Posts Tagged ‘Geld’

Kinder kriegen ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr

Januar 13, 2013

Wenn man als Paar überlegt ein Baby zu bekommen macht man sich im Normalfall erstmal Gedanken über so wichtige Dinge wie:

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3x Schulstart

August 25, 2012

Jetzt hat der Alltag uns wieder.   Die Schule hat für alle wieder angefangen und schon nach 5 Minuten fühlt man sich als ob man nie weg war.   Dank neuer Schulleitung beginnt die Schule für Lehrer jetzt immer schon am Montag der letzten Ferienwoche damit wir in „Ruhe“ die Nachprüfungen organisieren können.

Als besonderes Highlight gibt es dann am letzten Ferientag die erste Lehrerkonferenz.   Für mich immer wieder ein gratis Kabarett.   Leider hat unsere Schule ein ziemliches Demokratie Defizit.   Nicht nur, dass die Schulleitung am liebsten geheime Abstimmungen verhindern möchte.   Nein ein Großteil der Kollegen findet es auch noch OK.  Denn das kostet doch nur Zeit.   Und bevor ich 5 Minuten länger bleibe gebe ich doch lieber ein paar grundlegende Grundrechte auf um mich dann über das fehlende Politikverständniss der Schüler aufzuregen.  Ironie off.
Nachdem wir gefühlte 120 Punkte von Begrüßung neuer Kollegen bis Berichte aus jedem „Und wenn du nicht mehr weiter weist, dann bilde schnell einen Arbeitskreis“ hat das ganze bereits 1 Stunde mehr als angekündigt gedauert.  Und dann kommt mein persönlicher Höhepunkt:  Verschiedenes.   Hier können sich dann nochmal alle Kollegen die vorher noch nicht genug gesagt haben in Ruhe über Nebensächlichkeiten aufregen,  bereits 3x per Mail, Aushang und Zetter bekannte Dinge wiederholen oder  einfach noch etwas sagen wollen was ihnen spannend erscheint.

Dann mit 1.5 Stunden Verspätung darf man endlich nach Hause und seinem Babysitter erklären, warum man selbst zwar Wert auf Pünktlichkeit legt und auch unsere Schulleitung auf die Einhaltung von Terminen pocht.  Es ihr aber im Gegenzug unmöglich ist wenn sie bei Konferenzen einen Endpunkt angibt diesen auch nur Annäherungsweise einzuhalten.

Die Einschulung der neuen Schüler war dann unspektakulär.  Hier ist nur jedes Jahr das gleiche Chaos.  Wer kommt ohne Anmeldung und wieviele mit Anmeldung kommen nicht.  Die ersten 1-2 Wochen sitzt man gefühlt jeden Tag in einer neuen Klasse.

Mein Start in die Vollzeitarbeit hat bisher gut geklappt auch wenn ich schon 2x die Betreuungszeit der OGS voll ausschöpfen konnte.  Und für alle die sich fragen woran man eine gute OGS erkennt?

1) Sie hat vom ersten Schultag an die komplette Zeit inkl.  Frühstücksbetreuung und Randstunden angeboten.

2) Sie fand es völlig ok, dass ich unseren Schulanfänger schon am Tag vor der Einschulung dort abgegeben habe.

3) Sie hat alle Eltern beim ersten Abholen  mit einem Glas selbstgemachter alkoholfreirer Bowle empfangen und uns einen guten Start gewünscht.

4) Die Kinder begrüßen einem zwar begeistert, aber mit der Frage ob sie noch ein bischen weiterspielen dürfen.

Und obwohl alles eigentlich super gelaufen ist und meine Pläne gut funktionieren, bin ich gestern Abend mit dem Gatten wie Tod um 9 Uhr ins Bett gefallen.  Denn nach 6 Wochen Urlaub fühlt sich der Alltag wie Marathon laufen an.
Nächste Woche kommt dann der beliebte Zettel und Termine Regen über uns.  Jede Institution gibt ihre Terminpläne, Klausurpläne,  Klassenpläne …. heraus und dann kommt die Zeit der Elternabende. Dann hängen Eltern an die Arbeits- und Hausarbeitsschicht noch eine 3 Schicht an.

Wie wichtig ist Geld ?

März 28, 2012

Nachmal vielen Dank für die vielen guten  Tipps und Erfahrungsberichte zu meinem letzten Artikel.   Ein Punkt hat mich besonders beschäftigt.  Die Frage ob Geld bei der Entscheidung eine Rolle spielt.

Für mich ganz klar JA

Geld hat für mich mehrere Funktionen

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Unser erstes AP – Ein Ende mit Schrecken

Oktober 16, 2011

Heute ist es auf den Tag genau 5 Jahre her, dass unser erstes AP uns verlassen hat.  Und damit unser  Abenteuer AP  ziemlich abrupt und mit einem riesen Knall beendet hat.  Aber der Reihe nach …

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So möchte ich auch gerne leben..

Juni 11, 2011

Bekomme ich  häufig von Schülern gesagt.  Ähnliche Bemerkungen machen  gerne auch APs und  Bekannte  ….   :  „Du hast es einfach nur gut.“   „Dein Leben möchte ich auch haben“     „Bei euch klappt aber auch alles“

Solche Äußerungen bringen einen dann dazu über das eigene Leben nachzudenken und  von außen betrachtet haben die Leute recht.

