Posts Tagged ‘Erziehung’

Kinderbetreuung für Babies

Februar 15, 2012

Da meine Schwester gerade auf der Suche nach einer guten Betreuung für ihr Baby ist kommt auch bei mir dieses Thema wieder hoch.  Gerade beim ersten Kind ist man ja häufig noch sehr unsicher welche Form der Betreuung man überhaupt braucht und möchte.    Hinzu kommt  häufig ein latent schlechtes Gewissen ob es richtig ist sein Kind so früh überhaupt betreuen zu lassen.  Und die typischen Fragen.  Wann soll ich anfangen zu suchen, wo finde ich die Richtige Betreuung, wieviele Stunden brauche ich überhaupt  und und und. …..

Als Betreuung für Babies kommen verschiedene Betreuungsformen in Frage.  Häufig kommen sie einem in der folgenden Reihenfolge in den Sinn. (more…)

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Das Maulhuhn mit Neuralsäge ist wieder da

November 4, 2011

Jetzt fragen sich wahrscheinlich einige was bitte ist ein Maulhuhn?  Und wie funktioniert eine Neuralsäge?  Tja die Antwort ist einfach:

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Was bringt mir eigentlich ein AP?

Oktober 22, 2011

Diese Frage stellen sich bestimmt viele potentielle Gasteltern wenn sie überlegen ein AP einzuladen.  Denn die Entscheidung ein AP einzuladen ist ja keine leichte Entscheidung.  Man übernimmt für ein Jahr die Verantwortung für einen jungen erstmal völlig fremden Menschen aus einem fremden Land und nimmt ihn in seinen absolut intimen privat Bereich auf.   Daher sollte man sich vor der Entscheidung gut überlegen ob die eigenen Erwartungen und Wünsche realistisch sind.

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Familienleben ohne APs

September 14, 2011

Wir haben jetzt die ersten Tage ohne  ein AP im Alltag hinter uns gebracht und ich stelle für mich  überraschend fest, dass besonders der Morgen viel stressfreier und ruhiger abläuft.  Ich hatte  für mich besonders die Hilfe am Morgen immer als einen wichtigen Grund für ein AP angesehen und jetzt stelle ich fest, es geht nicht nur ohne, es ist sogar  einfacher.

Ich kann die Kinder dann wecken wenn es mir passt ohne erst Zeiten mit einem AP absprechen zu müssen.  Die Kleidung für die Kids lege ich am Abend vorher raus und kann so auch kontrollieren was sie anziehen.  Sonst hatten wir Morgens oft Stress, weil Kids und AP sich gestritten haben was angezogen wird.   Und selbst wenn ich Abends Kleidung rausgelegt hatte, haben beides es in vielen Fälle gemeinsam ignoriert.

In der Zeit in der sich die Kinder selbst anziehen habe ich genug Zeit den Tisch zu decken und auch hier der Vorteil nicht mehr ständig Streit zwischen AP und Kids zu haben, weil die APs entweder jeden Morgen jedes Teil einzeln abfragen:  „Was möchtest du essen / trinken?“   und dann genervt sind wenn nicht sofort eine Antwort kommt und die Kids genervt sind, weil sie in 9 von 10 Fällen das selbe essen.

Die Kinder nehmen wieder Obst und Vollkornbrot mit in den Kiga und unser Cornflakes Konsum ist deutlich gesunken. Auch hier gab es natürlich einige Debatten mit den Kids, aber jetzt läuft es und wir sind wieder auf einem guten Weg.

Natürlich hätte ich das alles auch schon mit AP selbst machen können, oder mit den APs sprechen, aber erstens wollte ich nicht schon am frühen Morgen ständig dem AP sagen was es alles „falsch“ macht.  Denn dann kann ich es wirklich einfacher und schneller selbst machen.  Und zum Start in den Tag möchte ich für mich und meine Familie Ruhe und Gemütlichkeit und da passen Streit und Stress für mich nicht dazu.  Und es waren ja keine  auch keine riesen Fehler, sondern eher atmosphärische Störungen.  Mir fällt kein besserer Begriff ein.

