Posts Tagged ‘Großeltern’

Glücklicher Hausfrauen Tag :)

Mai 8, 2012

Heute hatte ich Glückstag.   Ich hatte den ganzen Tag frei, da alle meine Klassen entweder schon ihren Abschluss haben,  heute Abschlussprüfungen schreiben oder auf Klassenfahrt sind.  Und selbst die Vertretungsplanung hat keine Aufgabe für mich gefunden 😉

Also habe ich meine beiden Damen heute Morgen gemütlich mit dem Rad in Schule und Kiga gebracht und mich dann in Ruhe an die Reorganisation meines Büros gemacht.  Unglaublich was in 2 Wochen an Papierbergen eingezogen ist und sich auf  und um meinen Schreibtisch verteilt.

Nach erfolgreicher Papiervernichtung habe ich mich an die Bettwäsche gemacht und unsere Handwerker bei der Arbeit beobachtet.  Wir haben diesmal wirklich nette, zuverlässige und fleisige Handwerker. Dank schönem Wetter konnte ich auch 3 Maschinen Wäsche im Garten trocken.

Gegen Mittag sind dann noch Oma und Opa zu Besuch gekommen und haben sich voller Tatendrang an unseren Vorgarten Dschungel  und die Kinderschränke gemacht.  Und in gut 2 Stunden haben wir es geschafft das Wäschechaos von Fr. Reinlich  und den Garten zu ordnen.     Wäsche sortieren gehört nämlich nicht zu Fr. Reinlichs Stärken.  Sie produziert immeer noch sehr überraschende Wäschestapel (Hose, 2 T-Shirts, Pyjama Oberteil, Turnhose,  Unterhemd,  Nachthemd) und legt diese ordentlich gebügelt in den Schrank.  Ich habe noch kein System erkennen können .  Dafür habe ich meine Wintersocken im Korb für Strumpfhosen der großen Hilfe gefunden.   🙂   Aber egal jetzt sind beide Kinderschränke auf Sommerzeit umgestellt und die Winterjacken gewaschen im Keller.

Den Rest des Nachmittags haben Opa und kleine Hexe mit einem Fussball Wettkampf und die große Hilfe mit 2 Freundinen auf dem Trampolin verbracht.  Oma und ich konnten somit gemütlich Kaffee trinken und und uns unterhalten.

So könnte jeder Dienstag sein 🙂

Ach ja der beste aller Gatten hat mal wieder Rufdienst und war sogar schon für 45 Minuten zu Hause bevor er erneut in die Klinik durfte.   Für ihn ist also kein Glückstag  😦     Aber immerhin hatte er noch genug Zeit seinen Auflauf zu essen den ich heute auch noch gaaaaaanz in Ruuuuuhe gekocht habe.

 

Kinderbetreuung für Babies

Februar 15, 2012

Da meine Schwester gerade auf der Suche nach einer guten Betreuung für ihr Baby ist kommt auch bei mir dieses Thema wieder hoch.  Gerade beim ersten Kind ist man ja häufig noch sehr unsicher welche Form der Betreuung man überhaupt braucht und möchte.    Hinzu kommt  häufig ein latent schlechtes Gewissen ob es richtig ist sein Kind so früh überhaupt betreuen zu lassen.  Und die typischen Fragen.  Wann soll ich anfangen zu suchen, wo finde ich die Richtige Betreuung, wieviele Stunden brauche ich überhaupt  und und und. …..

Als Betreuung für Babies kommen verschiedene Betreuungsformen in Frage.  Häufig kommen sie einem in der folgenden Reihenfolge in den Sinn. (more…)

Alltag ohne AP

Oktober 3, 2011

Unser Alltag ohne AP hat sich gut eingespielt und bisher sind wir auch gut zurecht gekommen, aber ich habe jede Woche mindestens 1-3 Situationen in denen ein AP verdammt hilfreich und bequem wäre.   Alle Situationen sind bisher auch ohne AP gut lösbar und kein echtes Problem gewesen, aber ein AP hätte eindeutig Vorteile gehabt.    Die Situationen der letzten Wochen in ungeordneter Reihenfolge.

Elternabende in der Schule / OGS / KIGA und Musikschule machten jeweils eine Betreuung von 1-2 Stunden am Abend nötig.  Also nicht wirklich lang, aber da 2x der beste aller Gatten Dienst hatte mussten wir 2x einen Babysitter organisieren und ca. 12-20€ je Abend ausgeben.

Ein schon länger geplanter Konzertbesuch und unser Kabarett Abo haben 2 weitere Abende Babysitten notwendig gemacht.  Auch hier musste erst geklärt werden ob unser Babysitter kann und 1x ist netterweise eine Tante eingesprungen, trotzdem Kosten von ca.  50€

Mich hatte letzte Woche eine böse Grippe erwischt und da wäre es sehr bequem gewesen, wenn das AP die kleine Hexe in den Kiga gebracht hätte und ich nicht mit knapp 40 Fieber dorthin wanken müsste.

Die Schule hat schon 3x Konferenzen und 1x Sonderthementag  angekündigt und alle Termine gehen über die normale Schulzeit und Betreuungszeit in Kiga und OGS hinaus.  Also auch hier organisieren,  Familie einspannen und Dienste beim Gatten tauschen.  Das hat weniger Geld als Nerven  gekostet.

Im Kiga gab es auch schon wieder 2x Nachmittagstermine mit Eltern die natürlich wieder genau parallel zu meinen Schulterminen lagen.  Aber auch hier sind wir mit Hilfe netter anderer Eltern und einem früheren Feierabend meines Mannes gerettet worden.