 

Ich habe meinen Traummann geheiratet und wir führen eine glückliche Ehe,  wir haben 2 tolle Kinder zusammen bekommen, leben in einem großen schönen Haus, haben  tolle Großeltern,  großartige Patentanten und liebevolle Tanten und Onkel.   Ich habe einen Beruf der mich ausfüllt und der mir jeden Tag neue Herausforderungen bietet,  meine Kinder haben sich bisher toll entwickelt und es geht uns allen gut.

Manchmal macht mir soviel Glück selbst ein bischen Angst.

 

Aber  ich kenne  auch die anderen Bereiche und Erfahrungen die zu  meinem/unserem Leben gehören und die uns dahin geführt haben wo wir heute sind.

Ich habe schwanger mein 2. Staatsexamen gemacht und danach keine feste  Stelle gefunden.  Als ich kurzfristig wieder arbeiten konnte musste ich  innerhalb von nur 2 Wochen eine Kinderbetreuung organisieren und den Sprung ins kalte Wasser wagen.

Innerhalb kurzer Zeit starb meine Oma und eine Oma erkrankte schwer.  Zwischendurch haben wir  ein Haus gekauft mit viel Risiko, weil nur ein Verdiener da war.   Immer nach ohne feste Stelle das 2. Kind nur 18 Monate nach Nr. 1 bekommen.   Dann als Lichtblick ein 2. Studium trotz Baby angeboten bekommen. Auch wenn es jeden Tag 100km Fahrt und viel Stress und Organisation bedeutete angenommen.   Ein AP eingeladen, dass dann 1 Tag vor ET untergetaucht ist.   Kurzfristig Elternzeit beantragt und neues AP eingeladen.  Studium  nicht abgeschlossen.

Nach 2 Jahren Vertretungsarbeit  beschlossen mich selbstständig zu machen.  Als alles organisiert war und das Gewerbe angemeldet war  doch noch eine feste Stelle in der Nähe bekommen.   Jetzt arbeiten mein Mann und ich  beide in sehr fordernden Berufen sowohl zeitlich als auch emotional.   Unsere Kinder sind im Winter gefühlte 3 Monate Dauer- und Wechselkrank gewesen.  Wir haben 1 Kind mit eine lebensbedrohlichen Allergie.

Wir haben also auch nicht nur Glück im Leben gehabt und sind auch schon durch schwierige Zeiten gegangen.    Aber diese schwierigen Phasen haben uns als Paar und Familie näher zusammen geschweißt und ich  kann mir sicher sein, dass mein Mann und ich auch in schwierigen Situationen gut funktionieren und uns gegenseitig stark machen.  Wir sind zusammen gewachsen und haben uns immer wieder gestützt.

Und daher kann ich auch auf die Aussagen oben mit guten Gewissen antworten:   „Ja ich würde auch mit mir tauschen wollen“   🙂

 

 

 

Flexibilität durch Au-Pair

Mai 31, 2011

Einer der wichtigsten Gründe warum wir uns für ein AP als Kinderbetreuung entschieden haben war die hohe Flexibilität die diese Betreuungsform bedeutet.  Gerade im Notfall oder bei kurzfristigen Änderungen kann auch so eine gute Kinderbetreuung gewährleistet werden.

Soweit die Theorie.  Aber in der Praxis treibt mich Olga gerade mal wieder in den Wahnsinn.  Sie macht zwar ihre Aufgaben nicht wirklich schlecht, aber gerade der Bereich Flexibilität scheint ihr in letzter Zeit nicht mehr zu gefallen.  Dabei haben wir ihn seit Wochen fast nie genutzt.  Aber wahrscheinlich liegt genau dort das Problem.

Klingt unlogisch?  Ich versuche es an ein paar Beispielen zu erklären.

Olga hat laut unserem Arbeitsplan ca. 25-26 Wochenstunden von MO-FR fest  eingeplant.  Die restlichen 3-5 Stunden pro Woche sind für Notfälle (krankes Kind muss am Morgen betreut werden/ gelegentliches Babysitten am Abend/Wochenende) .  So war es auch von Anfang an abgesprochen.  Die letzten Wochen waren unsere Kids zum Glück auch sehr selten krank und Babysitten am Wochenende/Abend war auch die absolute Ausnahme.  Olga hatte seit Weihnachten vielleicht 1x am Wochenende  babysitten müssen.    Diese Termine tragen wir auch immer möglichst früh, spätestens am Sonntag Abend in den Familienkalender ein.    Dort sollte Olga ja auch alle wichtigen Termine eintragen.   Überstunden durch Krankheit der Kinder werden entweder direkt durch einen freien Nachmittag oder in der nächsten Woche ausgeglichen.   Soviel zur  Theorie.

Nachdem die letzten Wochen wie gesagt eher ruhig aus Au-Pair Sicht waren.  Die Kids gesund und häufig am Nachmittag verabredet oder mit sich selbst beschäftigt hatte sie regelmäßig 1-1,5 Stunden früher Feierabend und auch den ein oder anderen ganz freien Nachmittag.  Ist für mich auch völlig ok.  Unser AP muss nicht zwingend auf ihre 30 Stunden kommen.  Wenn die Kids am Freitag Nachmittag eine Geburtstagsparty haben, dann ist eben schon um 15.00 Uhr Wochenende  🙂    Und auch für ihre Vorstellungstermine und Urlaubswünsche waren wir als Familie bereit viele Kompromisse einzugehen und  sogar einen zusätzlichen Babysitter zu bezahlen, damit sie ihre Wunschtermine wahrnehmen konnte.  Obwohl sie nichts vorher mit uns abgesprochen hatte 😦    Aber das ist eben für mich das Verhältniss auf Gegenseitigkeit und ich wollte ihr ja auch nicht die Chance auf ihr FSJ kapput machen.

