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Vollzeitarbeit versus Teilzeitarbeit

Februar 5, 2013

Wenn aus Partnern Eltern werden steht  mit einem Mal die Frage im Raum wie die Aufteilung von Erwerbsarbeit,  Hausarbeit und Familienarbeit zwischen den Partnern   in Zukunft aussehen wird.  Und da in Deutschland leider immer noch sehr häufig die Männer den höher bezahlten Beruf haben ist hier meist nur eine theoretische Wahlfreiheit gegeben.   Denn mit der Geburt eines Kindes  steigen die Fixkosten  bei sinkendem Familieneinkommen.    Daher stehen häufig Mütter vor der Frage:  Wie lange steige ich völlig aus meinem Beruf aus und wann mit welchem Umfang an Arbeit wieder ein.   Die gleichen Überlegungen gelten natürlich auch für Väter in Elternzeit deren Frauen Vollzeit arbeiten und die Hauptverdiener der Familie sind.

Da wir bei der Geburt unseres ersten Kindes auch in der Situation waren, dass nur mein Mann eine feste unbefristete Stelle hatte war klar, dass ich zunächst die Betreuung übernehmen würde.  Und wenn man aus der Arbeitslosigkeit versucht eine Kinderbetreuung übers Jugendamt zu beantragen läuft man in die erste Falle.   Ohne Arbeit keine reale Chance auf einen Betreuungsplatz, denn die sind für „berufstätige Mütter“.  Aber ohne Betreuung hat man mit Baby leider auch keine realen Chancen auf eine Arbeit, weil man ja wenn überhaupt nur Mütter mit einem „sicheren Betreuungsplatz“ einstellet.    Daher auf jeden Fall daran denken euch auf die Wartelisten einzutragen solange ihr noch Arbeit habt.  Gerade bei befristeten Verträgen die vor oder im Mutterschutz enden,  kann hier ein echtes Problem entstehen.   😦

Wenn man dann nach einigen Wochen/Monaten/Jahren wieder anfangen muss/will zu arbeiten steht Frau vor der Entscheidung:  Minijob, Teilzeit oder Vollzeit?   Hier ein paar Überlegungen die einem häufig nicht auf den ersten Blick einfallen.

Minijob:

Ist für viele die vermeintlich praktischste Lösung um erstmal wieder vorsichtig anzufangen.   Und es wird auch als Vorteil gesehen, dass man ja keine Abzüge hat und Brutto für Netto arbeitet.  Für mich hat diese Art zu arbeiten aber ein paar entscheidende Nachteile:

1) Ich bin nicht sozialversichert, daher habe ich weder Anspruch auf Kinderkrankentage,  Krankengeld wenn ich länger als 6 Wochen krank bin, Arbeitslosengeld wenn ich meine Arbeit verliere.

2) Bisher hat man keine Ansprüche für die Rente angesammelt.  Für 1-2 Jahre vielleicht noch kein Problem, aber wer langfristig in diesen Jobs arbeitet bekommt nach einem langen Arbeitsleben im schlimmsten Fall eine Rente von  0€.

3) Die meisten 400€ Jobs sind schlecht bezahlt und mann bekommt nur einen sehr geringen Stundenlohn.  Je nach Unternehmen werden Urlaubsansprüche, Weihnachtsgeld oder andere tarifliche Leistungen die einem eigentlich zustehen nicht oder nur teilweise gezahlt.

4) Im Betrieb wird man nicht als vollwertige Mitarbeiterin, sondern als „Aushilfe“ oder  gelegentlicher Gast wahrgenommen und Karriere ist in dieser Form der Beschäftigung nicht wirklich möglich.

5) Gerade Aushilfen werden für unattraktive Arbeitszeiten oder sehr flexibel eingesetzt.

6) Die Kosten für Kinderbetreuung sind im Vergleich zum EK häufig sehr hoch.

7) Da Frau ja nur ein paar „Stündchen“ arbeitet bleibt häufig die Haus- und Familienarbeit weiterhin zu 100% an ihr hängen.

 

Teilzeit:

Bietet einem die Möglichkeit  wieder in die Sozialversicherung zu kommen und somit die eigene Absicherung zu erhöhen und trotzdem bleibt noch Zeit für die Aufgaben zu Hause.  Häufig hat man freie Tage in der Woche oder muss nur bis Mittag arbeiten.   Wenn man einen guten Arbeitgeber hat kann man  seine Arbeitszeit den  Betreuungszeiten der Kinder und den Arbeitszeiten des Partners anpassen.   Für mich hat aber auch diese Form der Arbeit einige Nachteile:

1) Man hat durch die Abzüge in der Sozialversicherung und Steuern (hier ist die vermeintliche Steuerklasse IV besonders tückisch)  häufig nur unwesentlich mehr  Nettoeinkommen  im Vergleich zum Minijob.   Daher fällt gerade hier häufig der Satz „Es lohnt sich ja für mich nicht zu arbeiten!“   Wobei Rentenansprüche, Absicherung und Karrierechancen  häufig in die Rechnung nicht einbezogen werden.

2) Als Teilzeitkraft arbeitet man häufig deutlich effektiver als eine Vollzeitkraft, da Pausen wegfallen und man die „paar“ Stunden die man arbeitet voll  nutzt.   Diese Effektivität wird jedoch nicht anerkannt, sondern es kommen häufig Sprüche wie „Na schon wieder frei“   „Ich möchte auch mal jeden Mittag gehen können“     „Und wir dürfen jetzt den Rest der Arbeit erledigen“ …..  Hier zeigt sich ähnlich wie beim Minijob, dass TZ Kräfte häufig als  Mitarbeiter zweiter Klasse gesehen werden und bei Karriere  und Beförderung auch häufig übersehen werden.  Denn sie sind ja „nicht voll“ dabei.

3) In vielen Berufen gibt es unbezahlte Nebentätigkeiten die zusätzlich zur normalen Arbeitszeit anfallen.  Meetings, Dienstreisen,  Fortbildungen hier wird häufig auch von TZ Kräften 100% Engagement erwartet aber nur die TZ Bezahlung gezahlt.   Ein Punkt der mich in den Jahren als TZ Kraft immer mehr geärgert hat.

4) Gerade wenn man 50-70% TZ Stellen hat ist die zeitmäßige Belastung  inkl. Fahrzeiten kaum niedriger als bei einer Vollzeitstelle, aber  die Arbeitsteilung in der Familie ändert sich häufig nicht entsprechend, weil ja der Partner immer noch „mehr Arbeitet“.  Hier wird jedoch Haus- und Familienarbeit meistens nicht in den Vergleich mit einbezogen.    Und eine Entlastung durch Putzfrau und Co ist bei den meisten EK in diesem Bereich noch nicht finanzierbar, da ein großteil des EK für Kinderbetreuung ausgegeben wird.

 

Vollzeit:

Man ist ein vollwertiges Mitglied im Team und wird genau wie alle anderne bezahlt und hat zumindest theoretisch die gleichen Chancen auf Karriere und Beförderung.  Für mich war es erschreckend wie sehr sich das Verhalten einiger Kollegen mir gegenüber geändert hat seit ich Vollzeit arbeite.  Auf einmal bin ich nicht mehr nur eine „Mutti“, sondern eine „richtige Kollegin“.   Dabei mache ich nicht mehr an Sonderaufgaben oder verhalte mich anders.   Nur mein EK hat sich deutlich erhöht.  Im Gegenteil ich werde sogar seltener gefragt ob ich nicht „mal eben“ etwas erledigen kann, weil ich ja als TZ Kraft genug Zeit habe. Und auch in der Partnerschaft ist mit diesem Modell klar, dass beide die gleiche Arbeit im Beruf leisten und daher über die Verteilung von Haus- und Familienarbeit neu verhandelt werden muss.  Ein weiterer Vorteil ist für mich auch die größere Unabhängikeit von nur einem Arbeitgeber.   Man kann mit 2 vollen EK  deutlich eher sagen:  „Das muss ich mir nicht bieten lassen“ und sich in Ruhe eine neue Arbeit suchen, wenn der Partner auch in der Lage ist die Fixkosten zu tragen.

