Au-Pair Alternativen

So jetzt haben wir das ganze Wochenende überlegt wie ein Alternativ Betreuungsmodell zum Au-Pair aussehen könnte.

Eine mögliche Alternative :  baut auf 4 Säulen

Kiga für Kleine Hexe 45 Stundenbetreuung von Mo-Do 7.15-16.45  und  Fr. bis 14.15 Uhr

OGS für Große Hilfe   von 7.30-16.00 Uhr und Fr.  auch bis 14.00 Uhr

Putzfrau 2-3x in der Woche  für 3-4 Stunden für Hausarbeit und als Nofallbetreuung im Krankheitsfall

Arbeitszeit Optimierung: Arbeitszeit Mama auf 3 max 4 Tage pro Woche verteilen  + Dienste des Gatten möglichst auf Putzfrauenfreie Tage abstimmen.

Finanzielle Seite:

Wenn man alle Nebenkosten einrechnet kostet uns unser Au-Pair zwischen 450 und 500€ im Monat.   Diese Kosten würden bei der Alternative wegfallen, dafür würden die Kosten für die Putzfrau um ca. 200€ pro Monat steigen  + OGS von ca. 50-100€   also insgesamt    450€ gegen  250-300€.   Auf der Kostenseite erstmal ein Plus.  Wenn der Kigabeitrag in NRW fürs letzte Jahr wirklich wegfällt noch viel mehr, aber das ist ja unabhängig vom AP.      Wir hätten also auch noch genug Geld um im Notfall Überstunden zu bezahlen und hin und wieder einen Babysitter für Abends/Wochenende.

Probleme:

–  Der Kiga Beginn liegt mit 7.15 genau 15 Minuten zu spät um wirklich sicher und stressfrei zur ersten Stunde in die Schule zu kommen. Daher müsste meine Stundenplanung mir auch nächstes Jahr entgegen kommen immer erst zur 2. Stunde anzufangen.

– Konferenzen, Elternsprechtage  und Abendtermine  sind durch Kiga und OGS nicht abgedeckt und müssten durch Babysitter, Spieldates, Omas abgedeckt werden.

– Krankheit der Kinder wird deutlich problematischer, da wir nicht mehr spontan am Morgen entscheiden können ein Kind zur Sicherheit mit leichtem Fieber zu Hause zu lassen.  Entweder müsste kurzfristig unsere Putzfrau einspringen, oder ein Elternteil seine Kinder Krankentage nehmen .   Bisher habe Ich mir diese Tage immer für absolute Notfäller (Krankenhaus, Lungenentzündung, Arztbesuch notwendig) aufgehoben.

– Kleine Bequemlichkeiten fallen weg (Spülmaschine wird jeden Tag ausgeräumt, spontane Kinobesuche, Helfende Hand beim Frühstück/Anziehen der Kinder)

– Die Frage ob unsere Putzfrau an so einem Angebot überhaupt interessiert ist. Sie lebt von Harzt IV und Ich kann nicht abschätzen, ob es für sie nicht sogar „schädlich“ ist, wenn sie aus dem Bezug rutscht, weil sie dann nicht mehr Krankenversichert ist.  Aber eigentlich ist sie fleißig und sehr motiviert.

– Die Frage ob wir einen Platz in der OGS bekommen würden.

Positive Aspekte:

+  Wir haben unser Haus wieder für uns inkl. Gästezimmer

+ Wir sparen zwischen 250-300€ pro Monat

+ Keine Fahrdienste 2x die Woche zum Sprachkurs

+ Keine langwierige Suche nach neuen Au-Pairs

+ Keine 2-4 Wochen Einarbeitung in den Sommerferien

+ Auch „Schwere“ Hausarbeit (Bügeln aller Wäsche,  Fenster putzen,  Keller putzen, evt. Vorgarten pflegen) kann an Putzfrau delegiert werden.

+ Keine  Zeit mehr für Organisation und Gespräche über  Urlaub, Studium, Liebe …. die pro Woche locker 1-4 Stunden, je nach AP und Stimmung  kosten.

+ Spontane Änderungen im Familienalltag (Spieldates, Essen gehen, Ausflüge) ohne auf das AP Rücksicht nehmen zu müssen

Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden, aber Ich bin überrascht wie viele positive Aspekte diese Alternative hat und wie wenig Nachteile mir bisher eingefallen sind.  Bitte gerne von erfahrenen Gastmüttern vergessene Nachteile nennen.