Tja und letzte Woche war dann wie lange angekündigt eine sehr stressige Woche.  2 Geburtstage,  Konferenzen,  Abiturprüfungen und noch ein Abendtermin mussten unter einen Hut gebracht werden.   Und passend dazu wurde natürlich auch noch ein Kind krank.   Für unser AP bedeutete es also diese Woche würde Überstunden bringen.    Als wir dann am Mittwoch Abend mit ihr planen wollten wie der nächste Tag am besten zu organisieren ist.  Ich hatte den ganzen Tag Prüfungen und mein Mann musst über Nacht im Krankenhaus arbeiten weil dort auch Kollegen durch Krankheit ausgefallen sind kam von Ihr :   “ Das sind aber über 6 Stunden am Tag“    Da bin ich ja innerlich  fast geplatzt.    Ja es waren mehr als 6 Stunden um genau zu sein 7,5  aber erstens hatten wir es lange angekündigt, zweitens hatten wir an diesem Tag wirklich keine Alternative (Omas im Urlaub,  Tanten verhindert) .   Ich kann ja verstehen, dass sie genervt ist wenn sie Überstunden machen muss, aber  es ist eben ihr Job und wir sind ihr die letzten Wochen soviel entgegen gekommen.  Auch an diesem Tag.   Wir haben das gesunde Kind selbst in den Kiga gebracht und ich hatte organisiert, dass unsere Große Hilfe allein nach Hause laufen darf.  Und sie stellt sich genau an diesem Tag so quer.   Und  dann am nächsten Tag die gleiche Nummer.   Mein Mann hatte sie wohl schon vor ein paar Wochen gefragt ob sie gegen extra Bezahlung (30€ für einen Nachmittag + Abend)  auf die Kids aufpassen würde, damit er mir zum Geburtstag einen Theater Abend schenken kann. Sie hat zugesagt. Wie gesagt sie wurde gefragt und wir hätten auch einen anderen Babysitter finden können.  Ihre freie Entscheidung.  Aber als es dann so weit war auch hier nur gemecker.  Ich wollte eigentlich zu Schatzi?  Wann muss ich zurück sein?  Dann eine Stunde vor Beginn der Anruf :“Ich  komme vielleicht ein bischen später“ .  Ok sie war dann doch pünktlich, aber solche Aktionen machen mich mürbe.  Seit sie ihre Zusage für ihr FSJ hat kommt auch ständig die Frage:  „Du musst mir sagen wann ich frei habe“   Aber nachdem ich 2x recht ärgerlich gesagt habe: „Wie immer nach Plan“ ist zumindest da wieder Ruhe eingekehrt.    Da scheint ihr wohl wieder eingefallen zu sein, dass der Plan am Kühlschrank nicht nur Deko ist.  Vielleicht hängt es aber auch mit der gemeinen Frage meines Mannes zusammen „Wann kannst du eigentlich frühstens  dein FSJ anfangen?“  Der ist nämlich auch ordentlich angesäuert.

Denn neben dem Meckern über flexible Arbeitszeiten ist das ignorieren oder „sparen“ von Hausarbeitszeit auch ein beliebtes Hobbie geworden.  Sie hat ja laut Plan jeden Tag 1-2 Stunden am Morgen für Bügeln,  aufräumen und staubsaugen. Aber auch hier wurde die letzten Wochen eher nach dem Motto.  Schnell und oberflächlich gearbeitet, oder geziehlt die Arbeit auf dem Nachmittag verlegt wenn die Kids auch da sind.  An sich auch ok, aber dann erwarte ich auch keine Beschwerden wegen 1x 5 Überstunden pro Woche.  Vor allem hatten wir schon überlegt wie wir die Überstunden ausgleichen könnten. Entweder durch extra Bezahlung oder einen extra freien Tag zwischen den Feiertagen im Juni.  Aber nach der Nummer ist das jetzt erstmal gestorben.

Aber es ist auch unser Fehler.  Wir hätten viel öfter auch Abends ihre Dienste in Anspruch nehmen müssen. Denn die Erfahrung zeigt leider, dass sich APs sehr schnell an generell freie Abende/Wochenenden gewöhnen und es dann als absolute Zumutung empfinden wenn sie doch mal arbeiten müssen.

Das Problem liegt für mich aber auch darin, dass ich nicht wirklich ihr gegenüber ausdrücken kann was mich genau stört. Denn sie macht ja dann ihre Arbeit.  Und es ist eigentlich auch ok, dass sie mal keine Lust hat.  Geht mir ja nicht anders.  Nur lasse ich es nicht so an meinen Schülern und Kollegen aus.  Hoffe ich zumindest

Nachdem also die letzte Woche Stimmungstechnisch deutlich eingetrübt war hat wohl auch Olga gemerkt, dass sie übers Ziel hinaus geschossen ist und bemüht sich jetzt wieder um Schadensbegrenzung.  Zumindest war die Küche gestern so gründlich aufgeräumt wie seit Wochen nicht mehr.

