Erinnerungen

Heute vor genau 5 Jahren habe ich unser zweites AP abgeholt.   Sie sollte mit dem Bus aus Russland gegen 10.00 Uhr in Essen ankommen.    Die Agentur hatte uns die Nummer des Busfahrers gegeben und gesagt wir sollten Abends kurz anrufen wann sie am nächsten Tag genau komt.  

Gegen 22.00 haben wir dann dort angerufen um zu fragen ob noch alles nach Plan läuft.  Der Busfahrer sprach aber leider kein Deutsch, sondern sagte immer nur:  „Njet Essen  Bielefeld!“  und dann irgend etwas unveständliches auf Russisch. 

Jetzt saßen wir also ziemlich frustriert da und wussten nicht was wir machen sollten.   Denn wenn wir nach Essen wie abgesprochen fahren, wären wir fast 3 Stunden von Bielefeld entfernt.   Aber wenn sie doch wie versprochen in Essen ankommen würde und wir in Bielefeld ständen hätten wir das gleiche Problem.  Und unser AP hatte nur unsere Festnetznummer, so könnte sie uns auch nicht im Nofall auf dem Handy erreichen.   

Unsere Agentur war im Osterurlaub und nicht zu erreichen und wir ziemlich frustriert.  Wir haben dann beschlossen zu Hause zu warten bis 7.00 zu warten und dann nochmal  die Agentur und den Busfahrer anzurufen um zu schauen ob er dann evt. unser AP an den Hörer holt.  Abends hatte er immer nur aufgelegt.

Um 6 Uhr klingelte unser Telefon und eine schüchterne Stimme war am anderen Ende.   Unser AP war vom Busfahrer um 3 Uhr Nachts an einem Autobahnparkplatz abgesetzt worden.  Da nur 3 Leute aussteigen wollten ist er nicht bis in die Stadt gefahren.   Und sie hatte sich nicht getraut uns früher anzurufen.  

Ich also sofort ins Auto gesprungen und losgefahren.   40 Minuten später hatte ich dann ein ziemlich durchgefrorenes und ängstliches AP im Auto.  Das war ja ein toller Start aus ihrer Sicht.  Die Gastfamilie holt sie nicht wie versprochen ab und sie hatte kein dt. Kleingeld um zu telefonieren und auch Angst uns Nachts zu wecken.   

Also hat sie 3 Stunden mit ihrem Gepäck in der Kälte gestanden bevor ein nettes Ehepaar ihr geholfen hat und sie von der Tankstelle aus telefonieren durfte.  Denn es war leider kein großer Rasthof mit allen Angeboten, sondern eine wirklich dunkle und unheimliche Abfahrt wo es nur eine Tanke und ein Nachts geschlossenes Bistro gab 😦

Aber trotz dieses schlechten Starts hat sie uns zum Glück eine Chance gegeben und war für 12 Monate ein tolles AP für uns und vor allem die Kinder. 

 

 

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Eine Antwort to “Erinnerungen”

  1. margareteaudrey Says:

    als ich als aupair angefangen habe, kam mein Gastvater auch nicht, um mich abzuholen, er war in einen Unfall verwickelt. Auch ich hatte kein Handy, kein britisches Kleingeld und ich glaube auch keine Nummer. Ich habe dann eine Stunde ziemlich verzweifelt gewartet, bis ein Taxifahrer mit einem Schild mit meinem Namen vor mir stand…

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