Posts Tagged ‘Au-Pair’

Terror in der Ukraine

April 30, 2012

Als ich die Bilder aus der Ukraine im TV liefen  musste ich sofort an unsere ehemaligen  APs denken.  Einige wohnen ganz in der Nähe der Bombenattentate.   Zum Glück sind alle wohlauf und keinem etwas passiert, aber man merkt wie sehr einem die Mädchen im Laufe ihres Jahres in unserer Familie ans Herz gewachsen sind.

Auch wenn manches Jahr holprig und nicht einfach war und  man nicht wirklich  regelmäßig Kontakt hält, in so einem Fall bin ich immer wieder froh, wenn die E-Mail kommt mit der Nachricht alles ok.   Was mich jedoch traurig macht ist die Zukunft die unsere APs in diesem immer schwierigeren Umfeld haben 😦

Das ist der traurige Teil an APs aus Osteuropa. Sie haben  häufig wenig Interesse an einem spannenden Jahr im Ausland, sondern sind häufig auf der verzweifelten Suche nach einem Ausweg aus ihren Lebensumständen zu Hause.  Und die noch traurigere Erkenntnis, dass man ihnen nicht wirklich helfen kann ohne selbst große Risiken durch eine Verpflichtungserklärung einzugehen.

Das ist für mich auch einer der Gründe warum ich gerade in den letzten Jahren lieber APs aus Europa oder anderen Ländern mit ähnlichem Lebensstandart gehabt hätte.  Nicht weil ich das Abenteuer nicht gemocht habe die eine neue fremde Kultur bietet, aber es ist am Ende immer sehr schwer gewesen die Mädchen nach Hause zu schicken, wenn man genau merkt es ist das letzte was sie wollen.

Auf der anderen Seite hoffe ich, dass unsere APs bei uns ein bischen mehr als nur Windeln wechseln und Barbie spielen gelernt haben.   Vielleicht nützt ihnen ja die Erfahrung, dass sie hier neue Möglichkeiten ausprobieren konnten,  unabhängig geworden sind und  zumindest für ein Jahr träumen durften.

Ich verfolge die Lebenswege meiner Mädchen auf jeden Fall immer mit großen Interesse

 

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Kinderbetreuung für Babies

Februar 15, 2012

Da meine Schwester gerade auf der Suche nach einer guten Betreuung für ihr Baby ist kommt auch bei mir dieses Thema wieder hoch.  Gerade beim ersten Kind ist man ja häufig noch sehr unsicher welche Form der Betreuung man überhaupt braucht und möchte.    Hinzu kommt  häufig ein latent schlechtes Gewissen ob es richtig ist sein Kind so früh überhaupt betreuen zu lassen.  Und die typischen Fragen.  Wann soll ich anfangen zu suchen, wo finde ich die Richtige Betreuung, wieviele Stunden brauche ich überhaupt  und und und. …..

Als Betreuung für Babies kommen verschiedene Betreuungsformen in Frage.  Häufig kommen sie einem in der folgenden Reihenfolge in den Sinn. (more…)

Die Goldenen Regeln zur Einarbeitung neuer Kindermädchen, Putzfrauen, APs …..

November 23, 2011

Ich sollte es eigentlich besser wissen.  Denn ich habe ja schon  5 Jahre Erfahrung als Gastmutter,  hatte  3 Putzfrauen  und 2 Babysitter, aber ich  habe es wohl immer noch nicht begriffen.   Wenn jemand eine neue Aufgabe zum ersten Mal übernehmen soll gelten IMMER die goldenen Regeln für die ersten Tage:

1) Klare Ansagen  in kurzen verständlichen Sätzen

2) Keine Ausnahmen oder Sonderfälle mit erklären

3) sprachliche Spielereinen  wie Ironie,  freundliche Wortwahl a la „würden sie bitte“  „es wäre schön … “  und ähnliches   WEGLASSEN

4) Alle wichtigen Details weitergeben

5) Vertrauen ist gut –  Kontrolle ist besser

6) Nichts als selbstverständlich einschätzen.

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Was bringt mir eigentlich ein AP?

Oktober 22, 2011

Diese Frage stellen sich bestimmt viele potentielle Gasteltern wenn sie überlegen ein AP einzuladen.  Denn die Entscheidung ein AP einzuladen ist ja keine leichte Entscheidung.  Man übernimmt für ein Jahr die Verantwortung für einen jungen erstmal völlig fremden Menschen aus einem fremden Land und nimmt ihn in seinen absolut intimen privat Bereich auf.   Daher sollte man sich vor der Entscheidung gut überlegen ob die eigenen Erwartungen und Wünsche realistisch sind.

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Familienleben ohne APs

September 14, 2011

Wir haben jetzt die ersten Tage ohne  ein AP im Alltag hinter uns gebracht und ich stelle für mich  überraschend fest, dass besonders der Morgen viel stressfreier und ruhiger abläuft.  Ich hatte  für mich besonders die Hilfe am Morgen immer als einen wichtigen Grund für ein AP angesehen und jetzt stelle ich fest, es geht nicht nur ohne, es ist sogar  einfacher.

Ich kann die Kinder dann wecken wenn es mir passt ohne erst Zeiten mit einem AP absprechen zu müssen.  Die Kleidung für die Kids lege ich am Abend vorher raus und kann so auch kontrollieren was sie anziehen.  Sonst hatten wir Morgens oft Stress, weil Kids und AP sich gestritten haben was angezogen wird.   Und selbst wenn ich Abends Kleidung rausgelegt hatte, haben beides es in vielen Fälle gemeinsam ignoriert.

In der Zeit in der sich die Kinder selbst anziehen habe ich genug Zeit den Tisch zu decken und auch hier der Vorteil nicht mehr ständig Streit zwischen AP und Kids zu haben, weil die APs entweder jeden Morgen jedes Teil einzeln abfragen:  „Was möchtest du essen / trinken?“   und dann genervt sind wenn nicht sofort eine Antwort kommt und die Kids genervt sind, weil sie in 9 von 10 Fällen das selbe essen.

Die Kinder nehmen wieder Obst und Vollkornbrot mit in den Kiga und unser Cornflakes Konsum ist deutlich gesunken. Auch hier gab es natürlich einige Debatten mit den Kids, aber jetzt läuft es und wir sind wieder auf einem guten Weg.

Natürlich hätte ich das alles auch schon mit AP selbst machen können, oder mit den APs sprechen, aber erstens wollte ich nicht schon am frühen Morgen ständig dem AP sagen was es alles „falsch“ macht.  Denn dann kann ich es wirklich einfacher und schneller selbst machen.  Und zum Start in den Tag möchte ich für mich und meine Familie Ruhe und Gemütlichkeit und da passen Streit und Stress für mich nicht dazu.  Und es waren ja keine  auch keine riesen Fehler, sondern eher atmosphärische Störungen.  Mir fällt kein besserer Begriff ein.

Es ist häufig schwer einem AP klar zu machen was man von ihm erwartet.  Wir hatten mehrere APs die es einfach konnten den Kids ein gemütliches Frühstück zu machen und dennoch alle wichtigen Dinge zu beachten und andere konnten es nicht. Sie haben sich entweder sklavisch an die Anweisungen gehalten, auch wenn wir immer gesagt haben es darf auch Ausnahmen geben, oder sie haben die Regeln einfach ignoriert und eigene aufgestellt.

Auch hier war mein Gefühl es wurde für beide Seiten immer komplizierter je älter die Kinder wurden.  Bei Babys und Kleinkindern war es ja wirklich jeden Morgen exakt die gleiche Routine.  Da konnte man einen Plan aufstellen und das AP hatte für die nächsten Wochen/Monate eine feste Erwartungshaltung.  Aber mit Schulkindern ist es schwerer, die diskutieren, haben eine eigene Meinung und wollen Aufmerksamkeit und sich reiben.  Und das hat unsere letzten beiden APs eher überfordert.