 

Highlights eines AP – Jahres : Kindergeburtstag

Mai 18, 2011

Zu den besonderen Festen und Anlässen an denen man den Aspekt Kulturaustausch aktiv merkt gehören auch die Kindergeburtstage der Gastkinder.  Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie überrascht ich war, als in den USA meine Gastfamilie die Kindergeburtstag auf keinen Fall zu Hause feiern konnte „Was würden die anderen Eltern denken, am Ende noch wir sind arm! „  und das alle Kindermädchen, Mütter, APs der Gastkinder bei der Feier anwesend sein durften mussten.  Die Feiern waren für meinen Geschmack eher darauf gerichtet möglichst zu zeigen wieviel man sich und seinem Kind bieten kann. Es wurden teure Events gebucht, Zauberer eingeladen oder Ausflüge gemacht.   Aber nach dem ersten Staunen, habe ich auch bemerkt, dass es den Kids ziemlich egal war, die hatten genauso viel Spaß wie man selbst auch.  Und hinterher mochte ich diese Events sogar, denn es hatte auch was gemütliches mit den anderen Nannys zu quatschen und Kaffee zu trinken.

Heute habe bin ich also verantwortlich einen gelungenen Kindergeburtstag zu organisieren. Zum Glück hat bei uns im Ort noch kein Kampf um die beste Party angefangen.  Wir werden ganz klassisch mit Muffins und Kerze auspusten anfangen und dann hoffentlich bei guten Wetter im Garten spielen.   Unsere Große Hilfe hat sich  Topfschlagen,  Eierlauf und Schatzsuche als Spiele gewünscht.  Schatzsuche ist eine Premiere.  Ich habe einfach 40 Murmeln im Sandkasten vergraben und die dürfen die Kids dann suchen. Mal schauen wie es läuft.

Zum Glück hat auch der beste aller Gatten heute Nachmittag frei. So sind wir mit 3 Erwachsenen wohl dem Angriff von 10 kleinen Prinzessinnen ganz gut gewachsen 🙂

Nach dem Spielen gibt es noch ein kleines Abendbrot und dann ist die Party auch vorbei.  Ich finde für 3-6 jährige ist so eine Feier völlig ausreichend.  Und vor allem kann es sich jeder leisten. Ich fände es nämlich schlimm, wenn man selbst oder andere die Latte so hoch legen, dass andere Eltern sich unter Druck gesetzt fühlen oder sich eine Feier nicht leisten können. Und den Kindern ist es doch völlig egal ob ihre Party teuer oder billig ist. Hauptsache sich feiern mit ihren Freunden.

Und unser AP?  Steht genau wie ich vor 16 Jahren hier und wundert sich was für ein Aufwand in Deutschland für eine Kinderparty gemacht wird 😉  Aber sie hat Spaß an der Sache und dekoriert gerade den Geburtstagstisch mit Luftschlangen und Ballons.

Au-Pairs on Tour

Mai 4, 2011

Nachdem Olga es geschafft hat die letzten 9 Monate jedes öffentliche Nahverkehrsmittel zu meiden, musste sie sich heute doch dem Grauen stellen.  Sie hat ein Vorstellungsgespräch für ein FSJ und weder ihr Loverboy noch die böse Gastmutter wollen sie „mal eben“  fahren.  Also musste sie mit Bus und Bahn fahren.  Jetzt hat sie natürlich Angst, dass alles nicht klappt. Denn sie hat noch nie ein Ticket gekauft (obwohl ich es ihr schon 3x gezeigt habe) und auch noch nie einen Deutschen Bahnhof von innen gesehen.  Ich bin mal gespannt ob und wenn ja wo sie landet.

Neben den typischen Schimpftriaden “ Deutsche Züge sind viel zu teuer“  „In der Ukraine muss man aber kein Ticket haben, da wird nicht kontrolliert“  „Warum gilt ein 9Uhr Ticket erst ab 9 Uhr“ ….. hat sie auch noch furchtbar darüber geflucht, dass sie 2x umsteigen muss.

Mein erster Impuls war ja ihr doch wieder zu helfen und sie zum Bahnhof zu bringen und das Ticket zu kaufen oder vielleicht doch einen Ausflug nach Köln zu machen, aber dann habe ich mich gebremst.  Denn wenn sie wirklich allein in Deutschland ein FSJ machen will und in Köln leben, dann muss sie es endlich lernen auch selbstständig zu handeln.  Daher habe ich zwar Tips gegeben, aber ihren Weg finden muss sie im warsten Sinne des Wortes allein.

Die Stelle auf die sie sich bewirbt klingt sehr gut und wir drücken ihr alle Daumen, dass es klappt.  Wenn es klappt müsste sie zwar bei uns einen Monat früher aufhören, aber damit könnten glaube ich alle ganz gut leben.  Und sie hätte ihren größten Wunsch erfüllt, nämlich länger in Deutschland bleiben.

Aber ob ihr FSJ immer noch gefällt wenn ihr aufgeht was es bedeutet, davon bin ich noch nicht wirklich überzeugt. Sie will nämlich nicht schwerer wie 10 kg heben, das ist für Frauen nicht gut.  Und natürlich auch nur mit körperlich behinderten und nicht geistig behinderten arbeiten. Auf meine Einwände, dass ja gerade die körperlich behinderten Menschen öfter gehoben werden müssen geht sie nicht weiter ein.   Und auch ihre Vorstellen von Umfang und Dauer der Arbeit weichen doch sehr von meinen Vermutungen ab.  Aber da sie beratungsresistent ist lassen ich sie auch da laufen.   Man wächst ja auch mit seinen Aufgaben.