Es ist häufig schwer einem AP klar zu machen was man von ihm erwartet.  Wir hatten mehrere APs die es einfach konnten den Kids ein gemütliches Frühstück zu machen und dennoch alle wichtigen Dinge zu beachten und andere konnten es nicht. Sie haben sich entweder sklavisch an die Anweisungen gehalten, auch wenn wir immer gesagt haben es darf auch Ausnahmen geben, oder sie haben die Regeln einfach ignoriert und eigene aufgestellt.

Auch hier war mein Gefühl es wurde für beide Seiten immer komplizierter je älter die Kinder wurden.  Bei Babys und Kleinkindern war es ja wirklich jeden Morgen exakt die gleiche Routine.  Da konnte man einen Plan aufstellen und das AP hatte für die nächsten Wochen/Monate eine feste Erwartungshaltung.  Aber mit Schulkindern ist es schwerer, die diskutieren, haben eine eigene Meinung und wollen Aufmerksamkeit und sich reiben.  Und das hat unsere letzten beiden APs eher überfordert.

Auch mein Mann ist positiv überrascht wie selbständig unsere Kinder schon sind und wie schnell wir 4 den Start in den Tag hinbekommen. Auch am Nachmittag genieße ich es jetzt wieder mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen.  Ich versuche die kleine Hexe Nachmittags möglichst zu Fuß abzuholen und es macht richtig Spaß mit ihr nach Hause zu laufen und mit ihr über den Tag zu sprechen.  Sie erzählt soviel und ist voller Neugier auf den Umwelt.  Und für die kleine Hexe ganz wichtig, wir können auch wieder mit dem Rad zum Kiga fahren.  Das sind Dinge die unseren Kindern in den letzten 2 Jahren gefehlt haben.   Wobei man fairer Weise sagen muss, ich muss jetzt nur noch 1 Kind aus dem Kiga abholen und das ist deutlich stressfreier als 2 müde und streitende Geschwister nach Hause bringen.

Mir geht es auch nicht darum unsere AP schlecht zu machen, sondern es sind für mich spannend zu beobachten wie sich unser System Familie verändert seit wir ohne AP leben.  Vieles liegt für mich auch daran, dass unsere Kinder jetzt viel selbstständiger sind und wir als Eltern ja auch immer mehr Profis werden.  Auch wir wachsen mit unseren Aufgaben 😉

Au-Pair und Telefon

Januar 6, 2011

Zumindest unsere APs sind bisher alle mehr oder weniger mit ihren  Handys, Telefon, Internet verwachsen gewesen.  Und bei allen gab es das klassische Problem:

WIE KANN ICH WÄHREND DER ARBEITSZEIT MÖGLICHST VIEL UND UNGESTÖRT TELEFONIEREN ???????????????????????

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Grenzen testen

August 19, 2010

Jetzt ist sie da, die Phase im Au-Pair Jahr die ich am meisten hasse.  Es werden Grenzen getestet. Olga hat es ja im Sturm geschafft die Herzen unserer beiden Damen zu erobern und so hat sie jetzt das zweifelhafte Vergnügen gründlich getestet zu werden. Normalerweise kommt diese Phase bei uns immer etwas später, aber da die Kinder sie für nett und toll befunden haben muss sie früh dran glauben.

Ein paar Beispiele:

Die Kinder versuchen sie auszutricksen. Wenn Ich etwas verbiete fragen sie einfach Olga. Aber bisher hat sie sich da super geschlagen.  Und Ich bin ja zum Glück auch schon recht erfahren in diesen Dingen. Man war ja auch mal Kind.  😉

Ins Bett gehen wenn wir Eltern nicht da sind. Auch hier wird versucht möglichst lange und mit viel TV aufzubleiben, aber auch hier hat sie sich für den ersten Versucht recht gut geschlagen. Es wurden zwar 2 Folgen statt einer geschaut und die Damen haben ca. 3x soviele Gute Nachtgesschichten bekommen wie normal, aber am Ende hat sie sie ins Bett bekommen.  Ich denke wir werden es in Kürze nochmal probieren und dann klappt es schon viel besser.  Es fällt fast allen APs schwer gerade am Anfang richtig streng zu sein. Und kleine Kinder nutzen dies schamlos aus.  Aber sie fragt immer noch viel nach und versucht Tips umzusetzen.