In allen Situationen habe ich am Anfang schon gedacht, dass ich jetzt mit AP deutlich weniger Stress hätte.  Wir hätten einfach ihre Arbeitszeiten entsprechend für die Woche gelegt und alles wäre ok gewesen.  Aber immer wenn so ein „Stresstermin“ vorbei war, war es auch ein gutes Gefühl es allein (mit Hilfe von Freunden und Familie) geschafft zu haben und das Haus dann für sich zu haben.     Und bei vielen erstmal problematischen Situationen hat sich überraschend eine bequeme Lösung gefunden.  Entweder wollten sich die Kids eh verabreden oder ein Besuch war geplant und konnte helfen.

Daher ich vermisse zwar manchmal die Bequemlichkeit die ich in fast 5 Jahren Gastmutter genießen durfte, aber es ist auch ein wirklich schönes Gefühl, dass wir jetzt auch ohne diese Hilfe unseren Alltag meistern können und wir sind dankbar für tolle Freunde, Verwandte und Bekannte die uns so toll unterstützen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf wie alles begann

August 11, 2011

Jetzt wo unsere Zeit als Gastfamilie zu ende gegangen ist, merke ich, dass ich häufig an unsere Anfänge als AP-Familie denke.  Es ist schon unglaubliche 5 Jahre her, dass wir uns entschieden haben ein AP in unsere Familie einzuladen.   Aber vor dieser Einladung lag eine lange Zeit der Überlegung und des Abwägens ob AP wirklich die richtige Form der Kinderbetreuung für uns ist. Und vor allem eine Zeit in der wir verschiedene andere Betreuungsformen ausprobiert haben.

Als unsere erste Tochter geboren wurde war ich gerade mit dem Referendariat fertig und somit erstmal arbeitslos.  Daher waren wir im klassischen System Wahnsinn  gefangen.  Bei allen Kitas und beim Jugendamt standen wir ganz hinten auf der Warteliste, weil wir ja keinen Bedarf nach Kinderbetreuung hatten.  Als Arbeitslose hatte ich ja Zeit mich selbst um mein Kind zu kümmern.

Das Problem bei Vorstellungsgesprächen war aber, dass neben dem dicker werdenden Bauch, auch die ehrliche Antwort „Ich habe noch keine Kinderbetreuung“ nicht wirklich förderlich wirkte.  Also war die Chance eine Stelle zu finden nicht wirklich toll.  Zum Glück hatte mein Mann wenigstens eine feste und sichere  Arbeit.

Nach der Geburt kam dann bei meinem ersten Besuch mit Baby auf der alten Arbeit das überraschende Angebot meines Chefs ab übernächste Woche wieder für 2 Tage als Elternzeitvertretung einzuspringen.   Dieses Angebot war eingentlich genau was ich gesucht habe.  Nicht zuviele  Stunden und in einem Bereich den ich kannte und der mir sehr viel Spaß machte.  Daher wollte ich diese Chance auf jeden Fall nutzen.     Ich habe also nach kurzem Überlegen zugesagt obwohl ich damals keine Kinderbetreuung hatte.

Zuhause habe ich dann mit meinem Mann erst gefeiert und dann in langen Gesprächen angefangen zu überlegen wie wir die Betreuung für 2x 5 Stunden organisieren könnten.  Zum Glück hatten wir die Untestützung von meiner Mutter, die zur Not die ersten Wochen eingesprungen wäre.   Und auch mein Mann hätte erstmal für ein paar Wochen Urlaub nehmen können. Aber als Dauerlösung war es nicht möglich, da auch die Oma noch berufstätig war und ich mit einer 2 Tage Stelle keine Vollzeitarbeit meines Mannes ausgleichen konnte.

Ich habe also wieder beim Jugendamt / Kita angerufen und mitgeteilt, dass ich jetzt nicht mehr arbeitslos bin und daher „Bedarf“ habe.   Aber leider war unsere Situation immer noch nicht förderfähig.  Denn „Sie müssen ja nicht arbeiten und ein sozialer Härtefall liegt auch nicht vor“  „Wir zahlen ihnen keine Tagesmutter“ .  Ich wollte die TAMU ja auch nicht bezahlt haben, sondern nur eine Adresse von guten TAMÜS die ich selbst bezahlen würde.  Aber auch hier waren alle Plätze voll.

In meiner Verzweiflung habe ich dann meine Hebamme angerufen und sie gefragt, ob sie nicht eine Mutter kennt, die gerne ein paar Euros verdienen möchte und als Tagesmutter für uns arbeitet.  Und sie hatte eine Idee:

Ihr Mann war seit langem Hausmann um ihr ihre Berufstätigkeit zu ermöglichen. Und da ihre Kinder schon aus dem gröbsten raus waren suchte er eine neue Aufgabe.  Er wollte gerne von zu Hause aus als Tagesvater arbeiten.  Ich war ja erstmal skeptisch, aber aus Mangel an Alternativen haben wir uns mit ihm getroffen und ich muss sagen wer war super.  Ich konnte unsere Tochter Morgens vor der Arbeit dort zur Not im Pyjama abgeben und er hat alle unserer Wünsche (Tragen,  Mumi füttern ….) akzeptiert und umgesetzt.  Und am wichtigsten unsere Kleine hat sich dort von Anfang an sehr wohl gefühlt.   Er hat sich super um sie gekümmert und später sogar noch ein zweites Kind  in Tagespflege genommen.

Nach ein paar Monaten war ich dann wieder schwanger und habe dadurch meine Arbeit wieder verloren.  Denn eine tolle Nebebenwirkung von Zeitverträgen ist es eben, dass normale Mutterschutz Gesetzt für sie nicht gelten.  Man kann zwar nicht gekündigt werden, aber es gibt eben auch keinen Anspruch auf Verlängerung.
Da unser Tagesvater  immer mehr Anfragen von Familien bekam und wir ihm erstmal nicht sicher sagen konnten, ob wir ihn nach den Ferien noch brauchen war unser Betreuungsplatz erstmal weg.  😦

In dieser Zeit haben wir dann unser Haus gekauft und sind umgezogen.  Und so war ich dann schwanger mit einem 1 jährigen Kleinkind wieder unfreiwillig als Hausfrau zu Hause.  Und wieder in der gleichen Situation wie vorher.  Keine Arbeit für eine Mutter mit Kleinkind  + Schwanger und keine Betreuung für eine „Nur Hausfrau“.