Und wenn es klappt und sie das Jahr durchhält hat sie sicher viel fürs Leben gelernt.  Denn bei allem gemecker von meiner Seite, sie hat Ehrgeiz und Biss und daher glaube ich schon, dass sie nicht sofort abbrechen wird.   Nur die Frage wie sie mit 200€ Verpflegungsgeld ihren Hunger stillen will, die bleibt offen, aber auch hier wird sich eine Lösung finden 😉   Zum Glück wohnen wir weit genug weg, sodass unser Kühlschrank in Sicherheit ist.

Au-Pair und Telefon

Januar 6, 2011

Zumindest unsere APs sind bisher alle mehr oder weniger mit ihren  Handys, Telefon, Internet verwachsen gewesen.  Und bei allen gab es das klassische Problem:

WIE KANN ICH WÄHREND DER ARBEITSZEIT MÖGLICHST VIEL UND UNGESTÖRT TELEFONIEREN ???????????????????????

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Gute Zeiten Schlechte Zeiten

Dezember 13, 2010

Neben der allgemeinen Au-Pair Unlust gibt es hier natürlich auch noch das ganz normale Gastfamilien Alltagsleben.  Und dieses besteht aus guten und schlechten Elementen.

Erstmal die guten.

+ Unsere Olga ist immer ohne Murren bereit ein pseudo krankes Kind mit vermeintlicher Bindehautentzüdung einen ganzen Tag zu betüddeln und liebevoll zu umsorgen.  Die beiden haben für die ganze Familie Wackelpudding mit Sahne und Amaretto gemacht.  Ok Amaretto ist nicht Kindergeeignet, aber zum Glück sind auch 50% der Schälchen Kindertauglich geblieben.

+ Olga macht hier auch eine Menge Kleinigkeiten die unseren Haushalt in Ordnung halten und im Alltagsgeschäft viel zu leicht übersehen werden.

+ Olga hat sich die Ansprache wieder mehr aktiv mit den Kindern zu machen wirklich zu Herzen genommen.

Aber es gibt leider auch ein paar negativ Punkte

– Ich bin erschreckt wie cool Olga zwei Freunde parallel laufen läßt. Besonders weil Ich weiß, dass der eine ihr mit Herz und Seele verfallen ist.  Soviel Abgebrühtheit habe Ich ihr nicht zugetraut und es hinterläßt einen faden Beigeschmack.  Auch wenn mich ihr Privatleben ja eigentlich nichts angeht.

– Das Thema belastet unsere Beziehung mehr als Ich am Anfang dachte, da Ich zu diesem Thema eine klare Meinung habe, die sie auch kennt.  Ich ärgere mich, dass sie uns in ihre Aktionen direkt und indirekt mit hinein zieht.  Sie will, dass wir nicht an ihr Telefon gehen oder ihrem Lover Nr.1 sagen, dass wir am letzten Wochenende nicht zu Hause sind …  Das werde Ich so aber sicher nicht machen. Ich werde Sie auch nicht verpetzen, aber für sie Lügen werde Ich auch nicht.  Sie bringt aber alle in blöde Situationen, wenn sie Nr. 1 hier zum übernachten einläd und dann ständig „Gefahr“ besteht, dass Kinder oder wir uns verplappern.

– Olga hat wenig Gespür, wann sie andere Menschen Mich stört.  Wenn Ich am Schreibtisch sitze kommt sie ständig an und möchte mir etwas sagen, fragen, zeigen …   Eigentlich ja total lieb und nett, aber Ich fühle mich manchmal richtig verfolgt und komme zu nichts.   Sie scheint auch nicht wirklich zu merken, wenn Ich dann kurz angebunden bin, weil Ich z.B. gerade mitten in einer Klausur bin.  Ich traue mich aber auch nicht ihr das so deutlich zu sagen, da es schnell so wirkt, als ob Ich nicht mit ihr sprechen will. Das ist es ja gar nicht, aber Ich brauche manchmal auch Luft zum Atmen.  Oder es stört mich weil Ich nicht nur viel Stress habe, sondern Ich auch unzufrieden bin wegen Thema Nr. 1

– In den letzen Tagen hat unsere Spülmaschine, der teure Vorwerkt Staubsauger und ein PC den Geist aufgegeben.  Das hat zwar nicht wirklich was mit unserem Au-Pair zu tun, passt aber ins momentane Stimmungsbild 😦

Au-Pair Alternativen

Dezember 13, 2010

So jetzt haben wir das ganze Wochenende überlegt wie ein Alternativ Betreuungsmodell zum Au-Pair aussehen könnte.

Eine mögliche Alternative :  baut auf 4 Säulen

Kiga für Kleine Hexe 45 Stundenbetreuung von Mo-Do 7.15-16.45  und  Fr. bis 14.15 Uhr

OGS für Große Hilfe   von 7.30-16.00 Uhr und Fr.  auch bis 14.00 Uhr

Putzfrau 2-3x in der Woche  für 3-4 Stunden für Hausarbeit und als Nofallbetreuung im Krankheitsfall

Arbeitszeit Optimierung: Arbeitszeit Mama auf 3 max 4 Tage pro Woche verteilen  + Dienste des Gatten möglichst auf Putzfrauenfreie Tage abstimmen.