Auch beim Essen probieren die Kinder was möglich ist, aber da merkt man die gute Kinderstube unsere Olga. Sie achtet sehr auf gute Tischmanieren und die Damen beißen auf Granit.

Problematischer wird wohl mal wieder der Umgang mit Ketschup, Mayo und Co.  Ich weiß nicht warum, aber bisher waren fast alle unsere APs süchtig nach diesen Junk Food Saucen. Hat vorher eine Flasche Ketschup fast ein Jahr gereicht und Mayo wurde regelmäßig schlecht, kann ich jetzt fast wöchtenlich Nachschub holen.  Am liebesten wird Morgens, Mittags und Abends auf alles Ketschup und Mayo gepackt.  Die Kinder sind natürlich begeistert, aber meine Begeisterung hält sich in engen Grenzen.

Und da sind wir bei der Kehrseite des Grenzen testen. Auch Au-Pairs testen und brauchen Grenzen.  Und Essen ist häufig der erste Schauplatz.  Unsere Olga schaute ganz traurig, bei der Nachricht, dass wir Ketschup eigentlich nur zu Pommes oder Würstchen essen und nicht bei jeder Mahlzeit auf den Tisch stellen.  Ich habe ihr gesagt, sie kann Mittags wenn sie allein ißt gerne soviel davon essen wie sie mag, aber wenn wir alle gemeinsam essen bitte nicht.  Klappt bisher auch ganz gut. Sie stellt ihn nicht mehr jedes Mal mit auf den Tisch.

Weiter Punkt  Klassiker für APs die ihre Grenzen suchen:  Schönheitspflege

Ich finde es immer wieder faszinierend wieviel Zeit ein Au-Pair damit verbringen kann zu duschen und sich anschließend aufzubrezeln.  Heute sind wir um 11. 00 Uhr aus dem Schwimmbad gekommen.  Ich wurde gefragt ob es ok ist wenn sie sich kurz die Haare macht.  Ich sag noch völlig naiv Kein Problem.

Falsch gededacht. Eigentlich hatten wir besprochen (zumindest hatte ich es so verkündet), dass wir kurz aufräumen und Mittagessen, dann alle kurz Pause machen und später auf den Spielplatz gehen.  Ok vielleicht hat uns hier die Sprachbarriere eine Falle gestellt, nehme Ich jetzt einfach mal zu ihren Gunsten an.

Um 11.45 hatte ich das Mittagessen fertig und schickte ich die Kinder los unser AP zum Essen zu holen.  Sie kam im Handtuch und informierte mich, dass sie noch eben die Beine fertig rasieren müsse.  Nach 15 war sie im Bademantel unten.  Nach dem Essen hat sie angeboten den Tisch abzudecken.  Ich also hoch ins Büro und angefangen ein paar Vorbereitungen fürs neue Schuljahr zu machen. Aber nach 15 Minuten verschwand sie erneut ins Badezimmer.  Die Kinder spielten allein im Kinderzimmer und sie wurde bis 13.30 nicht mehr gesehen. Danach kam sie immer noch mit nassen Haaren wieder raus und verkündete sie hätte jetzt auch das zweite Bein fertig.

Ich habe dann deutlich bestimmter gesagt, dass sie mit den Kindern auf den Spielplatz gehen soll, weil 1. das Wetter mal wieder gut ist und 2. Ich noch arbeiten muss.  Ok Ich mache mich schnell fertig, in 30-60 Minuten bin Ich unten.  Da ist mir ja erstmal die Kinnlade heruntergefallen.   Ich habe dann ziemlich deutlich gesagt, dass sie um 14.00 Uhr losgehen sollen.  Aber sie hat erstmal in Ruhe ihre Nägel gemacht und sich dabei mit der großen Hilfe über Maniküre unterhalten.   Um 14.15 war das Wellness Programm dann beendet und die 3  sind auf den Spielplatz gegangen.  Aber da sind wohl noch ein paar klare Regeln notwendig.  Am Morgen klappt es ja super mit der Pünktlichkeit, aber solche Wellness Events darf sie an normalen Arbeitstagen doch bitte auf den Abend oder ihre freien Stunden am Vormittag verlegen.

