Posts Tagged ‘Arbeit’

Vollzeitmütter + Vollzeitväter + Vollzeitkinder = Volle Kanne Familie :)

Oktober 29, 2012

Erstmal lieben dank an meine treuen Besucher.  Ich bin wirklich überrascht wieviele regelmäßige Besucher meinen Blog aufsuchen, obwohl ich ihn in letzter Zeit so vernachlässigt habe.  Aber hier merke ich wohl doch, dass mir die Zeit fehlt.

Wir haben die ersten  8 Wochen im Vollzeitmodus gut überstanden und bisher läuft alles rund und das Konzept 2x Vollzeitarbeit + OGS + Fr. Reinlich hat die ersten Feuertaufen überstanden.  Den Schritt auf die Volle Stelle ist also richtig gewesen.   Ich habe zwar einiges mehr an Vorbereitung, aber dank paraller Lerngruppen und  nach 5 Jahren auch schon einiger Ordner voller erprobter Materialien ist das bisher gut zu schaffen.  Da die Anzahl der Korrekturklassen gleichgeblieben ist habe ich hier außer dem Verlust des freien Mittwoch wenig Unterschied. Im Gegenteil mein Stundenplan ist besser geworden.  Ich habe fast jeden Tag um 13.00  und 1x um 15.00 frei  und kann so Nachmittags immer noch genug Zeit mit den Kindern verbringen.   Dank OGS habe ich auch die Chance noch einiges an Vorbereitung am Nachmittag vor der Rückkehr der Kids zu erledigen und habe so auch die Abende  teilweise frei.

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3x Schulstart

August 25, 2012

Jetzt hat der Alltag uns wieder.   Die Schule hat für alle wieder angefangen und schon nach 5 Minuten fühlt man sich als ob man nie weg war.   Dank neuer Schulleitung beginnt die Schule für Lehrer jetzt immer schon am Montag der letzten Ferienwoche damit wir in „Ruhe“ die Nachprüfungen organisieren können.

Als besonderes Highlight gibt es dann am letzten Ferientag die erste Lehrerkonferenz.   Für mich immer wieder ein gratis Kabarett.   Leider hat unsere Schule ein ziemliches Demokratie Defizit.   Nicht nur, dass die Schulleitung am liebsten geheime Abstimmungen verhindern möchte.   Nein ein Großteil der Kollegen findet es auch noch OK.  Denn das kostet doch nur Zeit.   Und bevor ich 5 Minuten länger bleibe gebe ich doch lieber ein paar grundlegende Grundrechte auf um mich dann über das fehlende Politikverständniss der Schüler aufzuregen.  Ironie off.
Nachdem wir gefühlte 120 Punkte von Begrüßung neuer Kollegen bis Berichte aus jedem „Und wenn du nicht mehr weiter weist, dann bilde schnell einen Arbeitskreis“ hat das ganze bereits 1 Stunde mehr als angekündigt gedauert.  Und dann kommt mein persönlicher Höhepunkt:  Verschiedenes.   Hier können sich dann nochmal alle Kollegen die vorher noch nicht genug gesagt haben in Ruhe über Nebensächlichkeiten aufregen,  bereits 3x per Mail, Aushang und Zetter bekannte Dinge wiederholen oder  einfach noch etwas sagen wollen was ihnen spannend erscheint.

Dann mit 1.5 Stunden Verspätung darf man endlich nach Hause und seinem Babysitter erklären, warum man selbst zwar Wert auf Pünktlichkeit legt und auch unsere Schulleitung auf die Einhaltung von Terminen pocht.  Es ihr aber im Gegenzug unmöglich ist wenn sie bei Konferenzen einen Endpunkt angibt diesen auch nur Annäherungsweise einzuhalten.

Die Einschulung der neuen Schüler war dann unspektakulär.  Hier ist nur jedes Jahr das gleiche Chaos.  Wer kommt ohne Anmeldung und wieviele mit Anmeldung kommen nicht.  Die ersten 1-2 Wochen sitzt man gefühlt jeden Tag in einer neuen Klasse.

Mein Start in die Vollzeitarbeit hat bisher gut geklappt auch wenn ich schon 2x die Betreuungszeit der OGS voll ausschöpfen konnte.  Und für alle die sich fragen woran man eine gute OGS erkennt?

1) Sie hat vom ersten Schultag an die komplette Zeit inkl.  Frühstücksbetreuung und Randstunden angeboten.

2) Sie fand es völlig ok, dass ich unseren Schulanfänger schon am Tag vor der Einschulung dort abgegeben habe.

3) Sie hat alle Eltern beim ersten Abholen  mit einem Glas selbstgemachter alkoholfreirer Bowle empfangen und uns einen guten Start gewünscht.

4) Die Kinder begrüßen einem zwar begeistert, aber mit der Frage ob sie noch ein bischen weiterspielen dürfen.

Und obwohl alles eigentlich super gelaufen ist und meine Pläne gut funktionieren, bin ich gestern Abend mit dem Gatten wie Tod um 9 Uhr ins Bett gefallen.  Denn nach 6 Wochen Urlaub fühlt sich der Alltag wie Marathon laufen an.
Nächste Woche kommt dann der beliebte Zettel und Termine Regen über uns.  Jede Institution gibt ihre Terminpläne, Klausurpläne,  Klassenpläne …. heraus und dann kommt die Zeit der Elternabende. Dann hängen Eltern an die Arbeits- und Hausarbeitsschicht noch eine 3 Schicht an.

Glücklicher Hausfrauen Tag :)

Mai 8, 2012

Heute hatte ich Glückstag.   Ich hatte den ganzen Tag frei, da alle meine Klassen entweder schon ihren Abschluss haben,  heute Abschlussprüfungen schreiben oder auf Klassenfahrt sind.  Und selbst die Vertretungsplanung hat keine Aufgabe für mich gefunden 😉

Also habe ich meine beiden Damen heute Morgen gemütlich mit dem Rad in Schule und Kiga gebracht und mich dann in Ruhe an die Reorganisation meines Büros gemacht.  Unglaublich was in 2 Wochen an Papierbergen eingezogen ist und sich auf  und um meinen Schreibtisch verteilt.

Nach erfolgreicher Papiervernichtung habe ich mich an die Bettwäsche gemacht und unsere Handwerker bei der Arbeit beobachtet.  Wir haben diesmal wirklich nette, zuverlässige und fleisige Handwerker. Dank schönem Wetter konnte ich auch 3 Maschinen Wäsche im Garten trocken.

Gegen Mittag sind dann noch Oma und Opa zu Besuch gekommen und haben sich voller Tatendrang an unseren Vorgarten Dschungel  und die Kinderschränke gemacht.  Und in gut 2 Stunden haben wir es geschafft das Wäschechaos von Fr. Reinlich  und den Garten zu ordnen.     Wäsche sortieren gehört nämlich nicht zu Fr. Reinlichs Stärken.  Sie produziert immeer noch sehr überraschende Wäschestapel (Hose, 2 T-Shirts, Pyjama Oberteil, Turnhose,  Unterhemd,  Nachthemd) und legt diese ordentlich gebügelt in den Schrank.  Ich habe noch kein System erkennen können .  Dafür habe ich meine Wintersocken im Korb für Strumpfhosen der großen Hilfe gefunden.   🙂   Aber egal jetzt sind beide Kinderschränke auf Sommerzeit umgestellt und die Winterjacken gewaschen im Keller.

Den Rest des Nachmittags haben Opa und kleine Hexe mit einem Fussball Wettkampf und die große Hilfe mit 2 Freundinen auf dem Trampolin verbracht.  Oma und ich konnten somit gemütlich Kaffee trinken und und uns unterhalten.

So könnte jeder Dienstag sein 🙂

Ach ja der beste aller Gatten hat mal wieder Rufdienst und war sogar schon für 45 Minuten zu Hause bevor er erneut in die Klinik durfte.   Für ihn ist also kein Glückstag  😦     Aber immerhin hatte er noch genug Zeit seinen Auflauf zu essen den ich heute auch noch gaaaaaanz in Ruuuuuhe gekocht habe.

 

Chaos Tag

Mai 3, 2012

Heute war mein persönlicher Freitag der 13.  Hier die Highlights

– 6.30 2 Kinder stehen mit Husten auf

– 7.00 Die große Hilfe macht den sterbenden Schwan , aber zum Glück ohne Fieber und wird mit Hustensaft und Bonbons gedopt.  Zum Glück läßt das Leiden ziemlich gut nach wenn sie sich mit der Schwester zankt.

– Kind mit schlechtem Gewissen und Hustenbonbons in die Schule geschickt, denn ich habe Abi Konferenz und bin Prüferin  und der Gatte im Dienst.  Ab Mittag kann der zum Glück übernehmen

7.30  Handwerker ins Haus gelassen und geplanter Abflug in Kiga und Schule

7.31  Mein Autoschlüssel ist WEG

Nachdem Kind, Fr. Reinlich und ich verzweifelt   alles mehrfach abgesucht haben  bleibt mir um

7.45 nur der Anruf beim Gatten mit der Nachricht ich fahre jetzt mit dem Rad (11km)  zur Klinik und nehme mir das Auto, dafür hat er den JackPot und darf nach 24 Stunden ohne Schlaf mit dem Rad nach Hause fahren.

7.46 Anruf in der Schule und  mit schlechtem Gewissen melden, dass ich meine erste Stunde leider nicht schaffen werde, aber mit etwas Glück zur zweiten da bin.

9.00  Romantisches Treffen zweier erschöpfter Eltern auf dem Parkplatz der Klinik und tausch der Vehikel

9.30  Ankunft Schule und der Versuch einen funktionstüchtigen Kopierer zu finden.   Alle sind entweder kapput, haben Papierstau oder schreien nach Wartung 😦

Dann 4 Stunden Unterricht  und immerhin ein Kopierer der mit Streifen meine Entwürfe fürs Abi kopiert.  Für die Kollegen muss es reichen

14.00 Konfernz und mein Lieblingskollege hat sich netterweise verdrückt.  Daher darf ich eine halbe Stunde auf ihn warten./ Zeitgleich darf der Gatte die Kinder einsammeln die sich im Kiga/Schule krank fühlen und dann zu Hause putzmuter durch den Garten toben.

16.00 Uhr Ankuft zu Hause und die Nachricht des Gatten, dass es der Maler geschafft hat unser Treppengeländer in den Keller mit Lösungsmittel und einem Nagel im Stromkabel unter Strom zu setzen 8)

16.05  Die Besichtigung der Gatten zeigt er hat sich beim Renovieren verletzt und selbst verbunden

16.15  Blick auf den Kühlschrank eine neue Terminliste aus dem Kiga mit 7! neuen Terminen aber zum Glück nur 3x mit Elternbeteiligung.

16.30  Kaffeetrinken auf der Terrasse und gegeneitiges Wunden lecken

16.45  Die Erkenntnis, dass wir morgen einen super Planungsfehler in der Zeitplanung haben.  Handwerker kommen zwischen 7 und 8 (also eher halb Neun)  und wir müssen beide um 7.15 weg.  Fr. Reinlich kommt aber erst um 9.00  also telefonieren.

