AP-Alternativen im Probelauf

Nachdem Olga ja in den letzten Wochen viele freie Tag hatte, haben wir die Chance genutzt und unsere AP-Alternativen getestet.  Und bisher klappt es wirklich gut.  Die Tochter unserer Putzhilfe kommt mit den Mädchen gut zurecht und vor allem die Kinder mögen sie .  Sie freuen sich schon immer wenn Michelle kommt.

Diese Woche hat sie die Kinder zum ersten Mal allein vom Kiga abgeholt und den Nachmittag mit ihnen verbracht und alle drei sind am Abend gut gelaunt wieder zu Hause angekommen.  Und auch unsere Putzfrau Fräulein Reinlich macht ihren Job nach fast einem Jahr immer noch richtig gut.
Ich bin gerade dabei ihren Arbeitsvertrag für Herbst fertig zu machen und die Anmeldung bei der Krankenkasse und Finanzamt zu organisieren.  Bisher ist alles überraschend einfach. Die GKV schickt einen Außendienstler vorbei der alle Formalitäten erledigt und dann wird alles abgebucht.

Bleibt nur die Frage ob ich jetzt statt eines AP-Handbuchs ein Frl. Reinlich Handbuch schreiben soll 😉   Aber Spaß bei Seite.  Wir überlegen schon wie wir ihre Arbeitsstunden am besten verteilen und welche Aufgaben sie im Haushalt erledigen soll.  Bisher putzt sich ja 1x die Woche Küche, Bad, Wohnräume und Fenster und Olga übernimmt die Kinderzimmer.

Ab Herbst kommt Frl. Reinlich dann 3x in der Woche und dann soll sie das komplette Haus und vor allem auch die Wäsche übernehmen.  Damit sollten 2 von 3 Tagen gut verplant sein.  Der dritte Tag würde dann für „Spezial Aufgaben“ wie Grundreinigung einzelner Zimmer, Terrasse fegen,  Fenster putzen, Schränke in der Küche auswischen … zur Verfügung stehen.   Wenn das so klappt wäre es ein Traum.

Frl. Reinlich freut sich auf jeden Fall schon sehr, da sie ab Herbst dann aus dem ALG II Bezug herausfällt und nicht mehr vom Staat abhängig ist und wir freuen uns, weil wir unser Häuschen wieder ganz für uns allein haben.  Und hoffentlich freut sich auch Olga, dass sie bis dahin einen legalen und guten Weg gefunden hat in Deutschland zu bleiben oder alternativ eine gute Arbeit zu Hause findet.

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4 Antworten to “AP-Alternativen im Probelauf”

  1. Marc Says:

    Hallo- Deine Schilderungen betreffs des Zusammenlebens mit dem ukrainischen AP sind sehr interessant. Da ich selbst einmal eine ukrainische Freundin hatte, hab ich manches wiedererkannt und musste schmunzeln. Bei einigen anderen Dingen hab ich mir aber auch gedacht: „Das sind einfach Missverständnisse“…
    Es wäre natürlich auch interessant zu erfahren wie euer Au Pair über seine deutsche Gastfamilie im allgemeinen und über die deutsche Gastmutter im Besonderen denkt..

    • aupairfamilienrw Says:

      Hallo Marc

      Ja in den Kopf unseres APs würde ich auch gerne mal schauen 🙂 . Aber da ich selbst auch mal AP war, kann ich mir schon vorstellen was sie denken könnte. Und klar auch das wird nicht immer positiv sein.

      Denn wir sind genauso wie sie nicht perfekt und haben genug Macken über die man prima lästern kann. Und solange sie das mit ihren Freundinen macht oder anonym in einem russischen Forum kann ich damit gut leben.

      Vielleicht bist du ja so lieb als „Schatzi“ deine Erfahrung mit uns zu teilen. Oder war deine Freundin gar kein AP? Wo liegen deiner Meinung nach die Missverständnisse? Du würdest bestimmt vielen Gastmüttern helfen ihre APs besser zu verstehen 😉

  2. mucki Says:

    ja mir ist auch aufgefallen das ihr sehr zu den ausnahmen gehört. also euch durchaus bewusst seid das auch ihr als gastfamilie fehler macht. was vielleicht auch gerade daran liegt das du selber au-pair warst. ich lese in vielen gasteltern foren und denke mir oft warum die gasteltern nie überlegen was sie falsch machen wenn ein au-pair kündigt oder probleme mit ihnen hatt. ich finde es kommt immer sehr rüber die bösen bösen au-pairs und die armen armen gastfamilien. und ich finde wirklich gut das ihr das nicht so seht. ich lese gerne deine block weil ich dadurch stellen weise auch meine alte gastfamilie besser verstehen kann. aber hab mir auch imemr gewünscht das sie verstehen würden das unsere kommunikations schwierigkeiten nicht nur an mir lagen. aber es können ja nicht alle gasteltern so wie ihr sein 🙂 achja meine zweite gastfamilie war auch die mutter früher au-pair und die hatte auch viel mehr verständnis und wir haben uns viel besser verstanden. ich denke das macht echt was aus.

  3. Marc Says:

    Ja, meine Freundin war (als wir uns kennenlernten) AuPair im Saarland. Ich möchte bzw. kann hier aber nicht den „Au Pair-Erklärbär“ spielen, aber ich möche schon mal darauf hinweisen, dass die durchschnittliche Au-Pair aus der Ukraine sich erstmal einfach darüber wundern wird, dass ihre deutsche Gastfamilie überhaupt ein Au Pair-Mädchen braucht.

    „Die haben doch schon alles, sogar eine Putzfrau, die Kinder gehen in den Kindergarten, die Gastmutter arbeitet nur den halben Tag und der Gastvater macht ganz viel für die Kinder und für seine Frau!“

    ..an diesen Spruch kann ich mich noch gut erinnern. Und da zeigt sich ja bereits, dass die Mentalität und die Gesellschaft eben eine ganz andere ist, in vieler Hinsicht. In der Ukraine kommt es z.B. deutlich seltener vor, dass Männer sich für die Hausarbeit oder das Kochen überhaupt kümmern bzw. sich hierfür in irgendeiner Form verantwortlich fühlen.

    Aber, ich denke mir beim Lesen eures Blogs dann auch wieder, dass ihr das eigentlich sehr gut macht, ihr redet ehrlich mit „Olga“ seht ihre Stärken und ihre Schwächen und ihr kritisiert offen wenn es nötig ist- und sicher zeigt ihr auch einen gewissen Respekt vor ihr, das wird sie merken und dies (hoffentlich) auch honorieren

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