Aber auch Vollzeitarbeit hat natürlich Nachteile:

1) Man braucht eine wirklich gutes und zuverlässiges Betreuungsnetz in dem sich die Kinder wohl fühlen und das seine Aufgaben auch wirklich dauerhaft und verlässlich erfüllt.  Betreuungsplätze die 45 Stunden zu den benötigten Zeiten abdecken sind schwierig zu finden und durch Fahrzeiten häufig nicht allein ausreichend.  Hier kommen dann wieder Tagsmütter, Au-Pairs oder Omas ins Spiel.

2) Wenn mann nicht genug verdient um sich externe Entlastung (Putzfrau, Bügelservice, Babysitter ….) zu leisten ist es eine enorme Belastung eine volle Stelle + Hausarbiet (egal ob 50/50 oder 100%) + Familienarbeit zu leisten.

3) Die Familie hat in der Regel einen sehr strukturierten Alltag und die Kinder müssen sich dem Arbeitzeiten der Eltern anpassen.  Das bedeutet unter der Woche wenig Zeit für Familienleben am Nachmittag.

4) Es wird einem häufiger von Kolleginen ein schlechtes Gewissen gemacht, das Frau so egoistisch ist und nur weil ihr Rente,  Absicherung, Unabhänigkeit und Spaß an der Arbeit auch wichtig sind ihre Kinder in eine Betreuung „abschiebt“.

Mich würde interessieren wie  andere Mütter zu dieser Frage stehen und welche Aspekte für euch bei der Entscheidung eine Rolle gespielt haben.

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Kinder kriegen ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr

Januar 13, 2013

Wenn man als Paar überlegt ein Baby zu bekommen macht man sich im Normalfall erstmal Gedanken über so wichtige Dinge wie:

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Vollzeitmütter + Vollzeitväter + Vollzeitkinder = Volle Kanne Familie :)

Oktober 29, 2012

Erstmal lieben dank an meine treuen Besucher.  Ich bin wirklich überrascht wieviele regelmäßige Besucher meinen Blog aufsuchen, obwohl ich ihn in letzter Zeit so vernachlässigt habe.  Aber hier merke ich wohl doch, dass mir die Zeit fehlt.

Wir haben die ersten  8 Wochen im Vollzeitmodus gut überstanden und bisher läuft alles rund und das Konzept 2x Vollzeitarbeit + OGS + Fr. Reinlich hat die ersten Feuertaufen überstanden.  Den Schritt auf die Volle Stelle ist also richtig gewesen.   Ich habe zwar einiges mehr an Vorbereitung, aber dank paraller Lerngruppen und  nach 5 Jahren auch schon einiger Ordner voller erprobter Materialien ist das bisher gut zu schaffen.  Da die Anzahl der Korrekturklassen gleichgeblieben ist habe ich hier außer dem Verlust des freien Mittwoch wenig Unterschied. Im Gegenteil mein Stundenplan ist besser geworden.  Ich habe fast jeden Tag um 13.00  und 1x um 15.00 frei  und kann so Nachmittags immer noch genug Zeit mit den Kindern verbringen.   Dank OGS habe ich auch die Chance noch einiges an Vorbereitung am Nachmittag vor der Rückkehr der Kids zu erledigen und habe so auch die Abende  teilweise frei.

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Glücklicher Hausfrauen Tag :)

Mai 8, 2012

Heute hatte ich Glückstag.   Ich hatte den ganzen Tag frei, da alle meine Klassen entweder schon ihren Abschluss haben,  heute Abschlussprüfungen schreiben oder auf Klassenfahrt sind.  Und selbst die Vertretungsplanung hat keine Aufgabe für mich gefunden 😉

Also habe ich meine beiden Damen heute Morgen gemütlich mit dem Rad in Schule und Kiga gebracht und mich dann in Ruhe an die Reorganisation meines Büros gemacht.  Unglaublich was in 2 Wochen an Papierbergen eingezogen ist und sich auf  und um meinen Schreibtisch verteilt.

Nach erfolgreicher Papiervernichtung habe ich mich an die Bettwäsche gemacht und unsere Handwerker bei der Arbeit beobachtet.  Wir haben diesmal wirklich nette, zuverlässige und fleisige Handwerker. Dank schönem Wetter konnte ich auch 3 Maschinen Wäsche im Garten trocken.

Gegen Mittag sind dann noch Oma und Opa zu Besuch gekommen und haben sich voller Tatendrang an unseren Vorgarten Dschungel  und die Kinderschränke gemacht.  Und in gut 2 Stunden haben wir es geschafft das Wäschechaos von Fr. Reinlich  und den Garten zu ordnen.     Wäsche sortieren gehört nämlich nicht zu Fr. Reinlichs Stärken.  Sie produziert immeer noch sehr überraschende Wäschestapel (Hose, 2 T-Shirts, Pyjama Oberteil, Turnhose,  Unterhemd,  Nachthemd) und legt diese ordentlich gebügelt in den Schrank.  Ich habe noch kein System erkennen können .  Dafür habe ich meine Wintersocken im Korb für Strumpfhosen der großen Hilfe gefunden.   🙂   Aber egal jetzt sind beide Kinderschränke auf Sommerzeit umgestellt und die Winterjacken gewaschen im Keller.

Den Rest des Nachmittags haben Opa und kleine Hexe mit einem Fussball Wettkampf und die große Hilfe mit 2 Freundinen auf dem Trampolin verbracht.  Oma und ich konnten somit gemütlich Kaffee trinken und und uns unterhalten.

So könnte jeder Dienstag sein 🙂

Ach ja der beste aller Gatten hat mal wieder Rufdienst und war sogar schon für 45 Minuten zu Hause bevor er erneut in die Klinik durfte.   Für ihn ist also kein Glückstag  😦     Aber immerhin hatte er noch genug Zeit seinen Auflauf zu essen den ich heute auch noch gaaaaaanz in Ruuuuuhe gekocht habe.

 

Tipps für berufstätige Eltern

April 27, 2012

1)  Lieferdienst für  Lebensmittel   nutzen

Viele Biohöfe bieten eine Gemüsekiste/Gemüseabo an.   Diese Abos können mit Brot, Käse, Milch, Eiern, Joghurt ….  ergänzt werden und ersetzen so einen richtigen Einkauf.   Wir haben lange jeden Freitag eine solche Kiste bekommen und konnten so entspannt ins Wochenende starten.  Das Abendbrot und die wichtigsten Dinge für 1-2 schöne Wochenendmahlzeiten waren im Haus.   Ich habe mir den stressigen Freitagnachmittag Einkauf mit zwei bockigen Kids gespart.   Unsere Kinder fanden es immer einen spannenden Start zu schauen was diese Woche in der Kiste war.  Wir hatten nämlich immer das Überraschungsbrot und Überraschungskäse.   Einziges Problem im Sommer muss man eine Lösung finden, damit die Milchprodukte nicht zu lange in der Sonne stehen.  Aber wenn man nette Nachbarn, eine Putzfrau hat läßt sich auch dieses Problem lösen.   Im Notfall einfach eine Kühlbox mit Kühlakkus rausstellen, oder die Box direkt am Hof abholen.   Auch ein tolles Event für die Kids.

Bücher,  Kleidung  und Elektrogeräte, Tierfutter  bestelle ich fast nur noch online und lasse liefern.  Der Vorteil die Einkäufe werden bis ins Haus gebracht und ich spare Zeit und Sprit.   Wenn mir wirklich etwas nicht gefällt nimmt unsere Postbotin am nächsten Tag das Paket wieder mit.

Ich bestelle aber möglichst nur bei Versendern die mit DHL (Post) liefern.  Da kann ich die Zeit wann geliefert wird genau einschätzen und unsere Putzfrau nimmt in der Regel die Pakete an.   GLS/DPd/UPS … sind nicht gut für Berufstätige.  Sie kommen  immer zu verschiedenen Zeiten und es gibt keine Möglichkeit das Päkchen einfach abzuholen.

2) Einen guten Vorrat im Keller anlegen

In diesen Vorrat gehören die typischen Lebensmittel die immer zur falschen Zeit ausgehen (Nutella,  Zucker, Milch, Brot, Corn Flakes …)  und einen dann in Stress versetzen. Und natürlich die Basis Produkte für die schnell Küche am Abend (Reis, Nudeln,  TK Gemüse fertig geschnitten…)   Ich kaufe 1x im Monat richtig groß ein und nutze dann auch Sonderangebote unserer „Highlight“ Lebensmittel.     Genauso wie Zahnbürsten (für den Kiga),  Kosmetikprodukten und  Dosen mit Ravioli und Suppen.   So kann ich im Fall einer Grippe,  Stressphase auf der Arbeit oder einfach nur Faulheit   bequem  1-2 Wochen ganz aufs Einkaufen verzichten.

