Es ist gut einen Arzt in der Familie zu haben

Der Satz ist richtig und man gewöhnt sich sehr schnell daran den besten aller Gatten bei jeder Befindlichkeitsstörung erstmal ausgiebig zu konsultieren ;).  Und der erträgt es zum Glück mit stoischer Ruhe.  Und dieses „mal eben“ nachfragen oder draufschauen können ist gerade als berufstätige Eltern Gold wert.  Wir müssen nicht ständig wegen jeder kleinen Erkältung zum Kinderarzt nur um an Medikamente zu kommen.  Ich kann Nachts den Gatten fragen ob es wohl so schlimm ist, dass wir in die Ambulanz müssen und er kann mich dann jedesmal beruhigen, dass noch kein Kind an einer normalen Bronchitis gestorben ist. Nur für eine Krankschreibung als Eltern müssen wir dann doch los.  Denn das würde wohl der Arbeitgeber nicht akzeptieren, wenn man sich selbst krankschreibt.

Es ist sehr beruhigend, dass man bei komplizierten Dingen wie der Erdnuss Allergie unserer Tochter  solange immer wieder nachfragen und alle theoretischen Möglichkeiten durchspielen kann, ohne das einen der Arzt für verrückt oder einfach nur nervig hält.  Und vor allem habe ich durch viele lange Küchengespräche über Notfälle und andere Krankheitsfälle ein ziemlich gutes Halbwissen angehäuft.  Das hilft mir auch, wenn ich dann selbst zum Arzt gehe.  Ich kenne einfach viele Fachbegriffe oder habe keine Hemmungen nachzufragen.  Für mich sind Ärzte Menschen und keine Götter und daher gehe ich nicht davon aus, dass sie alles wissen und können.  Aber ich bin auch nicht zu tiefst enttäuscht, wenn ein Arzt mal einen Fehler macht oder Nerven zeigt.

Der einzige wirkliche Nachteil eines Arztes in der Familie besteht darin, dass er eigentlich nie da ist, wenn wir wirklich mal einen Notfall haben.   Als ich meinen Blasensprung  hatte, durfte ich selbst in die Klinik fahren, weil der Gatte dort Hausdienst hatte und damit nicht weg konnte.   Als ich meinen Bänderriss hatte, genau Hausdienst.  Als unsere Tochter ihren ersten heftigen Allergieschock hatte:  Hausdienst.  Als die andere Tochter Nachts auf einmal über 40 Fieber hatte:  Hausdienst.     Aber auch daran gewöhnt man sich und im Notfall rufe ich eben an und fahre mit unserem Notfall schnell in die Klinik.

Und unsere Kinder haben zum Glück auch keine Angst vor Ärzten und gehen erstmal mit großen Vertrauen auf Kollegen zu.  Ok, Impfen finden sie auch doof, aber sie wissen warum es notwendig ist und so lassen sie es über sich ergehen.

Der einzige der ohne diesen Vorteil leben muss ist mein Mann.  Der wird dafür aber wenn er krank ist von mir mit alle möglichen und unmöglichen Hausmitteln traktiert.   Und das macht ihn dann so Wahnsinnig, dass er schnell wieder gesund wird.   Nur dieses Mal klappt es nicht so richtig.  Der „Herr Doktor“ liegt schon seit dem Wochenende mit Fieber und heftiger Erkältung im Bett und kommt so gar nicht wieder auf die Füße.   Es war sogar so heftig, dass er zum äußersten gegangen ist.  ER WAR BEIM ARZT!!!!!!    Denn ein Arzt wird ja niemals krank, er zwar Fieber, Schmerzen, Hustet bei jeder Blütenpolle,  aber er ist nicht krank!

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2 Antworten to “Es ist gut einen Arzt in der Familie zu haben”

  1. ap-familie Says:

    Gute Besserung. Wir Eltern sind damit bereits durch – die erste Erkältung seit Jahren und die hat mich fast 5 (!) Wochen (!!!) aus dem Verkehr gezogen. Dieser Virus ist wohl seeeehr hartnäckig. (Wußte bislang auch nicht, wie schmerzhaft eine Rippenfellentzündung wirklich ist!) Zum Glück blieben die Kinder bislang verschont…

  2. Marc mit Kind Says:

    Jedes Jahr zur Grippezeit das selbe: Einer bringt einen interessanten Virus mit heim, die Immunsysteme des Rests der Familie finden ihn auch interessant, tauschen sich darüber aus, und dann liegen einer nach dem anderen die Familienmitglieder auf’m Sofa und trinken Tee. Wobei’s bei uns von Jahr zu Jahr besser wird – richtig schlimm war’s, als unsere Kleine im Kindergarten angefangen hat… Die Kleinkinder-Viren waren uns wohl mittlerweile zu unvertraut geworden.
    Gute Besserung aus dem tiefsten Bayern nach NRW!

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