Wir werden auf jeden Fall die Suche noch nicht einstellen und mit den beiden verbliebenen Bewerberinen weiter Kontakt bleiben und skypen, aber wenn Ich nicht ein 100% positives Gefühl habe, dann werden wir die Alternative ernsthaft in Betracht ziehen.   Und bis dahin unser vielleicht letztes Au-Pair noch richtig genießen.

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10 Antworten to “Au-Pair Alternativen”

  1. Susanne Says:

    Hi
    Ich denke ehrlich gesagt, dass du gerade ein bissl „Wohlstands-genervt“bist von deinem AP.
    Ich kenne es selber: Manchmal gehen einem die Mädchen einfach auf den Keks. Auch wenn sie ihren Job gut machen. Es ist halt so.

    Ich habe 2 Jahre die Betreuung über Kindergarten (für die „Große“) und Tagesmutter für den Kleinen abgedeckt.
    Ebenso bei mir: Hetze!
    KiGa öffnete um 7:30 Uhr. Um 8:00 Dienstbeginn.
    15 Min. Autofahrt. Also musste innerhalb von 15 Min. die Große sowie der Kleine „Verteilt“ werden.

    Die Krankentage sind nicht zu unterschätzen.
    Denn GRUNDSÄTZLICH gilt: Wenn Kind krank, dann hat keiner Zeit ein zu springen!
    Ich finde es mit einem AP so viel Stressfreier und unkomplizierter.
    Und man kann auch mal spontan fragen, ob das AP kurz mal aufpasst, weil man mal in RUHE einkaufen gehen möchte, oder eine halbe Std. für sich braucht.
    Den Luxus hast du dann nicht mehr.

    Keiner, der mal den Tisch deckt, die Wäsche anstellt, den Sauger schwingt, wenn etwas verkrümelt wurde.
    Diese kleinen „Nettigkeiten“ fallen weg.

    Das sollte man nicht vergessen.
    Allerdings bin ich auch 7 Tage am Stück ausser Haus. Bei 3-4 Tagen sieht die Welt vielleicht auch etwas anders aus.

    Aber ich würde GRÜNDLICH abwägen.
    Alles Gute!

    • aupairfamilienrw Says:

      Danke für die ehrliche Rückmeldung. Ja Wohlstandsgenervt trifft es wahrscheinlich ziemlich gut 😉

      Mir ist schon klar, dass ein Familienalltag ohne AP um vieles stressiger und unbequemer werden wird. Und gerade die Kranktage machen mir ja die Entscheidung so schwer.

      Was mich iritiert ist die Dauer dieser „Nerv Phase“. Bisher hatte Ich es immer mal wieder für ein paar Tage, aber jetzt zieht es sich schon über Wochen. Daher die ernsthafte Überlegung nach Alternativen.

      Denn neben allem Stress für mich, auch für ein AP sind wir keine gute Gastfamilie mehr, wenn Ich ständig genervt und unmotiviert bin. Denn dann bin Ich ja genau so wie Ich es beim AP nicht mag. 😦

  2. hostmami Says:

    Wie Du weisst,bin ja keine erfahrene Gastmutter…aber ich war als Kind so lange im Kindergarten und in der Schule und ich fand es schrecklich. Deshalb bestehe ich hier eisenhart darauf das die Kinder zu Hause essen. Bei uns in der Klasse konnte man später am Notendurchschnitt sehen wer im Hort war und wer nicht. Ich KENNE viele Eltern,die ihr Kind in der betreuten Grundschule haben und die zufrieden sind,aber ich finde das schwierig. LG hostmAMI

    • aupairfamilienrw Says:

      Ich denke das ist eher die Frage ob Ich als Mutter arbeiten gehe oder nicht. Denn egal ob mit OGS oder Au-Pair, Ich werde immer einige Tage in der Woche nicht zum Mittagessen Zuhause sein.

      Aber bisher hat es unsere Kinder nicht gestört 4x in der Woche im Kiga zu essen. Daher für die Kinder wäre die Umstellung wahrscheinlich nicht so groß. Und für die Große Hilfe würde Schule eben als Ganztagsschule anfangen. Sie kennt es nicht anderes. Noch ein Vorteil der mir gerade einfällt. Wenn wir erst nach 1-2 Jahren wechseln kommt sie als Seiteneinsteigerin in eine gefestigte Gruppe.