Finanzielle Seite:

Wenn man alle Nebenkosten einrechnet kostet uns unser Au-Pair zwischen 450 und 500€ im Monat.   Diese Kosten würden bei der Alternative wegfallen, dafür würden die Kosten für die Putzfrau um ca. 200€ pro Monat steigen  + OGS von ca. 50-100€   also insgesamt    450€ gegen  250-300€.   Auf der Kostenseite erstmal ein Plus.  Wenn der Kigabeitrag in NRW fürs letzte Jahr wirklich wegfällt noch viel mehr, aber das ist ja unabhängig vom AP.      Wir hätten also auch noch genug Geld um im Notfall Überstunden zu bezahlen und hin und wieder einen Babysitter für Abends/Wochenende.

Probleme:

–  Der Kiga Beginn liegt mit 7.15 genau 15 Minuten zu spät um wirklich sicher und stressfrei zur ersten Stunde in die Schule zu kommen. Daher müsste meine Stundenplanung mir auch nächstes Jahr entgegen kommen immer erst zur 2. Stunde anzufangen.

– Konferenzen, Elternsprechtage  und Abendtermine  sind durch Kiga und OGS nicht abgedeckt und müssten durch Babysitter, Spieldates, Omas abgedeckt werden.

– Krankheit der Kinder wird deutlich problematischer, da wir nicht mehr spontan am Morgen entscheiden können ein Kind zur Sicherheit mit leichtem Fieber zu Hause zu lassen.  Entweder müsste kurzfristig unsere Putzfrau einspringen, oder ein Elternteil seine Kinder Krankentage nehmen .   Bisher habe Ich mir diese Tage immer für absolute Notfäller (Krankenhaus, Lungenentzündung, Arztbesuch notwendig) aufgehoben.

– Kleine Bequemlichkeiten fallen weg (Spülmaschine wird jeden Tag ausgeräumt, spontane Kinobesuche, Helfende Hand beim Frühstück/Anziehen der Kinder)

– Die Frage ob unsere Putzfrau an so einem Angebot überhaupt interessiert ist. Sie lebt von Harzt IV und Ich kann nicht abschätzen, ob es für sie nicht sogar „schädlich“ ist, wenn sie aus dem Bezug rutscht, weil sie dann nicht mehr Krankenversichert ist.  Aber eigentlich ist sie fleißig und sehr motiviert.

– Die Frage ob wir einen Platz in der OGS bekommen würden.

Positive Aspekte:

+  Wir haben unser Haus wieder für uns inkl. Gästezimmer

+ Wir sparen zwischen 250-300€ pro Monat

+ Keine Fahrdienste 2x die Woche zum Sprachkurs

+ Keine langwierige Suche nach neuen Au-Pairs

+ Keine 2-4 Wochen Einarbeitung in den Sommerferien

+ Auch „Schwere“ Hausarbeit (Bügeln aller Wäsche,  Fenster putzen,  Keller putzen, evt. Vorgarten pflegen) kann an Putzfrau delegiert werden.

+ Keine  Zeit mehr für Organisation und Gespräche über  Urlaub, Studium, Liebe …. die pro Woche locker 1-4 Stunden, je nach AP und Stimmung  kosten.

+ Spontane Änderungen im Familienalltag (Spieldates, Essen gehen, Ausflüge) ohne auf das AP Rücksicht nehmen zu müssen

Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden, aber Ich bin überrascht wie viele positive Aspekte diese Alternative hat und wie wenig Nachteile mir bisher eingefallen sind.  Bitte gerne von erfahrenen Gastmüttern vergessene Nachteile nennen.

Wir werden auf jeden Fall die Suche noch nicht einstellen und mit den beiden verbliebenen Bewerberinen weiter Kontakt bleiben und skypen, aber wenn Ich nicht ein 100% positives Gefühl habe, dann werden wir die Alternative ernsthaft in Betracht ziehen.   Und bis dahin unser vielleicht letztes Au-Pair noch richtig genießen.

Vereinbarkeit Familie und Beruf: Ich könnte gerade platzen

September 15, 2010

Der Morgen heute fängt super an. Ich schaue in die Zeitung und werde mit der Nachricht beglückt, dass die Elternbeiträge für den Kiga  steigen explodieren werden. Und zwar heftig. Zur Zeit zahlen wir in der höchsten Einkommensgruppe für 45 Stunden Betreuung ca. 260€ + 2,5 pro Kind und Tag für Mittagessen.  Bisher waren alle Geschwisterkinder vom Beitrag befreit, nur das Mittagessen muss bezahlt werden.

Jetzt gibt es zwei weitere Einkommensgruppen und wir dürfen ab nächstem Sommer 340€ + 3,2 pro  Mittagessen zahlen für dann nur noch ein Kind.  Ein zweites müsste nochmal 30% des Beitrags zahlen.  Mir ist klar, dass Betreuung Geld kostet und ich stehe auch hinter einer Einkommensstaffel, aber so ein Preissprung der ist heftig. Denn unser Kiga bietet de Fakto keine 45 Stunden Betreuung und wir sind weiterhin auf ein AP für die Randzeiten angewiesen. Und für verlässliche Grundschule oder OGS kommen ja dann auch nochmal Kosten dazu.   Das würde bedeuten, dass wir fast 1000€ jeden Monat für Kinderbetreuung ausgeben. Und vor allem warum erfahre Ich sowas aus der Zeitung wenn es bereits beschlossen ist.