17.00 Uhr Termine mit Kindern und Ämtern in Arbeitsteilung erledigen

18.00 Kinder abfüttern und ins Bett bringen

19.00   Morgen kommt Sperrmüll und daher dürfen wir noch mal eben den Keller ausräumen

22.00 beide Eltern platt und der Beschluss nur noch zu duschen,  ein paar Zeilen für den Blog zu schreiben und dann ab ins Bett

23.30 Der Plan hat mit nur einer Stunde Verspätung geklappt, denn ich habe ja Morgen noch Unterricht und  auch  für die Schwellendidaktik  braucht es ein paar Vorbereitungen

Ein bunter Straus an Reaktionen

Mai 2, 2012

Auf meine Entscheidung  ab Sommer wieder Vollzeit arbeiten zu gehen gab es sehr unterschiedliche Reaktionen  :

Ehemann:  Traue ich dir ohne weiteres zu, wenn du es wirklich willst dann mach es.    🙂

Oma:  Die armen Kinder, werden sie nicht darunter leiden wenn du noch mehr weg bist?

Oma2:  Na ihr habt es ja so gewollt!

Opa:  Du wirst dir das ja gut überlegt haben?!

Opa2:  Muss Muss!

Große Hilfe:  Es wurde aber auch Zeit, alle müssen jeden Tag arbeiten und in die Schule/Kiga  nur du bleibst Mittwochs faul zu Hause 😉

Kollegen männlich:   Schön dann haben wir mehr Luft bei der Unterrichtsverteilung /  Prima dann habt ihr die Kinder ja aus dem Gröbsten raus/ Würde ich auch so machen

Kollegen weiblich: Aber deine Kinder sind doch noch sooo klein, ob du dich da nicht übernimmst?  Wie willst du das denn schaffen?  Na ich habe mich ja bewußt dafür entschieden Zeit für meine Kinder zu haben,  Ich würde es mich nicht trauen  ….

Schulleitung:  Ich freue mich  und wir werden versuchen ihnen mit der Stundenplanung  möglichst entgegen zu kommen 🙂

Team OGS:   Freut mich für sie und wir freuen uns auf ihre Kinder 🙂

 

 

Tipps für berufstätige Eltern

April 27, 2012

1)  Lieferdienst für  Lebensmittel   nutzen

Viele Biohöfe bieten eine Gemüsekiste/Gemüseabo an.   Diese Abos können mit Brot, Käse, Milch, Eiern, Joghurt ….  ergänzt werden und ersetzen so einen richtigen Einkauf.   Wir haben lange jeden Freitag eine solche Kiste bekommen und konnten so entspannt ins Wochenende starten.  Das Abendbrot und die wichtigsten Dinge für 1-2 schöne Wochenendmahlzeiten waren im Haus.   Ich habe mir den stressigen Freitagnachmittag Einkauf mit zwei bockigen Kids gespart.   Unsere Kinder fanden es immer einen spannenden Start zu schauen was diese Woche in der Kiste war.  Wir hatten nämlich immer das Überraschungsbrot und Überraschungskäse.   Einziges Problem im Sommer muss man eine Lösung finden, damit die Milchprodukte nicht zu lange in der Sonne stehen.  Aber wenn man nette Nachbarn, eine Putzfrau hat läßt sich auch dieses Problem lösen.   Im Notfall einfach eine Kühlbox mit Kühlakkus rausstellen, oder die Box direkt am Hof abholen.   Auch ein tolles Event für die Kids.

Bücher,  Kleidung  und Elektrogeräte, Tierfutter  bestelle ich fast nur noch online und lasse liefern.  Der Vorteil die Einkäufe werden bis ins Haus gebracht und ich spare Zeit und Sprit.   Wenn mir wirklich etwas nicht gefällt nimmt unsere Postbotin am nächsten Tag das Paket wieder mit.

Ich bestelle aber möglichst nur bei Versendern die mit DHL (Post) liefern.  Da kann ich die Zeit wann geliefert wird genau einschätzen und unsere Putzfrau nimmt in der Regel die Pakete an.   GLS/DPd/UPS … sind nicht gut für Berufstätige.  Sie kommen  immer zu verschiedenen Zeiten und es gibt keine Möglichkeit das Päkchen einfach abzuholen.

2) Einen guten Vorrat im Keller anlegen

In diesen Vorrat gehören die typischen Lebensmittel die immer zur falschen Zeit ausgehen (Nutella,  Zucker, Milch, Brot, Corn Flakes …)  und einen dann in Stress versetzen. Und natürlich die Basis Produkte für die schnell Küche am Abend (Reis, Nudeln,  TK Gemüse fertig geschnitten…)   Ich kaufe 1x im Monat richtig groß ein und nutze dann auch Sonderangebote unserer „Highlight“ Lebensmittel.     Genauso wie Zahnbürsten (für den Kiga),  Kosmetikprodukten und  Dosen mit Ravioli und Suppen.   So kann ich im Fall einer Grippe,  Stressphase auf der Arbeit oder einfach nur Faulheit   bequem  1-2 Wochen ganz aufs Einkaufen verzichten.

Es lohnt sich auch einen Vorrat an  Geschenken und Karten im Haus zu haben.  Ich habe immer 2-3 Flaschen guten Rotwein,  1-2 Packungen Pralinen,  2-3 Geschenke für Kindergeburtstage und Karten für Geburtstag, Trauerfall und Kommunion/Konfirmation im Haus.

3)  Wenn gekocht wird immer auch für die TK-Truhe mitkochen

Ich koche gerne und für mich ist es am Wochenende Entspannung einen aufwendigen Braten oder eine gute Bolognese Sauce zu kochen.  Ich  produziere immer 3-4 Portionen für die  TK-Truhe im Keller mit.  So kann ich im Notfall ganz schnell ein selbstgekochtes Essen auf den Tisch zaubern.  Schmeckt viel besser wie Dosenfutter und ist gesünder.   Sehr gut zum Einfrieren sind geeignet:

– Lasagne in 1-2 Portionen Stücke geschnitten

– Spagetti Saucen

– Braten mit Sauce

– Creme Bruelee

– Gulasch

– Reis und Nudeln fertig gekocht (müssen nur noch kurz in kochendes Wasser geworfen werden)

– Ochsenschwanzsuppe

4) Wäsche vermeiden  und vereinfachen

Ich habe es nicht geglaubt, aber es gibt wirklich Hemden und Blusen die fast bügelfrei sind.  Diese Modelle kann man, wenn  man sie ordentlich auf einem Bügel trockenen läßt, wirklich fast direkt anziehen oder muss nur noch kurz überbügeln.  Alternativ sind auch Blusen im Knitterlock eine nette Alternative.   Und je kleiner die Kinder sind um so weniger sollte man helle einfarbige Kleidung kaufen.  Muster tolerieren auch mal einen Minifleck.

Für die Kinder möglichst nur bügelfreie Kleidung kaufen und nach dem Waschen ganz gerade ziehen und aufhängen.   Bettzeug auch nur in bügelfreier Qualität kaufen und bei gutem Wetter waschen,  an der frischen Luft trockenen und sofort wieder aufziehen.

Und ganz wichtig immer erst nach dem Frühstück  besser nach dem  alle Kinder das  Haus  verlassen haben   die Arbeitskleidung anziehen.   Beherzigt man diesen Tipp nicht hat man wahlweise Nutella am Rücken oder Milch auf der Jeans.   😦

Als feste Regel  Gartenkleidung (Leggins/Matschhose) festlegen und diese max. 1x  in der Woche waschen.   Kleidung für Kiga  sofort nach dem Heimkommen wechseln und was noch sauber ist für den nächsten Tag sichern.   Dreckige Teile dürfen weiter getragen werden.

In Großstädten gibt es sehr günstige Wasch und Bügelangebote für Hemden/Blusen.  Am besten ein Angebot wählen, dass auf dem Weg zur Arbeit oder einem anderen Pflichttermin liegt.

5)  Keine arbeitsintensiven Anschaffungen tätigen

– Kein Geschirr das nicht spülmaschinenfest ist  oder nicht in die Mikrowelle darf kaufen.

– Keine Spielzeuge die ständig von Eltern repariert/sortiert/erklärt werden müssen kaufen.

– Keine Haustiere   die viel Pflege brauchen (Hund, Vögel …)   Kinder sind auch mit Schnecken oder Fliegen in einem alten Aquarium für ein paar Wochen glücklich und dann ist das Interesse schnell weg.

6)  Termine auf ein Minimum reduzieren

Meine Erfahrung, man sollte nur an den Terminen teilnehmen auf die man sich wirklich freut, oder die dem Kind wirklich wichtig sind.   Alles andere sage ich mittlerweile gnadenlos ab.   Wir gehen  nicht mehr 4x Laterne singen,  3x Eiersuchen und 5x Weihnachtsfeiern.  Ich sehe diese Einladungen mittlerweile als nettes Angebot habe versuche kein schlechtes Gewissen mehr, wenn keine Palmstock bastel.

Pro Kind gibt es max.  einen festen Nachmittagstermin mit Fahrdienst pro Woche.  Und diese Termine sollte man möglichst auf den gleichen Tag legen. Es ist gut  darauf   zu achten, dass die Kinder selbst ihre Freizeit Aktivitäten erreichen können.   Unsere Kinder finden es super, dass sie selbst zum Sport laufen können und sind eher genervt, wenn ich sie zum Musikunterricht fahren muss.

Kinder  die lange im Kiga/OGS s bleiben haben  häufig wenig Interesse noch zusätzliche Angebote zu nutzen.  Unsere OGS bietet so tolle AGs, da sind Kurse weitgehen überflüssig.

Termine besser direkt im Anschluss an Schule/Kiga oder direkt vor dem Abendessen legen.  So bleibt mehr Freizeit für Kinder und Eltern.  Ein Termin mitten am Nachmittag blockiert alles.

7)  Netzwerken

Es ist Gold wert, wenn man andere berufstätige Eltern findet und sich im Alltag unterstützt.   Es sind häufig die Kleinigkeiten die helfen:

– Ein Kind an seinem freien Tag mitnehmen wenn die Eltern Überstunden machen müssen

– Sich bei Fahrten zum Schwimmkurs, Ballett … abwechseln

– Spieldates so legen, dass jeder mal einen freien Nachmittag bekommt.

– Auch mal 2 Kinder zum spielen schicken um so die Kosten für den Babysitter zu sparen

– Ein Kind spontan vom Kiga mitnehmen, wenn die Mama nicht pünktlich sein kann.

Und für mich das beste die Gespräche beim Abholen die einem zeigen, dass man mit seinen Problemen nicht allein steht 🙂

Entscheidungen

April 1, 2012

Nach langem Überlegen und Abwägen der Vor- und Nachteile gemeinsam mit dem besten Ehemann der Welt,  Familie,  Freunden und im Blog habe ich micht entschieden, ich werde ab dem nächsten Schuljahr das Abenteuer Vollzeit Stelle wagen.   🙂

Den entgültigen Ausschlag hat ein sehr gutes Gespräch mit meiner Schulleitung gegeben, die mir sofort sehr nett entgegen kam und angeboten hat auch als Vollzeit Kraft weiterhin erst zur 2. Stunde anfangen zu müssen.  Das fand ich sehr fair und hat mich in meinem Entschluss bestärkt.   Jetzt bin ich voller Tatendrang und Optimismus für die neuen Projekte ab Sommer.   Klar wird es Tage geben vor allem Mittwochs  wo ich meine Entscheidung verfluchen werde, aber  im Grundsatz ist sie richtig hoffe ich.

Unsere Große Hilfe hat meine Entscheidung mit den Worten: “ Na endlich, ich fand es auch immer unfair, dass alle Mittwochs arbeiten mussten und du frei hattest!“   kommentiert.   Die kleine Hexe hatte meine Ankündigung: “ Ich gehe jetzt jeden Tag arbeiten“  wörtlich genommen und fragte ganz entsetzt zurück, ob wir jetzt kein Wochenende mehr hätten.  Aber da konnte ich sie beruhigen.  Und als dann noch die Ankündigung kam, dass Papa ab Sommer dafür einen Tag in der Woche früher frei hat war es auch für sie ok.