Auch mein Mann ist positiv überrascht wie selbständig unsere Kinder schon sind und wie schnell wir 4 den Start in den Tag hinbekommen. Auch am Nachmittag genieße ich es jetzt wieder mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen.  Ich versuche die kleine Hexe Nachmittags möglichst zu Fuß abzuholen und es macht richtig Spaß mit ihr nach Hause zu laufen und mit ihr über den Tag zu sprechen.  Sie erzählt soviel und ist voller Neugier auf den Umwelt.  Und für die kleine Hexe ganz wichtig, wir können auch wieder mit dem Rad zum Kiga fahren.  Das sind Dinge die unseren Kindern in den letzten 2 Jahren gefehlt haben.   Wobei man fairer Weise sagen muss, ich muss jetzt nur noch 1 Kind aus dem Kiga abholen und das ist deutlich stressfreier als 2 müde und streitende Geschwister nach Hause bringen.

Mir geht es auch nicht darum unsere AP schlecht zu machen, sondern es sind für mich spannend zu beobachten wie sich unser System Familie verändert seit wir ohne AP leben.  Vieles liegt für mich auch daran, dass unsere Kinder jetzt viel selbstständiger sind und wir als Eltern ja auch immer mehr Profis werden.  Auch wir wachsen mit unseren Aufgaben 😉

Kontakt halten mit ehemaligen Au-Pairs

September 11, 2011

Wir haben  mit unseren 5 Ex-Au-Pairs zwar noch zu allen Kontakt, aber in sehr unterschiedlichen Intensitäten und Qualitäten.  Ich versuche immer mindestens 1-2x im Jahr eine Mail an alle alten Au-Pairs zu schicken, in der ich aktuelle Bilder der Kinder und die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Monate schildere.  So können die APs sehen was aus ihren Babys geworden ist und wie groß die beiden schon sind.

Diese Mails kommen auch bei allen gut an ud ich bekomme fast immer eine Rückmeldung auf diese Mail.  Einige unserer APs schicken uns bis heute zu Geburtstagen oder unserem Hochzeitstag 🙂  eine Karte oder rufen sogar die Kinder an.  Andere treffe ich regelmäßig bei Skype und wir chatten dort.  Etwas was ich sonst nie mache 😉

Manche melden sich in bestimmten Phasen sehr häufig und dann wieder über Monate/Jahre fast nicht.  Aber bei allen freue ich mich auch, wenn ich von ihnen auch über ihren Lebensweg auf dem Laufenden bleibe.  Denn sie alle waren ein Teil unserer Familie und haben hier etwas bewegt und zurück gelassen.  Und ich finde es sehr spannend zu sehen wie unterschiedlich sie nach ihrem Jahr alle entwickelt haben.

Interessanter Weise ist gerade bei den Au-Pairs mit denen wir hier ein sehr inniges Verhältnis hatten der Kontakt eher lose und mit den sehr schüchternen, zurückhaltenden APs der Kontakt nach dem AP Jahr fast intensiver als vorher.  Woran es liegt kann ich nicht sagen, aber  es ist eindeutig beobachtbar.

Besucht hat uns bisher nur ein ehemaliges AP, aber das liegt eben in der Natur der Visapflichtigen APs.  Sie können leider nicht einfach für ein paar Tage zu Besuch kommen.  Und so bin ich sehr froh, das es heute E-Mail, Skype und ander moderne Formen der Kommunikation gibt.

 

Urlaub Au-Pair

Juli 18, 2011

Unsere Olga hat am Freitag ihren letzten offiziellen Arbeitstag bei uns gehabt und damit sind wir seit heute offiziell ohne AP Hilfe.  Aber für 14 Tage immer noch Gastgeber für Olga, da sie ja ihren Resturlaub bei uns verbringen wird.

Heute Morgen hat sie erstmal ausgeschlafen und wir Eltern haben die Kids allein für den Kiga fertig gemacht.  Es hat auch überraschend gut geklappt.  Die große Hilfe und die kleine Hexe haben sich ganz allein angezogen und sogar angefangen selbst zu kämmen.  Nur bei den gemeinen Haarknoten Monstern brauchten die beiden unsere Unterstützung 😉

Das in den Kiga bringen hat der Gatter übernommen, da er etwas später zur Arbeit musste.  Er darf nämlich heute die ganze Nacht dort verbringen und ich habe die Damen dann am Nachmittag wieder abgeholt.  Der Nachmittag ist bisher auch sehr entspannt.  Die Kinder hören Hörspiele und spielen im Kinderzimmer und ich habe sogar Zeit einen Blogartikel zu schreiben.

Olga hat bis Nachmittags geschlafen und sich gerade in der Küche ein Mittag/Nachmittag/Abend Essen gekocht.  Natürlich wie immer nur für sich.   Aber wir haben uns nett unterhalten und sie hat von ihrem Wochenende berichtet und sie ist schon ganz aufgeregt vor ihrem neuen Aufgaben im FSJ.

Morgen bringe ich die Kids in den Kiga  und darf sie allein fertig machen und das Gatte darf sie dann nach ein paar Stündchen Schlaf am Nachmittag wieder abholen.  Denn da habe ich Konferenz.  Diese Woche scheint also gut zu laufen.

Olga plant noch diverse Einkäufe und lebt ansonsten in den Tag hinein.  Bin gespannt wie es 14 Tage weitergeht.  Denn für die Kids ist es ungewohnt, dass sie am Nachmittag nicht mit ihnen spielt obwohl sie im Haus ist.  Aber heute haben sie es akzeptiert.  Wir haben erklärt, dass Olga jetzt Urlaub hat und das scheint ok für sie zu sein.

Letzte Arbeitstage

Juli 13, 2011

Diese Woche ist die letzte offizielle Arbeitswoche von Olga.   Wir hatten ihr ja angeboten, dass sie noch komplette 14 Tage Urlaub bekommt, wenn sie uns am Wochenende hilft.  Dafür hätte sie wie ursprünglich geplant zu ihrer Tante oder ihrem Freund fahren können.  Aber da sie ihren Urlaub jetzt  doch lieber bei uns verbringt  und dafür dieses Wochenende zur Tante fährt, ist irgendwie alles anders gekommen als gedacht.

Auf die Hilfe am Wochenende sind wir nicht zwingend angewiesen, es wäre aber für die Kinder ein schöner Abschied gewesen, noch einmal eine AP Party mit ihr zu feiern und am Sonntag wären wir dann alle zusammen essen gegangen.  Aber jetzt kommen 14 schwierige Tage.   Denn offiziell muss Olga ja nicht mehr arbeiten, aber wie mache ich das den Kindern klar, dass ihr geliebtes AP zwar zu Hause ist, aber nicht mehr mit ihnen spielen muss.  Ich hoffe einfach mal, dass sie schon noch ein bischen Zeit mit den beiden verbringt.   Zum einen, weil sie auch an den Kindern hängt und zum anderen, um ihnen den Abschied leichter zu machen.   Sie hat aber auch schon von sich aus so etwas angeboten.

Die andere Alternative wäre es ihr anzubieten normal zu arbeiten und dann den Urlaub auszuzahlen, aber wirklich brauchen tun wir sie auch nicht in den nächsten 14 Tagen und daher bin ich nicht wirklich begeistert nochmal 130€ extra zu investieren und ein paar freie und ruhige Tage tun Olga sicher auch gut bevor sie sich auf das Abenteuer FSJ einlässt.