Es lohnt sich auch einen Vorrat an  Geschenken und Karten im Haus zu haben.  Ich habe immer 2-3 Flaschen guten Rotwein,  1-2 Packungen Pralinen,  2-3 Geschenke für Kindergeburtstage und Karten für Geburtstag, Trauerfall und Kommunion/Konfirmation im Haus.

3)  Wenn gekocht wird immer auch für die TK-Truhe mitkochen

Ich koche gerne und für mich ist es am Wochenende Entspannung einen aufwendigen Braten oder eine gute Bolognese Sauce zu kochen.  Ich  produziere immer 3-4 Portionen für die  TK-Truhe im Keller mit.  So kann ich im Notfall ganz schnell ein selbstgekochtes Essen auf den Tisch zaubern.  Schmeckt viel besser wie Dosenfutter und ist gesünder.   Sehr gut zum Einfrieren sind geeignet:

– Lasagne in 1-2 Portionen Stücke geschnitten

– Spagetti Saucen

– Braten mit Sauce

– Creme Bruelee

– Gulasch

– Reis und Nudeln fertig gekocht (müssen nur noch kurz in kochendes Wasser geworfen werden)

– Ochsenschwanzsuppe

4) Wäsche vermeiden  und vereinfachen

Ich habe es nicht geglaubt, aber es gibt wirklich Hemden und Blusen die fast bügelfrei sind.  Diese Modelle kann man, wenn  man sie ordentlich auf einem Bügel trockenen läßt, wirklich fast direkt anziehen oder muss nur noch kurz überbügeln.  Alternativ sind auch Blusen im Knitterlock eine nette Alternative.   Und je kleiner die Kinder sind um so weniger sollte man helle einfarbige Kleidung kaufen.  Muster tolerieren auch mal einen Minifleck.

Für die Kinder möglichst nur bügelfreie Kleidung kaufen und nach dem Waschen ganz gerade ziehen und aufhängen.   Bettzeug auch nur in bügelfreier Qualität kaufen und bei gutem Wetter waschen,  an der frischen Luft trockenen und sofort wieder aufziehen.

Und ganz wichtig immer erst nach dem Frühstück  besser nach dem  alle Kinder das  Haus  verlassen haben   die Arbeitskleidung anziehen.   Beherzigt man diesen Tipp nicht hat man wahlweise Nutella am Rücken oder Milch auf der Jeans.   😦

Als feste Regel  Gartenkleidung (Leggins/Matschhose) festlegen und diese max. 1x  in der Woche waschen.   Kleidung für Kiga  sofort nach dem Heimkommen wechseln und was noch sauber ist für den nächsten Tag sichern.   Dreckige Teile dürfen weiter getragen werden.

In Großstädten gibt es sehr günstige Wasch und Bügelangebote für Hemden/Blusen.  Am besten ein Angebot wählen, dass auf dem Weg zur Arbeit oder einem anderen Pflichttermin liegt.

5)  Keine arbeitsintensiven Anschaffungen tätigen

– Kein Geschirr das nicht spülmaschinenfest ist  oder nicht in die Mikrowelle darf kaufen.

– Keine Spielzeuge die ständig von Eltern repariert/sortiert/erklärt werden müssen kaufen.

– Keine Haustiere   die viel Pflege brauchen (Hund, Vögel …)   Kinder sind auch mit Schnecken oder Fliegen in einem alten Aquarium für ein paar Wochen glücklich und dann ist das Interesse schnell weg.

6)  Termine auf ein Minimum reduzieren

Meine Erfahrung, man sollte nur an den Terminen teilnehmen auf die man sich wirklich freut, oder die dem Kind wirklich wichtig sind.   Alles andere sage ich mittlerweile gnadenlos ab.   Wir gehen  nicht mehr 4x Laterne singen,  3x Eiersuchen und 5x Weihnachtsfeiern.  Ich sehe diese Einladungen mittlerweile als nettes Angebot habe versuche kein schlechtes Gewissen mehr, wenn keine Palmstock bastel.

Pro Kind gibt es max.  einen festen Nachmittagstermin mit Fahrdienst pro Woche.  Und diese Termine sollte man möglichst auf den gleichen Tag legen. Es ist gut  darauf   zu achten, dass die Kinder selbst ihre Freizeit Aktivitäten erreichen können.   Unsere Kinder finden es super, dass sie selbst zum Sport laufen können und sind eher genervt, wenn ich sie zum Musikunterricht fahren muss.

Kinder  die lange im Kiga/OGS s bleiben haben  häufig wenig Interesse noch zusätzliche Angebote zu nutzen.  Unsere OGS bietet so tolle AGs, da sind Kurse weitgehen überflüssig.

Termine besser direkt im Anschluss an Schule/Kiga oder direkt vor dem Abendessen legen.  So bleibt mehr Freizeit für Kinder und Eltern.  Ein Termin mitten am Nachmittag blockiert alles.

7)  Netzwerken

Es ist Gold wert, wenn man andere berufstätige Eltern findet und sich im Alltag unterstützt.   Es sind häufig die Kleinigkeiten die helfen:

– Ein Kind an seinem freien Tag mitnehmen wenn die Eltern Überstunden machen müssen

– Sich bei Fahrten zum Schwimmkurs, Ballett … abwechseln

– Spieldates so legen, dass jeder mal einen freien Nachmittag bekommt.

– Auch mal 2 Kinder zum spielen schicken um so die Kosten für den Babysitter zu sparen

– Ein Kind spontan vom Kiga mitnehmen, wenn die Mama nicht pünktlich sein kann.

Und für mich das beste die Gespräche beim Abholen die einem zeigen, dass man mit seinen Problemen nicht allein steht 🙂

Das bischen Haushalt macht sich von allein ….

April 24, 2012

Leider hat mein Haushalt dieses nette Lied aus den 50er Jahren noch nicht gehört.   Und wenn man über Vereinbarkeit von Familie und Beruf spricht muss Frau auch über dieses Thema nachdenken.  Denn auch wenn immer mehr der Eindruck erweckt wird es es geht nur um die Frage wie Frau ihre  Karriere und Kinder unter einen Hut bringt, vergisst man leider, dass zur Familienarbeit auch die leidige Hausarbeit gehört.

Auch in emanzipierten Partnerschaften wo Kinderbetreuung und Karriere partnerschaftlich geteilt werden, bleibt ein großteil der Hausarbeit häufig stillschwiegend an der Frau hängen.  Nur „das bischen Haushalt“ macht sich leider auch heute nicht von allein.   Es kostet eine Menge Kraft, Organisation und Zeit.    Daher sollte man sich wenn man darüber nachdenkt wie man Beruf und Familie vereinbart immer auch diesen Aspekt mitdenken.

Es gibt ja verschiedene Typen von Menschen ….

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Kinderbetreuung für Babies

Februar 15, 2012

Da meine Schwester gerade auf der Suche nach einer guten Betreuung für ihr Baby ist kommt auch bei mir dieses Thema wieder hoch.  Gerade beim ersten Kind ist man ja häufig noch sehr unsicher welche Form der Betreuung man überhaupt braucht und möchte.    Hinzu kommt  häufig ein latent schlechtes Gewissen ob es richtig ist sein Kind so früh überhaupt betreuen zu lassen.  Und die typischen Fragen.  Wann soll ich anfangen zu suchen, wo finde ich die Richtige Betreuung, wieviele Stunden brauche ich überhaupt  und und und. …..

Als Betreuung für Babies kommen verschiedene Betreuungsformen in Frage.  Häufig kommen sie einem in der folgenden Reihenfolge in den Sinn. (more…)

Kinder wie die Zeit vergeht

Januar 5, 2012

Wenn ich ein Jahr zurück denke bin ich immer wieder erstaunt wie schnell meine Kinder groß werden.  Und damit meine ich jetzt nicht nur die körperliche Größe.   Letztes Jahr hatten wir noch ein AP und unsere Kinder waren immer entweder mit uns Eltern, dem Kiga oder unserem AP zusammen.  Ich wäre niemals auf die Idee gekommen sie allein zu lassen.

