Gründe für ein Au-Pair Jahr

Diese Frage scheinen sich einige meiner Leser immer wieder zu stellen, zumindest werde ich häufiger unter diesem Suchbegriff gefunden.  Und die Frage stellt sich sicher für jedes potentielle AP.  Sie ist aber auch für uns Gastfamilien sehr spanend.  Denn die Gründe bzw. die Motivation können im Laufe von 12 Monaten immer wieder eine wichtige Rolle spielen.

Da ich selbst auch Au-Pair war kenne ich beide Seiten und versuche die wichtigsten Gründe und Motive zusammen zu tragen.  Es wäre aber super, wenn möglichst viele meiner Leser auch ihre Erfahrungen als Au-Pair oder Gastfamilie beitragen würden 🙂

Es gibt für mich 4 große  Motive die häufig bei APs auftauchen :

1)  Ich wollte schon seit x Jahren als AP ins Ausland und gehe deshalb schon seit Jahren Babysitten und suche jede Info über mein Traumland.

Diese APs klingen erstmal traumhaft und sind häufig eher im nahen Eu-Ausland oder westlich geprägten Übersee Ländern (USA/Kanada/Australien) zu finden.  Wenn man über AP-World sucht suchen sich häufig schon Monate/Jahre im vorraus und sind super begeistert wenn man als Familie Interesse zeigt.   Sie finden gerade am Anfang alles super toll und aufregend und wollen am liebsten Morgen schon hier sein.   Leider klappt dies dann häufig nicht, weil sie entweder erst 16 Jahre 😉 sind oder noch zu Schule gehen.

Toll ist es natürlich wenn man ein AP findet, dass wirklich begeistert von der Arbeit mit Kindern ist.  Viele Babysitter Erfahrungen, Praktika im Kindergarten oder  Erfahrung in der Jugendarbeit sind echte Glücksgriffe als Familie.  Wobei auch hier die kulturelle Nähe wichtig werden kann.  Denn  ein Praktikum in einem europäischen Kiga ist sicher besser mit Deutschland vergleichbar als ein Praktikum in der Mongolei oder Russland.  Dort werden ganz andere pädagogische Ansätze gefahren.   Es lohnt sich also genau nachzufragen welche Erfahrungen mit Kindern gemacht wurden und wie das zukünftige AP mit Kindern in bestimmten Situationen umgeht.

Ein Nachteil dieser Traum APs ist aber auch die große Konkurrenz der Familien, denn diese Mädchen können frei wählen und haben häufig 10-100 Familien zur Auswahl.  Ich hatte schon viele tolle Kontakte, die aber bei  Übersee APs häufig an den Taschengeld Vorstellungen (260€ pro WOCHE  sind schon ok   8)  )  oder Wohnort (ich will nur Berlin, Hamburg, München scheitern.  Wenn man so ein begeistertes AP für seine Familie wirklich gewonnen hat kommt als Extra Bonus meist dazu, dass man kein Visum braucht, sondern ein „normaler“ Vertrag erstmal reicht.  Das kann aber leider auch zum Nachteil werden. Denn leider sind gerade diese sehr jungen und begeisterten APs  häufig  so von ihrer Familie oder Freunden abhängig, dass sie auf einmal kurzfristig einen Rückzieher machen, wenn Mama Druck macht, ein toller Studienplatz lockt oder die große Liebe auftaucht.   Daher erst richtig freuen wenn das AP auch in eurem AP Zimmer sitzt.

Ein wirklicher Nachteil dieser APs liegt aber meiner Meinung nach (und ich war ja selbst mal Eins 😉 ) ganz woanders. Die Mädchen träumen schon so lange davon und haben soviele schöne Prospekte gesehen, dass sie häufig vergessen oder nicht bedacht haben, dass AP auch Langweilig, stressig und Routine ist.  Und dieser Schock kommt meistens nach 2-4 Wochen mit einer großen Heimweh und Motivationskrise.  Und da kann es einem leicht passieren, dass so ein AP einfach abbricht und zurück zu Mama flüchtet.  Gerade in den USA ist dieses kurzfristige kündigen normal und wird von den APs nicht als unfair oder problematisch angesehen.  Für sie war es ja ein Abendteuer und keine Arbeit.

2) Ich habe gerade die Schule/Ausbildung abgeschlossen und habe NULL Ahnung was ich in Zukunft machen möchte und da habe ich durch Zufall von der Möglichkeit Au-Pair gehört und jetzt probiere ich das mal aus.