Für unsere Kinder ist es also selbstverständlich, dass wir alle Morgens zur Arbeit / Schule/ Kiga gehen und das finde ich schön.  Genauso wichtig ist es uns aber auch Zeit mit den Kindern zu verbringen und daher sind freie Nachmittage und Wochenenden der eigentliche Luxus.    Ich bin auch Vollzeit spätestens um 15.00-16.00 Uhr zu Hause und dann kommen die Kinder aus der OGS und haben frei, weil alle Hausaufgaben erledigt sind.  Wir haben dann noch genug Zeit für Familienleben und Freizeit.  Und wenn der beste Gatte es wirklich durch bekommt, dass er nur noch 1 Wochenende im Monat arbeiten muss sind auch die Wochenenden wieder berechenbarer.

Wobei heute mal wieder gezeigt wird was es bedeutet ein  Rufdienst Wochenende zu haben.   Er ist heute Morgen um 8.00 Uhr in die Klinik und durfte schon um 17.30 wieder nach Hause um dann um 21.00 Uhr wieder gerufen zu werden und dort sicher noch bis Mitternacht eher länger zu operieren.  Und Morgen früh um halb Acht geht es dann normal weiter.    Und dieses arbeiten auf Abruf macht er jetzt seit Freitag Morgen 😦     In dieser Zeit hat er bis jetzt  Freitag  von 7.30-20.00 Uhr,  Sa von 8.30-22. Uhr und heute bis ???  gearbeitet.    Und sein Verwaltungschef teilt ihm dann Morgen früh wieder mit, dass es ja ein Rufdienst ist, weil eigentlich nur sehr selten arbeit anfällt.      Vielleicht sollte er mal ein Wochenende hospitieren und dann diesen Spruch nochmal bringen.

Eigentlich sind wir ja keine zwei Vollzeit arbeitenden Eltern, sondern mein Mann arbeitet mindestens 1,5 fache Stelle. Wie es zwei Ärzte schaffen sollen Familie und Beruf zu vereinbaren und dabei auch noch ab und zu gemeinsame Freizeit zu haben ist mir persönlich ein Rätsel.

Wie wichtig ist Geld ?

März 28, 2012

Nachmal vielen Dank für die vielen guten  Tipps und Erfahrungsberichte zu meinem letzten Artikel.   Ein Punkt hat mich besonders beschäftigt.  Die Frage ob Geld bei der Entscheidung eine Rolle spielt.

Für mich ganz klar JA

Geld hat für mich mehrere Funktionen

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Vollzeit oder Teilzeit

März 26, 2012

Ich habe meinen Blog nicht vergessen, aber im Moment ist beruflich einiges in Bewegung und ich komme kaum zum schreiben 😦    Aber jetzt brauche ich dringend den Rat von den vielen stillen und aktiven Lesern meines Blogs, denn ich hoffe es sind einige berufstätige Mütter dabei.

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Kinderbetreuung für Babies

Februar 15, 2012

Da meine Schwester gerade auf der Suche nach einer guten Betreuung für ihr Baby ist kommt auch bei mir dieses Thema wieder hoch.  Gerade beim ersten Kind ist man ja häufig noch sehr unsicher welche Form der Betreuung man überhaupt braucht und möchte.    Hinzu kommt  häufig ein latent schlechtes Gewissen ob es richtig ist sein Kind so früh überhaupt betreuen zu lassen.  Und die typischen Fragen.  Wann soll ich anfangen zu suchen, wo finde ich die Richtige Betreuung, wieviele Stunden brauche ich überhaupt  und und und. …..

Als Betreuung für Babies kommen verschiedene Betreuungsformen in Frage.  Häufig kommen sie einem in der folgenden Reihenfolge in den Sinn. (more…)

Somewhere over the limit ……

Februar 9, 2012

Der Härtetest für unser neues Betreuungskonzept ist da.   Seit gut 2 Wochen ist hier im Wechsel immer mindestens ein Kind und/oder Elternteil krank.  Nachdem wir ja letzte Woche unseren Freund Noro zu Besuch hatten, ist jetzt seine gute Bekannte  Madame Bronchitis  zu Besuch.     Vielleicht hätte ich nicht so oft sagen dürfen, dass wir bisher einfach gut durch den Winter gekommen sind.

Die Zutaten für eine Super Woche für Berufstätige Eltern:

Man nehme

–  1-2 kranke Kinder am besten im Wechsel

– Mindestens 1 Konferenz oder alternativ ein schöner Elternsprechtag

2-3 Dienste des Gatten im Krankenhaus

Einen Schwimmkurs der 4 von 5 Abenden in der Woche blockiert

– 2 Kindergeburtstage

–  Für Mama wahlweise einen Arzttermin,  Verabredung mit einer alten Bekannten oder Treffen mit Kollegen zum Mittagessen

– und beruflichen Termin  zu einer völlig unpassenden Zeit nach Dienst für den Gatten damit es auch fair zugeht

Wenn man jetzt alles schön kombiniert und erhält man ein lustiges Überraschungspaket das keine Langeweile aufkommen lässt.

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Noro is back

Januar 31, 2012

Diese Woche hat es uns mal wieder erwischt.  Der Grund warum wir unter anderem fast 5 Jahre ein AP hatten.  Wir haben unseren alten Freund den Norovirus zu Besuch.   Bisher sind wir ja mehr als gut durch den Winter gekommen, aber irgendwann erwischt er jeden.   Es ist auch nicht wirklich festzumachen wer den Übeltäter mitgebracht hat.  Quellen haben wir ja mit Kiga, 2x Schule und Krankenhaus mehr als genug.  Die Kleine Hexe hat sehr arbeitgeberfreundlich den Anfang am Freitag Nachmittag gemacht und war am Sonntag wieder fit. Da war ich noch optimistisch, dass wir mit einem blauen Auge davon kommen.

Leider habe ich am Montag nachgelegt.   Während ich am Morgen noch überlegte ob ich nicht trotz  Bauchschmerzen und Schwindel    bis Mittag durchhalte, hatte mein Magen dann die Entscheidung gefällt.  Spätestens mit Erbrechen + Durchfall  ist an Unterrichten nicht mehr zu denken.   Also mit reichlich schlechtem Gewissen in der Schule angerufen.  Der Zeitpunkt war wie eigentlich immer ungünstig, da gerade viele Klassen auf Klassenfahrt sind und daher auch für mich schon mehrere Vertretungsstunden eingeplant waren.   Habe mich erstmal für 2 Tage krank gemeldet in der Hoffnung, das ich genau wie die kleine Hexe schnell wieder fit bin.

Den Montag habe ich dann mehr oder weniger zwischen Toilette und Bett verbracht und war sehr dankbar, dass die Kinder bis 16.00 Uhr in Schule und Kiga gut versorgt waren.  Ich musste also nur 1x schnell mit dem Auto zum Kiga und ein Kind abholen.  Der Abend war auch ok, Kinder haben doch ein Gespür wenn es den Eltern nicht gut geht 🙂

Die große Hilfe kam schon käseweis aus der Schule und hatte Abend keinen Hunger.  Da war mir mein Programm für die Nacht schon klar.  Ab 22.00 Uhr ging es mir etwas besser und der großen Hilfe richtig schlecht 😦    Nachdem wir bis 4.00 Uhr  3x das Bett umgezogen haben und 1x geduscht wurde es zum Glück ruhiger und wir konnten endlich schlafen.

Am Morgen habe ich dann die kleine Hexe schnell in den Kiga gebracht und mich dann mit der großen Hilfe auf die Couch gekuschelt und viel vorgelesen und Tee getrunken.  Ich scheine das gröbste überstanden zu haben und der großen Hilfe geht es auch schon ein bischen besser.   Zum Glück habe ich Mittwoch immer frei, so kann ich die große Hilfe noch einen Tag länger zu Hause lassen.    Und am Donnerstag sind dann bitte alle wieder fit.

Auch diese Krankenwelle haben wir also gut ohne AP überstanden.  Ich hatte vor solchen Situationen ja am meisten Angst als wir das Experiment „Leben ohne AP“ gestartet haben.  Bisher hat sich aber gezeigt, dass meine Angst vor vielen Kranktagen übertrieben war.    Und wenn die Kinder krank sind findet sich meist eine Lösung die ich so vorher gar nicht bedacht hatte.

1) Häufig stecken wir uns  in der Familie gegenseitig an, daher ist häufig auch ein Elternteil krankt und krank geschrieben und somit als  Betreuung zu Hause.  Diesen Zusammenhang hatte ich vorher so nicht mit eingeplant. Natürlich passt es nicht immer, aber häufig eben schon.  Klar war es mit AP angenehmer sich selbst auch mal für einen Vormittag ins Bett verziehen zu können und das AP hat vorgelesen, aber es geht auch so.  Und die Kinder genießen es von Mama oder Papa betüddelt zu werden und meist schläft man irgendwann gemeinsam nochmal ein.

2) Unsere Kinder scheinen sehr arbeitgeberfreundlich zu sein und sind eher am Wochenende / Mittwoch / Ferien krank.  So können wir sie ohne Probleme selbst betreuen. Auch hier hat man vorher nicht so darauf geachtet.  Und mit AP war ich auch viel eher bereit die Kinder mal auch mit nur leichten Schnupfen oder bei Noro Alarm im Kiga zur Sicherheit 1-2 Tage zu Hause zu lassen.  Jetzt geht das nicht mehr, aber es scheint keinem zu schaden.   Im Gegenteil die Kinder gehen gerne und wenn sie von sich aus nicht wollen, dann ist eben der Punkt erreicht wo unser Betreuungsnetz greifen muss.  Aber wirklich Fieber, Durchfall und fiese Erkältungen sind nicht so häufig wie befürchet.

3) Die Theorie, dass Kinder je älter sie werden weniger krank sind scheint  also wirklich zu stimmen.  Zumindest letztes Jahr hatten wir deutlich mehr Fehltage im Kiga.  Was aber auch damit zu tun haben könnte, dass damals umgebaut wurde und die Kinder wochenlang im kalten Keller spielen mussten.  Egal dieses Jahr läuft bisher viel besser und ich halte mit an das alte Motto: “ Nicht fragen, freuen!“

4) Unsere APs haben unsere Kids während ihrer Kranktage häufig zu gut betreut verwöhnt. Mit der Folge, dass die Kinder  fast gerne krank waren und man schon sehr genau hinschauen musste ob jemand wirklich krank war oder einfach mal wieder einen Tag allein mit dem Lieblings AP wollte 😉    Seit wir die Krankenbetreuung selbst mehr in der Hand haben und es im Krankheitsfall nicht mehr stundenlang TV, Süssigkeiten und PC schauen gibt, sondern Bettruhe und auch mal Langeweile angesagt ist, hat Kranksein deutlich an Reiz verloren.   Was natürlich nicht bedeutet, dass ich meine Kinder nicht bemutter, aber wer krank ist kann eben nicht in den Garten, Freunde treffen oder andere schöne Dinge tun.

4) Durch die Dienste meines Mannes, meinen freien Tag und unsere Putzfrau haben wir nur ganz wenige Tage die wirklich schwierig abzudecken sind und bisher hat es immer irgendwie geklappt. Wir sind jetzt ja über ein halbes Jahr ohne AP und haben noch keinen Kinderkrank Tag als Eltern nehmen müssen.  Bisher hat es immer geklappt.   Und neben dem normalen Betreuungsnetz haben wir ja zum Glück auch noch eine nette Oma die im Notfall gerne einspringt.  Das hat sich auch schon 2x gemacht als ein Kind länger erkältet war.