In dieser Zeit haben wir dann unsere große Tochter in eine private Loslösegruppe gebracht, damit sie zum einen nicht „verlernt“ auch fremdbetreut zu werden und mir selbst zumindest 2x in der Woche einen ruhigen Vormittag für Einkäufe, Arztbesuche …. zu verschaffen.  Aber diese Lösung war sehr teuer und kompliziert und keine Lösung für eine Berufstätigkeit gewesen.

In dieser Zeit kam zum ersten Mal die Idee auf ein AP einzuladen.  Im neuen Haus hatten wir ein Zimmer übrig und ein zweites Bad fürs AP gab es auch.  Daher wurde diese Betreuungslösung auf einmal interessant.  Obwohl ich nach meinem AP-Jahr in den USA immer gesagt hatte ich würde NIEMALS ein AP einladen.

Aber damals habe ich noch nicht gewußt wie schwierig es ist den Alltag mit zwei Kleinkindern U3 und Arbeit unter einen Hut zu bringen.  Aber die Idee war geboren und mein Mann und ich haben angefangen zu überlegen ob wir als Gastfamilie geeignet sind und welche Wünsche und Probleme mit einem AP  verbunden sind.

Au-Pair Zimmer Alternativen

Juni 5, 2011

Wenn ab Sommer unser AP Zimmer nicht mehr als solches gebraucht wird, steht natürlich sehr schnell die Frage im Raum was wird der Raum dann.  Und da hat jeder in der Familie etwas andere Vorstellungen.  Unsere Kinder sind dafür das Zimmer als weiteres Kinderzimmer zu nutzen,  die Omas/Tanten sind begeistert wenn endlich ein richtiges Gästezimmer existiert und der Gatte und ich träumen von einer Elternoase mit Sauna und gemütlichen Relaxliegen zum entspannen.    Ideen sind also genug da.  🙂 Sogar unsere Olga beteiligt sich an den Planungen  😉 und findet die Idee mit der Sauna sehr gut.   Ich auch, nur leider ist unser Finanzstatus  nicht einverstanden :(, denn vor Spaßinvestitionen wie einer Sauna müssen wir  erst mal alle Fenster austauschen und eine neue Heizung einbauen.  Das sind nämlich die Nachteile wenn man ein älteres Haus kauft.   Optisch sind die Teile zwar alle noch ok, aber im letzten Winter haben wir leider gemerkt, dass die alten wunderschönen Holzfenster leider ihre besten Zeiten hinter sich haben.   Und unsere Heizung ist mit 40kw leicht überdimensioniert und vor allem ohne jede Steuerung. Da  ist eine Renovierung auch mehr als überfällig.  Also wird der Blog hier wohl ab Sommer in einen Mutter-Vater-Kind-Vereibarkeit- Renovierungsblog  erweitert. Auf der einen Seite bin ich total happy, dass wir dann alles richtig schön haben, aber Handwerker bedeuten eben immer auch Stress und jede Menge Organisation und häufig leider auch Ärger.  Ich werde berichten. Aber zurück zu unseren Träumen fürs AP Zimmer.   Nachdem wir also die letzten Wochen immer bessere und verrücktere Ideen hatten kommt jetzt die Realität zurück.  Eigentlich müssen wir das Zimmer erstmal so lassen wie es ist.  Und damit gewinnt die Idee der Omas/Tanten.  Denn ein Gästezimmer ist es damit ja automatisch und im Notfall könnten wir so  innerhalb kürzester Zeit auch wieder ein AP aufnehmen, sollte es mit der Kinderbetreuung durch OGS und Putzfrau nicht so klappen wie gehofft. Denn das ist uns jetzt nochmal sehr deutlich geworden, bauen wir das Zimmer wirklich um, ist es die finale Entscheidung auf Dauer ohne APs zu leben.  Und das ist schon ein großer Schritt. Denn bei allem Frust den ich hier im Blog gerne mal ablade steht unbestritten fest : Ein AP einzuladen war für uns in den letzten 5-6 Jahren eindeutig die richtige und vor allem sehr sehr entlastende Form der Kinderbetreuung und hat unser  Familienleben sehr bereichert und erleichtert.   Daher an dieser Stelle ein riesen Danke an ALLE unsere APs die wir hatten und haben, auch wenn so weit ich es beurteilen kann keine hier mitliest 😉

Grundrezept „Glückliche Eltern“

Oktober 16, 2010

Man nehme

2 Paar liebe Großeltern die die Enkel hüten

1 beste Tante die Morgen den Heimtransport übernimmt

1 Au-Pair im Urlaub

1kg Rinderfilet

2 Kamine

Eine Prise Romantik und dann am nächsten Morgen AUSSCHLAFEN  🙂  🙂  🙂

 

Mögliche und bewährt Variatione:

A)  Badewanne mit Sekt und Pralinen

B)  Heimkino Kabarett Abend mit Popcorn

C)  Sofa mit 2 guten Krimis

D)  großer Abendspaziergang im Mondschein

E)  in Ruhe Shoppen und Bummeln

 

Ich bin dann mal beschäftigt ……..

Konferenzen – Fortbildung – Dienst – Krankheiten

September 30, 2010

Alles Anlässe aus den letzten 3 Wochen die uns mal wieder zeigen, warum wir uns richtig entschieden haben ein Au-Pair einzuladen. Denn all diese Ereignisse führen ohne Au-Pair  zu großen organisatorischen Problemen.  Und mit Au-Pair kann Frau die Dinge viel entspannter und gelassener angehen.