Diese APs findet man häufig bei kurzfristigen Suchen und sie schrecken einen auf den ersten Blick ab. Denn wir suchen ja alle mehr die NR. 1 😉 , aber ich kann aus Erfahrung sagen, dass es nicht die schlechtesten APs werden. Denn häufig sind es sehr offene, mutige und anpassungsfähige Menschen die sich spontan und neugierig in ein solches Abenteuer stürzen.

Wichtig ist hier nur den Mädchen vor Einladung sehr klar zu machen, dass man als Familie wirklich für 12 Monate ein AP braucht und es für einen nicht ok ist, wenn das AP kurzfristig einfach abbricht.  Klar kann immer etwas passieren, aber die Mädchen müssen sich klar machen, dass sie für eine bestimmte Zeit Verantwortung übernehmen und sich die Familie auf sich verlassen möchte.

Diese APs sind nach ihrer Ankunft zwar auch genau wie Nr. 1 erstmal von Heimweh oder Kulturschock betroffen, aber die Fallhöhe von Traum zu Realität ist deutlich niedriger.  Und daher werden eher die Chancen und Möglichkeiten gesehen.  Alle APs die ich in diese Kategorie einordnen würde haben extrem viel die Freizeitmöglichkeiten und Reisen genutzt.

Die bei diesen APs häufig fehlende Erfahrung mit Kindern ist häufig gar kein Nachteil.  Sie gehen nicht so pädagogisch und verkopft auf die Kinder zu, sondern behandeln sie als neue „Freunde“ und geben den Kids so schnell das Gefühl gemocht zu werden.  Und im besten Fall kann man dem AP dann seine Form der Erziehung und Pädagogik viel schneller und ohne lästige Disskussionen näher bringen.

Und ob man einen Draht zu Kindern hat oder nicht merkt man ganz schnell.  Und da hatten wir 2x richtig Glück.  Und auch die APs waren sehr überrascht wieviel Spaß sie mit unseren Kleinen hatten.

Wichtig ist hier nur, dass man sich genug Zeit für die Einarbeitung nimmt und gerade am Anfang viel miteinander über Erziehung und die Kinder redet.  Im besten Fall stellt ein AP nach ihrem Jahr fest, dass sie sogar mit Kindern arbeiten will 🙂

Und diese APs bringen häufig ganz neue Interessen und Ideen mit, da sie nicht aus den „typischen AP“ Bereichen :  Ich will Lehrer, Erzieher, Sprachleher, Psychologe werden kommen.   Eine Musikerin,  Mathematiker oder Technikerin können das Familienleben wirklich bereichern, denn Leherin bin ich ja schon selbst 😉

3)  Ich habe zu Hause riesen Probleme (privat/gesundheitlich/beruflich)  und das Au-Pair Jahr scheint eine tolle Möglichkeit erstmal aus allem raus zu kommen.

Diese APs schreiben die oben genannten Gründe häufig nicht in ihre Bewerbung, aber man merkt wenn man zwischen den Zeilen ließt häufig diese Motive.  Sie sind ähnlich begeistert wie Nr. 1, aber sie betonen übermäßig, dass sie der Ansicht sind ihr AP-Jahr wird das beste ihres Lebens,  dass jetzt alles anders/besser wird oder ähnliches.  Häufig wird Psychologie als Hobbie angegeben.  Da bin ich mittlerweile sehr vorurteilsbelastet.   Wir hatten am Anfang gedacht es sei ein gutes Zeichen, weil sich so jemand für andere Menschen interessiert, aber wir hatten 2x Bewerberinnen, die im Laufe der Bewerbung dann über eigene  psychiatrische Krankheiten gesprochen haben und das AP Jahr einmal sogar wegen  eines Psychatrie Aufenthalts nicht antreten konnten.

Es gibt erschreckend viele APs die mit Essstörungen, Selbstverletzungen oder anderen psychischen Erkrankungen kommen und hoffen der AP Aufenthalt ist für sich von Vorteil.  Es klingt jetzt vielleicht hart, aber da bin ich als Familie einfach nicht bereit meine Kinder diesem Risiko auszusetzen.  Wer schon zu Hause  nicht wirklich stabil und gesund ist, wird mit den Belastungen die ein AP Jahr mit sich bringt nicht gesünder werden.   Klar hat man keine 100% Sicherheit, aber vieles kann man schon im Vorfeld erkennen und dann sage ich als Familie Nein.