 

 

 

 

Vereinbarkeit von Familie und Beruf wie alles begann

August 11, 2011

Jetzt wo unsere Zeit als Gastfamilie zu ende gegangen ist, merke ich, dass ich häufig an unsere Anfänge als AP-Familie denke.  Es ist schon unglaubliche 5 Jahre her, dass wir uns entschieden haben ein AP in unsere Familie einzuladen.   Aber vor dieser Einladung lag eine lange Zeit der Überlegung und des Abwägens ob AP wirklich die richtige Form der Kinderbetreuung für uns ist. Und vor allem eine Zeit in der wir verschiedene andere Betreuungsformen ausprobiert haben.

Als unsere erste Tochter geboren wurde war ich gerade mit dem Referendariat fertig und somit erstmal arbeitslos.  Daher waren wir im klassischen System Wahnsinn  gefangen.  Bei allen Kitas und beim Jugendamt standen wir ganz hinten auf der Warteliste, weil wir ja keinen Bedarf nach Kinderbetreuung hatten.  Als Arbeitslose hatte ich ja Zeit mich selbst um mein Kind zu kümmern.

Das Problem bei Vorstellungsgesprächen war aber, dass neben dem dicker werdenden Bauch, auch die ehrliche Antwort „Ich habe noch keine Kinderbetreuung“ nicht wirklich förderlich wirkte.  Also war die Chance eine Stelle zu finden nicht wirklich toll.  Zum Glück hatte mein Mann wenigstens eine feste und sichere  Arbeit.

Nach der Geburt kam dann bei meinem ersten Besuch mit Baby auf der alten Arbeit das überraschende Angebot meines Chefs ab übernächste Woche wieder für 2 Tage als Elternzeitvertretung einzuspringen.   Dieses Angebot war eingentlich genau was ich gesucht habe.  Nicht zuviele  Stunden und in einem Bereich den ich kannte und der mir sehr viel Spaß machte.  Daher wollte ich diese Chance auf jeden Fall nutzen.     Ich habe also nach kurzem Überlegen zugesagt obwohl ich damals keine Kinderbetreuung hatte.

Zuhause habe ich dann mit meinem Mann erst gefeiert und dann in langen Gesprächen angefangen zu überlegen wie wir die Betreuung für 2x 5 Stunden organisieren könnten.  Zum Glück hatten wir die Untestützung von meiner Mutter, die zur Not die ersten Wochen eingesprungen wäre.   Und auch mein Mann hätte erstmal für ein paar Wochen Urlaub nehmen können. Aber als Dauerlösung war es nicht möglich, da auch die Oma noch berufstätig war und ich mit einer 2 Tage Stelle keine Vollzeitarbeit meines Mannes ausgleichen konnte.

Ich habe also wieder beim Jugendamt / Kita angerufen und mitgeteilt, dass ich jetzt nicht mehr arbeitslos bin und daher „Bedarf“ habe.   Aber leider war unsere Situation immer noch nicht förderfähig.  Denn „Sie müssen ja nicht arbeiten und ein sozialer Härtefall liegt auch nicht vor“  „Wir zahlen ihnen keine Tagesmutter“ .  Ich wollte die TAMU ja auch nicht bezahlt haben, sondern nur eine Adresse von guten TAMÜS die ich selbst bezahlen würde.  Aber auch hier waren alle Plätze voll.

In meiner Verzweiflung habe ich dann meine Hebamme angerufen und sie gefragt, ob sie nicht eine Mutter kennt, die gerne ein paar Euros verdienen möchte und als Tagesmutter für uns arbeitet.  Und sie hatte eine Idee:

Ihr Mann war seit langem Hausmann um ihr ihre Berufstätigkeit zu ermöglichen. Und da ihre Kinder schon aus dem gröbsten raus waren suchte er eine neue Aufgabe.  Er wollte gerne von zu Hause aus als Tagesvater arbeiten.  Ich war ja erstmal skeptisch, aber aus Mangel an Alternativen haben wir uns mit ihm getroffen und ich muss sagen wer war super.  Ich konnte unsere Tochter Morgens vor der Arbeit dort zur Not im Pyjama abgeben und er hat alle unserer Wünsche (Tragen,  Mumi füttern ….) akzeptiert und umgesetzt.  Und am wichtigsten unsere Kleine hat sich dort von Anfang an sehr wohl gefühlt.   Er hat sich super um sie gekümmert und später sogar noch ein zweites Kind  in Tagespflege genommen.

Nach ein paar Monaten war ich dann wieder schwanger und habe dadurch meine Arbeit wieder verloren.  Denn eine tolle Nebebenwirkung von Zeitverträgen ist es eben, dass normale Mutterschutz Gesetzt für sie nicht gelten.  Man kann zwar nicht gekündigt werden, aber es gibt eben auch keinen Anspruch auf Verlängerung.
Da unser Tagesvater  immer mehr Anfragen von Familien bekam und wir ihm erstmal nicht sicher sagen konnten, ob wir ihn nach den Ferien noch brauchen war unser Betreuungsplatz erstmal weg.  😦

In dieser Zeit haben wir dann unser Haus gekauft und sind umgezogen.  Und so war ich dann schwanger mit einem 1 jährigen Kleinkind wieder unfreiwillig als Hausfrau zu Hause.  Und wieder in der gleichen Situation wie vorher.  Keine Arbeit für eine Mutter mit Kleinkind  + Schwanger und keine Betreuung für eine „Nur Hausfrau“.

In dieser Zeit haben wir dann unsere große Tochter in eine private Loslösegruppe gebracht, damit sie zum einen nicht „verlernt“ auch fremdbetreut zu werden und mir selbst zumindest 2x in der Woche einen ruhigen Vormittag für Einkäufe, Arztbesuche …. zu verschaffen.  Aber diese Lösung war sehr teuer und kompliziert und keine Lösung für eine Berufstätigkeit gewesen.

In dieser Zeit kam zum ersten Mal die Idee auf ein AP einzuladen.  Im neuen Haus hatten wir ein Zimmer übrig und ein zweites Bad fürs AP gab es auch.  Daher wurde diese Betreuungslösung auf einmal interessant.  Obwohl ich nach meinem AP-Jahr in den USA immer gesagt hatte ich würde NIEMALS ein AP einladen.

Aber damals habe ich noch nicht gewußt wie schwierig es ist den Alltag mit zwei Kleinkindern U3 und Arbeit unter einen Hut zu bringen.  Aber die Idee war geboren und mein Mann und ich haben angefangen zu überlegen ob wir als Gastfamilie geeignet sind und welche Wünsche und Probleme mit einem AP  verbunden sind.

Traumberufe : Lehrer und Arzt

Juli 2, 2011

Ich liebe meinen Beruf und ich liebe meine Fächer ganz besonders auch dafür, dass ich selten korrigieren muss.   Aber dieses Wochenende ist es mal wieder so weit.  Dank der vielen Feiertage und Klassenfahrten konnten meine beiden Abi Klassen erst am Freitag Klausur schreiben und jetzt darf ich übers Wochenende alle Klausuren fertig machen.   😦   Das nächste Highlight steht ja schon vor der Tür.  Die Zeugnis Konferenzen  und daher müssen am Montag alle Noten abgegeben werden.

Immerhin spielen Wetter und Dienstplan des Gatten mit.  Das Wetter ist schlecht ich brauche also keine schlechte Laune bekommen und der Gatte hat mal wieder einen Hausdienst und ist bestimmt auch ganz froh über das eher schlechte Wetter 😉    = weniger  Fahrrad- , Bade- , Besoffen vor Laterne laufen-  ,  Betrunken vom Fahrrad fallen-  und andere Unfälle.  Die normalen „Ich habe schon seit 6 Wochen XY ich wollte JETZT 2 Uhr Nachts mal jemand = denn dummen Arzt draufschauen lassen“  Patienten werden ihn aber bestimmt nicht im Stich lassen.

Ich sitze jetzt also allein mit meinen Klausuren und frage mich an manchen Stellen was habe ich eigentlich die letzten Wochen im Unterricht gemacht.  Bei einigen hab ich das Gefühl die müssen bei jemand anders gesessen haben.  Aber immer wenn ich ganz frustriert werde kommt ein Lichtblick und es gibt doch noch Hoffnung.    Warum müssen Schüler eigentlich immer die gleichen Fehler machen.    Und ich bin keine Leuchte in Rechtschreibung wie meine Leser sicher schon gemerkt haben, aber manche Schüler toppen echt alles.  Manchmal muss ich 3x lesen um überhaupt eine Idee zu bekommen was ein Wort oder Satz bedeuten könnte.   Da frage ich mich wie kommt man mit diesem Sprachunvermögen in die Oberstufe?

Ich habe unglaublich viele wirklich clever und schlaue Schüler die sich sprachlich so gut wie nicht ausdrücken können 😦   Zwischen ihrem gesprochenen Beiträgen und ihren Klausuren liegen Welten.  Ich bin kein Deutschlehrer, aber  ohne ein wenig Sprachgefühl und Lust am Text kann man eben auch in Gesellschaftswissenschaften nicht viel erreichen.  Denn die Feinheiten liegen ja häufig gerade im Detail.

So jetzt genug gemeckert.  Denn bei allem Frust ich habe heute auch schon 2-3x so gute Gedanken zu einer Karikatur und einem Text gelesen, die habe ich glatt noch in meine Musterlösung integriert 😉   Und das sind dann die schönen Momente wo man auf seine Schüler auch wieder richtig stolz ist.  Genau wie auf meine Hauptschülerin, die mir die bisher immer super  Arbeiten geschrieben hat.  Und der Sprung von der Hauptschule in den Abi Bereich ist heftig.

 

Kindergarten und Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Juni 27, 2011

Früher hatte ich immer geglaubt Kigas sind dafür da uns Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu  erleichtern und den Kindern erste frühkindliche Bildungserfahrungen zu ermöglichen. Aber nach 4 Jahren Kiga Erfahrung muss ich feststellen dein Kiga kann noch soviel mehr für dich tun.

Er kann dich als berufstätige Mutter  zur Rabenmutter machen indem er möglichst alle Mutter-Kind Events auf Vormittags legt.  Denn eine gute Mutter nimmt sich ja wohl Zeit für ihr Kind.

Er kann dir langweilige Wochenenden verzaubern indem gefühlt jedes zweite Wochenende ein tolles „Kigafest“  „Kirchenfest“   „Schulkinder führen Theater auf Fest“ oder einfach nur mal „Väterfrühstück“ ist.  Und natürlich alles schön verteilt.   Besonders toll für Eltern die auch am Wochenende arbeiten müssen.  Aber wir haben ja schon gelernt gute Eltern nehmen sich dann einfach mal Zeit.

Er  schließt  zu diversen Anlässen (gerne auch mal kurzfristig)  oder halbtags ab 12.00 Uhr.   Begründung :  Wir haben ein tolles Faschingsfest,  Kigafest,  Schulkinder Event gefeiert, daher machen wir heute früher Schluss.

Und ganz wichtig zu allen Eltern – Kind Events dürfen Geschwister auf keinen Fall mitkommen, damit auch die nicht berufstätigen Mütter mal ein Problem bekommen. Aber gute Mütter haben ja schlieslich eine Oma im Haus.   Denn diese Events finden natürlich außerhalb der Kiga Öffnungszeiten statt oder der Kiga wird extra dafür geschlossen.

Ich klinge unfair und gefrustet?  Stimmt, denn ich habe gerade den Plan für die Schulkinderverabschiedung unserer großen Hexe bekommen.  Das die Kids eine Nacht im Kiga schlafen und daher für die kleinen Kinder  1.5 Tage kein Kiga ist wußten wir schon lange und darauf haben wir uns eingestellt.  Aber die Highlights wurden bis zum Schluss unter Geheimhaltung gehalten.   Klar sonst hätte man sich ja noch darauf einstellen können.