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Vertrauen Kontrolle Angst

Juli 5, 2010

Am Wochenende waren wir ja bei den Großeltern und es war ein richtig schönes Sommer – Freibad – Grillen – Garten Wochenende. Die Kinder hatten Spaß, die Großeltern hatten Spaß und Tante-Onkel Hase und Ich hatten auch Spaß.

Soweit also alles super.  Wenn da nicht das leidige Thema Kinder und Wasser wäre.  Ich bin in diesem Punkt einfach super ängstlich.  Mein Albtraum ist es, dass meine Kinder in irgendeine Regentonne, Gartenteich, Pool fallen und dort unbemerkt ertrinken.

Daher würde ich niemals wieder ein Au-Pair einladen, dass nicht schwimmen kann oder eine schlechte Schwimmerin ist.  Und ich lasse unsere Kinder wenn unser Planschbecken im Garten steht auch keine Minute allein im Garten.

Abends lasse ich wenn immer möglich das Wasser raus und achte Nachts darauf, dass nicht nur die Gartentür zu ist, sondern auch die Rolläden runter sind.

Zum Glück haben wir im eigenen Garten keine Wasserstelle und so kann ich die Kinder ohne Pool auch mal 5 -10 Minuten allein im Garten spielen lassen.

Bei den Großeltern gibt es aber leider einen Teich und 3 offene Regentonnen. Und diese sind auch noch genau an 3 verschiedenen Seiten des Hauses verteilt. Man kann also von keinem Platz aus alle 4 Gefahrenpunkte wirklich im Blick behalten.  Und da es auch 2 Gartentüren aus 2 verschiedenen Räumen gibt ist so ein Wochenende dort für mich im Sommer mehr als anstrengend.  Denn unsere beiden Damen laufen natürlich den ganzen Tag immer rein und raus.

Ich fühle mich immer wie eine routierender Roboter, der pausenlos hinter den Kindern herläuft und versucht beide im Auge zu behalten.

Leider sind meine Eltern der Ansicht ich bin in diesem Punkt viel zu panisch und würde übertreiben mit meiner Angst. Sie lassen unsere Kinder auch mal 2-5 Minuten allein im Garten und „vertrauen“ ihren Enkeln. Die sind doch schon vernünftig und haben versprochen nicht ans Wasser zu gehen.

Ich vertraue meinen Mädels ja auch, aber ich kenne auch ihre Neugier und sie sehen die Gefahr ja nicht.

Im Schwimmbad hatten wir jetzt wieder die gleiche Situation. Ich war kurz auf dem WC und die Oma hat auf die beiden Enkel aufgepasst. Als die kleine Hexe wohl auch mal musste ist sie mit ihr zum WC und hat die große Hilfe allein auf der Decke gelassen.  Klar sie hat sich drauf verlassen, dass ich in 2 Minuten wieder da bin, aber trotzdem, die kleine ist gerade 5 geworden. Zum Glück ist ja nichts passiert, aber was wenn ich länger gebraucht hätte oder nicht direkt zurück gegangen wäre. Was wennn die Große Hilfe irgendetwas gesehen hätte und weggelaufen wäre oder dem Opa im Wasse suchen wollte.

Ich weiss, dass meine Eltern sich für ihre Enkel in Stücke reißen lassen und beide abgöttisch lieben .Und sie würden niemals mit Absicht irgendetwas machen, was den beiden schadet. Aber im Punkt Sicherheit und Vorsicht  kommen wir nicht zusammen.

Ich habe im Schwimmbad nichts gesagt, weil ich zum einen selbst erstmal überlegen wollte ob ich nicht vielleicht überreagiere und vor allem nicht vor den Kindern einen Streit anfangen wollte.  Aber je länger ich darüber nachdenke um so unwohler wird mir dabei.

Und jetzt sitze ich in der Zwickmühle. Ich habe ein ungutes Gefühl die Kinder mit den Großeltern allein zu lassen, wenn sie im Garten oder Schwimmbad sind und auf der anderen Seite weiß ich wie sehr Oma und Opa die Zeit mit den Kinder genießen und die natürlich auch.   Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert ist klein, aber wenn es passieren würde, ich würde mir das nie verzeihen, nicht auf mein Gefühl gehört zu haben.

Aber wie sagt man den eigenen Eltern, dass die Kinder den Sommer über nicht mehr allein zu ihnen dürfen. Ich will sie ja nicht bestrafen, sondern nur meine Kinder in Sicherheit wissen.

Darüber reden ist auch schwierig,  das Thema hatten wir schon häufiger und wir reden aneinander vorbei.  Sie haben das Gefühl ich halte sie für schlechte Großeltern und das ist Blödsinn, sie sind tolle Großeltern.  Aber eben leider welche mit einem anderen Sicherheits Bedürfnis als Ich. Und Ich weiss auch nicht wie ich meine Gefühle richtig ausdrücken soll.

Hinzu kommt, dass ich am Wochenende auch noch ziemlich gestresst war, weil dieses pausenlose kontrolieren wo die Kinder sind nicht gerade zur Entspannung beiträgt und Ich mich im Schwimmbad auch noch leicht erkältet habe 😦

Bei unserem Au-Pair ist es einfacher, da erwarte ich, dass meine Vorstellung von Beaufsichtigung  und Sicherheit akzeptiert und eingehalten werden. Und wenn das nicht klappt, würde ich sehr deutlich machen, dass sowas ein Grund für einen Wechsel ist.

Hat vielleicht jemand einen Tip, wie Ich den Großeltern klarmachen kann, dass es mir nicht um Sie geht, sondern um meine Kinder?

Putzfrust

April 16, 2010

AHRRRRRRRRRRRRRRR

Ok tief durchatmen. Ich bin grade richtig geladen. Ich komme von der Arbeit nach Hause und was finde ich vor  Chaos. Heute ist die kleine Hexe wieder im Kiga und daher hatte unser Au-Pair auch wieder den ganzen Vormittag Zeit sich um Beseitigung des Chaos zu kümmern. Und nur zur Info, da sie ja die letzen 2 Tage Morgens mit der kleinen Hexe zu Hause war, hatte sie immer die Nachmittage frei, also keine Überstunden.