So eine Situation hatten wir noch nie.  Unsere APs haben immer ihren Urlaub entweder im Jahr genommen und sind dann auch weggefahren, oder sie haben ihn am Ende genommen um früher nach Hause zu können, weil ein wichtiger Termin wartete.

Aber es hilft nichts, jetzt ist es so gelaufen und ich bin eigentlich optimistisch, dass es vielleicht sogar sehr schöne 14 Tage werden können.  Denn die letzten Wochen waren wirklich fast wieder wie Olgas Start.  Schön, unkompliziert und einfach entspannend für uns Eltern.   Denn bei allen Problemen die wir in den letzten 12 Monaten hatten, war sie ein gutes AP für unsere Kinder.

Aber für ein Resumee ist es noch etwas zu früh, daher mache ich hier einfach mal einen Punkt 🙂

Kleine und große Abschiede

Juli 7, 2011

Heut hat unser AP zum letzten Mal Sprachkurs und sie ist nicht hingegangen, weil sie keine Abschiede mag.  Aber mit diesem Tag hat jetzt der Countdown entgültig begonnen.  Ab jetzt werden ständig kleine und größere Abschiede und „letzte Male“ kommen.   Und jeder für sich ist  ein emotionaler Moment und Anlass zurück zu schauen und zu überlegen und erkennen wie sehr Olga sich in diesem Jahr verändert hat und in welchen Bereichen sie immer noch die Alte ist.

Und nicht nur für Olga auch für die große Hilfe kommen die Abschiede näher. Heute hat sie ihre Kiga Abschluss Übernachtung und damit zum ersten Mal richtig verstanden, dass sie bald nicht mehr in den Kiga geht.  Da sind schon die ersten Tränchen geflossen.   Aber zum Glück freut sie sich auch riesig auf die Schule und ich denke fast 6 Wochen Sommerferien werden den Abschiedsschmerz  von Kiga und Olga überwinden helfen und dann kommt der Start in ein neues spannendes Abenteuer und bei Olga mit ihrem FSJ genauso.

Aber die letzten Wochen sind von Wehmut und einer leicht melancholischen Stimmung geprägt.  Ich merke es an mir selbst immer daran, dass ich sehr nah am Wasser gebaut bin und immer mal wieder ein Tränchen verdrücken muss.

Phasen eines AP-Jahres : Der letzte Monat

Juli 1, 2011

Jetzt ist er auch offizielle angebrochen, der letzte Monat mit Olga.   Denn in genau 30 Tagen fängt sie ihr FSJ an und richtig arbeiten muss sie nur noch 14 Tage.   Sie hat noch 7 Tage Resturlaub =1.5 Wochen gehabt, aber da die letzten Wochen wieder richtig gut gelaufen sind haben wir uns entschieden ihr noch volle 14 Tage Urlaub zu geben.  Sie hatte ja auch noch einiges vor.  Sie wollte ihre Tante besuchen und evt. mit Schatzi noch was unternehmen.

Aber typisch AP kommt natürlich alles anders.  Ihre Tante fährt jetzt genau in der Zeit in der Olga frei hat in die Heimat und daher fällt diese Woche Urlaub schon mal aus und Schatzi bekommt auch kein frei.  Daher hat sie jetzt beschlossen ihren Urlaub bei uns zu verbringen.  Ich bin mal gespannt.

Die letzten Wochen haben wir wieder die Olga vom Anfang des Jahres.  Sie ist begeistert und fröhlich bei der Arbeit und unternimmt viel mit den Kids.  Lauter Sachen die sie die letzten 10 Monate nie machen wollte.  Zum Beispiel geht sie in den Wald oder Matsch mit den Kids,  freiwillig auf Ausflüge und andere Highlights.  Unsere Mädchen genießen es aus vollen Zügen und wir Eltern natürlich auch.

Wir konnten die letzen Wochen häufig am Abend noch spontan zu Freunden fahren und etwas unternehmen, weil Olga zu Hause war und uns „frei gegeben“ hat.  🙂   Das ist eine der schönsten Phasen im AP Jahr, wenn das AP gegen Ende nochmal richtig gerne arbeitet und bewußt vieles mit den Kids macht.  Und zum Glück hatten wir diese Phase fast immer.  Sie ist auch optimal um als Eltern für 1-2 Nächte ohne Kids einen Kurzurlaub einzulegen.  Denn die meisten APs freuen sich sogar über das Vertrauen, wenn man ihnen die Kids für ein ganzes Wochenende anvertraut.  Wobei wir immer darauf geachtet haben auch Omas oder Tanten als Unterstützung mit an die Hand zu geben.

Und diese Phase kann ich gerade am Ende eines Schuljahres immer sehr gut gebrauchen, denn es kommen dann doch immer wieder sehr viele Konferenzen, Korrekturen und andere Dinge auf engen Raum zusammen und die gehen viel leichter von der Hand, wenn man durch ein tolles Au-Pair entlastet wird.     Und wenn es so gut läuft ist man eben als Familie auch gerne bereit 2-3 Extra Urlaubstage zu spendieren.

 

 

Au-Pair Früher und Heute

Juni 23, 2011

Ich denke immer wieder darüber nach wie sehr sich die AP bzw. Gastfamilien Suche durch Internet und Skype verändert hat.   Früher hat man 1-3  Familien oder AP Vorschläge bekommen und sich die Angaben in den Fragebögen durchgelesen.  Und dann hat man sich für ein AP entschieden und mit diesem telefoniert.    Und nach diesem Gespräch wurde in der Regel  Ja oder Nein  von beiden Seiten gesagt.

Und das  war es dann mit dem Matching.   Danach war wieder Kontakt Abbruch.  Wenn man viel Glück hatte hat die Gastfamilie noch 1-2x angerufen, aber es war die Ausnahme, da Telefonate sehr teuer waren.  Und als AP hat man sich ab dann eben immer wieder den Familiebogen angeschaut und sich vorgestellt wie die Familie wohl sein wird.

Das Kennenlernen fand wirklich erst im fremden Land statt.  Man war überwältigt von den vielen neuen Eindrücken und dem Wohnort der Familie (es gab noch kein Internet mit Photos alle Städte oder Google Maps wo man schauen konnte wie die Stadt aussieht).   Ich habe damals verzweifelt versucht meinen Ort auf einer Amerika Karte zu finden, aber er war zu klein  😦  Alles war neu, das Essen, die Gerüche, die Betten und auch die Freizeit Gestaltung der Familie war ganz anders als zu Hause.

Auch für die Familie kam man als AP als riesen Ü-Ei.   Viele Dinge die wir heute im Vorfeld klären wurden gar nicht bedacht oder abgefragt.   Man tauchte von einem auf den anderen Tag voll in die neue Kultur ein.   Der Kontakt nach Hause war sehr eingeschränkt.  Ich habe viele Briefe bekommen und geschrieben, aber es dauerte immer mindestens 1 Woche bis eine Antwort kam.

Telefonieren war extrem teuer, so dass man im normal Fall höchstens 1x pro Woche für ein paar Minuten mit den Eltern gesprochen hat.   Freunde und Bekannte waren nur per Post zu erreichen.    Durch diese zwangsweise „Kontaktsperre“ war man aber auch gezwungen sich möglichst schnell neue Kontakte im Gastland zu suchen.

Ich habe mich nach gut einer Woche getraut wildfremde APs von einer Liste anzurufen um mit ihnen etwas zu unternehmen.  Und wir haben vorher nicht per Facebook abgeglichen ob unsere Hobbies und Interessen zusammen passen.  Wir sind einfach mal losgezogen und haben uns kennen gelernt.  Und ich habe auf diesem Weg sehr viele unterschiedliche Menschen kennen gelernt.  Ok es waren auch Nieten dabei, aber auch viele toll wundervolle Kontakte.

