1 Jahr ohne AP ein Fazit

Erstmal danke an alle meine treuen Leser, die trotz der langen Pause regelmäßig vorbei geschaut haben.   Ich hatte in den letzten Wochen irgendwie weder Zeit noch Motivation zu schreiben.   Aber jetzt sind Ferien und ich habe wieder Zeit, Lust und Muse meine Gedanken mit euch zu teilen.

Und zum Thema Ferien fällt mir natürlich zuerst ein, dass ich zum ersten Mal  in den Sommerferien kein  AP einarbeiten oder verabschieden muss.   Wir sind jetzt offiziell ein Jahr keine AP-Familie mehr.  Und obwohl ich letztes Jahr ziemlich AP-Müde, aber auch mit großem Respekt  in unser Abenteuer  Familienleben ohne AP gestartet bin, hätte ich spätestens im Winter mit dem großen Katzenjammer gerechnet.  Denn der Winter war bei uns bisher immer die Zeit in der chronisch ein Kind krank war.   Aber bisher läuft es einfach rund.
Zum einen sind unsere Kinder groß und selbstständig geworden.   Sie ziehen sich allein an und können sich auch weitgehen selbst kämmen und für die Schule/Kiga fertig machen.  Daher konnte ich mich auf das Frühstück machen konzentrieren.  Und ein Familienfrühstück ohne Anweisungen ans AP und die ständigen Absprachen und Erinnerungen an wichtige Termine ist überraschend gemütlich 🙂

Die Kinder sind so groß, dass ich es  im Laufe des Jahres immer öfter gewagt habe sie auch mal für 10-30 Minuten allein zu lassen.  Daher sind kurze Wege (Bäcker, Supermarkt im Ort, Post ….)  möglich ohne jedes Mal eine Betreuung organisieren zu müssen oder alle mitzunehmen.  Die Kinder sind jedes Mal ganz stolz wenn ich ihnen vertraue.

Die Kinder sind auch regelmäßig verabredet und daher immer wieder beide Nachmittags unterwegs oder haben Freunde hier, sodass ich mich nebenbei an den Schreibtisch setzten kann und  einfache Routine Aufaben erledigt bekomme.  Auch Haus- und Gartenarbeit  geht jetzt ohne Probleme.  Das war vor gut einem Jahr noch nicht möglich.

Neben den Kindern ist unser Fräulein Reinlich unser zweites wichtiges Standbein.   Sie war immer da wenn wir sie brauchten, was überraschend selten spontan war.  Wir hatten nur ca. 3-5 Tage wo wir sie spontan am Morgen anrufen mussten oder sie spontan länger bleiben musste.  Alle anderen Termine haben wir langfristig durch Tausch der Arbeitstage/Zeiten oder Oma/Tante abdecken können.    Durch die Dienste des Gatten sind auch einige Termine entschärft worden.    Und unsere Abendtermine haben wir durch 2 gute Babysitter auch wahrnehmen können.  Hier ist jedoch noch der größte Nachteil.  Wir sind nicht mehr so spontan.  Einfach mal spontan Abends ins Kino oder eine Runde spazieren ist im Moment nicht drin, aber ich vermisse es auch nicht wirklich.  Wir haben es jetzt dank Garten und Sauna so schön zu Hause, dass wir ziemliche Couche Poatatos geworden sind  😉

Und wir haben das Glück gute Institutionen zur Kinderbetreuung zu haben.  Der Kiga hat zwar seine Macken gehabt, aber er war zumindest zuverlässig auf und hat unser kleinen Hexe ein schönes letztes Jahr geboten.  Und die OGS  ist einfach super.   Ab nächstes Schuljahr haben wir sogar den Luxus einer Frühbetreuung ab 7.00 Uhr mit Frühstück und Spätbetreuung bis 17.00 Uhr.  Diese Zeiten werden wir zwar eher selten nutzen, aber es entspannt einfach enorm, seine Kinder dort gut aufgehoben zu wissen.  Und ab September haben wir ja dann beide Kinder in der Schule und daher nur noch eine Institution = nur noch 1x Termine 🙂  🙂  🙂

Was bleibt nach einem Jahr ohne AP:

– Eine satte Rückzahlung beim Wasserverbrauch und eine kleine bei Heizkosten/Strom, man merkt eben doch wenn ein Erwachsener weniger im Haus lebt.

– Deutlich weniger Organisation und Hausarbeit.  Die Kinder essen in Schule und Kiga = weniger Einkaufen und da alle erst Nachmittags nach Hause kommen zumindest im Sommer viel weniger Chaos im Haus.

– Deutlich mehr Stress spontane und ungeplante Termine zu organisieren.  Das sind die Momente wo ein AP einfach unschlagbar ist.   Aber diese Tage waren überraschend selten.

– Ruhige Abende ohne Fahrtdienste, Gespräche, AP-Suche und Organisation von FSJ-Stellen, Urlaub …..

– Mehr Arbeit für den Gatten, da er jetzt auch häufiger seine Termine auf die Kinder abstimmen musste oder mal mit einem kranken Kind zu Hause bleiben.

– Flexibilität ohne schlechtes Gewissen.  Einfach mal nicht kochen, einkaufen, spontan über Nacht wegbleiben … ohne ans AP denken zu müssen

– Freiheit im Haus auch ohne Bademantel in die Dusche zu laufen,   im Unterwäsche in den Keller laufen …..

– Wieder mehr  Zeit mit den Kindern verbringen und neue Familienrituale finden.   Sonst habe ich viele Highlights den APs überlassen um die Laune bei Kids und AP oben zu halten (Spielplatz, Eis essen ….)

– Ein Saunazimmer im alten AP-Zimmer

– Viele schöne, lustige und manchmal auch verrückte Erinnerungen und Erfahrungen mit 6 wirklich ganz unterschiedlichen jungen Frauen die uns alle etwas hier gelassen haben.  🙂

 

 

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Eine Antwort to “1 Jahr ohne AP ein Fazit”

  1. Franziska Says:

    Vielen Dank für Dein Fazit! Wir stecken ja noch mittendrin und sind auch noch nicht Aupair-müde, aber ich kann mir vorstellen, dass das nach 6 Au Pairs anders aussieht. Und was die Nebenkostenrückzahlung betrifft, da kann ich nur neidisch seufzen, wir müssen saftig nachzahlen. Der Beste Ehemann hat schon darauf bestanden, dass das nächste Au Pair kurze Haare hat, die langhaarigen duschen immer so ewig :-).

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