Die Schulkinder schlafen zwar im Kiga, aber wir Eltern dürfen müssen  Abends von 18.00 Uhr- 20.30  zum gemütlichen Eltern-Kind Abendessen kommen natürlich ohne Geschwister.   Und am nächsten Morgen werden die Kids nicht einfach abgeholt.  Nein es findet noch ein super Gottesdienst statt und danach eine offizielle Verabschiedung auf der den Eltern die Bilder der Kids übergeben werden und alle Eltern gemeinsam mit den Kids feiern.   Natürlich super gelegt von 9.30-11.00.  Und die Geschwister auch hier ausdrücklich nicht erwünscht.   Und der Kiga natürlich zu.

Daher stehen wir selbst mit AP  im Leh.  Unser AP kann entweder die kleine Hexe betreuen oder die große Hilfe auf ihrer Verabschiedung begleiten.  Und 1 Woche vorher ist es sowohl für meinen Mann als auch für mich wirklich kompliziert  einen Freitag frei zu bekommen.  Aber wir sind ja Kiga erfahren und haben dank netter Kollegen und Stundenplanung das unmögliche möglich gemacht und uns den Tag frei geschaufelt.  Aber ohne AP keine Chance.

Und warum man Anfang Juli eine Verabschiedung macht, wenn danach noch 3 Wochen normaler Kiga Betrieb ist erschließt sich mir auch nicht wirklich.  Denn so ist der Abschied ja gar kein Abschied.  Aber wahrscheinlich bringen gute Mütter ihre Kids ab dann auch einfach nicht mehr in den Kiga.

Ach ja das „Mama bastelt mit mir meine Schültüte Event“ verpasse ich gerade auch, weil es natürlich auch wieder um 14.00 Uhr losging und ich da leider noch in der Schule stand.   Und warum müssen die Kids ihre Schultüte eigentlich selbst basteln? Ich habe meine damals als Überraschung zum 1. Schultag bekommen und fand das so sehr schön.   Aber Olga war zum Glück so lieb und ist mit der großen Hilfe dorthin gegangen.  Sie findet es spannend und unser Kind muss sich nicht wieder als „Rabenmutter Kind“ fühlen.   Es sei denn ihre Erzieherin gibt mal wieder alles und fragt warum denn die Mama nicht gekommen ist.  😦

Fauler Mittwoch

Juni 15, 2011

Dieser Tag wird mir ab Sommer ohne AP  ganz klar am meisten fehlen.  Denn am Mittwoch habe ich zur Zeit meinen freien Tag und wenn das Wetter gut ist und uns AP und Kids gute Laune haben darf ich an diesem Morgen AUSSCHLAFEN und zwar so lange ich mag.   Ich liebe dieses Gefühl einfach mal wieder wie in alten Studententagen in den Tag leben zu dürfen.   Ok meistens bin ich spätestens um 9.00 Uhr wach, aber egal.  Ich kann in Ruhe meinen Kaffee trinken, Zeitung lesen und muss nicht nebenbei Nutellabrote schmieren, mich über Kiga Pläne unterhalten oder mit dem AP/Papa den Tag durch organisieren.   Es ist mein Morgen und der ist einfach schön.

Dass danach der Alltag mit Unterricht vorbereiten,  Wäsche waschen,  Aufräumen und all dem anderen Alltagsdingen wieder los geht ist egal.  Der Morgen gehört mir  😉

Aber mit Ende der AP Zeit wird dieser Luxus verschwinden.  Denn dann muss ja auch am Mittwoch die große Hilfe in die Schule und die kleine Hexe in den Kiga gebracht werden und das bedeutet auch an diesem Tag früh aufstehen. Aber bis dahin werde ich meine verbleibenden faulen Mittwoche sehr genießen und mich an diesen Tagen immer ganz besonders freuen ein AP zu haben  🙂

So möchte ich auch gerne leben..

Juni 11, 2011

Bekomme ich  häufig von Schülern gesagt.  Ähnliche Bemerkungen machen  gerne auch APs und  Bekannte  ….   :  „Du hast es einfach nur gut.“   „Dein Leben möchte ich auch haben“     „Bei euch klappt aber auch alles“

Solche Äußerungen bringen einen dann dazu über das eigene Leben nachzudenken und  von außen betrachtet haben die Leute recht.

 

Ich habe meinen Traummann geheiratet und wir führen eine glückliche Ehe,  wir haben 2 tolle Kinder zusammen bekommen, leben in einem großen schönen Haus, haben  tolle Großeltern,  großartige Patentanten und liebevolle Tanten und Onkel.   Ich habe einen Beruf der mich ausfüllt und der mir jeden Tag neue Herausforderungen bietet,  meine Kinder haben sich bisher toll entwickelt und es geht uns allen gut.

Manchmal macht mir soviel Glück selbst ein bischen Angst.

 

Aber  ich kenne  auch die anderen Bereiche und Erfahrungen die zu  meinem/unserem Leben gehören und die uns dahin geführt haben wo wir heute sind.

Ich habe schwanger mein 2. Staatsexamen gemacht und danach keine feste  Stelle gefunden.  Als ich kurzfristig wieder arbeiten konnte musste ich  innerhalb von nur 2 Wochen eine Kinderbetreuung organisieren und den Sprung ins kalte Wasser wagen.

Innerhalb kurzer Zeit starb meine Oma und eine Oma erkrankte schwer.  Zwischendurch haben wir  ein Haus gekauft mit viel Risiko, weil nur ein Verdiener da war.   Immer nach ohne feste Stelle das 2. Kind nur 18 Monate nach Nr. 1 bekommen.   Dann als Lichtblick ein 2. Studium trotz Baby angeboten bekommen. Auch wenn es jeden Tag 100km Fahrt und viel Stress und Organisation bedeutete angenommen.   Ein AP eingeladen, dass dann 1 Tag vor ET untergetaucht ist.   Kurzfristig Elternzeit beantragt und neues AP eingeladen.  Studium  nicht abgeschlossen.

Nach 2 Jahren Vertretungsarbeit  beschlossen mich selbstständig zu machen.  Als alles organisiert war und das Gewerbe angemeldet war  doch noch eine feste Stelle in der Nähe bekommen.   Jetzt arbeiten mein Mann und ich  beide in sehr fordernden Berufen sowohl zeitlich als auch emotional.   Unsere Kinder sind im Winter gefühlte 3 Monate Dauer- und Wechselkrank gewesen.  Wir haben 1 Kind mit eine lebensbedrohlichen Allergie.

Wir haben also auch nicht nur Glück im Leben gehabt und sind auch schon durch schwierige Zeiten gegangen.    Aber diese schwierigen Phasen haben uns als Paar und Familie näher zusammen geschweißt und ich  kann mir sicher sein, dass mein Mann und ich auch in schwierigen Situationen gut funktionieren und uns gegenseitig stark machen.  Wir sind zusammen gewachsen und haben uns immer wieder gestützt.

Und daher kann ich auch auf die Aussagen oben mit guten Gewissen antworten:   „Ja ich würde auch mit mir tauschen wollen“   🙂

 

 

 

Au-Pair Zimmer Alternativen

Juni 5, 2011

Wenn ab Sommer unser AP Zimmer nicht mehr als solches gebraucht wird, steht natürlich sehr schnell die Frage im Raum was wird der Raum dann.  Und da hat jeder in der Familie etwas andere Vorstellungen.  Unsere Kinder sind dafür das Zimmer als weiteres Kinderzimmer zu nutzen,  die Omas/Tanten sind begeistert wenn endlich ein richtiges Gästezimmer existiert und der Gatte und ich träumen von einer Elternoase mit Sauna und gemütlichen Relaxliegen zum entspannen.    Ideen sind also genug da.  🙂 Sogar unsere Olga beteiligt sich an den Planungen  😉 und findet die Idee mit der Sauna sehr gut.   Ich auch, nur leider ist unser Finanzstatus  nicht einverstanden :(, denn vor Spaßinvestitionen wie einer Sauna müssen wir  erst mal alle Fenster austauschen und eine neue Heizung einbauen.  Das sind nämlich die Nachteile wenn man ein älteres Haus kauft.   Optisch sind die Teile zwar alle noch ok, aber im letzten Winter haben wir leider gemerkt, dass die alten wunderschönen Holzfenster leider ihre besten Zeiten hinter sich haben.   Und unsere Heizung ist mit 40kw leicht überdimensioniert und vor allem ohne jede Steuerung. Da  ist eine Renovierung auch mehr als überfällig.  Also wird der Blog hier wohl ab Sommer in einen Mutter-Vater-Kind-Vereibarkeit- Renovierungsblog  erweitert. Auf der einen Seite bin ich total happy, dass wir dann alles richtig schön haben, aber Handwerker bedeuten eben immer auch Stress und jede Menge Organisation und häufig leider auch Ärger.  Ich werde berichten. Aber zurück zu unseren Träumen fürs AP Zimmer.   Nachdem wir also die letzten Wochen immer bessere und verrücktere Ideen hatten kommt jetzt die Realität zurück.  Eigentlich müssen wir das Zimmer erstmal so lassen wie es ist.  Und damit gewinnt die Idee der Omas/Tanten.  Denn ein Gästezimmer ist es damit ja automatisch und im Notfall könnten wir so  innerhalb kürzester Zeit auch wieder ein AP aufnehmen, sollte es mit der Kinderbetreuung durch OGS und Putzfrau nicht so klappen wie gehofft. Denn das ist uns jetzt nochmal sehr deutlich geworden, bauen wir das Zimmer wirklich um, ist es die finale Entscheidung auf Dauer ohne APs zu leben.  Und das ist schon ein großer Schritt. Denn bei allem Frust den ich hier im Blog gerne mal ablade steht unbestritten fest : Ein AP einzuladen war für uns in den letzten 5-6 Jahren eindeutig die richtige und vor allem sehr sehr entlastende Form der Kinderbetreuung und hat unser  Familienleben sehr bereichert und erleichtert.   Daher an dieser Stelle ein riesen Danke an ALLE unsere APs die wir hatten und haben, auch wenn so weit ich es beurteilen kann keine hier mitliest 😉

Arztfrau als Hassobjekt

Mai 15, 2011

Durch die ungewöhnlich vielen Besucher bin ich auf eine seltsame Diskussion gestossen.

http://bfriends.brigitte.de/foren/was-bringt-sie-aus-der-fassung/174761-arztfrauen-schaltet-der-beissreflex-jedes-ironieverstaendnis-aus.html

Ich habe ja lange überlegt ob ich zu dem Thema auch was schreibe.  Denn ich habe mich ja hier im Blog  auch schon öfter als Arztfrau bezeichnet.   Am Anfang fand ich die Diskussion ja auch noch witzig und spannend, aber je länger sie läuft um so mehr frage ich mich was da eigentlich passiert.

Der Anlass war ja eher banal. Eine Frau  die mit einem Arzt verheiratet ist suchte eine Freundin mit ähnlicher Lebenssituation und hat ihre Lebenssituation mit dem Begriff Arztfrau  umschrieben.  Und das hat offensichtlich nicht nur Diskussionsbedarf geweckt, sondern auch Hass, Neid und Wut.  Ich habe übrigens auch schon mit genau diesem Begriff nach Gleichgesinnten gesucht und werde unter diesem Begriff auch häufig im Internet gefunden.  Es gibt also noch mehr unser Art 😉

Vielleicht liegt es ja daran, dass ich selbst auch so ein Exemplar bin, aber mir war klar was die Frau meinte.   Ihr ging  es nicht um die Frage ob so was besonderes, höheres oder sonstwas ist, sondern um die Eigenheiten die es in der Regel mitbringt wenn der Partner im medizinischen Bereich arbeitet.  Und viele dieser Punkte kann man leider als Partner eines Mediziners oder auch einer Medizinerin überhaupt nicht oder nur sehr wenig beeinflussen.

