder Ecke etwas. Es macht mir immer wieder bewusst,welche Fettnäfchen auf mich warten könnten danke. Ich finde du könntest dich mit deiner Beratung wirklich selbstständig machen. Das ist eine echte Marktlücke!!!!

    • aupairfamilienrw Says:

      Du wirst lachen, aber Ich war mal 2 Monate mit eine sehr ähnlichen Idee selbstständig. Ich wollte Familien bei der Wahl der Kinderbetreuung beraten und evt. auch Kinderfrauen vermitteln. Aber genau zu diesem Zeitpunkt kam das Angebot eine feste Stelle als Beamtin im Schuldienst anzutreten. Und da hat dann ganz klar mein Sicherheitsbedürfniss gesiegt. Und meine „Geschäftsidee“ ist wieder das geworden was sie vorher schon war. Hobbie und persönliches Interesse. 🙂

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