Als AP muss man sich auf neue Menschen, neues Essen, einen neuen Lebesstil und vor allem neue Regeln einstellen und im normal Fall hat eine Familie die ein AP aufnimmt ein stressiges, ausgefülltes Alltagsleben und möchte durch ein AP Entlastung.  Die Sorge um ein potentiell krankes AP ist aber für uns als Familie eine zusätzliche Belastung und diese gehe ich zumindest bewußt nicht ein.  Ganz abgesehen davon, dass die AP Krankenversicherung psychiatrische Erkrankungen und Vorerkrankungen nicht bezahlt.   Im schlimmsten Fall habe ich als Familie horrende Kosten für Behandlung und ein nicht einsetzbares AP.

Und im Bereich Essstörungen/Selbstverletzung wäre mir die „Vorbild“ Funktion im Bezug auf Kinder auch zu riskant. Wie soll ich unserem Kindern erklären, wenn das AP nach jedem Essen erbricht, nichts iß oder sich selbst verletzt.

Auch die Flucht vor Eltern/Freunden/Beziehung kann ziemlich Probleme bringen, von Telefonterror aus der Heimat,  hier in Deutschland erstmals auftretenden psychischen Problemen oder untertauchen am Ende des Jahres  weil man nicht mehr zurück möchte.

4) In meiner Heimat habe ich keine wirkliche Zukunftsperspektive und mein Traum war schon immer Europa  daher versuche ich alles um an ein Visum zu kommen. 

Dieses Motiv ist bei fast allen APs aus ärmeren Ländern zumindest Teil ihrer Motivation.  Und ich kann diese Motive sehr gut verstehen.  Es ist ein verständlicher Wunsch für sich und seine Familie möglichst das beste zu erreichen und viel dafür zu tun.  Das Problem für uns als Gastfamilien liegt aber in den Risiken hier.

Für ein AP aus nicht EU-Staaten muss man in der Regel eine Verpflichtungserklärung unterschreiben und diese ist in ihren Folgen heftig.  Wir haften als Familie für ALLE Kosten die das AP verursacht und auch für ihre mögliche Abschiebung bei illegalem Untertauchen.  Daher sollte man als Familie sehr gut überlegen ob man dieses Risiko eingehen kann und will.  Einmal unterschrieben kommt man aus der Verpflichtung nämlich nicht mehr herraus.   😦

Wir haben für uns entschieden, dass wir für Osteuropäische APs diese Risiko eingehen können, da die Kosten für Rückreise (per Bus) überschaubar sind und die Mädchen häufig zwar nicht aus echtem Interesse an Kindern oder Kultur kommen, aber als Sprachstudenten ein nachvollziehbares Motiv haben und bereit sind ihre Arbeit hier gut zu machen.  Und zum Glück sind wir bisher nur 2x mit wirklich heftigen Problemen konfrontiert worden.

Viele APs auf Afrika kommen nicht wirklich freiwillig, sondern werden von ihren Familien unter Druck gesetzt oder gezwungen nach Europa zu gehen um Geld nach Hause zu schicken.  Diese Mädchen haben so gut wie keine Ahnung was es bedeutet als AP zu arbeiten oder wie wir in Deutschland leben.  Der Kulturschock ist riesig und da sie nicht aus Neugier oder Interesse am Land/Kultur/Sprache kommen auch eher negativ.  Sie mögen häufig das Essen nicht, das Wetter ist unangenehm,  sie können sich nicht richtig verständigen.   Das macht den Start sehr schwierig.

Als Familie ist man häufig enttäuscht, dass das AP überhaupt kein Interesse an Kultur oder Freizeitaktivitäten hat, sondern nur vom Internet sitzt und alles Geld nach Hause schickt.  Wenn man als Gastmutter selbst mal AP war überträgt man häufig die einen Motive auf das AP und kann überhaupt nicht verstehen, wie man sich so verhalten kann.  Auf die Idee, dass es Verzweiflung, Armut und Angst ist kommt man leider erst viel später 😦