1. Die Arbeitszeiten im Krankenhaus und wahrscheinlich auch in der eigenen Praxis sind selten mit denen in vielen anderen Berufsfeldern vergleichbar.  Man hat seinen normalen 8-10 Stundenarbeitstag wie jeder andere auch und dann kommen noch Wochenende, Nacht- und Bereitschaftsdienste oben drauf.  Daher ist ein „normaler“Arzt häufig 60-80 Stunden in der Woche nicht für seine Familie verfügbar.  Ich bezeichne mich deshalb auch gerne mal als „Teilzeit Alleinerziehend“.    Klar auch Krankenschwestern, Rettungsdienstler, Gastronomen kennen Wochendend und Feiertagsarbeit und können das nachvollziehen.  Es geht auch nicht darum andere Berufe abzuwerten. Es geht einfach um die „Nebenwirkungen“ die ein bestimmter Beruf für die Familie oder Partnerschaft hat.

Ich mache aber auch häufig die Erfahrung, dass viele Bekannte nicht wirklich verstehen warum mein Mann so oft nicht zu Hause ist oder nicht einfach mal einen bestimmten Tag am Wochenende/Abend frei hat.   Denn genau da liegt ja das Problem er arbeitet seine normale 40 Stundenwoche + 8-14 Dienste im Monat.

2. Die Vorurteile Arzfrau/Arztfamilie  = reich,  was besseres,  elitär, leben wie im Groschenroma  sind erschreckend häufig auch bei jüngeren noch vorhanden. Ich bin schon mehrfach als „Frau Doktor“ obwohl mein Mann gar keinen Doktor hat 😉  angesprochen worden.   Wie soll man auf  so was reagieren. Ich versuche immer klar zu machen, dass wir auch nur eine normale Familie sind die genau wie andere auch versucht ihren Alltag zu meistern.   Und die Reaktion der Leute war gleich, egal ob ich zu der Zeit Hausfrau war oder jetzt als Akademikerin arbeite.   Aber das Problem haben meiner Meinung nach die anderen und nicht ich.   Auf der anderen Seite gibt es sowas doch in vielen Bereichen.  Vorurteile sind nicht toll, aber nicht zu leugnen.   Wer uns näher kennt weiß, dass wir so ziemlich das Gegenteil der Groschenromane sind.

Aber eine Arztfrau  = Frau mit einem Arzt verheiratet bin ich , ob ich will oder nicht.  Die Wertung bringen andere oder ich selbst wenn ich es ständig betonen würde hinzu.

Dann kam dort noch die Frage auf, ob man sich über den Beruf seines Partners identifizieren darf, muss, soll.

Identifiziere ich mich über meinen Mann?  Ich würde sagen ja und nein.   Wir sind ein Paar und haben gemeinsam in den letzten 16 Jahren unser Leben so wie wir es jetzt führen aufgebaut.  Und ja ich bin stolz auf das was mein Partner erreicht hat. Aber er ist genauso stolz auf meine Erfolge. Wir haben uns immer gegenseitig unterstützt und jeder hat auch schon zurückgesteckt um dem anderen den Rücken für Examen, Prüfungen und wichtige berufliche Schritte frei zu halten.  Das hat aber nichts mit fehlender Emanzipation zu tun, sondern mit unserem Verständnis von Partnerschaft.  Und das hat schon gar nichts mit dem Arzt sein zu tun.  Er ist halt Arzt geworden.  Als wir uns kennen lernten waren wir beide Schüler. Und hätte er sich anders entschieden wäre ich jetzt vielleicht die Frau eines Goldschmieds,  Mathematikers oder Handwerkers und auch mit diesen Berufen würde ich mit identifizieren. Weil dann diese Arbeit Teil meines Lebens ist.  Mein Mann muss ja auch damit Leben ein „Lehrergatte“ zu sein und alle Vorurteile über diesen Berufsstand zu ertragen 😉

Und ob ich möchte oder nicht natürlich prägen unsere Berufe auch unsere Persönlichkeit und unseren Lebensstil.  Wir leben nicht wie im Groschenroman, aber natürlich geht es uns finanziell besser als einer Familie in der nicht beide gut bezahlte Arbeit haben.    Es gibt Unterschiede und die kann man nicht einfach ignorieren.  Ich hoffe aber, dass ich nie vergesse wie priviligiert wir leben. Auch wenn wir dafür an anderen Stellen (Freizeit,  Familienleben,  lange Studienzeit mit wenig Geld) auch zurück gesteckt haben.  Und Angeberei oder bewußtes Prahlen hat nichts mit dem Arztberuf oder Akademiker sein zu tun.  Das hat was mit Charakter und Einstellung zu tun.

Ich beurteile Menschen aber doch nicht nach ihrem Einkommen. Für mich sind Persönlichkeit, Ehrlichkeit und Charakter viel wichtiger.  Und zum Glück haben wir einen sehr bunten Freundes und Bekanntenkreis.  Da spielt es eine eher untergeordnete Rolle welchen Beruf man hat.

Frühlingsgefühle

März 22, 2011

Es ist Frühling und das merkt man als Gastfamilie eines APs nicht nur am schönen Wetter, sondern auch an der deutlich besseren Laune des eigenen APs.  Ich finde es jedes Jahr wieder erstaunlich welchen Einfluss das Wetter auf die Beziehung zwischen AP und Gastfamilie haben kann.  Im Winter und noch schlimmer im Januar/Februar sinkt die Laune und Motivation vieler APs auf den Nullpunkt.

Die Kinder können kaum raus, sind gelangweilt und anstrengend und auch die APs haben wenig Möglichkeiten und Interesse Ausflüge zu machen.  Aber sobald das Wetter etwas besser wird steigt die Laune.  Hier bei uns ist schon seit gut 2-3 Wochen wieder ein richtiger aufwärts Trend zu spüren. Olga ist viel aktiver und besser gelaunt bei der Sache.  Ok sie übersieht immer noch gerne die Bügelwäsche wer nicht, aber sie geht wieder mit den Kids vor die Tür ohne das Ich es fordern muss und hat einfach gute Laune.

Ich hoffe einfach, dass jetzt das letzte drittel unseres AP Jahres anfängt in dem man das AP am liebsten garnicht mehr abgeben möchte. Und das klappt hier gerade wieder richtig gut.  Beispiele der letzten Tage/Wochen

– Wenn Ich Mittags/Nachmittags nach Hause komme ist die Wohnung richtig tip top aufgeräumt. Und zwar nicht nur oberflächlich, sondern richtig 🙂

– Die Kinder bekommen an ihrem kurzen Kiga Tag wieder richtiges Essen gekocht und nicht nur Cornflakes und Nutella

– Olga hat mit den Kids Frühlingsdeko für unsere Fenster gebastelt und aufgehängt.

– Olga hat es geschafft 20 Bewerbungen für ein FJS abzugeben und zwar ohne meine Hilfe

– Olga  sieht wieder Arbeit und schenkt mir 100 kleine Momente wo Ich sie einfach nur dankbar umarmen möchte.   Es sind Kleinigkeiten wie das Ausschlafen lassen am freien Tag, ein Kaffee nach einer anstrengenden Konferenz …..

– Spieldates mit Kiga Freunden werden eigenständig verabredet und eingehalten

– Päckchen und andere Termine werden einfach vom AP gemanaged und Ich kann arbeiten gehen.

– Kleine Einkäufe wie Milch, Brot, Obst werden nebenbei erledigt und Ich muss nicht nochmal extra losfahren.

 

Kurz und knapp gerade wissen wir wieder sehr zu schätzen, dass wir ein AP haben und in solchen Phasen bekomme Ich auch ein bischen Angst vor der Zeit ohne AP.  Klar wir schaffen es auch ohne, aber eben nicht mehr so bequem und einfach wie jetzt.  Zum Glück hat aber auch unsere Lösung ab Sommer noch keine wirklichen Hacken bekommen.  Unser neuer Babysitter war schon 3x Probehalber da und kommt gut mit den Kids aus und auch unsere Putzfrau ist nach wie vor super.

Warum lassen wir uns so behandeln?

Januar 7, 2011

Diese Frage ist ja heute häufiger in den Kommentaren gestellt worden.  Und wie Ich finde auch mit recht, denn wenn Ich  objektiv von außen meinen Blog lesen würde, dann würde Ich genau die gleiche Frage stellen.

Die Antwort ist nicht so einfach und hat viele Aspekte:

1.Trotz aller Fehler und Probleme mag Ich Olga, auch wenn Ich im Moment zwischen Sympathie und Antipathie quasi stündlich schwanke.

2. Die große Hilfe und kleine Hexe hängen sehr an Olga und dieses Verhältnis möchte Ich ihnen nicht einfach wegnehmen, nur weil wir Erwachsenen Probleme haben.

3. Neben allen Problemen hat Olga unbestreitbar gute Seiten

4. Sie kann super aufräumen und bügeln

5. Die Kinder und Ich lieben ihre Montags Pfannkuchen Events

6. Sie  kann  der kleinen Hexe stundenlang Geschichten vorlesen

7. Nach Aufforderung hat sie Gesellschaftsspiele für sich entdeckt.

8. Sie hat noch nie ihre Arbeitsstunden gezählt oder Nein gesagt wenn wir sie gebeten haben zu babysitten oder Überstunden notwendig waren.

9. Viele Probleme haben wir nur weil sie offen und ehrlich über ihre Aktivitäten spricht, eine eigentlich gute Eigenschaft zu der Ich sie ja ermuntert habe

10. Sie bisher die Kinder schon gut und sicher betreut hat und es keine Ausfälle wie Gestern gab.

11.  Solange die Kinder weiter soviel krank sind wie diesen Winter bisher können wir ein AP mehr als gut gebrauchen.

12. Olga ist eingearbeitet und wenn man klare Ansagen mach läuft es meistens ok.

13. Wir sind sicher auch nicht perfekt und haben Fehler  und Macken die Olga stören

14. Ich bin FEIGE.   Es ist immer viel einfacher objektiv zu sagen „Es reicht“ als subjektiv in der Situation so zu handeln.

15.  Nach 5 ziemlich guten Monaten will Ich nicht gleich beim ersten großen Problem die Flinte ins Korn werfen.

 

Ein AP Verhältnis ist eben auch deshalb so schwierig aber auch schön und spannend, weil man eben Chef und Arbeiter,  Mutter und große Tochter,  Freundin und Freundin  und noch viel mehr in einem ist.

Daher werde Ich wohl wie immer noch ein bischen grübeln und hoffe einfach, dass wir Anfang der Woche mit Olga ein klärendes Gespräch führen können. Und vielleicht hat sie ja auch etwas auf dem Herzen und wir kommen dem eigentlichen Problem näher. Denn die Gesprächsanlässe sind eher Symptome als wirklich Kern des Problems.

 

Kleinkinder und Unfälle

Januar 7, 2011

Gestern hatten wir nach 5 Jahren APs zum ersten Mal die Situation, dass ein Kind während es mit AP bei einer anderen Familie war etwas teures kapput gemacht hat.  Die große Hilfe hat bei unseren Nachbarn eine Box umgeworfen und diese ist zerbrochen.  Soweit die mir bekannten Fakten.