Aber im Laufe des letzten Jahres hat sich dieses Gefühl langsam aber beständig gewandelt.   Zuerst war der brennende Wunsch der großen Hilfe nach Unabhängigkeit da.  Sie wollte unbedingt üben allein vom Kindersport nach Hause zu laufen.  Oder sie teilte mir mit, sie brauche kein AP wenn ich mal für 10 Minuten zum Bäcker fahre, sie könne auf sich allein aufpassen.    Aber mein Sicherheitsgefühl war immer sofort wach und hatte 1000 schlimme Visionen was alles passieren kann.

Auf der anderen Seite war aber auch die Vernunft da die mir sagte:  Deine Kinder werden groß und du kannst sie nicht vor allen Gefahren verstecken.  Sie müssen lernen auch mal allein klar zu kommen. Logisch richtig, aber das Mamaherz war noch sehr dagegen.

Wir haben dann ganz gut Kompromisse gefunden.  Die Kinder durften für einige Zeit „allein“ bleiben.   Das unser AP in dieser Zeit in ihrem Zimmer war und im Internet surfte mussten sie ja nicht unbeding wissen 😉

Die große Hilfe durfte im Frühling auch allein nach Hause laufen und Mama immer schön 100m hinter ihr her wie bei Räuber und Gendarm.   Und diese Experimente haben mir gezeigt meine Kinder werden wirklich groß.  Sie halten sich an Absprachen:   Kein TV,  nicht an die Tür gehen,  vernünftig über die Straße gehen,  nicht mit Fremden sprechen…..

Und so habe ich im Laufe des letzten Jahres gelernt meine Kinder ein kleines Stückchen los zu lassen.   Wir haben jetzt feste Rituale.  Wenn ich kurz allein einkaufen gehe  haben die Kinder eine Telefonnliste mit wichtigen Nummern (Handy, Papa, Oma,  110 und 112)  und ich mein Handy immer in der Tasche.    Beide Kinder können wirklich sicher und gut telefonieren und sie genießen diese kleinen Freiheiten.   Aber sie wissen auch, dass es ein Privileg ist und nur klappt solang sie sich an die Regeln halten.    Länger als 10-15 Minuten würde ich sie aber noch nicht ohne Aufsicht lassen.  Und ich sage meistens meinem Mann per Telefon Bescheid, damit jemand merkt, wenn mir mal was passieren würde. Das ist für mich nämlich die größere Gefahr.  Ich werde aufgehalten und auf einmal sind die Kinder über Stunden allein. Aber so melde ich mich kurz ab und wieder an.

Was ich aber auf keinen Fall mache ist die Kinder im Schlaf allein lassen. Das wäre mir viel zu gefährlich und vor allem würde es ihnen riesen Angst machen wenn sie doch wach würden.  Ich denke dieser Schritt zu einem ruhigen Abendspaziergang ist noch ein Stück weit entfernt.  Aber das ist kein Problem 🙂

Und diese neue Unabhängigkeit unserer Mädchen macht das Leben ohne AP eigentlich erst möglich.  Nicht das ich sie ständig allein lassen möchte oder es tue.  Aber  ich kann eben viele Dinge normal erledigen, die sonst mit Kinder schwierig waren.

1x Brot und Milch im örtlichen Minishop holen     Ohne Kids ca. 10 Minuten mit dem Rad         früher mit Kids   mindestens  30-45 Minuten   da 2x Kinder anziehen  Auto oder Laufen eher schleichen

1x  Briefkasten                                                                       Ohne Kids  ca. 5 Minute                                        früher                     mindestens   15-30 Minuten + Streit wer den Brief einwerfen darf

1x Paket von der Post hole                                                                           15 Minuten                                    früher                     45 Minuten

……..

 

Und dann sind noch die ganzen Tätigkeiten im Haushalt die jetzt neben oder mit den Kids möglich sind.   Ich kann in Ruhe im Keller Wäsche aufhängen und die Kids spielen oben.  Ich kann den Vorgarten machen ohne ständig Angst zu haben ein Kind läuft auf die Straße.

Die Kinder werden auch schon richtige Hilfen.  Sie können hervorragend  Gemüse und Obst kleinschneiden bei Kochen,  beim Rühren im Topf helfen oder eigenständig Socken und Handtücher zusammenlegen.  Natürlich nicht immer, aber wenn sie es machen ist es toll.

Ach ja und gestern haben wir 15l  Spagetti Soße  in meinem neuen Gänsebräter zusammen gekocht und dann haben die Kids  über 1 Stunde ganz allein   5 große Auflaufformen Lasagne geschichtet. Man war ich da stolz.   Und es hat allen super gut geschmeckt und wir haben für die nächsten Wochen  genug Vorräte im Tiefkühler.

Was bringt mir eigentlich ein AP?

Oktober 22, 2011

Diese Frage stellen sich bestimmt viele potentielle Gasteltern wenn sie überlegen ein AP einzuladen.  Denn die Entscheidung ein AP einzuladen ist ja keine leichte Entscheidung.  Man übernimmt für ein Jahr die Verantwortung für einen jungen erstmal völlig fremden Menschen aus einem fremden Land und nimmt ihn in seinen absolut intimen privat Bereich auf.   Daher sollte man sich vor der Entscheidung gut überlegen ob die eigenen Erwartungen und Wünsche realistisch sind.

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Haushaltshilfen im Praxistest

Oktober 14, 2011

Unsere Haushaltshilfe  wird immer besser.  Sie war ja nie schlecht, aber am Anfang sehr unsicher.  Aber seit wir ihr nochmal deutlich unser Vertrauen ausgesprochen und ermutigt haben  Eigeninitiative zu zeigen bin ich total begeistert.

Sie sieht Arbeit und erledigt diese dann auch super ordentlich und zuverlässig.  Es ist ein tolles Gefühl von der Arbeit zu kommen und nicht nur eine saubere Wohnung vorzufinden, nein nach und nach werden alle meine „Chaos Ecken“ sortiert und geordnet.  Sie hat schon meine Porzellansammlung abgewaschen und die Vitrinen gründlich gesäubert.  Unser Handtuch und Wäscheschrank hat ein neues und wirklich tolle Ordnungssystem und sogar der Waschkeller ist sauber und ordentlich.

Meine Bügelwäsche wird erledigt und nach einem kleinen Hinweis auch nicht mehr auf links in den Schrank gehängt.  Aber das habe ich durch 5 APs gelernt.  Beim Wäschezusammenlegen und Bügeln gibt es 100 „richtige“ Arten es zu machen.  Und wenn mich eine davon stört muss ich es eben sagen.   Als ich sie heute lobte und ihr für den guten Start dankte, war sie richtig gerührt.  Und das Lob kam wirklich von Herzen.

Der tolle Einsatz von Fräulein Reinlich macht es mir im Moment viel einfacher den Stress auf der Arbeit und die vielen Handwerker im Haus zu ertragen.  Ich kann meine Freizeit wirklich voll den Kindern und meiner eigenen Erholung widmen.   Ein echter Luxus.     Und für den verzichte ich liebend gerne auf teure Luxusurlaube,  Markenkleidung und andere Dinge.   Für mich ist immer noch Zeit der größte Luxus.

Als Kinderbetreuung haben wir Fräulein Reinlich noch nicht gebraucht, aber ich bin mir ganz sicher der Winter wird sie da noch fordern.  Jetzt steht für mich erstmal die Frage an, wie verplanen wir ihre Arbeitsstunden in den Ferien.   Denn wenn wir alle im Haus sind, ist es fast eher störend, wenn 3x die Woche jemand vorbei kommt.  Ich denke wir werden ihr 1 Woche Urlaub geben und in der zweiten Woche ihr Stunden auf 2 Tage verteilen.  So hat sie auch mehr Zeit für ihre Kinder und Familie und wir ein bischen Familienzeit.

Aber so wie es im Moment läuft wird sie wohl von Fräulein Reinlich zur Kätie umbenannt.  🙂

Fräulein Reinlichs erste Arbeitswochen

September 26, 2011

Seit fast einem Monat ist unsere Putzfrau von der einfachen Putzhilfe 1x die Woche zur Haushaltshilfe die 3x die Woche kommt aufgestiegen.  Und mit diesem Aufstieg war nicht nur eine Gehaltserhöhung und der Wechsel in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis verbunden, sondern natürlich auch eine Veränderung ihres Stellenprofils.