Dann kommt häufig die Phase in der man Mitleid mit dem AP entwickelt und versucht ihm zu helfen (Geld für die Familie geben,  extra Geld für Freizeit, Kleidung kaufen …) aber auch hier merkt man irgendwann, dass es die Probleme nicht wirklich löst. Denn viele dieser APs wollen auf Dauer nicht  als AP arbeiten, sondern sind fast jede freie und häufig auch Arbeits- Minute mit der Suche nach legalen Alternativen (Heirat,  FSJ,  Anschlussjahr in Österreich) beschäftigt.   Wenn dies nicht klappt ist es leider nicht selten, dass die Mädchen gegen Ende überlegen unterzutauchen oder auch nicht legale Möglichkeiten in Betracht ziehen.  Und dann bemerkt man das wahre Ausmaß von Verzweiflung und Perspektivlosigkeit.

Und wenn das AP Jahr trotz aller Probleme wirklich gut gelaufen ist, denn natürlich sind nicht alle APs aus diesen Ländern schlecht, steht man vor einem anderen Problem.  Es tut verdammt weh, ein lieb gewonnenes AP zurück in die Armut und Perspektivlosigkeit zu schicken.   Denn hier liegt das Problem. Die AP Idee ist eben nicht als Rettung vor Armut gedacht, sondern als Möglichkeit für neue Erfahrungen.  Daher hat man keine legale Möglichkeit das AP länger bei sich zu behalten.  Und die Unterschrift unter eine Verpflichtung für Studenten ist noch besser zu überlegen wie die AP-Verpflichtung. Denn dann ist man auf JAHRE für einen Menschen verantwortlich ohne legal auch nur einen Vorteil davon zu haben.  Und im schlimmsten Fall kann man kein neues AP einladen, weil das Familien Einkommen nicht ausreicht oder das AP-Zimmer besetzt ist.

Alle Motive habe ich schon selbst oder durch unsere APs erlebt und sie beeinflussen das AP-Familien Verhältniss sehr deutlich.  Daher solle sich jede Familie gut überlegen ob die Motive ihres APs wirklich zu ihren Wünschen und Erwartungen passen und als AP sollte man sich gut überlegen, ob AP wirklich das richtig für einen ist.

Typsiche Überlegungen für APs hatte ich schon mal unter :  Kinder Küche Kleiderpflege   zusammen gestellt.

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7 Antworten to “Gründe für ein Au-Pair Jahr”

  1. Boogiewoogiemädchen Says:

    Was denkst du denn, welches das beste Alter für ein Aupair-Jahr ist? Natürlich hängt das immer von der persönlichen Entwicklung aber so generell…?

    • aupairfamilienrw Says:

      Ich denke kurz nach der Schule (also ca. 18-20 Jahre) ist ein tolles Alter, weil man noch jung genug ist sich auf ein Abenteuer einzulassen und das Leben noch vor sich hat. Und nach einem Jahr ist man in der Regel auch froh endlich auf richtig eigenen Füßen = einge Wohnung/WG zu stehen. Der Nachteil kann aber auch sein, dass man noch keine wirkliche Erfahrung hat was Hausarbeit bedeutet und viel schneller an seine persönlichen Grenzen (Heimweh, Verantwortung) kommt.

      Richtig „alte“ APs also 23+ sind im besten Fall schon sehr gefestigt , haben schon allein einen Haushalt geführt und stehen im Leben, aber im negativen Fall ist AP für sie evt. auch die letzte Lösung und sie sind viel weniger bereit sich in eine Familie einzufügen und anzupassen. Vor allem wenn sie schon mal allein gelebt haben.

      Unsere APs waren alle zwischen 20 und 23 Jahre und da kann ich fast sagen, je jünger um so besser. Die meisten APs aus EU Ländern gehen eher direkt nach der Schule, in Osteuropa wird meist erst studiert und dann am Ende oder nach dem Studium der AP-Aufenthalt eingelegt.