Normalerweise ein ärgerliches aber kein riesen Thema.  Unfälle wie dieser können mit Kindern leider passieren und hätten auch in meinem Beisein genauso passieren können.  Warum also einen Post aus dieser Aktion?

Der beste aller Gatten hat also gestern Abend die Kids und AP von besagter Familie abgeholt, weil das Wetter so schlecht war und unser AP Abends mit den Kids ja nicht gerne läuft.

Als er an die Tür kam, wurde ihm von unserem AP mit ziemlich schadenfroher Stimme mitgeteilt, dass die große Hilfe Ihm noch sagen müsse was sie hier schlimmes gemacht habe.  War wohl sie richtig  ein gemeines in die Pfanne hauen.  Die große Hilfe hat dann auch gebeichet und der Gatte hat den Schaden besichtigt.  Dann sind alle nach Hause gefahren.
Vor der Tür ist unsere Olga aus dem Auto gesprungen, hat der kleinen Hexe die Tür aufgerissen und dann rannte sie mit den Worten: „OHHHHHHH es ist NASSSSSSS“  ins Haus. Die kleine Hexe stand allein mitten auf der dunklen und spiegelglatten Straße und kam nicht vor und zurück.  Also hat der Gatte, der eigentlich gerade das zweite Kind sicher über die Straße bringen wollte auch die kleine Hexe gerettet und ist ziemlich angesäuert rein gekommen.

In der Küche bei mir ähnliche Reaktion.  „Große Hilfe hat bei Nachbars die Box kapput gemacht“ mit einem ziemlich unpassenden Unterton.   Als wir dann in der Küche mit den Kindern über das Problem geredet haben und gemeinsam überlegt haben wo der Fehler lag, wie wir es der Versicherung melden  und wie man solche Unfälle in Zukunft vermeiden kann kamen von ihr immer nur Kommentare der Güteklasse:  „Es war die Schuld der  GH“ oder “ Es war nicht meine Schuld“.

Bis dahin hatte Ihr auch niemand eine Schuld gegeben.  Als wir die Frage diskutierten ob wir es wohl unserer oder der AP Haftpflicht melden, wurde sie richtig zickig.  „Wenn ihr glaubt es sei meine Schuld kann Ich es auch bezahlen“ Aber in einem Ton, der alles ausdrückte nur kein Bedauern oder Einsicht vielleicht auch nicht alles ganz richtig gemacht zu haben.

Im Laufe der Unterhaltung kam dann folgende Version zu Tage:

– Die APs hatten alle 7 anwesenden Kinder von 2-8 Jahren vor den TV geparkt wo diese erst Sponge Bob und dann  irgendeine andere  Sendung schauten  (unser AP hat die Anweisung, dass die Kinder erstens kein TV schauen sollen und wenn doch sie dabei sitzen soll, da besonders die GH schnell Angst bekommt.)

– Auf Nachfrage welche Sendung konnte sie keine Antwort geben (Für mich gibt es 2 Alternativen a) sie hat nicht bemerkt, dass eine andere Sendung lief weil sie schon länger nicht im Zimmer war oder b) es war Ihr egal welche Sendung lief)

– Die APs und eine Tante der Familie haben im Nachbarzimmer Kaffee getrunken und gequatscht.  Wenn die anderen Erwachsenen nicht aufpassen meint unser AP sie muss es auch nicht.

– Als es einen lauten Knall = Box gab sind alle ins Wohnzimmer gelaufen    (immerhin sie bekommt noch mit, wenn etwas passiert )

– Unser AP ist der Ansicht sie kann ja wohl nicht den ganzen Nachmittag neben den Kindern sitzen (sehe Ich anders und habe es ihr auch so gesagt. Denn genau darum haben wir ein AP, damit die Kinder beaufsichtigt sind und nicht machen was sie wollen. Und wenn die Kinder TV schauen wollen und nicht dürfen kann es eben auch mal notwendig sein sich mit ihnen gemeinsam in ein anderes Zimmer zu setzen.)

– Der große Sohn der anderen Familie wollte TV schauen, was hätte sie da machen sollen (vielleicht mit unseren Kindern a) nach Hause gehen oder b) mit den beiden Kleinen der Familie uns unseren Kindern und deren AP in einem anderen Zimmer spielen)

Fassen wir also zusammen:

– Sie sitzt gemütlich beim Kaffeetrinken und läßt die Kinder machen was sie wollen

– Anschließend haut sie unsere Große auf ziemlich fiese Art bei uns in die Pfanne und tut auch noch so, als ob es mit Absicht passiert ist.

– Sie ist nicht mal in Ansätzen bereit auch Fehler  bei sich zu sehen

–> wir haben ein drittes Kleinkind

Ach ja die große Hilfe war von dem Unfall wirklich geschockt. Sie hatte ein richtig schlechtes Gewissen, hat sofort alle Schuld auf sich genommen und nicht versucht irgendein anderes Kind zu beschuldigen.  Und als sie gemerkt hat, dass wir auch sauer auf Olga waren hat sie so lieb versucht Olga in Schutz zu nehmen.  „Mama Olga war doch fast im gleichen Zimmer und nur ein bischen Kaffeetrinken“  Und nach ein paar Minuten ist sie in ihr Zimmer und hat ihren geliebten 5 Euro Schein aus ihrem Portomonai geholt um uns Geld für die Box zu geben, damit wir nicht all unser Geld ausgeben müssen.  Ja so sieht für mich echte Reue und Entschuldigung sagen aus.  Und da könnte unser AP von einer 5jährigen wohl noch was lernen.

Sie ist dann gestern nach dem Essen schnell in ihr Zimmer verschwunden und hat erstmal ausgiebig telefoniert.

Au-Pair Alternativen

Dezember 13, 2010

So jetzt haben wir das ganze Wochenende überlegt wie ein Alternativ Betreuungsmodell zum Au-Pair aussehen könnte.

Eine mögliche Alternative :  baut auf 4 Säulen

Kiga für Kleine Hexe 45 Stundenbetreuung von Mo-Do 7.15-16.45  und  Fr. bis 14.15 Uhr

OGS für Große Hilfe   von 7.30-16.00 Uhr und Fr.  auch bis 14.00 Uhr

Putzfrau 2-3x in der Woche  für 3-4 Stunden für Hausarbeit und als Nofallbetreuung im Krankheitsfall

Arbeitszeit Optimierung: Arbeitszeit Mama auf 3 max 4 Tage pro Woche verteilen  + Dienste des Gatten möglichst auf Putzfrauenfreie Tage abstimmen.

Finanzielle Seite:

Wenn man alle Nebenkosten einrechnet kostet uns unser Au-Pair zwischen 450 und 500€ im Monat.   Diese Kosten würden bei der Alternative wegfallen, dafür würden die Kosten für die Putzfrau um ca. 200€ pro Monat steigen  + OGS von ca. 50-100€   also insgesamt    450€ gegen  250-300€.   Auf der Kostenseite erstmal ein Plus.  Wenn der Kigabeitrag in NRW fürs letzte Jahr wirklich wegfällt noch viel mehr, aber das ist ja unabhängig vom AP.      Wir hätten also auch noch genug Geld um im Notfall Überstunden zu bezahlen und hin und wieder einen Babysitter für Abends/Wochenende.

Probleme:

–  Der Kiga Beginn liegt mit 7.15 genau 15 Minuten zu spät um wirklich sicher und stressfrei zur ersten Stunde in die Schule zu kommen. Daher müsste meine Stundenplanung mir auch nächstes Jahr entgegen kommen immer erst zur 2. Stunde anzufangen.

– Konferenzen, Elternsprechtage  und Abendtermine  sind durch Kiga und OGS nicht abgedeckt und müssten durch Babysitter, Spieldates, Omas abgedeckt werden.

– Krankheit der Kinder wird deutlich problematischer, da wir nicht mehr spontan am Morgen entscheiden können ein Kind zur Sicherheit mit leichtem Fieber zu Hause zu lassen.  Entweder müsste kurzfristig unsere Putzfrau einspringen, oder ein Elternteil seine Kinder Krankentage nehmen .   Bisher habe Ich mir diese Tage immer für absolute Notfäller (Krankenhaus, Lungenentzündung, Arztbesuch notwendig) aufgehoben.

– Kleine Bequemlichkeiten fallen weg (Spülmaschine wird jeden Tag ausgeräumt, spontane Kinobesuche, Helfende Hand beim Frühstück/Anziehen der Kinder)

– Die Frage ob unsere Putzfrau an so einem Angebot überhaupt interessiert ist. Sie lebt von Harzt IV und Ich kann nicht abschätzen, ob es für sie nicht sogar „schädlich“ ist, wenn sie aus dem Bezug rutscht, weil sie dann nicht mehr Krankenversichert ist.  Aber eigentlich ist sie fleißig und sehr motiviert.

– Die Frage ob wir einen Platz in der OGS bekommen würden.

Positive Aspekte:

+  Wir haben unser Haus wieder für uns inkl. Gästezimmer

+ Wir sparen zwischen 250-300€ pro Monat

+ Keine Fahrdienste 2x die Woche zum Sprachkurs

+ Keine langwierige Suche nach neuen Au-Pairs

+ Keine 2-4 Wochen Einarbeitung in den Sommerferien

+ Auch „Schwere“ Hausarbeit (Bügeln aller Wäsche,  Fenster putzen,  Keller putzen, evt. Vorgarten pflegen) kann an Putzfrau delegiert werden.

+ Keine  Zeit mehr für Organisation und Gespräche über  Urlaub, Studium, Liebe …. die pro Woche locker 1-4 Stunden, je nach AP und Stimmung  kosten.

+ Spontane Änderungen im Familienalltag (Spieldates, Essen gehen, Ausflüge) ohne auf das AP Rücksicht nehmen zu müssen

Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden, aber Ich bin überrascht wie viele positive Aspekte diese Alternative hat und wie wenig Nachteile mir bisher eingefallen sind.  Bitte gerne von erfahrenen Gastmüttern vergessene Nachteile nennen.

Wir werden auf jeden Fall die Suche noch nicht einstellen und mit den beiden verbliebenen Bewerberinen weiter Kontakt bleiben und skypen, aber wenn Ich nicht ein 100% positives Gefühl habe, dann werden wir die Alternative ernsthaft in Betracht ziehen.   Und bis dahin unser vielleicht letztes Au-Pair noch richtig genießen.

BEMÜs und GLÜMÜs

Oktober 27, 2010

Ich habe gelernt es gibt BEMÜs  : Berufstätige Mütter und GLÜMÜs : Glückliche Mütter.

Beim ersten Mal habe Ich gelacht, aber dann bin Ich wütend geworden. Denn erstens bin Ich nicht eins von beiden, sondern wenn schon eine BEGLÜMU :  Eine berufstätige und glückliche Mutter.  Aber es zeigt sich auch hier mal wieder es gibt nirgends soviel Neid und Missgunst wie zwischen Müttern/Frauen.

Warum darf eine glückliche Mutter nicht berufstätig sein und warum sind alle nicht berufstätigen Mütter automatisch glücklich?  Wie kommt man überhaupt auf so blöde Begriffe?

Was ist überhaupt eine berufstätige Mutter? Spricht man auch von berufstätigen Vätern?  Nein, genau weil es nämlich für die normal ist Familie und Arbeit zu haben. Nur als Frau darf Ich mich egal wie Ich mich entscheide rechtfertigen.  Will Ich aber nicht.

So dass musste jetzt einfach mal raus.

Brauchen wir noch ein Au-Pair?

Oktober 3, 2010

Brauchen wir ein Au-Pair im nächsten Jahr?