Ich denke hier sieht man auch wie wichtig ein klarer Arbeitsplan ist. Bisher hatte sie ja keine wirklich festen Arbeitszeiten und wir haben einfach den Tag gemeinsam verbracht. Aber ab spätestens nächste Woche gibt es klare Arbeitszeiten und Freizeiten. Denn sonst reißen solche Dinge viel zu schnell ein. Denn Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie der Ansicht war sie hätte frei, während Ich gewartet habe wann sie denn endlich runter kommt und mir die Kinder abnimmt.

Ich denke ein Grund für die Wellness Orgie war wohl auch Igor aus dem Internet, der sie heute Abend vielleicht =  ziemlich sicher besuchen will.  Auch hier bin Ich gespannt, wie es mit der Pünktlichkeit  dritter Klassiker klappt. Denn ein zweites Mal würde ich eine solche Verspätung wie am Sonntag schon sehr problematisch finden.  Denn Morgen muss sie die kleine Hexe in den Kiga bringen und Ich möchte mir ihr gemeinsam die Kinderzimmer aufräumen. So bekommt sie nämlich einen viel besseren Eindruck über die Kleidung und Spielsachen der Kinder.

Also nicht nur unser Au-Pair muss lernen klare und deutliche Grenzen zu setzen. Ich bin auch gefragt und genau wie bei den Kids gilt auch hier.  Was am Anfang nicht klappt und klar geregelt wird, dass nervt einen für den Rest des Jahres.  Und heute lag der Fehler mindestens genau so bei mir, Ich hatte nicht klar eine Uhrzeit gesagt, sondern bin davon ausgegangen, dass Haare machen nicht länger wie 30 Minuten dauert.

Familien ABC (Überarbeitete Version)

Juni 25, 2010

Danke für eure Tips. Habe das Wochenende genutzt um eure Vorschläge einzuarbeiten.

Ich bin ja seit unserem ersten Au-Pair dabei unseren Au-Pair Ordner zu perfektionieren. Und ein wichtiger Teil ist für mich unser Familien ABC.  Hier habe ich die wichtigsten Punkte möglichst kurz zusammen gefasst. Vieles wirkt vielleicht seltsam, aber es ist aus Erfahrung entstanden.  Z.B.  Lüften auch im Au-Pair Zimmer. Man glaubt gar nicht wie es stinkt, wenn seit 3 Wochen nicht gelüftet wird.

Ein weiterer schwieriger Punkt sind die Familienregeln.  Wie streng formuliert man Dinge wie Internetnutzung, Gäste usw.  Man möchte ja als Familie nicht als Kontrollfreak da stehen.  Aber auf der anderen Seite müssen wir die Kosequenzen tragen wenn von unserem Internet Account illegale Downloads gemacht werden oder 10 „Freunde“ des Au-Pairs unser Haus verwüsten, weil wir ja erlaubt aben Gäste einzuladen.  Ist uns zum Glück nicht passiert, kenne ich aber als Schilderung einer „tollen Party“ eines unserer Ex Au-Pairs.   

Ich bin auf eure Rückmeldungen sehr gespannt. Habt ihr auch solche Ordner?  Welche Punkte sind euch wichtig?   Was fehlt eurer Meinung nach?  Wie wirkt es auf Au-Pairs?

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Briefe ans Au-Pair Erziehungstips

Mai 26, 2010
Hier ein Brief, denn ich unserem neuen Au-Pair geschickt habe um mit ihr über Erziehung zu sprechen. Sie hatte gefragt wie wir mit den Kindern umgehen und worauf sie achten soll.
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Kinder und Au-Pair eine Beziehung in 5 Akten

Mai 5, 2010

Ich bin jedesmal froh, wenn ein Brief unseres neuen Au-Pairs im E-Mail Postfach ankommt. Denn neben der Suche und der Angst dass die Favoritin durch den Sprachtest fällt finde ich die Zeit bis zur Ankunft immer ein bischen wie Warten auf den großen Supergau.