Nach gut 3 Wochen  kann man wohl ein erstes Zwischenfazit ziehen.  Fräulein Reinlich ist glücklich über ihre neue Unabhängigkeit vom Amt und das höhere Gehalt, aber mit ihren neuen Aufgaben auch ziemlich gefordert.   Man merkt ihr deutlich an, dass sie seit Jahren nicht mehr regelmäßig über mehrere Stunden gearbeitet hat.

Aber sie gibt sich richtig Mühe und bisher läuft es bis auf  Kleinigkeiten ziemlich rund.   Und auch wir als Arbeitgeber haben unsere Aufgabe bisher wohl nicht ganz schlecht gemacht.  Aber genau wie beim AP ist Kommunikation und klare Zielvereinbarungen das A und O.

Unser Wochenplan für Fräulein Reinlich sieht folgendermaßen aus:

Anfang der Woche:  

Kleiner Hausputz (Staubsaugen im ganzen Haus und untere Etage feucht durchwischen, Badezimmer und Küche reinigen) ca.  2 Stunden

Wäsche ( trockene Wäsche abnehmen und falten/bügeln und in die Schränke räumen)  ca. 1-2 Stunden

Mitte der Woche: 

Sonderaufgaben (Schränke auswischen und sortieren,  Lampen/Türen/Schränke abstauben und mit Politur reinigen,  Fenster putzen,  Betten überziehen,  Grundreinigung einzelner Zimmer,  Keller/Terasse  fegen und aufräumen)  nach Bedarf oder Ansage.    ca. 3-4 Stunden

Ende der Woche: 

Großer Hausputz inklusive Staubwischen, Fließen abwaschen, Kinderzimmer aufräumen ….   alles in allem ca. 5-6 Stunden

 

Laut Arbeitsvertrag hat Fräulein Reinlich eine 12.5 Stunden Woche  die auf 3 Tage verteilt werden.

Die Punkte Großer und kleiner Hausputz klappen wie immer ohne Probleme, aber mit Wäsche und Sonderaufgaben tat sich Fräulein Reinlich am Anfang schwer, sie traut sich nämlich nicht einfach mit etwas anzufangen.  Mein Mann hat ihr dann nochmal deutlich gemacht, dass sie in unserem Haus jetzt eine Vertrauensstellung hat und sie außer im Büro und im Schlafzimmer alle Schränke für sie zum Öffnen und aufräumen 😉  frei gegeben sind.   Und seit dem arbeitet sie sich auch durch die Schränke und räumt auf.

Die Wäsche scheint bei ihr aber ein ähnliches Schicksal wie bei allen APs zu haben.  Stelle ich sie überdeutlich in den Flur wird sie auch erledigt, steht sie im Keller wird zwar alle trockene Wäsche abgenommen, aber nichts gebügelt oder weggefaltet.   Da ist wohl nochmal ein klärendes Wort notwendig.

 

Morgens ist sie immer überpünktlich, das war mir sehr wichtig, da sie ja im Notfall die Kinderbetreuung übernimmt wenn ein Kind krank ist.   Am Mittag können wir es nur bedingt kontrolieren und haben mit ihr vereinbart, dass sie ihre Stunden in einem Stundenzettel aufschreibt, damit wir Über- oder Unterstunden verrechnen können.

Bisher funktioniert das System für uns perfekt.  Ich komme Mittags in ein aufgeräumtes und sauberes Haus und kann frei und ohne Verpflichtung gegenüber einem AP meine Arbeiten am Nachmittag erledigen oder Zeit mit den Kids verbringen.  Den Härtetest mit spontan kranken Kind hatten wir bisher noch nicht, aber sie hat schon 2x aus anderen Gründen aufgepasst und auch das hat super geklappt.

Wir haben zwar jetzt weniger Stunden Hilfe als mit AP, aber in den 12 Stunden wird effektiv und gefühlt mehr erledigt, weil wir auch viele AP untypische Aufgaben delegieren können.  Und der riesen Vorteil für uns, wir haben unser Haus wieder für uns und es ist ein klares Chef-Angestellten Verhältnis.  Auch wenn ich Fräulein Reinlich sehr mag und ein bischen mein Helfersyndrom schon wieder durchschlägt, indem ich ihr Tips gebe wie ihre Tochter den beruflichen Einstieg möglichst gut hin bekommt.

Familienleben ohne APs

September 14, 2011

Wir haben jetzt die ersten Tage ohne  ein AP im Alltag hinter uns gebracht und ich stelle für mich  überraschend fest, dass besonders der Morgen viel stressfreier und ruhiger abläuft.  Ich hatte  für mich besonders die Hilfe am Morgen immer als einen wichtigen Grund für ein AP angesehen und jetzt stelle ich fest, es geht nicht nur ohne, es ist sogar  einfacher.

Ich kann die Kinder dann wecken wenn es mir passt ohne erst Zeiten mit einem AP absprechen zu müssen.  Die Kleidung für die Kids lege ich am Abend vorher raus und kann so auch kontrollieren was sie anziehen.  Sonst hatten wir Morgens oft Stress, weil Kids und AP sich gestritten haben was angezogen wird.   Und selbst wenn ich Abends Kleidung rausgelegt hatte, haben beides es in vielen Fälle gemeinsam ignoriert.

In der Zeit in der sich die Kinder selbst anziehen habe ich genug Zeit den Tisch zu decken und auch hier der Vorteil nicht mehr ständig Streit zwischen AP und Kids zu haben, weil die APs entweder jeden Morgen jedes Teil einzeln abfragen:  „Was möchtest du essen / trinken?“   und dann genervt sind wenn nicht sofort eine Antwort kommt und die Kids genervt sind, weil sie in 9 von 10 Fällen das selbe essen.

Die Kinder nehmen wieder Obst und Vollkornbrot mit in den Kiga und unser Cornflakes Konsum ist deutlich gesunken. Auch hier gab es natürlich einige Debatten mit den Kids, aber jetzt läuft es und wir sind wieder auf einem guten Weg.

Natürlich hätte ich das alles auch schon mit AP selbst machen können, oder mit den APs sprechen, aber erstens wollte ich nicht schon am frühen Morgen ständig dem AP sagen was es alles „falsch“ macht.  Denn dann kann ich es wirklich einfacher und schneller selbst machen.  Und zum Start in den Tag möchte ich für mich und meine Familie Ruhe und Gemütlichkeit und da passen Streit und Stress für mich nicht dazu.  Und es waren ja keine  auch keine riesen Fehler, sondern eher atmosphärische Störungen.  Mir fällt kein besserer Begriff ein.

Es ist häufig schwer einem AP klar zu machen was man von ihm erwartet.  Wir hatten mehrere APs die es einfach konnten den Kids ein gemütliches Frühstück zu machen und dennoch alle wichtigen Dinge zu beachten und andere konnten es nicht. Sie haben sich entweder sklavisch an die Anweisungen gehalten, auch wenn wir immer gesagt haben es darf auch Ausnahmen geben, oder sie haben die Regeln einfach ignoriert und eigene aufgestellt.

Auch hier war mein Gefühl es wurde für beide Seiten immer komplizierter je älter die Kinder wurden.  Bei Babys und Kleinkindern war es ja wirklich jeden Morgen exakt die gleiche Routine.  Da konnte man einen Plan aufstellen und das AP hatte für die nächsten Wochen/Monate eine feste Erwartungshaltung.  Aber mit Schulkindern ist es schwerer, die diskutieren, haben eine eigene Meinung und wollen Aufmerksamkeit und sich reiben.  Und das hat unsere letzten beiden APs eher überfordert.

Auch mein Mann ist positiv überrascht wie selbständig unsere Kinder schon sind und wie schnell wir 4 den Start in den Tag hinbekommen. Auch am Nachmittag genieße ich es jetzt wieder mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen.  Ich versuche die kleine Hexe Nachmittags möglichst zu Fuß abzuholen und es macht richtig Spaß mit ihr nach Hause zu laufen und mit ihr über den Tag zu sprechen.  Sie erzählt soviel und ist voller Neugier auf den Umwelt.  Und für die kleine Hexe ganz wichtig, wir können auch wieder mit dem Rad zum Kiga fahren.  Das sind Dinge die unseren Kindern in den letzten 2 Jahren gefehlt haben.   Wobei man fairer Weise sagen muss, ich muss jetzt nur noch 1 Kind aus dem Kiga abholen und das ist deutlich stressfreier als 2 müde und streitende Geschwister nach Hause bringen.

