Zwischen Freiheit und Loslassen

Wir leben noch und ich bin ganz begeistert wieviele Besucher mein Blog hat auch wenn ich ihn so sträflich vernachlässigt habe.  Aber die letzten Wochen waren anstrengend.   In der Schule hatte ich viele Prüfungen und Konferenzen,  beim Ehemann werden wieder alte Zeiten des Grauens reaktiviert und die Kinder hatten auch genug Termine.  

Aber trotz dieser stressigen Phase werden wir immer entspannter beim Organisieren unseres Alltags.  Im Gegensatz zu anderen Bereichen wo „Kleine Kinder – Kleine Sorgen  und Große Kinder – Große Sorgen“ sicher stimmt ist es beim Vereinbaren von Familie und Beruf wirklich einfacher wenn die Kids erstmal in der Schule sind. 

Unsere beiden wollen jetzt immer mehr selbstständig erledigen und bleiben ohne Probleme auch mal für eine Stunde allein zu Hause.  Es ist also kein Problem wenn ich nicht absolut pünktlich aus der Arbeit nach Hause komme.   Sie schließen eigenständig die Tür auf (Fingerprint sei Dank) und beschäftigen sich ohne Unsinn zu machen.   

Auch Abend Termine wie Elternabend und ähnliches bis ca. 20 Uhr  ist jetzt ohne zwingenden Babysitter machbar, zumindest wenn wir im gleichen Ort bleiben.   Nur sobald es dunkel wird brauchen die beiden doch noch ihre Eltern 😉  

Wir gehen sogar manchmal Abends wieder als Paar eine Runde durch den Ort, während unsere Kinder ihre geliebte Abendserie schauen.   So bekommt man als Eltern langsam aber sicher seine Freiheit zurück. 

Sie würden am liebsten sogar die OGS absagen und allein Mittags zu Hause Hausaufgaben machen, aber da müssen sie noch 1-2 Jahre warten.  Denn es ist eine Sache mal als „Highlight“ für eine gewisse Zeit Sturmfrei zu haben, aber jeden Tag als Schlüsselkind nach Hause kommen finde ich nicht toll.   Besonders weil wir so eine gute OGS haben.   

Ansonsten bin ich nach fast einem Schuljahr als Vollzeitkraft von meiner Entscheidung immer noch total überzeugt.  Es war richtig.  Ich werde von den Kollegen deutlich mehr aktzeptiert (was völlig idiotisch ist, da ich genauso gut oder schlecht bin  wie vorher) und vor allem ich habe gefühlt eher weniger Stress.  Jeden Tag 4-6 Stunden sind angenehmer als  7-8 Stunden am Tag und dafür einen freien Tag.  Gefühlt bin ich für die Kinder sogar mehr zu Hause als vorher. 

Dafür stellt der Chef meines Mannes wieder erhöhte Ansprüche was die Arbeitszeit angeht.  In den letzten Monaten war es mit 6-7 Diensten und maximal einem  Tag am Wochenende pro Monat wirklich ein angenehmes Leben, aber jetzt sind es wieder eher 8-9 Dienste und davon 3-4 an Wochenenden.   Und auch der halbwegs pünktliche Feierabend bis 18.00 Uhr wird wieder zur Ausnahme.  Auf Dauer sind solche Arbeitszeiten Gift für das Familieleben und vor allem für die Gesundheit des Ehemanns.   Aber leider gibt es im Moment keine wirkliche Alternative. 

Aber es gibt auch Lichtblicke,  da schon viele Abschlussklassen weg sind, habe ich weniger Stunden und mehr Zeit für die Familie und wir werden in den nächsten Wochen unseren Garten neu gestallten. 

Den Anfang machen wir in Eigenregie indem wir uns einen eigenen kleinen Strand bauen und ein großes Aufstellbecken installieren.   Den Rest erledigt dann hoffentlich ein Gartenbauer der die Terrassen  neu verlegt.  Unsere alten haben den letzten Winter leider nicht überlebt. 

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4 Antworten to “Zwischen Freiheit und Loslassen”

  1. Higanbana Says:

    Ich bin seit gestern vollzeit arbeitende Mama, mal sehen, wie es so weitergeht.

  2. Sabine42 Says:

    Die Haustür mit Fingerprint interessiert mich. Hast Du einen link mit näheren Infos? Oder weiß das der nächste Baumarkt?
    Ansonsten: Schön, von Euch zu hören!

    • aupairfamilienrw Says:

      Einen Link habe ich leider nicht, aber es gibt sowohl Sets zum Nachrüsten (z.B. bei Conrad) oder über Fachbetriebe die Haustüren einbauen fest installierte Modelle in der Tür.

      Es ist für die Kinder am Anfang jedoch nicht so einfach den Finger richtig über den Scanner zu ziehen und je kleiner sie sind um so weniger gut klappt ess

      Ein Unterschied scheint zu sein, ob man den Finger nur auflegen muss (einfach für die Kids, aber leichter zu knacken, weil ein Fingerabdruck genügt) oder wie unser Modell eins das auf Wärme und Bewegung funktionier.

      Die Kosten sind auf jeden Fall nicht niedrig, aber wer schon mal alle Schlösser einer Schliesanlage ausgetauscht hat, der rechnet schnell ab wieviel verlorenen Schlüsseln das Modell günstiger ist.

      Und vor allem kann man so auch einfach jemand den Zutritt wieder verwehren ohne einen Schlüssel zurückfordern zu müssen (Au-Pair, Putzfrau …..) .

  3. LittleF Says:

    Fingerprint? *Auchinteressiertbin*

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