  2. Nessa Says:

    Ein sehr schöner, ausführlicher Eintrag! 🙂
    Ich, 21, war nach dem Abi ein Jahr Aupair in Skandinavien. Ich wusste schon genau, was ich danach studieren wollte (tue ich jetzt auch :D) und brauchte einfach mal ein Jahr Auszeit vom Lernen und Klausurenschreiben. Was nicht bedeutet, dass ich während meines Aupairaufenthalts nichts lernen wollte, denn das ist ja ganz anderes Lernen als in der Schule/Uni. Ich hatte vorher schon AGs in einer Schule geleitet, war als Kinderreiseleiter unterwegs und habe zwischendurch gebabysittet, also war klar: Ich möchte was mit Kindern machen. Weil ich mich während eines Urlaubs in ein skandinavisches Land verliebt hatte, war auch klar wo es hingehen sollte. Ich wollte unbedingt die Sprache lernen und mehr über die Kultur erfahren. Und weil ich außerdem große Schwester von 4 Geschwistern bin und immer ordentlich in den Haushalt eingebunden bin/war, wusste ich auch: Kinder und Haushalt – kein Problem! Ich fand eine nette Familie mit 2 Kindern und hab mich gleich vom ersten Tag an zu Hause gefühlt 🙂 Ich bin ein Mensch ohne Heimweh und hatte auch keinen festen Freund zu Hause, also wahrscheinlich perfekte Bedingungen 😉 Die Sprache konnte ich schon nach 3 Wochen Sprachschule ohne Probleme verstehen und nach 6 Wochen konnte ich auch sprechen. Und es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht in der Sprachschule und überhaupt im ganzen Alltag eine neue Sprache zu lernen, ganz anders als in der Schule. Der Haushalt mit 2 Kindern war eher wie Urlaub für mich, weil ich ja viel mehr gewöhnt war. Fast wäre ich noch ein zweites Jahr geblieben, aber irgendwann muss es ja auch weitergehen im Leben. Aber ich hatte auf jeden Fall ein ganz tolles Jahr Auszeit, mit vielen neuen Erfahrungen, einer neuen Sprache und einer zweiten Familie, die ich diesen Sommer besuchen fahren werde 🙂

    • aupairfamilienrw Says:

      Hallo Nessa

      Deine Geschichte klingt wirklich toll und zeigt wie schön ein gelungener AP Austausch für beide Seiten sein kann 🙂
      Du klingst ein bischen wie unser 2. AP, sie ist auch wirklich Teil der Familie geworden, kam aus eine kinderreichen Familie und hat nach kürzester Zeit von „ihren Kindern“ gesprochen 😉

      • Nessa Says:

        Jaaa, ich sag auch immer ‚meine Kinder‘, wenn ich von den beiden erzähle. Ich vermisse die beiden auch total und freu mich sehr sie im Sommer wiederzusehen 🙂 Gelungen war mein Aupairjahr wirklich. Wenn ich hier hin und wieder so lese, denke ich auch immer, dass du bestimmt eine tolle Gastmutter bist, weil du dir immer so viele Gedanken um dein Aupair machst und immer betonst, dass das ganze auf Gegenseitigkeit beruht. Das war bei mir und meinen Gasteltern auch immer so. Wenn ich mal spontan wegwollte (z.B. Konzert, Theater), weil andere Aupairs gefragt haben, ob ich mitkomme, dann sind meine Gasteltern gerne mal eingesprungen, soweit es denn mit der Arbeit möglich war. Und umgekehrt bin ich eingesprungen, wenn sie mal wegwollten. Hab ihnen am Ende sogar ein Wochenende zu zweit ‚geschenkt‘ und sie konnten wegfahren, weil sie sich in der Zeit davor so wenig gesehen haben. Und die Kinder und ich hatten natürlich auch ein schönes Wochenende 🙂 Ich hab aber während meiner Zeit auch bei anderen Aupairs mitbekommen, wie es ist, wenn es nicht so gut läuft und das ist dann manchmal doch sehr schade gewesen…

  3. podruga Says:

    das ist eine schöne analyse! besonders gefallen hat mir, dass sich oft jene au-pairs als die besten herausstellen, denen man es aufgrund ihrer motivation zunächst nicht zutraut.
    ich kenne ja nur die seite des au-pairs. bei mir war es ein mix aus den punkten 1-3- ich hatte kein geld nach dem jahr auf keinen fall: eigene kinder für die nächsten zehn jahre. das hat nicht ganz geklappt. ein au-pair wollte ich mir auch nie anschaffen, würde das aber jetzt anders sehen, wenn wir die räumlichen möglichkeiten hätten.

    (essstörungen waren in amerika ein großes thema. aber man steckt vorher nicht drin und vieles läuft unbemerkt ab.)

    • podruga Says:

      ups. in der mitte fehlt was.
      … ich hatte kein geld und wollte in die welt… nach dem jahr wollte ich auf keinen fall: …
      jetzt passt es wieder.

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