Aber Stand heute Mittag:

Im Flur steht dekorativ der Staubsauger und der Wischer

Wohnzimmer: nicht gesaugt überall Federn der Vögel und Spielzeug, Kleidung der Kinder vom Abend

Kinderzimmer: Betten nicht gemacht, nicht gelüftet, Kleidung/Spielzeug wild auf dem Boden

Küche: Biomüll in der Spüle, Spüle dreckig, aber immerhin Frühstückstisch ist abgeräumt und Essem im Kühlschrank.

Obergeschoss genau das selbe, nicht gesaugt, Kleidung und Spielzeug wild durcheinander. Und im Kinderzimmer oben ist noch nicht mal die Jalousie hochgezogen.

Im Keller finde ich noch die gesamte Bügelwäsche der Woche, falsch ihre ist erledigt, aber die der Kinder und meine zwei Teile hängen noch. Nichtmal den Korb mit schon von mir gefalteter Wäsche hat sie weggeräumt.

Und das ausgerechnet heute wo in 20 Minuten meine Eltern kommen und meine liebste Mama mal wieder ihr Vorurteil bestätigt bekommt, das ich meinen Haushalt nicht im Griff habe.  

Und für wie blöd hält sie mich eigentlich, nur weil der Staubsauer im Zimmer steht soll ich glauben sie ist in der Arbeit gestört worden. Sie hatte von 7.30-13.30 Zeit. Ich habe gerade in 15 Minuten das größte Chaos beseitigt und noch unser Bad geputzt.  Pädagogisch völlig falsch, aber was soll ich machen der Besuch steht ja praktisch vor der Tür und sie ist noch nicht wieder da.

Oh Mann und am Wochenende hat sie Geburtstag. Hatte eigentlich vor ihr einen schönen Tag zu machen und ein paar kleine Überraschungen geplannt. Auf jeden Fall kein Gespräch über Hausarbeit. Aber es einfach ignorieren ist auch doof.  Und klar ihre Hand ist noch leicht eingeschränkt, aber zumindest die Betten hätte sie machen können und dreckige Wäsche kann man auch mit der anderen Hand aufheben. Oder sie soll sagen ich bin krank, dann aber bitte nicht so tun als ob.  Ok am meisten ärgert mich die Art und der Zeitpunkt. 

So jetzt ist der Frust raus und ich schon wieder etwas ruhiger.  Ich warte jetzt erstmal ab ob es von ihr eine Erklärung gibt und ob sie heute Nachmittag noch was macht. Denn sie will eigentlich zu einer Freundin. Und vor Oma und Opa habe ich auch keine Lust so ein Gespräch mit ihr zu führen.

Ferienstart mit Hindernissen

März 26, 2010

Es gibt Tage in denen ist der Wurm drin. Ich habe seit Jahren das erste Mal wieder verschlafen. Super und das am letzten Tag vor den Ferien.  Normalerweise stehe ich um 6.15 auf und brauche dann gemeinsam mit Au-Pair und Gatte eine gute Stunde 2 Kinder eine Mama und einen Papa fertig für Kiga und Arbeit zu machen. 

Heute bin ich um 7.00 Uhr durch den Wecker des Gatten wach geworden. Richtig, der hatte gestern Hausdienst und ist daher später gestartet. Und daran habe ich gestern Abend nicht gedacht. Warum mein Wecker nicht geklingelt hat ??????????? keine Ahnung. Er war richtig gestellt, hatte Strom  war aber offensichtlich schon einen Tag früher in die Ferien  gestartet. 

Also um 7.00 Uhr aus dem Bett geschossen und festgestellt, dass unser Au-Pair offensichtlich pünktlich in der Küche war und auch liebevoll den Tisch gedeckt hatte, aber leider weder mich noch die Kids geweckt hatte. Sie ist wieder in ihr Zimmer gegangen und hatte sich nochmal hingelegt.  Da ich ja bisher nie verschlafen hatte, dachte sie ich hätte wohl eine Stunde später und vergessen ihr das zu sagen. 

Ich  habe  die Kinder aus dem Bett geworfen und vor die Wahl gestellt entweder sich jetzt anziehen und im Kiga frühstücken oder eben zum Kiga laufen.  Unsere Kinder sind faul und haben sich für anziehen entschieden. War auch ok, da es draußen schon ziemlich nach Regen aussah.

Und wir haben es sogar geschafft um 7.36 alle mit Mini Frühstück zu Hause  und großer Lunchbox im Auto zu sitzen. Somit nur 10 Minuten später als normal. 

Im Kiga dann die nächste Überraschung. Das Standartschild am Eingang „Wir haben Scharlach“ wurde ersetzt durch „Wir haben Läuse“  :O   Na super, das ist der Traum für die Ferien 2 Kinder und 1000 Kuscheltiere entlausen.  Bitte lasst diesen Kelch an uns verbei gehen. 

Dann wieder zurück ins Auto und noch schnell 30 Brötchen gekauft, denn ich hatte meinen Schülern versprochen in der letzten Stunde vor den Ferien zu frühstücken.  Und dann zur Schule gefahren. Und was soll ich sagen, Ich war pünktlich da.   Und als ich ankam waren sogar die Regenwolken wieder weg.

Dann 5 Stunden Unterricht mit Blick auf einen strahlend schönen Himmel und pünklich um 13.02 fängt der Regen an. Um 13.05 Uhr dann auch meine Ferien.  Da ich meine Jacke in der Eile am Morgen im Auto vergessen hatte durfte ich mit einer kleinen Open Air Dusche in die Ferien starten. 

