Alltag ohne AP

Unser Alltag ohne AP hat sich gut eingespielt und bisher sind wir auch gut zurecht gekommen, aber ich habe jede Woche mindestens 1-3 Situationen in denen ein AP verdammt hilfreich und bequem wäre.   Alle Situationen sind bisher auch ohne AP gut lösbar und kein echtes Problem gewesen, aber ein AP hätte eindeutig Vorteile gehabt.    Die Situationen der letzten Wochen in ungeordneter Reihenfolge.

Elternabende in der Schule / OGS / KIGA und Musikschule machten jeweils eine Betreuung von 1-2 Stunden am Abend nötig.  Also nicht wirklich lang, aber da 2x der beste aller Gatten Dienst hatte mussten wir 2x einen Babysitter organisieren und ca. 12-20€ je Abend ausgeben.

Ein schon länger geplanter Konzertbesuch und unser Kabarett Abo haben 2 weitere Abende Babysitten notwendig gemacht.  Auch hier musste erst geklärt werden ob unser Babysitter kann und 1x ist netterweise eine Tante eingesprungen, trotzdem Kosten von ca.  50€

Mich hatte letzte Woche eine böse Grippe erwischt und da wäre es sehr bequem gewesen, wenn das AP die kleine Hexe in den Kiga gebracht hätte und ich nicht mit knapp 40 Fieber dorthin wanken müsste.

Die Schule hat schon 3x Konferenzen und 1x Sonderthementag  angekündigt und alle Termine gehen über die normale Schulzeit und Betreuungszeit in Kiga und OGS hinaus.  Also auch hier organisieren,  Familie einspannen und Dienste beim Gatten tauschen.  Das hat weniger Geld als Nerven  gekostet.

Im Kiga gab es auch schon wieder 2x Nachmittagstermine mit Eltern die natürlich wieder genau parallel zu meinen Schulterminen lagen.  Aber auch hier sind wir mit Hilfe netter anderer Eltern und einem früheren Feierabend meines Mannes gerettet worden.

In allen Situationen habe ich am Anfang schon gedacht, dass ich jetzt mit AP deutlich weniger Stress hätte.  Wir hätten einfach ihre Arbeitszeiten entsprechend für die Woche gelegt und alles wäre ok gewesen.  Aber immer wenn so ein „Stresstermin“ vorbei war, war es auch ein gutes Gefühl es allein (mit Hilfe von Freunden und Familie) geschafft zu haben und das Haus dann für sich zu haben.     Und bei vielen erstmal problematischen Situationen hat sich überraschend eine bequeme Lösung gefunden.  Entweder wollten sich die Kids eh verabreden oder ein Besuch war geplant und konnte helfen.

Daher ich vermisse zwar manchmal die Bequemlichkeit die ich in fast 5 Jahren Gastmutter genießen durfte, aber es ist auch ein wirklich schönes Gefühl, dass wir jetzt auch ohne diese Hilfe unseren Alltag meistern können und wir sind dankbar für tolle Freunde, Verwandte und Bekannte die uns so toll unterstützen.

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3 Antworten to “Alltag ohne AP”

  1. Petra Says:

    Kannst du noch etwas dazu sagen, wieso ihr die Au Pair Situation aufgelöst habt? Ich denke auch gerade daran jemanden einzuladen und will mich ein wenig Informieren. Danke

    Gruß
    Petra

  2. aupairfamilienrw Says:

    Hallo Petra

    wir hatten insgesamt 6 APs und haben die meiste Zeit mit den Mädchen wirklich genossen und es war eine große Hilfe und Erleichterung. Ohne unsere APs hätten wir nicht beide berufstätig sein können.

    Aber nach 5 Jahren sind wir als Gastfamilie doch ziemlich AP müde geworden. Man merkt es an Kleinigkeiten. Auf einmal nervt es immer eine weitere Person im Haus zu haben. Man hat keine Lust mehr zum 7x seinen Alltag zu erklären, die Sightseening Runde durch die nächste Großstadt zu machen, sich zum xten Mal anhören wie toll/doof/seltsam Deutschland ist, erklären warum man als AP nicht einfach hierbleiben kann, helfen eine FSJ Stelle zu finden und dann noch nicht antreten, 100 APs anschreiben und 1 gutes AP zu finden ……

    All diese Dinge gehören zum Gastfamilie sein dazu und haben mir am Anfang sehr viel Spaß gemacht, aber irgendwann entwickelt man eine Routine und das macht es erst leichter und irgendwann schwerer eine gute Gastfamilie zu sein.

    Wir haben uns entschieden kein AP mehr einzuladen, als für uns der Nutzen durch die Entlastung gefühlt kleiner wurde als die „Belastungen“ durch Suche, Einarbeitung und Betreuung des APs.

    Wenn du es noch genauer wissen möchtest darfst du gerne noch mehr hier im Blog lesen. Dort habe ich unsere Überlegungen recht ausführlich dargelegt.

  3. Petra Says:

    Danke für die rasche und sehr ausführliche Antwort 🙂 Ich werde mir auch mal weiter deinen Blog einverleiben und dran bleiben.

    Danke und Gruß
    Petra

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