Familiensamstag

Nachdem der Gatte aus dem Dienst gekommen ist und erstmal ein paar Stündchen geschlafen hat, sind wir gemütlich in ein Familienrestwochenende gestartet.  Die typischen Samstags Beschäftigungen (Wäsche waschen,  Rasen mähen, einkaufen,  Kinderzimmer aufräumen) gehen gemeinsam viel schneller und spaßiger von der Hand.  Und seit ein paar Wochen helfen unsere beiden Damen noch viel besser mit.  Heute haben sie gemeinsam den Ganzen Korb Unterwäsche/Socken allein aufgehängt.   🙂
In solchen Momenten merkt man wie groß die Kinder geworden sind und wie gut sie mithelfen können.   Unser AP ist heute Morgen nach dem Frühstück zu Schatzi gefahren und kommt nicht vor Morgen Nacht zurück.  Sie klingt sich wie jedes Wochenende aus den Familien Aktivitäten aus.  Kann ich bei Wäsche und Rasen mähen ja auch verstehen 😉 , aber so verpasst sie auch das Familien Grill  Event am Abend.

Die Kinder scheinen meine Leidenschaft fürs Kochen zu übernehmen. Wir haben gerade gemütlich zusammen alles vorbereitet.  Es gibt:

– Tomat Mozzarella

– Salat mit Gemüseknabberspies für Kids

– gegrillten Spargel (eine neues Experiment)

– Grillkartoffeln als Klassiker

– gegrillte Banane und Melone zum Nachtisch (noch ein neues Experiment)

und natürlich Fleisch und Grillfackeln.    Ich liebe es am Wochenende mit der ganzen Familie im Garten zu grillen und dann gemütlich in den Abend zu rutschen. Die Kinder können lange aufbleiben und spielen und wir Erwachsenen trinken noch ein zweites Glas Wein und können in Ruhe reden.  Das waren sonst auch immer die Momente in denen wir unseren jeweiligen APs näher gekommen sind.  Oft waren auch die Freundinnen der APs mit dabei und es ist schön gewesen sich  mal wirklich in Ruhe unterhalten zu können.  Aber Olga hat da leider überhaupt kein Interesse.  Selbst wenn sie am Wochenende zu Hause ist. Sie kommt wie immer 5-10 zu spät und ißt   und dann verschwindet sie wieder in ihr Zimmer.  Sie hat weder Interesse mit mir zu kochen, noch hinterher gemütlich sitzen zu bleiben 😦   Schade dadurch verpasst sie auch viele schöne Momente.

Auf die gleiche Weise hat sie bisher auch Sankt Martin,  Weihnachten, Ostern und andere schöne Familienfeste immer verpasst obwohl sie jedes Mal herzlich eingeladen war.  Kulturaustausch findet dadurch auch nur sehr eingeschränkt statt.  Aber es ist ihre Entscheidung und solange sie ihre Arbeit einigermaßen macht werden wir die letzen Monate wohl auch rum bekommen.  Aber  wir rutschen immer mehr in ein Chef-Angestellten Verhältnis und das finde ich sehr schade. Vor allem weil der Start mit Olga wirklich toll und viel versprechend war.

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5 Antworten to “Familiensamstag”

  1. Jule Says:

    Ich verfolge den Blog schon länger, weil wir aus NRW kommen, 3 kleine Kinder haben und ebenfalls seit Juli letztens Jahres ein aupair haben… Ich finde es persönlich sehr schade, wenn ein aupair sich so völlig aus dem ausklinkt, was das eigentliche familienleben so ausmacht… Natürlich ist ein normales alltagsleben umspannend (rasenmähen, Regenrinnen saubermachen, etc.) trotzdem entstehen hier oft die besten Gelegenheiten, wirklich Kontakt und beziehungen zu entwickeln. Wie soll das sonst gehen, wenn man in der Woche gehetzt nach hause kommt und den Kindern so gerade noch gute Nacht sagen kann?! Wir haben gerAde dieses Interesse bei unserem 1. Aupair vermisst ( obwohl man als Familie auch mal froh ist über ungestörte Zeit ohne AP ) nun sind wir gerade beim 2. Versuch… Hier scheitertves zur zeit aber noch sehr an den sprachkenntnissen! Alles in allem ist das Thema nicht gerade einfach. Wann hat ein AP wirklich Dienst und wann ist es einfach nur dabei?! Hoffe, wir bekommen das nun hin – unsere Kids sind 7, 5 und 2 Jahre – wir werden also ein AP noch einige Jahre brauchen … Wenn es denn einigermaßen funktioniert…

  2. Marc Says:

    Schade dass Eure „Olga“ nicht an eurem Grill-Abend teilnimmt, sie hat eben ihr eigenes „Programm“ und so gesehen ist sie schon ein wenig egozentrisch. Aber man sollte ihr zugestehen, dass sie ihre Freizeit so gestaltet wie sie es möchte. Vielleicht fühlt sie sich mit Euch zusammen eben auch nicht ganz frei, fühlt sich von der Gastmutter (Chefin) immer irgendwie beobachtet bzw. ist in vielen Dingen (Sprache) auch einfach unsicherer als es auf den ersten Blick rüberkommt.