Aber egal,  bester Laune und habe  Ich das Radio schön laut gedreht und fröhlich mitgesungen. Und dann klingelt das Telefon undder Kiga ist dran.  Die große Hilfe ist krank  mit Fieber und Halsschmerzen ich muss jetzt kommen.

Habe dann gesagt, dass ich in 20 Minuten  sein kann.  Das war dem Kiga aber zu spät. Tja vielleicht liegt es an mir, aber ich behersche beamen noch nicht und eigentlich war ich ja schon auf halber Strecke. Hätte sie mich im Unterricht erwischt, hätte es mindestens 1 Stunde gedauert. 15 Minuten minimum um sich in der Schule abzumelden, Vertretung organisieren und zum Auto hetzen und dann noch 45 Minuten Fahrt. 

 Vorschlag des Kiga dann könne doch unser Au-Pair kommen. Klar super Idee ein Kind mit Fieber und Halsweh zu Fuß erstmal 30 Minuten durch den Regen laufen zu lassen.  Und wenn das ihre Idee war warum ruft sie dann nicht unser Au-Pair an???? Dafür haben wir ihr nämlich die Nummer da gelassen und ein Au-Pair bei uns wohnen.

Habe mir natürlich die ganze Fahrt Sorgen gemacht was die große Hilfe wohl hat, wenn der Kiga schon anruft.

Um 13.50 bin ich am Kiga und wer läuft mir eigentlich ziemlich gut gelaunt entgegen. Die große Hilfe. Sie ist ein bischen warm, aber wirkt nicht wirklich schwer krank. Aber unsere Kinder sind die einzigen die noch da sind. Und im Auto wird mir erzählt, dass alle anderen Kinder heute schon ganz früh nach Hause gegangen sind.  Vielleicht bin ich ja böse, aber es klingt für mich eher nach dem Versuch die lästigen letzten Kinder los zu werden und früh Feierabend zu haben.

Denn es ist jeden Freitag das selbe. Der Kiga schließt um 14.00 Uhr und früher schaffe ich es auch nicht zu kommen, da ich selbst bis 13.05 Unterricht habe.  Wenn Ich oder unser Au-Pair dann kommen sitzen die Kinder immer schon fertig mit Jacke und Schuhen auf der Abholbank und spielen „Looser Lotto“ mit 2 anderen Kindern.  Welche Mutter kommt als letztes? 

Ich frage mich warum man nicht einfach bis zum Schluss mit den Kindern was machen kann, anstatt ihnen das Gefühl zu geben sie sind lästig. 

Aber egal, dann sind wir alle nach Hause gefahren, haben Fieber gemessen 36,9 Grad. Also erstmal Entwahrung . Und dann haben wir unser Au-Pair zum Bahnhof gebracht. Die große Hilfe hat Rotz und Wasser geweint als sie abgefahren ist.  Ich glaube hier liegt viel eher die Ursache für das Unwohlsein.  Aber dafür müsste man ja mit einem Kind sprechen und mal fragen was los ist. 

Und dann haben wir uns einen wirklich gemütlichen Nachmittag mit Oma und Opa gemacht und jetzt ist Urlaub. Und egal ob es regnet oder die Kinder krank werden, ich bin einfach happy und werde mich jetzt mit dem Gatten in die Küche setzen und eine schöne Flasche Rotwein öffnen.

Stress

März 17, 2010

Ich stehe unter Strom. Könnte explodieren oder alternativ für 48 im Bett verschwinden.  Eigentlich ist besonderes passiert. Aber ich fühle mich fertig wie nach einem Marathon Lauf.  Das sind die Momente wo ich denke wie machen dass Frauen die nicht einen tollen Ehemann haben der viel Arbeit im Haus/Familie übernimmt und ein Au-Pair das  viel Entlastung bietet. Bin ich doch faul und unorganisiert? Bin ich zu wehleidig?

Vielleicht liegt es an

– meiner „Lieblingsklasse“ die seit Wochen jede Form von Unterricht boykotiert. Egal was ich vorbereite, Gruppenarbeit, Frontalunterricht, Partnerarbeit alles ist doof und wird ignoriert. Gleiches Thema, gleiches Material in der Nachbarklasse kein Problem. Warum mache ich mir eigentlich die Mühe?!?!?!?

– der Tatsache, dass mir der Winter so langsam auf die Nerven geht, unser Holzvorrat aufgebraucht ist und ich anfange zu frieren. Das mache ich sonst nie.  Ich will wieder in den Garten , auf den Spieplatz einfach raus.

– unser Au-Pair seit zwei Wochen einen Sonderwunsch  nach dem anderen hat.  Alle eigentlich völlig ok, aber auch Kleinigkeiten können nerven.

– unsere Große schon wieder schlecht hört, obwohl ihre Pauckenrörchen noch super sitzen

– die kleine Hexe im Sport ständig so husten  muss, dass die Leitung  und Ich leider auch an Astma denken.

– dass ich mich körperlich völlig erschöpft fühle, weil ich seit 3 Wochen eine Erkältung mit mir rumtrage die sich nicht wirklich entscheiden kann ob sie jetzt ausbricht oder wieder geht. Heute tendiert sie zu ausbrechen.

– Meine Lieblingsklasse die nächsten 3 Wochen jedes Mal in unseren Stunde Klausur schreibt und so der Unterricht ausfällt.

– Die Ferien noch 1.5 Wochen entfernt sind. Eigentich kurz, aber heute scheint es sooooo weit.

– Ich manchmal abends das Gefühl habe der Tag ist zuende bevor er angefangen hat.

– Meine Liste der Dinge die ich erledigen möchte schneller wächst als ich Punkte abarbeiten kann.

– Mir die Oma am Telefon  mal wieder erklärt hat warum sie jetzt doch nicht kommt, nämlich weil sie zuviel Stress hat.  Sie hat Yoga und Turnen, da kann sie nicht noch zu uns kommen.