Und ich habe die Sprache sehr schnell gelernt, weil ich praktisch in ihr gebadet wurde.  Gespräche in der Familie,  TV, Radio, Zeitung und auch Gespräche mit anderen APs wurden alle nur auf Englisch geführt.  Es gab ja keine andere Möglichkeit.   1x im Monat bin in nach NY gefahren in eine große internationale Buchhandlung und habe dort den deutschen Spiegel gelesen und ab und zu habe ich mit dem Weltempfänger dt. Nachrichten über deute Welle gehört.

Klar gab es auch andere APs aus Deutschland, aber wir haben uns in so gemischten Gruppen getroffen, dass wir sehr selten deutsch sprechen konnten.  Alle fanden es aufregend neue Freunde aus anderen Ländern zu treffen.  Wir sind jede freie Minute auf Tour gegangen.

Ich bin mit meiner besten AP Freundin jeden Monat 1x  Abends nach New York gefahren und von dort mit einem Greyhound Bus per Übernachtfahrt in die nächsten großen Städte.  Dann den ganzen Tag die Stadt erkundet, eine Nacht in der Jugendherberge und die nächste Nacht wieder mit dem Bus zurück und dann wieder arbeiten gegangen.  Wir wollten etwas erleben und der Komfort war uns egal.

Die Zeit in den USA hat mir sehr viel gegeben, auch wenn ich früher nach Hause gefahren bin, weil ich mit der Familie Probleme hatte.  Ich habe gelernt für mich selbst Verantwortung zu übernehmen, auf fremde Menschen zuzugehen und vor allem viele neue Eindrücke zu sammeln.  Viele Aspekte sind mir erst viel später bewußt geworden.  Aber ich habe unglaublich viel gelernt.

Und heute:

Die AP bzw. Gastfamilien Suche ist wie ein türkischer Basar.  Es gibt ein riesen Angebot und beide Seiten sind auf der Suche nach der „perfekten“ Familie und haben massenhaft Kontakte und versuchen jedes Risiko auszuschließen.  Es wird die Familie beziehungsweise das AP gesucht, dass möglichst genauso lebt wie die Familie in der Heimat.   Alles soll passen.  Gleiche Ernährung, gleiche Hobbies … .  Manchmal frage ich mich wo bleibt da das Abenteuer und die Neugier etwas neues kennen zu lernen.  Aber ich habe ja auch immer mehr so gesucht 😦

Wenn unsere APs kommen  wissen wir schon  alles übereinander.  Es gibt kaum noch Überraschungen und die APs sind auch häufig nicht mehr neugierig, weil sie schon alles per Netz gesehen haben.

Unsere APs verbringen den Großteil ihrer Freizeit im Internet damit in ihrer Muttersprache mit ihren Freunden daheim zu sprechen.  Wenn sie hier etwas unternehmen dann nur mit APs aus ihrem Heimatland und möglichst nur an Orten in denen viele Landleute zusammen kommen.

Wenn sie auf Reisen gehen muss es auf jeden Fall ein gutes Hotel sein und lange Fahrten mit dem Bus sind unzumutbar.  Am liebsten wird geflogen.

Ok ein bischen habe ich übertrieben, aber ein wahrer Kern steckt schon darin.  Und ich frage mich, ob unsere APs noch genauso viele positive Erinnerungen aus ihrem Aufenthalt hier bei  uns mitnehmen wie ich damals aus den USA.

Gründe für ein Au-Pair Jahr

Juni 8, 2011

Diese Frage scheinen sich einige meiner Leser immer wieder zu stellen, zumindest werde ich häufiger unter diesem Suchbegriff gefunden.  Und die Frage stellt sich sicher für jedes potentielle AP.  Sie ist aber auch für uns Gastfamilien sehr spanend.  Denn die Gründe bzw. die Motivation können im Laufe von 12 Monaten immer wieder eine wichtige Rolle spielen.

Da ich selbst auch Au-Pair war kenne ich beide Seiten und versuche die wichtigsten Gründe und Motive zusammen zu tragen.  Es wäre aber super, wenn möglichst viele meiner Leser auch ihre Erfahrungen als Au-Pair oder Gastfamilie beitragen würden 🙂

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Au-Pair Zimmer Alternativen

Juni 5, 2011

Wenn ab Sommer unser AP Zimmer nicht mehr als solches gebraucht wird, steht natürlich sehr schnell die Frage im Raum was wird der Raum dann.  Und da hat jeder in der Familie etwas andere Vorstellungen.  Unsere Kinder sind dafür das Zimmer als weiteres Kinderzimmer zu nutzen,  die Omas/Tanten sind begeistert wenn endlich ein richtiges Gästezimmer existiert und der Gatte und ich träumen von einer Elternoase mit Sauna und gemütlichen Relaxliegen zum entspannen.    Ideen sind also genug da.  🙂 Sogar unsere Olga beteiligt sich an den Planungen  😉 und findet die Idee mit der Sauna sehr gut.   Ich auch, nur leider ist unser Finanzstatus  nicht einverstanden :(, denn vor Spaßinvestitionen wie einer Sauna müssen wir  erst mal alle Fenster austauschen und eine neue Heizung einbauen.  Das sind nämlich die Nachteile wenn man ein älteres Haus kauft.   Optisch sind die Teile zwar alle noch ok, aber im letzten Winter haben wir leider gemerkt, dass die alten wunderschönen Holzfenster leider ihre besten Zeiten hinter sich haben.   Und unsere Heizung ist mit 40kw leicht überdimensioniert und vor allem ohne jede Steuerung. Da  ist eine Renovierung auch mehr als überfällig.  Also wird der Blog hier wohl ab Sommer in einen Mutter-Vater-Kind-Vereibarkeit- Renovierungsblog  erweitert. Auf der einen Seite bin ich total happy, dass wir dann alles richtig schön haben, aber Handwerker bedeuten eben immer auch Stress und jede Menge Organisation und häufig leider auch Ärger.  Ich werde berichten. Aber zurück zu unseren Träumen fürs AP Zimmer.   Nachdem wir also die letzten Wochen immer bessere und verrücktere Ideen hatten kommt jetzt die Realität zurück.  Eigentlich müssen wir das Zimmer erstmal so lassen wie es ist.  Und damit gewinnt die Idee der Omas/Tanten.  Denn ein Gästezimmer ist es damit ja automatisch und im Notfall könnten wir so  innerhalb kürzester Zeit auch wieder ein AP aufnehmen, sollte es mit der Kinderbetreuung durch OGS und Putzfrau nicht so klappen wie gehofft. Denn das ist uns jetzt nochmal sehr deutlich geworden, bauen wir das Zimmer wirklich um, ist es die finale Entscheidung auf Dauer ohne APs zu leben.  Und das ist schon ein großer Schritt. Denn bei allem Frust den ich hier im Blog gerne mal ablade steht unbestritten fest : Ein AP einzuladen war für uns in den letzten 5-6 Jahren eindeutig die richtige und vor allem sehr sehr entlastende Form der Kinderbetreuung und hat unser  Familienleben sehr bereichert und erleichtert.   Daher an dieser Stelle ein riesen Danke an ALLE unsere APs die wir hatten und haben, auch wenn so weit ich es beurteilen kann keine hier mitliest 😉

Au-Pair und Fahrradfahren

Juni 1, 2011

Wenn man als Familie ein AP such sollte man sehr gut überlegen ob das AP Fahrradfahren können muss.