Ich bin jetzt am überlegen wie wir mit dieser neuen Situation umgehen werden. Entweder ich werde die Kigabetreuung zeitlich reduzieren und die Kinder auch Mittags wieder durch unsere APs bekochen lassen oder Ich werde ernsthaft durchrechnen, ob wir nicht günstiger fahren, wenn ich auf halbe Stelle reduziere und wir somit weniger Betreuung brauchen.  Einziger Hoffungsschimmer, die neue Landesregierung hatte ja mal angedacht das letzte Kiga Jahr beitragsfrei zu stellen. Ich bin gespannt. Das würde uns dann positiv  treffen, aber da wir bisher immer zum falschen Zeitpunkt Kinder hatten bin Ich da wenig optimistisch. Und den Eltern mit jüngeren Kids nützt es auch nichts.

Beim alten Erziehungsgeld haben wir nichts bekommen, da Ich ja gearbeitet habe und wir zuviel verdient haben. Beim Elterngeld sind wir leer ausgegangen weil  Kind Nr.2 kurz vor dem Stichtag geboren wurde und jetzt also wieder mehr bezahlen weil wir beide arbeiten. Manchmal könnte Ich schreien.  Wenn mir mein Beruf nicht Spaß machen würde und Ich rational sehe, dass es sich trotz aller Kosten langfristig lohnt zu arbeiten, kann ich in solchen Momenten die Leute verstehen, die sagen es lohnt sich nicht. Und als Highlight wird gefeiert, dass jetzt auch ALG II Emfänger und Niedriglöhner 10€ Annerkennungsbeitrag zahlen müssen. Ja was bringt das denn. Das führt doch nur dazu, dass noch mehr Kinder die es eigentlich sehr nötig hätten eine Kita zu besuchen nicht gehen und wirklich Geld bringt es auch nicht.

Jetzt rächt sich, dass wir immer mehr Niedriglohnjobs fördern, die verständlicher Weise keine Beiträge zahlen können, weil sie nicht mal von ihrem Gehalt leben können. Und die paar die noch Glück haben vernünftige Einkommen zu erziehlen, werden über Beiträge, Gebühren usw. abgeschöpft. Das ist doch pervers.  Warum gibt es immer noch keinen Mindestlohn. Dann müsste keiner der Arbeitet zum Amt gehen und um Geld bitten.  Und dann könnten auch die Beiträge wieder auf mehr Schultern verteilt werden. Denn so geht die Schere immer weiter auseinander. In Düsseldorf mit vielen Gutverdienenden zahlt man überhaupt keine Kiga Gebühren, weil die Stadt reich genug ist. Und in sozialen Brennpunkten werden die paar Gutverdiener vergrault, weil sie die einzigen sind die zahlen können.

Zweites Ärgernis ist die Qualität die in unserem Kiga geboten wird. Wenn dann ja wenigstens die Qualität  steigen würde, aber da hat sich bei uns leider wenig getan. Es wird viel versprochen, aber es ändert sich nichts. Früher konnte man das billige Essen bis 10.00 Uhr bestellen am selben Tag. Super für Notfälle oder im Krankheitsfall. Jetzt muss man eine Woche im Vorraus buchen. Und wenn man krank ist bis spätestens 8.00 Uhr absagen. Nachmittagsangebote sind auch eher Mangelware und für Schulkinder gibt es 1x im Monat einen Nachmittag. Das kenne Ich aus anderen Kigas auch anders.

So macht Vereinbarkeit von Familie und Beruf keinen Spaß, aber was will man machen, wir sind darauf angewiesen und daher kann man sich nur aufregen und versuchen über Elternrat der bei uns aber leider den Namen nicht verdient und Politik Einfluß zu nehmen.

Kleine Raupe Nimmersatt

September 12, 2010

Unser Au-Pair hat ja bis jetzt einen Traumstart hingelegt und auch das Wochenende hat sie trotzt Überstunden und angeschlagenen Kids super gemeistert. Es gibt daher auch eigentlich nichts zu meckern. Aber ein Punkt muss hier einfach mal raus.

Ich glaube unser Au-Pair ist mit der kleinen Raupe Nimmersatt verwandt. Es ist unglaublich was sie an Lebensmittelmengen vernichten kann.  Alle unsere APs haben am Anfang entweder fast gar nichts oder eher viel gegessen. Und zweites war mir immer lieber, weil kein Appetit häufig ein Zeichen von Heimweh und nicht wohlfühlen ist.

Daher habe ich die Lust am Essen unserer Olga auch als typisches „Sie ist neugierig auf unsere Küche/Lebensmittel und genießt es neues zu probieren“ zurück geführt. Aber nach gut 4 Wochen muss Ich sagen, sie ist einfach gefräßig.  Und dass von mir, die auch gerne und große Mengen ißt. Wir sind bestimmt keine Familie die am Essen spart oder Essen rationiert. Eher im Gegenteil. Ich kaufe gerne und viel ein und bin auch bereit für gutes Essen viel zu bezahlen.  Aber im Moment haben wir einen Verbrauch an Lebensmitteln unglaublich. Sie ißt uns wirklich die Haare vom Kopf. Ich kaufe Montags Brot, 4 Liter Milch und 4-5 Päckchen Aufschnitt und am Dienstag Abend ist alles weg. Sobald ich Süssigkeiten kaufe sind sie weg und unsere Vorräte an Cornflakes, Mayo und Ketschup, die sonst regelmäßig schlecht werden, sind auch im Wochentakt leer.