Ok ich höre jetzt lieber auf. Denn ersten versinke ich sonst im Selbstmitleid und das macht es defenitiv nicht besser und zweitens habe ich keine Zeit dafür. Denn jetzt kommen meine Kinder und als gute Mutter setzte ich ein Lächeln auf und werde den ganzen Nachmittag begeistert spielen, malen aufräumen und dann heute Abend erschöpft aufs Sofa fallen und denken. Eigentlich geht es dir gut.  Denn meine beiden Mädels sind die beste Medizin gegen trübe Gedanken. Wenn sie lachen kann man nicht auf Dauer Trübsal blasen.  Und der Gatte wird mich heute Abend hoffentlich auch wieder ein bischen aufmuntern. Und vielleicht bin ich ja morgen einfach mal egoistisch und kuriere meine Halsentzüdung und Grippesymptome mit einem Tag im Bett aus.

1Plan 2 Kinder und 3 Geburtstage und die Realität

März 6, 2010

Dieses Wochenende ist mal wieder ein typisches Wochenende das beweist Planung und Kinder passen eigentlich nicht zusammen. Die Zutaten meines Wochenendes 1 Gatte 24 Stunden Hausdienst, 1-2 kranke Kinder, 3 Geburtstage und 4 Omas/Opas.

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Omas und Au-Pairs

Februar 26, 2010

Als wir unser erstes Au-Pair eingeladen haben dachte ich es sei für das Au-Pair eine tolle Hilfe, wenn die Oma auch da ist und die beiden sich die Arbeit teilen können. Aber nach jetzt 5 Au-Pair kann ich sagen diese Idee war ein Irtum. Es ist keine Hilfe es macht alles nur viel komplizierter.

Warum?

Weil unsere Oma ihre Enkel so sehr liebt , dass sie zum einen dem Au-Pair (genau wie jedem anderen „Fremdbetreuer“ ) mit 110% Skepsis gegenüber steht und zumindest am Anfang aus Prinzip alles furchtbar findet was die Au-Pairs machen und vor allem natürlich die Tatsache, das die eigene Tochter ihre Kinder einem wildfremden Menschen überlässt.

Weil die Oma zweitens zwar ganz genaue Vorstellungen darüber hat was das Au-Pair wann wie und wo  machen soll, aber sich nicht traut es ihr auch zu sagen. Weil A) das Au-Pair die Oma bestimmt nicht versteht und B) das ja Aufgabe der nicht anwesenden Tochter ist. 

Weil die Oma nach ein paar Wochen/Monaten zwar weniger Sorge um die Enkel, aber dafür rasend eifersüchtig auf das Au-Pair wird. Hinterher haben die Enkel ja noch ein besseres Verhältnis zum Au-Pair als zur Oma. 

Weil Au-Pairs sobald sie Omas/Tanten/Eltern sehen eine deutliche Fluchtneigung entwickeln. Sprich sie wissen nicht mehr ob sie jetzt noch arbeiten sollen/müssen oder vielleicht sogar stören.

Weil Au-Pairs gerade am Anfang gegenüber anderen Verwandten sehr reserviert und zurückhaltend sind und so oft den Eindruck vermitteln sie hätten kein Interesse oder sprech kaum Deutsch.

In der Praxis führt das dazu, dass man als Gasteltern von der Arbeit kommt und eine fix und fertige Oma mit zwei Kindern vorfindet, die sich beschwert, wie anstrengend der Tag war und unser Au-Pair ja nichts richtig macht. Und ein Au-Pair, dass genervt in ihrem Zimmer sitzt, weil es die Aussage der Oma „Du kannst auch mal  nach oben gehen“ so verstanden hat, dass sie auf Abruf sitzt und somit nicht anderes machen kann.  Die Oma sich aber nicht getraut hat sie um Hilfe zu bitten und findet das Au-Pair müsste doch sehen, dass sie Hilfe braucht.

Wobei man schon merkt, dass auch die Omas Au-Pair erfahren werden. So langsam gehen sie offener auf die Mädels zu und sie geben sogar zu, dass die befürchteten Schäden bei den Enkeln nicht eingetreten sind. Sie stellen sogar fest, es scheint den Kinder nicht zu schaden und sie entwickeln sich überraschend gut.  🙂

Ach ja eins unserer  Au-Pairs hat es übrigens sehr schnell ins Herz der Oma geschafft. Sie war so ein offener und fröhlicher Mensch, dass selbst die ängstlichste Oma kein Haar in der Suppe finden konnte. So wird jetzt jedes neue Au-Pair bei uns mit dem Satz zur Kenntniss genommen. Schade, dass ihr nicht wieder ein AP wie  XY gefunden habt.

Kinderfreie Wochenenden

Januar 29, 2010

Heute ist sowas wie ein 6er im Lotto im Alltag von Eltern. Unsere besten aller Großeltern haben die kleine Hexe und die große Hilfe für ein langes Oma/Opa Wochenende abgeholt.  Und die Kinder dürfen bis Sontag Nachmittag dort bleiben. Und das bedeutet der Gatte und Ich haben 2 Nächte und fast 2,5 Tage sturmfrei.  Im Gegensatz zu Teenagern werden wir aber keine Party machen, sondern uns einen besonderen Luxus gönnen.  AUSSCHLAFEN und keine PLÄNE machen. Abends ins Bett gehen und zu wissen man bestimmt nur selbst wann man wieder aufsteht ist einfach toll.   Vielleicht noch ein Saunatag oder in Ruhe ausgiebig keine Nudeln mit Sosse  kochen und in Ruhe bei Erwachsenen Gesprächen geniesen.

Unser Au-Pair wird es auch  wohl auch geniesen, denn als Au-Pair hat man zwar am Wochenende frei, aber als Mitbewohner der Wohnung auch das „passive“ Vergüngen der lieben Kleinen. Und die können am Wochenende auch schon mal gegen 8.00 Uhr sehr laut werden. Wir versuchen zwar immer sie zu bremsen und zu erklären, dass unser Au-Pair gerne ausschlafen möchte und nicht unbedingt am Familienfrühstück teilnehmen muss. Auch wenn wir uns natürlich freuen wenn sie es ab und zu macht.  Zum Glück haben wir ein Au-Pair das die Kinder mag und sie sogar manchmal zum kuscheln in ihr Bett lässt.