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Phasen eines Au-Pair Jahres

April 10, 2011

Ein AP Jahr ist in seiner Entwicklung einem Kleinkind ziemlich ähnlich.  Natürlich hat jedes AP und jede Familie ihre eigenen Erfahrungen und Persönlichkeiten, aber es lassen sich doch immer wieder erstaunliche Parallelen erkennen.   Ich teile für uns immer in folgende Phasen ein:   Die euphorische  Anfangsphase,  die  Dreimonatskrise, dann die „Tolle 2. Hälfte“ und die Endphase.  Alle Phasen haben so ihre Besonderheiten.  Heute will Ich mich der „Tollen 2. Hälfte widmen, auch wenn sie bei uns auch schon wieder zur Hälfte vorbei ist 😦

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Typsiche Au-Pair Situationen

April 1, 2011

Es gibt immer wieder typische Situationen wenn man ein AP in der Familie einlädt.  Eine dieser typischen Situationen ist die wenn ein AP auf einmal Post bekommt, damit in ihr Zimmer verschwindet und dann nach 1-10 Minuten je nach Typ weinend, wütend oder hilflos zurück kommt um einem den Brief zu zeigen und um Hilfe zu bitten.

Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten

1. Es ist der jährliche Brief der GEZ  und man muss als Gastfamilie 1x anrufen oder schreiben, dass ein AP keine Gebühren zahlen muss.

2.  Es ist die Steuernummer die jeder bekommt und die man als AP nicht wirklich braucht

3.  Das AP hat sich ein Abo andrehen lassen.  Wir hatten schon Bahncard (kommen immer noch Mahnungen die wir aber brav ignorieren, denn telefonieren hilft nicht), Klingelton Abo und dieses Mal

UNTERWÄSCHE 🙂

Als Gastfamilie kann man dann entweder ganz pädagogisch das AP allein die Suppe auslöffeln lassen, oder man hilft indem man das Gespräch übernimmt.  Je nachdem ob es wirklich ein Versehen war oder Dummheit helfe Ich sofort oder später. Denn merke, im Endeffekt  ist es doch immer die Gastmutter die solche Dinge regeln darf.   Wobei das Wäscheabo überraschend einfach zu kündigen war.  Aber mal schauen ob es wirklich klappt.  Unserem AP war es auf jeden Fall ziemlich peinlich und sie hat wieder etwas gelernt.  In Deutschland gibt es fiese Lockangebote und wenn etwas zu toll ist um wahr zu sein hat es leider auch hier meist den Grund:    ES IST ZU TOLL UM WAHR ZU SEIN

Au-Pair Soap

März 25, 2011

Für alles Fans unserer AP Soap. Olga hat sich ja nach vielen Gesprächen, Gedanken und Dates entschieden sich auf Bubi Nr.2 zu  konzentrieren.  Und das macht sie jetzt auch fleißig. Schatzi Nr.1 ist Geschichte und ruft auch nicht mehr regelmäßig an. Auch wenn sie natürlich wie in einer guten Soap Freunde bleiben.

Bubi Nr. 2 passt aber auch genau ins Beuteschema.  Aber Olga hat gelernt. Sie bringt ihre Lover jetzt nicht mehr mit nach Hause. Bubi muss immer in seinem „meine lieblingste Auto“ vor unserer Tür warten bis sie sich fertig aufgebrezelt hat.   Und das macht er auch brav.  Und auch sonst ist er schon sehr gut domestiziert.  Er lernt ihre Muttersprache und ihr „lieblingstes Instrument“ und genau wie Schatzi Nr.1 holt er sie treu und brav jedes Wochenende ab.  Und vor allem er verdient angeblich genug fürs heiraten.  Wobei darüber natürlich offiziell noch überhaupt und gar nicht nachgedacht wird.  😉

Dieses Wochenende darf Bubi sie zu ihrer Tante fahren und dort wird ihr Geburtstag nachgefeiert.  Ich bin mal gespannt wie das Urteil der Kupplerin lautet.  Wir haben heute auf jeden Fall schon mal geübt wie wir in 10 Jahren unseren beiden Damen hinterher spionieren.  Als Bubi sie vor der Tür abgeholt hat, haben die lieben Gasteltern hinter der Küchengardine gestanden und erstmal Bubi besichtigt.  Und was soll Ich sagen:  Er verhält sich nicht nur wie ein Bubi, sondern er sieht auch noch so aus.  🙂

Au-Pair Geburtstag

März 16, 2011

Unsere Olga hatte Geburtstag. Und Geburtstage sind neben Weihnachten und typischen heimischen Feiertagen für APs immer ziemlich Heimweh gefährliche Zeiten.  Aber Olga war zum Glück gefeit.  Wir haben nach jetzt 5 APs ja auch schon richtig Routine im Geburtstag feiern 😉 .

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Kleinkinder und Unfälle

Januar 7, 2011

Gestern hatten wir nach 5 Jahren APs zum ersten Mal die Situation, dass ein Kind während es mit AP bei einer anderen Familie war etwas teures kapput gemacht hat.  Die große Hilfe hat bei unseren Nachbarn eine Box umgeworfen und diese ist zerbrochen.  Soweit die mir bekannten Fakten.

Normalerweise ein ärgerliches aber kein riesen Thema.  Unfälle wie dieser können mit Kindern leider passieren und hätten auch in meinem Beisein genauso passieren können.  Warum also einen Post aus dieser Aktion?

Der beste aller Gatten hat also gestern Abend die Kids und AP von besagter Familie abgeholt, weil das Wetter so schlecht war und unser AP Abends mit den Kids ja nicht gerne läuft.

Als er an die Tür kam, wurde ihm von unserem AP mit ziemlich schadenfroher Stimme mitgeteilt, dass die große Hilfe Ihm noch sagen müsse was sie hier schlimmes gemacht habe.  War wohl sie richtig  ein gemeines in die Pfanne hauen.  Die große Hilfe hat dann auch gebeichet und der Gatte hat den Schaden besichtigt.  Dann sind alle nach Hause gefahren.
Vor der Tür ist unsere Olga aus dem Auto gesprungen, hat der kleinen Hexe die Tür aufgerissen und dann rannte sie mit den Worten: „OHHHHHHH es ist NASSSSSSS“  ins Haus. Die kleine Hexe stand allein mitten auf der dunklen und spiegelglatten Straße und kam nicht vor und zurück.  Also hat der Gatte, der eigentlich gerade das zweite Kind sicher über die Straße bringen wollte auch die kleine Hexe gerettet und ist ziemlich angesäuert rein gekommen.

In der Küche bei mir ähnliche Reaktion.  „Große Hilfe hat bei Nachbars die Box kapput gemacht“ mit einem ziemlich unpassenden Unterton.   Als wir dann in der Küche mit den Kindern über das Problem geredet haben und gemeinsam überlegt haben wo der Fehler lag, wie wir es der Versicherung melden  und wie man solche Unfälle in Zukunft vermeiden kann kamen von ihr immer nur Kommentare der Güteklasse:  „Es war die Schuld der  GH“ oder “ Es war nicht meine Schuld“.

Bis dahin hatte Ihr auch niemand eine Schuld gegeben.  Als wir die Frage diskutierten ob wir es wohl unserer oder der AP Haftpflicht melden, wurde sie richtig zickig.  „Wenn ihr glaubt es sei meine Schuld kann Ich es auch bezahlen“ Aber in einem Ton, der alles ausdrückte nur kein Bedauern oder Einsicht vielleicht auch nicht alles ganz richtig gemacht zu haben.

Im Laufe der Unterhaltung kam dann folgende Version zu Tage:

– Die APs hatten alle 7 anwesenden Kinder von 2-8 Jahren vor den TV geparkt wo diese erst Sponge Bob und dann  irgendeine andere  Sendung schauten  (unser AP hat die Anweisung, dass die Kinder erstens kein TV schauen sollen und wenn doch sie dabei sitzen soll, da besonders die GH schnell Angst bekommt.)