Mir geht es auch nicht darum unsere AP schlecht zu machen, sondern es sind für mich spannend zu beobachten wie sich unser System Familie verändert seit wir ohne AP leben.  Vieles liegt für mich auch daran, dass unsere Kinder jetzt viel selbstständiger sind und wir als Eltern ja auch immer mehr Profis werden.  Auch wir wachsen mit unseren Aufgaben 😉

Schöne Zeiten

Juni 17, 2011

Juhu bei uns scheinen die schönen Jahresendwochen anzubrechen  🙂 .   Unser AP hat ihren schriftlichen FSJ Vertrag und ist glücklich und das wirkt sich auch super positiv auf ihre Laune und Arbeit aus.  Sie ist mit Begeisterung bei der Sache, spielt aktiv mit den Kids und hat sogar schon Montag die gesamte Bügelwäsche der Woche erledigt.  🙂 🙂

Und damit nicht genug, sie hat sogar gestern freiwillig auf ihren Sprachkurs verzichtet um zu babysitten, damit ich einen gemütlichen Abend mit meiner Schwester verbringen konnte. Obwohl wir angeboten haben einen extra Babysitter für den Abend zu finden.  Aber sie wollte wirklich lieber arbeiten.

Als kleines Dankeschön habe ich ihr heute vom Einkaufen eine schöne Müslischale und passende Kaffeetasse für ihren Start ins unabhängige Leben ab August mitgebracht.  Die letzten Tage waren für uns alle also sehr schön und entspannend.  Da kommt also doch noch mal die Olga aus den ersten Wochen zum Vorschein.  Ich freue mich auch deshalb so, weil wir dann hoffentlich einen schönen und harmonischen Abschied hinbekommen und nicht die negativen Erinnerungen überwiegen werden.

Und da diese Phase jetzt schon Anfängt hoffe ich einfach mal, dass sie eine Weile anhält.  Denn nicht nur Olga und Ich sind im Moment wieder richtig harmonisch, auch die Kinder genießen es sichtlich von ihr wieder mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

AP-Alternativen im Probelauf

Mai 11, 2011

Nachdem Olga ja in den letzten Wochen viele freie Tag hatte, haben wir die Chance genutzt und unsere AP-Alternativen getestet.  Und bisher klappt es wirklich gut.  Die Tochter unserer Putzhilfe kommt mit den Mädchen gut zurecht und vor allem die Kinder mögen sie .  Sie freuen sich schon immer wenn Michelle kommt.

Diese Woche hat sie die Kinder zum ersten Mal allein vom Kiga abgeholt und den Nachmittag mit ihnen verbracht und alle drei sind am Abend gut gelaunt wieder zu Hause angekommen.  Und auch unsere Putzfrau Fräulein Reinlich macht ihren Job nach fast einem Jahr immer noch richtig gut.
Ich bin gerade dabei ihren Arbeitsvertrag für Herbst fertig zu machen und die Anmeldung bei der Krankenkasse und Finanzamt zu organisieren.  Bisher ist alles überraschend einfach. Die GKV schickt einen Außendienstler vorbei der alle Formalitäten erledigt und dann wird alles abgebucht.

Bleibt nur die Frage ob ich jetzt statt eines AP-Handbuchs ein Frl. Reinlich Handbuch schreiben soll 😉   Aber Spaß bei Seite.  Wir überlegen schon wie wir ihre Arbeitsstunden am besten verteilen und welche Aufgaben sie im Haushalt erledigen soll.  Bisher putzt sich ja 1x die Woche Küche, Bad, Wohnräume und Fenster und Olga übernimmt die Kinderzimmer.

Ab Herbst kommt Frl. Reinlich dann 3x in der Woche und dann soll sie das komplette Haus und vor allem auch die Wäsche übernehmen.  Damit sollten 2 von 3 Tagen gut verplant sein.  Der dritte Tag würde dann für „Spezial Aufgaben“ wie Grundreinigung einzelner Zimmer, Terrasse fegen,  Fenster putzen, Schränke in der Küche auswischen … zur Verfügung stehen.   Wenn das so klappt wäre es ein Traum.

Frl. Reinlich freut sich auf jeden Fall schon sehr, da sie ab Herbst dann aus dem ALG II Bezug herausfällt und nicht mehr vom Staat abhängig ist und wir freuen uns, weil wir unser Häuschen wieder ganz für uns allein haben.  Und hoffentlich freut sich auch Olga, dass sie bis dahin einen legalen und guten Weg gefunden hat in Deutschland zu bleiben oder alternativ eine gute Arbeit zu Hause findet.

Frühlingsgefühle

März 22, 2011

Es ist Frühling und das merkt man als Gastfamilie eines APs nicht nur am schönen Wetter, sondern auch an der deutlich besseren Laune des eigenen APs.  Ich finde es jedes Jahr wieder erstaunlich welchen Einfluss das Wetter auf die Beziehung zwischen AP und Gastfamilie haben kann.  Im Winter und noch schlimmer im Januar/Februar sinkt die Laune und Motivation vieler APs auf den Nullpunkt.

Die Kinder können kaum raus, sind gelangweilt und anstrengend und auch die APs haben wenig Möglichkeiten und Interesse Ausflüge zu machen.  Aber sobald das Wetter etwas besser wird steigt die Laune.  Hier bei uns ist schon seit gut 2-3 Wochen wieder ein richtiger aufwärts Trend zu spüren. Olga ist viel aktiver und besser gelaunt bei der Sache.  Ok sie übersieht immer noch gerne die Bügelwäsche wer nicht, aber sie geht wieder mit den Kids vor die Tür ohne das Ich es fordern muss und hat einfach gute Laune.

Ich hoffe einfach, dass jetzt das letzte drittel unseres AP Jahres anfängt in dem man das AP am liebsten garnicht mehr abgeben möchte. Und das klappt hier gerade wieder richtig gut.  Beispiele der letzten Tage/Wochen

– Wenn Ich Mittags/Nachmittags nach Hause komme ist die Wohnung richtig tip top aufgeräumt. Und zwar nicht nur oberflächlich, sondern richtig 🙂

– Die Kinder bekommen an ihrem kurzen Kiga Tag wieder richtiges Essen gekocht und nicht nur Cornflakes und Nutella

– Olga hat mit den Kids Frühlingsdeko für unsere Fenster gebastelt und aufgehängt.

– Olga hat es geschafft 20 Bewerbungen für ein FJS abzugeben und zwar ohne meine Hilfe

– Olga  sieht wieder Arbeit und schenkt mir 100 kleine Momente wo Ich sie einfach nur dankbar umarmen möchte.   Es sind Kleinigkeiten wie das Ausschlafen lassen am freien Tag, ein Kaffee nach einer anstrengenden Konferenz …..

– Spieldates mit Kiga Freunden werden eigenständig verabredet und eingehalten

– Päckchen und andere Termine werden einfach vom AP gemanaged und Ich kann arbeiten gehen.

– Kleine Einkäufe wie Milch, Brot, Obst werden nebenbei erledigt und Ich muss nicht nochmal extra losfahren.

 

Kurz und knapp gerade wissen wir wieder sehr zu schätzen, dass wir ein AP haben und in solchen Phasen bekomme Ich auch ein bischen Angst vor der Zeit ohne AP.  Klar wir schaffen es auch ohne, aber eben nicht mehr so bequem und einfach wie jetzt.  Zum Glück hat aber auch unsere Lösung ab Sommer noch keine wirklichen Hacken bekommen.  Unser neuer Babysitter war schon 3x Probehalber da und kommt gut mit den Kids aus und auch unsere Putzfrau ist nach wie vor super.

Schöner AP Alltag

Februar 18, 2011

Heute ist wieder einer der Tage, wo Ich sehr glücklich bin ein AP zu haben.  Unsere große Hilfe hat seit gestern Halsschmerzen und leichtes Fieber.  Nichts wirklich dramatisches, aber fit genug für den Kiga ist sie heute Morgen nicht gewesen.  Also konnte Ich ohne schlechtes Gewissen entscheiden, sie darf zu Hause bleiben und Olga hat sich super lieb um sie gekümmert.