Ein typischer AP Speiseplan:

Frühstück:

1-2 große Schalen Cornflaks gemischt (2-5 Sorten)

1-2 Brote mit Butter 1cm + Marmelade 2 cm

1-2 Brote mit Butter + 3-4 Scheiben Wurst/Käse

Yoghurt

1 Tasse Kakao, 1 Tasse Kaffe + Saft

und zwar nicht als Alternative sondern alles jeden Morgen !!!!!

Zwischen Mahlzeit

1-2 Nuttellabrote daumendick  Nuttella und Butter

Mittagessen:

1-2 Teller Hauptgericht+ Ketschup/Mayo wenn wir nicht gemeinsam essen 😉

1-2 Brote siehe Frühstück

Zwischen Mahlzeit 2

Obst, Brote, Kuchen was halt da ist.

Abendbrot:

1-4 Brote sieh Frühstück

Cornflakes

Yoghurt

Abends:  1 Tüte Gummibärchen

Sie ist jetzt vier Wochen hier und hat schon über 4kg zugenommen. Aber es stört sie überhaupt nicht. Sie kann es sich auch erlauben, aber so langsam mache ich mir Sorgen.  Ich weiß nur nicht ob und wenn ja wie Ich das Thema ansprechen soll. Ich freue mich ja, dass es ihr schmeckt und will ihr ja nicht das Essen verbieten, aber auf der anderen Seite geht es nicht nur ziemlich ins Geld (pro Woche 1-2 Päckchen Butter, 2 Gläser Marmelade, 1-2 Pakete Cornflakes, Süssigkeiten (habe ich schon reduziert) und Mengen an Aufschnitt die sonst 1 Woche gereicht haben sind jetzt nach 1,5 Tagen weg.), sondern ist ja auch für sie auf Dauer nicht gesund. Habe ja schon Ansagen zum Thema Junk Food (Toast, Mayo, Ketschup) gemacht und sie hält sie wenn die Kinder dabei sind auch ein, aber ich merke es deutlich auf meinem Haushaltskonto.  😦

Au-Pair und was dann ….?

März 13, 2010

Unser Au-Pair kommt gerade in eine ziemlich typische Phase gegen Ende des Au-Pair Jahres. Sie überlegt wie es im Sommer weiter gehen kann und stellt fest, dass sie es nicht wirklich genau sagen kann.

Die typischen Überlegungen sind dann, ich mache noch ein Jahr Au-Pair in einem anderem Land, vielleicht auch ein freiwilliges soziales Jahr in Deutschland oder doch einen deutschen Mann finden.  Wobei wir diesmal Glück haben und unser Au-Pair hat zu Hause eine gute Familie die sich auf ihre Rückkehr freut und nicht möchte, dass sie hier bleibt. Da hattten wir im Bekanntenkreis auch schon anderes erlebt.

Und an Heirat denkt sie offiziell noch nicht, auch wenn sie im Gegensatz zu anderen Au-Pairs einen Freund hat und das auch schon länger.  Sie möchte nur gerne noch ein wenig länger bleiben, aber die Arbeit im FSJ ist eigentlich nicht ihr Ding. Daher hängt sie ziemlich in der Luft. Sie hat schon einen Studienabschluss, aber zu Hause wenig Aussicht auf eine gute Stelle. Aber sie sieht auch selbst, dass Au-Pair auf Dauer auch nichts für ihre  berufliche Entwicklung bringt.  Und einfach heiraten möchte sie wohl auch nicht. 

Ich finde es auch schwer ihr etwas zu raten. Denn ich kann gut verstehen, dass sie ihren Freund hier nicht einfach aufgeben möchte, die beiden mögen sich wirklich. Aber nach ein paar Monaten schon heiraten ist auch ein riesen Schritt. Vielleicht ist in diesem Fall ein FSJ in der Nähe wirklich die beste Lösung. So können sie erstmal ohne Druck gemeinsam leben und schauen ob es wirklich etwas mit Zukunft ist und dann entscheiden wie es weiter geht.

Aber ich kann auch gut verstehen, dass sie lieber in ihrem Beruf den Sie studiert hat arbeiten möchte, aber da sind hier in Deutschland ihre Möglichkeiten ohne Arbeitserlaubnis fast aussichtslos. Eine schwierige Situation.  Aber vielleicht bringt ja ihr Heimaturlaub über Ostern und die gemeinsamen Überlegungen mit ihrer Familie neue Ideen. 

Ach ja und ihre Schwester kommt uns vielleicht im Sommer für eine Woche besuchen. Das wäre das erste Mal, dass wir die Familie eines Au-Pairs persönlich kennen lernen. Ich bin gespannt ob es klappt.   Wir hatten das schon einmal bei einem anderen Au-Pair probiert, aber da ist die Schwester an der deutschen Botschaft gescheitert, die ihr ein Visum verweigert haben. Mal sehen ob es diesmal klappt.

Was kostet eigentlich ein Au-Pair?

Februar 7, 2010

Uns wird immer mal wieder die Frage gestellt was kostet euch eigentlich euer Au-Pair? Und dann überlege ich selbst, ja was kostet es eigentlich?

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