– Auf Nachfrage welche Sendung konnte sie keine Antwort geben (Für mich gibt es 2 Alternativen a) sie hat nicht bemerkt, dass eine andere Sendung lief weil sie schon länger nicht im Zimmer war oder b) es war Ihr egal welche Sendung lief)

– Die APs und eine Tante der Familie haben im Nachbarzimmer Kaffee getrunken und gequatscht.  Wenn die anderen Erwachsenen nicht aufpassen meint unser AP sie muss es auch nicht.

– Als es einen lauten Knall = Box gab sind alle ins Wohnzimmer gelaufen    (immerhin sie bekommt noch mit, wenn etwas passiert )

– Unser AP ist der Ansicht sie kann ja wohl nicht den ganzen Nachmittag neben den Kindern sitzen (sehe Ich anders und habe es ihr auch so gesagt. Denn genau darum haben wir ein AP, damit die Kinder beaufsichtigt sind und nicht machen was sie wollen. Und wenn die Kinder TV schauen wollen und nicht dürfen kann es eben auch mal notwendig sein sich mit ihnen gemeinsam in ein anderes Zimmer zu setzen.)

– Der große Sohn der anderen Familie wollte TV schauen, was hätte sie da machen sollen (vielleicht mit unseren Kindern a) nach Hause gehen oder b) mit den beiden Kleinen der Familie uns unseren Kindern und deren AP in einem anderen Zimmer spielen)

Fassen wir also zusammen:

– Sie sitzt gemütlich beim Kaffeetrinken und läßt die Kinder machen was sie wollen

– Anschließend haut sie unsere Große auf ziemlich fiese Art bei uns in die Pfanne und tut auch noch so, als ob es mit Absicht passiert ist.

– Sie ist nicht mal in Ansätzen bereit auch Fehler  bei sich zu sehen

–> wir haben ein drittes Kleinkind

Ach ja die große Hilfe war von dem Unfall wirklich geschockt. Sie hatte ein richtig schlechtes Gewissen, hat sofort alle Schuld auf sich genommen und nicht versucht irgendein anderes Kind zu beschuldigen.  Und als sie gemerkt hat, dass wir auch sauer auf Olga waren hat sie so lieb versucht Olga in Schutz zu nehmen.  „Mama Olga war doch fast im gleichen Zimmer und nur ein bischen Kaffeetrinken“  Und nach ein paar Minuten ist sie in ihr Zimmer und hat ihren geliebten 5 Euro Schein aus ihrem Portomonai geholt um uns Geld für die Box zu geben, damit wir nicht all unser Geld ausgeben müssen.  Ja so sieht für mich echte Reue und Entschuldigung sagen aus.  Und da könnte unser AP von einer 5jährigen wohl noch was lernen.

Sie ist dann gestern nach dem Essen schnell in ihr Zimmer verschwunden und hat erstmal ausgiebig telefoniert.

Adventskalender

November 24, 2010

Ich liebe Adventskalender und sie sind für mich eins der besten Mittel gegen Au-Pair Weihnachts Heimweh, 3 Monats Krisen oder andere Problemchen.  Daher habe Ich beschlossen heute die Vorweihnachtszeit im Hause Aupairfamilienrw offiziell einzuläuten.  Vielleicht hilft mein Wundermittel ja auch gegen Schlafkrankheit 🙂

Nachdem Oma für beide Kinder einen super schönen Playmobil Adventskalender mitgebracht hat und unsere Olga einen Schoki Adventskalender für beide Kidies gekauft hat muss jetzt dringend  unser traditioneller Familien Adventskalender in Angriff genommen werden.

Seit Ich mit meinem Mann zusammen wohne haben wir zu Weihnachten die Tradition,  uns gegenseitig kleine Überraschungen in einen Adventskalenderzu  füllen. So muss jeder nur 12 Türchen füllen und jeden zweiten Tag bekommt man eine schöne Überraschung.  Seit wir ein Au-Pair haben ist auch dieses integriert und darf jeden dritten Tag ein Türchen öffenen.  Und dieses Jahr haben wir im Familienrat beschlossen, dass auch die Kinder und Au-Pair sich an der Füllung beteiligen dürfen.

Also bekommt jeder am 1. Advent 4 Sterne  mit jeweils den Namen der anderen Familienmitglieder  und darf eine Kleinigkeit einpacken und mit dem Stern bekleben.  Dann werden alle Päckchen an unsere Treppe gebunden und hängen im Flur von der Decke.  Und jeden Morgen darf dann ein Familienmitglied sein Päckchen suchen und abschneiden.

Die Kinder sind schon Feuer und Flamme ihre Päckchen für uns und Olga aufzuhängen.  Die übrigen 4 Türchen werden dann folgendermaßen verteilt :  1x Mama/Papa   1x Kinder    1x ganze Familie und 1x Besucher Türchen

Jetzt sitzen die Kinder mit Olga in der Küche und haben den Arbeitsauftrag 24 kleine Sterne zu basteln und mit Zahlen zu versehen.  Und dann können alle anfangen ihre Überraschungen zu überlegen.

Adventskalender sind ein der wenigen  wirklich „typisch deutschen“ Traditionen, die bisher kein Au-Pair kannte und die bei allen super gut angekommen ist.   Unsere alten Au-Pairs bekommen auch alle einen Adventskalender als Weihnachtsgruß geschickt. Ich habe in einem Schreibwaren Laden ganz tolle nostalgische Postkarten Kalender gefunden. Ich hoffe sie freuen sich über die kleine Geste.

So langsam komme Ich jetzt auch richtig in Weihnachtsstimmung.   Denn der erste Advents ist ja wirklich nicht mehr weit.

Freie Wochenenden

Oktober 29, 2010

Freie Wochenenden sind bei Au-Pairs überaus beliebt und das kann Ich auch sehr gut nachvollziehen. Bei uns sind auch fast alle Wochenenden von Freitag 16.00 Uhr bis Montag Morgen frei und die APs können machen was sie wollen. Aber wir sagen auch vor Einladung immer sehr deutlich, dass 1x im Monat ein Wochenendtag verplant werden kann. Entweder weil der Gatte und Ich mal wieder ins Kino wollen oder ein Saunatag ansteht.
Und wir sagen auch immer deutlich, dass  ALLE Erwachsenen bitte ihre geplanten Termine IMMER sofort in den Familienkalender eintragen sollen, damit man gegenseitig Rücksicht bei der Planung nehmen kann.  Soweit die Theorie.

In der Praxis funktioniert es bei Ehemännern leidlich und bei Au-Pairs schlecht nicht.   Heute mal wieder die klassische Situation. Meine beste Freundin hat mich gestern Abend angerufen und gefragt ob wir nicht gemeinsam mit der besten Schwester einen Kinoabend machen können.  Begeisterter Blick in den Kalender und JA keine Wünsche vom Au-Pair.  Ich also sofort unseren Termin eingetragen.

Als Ich dann heute nach der Arbeit freundlich gesagt habe, dass an diesem Samstag (Ende November)  Abends Babysitten notwendig ist und Sie gerne auch ihren Freund einladen kann stehen unserem Au-Pair auf einmal Tränen in den Augen.