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Wie sie schlagen ihre Kinder nicht? Nie? Gar nicht?

Februar 25, 2010

Diese Frage wurde mir heute mal wieder von Schülern im Unterricht gestellt. Ich bin immer wieder erschreckt wie viele Kinder Opfer von Schlägen werden und das auch noch positiv beurteilen. Sie können sich gar nicht vorstellen, dass man auch anders miteinander umgehen kann.  

Nicht nur für sie selbst finde ich es schlimm, man merkt im Gesprächen sehr schnell, das viele es mit ihren eigenen Kindern genau so machen wollen.

Wie reagiert man da richtig? Ich versuche sie zu fragen ob die die „Schläge“ sie denn wirklich zu besseren Mensch gemacht haben oder die Problem wegen denen sie geschlagen wurden dadurch gelöst werden. Dann gibt es meist betretenes Schweigen, aber sich eingestehen, dass die eigenen Eltern etwas falsch machen fällt unglaublich schwer. Obwohl meine Schüler meist schon älter sind.  

Die Begründung lautet immer „Meine Mutter hat mich geboren ich darf sie nicht kritisieren“ oder „Mein Vater ist der Chef ich muss Ihn respektieren“.  Wobei mal wieder Respekt und Angst ziemlich verwechselt werden.

 Und auch bei Aussagen wie „Ja es steht im Gesetzt, dass man es nicht darf, aber das gilt für mich nicht. Das ist mir egal“ könnte ich die Wände hochgehen.  Denn das ist genau das was ich ihnen ja versuche beizubringen. Gesetze gelten für Alle und sollen daher auch alle Kinder schützen nicht nur die von Eltern die sich freiwillig daran halten.  Und das gilt für die Würde von Kindern genau so wie für die Würde der Eltern.  Denn bei Erwachsenen kommt doch zum Glück auch keiner auf die Idee zu sagen an das Verbot von Gewalt und Köperverletztung halte ich mich nicht und alle akzeptieren es. 

Danke fürs Zuhören, dass musste jetzt mal raus. Und jetzt kann ich mich wieder meinen Kindern widmen und zwar ohne Gewalt. Ich glaube nämlich fest daran, dass ich meine Kinder mit Liebe, Konsquenz und Vorbildfunktion  erziehen kann, sodas sie ihren Weg im Leben und in der Gesellschaft finden werden.

Willkommen in der Schule

Februar 23, 2010

Ich hatte gerade eine tolle Erfahrung. Ich durft nicht nur am Morgen in die Schule. Nein jetzt wechsel ich die Seite und bin angehende Mutter eines/zweier Schulkinder.

Nein ihr habt euch nicht verlesen. Meine Zwerge sind 3 und 4, aber in NRW gibt es zwei Jahre vor Einschulung einen Sprachtest für alle 3-4jährigen und im Vorfeld gibt es den ersten offiziellen Elternabend in der Grundschule. 

Den Sprachtest finde ich eine gute Sache und mit Sicherheit für viele Kinder sehr wichtig. Ich sehe ja jeden Tag in meinen Klassen wohin es führt ohne Sprache zu leben. Und damit meine ich nicht nur die Schüler mit Migrationshintergrund, sondern auch meine Schüler die Deutsch als Muttersprache haben,  aber diese nicht wirklich beherschen. Sie können nur rudimentär lesen und sind auch im Wortschatz, Satzbau usw. mehr als eingeschränkt.  Aber anders Thema.

Zurück zur Grundschule. Ich habe mir also mit sehr wenigen anderen Eltern von der answesenden Direktorin der Grundschule erklären lassen wie ich unsere Kinder auf die Schule vorbereiten soll und was sie alles können müssen damit sie schulreif sind. 

Aber der Abend zeigt meiner Meinung nach mal wieder ein Grundproblem. Die Eltern die dort anwesend waren machten eher einen gelangweilten Eindruck,  da den meisten schon vorher bewußt war, dass es sinnvoll ist mit Kindern zu sprechen, sie zu Selbstständigkeit zu erziehen und sogar vom negativen Einfluss von TV hatten wir alle  schon mal gehört. Die für die der Abend sicher informativ und wichtig gewesen wäre habe ich dort kaum gesehen. Von 600 eingeladenen Eltern sind 30 gekommen. 