Und neben der Krankenpflege hat Olga auch noch alle Kinderzimmerspielsachen sortiert und aufgeräumt.  Die Puppenecke, Kaufladen, Gesellschaftsspiele, Puzzle, Lego, Playmobil und andere Kisten alles ist wieder ordentlich und sortiert im Regal 🙂  🙂  🙂    Und das alles ohne das Ich sie darum bitten musste.

Es ist ein schönes Gefühl wenn man Mittags von der Arbeit nach Hause kommt und dein krankes Kind dich kaum begrüßen will, weil es noch ins Memory Spiel mit AP vertieft ist und dein zweites Kind begeistert dazu stößt.  Wenn du mit ruhigem Gewissen noch schnell den Wochenendeinkauf erledigen kannst und dann gemütlich in einem ordentlichen Haus, ins Wochenende starten darf.

Diese Momente sind es, warum wir ein AP haben. Alles ging auch ohne AP irgenwie zu organisieren, aber eben viellllllllllllll stressiger.   Ich hoffe ganz fest darauf, dass die zweite Hälfte unseres AP Jahres mit Olga eher wie das erste viertel wird und die Zeit dazwischen eben eine ausgedehnte 3 Monatskrise war.

Kinderbetreuung Alternativen im Check

Dezember 17, 2010

Nachdem wir uns mit den Alternativ Möglichkeiten zum AP immer intensiver beschäftigt haben bin Ich jetzt nach einigen Recherchen und Gesprächen einen Schritt weiter.

OGS oder Verlässliche Schule bis Mittag

– Die OGS macht einen sehr guten Eindruck, sie haben ein gut klingendes Konzept und bieten für die Kinder viele AGs und Freizeit Möglichkeiten an. Dass wäre eine super Sache.   Für uns als Eltern entfällt nervige Fahrdienste zum Turnen, Tanzen, Musik Unterricht.

– keine  Warteliste, sondern man kann jederzeit einsteigen und bekommt einen Platz.

– Hausaufgaben Betreuung durch geschultes Personal und 2x in der Woche auch durch Lehrer der Kinder.

– Das Mittagessen ist billiger als im Kiga, kommt auch vom Catering.  Hat für uns den Vorteil, dass wir nicht auch noch ein AP mit Kochfähigkeit suchen müssen.

– Eine Frühbetreuung ab 7.30 ist in der OGS nicht möglich, dass geht nur mit der verlässlichen Schule, aber die steht nächstes Jahr auf der Kippe.  Und dort kann man auch erst Anfang des Schuljahres sagen, ob es weiter geht.

–> spricht erstmal alles eher für OGS, und evt kann man die Frühbetreuung der Verlässlichen Schule mitnutzen gegen einen kleinen Obulus mitbenutzen.

Putzfrau als Notfall Betreuung

–  Nach einem sehr netten Gespräch mit unserer Putzfrau bin Ich hier mal vorsichtig optimistisch.  Sie scheint starkes Interesse zu haben und fand die Idee mehr zu arbeiten sehr attraktiv.

–  Die Arbeit auf „Abruf“ und die mögliche frühe Anfangszeit scheinen ihr nichts auszumachen. 🙂

– Ihre Tochter würde wahrscheinlich sogar als Babysitter für Nachmittags, Abends einspringen können 🙂

– Wir hätten zusätzliche Entlastung bei der Hausarbeit durch 2-3x in der Woche Hilfe durch eine motivierte Kraft.

–> klingt alles auch erstmal sehr positiv. Sie wird über Weihnachten mit ihrer Familie beraten und dann müssen wir rechen ob und wie es sich für sie am besten lohnt und für uns bezahlbar ist.

Au-Pair Suche

–  bisher sehr schleppend,  viele nette Kontakte die aber immer dann abbrechen, wenn es ernst werden könnte (skypen, telefonieren ..)

– viele Mädchen die nicht wirklich auf unser Anforderungsprofil passen (kein Schwimmen, kein Radfahren)

– nur 2 ernsthafte Bewerberinnen, die auch wirklich in Frage kommen könnten.

–>  wird noch nicht aufgegeben, aber Ich werde erstmal keine neuen Kontakte aufnehmen.  Ein Mädchen kommt uns vielliecht im Dezember besuchen, dann werden wir sehen, ob der Funke überspringt. Aber wenn nicht tendiere ist immer stärker zum Experiment :

LEBEN OHNE AU-PAIR

Au-Pair Alternativen

Dezember 13, 2010

So jetzt haben wir das ganze Wochenende überlegt wie ein Alternativ Betreuungsmodell zum Au-Pair aussehen könnte.

Eine mögliche Alternative :  baut auf 4 Säulen

Kiga für Kleine Hexe 45 Stundenbetreuung von Mo-Do 7.15-16.45  und  Fr. bis 14.15 Uhr

OGS für Große Hilfe   von 7.30-16.00 Uhr und Fr.  auch bis 14.00 Uhr

Putzfrau 2-3x in der Woche  für 3-4 Stunden für Hausarbeit und als Nofallbetreuung im Krankheitsfall

Arbeitszeit Optimierung: Arbeitszeit Mama auf 3 max 4 Tage pro Woche verteilen  + Dienste des Gatten möglichst auf Putzfrauenfreie Tage abstimmen.

Finanzielle Seite:

Wenn man alle Nebenkosten einrechnet kostet uns unser Au-Pair zwischen 450 und 500€ im Monat.   Diese Kosten würden bei der Alternative wegfallen, dafür würden die Kosten für die Putzfrau um ca. 200€ pro Monat steigen  + OGS von ca. 50-100€   also insgesamt    450€ gegen  250-300€.   Auf der Kostenseite erstmal ein Plus.  Wenn der Kigabeitrag in NRW fürs letzte Jahr wirklich wegfällt noch viel mehr, aber das ist ja unabhängig vom AP.      Wir hätten also auch noch genug Geld um im Notfall Überstunden zu bezahlen und hin und wieder einen Babysitter für Abends/Wochenende.

Probleme:

–  Der Kiga Beginn liegt mit 7.15 genau 15 Minuten zu spät um wirklich sicher und stressfrei zur ersten Stunde in die Schule zu kommen. Daher müsste meine Stundenplanung mir auch nächstes Jahr entgegen kommen immer erst zur 2. Stunde anzufangen.

– Konferenzen, Elternsprechtage  und Abendtermine  sind durch Kiga und OGS nicht abgedeckt und müssten durch Babysitter, Spieldates, Omas abgedeckt werden.

– Krankheit der Kinder wird deutlich problematischer, da wir nicht mehr spontan am Morgen entscheiden können ein Kind zur Sicherheit mit leichtem Fieber zu Hause zu lassen.  Entweder müsste kurzfristig unsere Putzfrau einspringen, oder ein Elternteil seine Kinder Krankentage nehmen .   Bisher habe Ich mir diese Tage immer für absolute Notfäller (Krankenhaus, Lungenentzündung, Arztbesuch notwendig) aufgehoben.

– Kleine Bequemlichkeiten fallen weg (Spülmaschine wird jeden Tag ausgeräumt, spontane Kinobesuche, Helfende Hand beim Frühstück/Anziehen der Kinder)

– Die Frage ob unsere Putzfrau an so einem Angebot überhaupt interessiert ist. Sie lebt von Harzt IV und Ich kann nicht abschätzen, ob es für sie nicht sogar „schädlich“ ist, wenn sie aus dem Bezug rutscht, weil sie dann nicht mehr Krankenversichert ist.  Aber eigentlich ist sie fleißig und sehr motiviert.

– Die Frage ob wir einen Platz in der OGS bekommen würden.

Positive Aspekte:

+  Wir haben unser Haus wieder für uns inkl. Gästezimmer

+ Wir sparen zwischen 250-300€ pro Monat

+ Keine Fahrdienste 2x die Woche zum Sprachkurs

+ Keine langwierige Suche nach neuen Au-Pairs

+ Keine 2-4 Wochen Einarbeitung in den Sommerferien

+ Auch „Schwere“ Hausarbeit (Bügeln aller Wäsche,  Fenster putzen,  Keller putzen, evt. Vorgarten pflegen) kann an Putzfrau delegiert werden.

+ Keine  Zeit mehr für Organisation und Gespräche über  Urlaub, Studium, Liebe …. die pro Woche locker 1-4 Stunden, je nach AP und Stimmung  kosten.