Ich frage noch warum, aber da saust sie schon los um Schatzi (der gerade zu Besuch war) über dieses Unglück zu informieren.  Nach ein paar Nachfragen kommt raus, Schatzi hat an diesem Tag ein Konzert und sie sollte irgendwas dort helfen.  Ich kann ihren Frust ja gut verstehen, aber WARUM trägt sie dann so einen Termin nicht in den Kalender ein?   Jetzt ist der Kino Abend geplant und der ist leider nicht einfach zu verschieben.  Also werde Ich wohl böse Gastmutter sein müssen und ihr den Abend versauen.  😦

Ich hoffe nur, dass sie aus der Erfahrung lernt und jetzt ihre Wünsche früher einträgt. Denn normalerweise klappt es schon, dass wir uns absprechen.  Es zeigt aber auch, dass wir zu lange keine Wochenend Arbeit mehr eingeteilt haben. Denn es geht viel zu schnell, dass sich APs an freie Wochenenden gewöhnen und es dann ganz furchtbar finden, wenn dieses Privileg entzogen wird.

 

Au-Pair Suche Teil 2

Oktober 29, 2010

Ich wage es ja noch gar nicht so richtig zu sagen, aber wir haben eine echte Favoritin.  Jedes Mal wenn Ich eine E-Mail von ihr bekomme freue Ich mich richtig und sie hat eine Art zu schreiben, die mir einfach super gut gefällt.  Sie berichtet von ihrem Alltag und fragt nach unserem Alltag. Aber nicht in diesem vielen Au-Pair Bewerbern eigenen „Ich liebe die Kinder Sie sind die Sonne Meines Lebens Ich schreibe nur 1+++ in der UNI  Ihr seit die einzige, beste tolleste Familie „ Ton, sondern echt, natürlich  und spannend.

Sie stellt die „richtigen“ Fragen.

„Was genau machen deine Kinder gerne?“

„Wie sieht denn ein normaler Tag für Mich als Au-Pair aus?“    „Kannst du mir einen Arbeitsplan schicken?“

„Wie oft muss Ich am Wochenende arbeiten?“

„Kann Ich einen Sprachkurs machen, was kostet er und wo findet er statt?“

„Kannst Du mir mehr über euren Wohnort erzählen?“

Und vor allem wenn Ich die Antworten schicke, geht sie in der nächsten Mail drauf ein und fragt oft noch genauer nach.  Für mich immer ein Zeichen, dass jemand wirklich an uns Interesse hat.  Sie nennt nicht nur unsere Kinder beim Namen, sondern auch ihre Babysitter Kids haben Namen und sind nicht nur „Das Kind“ oder „Das Baby“.   Sie erzählt auch „negative Dinge“ über ihre Familie und fragt unbequeme Fragen. Auch dass für mich immer ein super Zeichen, dass ist zumindest ein gutes Indiz, dass sie ehrlich ist.

Sie hat jetzt die Adresse von Olga und will mit ihr noch ein wenig sprechen und Ich habe ihr unseren typischen Wochenplan geschickt. Mal schauen was sie dazu sagt.

Weitere Highlights:

Sie spricht fließend Deutsch (war auf einer deutschen Schule)

Sie kann schwimmen und Fahrrad fahren

Sie braucht kein Visum, da aus einen neuen EU Land

Sie ist U20 und könnte daher das günstige Fun-Ticket für den Bus nutzen.

Also bitte Daumen drücken, dass sie auch weiterhin Interesse hat und nicht noch eine Leiche im Keller.  Denn sonst bin Ich kurz davor zu sagen wir haben unser Au-Pair für 2011 schon gefunden.

Besuch Gasteltern und Au-Pair

Oktober 7, 2010

Gestern Abend war seit langem mal wieder eine sehr gute und alte Freundin zu Besuch. Wir sehen uns nur 2-4x im Jahr persönlich und haben uns schon lange auf den gemeinsamen Abend gefreut. Meine Schwester hatte spontan auch noch Zeit und so stand einem Mädels Abend + Gatten nichts im Weg.

Unser Au-Pair hat dann gestern Abend nach einer freundlichen Bitte, ob sie nicht die Kinder fürs Bett fertig machen kann, ganz selbstverständlich nach dem gemeinsam Essen die Küche aufgeräumt und die Kinder ins Bett gebracht. Ich war Ihr so dankbar. Denn so hatte Ich 1-2 Stunden mehr ruhige Zeit mit meinen Mädels. Diese Abende sind ja leider selten und rar geworden.

Ich hatte ja schon ein bischen schlechtes Gewissen mich so von ihr „bedienen“ zu lassen. Aber auf der anderen Seite würde Ich es ja für Sie auch machen, wenn sie z.B. Besuch von ihrer Familie bekommen würde. Daher habe ich das schlechte Gewissen nach Hause geschickt und den Abend genossen.

In ähnlichen Situationen haben unsere bisherigen APs von sich verkriechen und bis zum nächsten Morgen nicht auftauchen,  heimlich aufräumen, den ganzen Abend daneben sitzen und sich bedienen lassen  alle Variationen gezeigt. Daher bin ich über diesen gelungenen Abende auch doppelt froh.   Ich habe aber auch gelernt meine Bitte freundlich aber bestimmt zu äußern. Beim ersten AP hätte Ich mich nicht getraut zu fragen, beim zweiten war es nicht nötig und bei einer anderen nicht möglich, da sie zu solchen Anlässen immer verschwunden war.

 

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Au-Pair Suche ?

Oktober 4, 2010

Nachdem die Entscheidung gefallen ist ein Au-Pair einzuladen stellt sich natürlich die Frage, wie Ich ein Au-Pair finde, dass zu unserer Familie passt und mit dem wir für 12 Monate eine schöne Zeit verleben können.  Nach jetzt 8 Au-Pair Suchen auf verschiedenen Wegen und mit wechselhaften Erfolgen versuche Ich meine subjektiven Erfahrungen in mehreren Postings  zusammen zu fassen.

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Brauchen wir noch ein Au-Pair?

Oktober 3, 2010

Brauchen wir ein Au-Pair im nächsten Jahr?

Hier haben der Gatte und Ich schon seit einigen Wochen immer wieder hin und her überlegt. Die große Hilfe kommt im Sommer in die Schule. Somit wird sich unser Familienleben deutlich verändern und wir haben verschiedene Modelle durchdacht:

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Leben im Bademantel

September 21, 2010

Ich hatte es glaube Ich schon erwähnt: Unser Au-Pair liebt seinen Bademantel. Als wir das erste Mal nach ihrer Ankunft gemeinsam einkaufen gefahren sind, habe Ich sie gefragt ob sie auch etwas  braucht. Ich dachte dabei an Kosmetik, Lieblingsessen …., aber sie fragte sofort wo man in Deutschland Bademäntel kaufen kann und wie teuer sie sind.

Als wir zum Kennenlern Besuch bei Oma und Opa waren, hat sie dann den alten Bademantel meiner Schwester geschenkt bekommen. Und seit diesem Tag trägt sie ihn IMMER. Und Ich meine wirklich immer.  Der Bademantel ist ein knallbunter Stoffmantel in Größe 48+ (Olga hat aber noch eher Größe 36/38). Sie sieht also wie in ein Zelt gehüllt aus. Und sie kommt morgens im Bademantel zum Frühstück. Beim ersten Mal musste Ich sofort an die Nanny denken. 🙂 Eine meiner Lieblings Sitcoms.

Aber sie trägt den Bademantel auch Mittags, Nachmittags, Abends.  Sie geht damit in den Garten, zum Briefkasten, an die Haustür und behält ihn auch an wenn wir Besuch bekommen. Alle wollten es mir am Anfang nicht glauben, aber unsere Olga trifft man nie mehr ohne ihren Bademantel.  Ich glaube er ist festgewachsen.

Es scheint bei ihr Zuhause eine Familientradition zu sein den ganzen Tag im Bademantel zu verbringen. Nur wenn einer ihrer Herrenbesuche ansteht wird er ca. 0,5 Sekunden vor Türöffnung ausgezogen.

Haben euere Au-Pairs eigentlich auch so niedliche Macken?  Ich bin gespannt.