Und die Art wie mit uns gesprochen wurde. So eine Mischung aus Teletubies und geistig Minderbemittelt. Oh mein Gott. Bitte lasst mich nicht  diesen Ton auf meinen Elternabenden haben und es nicht merken. 

Jetzt bin ich immerhin um die Erkenntnisse schlauer,

– unsere  Kinder werden  trotz 18 Monate Altersabstand nur ein Schuljahr auseinander in die Schule kommen.

– Es gibt eine flexible Schuleingangsphase die aus Klasse 1 und 2 in Jahrgangsklassen besteht aber in der man auch drei Jahre verweilen kann.  (Früher hätte ich das Sitzenbleiben genannt, aber verweilen klingt ja so viel schöner  )

– Unsere Kinder zur Einschulung einen „Schultest“ bestehen müssen indem die Grundschule testet was sie schon alles können ( Aber es soll natürlich kein Leistungsdruck entstehen)

– Eine gute Mutter ihrem Kind Mittags selbst etwas zu essen kocht und das nicht von der Schule verlangt. ( Begründung warum die Schule  in der Mittagsbetreuung kein Mittagessen anbietet)

– Die Bestätigung meiner Überlegungen, dass wir wohl noch länger ein Au-Pair brauchen werden, weil ich keine gute Mutter bin.  (es sei denn meine Kinder essen erst gegen  14.30.Uhr Mittag)

– Das Thema offene Ganztagsschule nichts mit Einschulung und Schule am Morgen zu tun hat und die Direktorin darüber nicht sprechen möchte. Wenn die Leitung der Ganztagsschule.  ( ?!?!?!??!?!)

– Ich mal wieder verstehen kann warum es gegen meinen Berufsstand so viele Vorurteile gibt

– Ich nicht verstehen kann warum so wenig Eltern dort sind.  Auch wenn es langweilig ist, es geht um die Zukunft unserer Kinder da opfere ich doch mal die 1-2 Stunden.   

Und sei es nur um anschließen einen bösen Artikel für den Blog zu haben 🙂

„Ich will Kühe“ oder Kinder und Ironie

Februar 9, 2010

Kinder verstehen keine Ironie. Das ist etwas was ich unseren neuen Au-Pairs möglichst schnell erkläre. Wir hatten nämlich schon die ein oder andere komische und leider auch gefährliche Situation. 

Einmal hat ein Au-Pair Nr.2 zu den Kindern, nachdem eine Tasse zu Bruch gegangen war, gesagt „Super, toll gemacht“ und die Kinder haben sich gefreut. Sie waren zwar etwas überrascht, aber froh. Sehr zum Leidwesen des Au-Pairs, da sie überhaupt nicht verstehen konnte warum jetzt beide Kinder lachten und danke gesagt haben. 

Eine ander Situation. Die Kinder weigern sich mit dem Au-Pair nach Hause zu gehen, sondern wollen lieber noch auf dem Spielplatz spielen. Das Au-Pair sagt genervt „Dann geht doch allein nach Hause“ und schaut geschockt hinterher wie die Kleine Hexe im Schweinsgalopp losrennt. 

Und auch als Gastmutter ist man vor dieser Falle nicht sicher. Gestern haben unsere Kinder mal wieder eine dieser tollen „Ich will aber …. xyz“ Phasen. Nach zwei Stunden war ich dann auch ziemlich genervt und habe mit einem “ Und ich will Kühe“ geantwortet und mich zum Gatten ins Wohnzimmer verzogen.