Hier haben der Gatte und Ich schon seit einigen Wochen immer wieder hin und her überlegt. Die große Hilfe kommt im Sommer in die Schule. Somit wird sich unser Familienleben deutlich verändern und wir haben verschiedene Modelle durchdacht:

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Konferenzen – Fortbildung – Dienst – Krankheiten

September 30, 2010

Alles Anlässe aus den letzten 3 Wochen die uns mal wieder zeigen, warum wir uns richtig entschieden haben ein Au-Pair einzuladen. Denn all diese Ereignisse führen ohne Au-Pair  zu großen organisatorischen Problemen.  Und mit Au-Pair kann Frau die Dinge viel entspannter und gelassener angehen.

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Schule macht Spaß

September 23, 2010

Ich habe dieses Jahr richtig Glück mit meinen Klassen und Schülern. Bisher habe ich fast nur nette und sympathische Klassen. Ok ein paar Experten gibt es auch, aber die machen das Ganze ja auch spannend und lustig. Sie sind eben das Salz in der Suppe. Nur wenn es zu viele werden, dann schmeckt es nicht mehr. 😉

Ich hatte  in meinen Berufsgrundschuljahren häufig das Problem hatte, das weder Interesse an meinem Fach noch an Schule allgemein bestand. Je länger das Schuljahr lief um so mehr sah Ich mich gezwungen mit Strafen und Sanktionen zu drohen und arbeiten.  Daher habe Ich dieses Jahr mal was anderes probiert.  Die Schüler haben  die Aufgabe sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinander zu setzten. Eigentlich eine ziemlich anspruchsvolle Aufgabe für Schüler die oft schon überfordert sind mehr als eine halbe Seite Text zu lesen und vor allem den Inhalt auch zu erfassen. Aber bisher hat sich die Idee voll bewährt.

Nach anfänglichem Abwehren und lautstarken Suchen nach Gründen warum es nicht geht, haben sich jetzt fast alle darauf eingelassen und erstaunlich gute Themen in ihrer Familie und Umgebung gefunden. Ich bin jetzt richtig gespannt wie sie mit der eigenständigen Arbeit zurecht kommen. Denn das wäre für diese Schüler ein riesen Erfolg, wenn sie es schaffen würden, eigenständig ein Thema so zu bearbeiten, dass sie zum Tag X auch wirklich ein präsentabel Ergebnis hätten. Und sie lernen hoffentlich nicht nur, dass Geschichte und Politik nicht in ihren Schulbüchern, sondern in ihrer Familie und Umgebung stattfindet. Und wenn dann auch noch die Erkenntnis reift, dass auch Sie in der Lage sind etwas eigenes zu produzieren, dann hätten sie sicher mehr gelernt als nach 10 Stunden Lückentexten. Denn diese Art von Aufgaben lieben sie.

Und neben meinen BGlern habe ich auch noch 4 super nette Abiklassen von denen sogar 2 am Wettbewerb der Bpb teilnehmen wollen. Heute haben die Schüler 90Min intensiv in Gruppen gearbeitet, geplant und diskutiert. Ich kam mir richtig überflüssig vor. So darf Schule bitte immer sein. 🙂

Wochenende relaxed

September 18, 2010

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Vereinbarkeit Familie und Beruf im Praxistest

September 3, 2010

Die erste Woche Alltag liegt hinter uns. Nach 6.5 Wochen Ferien fällt es allen wieder schwer zurück in den Alltag zu starten. Die Kinder müssen wieder jeden Morgen um 6.20 aufstehen und unser Au-Pair ist jetzt viel häufiger allein mit den Kindern und auch allein verantwortlich.  Und sie ist eine riesen Hilfe.

Aber trotzt dieser tollen Entlastung 100 Erledigungen müssen wieder am Nachmittag oder Wochenende gemacht werden und die 30 Stunden Au-Pair Arbeitszeit sind so schnell weg, wie ich es mir am Anfang nie vorstellen konnte. Es müssen Lebensmittel, Kleidung und Schuhe für 5 Personen eingekauft werden. Arzttermine gemacht und wahrgenommen werden, Geburtstagsgeschenke gekauft werden, Bankgeschäfte erledigt und die häusliche Ablage vor dem totalen Chaos bewahrt werden.  Das Au-Pair braucht Hilfe beim Sprachkurs, Freizeitaktivitäten, Heimweh oder Liebeskummer.  Das soziale Umfeld braucht Hilfe beim Renovieren, ein ruhiges Gespräch über Liebeschaos, Hilfe beim Examen oder Ich habe selbst einfach Lust mal wieder in Ruhe mit einer Freundin einen Kaffee zu trinken oder zumindest zu telefonieren.

Was mich in den Wahnsinn treibt sind kurzfristige Änderungen im System. Da hat man gerade nach langen basteln die Termine der Kinder, des Au-Pairs und den eigenen Stundenplan in ein funktionierendes und für alle tragbares Gleichgewicht gebracht, da ändert der Turnverein seine Zeiten.  Toll jetzt ist das Kinderturnen am freien Nachmittag unserer Olga und direkt nach dem Turnen im Kiga.  Also kann die große Hilfe jetzt 2 Stunden am Stück turnen und die Kleine Hilfe gar nicht, da sie keiner vom Kiga zum Turnen bringen kann. Ich bin noch arbeiten und unser Au-Pair auf dem Weg zum Sprachkurs.  😦

Oder der Kiga hängt alle wichtigen Infos immer erst um 9.00 Uhr raus. Sieht man ja beim Abholen am Mittag außer man arbeitet und kommt erst am Nachmittag wenn alles gelaufen ist.

Mein Stundenplan ändert sich auch noch mindestens 2-100x bis nach 3 Wochen dann ein endgültiger Plan steht.  Aber da kann ich mich nicht beschweren, unser Stundenplaner ist ein Engel. Er hat bisher eigentlich immer zu unseren Gunsten umgestellt.

Ich glaube viele Leute sehen gar nicht, wie durchgeplant der Alltag einer Familie ist, in der 2 Erwachsene arbeiten und 2 Kinder nicht nur betreut, sondern auch noch Termine und Spieldates koordiniert werden müssen.  Vereinbarkeit von Familie und Beruf sieht auf meinem Wochenplan auch viel einfacher aus als in der Realität.

Manchmal frage Ich mich wie ich das in den letzten Jahren eigentlich hinbekommen habe.  Ich denke ein toller Ehemann der immer seinen Teil der Familienarbeit übernommen hat, tolles Au-Pairs, eine gute Familie (Omas und Tanten) die im Notfall eingesprungen sind und ganz viel Humor haben uns meistens gerettet.  Meine Bewunderung gebührt allen, die es alleine schaffen müssen.  Ich glaube dann hätte ich schon längst kapituliert.

Wenn Ich mir etwas wünschen dürfte:

Kinderbetreuung, die auch ein bischen an uns Eltern denkt die arbeiten müssen.  Infos vielleicht per E-Mail und auch mal Elternaktivitäten zu Zeiten die auch Arbeitende Mütter/Väter schaffen können. Keine bösen Blicke wenn man Morgens in Eile ist, weil die Öffnungszeiten eben nicht perfekt zum Arbeitsplatz und der Fahrzeit dorthin passen.

Freizeitangebote für Kinder die nicht alle um 14.00 Uhr anfangen.  Ich finde es unfair, dass meine Mädels nicht am Ballett und Turnen teilnehmen können, nur weil Ich arbeiten muss.  Und ein drittes Auto kaufen, damit unser AP die Damen den ganzen Nachmittag fahren kann will und kann Ich mir nicht leisten. Unsere Musikschule ist ein tolles positives Beispiel. Sie ist in den Kiga integriert. Man muss die Kinder nicht hinbringen und abholen und so können alle daran teilnehmen . Wenn es jetzt noch die Möglichkeit für sozial schwache gäbe kostenlos oder verbilligt teilzunehmen perfekt.

Ein paar Ersatznerven, damit ich auch nach einem vollen Arbeitstag nicht gestresst und entnervt nach Hause komme. Meist schaffen es die Kinder zwar mich schnell abzulenken, aber einfach mal erst einen Kaffee trinken und durchschnaufen klingt auch gut.

Wie läuft es bei anderen Mamas und Papas die arbeiten? Was sind eure Wünsche und Hilfen?

Holz vor der Tür

Juli 20, 2010

Auch wenn man es sich bei aktuellen 33 Grad nicht wirklich vorstellen kann, der nächste Winter kommt .  Da wir  2 Kaminöfen haben und die Wärme von Holz viel angenehmer als trockene Zentralheizungsluft finden, muss 1x im Jahr die Holzhütte vollgemacht werden.  Und gestern war es mal wieder soweit. Der Gatte hat den Anhänger geholt und zusammen mit einer begeisterten Großen Hilfe 16 Raummeter Holz in die Garage geholt. Die kleine Hexe und Ich  haben Zuhause gewartet und immer fleißig beim Abladen geholfen.  Nach 4x fahren war die Garage voll bis oben hin.  Holz holen ist für die Kinder immer ein riesen Abenteuer. Sie dürfen mit zum Sägewerk und zuschauen, wie der Gabelstapler die Holzkisten in den Hänger kippt und später helfen die ganzen Holzstücke aus dem Hänger in die Garage zu werfen.  Allein für diese Arbeit geht als 2+2 Team fast ein ganzer Tag drauf. Aber dafür ist das Holz auch viel günstiger als beim Kaminholzhändler.

Heute steht stapeln auf dem Programm. Die Große Hilfe ist schon seit gut 2 Stunden mit Papa dabei alles in die Hütte zu transportieren und ordentlich zu stapeln. Und die kleine Hexe und Ich haben endlich unsere Steuererklärung abgegeben, bei der Stadtverwaltung die Abmeldung unseres APs vorgenommen (Danke nochmal an die netten Beamten, die kulant waren und es schriftlich ermöglicht haben) und dann noch gelbe Säcke und ein paar Kleinigkeiten besorgt.

Aber jetzt ruft auch mich der Holzberg.  Ich bin dann mal am stapeln.

Diesmal ist das erste Mal ohne APs.  Solche Events (Holz holen, Löcher für ein Trampolin graben, Garten umgestalten … sind übrigens tolle Indikatoren wie sehr sich ein AP als Teil der Familie sieht.  Unser 2. AP hat den Berg Holz gesehen und gefragt ob sie helfen darf.  Und dann begeistert den ganzen Nachmittag mitgeholfen.  Nr. 3 hat den Berg gesehen und beim Abladen mitgeholfen, gemerkt, dass es sehr anstrengend ist und dann angeboten mit den Kindern auf den Spielplatz zu gehen. Nr. 4 hat den Berg gesehen und sich schnell in ihr Zimmer verzogen und die Tür zugemacht.    Und Ich muss sagen das Verhalten passte bei allen auch zur Grundeinstellung.  Ich erwarte von keinem AP bei so einer Aufgabe zu helfen. Aber man merkt eben schon wer sich als Teil der Familie sieht und einfach anpackt oder wer sich versucht möglichst zu verdrücken.

Und bei allen die angepackt haben hat man gemerkt, dass es einen auch noch näher zusammen gebracht hat. Alle waren stolz und glücklich, weil sie gemerkt haben, dass wir uns wirklich gefreut haben und man als Team zusammen richtig viel schafft.  Und wir haben immer nach so einer  freiwilligen Hilfe ein schöner Abend mit der ganzen Familie im Restaurant verbracht, Pizza bestellt und ein zusätzlichen freien Nachmittag als Dankeschön spendiert.  Denn AP bedeutet ja auf Gegenseitigkeit und wer uns ungefragt hilft, der bekommt natürlich auch von unserer Seite ein Dankeschön.


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