Tag 2

August 11, 2010

Mein erster Eindruck wurde heute voll bestätigt. Olga ist ein sympathisches, offenes und vor allen sehr engagiertes Au-Pair. Sie fügt sich mit einer Selbstverständlichkeit in die Familie, die ich so bisher noch nicht erlebt habe.  Die Kinder haben sie voll in ihr Herz geschlossen und Ich stehe daneben und staune.

Da wir gleich noch ein Glas Wein auf der Terrasse trinken wollen hier nur kurz ein paar Highlights von Heute:

Als ich gestern sagte, dass wir am Morgen um 7.40 Frühstücken und später gemeinsam zum Schwimmkurs fahren, meinte sie „Ok ich bin dann um 7.00 Uhr unten und helfe dir mit dem Frühstück und den Kindern“

Heute Morgen war sie fast pünktlich unten und hat ganz unkompliziert beim Tischdecken mitgeholfen und sich sofort versucht in der Küche zu orientieren. Sie fragte wo welche Dinge stehen und was wir normalerweise am Morgen essen.

Beim Schwimmkurs hat sie interessiert den Schwimmversuchen unserer Großen Hilfe zugeschaut und viel gefragt. Wir haben uns eine Stunde  unterhalten. Unverkrampft und einfach nett.   Hatte ich schon erwähnt, dass ich es liebe mal wieder Englisch zu sprechen.

Sie hat den Besucheransturm von 3 Omas/Opas mit Bravour gemeistert. Ist von selbst nach unten gekommen und hat sich vorgestellt.  Sie hat auch schon richtig viel mit allen gesprochen. Mehr wie manches AP nach einigen Monaten.   Und sie ist meiner Mutter sympathisch. Dieser „Oma Tüv“ lag bisher eigentlich immer ziemlich richtig. Wenn die Oma am Anfang ein „Seltsames Gefühl“ hatte war auch das AP Jahr eher durchwachsen und Omas Highlights sind auch unsere gewesen.

Dafür dass sie erst ein Jahr Deutsch lernt spricht sie super Deutsch und vor allem sie versucht aktiv. Sie möchte verbessert werden und die Kinder platzen vor Stolz, dass sie ihnen erzählt hat sie sind ihre „Sprachlehrer“

Sie hat ohne mit der Wimper zu zucken heute Nachmittag mit uns im Garten Apfel vom Boden aufgesammelt und wollte beim Rasen mähen helfen.

Obwohl sie jetzt Internet im Zimmer hat ist die Tür zu ihrem Zimmer 90% auf und sie kommt immer noch raus.

Sie ließt gerade seit 20 Minuten der kleine Hexe eine Gute Nacht Geschichte vor und ich kann bloggen.

So jetzt habe ich erstmal genug geschwärmt. Jetzt wollen wir gemütlich auf ihren Einzug anstoßen. Gestern ist das durch den vielen Besuch und den Rufdienst des Gatten leider nicht möglich gewesen.  Aber jetzt sind kleine Häppchen im Ofen und der Gatte feuert den Gartenkamin an.

Der Countdown läuft

August 7, 2010

In 3 Tagen kommt unser neues Au-Pair und damit steigt bei bei allen die Spannung wer  hoffentlich die nächsten 12 Monate mit uns leben wird. Auch wenn es schon unser 5. Au-Pair ist, die Anspannung bleibt.  In manchen Dingen bekommt man Routine, aber spannend bleibt es wahrscheinlich auch beim 10 Mal. Denn bei aller Routine in den Vorbereitungen, der neue Mensch, der Teil der Familie werden will/soll ist immer verschieden und das macht es eben auch für uns Familien immer noch neu. (more…)

Au-Pair Zimmer

Juli 17, 2010

Wenn man sich mit dem Gedanken trägt ein Au-Pair aufzunehmen, dann kommt ziemlich schnell auch die Frage auf, wo das neue Familienmitglied auf Zeit wohnen soll.  Die rechtlichen Anforderungen sind ziemlich einfach und klar. Mindestens 8qm2 und Tageslicht mit Heizung.

Wenn man also ein solches Zimmer in seinem Haus übrig hat, steht der Einladung eines Au-Pairs zumindest räumlich nichts mehr im Weg.  Wenn man kein solches Zimmer hat kommen noch andere Überlegungen und Kosten auf einen zu. Umzug eines Kindes, neue Wohnung, Umbau, Anbau….?  Weitere Fragen sind, passen die aktuellen Möbel, oder muss noch renoviert werden?  Ist es gemütlich? Welche technische Ausstattung soll installiert werden?  Ich versuche die aus meiner völlig subjektiven Sicht wichtigsten Punkte  versuchen anzusprechen. Über Rückmeldung von anderen Gastfamilien und Au-Pairs freue Ich mich natürlich immer.

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Mit einem weinenden Auge

Juli 12, 2010

Mit einem weinenden Auge verabschiedet nicht nur  unsere kleine Hexe unser liebes Au-Pair. Heute Morgen ist erst die große Hilfe mit 38,5 Fieber aufgestanden und hatte sich somit am vorletzten Arbeitstag unseres Au-Pairs nochmal einen Kranktag „verdient“.  Und ich hatte nicht den Eindruck, das die beiden wirklich traurig darüber waren 😉

Die kleine Hexe war schon ganz eifersüchtig und wollte auch Zuhause bleiben, ber sie war ja  noch fit. Leider nur bis wir im Kiga angekommen sind. Dort hatte sie dann nach der kurzen Fahrt im Auto und ein paar Tränen über den drohenden Abschied auf einmal ein totales Flanschauge. Das wurde dann von der Kiga Tante sofort als Bindehautentzündung diagnostiziert und somit konnten wir wieder gehen.

Da wir mittlerweile schon richtig spät dran waren und Ich jetzt auch noch einen Kinderarzttermin organsisieren musste, habe ich erstmal in der Schule angerufen und mit der Vertretungsplanung ausgehandelt, dass ich für die 1 Stunde die kleine Hexe mitbringe. Ich dann in meinen Freistunden vergeblich versuche zum KIA zu fahren und das Kind wieder Zuhause absetze und dann zurück zur Schule fahre um einer super tollen spannenden und effektiven Lehrerfortbildung beizuwohnen. Ironie off.

Es hat auch bis auf den Besuch beim KIA geklappt und die Kinder und unser Au-Pair wirkten zwar platt und müde, aber auch glücklich, als Ich am Nachmittag wieder Zuhause angekommen bin. Mir tut  es für unser Au-Pair leid, dass sie jetzt die beiden letzten Tage noch soviel arbeiten muss. Aber sie scheint es fast ein bischen zu genießen. Und die Kinder freuen sich. Der Abschied wird am Mittwoch schwer werden. Wir haben jetzt schon immer wieder alle Tränen in den Augen wenn das Thema angesprochen wird.

Zur Zeit sind übrigens 3 Koffer angemeldt. Wir sind gespannt ob noch auf 4 erhöht wird 🙂

Ich hoffe die Kinder sind bis Mittwoch wieder soweit fit, dass sie mit zum Flughafen können. Denn Ich finde es wichtig, dass wir auch den Abschied  als Familie gemeinsam erleben. Denn so hat man dann auch einen Anlaß nochmal mit den Kindern über ihre Gefühle zu sprechen. Sie haben oft total irrationale Ängst. So hat die Kleine Hexe schon Angst gehabt, das Au-Pair fährt, weil sie zu frech war, oder irgendjemand etwas falsch gemacht hat. Aber da konnte Ich sie zum Glück überzeugen, dass ein Au-Pair leider wieder fahren muss und keiner das ändern kann. Weder Mama, noch unser Au-Pair.


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