Zwei Minuten später steht die Große Hilfe in der Tür und überreicht mir ihre Spielzeughandpuppe. Ich bin noch etwas perplex und überlege, was das jetzt soll,  aber sie erklärt mir, „Du wolltest doch eine Kuh und die Puppe ist eine Kuh“.   Ja es ist schön wenn meine Kinder meine Wünsche ernst nehmen.  🙂 🙂

Vereinbarkeit Familie und Beruf Utopie und Realität

Februar 4, 2010

Das Thema Vereinbarkeit Familie und Beruf ist ein Thema faszinierte mich schon im Studium damals noch rein theoretisch.  Ich habe meine Examsarbeit über das Thema geschrieben und viel über das Thema gelesen und nachgedacht.  Und ich war überzeugt, dass Mann/Frau mit der nötigen Planung beides ganz gut schaffen kann. Manchmal muss ich schmunzeln wenn ich meine meine Ideen von damals lese. In der Theorie ist alles immer recht einfach.

Es klappt auch in der Realität, aber manches Mal beneide ich heimlich die Elternzeitmamas , einfach um ihre vermeintliche zeitliche Freiheit.  Und zwar immer dann, wenn ich mal wieder nicht ins System passe oder unser sorgsam geplantes Betreuungsnetz in sich zusammen fällt.  Ich fühle mich nämlich manchmal in beiden Systemen wie ein Alien. Die Vollzeitmamas sind  oft freundlich reserviert und auf der Arbeit schauen mich die Vollzeitkollegen wie ein exotisches Wesen an.  Aber vielleicht bin ich ja auch ein bischen zu empfindlich.

Weil:

– Der Kiga alle Mütterevents immer auf die Vormittage legt. Und nie in die Schulferien. So verpasse ich regelmäßig die Musikaufführungen, Müttertreffen und Spielgruppen.  Am Nachmittag laufen dann Veranstalltungen für Väter und da sind häufig Mütter nicht erwünscht. Beispiel Babyschwimmen.

– Verabredungen mit anderen Kindern schwierig sind, da sie normalerweise beim Abholen vor dem Mittagessen getroffen werden. Ich/Au-Pair kommen aber erst nach dem Essen und dann ist alles schon gelaufen.

– der Kinderarzte am liebsten nur Termine am Vormittag hat und die liebe Sprechstundenhilfe nicht versteht warum ich nur 1x in der Woche Morgens kann.

– die Kinder morgens betteln ob ich nicht auch mal zu Hause bleiben kann um mit ihnen zu spielen und mein Mamaherz blutet.

– Ich mal wieder den „natürlichsten“ Vorgarten der ganzen Siedlung habe, weil ich seit Wochen nicht dazu komme ihn mal wieder richtig in Ordnung zu bringen.

– Mich ältere Kolleginnen aber niemals Kollegen  mit ihren Theorien über vernachlässigte Kinder beglücken die schon mit 2 Jahren fremdbetreut werden und wie wichtig es war, dass sie damals lange zu Hause geblieben sind.

– meine Unterrichtsvorbereitung mal wieder Schwellendidaktik ist, weil die Kinder den ganzen Tag die Mama brauchten und am Abend auch erst viel zu spät eingeschlafen sind.

– Konferenzen, Termine bei uns in der Schule immer möglichst kurzfristig bekannt gegeben werden, oder gerne auch noch mal kurzfristig umgelegt.

– Der Kiga den dritten Tag dieses Jahr die Betreuung früher oder ganz einstellt und somit auch alles wieder umgeplant werden muss.

– 100 Möglichkeiten bestehen sich im Kindergarten einzubringen für die mir aber leider häufig die Zeit fehlt.

Aber ich bin auch realistisch genug zu sehen, dass es sicher 100 andere Situationen gibt in denen mich dieselben Mamas um meine Möglichkeiten beneiden. Und mir fallen eben auch genug Gründe für die Arbeit ein.

– Unsere Familie hat durch zwei Einkommen viel mehr Sicherheit. Es ist für beide Partner ein gutes Gefühl, dass man nicht allein für alles verantwortlich ist.

– Wir können uns den Luxus  eines Au-Pair  leisten auch so auch als Paar allein etwas unternehmen.

– Unsere Kinder sind  früh selbstständig und gehen offen und neugierig auf neue Menschen zu.

– Wir können uns ein Haus mit großem Garten leisten. Platz ist mit Kindern  Luxus.