Aber dieses Wochenende sind wir nur Erwachsene im Haus. Habe es schon mal für einen ausgiebigen Kaffeeklatsch mit unserem Au-Pair genutzt.  Wir haben uns über die verschiedenen Perspektiven im Alltag von Au-Pairs und Gasteltern ausgetauscht und das ein oder andere kleine „Problemchen“ angesprochen.   Das ist eben in so ruhigen Momenten einfach besser als mit zwei Kleinkindern. 

Ansonsten gibt es am Wochenende eine Au-Pair Party und noch keine weiteren Pläne.  Die Kinder haben schon ganz viele Pläne und sind schon seit Tagen aufgeregt und freuen sich auf ihr „Urlaubswochenende“.

Wochenende Bergfest und das Leben als „Arztfrau“

Januar 15, 2010

Juhu endlich Wochenende. Der Gatte nutzt gerade die Ruhe, vor der Rückkehr der beiden kleinen Damen, um sein Schlafdefizit nach Dienst zu minimieren.  Bin ich froh, dass ich kein Arzt bin sondern nur „Arztfrau“. Ja sowas gibts wirklich. Ich kann zwar keine Zahnpasta empfelen, aber es gibt immer noch Leute die einen tatsächlich so ansprechen.  Ich mache dann immer freundlich drauf aufmerksam, das ich nicht promoviert habe. Verstehen aber die meisten nicht 😉 

Was macht eigentlich eine Arztfrau oder auch Frau Doktor? Keine Ahnung, vielleicht gefährliches Halbwissen im Schlaf verteilen. Nach 3  passiven medizinischen Staatsexamem und einer Facharztprüfung kann man schon tolle Sachen sagen ohne sie  richtig zu verstehen.  Oder vielleicht  den ganzen Tag shoppen? Keine Ahnung wie solche Leute sich meinen Alltag vorstellen.

Arzfrau  hat nämlich auch den ein oder anderen kleinen Nachteil. Wenn der  Gatte 13 Dienste im Monat bekommt weil zuwenig Kollegen da sind, bedeutet es mehr als jeden dritten Tag „Teilzeitalleinerziehend“ zu sein. Oder sich daran zu gewöhnen, dass Nachts um 3 Uhr das Telefon klingelt und der Gatte zum operieren geht. Oder wie meine geliebte Schwiegermutteer immer sagt. Wir haben es ja so gewollt. 

Heute hat unser Au-Pair Bergfest. Ich kann noch garnicht glauben, dass es schon 6 Monate her ist seit sie bei uns ist. Aber die Zeit geht leider immer so schnell. Heute wollen wir auf jeden Fall gemeinsam Käsefondue machen und die erste Hälft Revue passieren lassen.  Spannend zu schauen wie sie sich seit Juli verändert hat. Sie ist viel selbstständiger geworden und mit den Kindern geht sie auch schon so selbstverständlich um. Andere Dinge sind immer noch fast wie am Anfang. Zum Beispiel ihr Hang zur Unpünktlichkeit. Aber es wird langsam besser. Wir bleiben am Ball.

Aber sie ist eins der offensten und kommunikativsten Au-pairs die wir bisher hatten und das finde ich so schön. Wir sprechen über alles mögliche. Ich kennen ihre Familie und deren Probleme aus Erzählungen, sie hat uns ihren Freund vorgestellt und nach unserer Meinung gefragt. Fand ich voll lieb. Wir sprechen über die politische Lage in ihrer Heimat und ihre Pläne für die Zukunft. Und sie hat auch Interesse an uns und unseren Freunden. Fragt viel nach und gehört eben einfach dazu. 

Spannend fände ich natürlich mal in ihren Kopf zu linsen und zu wissen was sie ehrlich über uns denkt. Ich meine natürlich die nicht so netten Sachen.  Denn ich war ja selbst mal Au-Pair und kann mich noch gut an die gemütlichen Abende mit den anderen Au-Pairs erinnern die nur ein Thema hatten. Wie seltsam, verrückt oder komisch sind eigentlich die Gastfamilien. Und als Au-Pair bekommt man eben jede Eigenheit direkt mit.  Aber vielleicht ist es auch besser das nicht so genau zu wissen. 

Morgen hat sich dann meine gesamte Familie kurzfristig angesagt. Oma leidendes Huhn und der rasende Opa. kommen und treffen sich hier mit meiner Schwester.  Die Kinder sind schon ganz aus dem Häuschen und freuen sich riesig. Denn wenn die  Oma die Kinder mal 2 Wochen nicht gesehen hat kommt sie auf Entzug. Sie ist zwar ständig krank und mit Arbeit und Hobbys sehr beschäftig, aber für ihre beiden Enkel macht sie fast alles. Unsere Damen haben es da wirklich gut. 2 Omas, 2 Opas und Tante, Onkel und Patentante gehören nur ihnen, da es noch keine Konkurenz im Familienkreis gibt.  Ich muss also heute nur noch das Haus ein wenig mehr in Ordnung bringen. Die Oma ist nämlich eine Hausfrau der alten Schule und jedes Mal völlig entsetzt wie ihre Tochter so lebt. Bei ihr sieht es immer aus wie bei Schöner Wohnen , bei uns leider nicht.  Ja ich oute mich, ich wasche nur 2x in der Woche und sammle dazwischen und ja ich putze nicht jede Woche meinen Keller. 2 Dinge mit denen ich Oma immer wieder in den Wahnsinn treibe.  Also heute noch mal ran damit morgen alle ihr Kaffeetrinken genießen können.


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