Vollzeitmütter + Vollzeitväter + Vollzeitkinder = Volle Kanne Familie :)

Erstmal lieben dank an meine treuen Besucher.  Ich bin wirklich überrascht wieviele regelmäßige Besucher meinen Blog aufsuchen, obwohl ich ihn in letzter Zeit so vernachlässigt habe.  Aber hier merke ich wohl doch, dass mir die Zeit fehlt.

Wir haben die ersten  8 Wochen im Vollzeitmodus gut überstanden und bisher läuft alles rund und das Konzept 2x Vollzeitarbeit + OGS + Fr. Reinlich hat die ersten Feuertaufen überstanden.  Den Schritt auf die Volle Stelle ist also richtig gewesen.   Ich habe zwar einiges mehr an Vorbereitung, aber dank paraller Lerngruppen und  nach 5 Jahren auch schon einiger Ordner voller erprobter Materialien ist das bisher gut zu schaffen.  Da die Anzahl der Korrekturklassen gleichgeblieben ist habe ich hier außer dem Verlust des freien Mittwoch wenig Unterschied. Im Gegenteil mein Stundenplan ist besser geworden.  Ich habe fast jeden Tag um 13.00  und 1x um 15.00 frei  und kann so Nachmittags immer noch genug Zeit mit den Kindern verbringen.   Dank OGS habe ich auch die Chance noch einiges an Vorbereitung am Nachmittag vor der Rückkehr der Kids zu erledigen und habe so auch die Abende  teilweise frei.


Was mich stresst und nervt sie die zunehmenden Termine am Nachmittag, frühen Abend und zwischendurch.  Wir hatten seit Schuljahresbeginn keine Woche ohne mindestens eine Konferenz.  Und die Konferenzen werden von 13.00-16.00 Uhr angesetzt und dauern dann zuverlässig bis 17.30 Uhr 😦   Sowas mach einem das Leben und Planen schwer.  Denn wenn ich mit Endpunkt 16.30 (Frau ist ja Realistin dachte sie)  rechnet  bringt einem 17.30 selbst mit toller OGS ans Limit.    Aber dieses Problem hätte ich in Teilzeit genauso .  Daher  tröste ich mich damit, dass ich jetzt wenigstens das Geld verdiene um Fr. Reinlich, die Babysitter und Co zu finanzieren um die Randstundenbetreuung abzudecken.    Und um berufstätige Eltern besonders zu beglücken werden bereits langfristig festgelegte Termine gerne nochmal spontan um eine Woche verschoben.  So nützt auch die kreative Abgleichung mit dem Dienstplan des Ehegatten nichts.

Ach ja und die Vorliebe unserer Schulleitung einen Arbeitskreis und Kommitee nach dem anderen zu gründen.  Egal wo ein Problem auftaucht  sie sucht sofort Freiwillige die „mal eben“ ein Konzept erstellen.  Hier muss ich viel mehr aufpassen nicht zuviele Posten  aufgedrückt zu bekommen. Denn hier wird unglaublich viel Zeit, Energie und Motivation verbrannt.  Die Ideen sind ja wirklich alle gut und spannend, aber leider werden soviele Baustellen aufgemacht, dass keine wirklich fertig wird.  Aber ich habe mir fest vorgenommen im nächsten Schuljahr einen Gang runter zu schalten.   Denn die vielen Burn-Out Kollegen sind eine gute Warnung.   Ich werde mich auf 2-3 Projekte beschränken die mir wirklich am Herzen liegen und den Rest abgeben.
Für die Kids ist die Umstellung  auf Vollzeitarbeitende Mama überraschend problemlos gelaufen.  Sie gehen gerne in die Frühbetreuung der OGS und genießen es dort mit warmen Tee, Honigbrot und Vorlesegeschichten verwöhnt zu werden.  Sie sind schon einige Male freiwillig früher gegangen.   Mir ist aber dennoch wichtig, dass wir alle gemeinsam frühstücken und so beginnt unser Tag ziemlich früh um 6.10 Uhr.  Dann ziehen sich alle an und machen sich fertig und von 6.30-7.00 Uhr ist Familienzeit am Frühstückstisch.   Wir haben gemerkt, dass es leichter ist, wenn die Kinder sich morgens nicht hetzen müssen, sondern genug Luft ist um in Ruhe in den Tag zu starten.

Um 7.00 verlassen alle das Haus und die Kinder sind dann bis 15.00 Uhr in der OGS.  Dann haben sie die Hausaufgaben erledigt, bekommen noch ein Brötchen und dürfen entweder nach Hause gehen oder an einer AG teilnehmen.  2x die Woche nutzen wir dieses Angebot an den Tagen wo ich länger unterrichten muss oder Konferenztag habe.   So merken die Kids kaum, das ich viel arbeite, weil sie ja ihre Hobbies pflegen.  Und Freitags startet unser Wochenende um 14.Uhr und die Wochenende sind ganz klar Familienzeit.  Hier werden so wenig feste Termine wie möglich gelegt und wir genießen es mit den Kids in den Tag zu leben.
Für meinen Mann hat sich durch meine Vollzeitarbeit fast mehr geändert als für mich.  Er ist gerade an Konferenztagen häufig vor mir zu Hause und er übernimmt auch noch häufiger Nachmittagstermine mit den Kids wenn er  einen freien Nachmittag, oder frei nach Dienst hat.   Das ist für ihn zwar auf der einen Seite anstrengend, aber die Kinder und er genießen es auch Zeit miteinander zu verbringen . Wir haben aber auch beide die Wochen genossen wo der andere Urlaub hatte und wir einen richtigen Hausmann oder eine Hausfrau hatten die einem den Rücken freihält.  In solchen Phasen sind kranke Kinder, spontane Termine und ähnliches gleich viel weniger belastend.
Fr. Reinlich ist nach wie vor eine echte Hilfe und Stütze und hat schon einige Kranktage überbrückt.    So musste sich bisher noch keiner von uns wirklich einen ganzen Tag Kinderkrank melden.  Aber leider hat die Grundschule imMoment die Angewohnheit wegen relativer Kleinigkeiten anzurufen und um Abholung des Kindes zu bitten.  Zum Glück konnten wir es bisher meist über Fr. Reinlich, Urlaub oder Stundentausch regeln, aber das ist etwas das zur Belastung werden könnte.  Vor allem wenn das kranke Kind  schon auf dem Schulhof völlig muter und fröhlich neben einem hüpft und fragt, warum es abgeholt wird.   Hier ist wohl ein Gespräch mit der Lehrerin fällig.

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