– Ich kann meinen Kinder Musikschule, Ausflüge, Urlaube ermöglichen, die von einem Gehalt so sicher nicht bezahlbar sind.

– Ich liebe meinen Beruf und gehe meistens einfach gerne arbeiten.

– Es ist toll auch mal nicht nur über KKK Kinder Küche Klatsch zu reden.

Fazit:

Vereibarkeit klappt wenn die Rahmenbedingungen stimmen und man bereit ist Kompromisse einzugehen.

– Man braucht eine gute Kinderbetreuung am besten mit doppeltem Boden.

– Man muss sich eingestehen, das Frau wenn sie nicht Superwomen ist Hausarbeit, Familienzeit/Erziehung und Erwerbstätigkeit nicht  allein 100 perfekt erledigen kann. Delegieren und Abstriche machen ist notwendig.  (Bei mir ist die Priorität ganz klar Kinder/Beruf vor Haushalt)

– Eine Umgebung die einen unterstützt oder zumindest keine Knüppel zwischen die Beine wirft. Denn das chronisch schlechte Gewissen haben wir Mütter glaube ich doch genetisch eingebaut, da brauche ich keine Nachbarn, Großeltern, Kollegen, Kigadrachen …. die da noch dran schrauben.

– Eine Gesellschaft die Kinder nicht nur als Kosten/Risikofaktor sieht, sondern als normaler Teil des Lebens der eben genauso dazugehört wie vieles andere auch. Und wenn das so ist, dann fühle ich mich als berufstätige Mutter vielleicht auch nicht mehr so „zwischen allen Welten“.

All das ist mir persönlich 1000x mehr wert als irgendwelcheund  Herdprämien, Bildungsgutscheine oder Erziehungs- Elterngeld Zahlungen. Natürlich hätte ich mich gefreut wenn ich auch was davon bekommen hätte, aber das alles hätte meine Lebensplanung oder die Entscheidung für Kinder nicht wirklich beeinflusst.  Einzig die Vätermonate des Elterngeldes sind finde ich eine tolle Sache, da so auch die Väter die Möglichkeit bekommen ihren Teil am Familienleben zu haben ohne gleich die Familie in finanzielle Nöte zu stürzen.

Au-Pair und Erziehung

Januar 22, 2010

Damit hier nicht der Eindruck aufkommt unser Au-Pair macht nur Probleme. Gestern war ich ziemlich stolz auf sie.

Unsere „Große  Hilfe“ leidet gerade etwas an der typischen Selbstüberschätzung von 4 jährigen.  Sie hat nach dem Kiga Sport beschlossen sie ist groß genug und geht allein nach Hause. Also ist sie unserem Au-Pair, das ja auch noch die kleine Hexe hattedavon gelaufen.  Unser Au-Pair im Stechschritt mit tobender Hexe unter dem Arm hinterher.  Aber die große kann verdammt schnell sein wenn sie will.

Als die drei dann kurz hintereinander gottseidank ohne Unfall  zu Hause angekommen sind, hat unser Au-Pair  der „Großen Hilfe“ eröffnet die „Party“ die für den Elternfreien Abend geplant sei würde ausfallen, da Sie mal wieder nicht auf sie gehört haben.  Meinen Segen hatte sie. Was mich aber richtig gefreut hat, sie hat es wirklich durchgezogen. Und das war bestimmt stressig die beiden Kinder nicht einfach bequem vor dem TV zu parken, sondern mit ihnen zu spielen und sie dann so ins Bett zu bringen. Erste Anzeichen von Konsequenz.  

Bleibt natürlich noch die Frage für uns wie mache ich einer vierjährigen, die am liebsten schon ein Schulkind sein möchte, klar, dass sie wirklich noch zu klein für solche Aktionen ist und sich vor allem auch immer dran hält.  Denn sie glaubt ja schon gut aufzupassen und sich an alle Regeln im Straßenverkehr zu halten. Macht sie ja  auch, aber sie ist eben erst vier und da traue ich ihr einfach noch nicht.  Mal davon abgesehen, das sie auch bestimmte Dinge schon rein entwicklungstechnisch nicht kann.  Da ist wohl auch mehr elterliche Konsequenz gefragt.


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