  3. Fabi Says:

    Ich finde, der kulturelle Austausch fehlt dann auch für deine Kinder. Ich denke, es ist nicht zu unterschätzen, was sie von der Welt kennen lernen durch ein Au Pair. Und so was ist doch auch schön und wichtig.
    Wenn sie irgendwann mal Englisch in der Schule lernen können sie es zu Hause eventuell schon anwenden (aber das dauert ja sicher noch etwas, oder?) und solche Dinge.

    • aupairfamilienrw Says:

      Der kulturelle Austausch für die Kinder wird glaube Ich überschätzt. Unsere Au-Pairs sind bisher alle russische Muttersprachler gewesen und haben auch viel russisch mit den Nachbar APs gesprochen. Aber keins der betreuten Kinder spricht wirklich russisch. Klar sie können ein paar Worte nachsprechen aber keine wirkliches Sprachen lernen. Aber das war auch nie der Grund für ein AP. Der kulturelle Austausch ist zwischen den Erwachsenen schön und spannend, aber auf Dauer eben auch anstrengend und manchmal belastend. Und nach jetzt 4 Jahren Osteuropäischen APs kommt nicht mehr soviel neues. Und viele APs haben am Austausch auch wenig Interesse. Daher es gehört natürlich zum AP bzw. Gastfamilie sein dazu, aber es würde mir nicht so fehlen. Und wenn doch, dann kann Ich jederzeit Gastfamilie im Schüleraustausch werden.

  4. apmama Says:

    Also, meine beiden waren immer lange im Kindergarten und OGS. Geschadet hat’s ihnen kein bisschen, und sie fanden es super da. Wie oft kam ich an, um meine Kids um drei abzuholen, und dann kam nur „öhhhh, was willst du denn schon hier?“ – und dann musste ich nochmal gehen bis vier 😉 nun sind sie neun und zwölf, die grosse ist in der 7. Klasse auf dem Gymnasium, und die keine kommt nächsten Sommer auch aufs Gymnasium. Und man kann kein bisschen sehen, „wer in die OGS ging“ – sie sind nämlich ganz hervorragend in der Schule. ganz im Gegensatz zu mir früher, ich war in der 7. schon eher faul …. Und da sie schon immer bei Tagesmutter, Ganztagskindergarten und ogs waren, haben sie dazu auch noch ein super Sozialverhalten gelernt. Und wenn wir nun ein Au Pair haben, dann deshalb, weil wir auch mal abends Hilfe brauchen und für die großen eben keine OGS mehr da ist. Ich denke nicht, dass man sich was vorwerfen muss, wenn man seine Kinder tags „weggibt“, und ganz sicher kommt es auf die OGS bzw. den Kindergarten an, und eben auch auf die Kinder!!!!

    • aupairfamilienrw Says:

      Sehe Ich genau so, nur dass wir eben nach 4 Jahren etwas AP müde sind und ihr gerade erst optimistisch ins Abenteuer AP startet. Viel Spaß dabei 🙂

      • Anonymous Says:

        naja, ganz frisch sind wir auch nicht mehr 😉
        wir hatten erst ein halbes Jahr „unsere“ Schwedin, was nicht so prickelnd lief, da wir einfach nicht zusammen gepasst haben. Unsere Austrailierin ist nun auch schon ein halbes Jahr da. Mir reicht das schon fast, um etwas aupairmüde zu werden ;-))

  5. elamatrix Says:

    Ich denke schon, dass der Alltag bei euch auch ohne Au-Pair laufen würde. Sicherlich an manchen Stellen deutlich unkomfortabler aber dafür an anderen Stellen komfortabler.

    Ist es bei dir nicht zum Beispiel möglich, deine kranken Kinder einfach mit in den Unterricht zu nehmen (also mit krank meine ich am gesund werden aber noch nicht Kindergarten/ Schultauglich; Zumindest bei deiner Großen köntne ich mir vorstellen, dass sie sowas mitmacht)
    Als Kind habe ich es geliebt bei meiner Mutter mit im Unterricht zu sitzen. Kommt aber natürlich darauf an, ob da dein Arbeitgeber mitspielt.

    Vielleicht könnt ihr auch mit anderen Eltern regelmäßige Hol- und Bringedienste ausmachen, falls der Stundenplaner nicht mitmacht.

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