    • aupairfamilienrw Says:

      Ich gestehe unseren APs nicht nur ihr eigenes Programm zu, sondern bin ja sogar ganz froh auch mal mit meiner Familie wirklich privat zu sein ;), aber es ist ein Unterschied, ob man mal /häufig etwas anderes vorhat oder sich konsequent auch wenn man zu Hause ist von jeder Familienaktivität ausschließt.

      Und das Problem mit Chefin Angestellte hat sie aus meiner Perspektive leider viel zu wenig. Im Gegenteil, sie hat überhaupt kein Problem mal eben runter zu kommen um mir und meinem Mann einen Auftrag zu geben:
      – Du musst mein Internet reparieren
      – Ich habe Hunger warum gibt es JETZT kein Essen
      – Ich brauche XY ausgedruck und zwar JETZt
      – Du musst mit Z einscannen und zwar JETZT

      Das klappt wie gesagt immer und das Phänomen hatten wir noch beim keinem AP vorher. Und auch hier nicht falsch verstehen, wir hatten nie Probleme oben genannten Dinge gerne für unsere APs zu machen, aber eben wenn wir freundlich gebeten wurden und nicht die „Ansage“ kamm JETZT UND GLEICH. So würde ich bis heute nicht jemand anderen ansprechen von dem ich etwas möchte.

      Und gerade die gemeinsame Freizeit bringt einen eben oft näher zusammen und hilft aus einem „fremden“ AP einen Teil der Familie zu machen.

  3. Marc Says:

    Versteh mich nicht falsch, ich verstehe deine diesbezügliche Enttäuschung sehr gut, und „Olgas“ Anspruchshaltung euch gegenüber ist in dieser Form nicht gerechtfertigt und auch schlicht unhöflich.

    Ich denke da eben an das Verhalten meiner ukrainischen Ex-Freundin: Sie hat ihre Unsicherheit oft hinter einem sehr forschen oder eben hinter einem ausweichenden Verhalten versteckt. Ihr deutsch war zwar nicht schlecht, aber eben doch fehlerhaft, das hat sich vor allem im schriftlichen Ausdruck gezeigt, daher kam aber eine qualifizierte Arbeitsstelle in Deutschland für sie nicht in Frage (sie hatte BWL studiert), das hat ihr zu schaffen gemacht, Schuld sollten aber letztlich immer die anderen sein…
    Und sie war auch ziemlich unsicher im Umgang mit deutschen, was sie aber auch nicht richtig zugeben wollte. Vielleicht geht es „Olga“ nicht viel anders…

    • aupairfamilienrw Says:

      Ja das klingt schon viel eher nach Olga. Diese Mischung aus Enttäuschung, dass ihre gute Ausbildung aus der Heimat hier nicht anerkannt wird und Fehler auf andere abschieben kennen wir ziemlich gut 😉 Im Moment ist hier alles doof, Deutsche sind doof, Türken sind doof nur die Heimat ist toll. Nur will sie da ja auf keinen Fall mehr hin 😦
      Ich versuche auch wirklich da Verständniss aufzubringen und wir haben schon öfter darüber gesprochen wie es auf andere wirkt, wenn sie so forsch und frech ist, aber ihr Standpunkt „Wenn jemand was von mir will dann soll er auch was für mich machen! “ Bezogen auf ihren Freund, als ich mal angeregt habe, dass sie ja auch mal zu ihm mit dem Bus fahren könnte. Zweite Aussage “ Ich liebe nur mich und meine Mama und bin eben ein Egoist!“ Stimmt kann ich nur unterschreiben.

      Ihre Sprachfähigkeiten auf Deutsch sind wirklich gut, sie hat es ohne Hilfe und Probleme geschaft mit Ausländeramt, FSJ Stellen und anderen offiziellen Stellen zu sprechen. Da sehe ich keine Probleme und auch ihren Sprachtest B1 hat sie sehr gut bestanden und das obwohl sie ja erst 1 Jahr wirklich Deutsch lernt. Sie hat auch überhaupt keine Probleme uns wirklich stundenlang auf Deutsch zuzuplappern wenn ihr danach ist. Da kann sie über Gefühle, Meinung, Politik, Geschichte …. reden und zwar wirklich überraschend gut und differnziert. Daher schließe ich Sprachprobleme aus. Denn die hat sie nur wenn ein unangenehmes Thema kommt. „Ich habe die nicht verstanden …. 😉

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