+ Spontane Änderungen im Familienalltag (Spieldates, Essen gehen, Ausflüge) ohne auf das AP Rücksicht nehmen zu müssen

Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden, aber Ich bin überrascht wie viele positive Aspekte diese Alternative hat und wie wenig Nachteile mir bisher eingefallen sind.  Bitte gerne von erfahrenen Gastmüttern vergessene Nachteile nennen.

Wir werden auf jeden Fall die Suche noch nicht einstellen und mit den beiden verbliebenen Bewerberinen weiter Kontakt bleiben und skypen, aber wenn Ich nicht ein 100% positives Gefühl habe, dann werden wir die Alternative ernsthaft in Betracht ziehen.   Und bis dahin unser vielleicht letztes Au-Pair noch richtig genießen.

Danke Olga

November 5, 2010

Es ist dein Job die Kinder zu betreuen wenn sie krank sind und der beste aller Gatten und Ich arbeiten müssen

ABER

– Du hast dabei noch gute Laune, obwohl du diese Woche bestimmt 5-10 Überstunden gemacht hast

– Du kochst für Mich Pfannkuchen und Bortsch für uns  obwohl auch genug Fertig Gerichte im Tiefkühler sind

– Du nimmst dir die Zeit stundenlang mit den Kindern auf dem Sofa zu liegen und vorzulesen

– Du hast aufgeräumt und gestaubsaugt, obwohl du selbst ein bischen Fieber hattest und Ich dir ausdrücklich „verboten“ hatte zu putzen

– Du bist nicht nach meiner Rückkehr in dein Zimmer geflüchtet, sondern hast noch weiter mit den Kids gespielt und vorgelesen

– Du hast kein Mal ein langes Gesicht gezogen oder genörgelt was Ich gut verstanden hätte

Fazit:  Du bist im besten Sinne  ein wichtiger Teil unserer Familie geworden und machst  deine Gastkinder und Gasteltern sehr glücklich. Das was du hier beiträgst ist mehr als arbeiten. Du verschönerst unser Familienleben.   Dafür hast du dir nicht nur in echt, sondern auch hier im Blog ein riesen Dankeschön verdient. Auch wenn du es wahrscheinlich nicht lesen wirst, weil du meinen Blog nicht kennst 🙂

 

Besuch Gasteltern und Au-Pair

Oktober 7, 2010

Gestern Abend war seit langem mal wieder eine sehr gute und alte Freundin zu Besuch. Wir sehen uns nur 2-4x im Jahr persönlich und haben uns schon lange auf den gemeinsamen Abend gefreut. Meine Schwester hatte spontan auch noch Zeit und so stand einem Mädels Abend + Gatten nichts im Weg.

Unser Au-Pair hat dann gestern Abend nach einer freundlichen Bitte, ob sie nicht die Kinder fürs Bett fertig machen kann, ganz selbstverständlich nach dem gemeinsam Essen die Küche aufgeräumt und die Kinder ins Bett gebracht. Ich war Ihr so dankbar. Denn so hatte Ich 1-2 Stunden mehr ruhige Zeit mit meinen Mädels. Diese Abende sind ja leider selten und rar geworden.

Ich hatte ja schon ein bischen schlechtes Gewissen mich so von ihr „bedienen“ zu lassen. Aber auf der anderen Seite würde Ich es ja für Sie auch machen, wenn sie z.B. Besuch von ihrer Familie bekommen würde. Daher habe ich das schlechte Gewissen nach Hause geschickt und den Abend genossen.

In ähnlichen Situationen haben unsere bisherigen APs von sich verkriechen und bis zum nächsten Morgen nicht auftauchen,  heimlich aufräumen, den ganzen Abend daneben sitzen und sich bedienen lassen  alle Variationen gezeigt. Daher bin ich über diesen gelungenen Abende auch doppelt froh.   Ich habe aber auch gelernt meine Bitte freundlich aber bestimmt zu äußern. Beim ersten AP hätte Ich mich nicht getraut zu fragen, beim zweiten war es nicht nötig und bei einer anderen nicht möglich, da sie zu solchen Anlässen immer verschwunden war.

 

Brauchen wir noch ein Au-Pair?

Oktober 3, 2010

Brauchen wir ein Au-Pair im nächsten Jahr?

Hier haben der Gatte und Ich schon seit einigen Wochen immer wieder hin und her überlegt. Die große Hilfe kommt im Sommer in die Schule. Somit wird sich unser Familienleben deutlich verändern und wir haben verschiedene Modelle durchdacht:

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Kranke Kinder und Au-Pairs

September 14, 2010

Einer der Hauptgründe warum wir wohl noch länger mit Au-Pairs leben werden ist die Sicherheit und Flexibilität wenn ein oder beide Kinder krank werden.  Und bei uns ist es mal wieder so weit.  Beide Damen hat die erste Bronchitis der Saison erwischt und gleichzeitig liege Ich als Mama auch flach.  Was sonst beruflich und familiär der Supergau ist, kann man mit Au-Pair deutlich besser ertragen.

Aber es gibt einige Punkte die man als Gasteltern beachten sollte.

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Vereinbarkeit Familie und Beruf im Praxistest

September 3, 2010

Die erste Woche Alltag liegt hinter uns. Nach 6.5 Wochen Ferien fällt es allen wieder schwer zurück in den Alltag zu starten. Die Kinder müssen wieder jeden Morgen um 6.20 aufstehen und unser Au-Pair ist jetzt viel häufiger allein mit den Kindern und auch allein verantwortlich.  Und sie ist eine riesen Hilfe.

Aber trotzt dieser tollen Entlastung 100 Erledigungen müssen wieder am Nachmittag oder Wochenende gemacht werden und die 30 Stunden Au-Pair Arbeitszeit sind so schnell weg, wie ich es mir am Anfang nie vorstellen konnte. Es müssen Lebensmittel, Kleidung und Schuhe für 5 Personen eingekauft werden. Arzttermine gemacht und wahrgenommen werden, Geburtstagsgeschenke gekauft werden, Bankgeschäfte erledigt und die häusliche Ablage vor dem totalen Chaos bewahrt werden.  Das Au-Pair braucht Hilfe beim Sprachkurs, Freizeitaktivitäten, Heimweh oder Liebeskummer.  Das soziale Umfeld braucht Hilfe beim Renovieren, ein ruhiges Gespräch über Liebeschaos, Hilfe beim Examen oder Ich habe selbst einfach Lust mal wieder in Ruhe mit einer Freundin einen Kaffee zu trinken oder zumindest zu telefonieren.

Was mich in den Wahnsinn treibt sind kurzfristige Änderungen im System. Da hat man gerade nach langen basteln die Termine der Kinder, des Au-Pairs und den eigenen Stundenplan in ein funktionierendes und für alle tragbares Gleichgewicht gebracht, da ändert der Turnverein seine Zeiten.  Toll jetzt ist das Kinderturnen am freien Nachmittag unserer Olga und direkt nach dem Turnen im Kiga.  Also kann die große Hilfe jetzt 2 Stunden am Stück turnen und die Kleine Hilfe gar nicht, da sie keiner vom Kiga zum Turnen bringen kann. Ich bin noch arbeiten und unser Au-Pair auf dem Weg zum Sprachkurs.  😦

Oder der Kiga hängt alle wichtigen Infos immer erst um 9.00 Uhr raus. Sieht man ja beim Abholen am Mittag außer man arbeitet und kommt erst am Nachmittag wenn alles gelaufen ist.

Mein Stundenplan ändert sich auch noch mindestens 2-100x bis nach 3 Wochen dann ein endgültiger Plan steht.  Aber da kann ich mich nicht beschweren, unser Stundenplaner ist ein Engel. Er hat bisher eigentlich immer zu unseren Gunsten umgestellt.

Ich glaube viele Leute sehen gar nicht, wie durchgeplant der Alltag einer Familie ist, in der 2 Erwachsene arbeiten und 2 Kinder nicht nur betreut, sondern auch noch Termine und Spieldates koordiniert werden müssen.  Vereinbarkeit von Familie und Beruf sieht auf meinem Wochenplan auch viel einfacher aus als in der Realität.

Manchmal frage Ich mich wie ich das in den letzten Jahren eigentlich hinbekommen habe.  Ich denke ein toller Ehemann der immer seinen Teil der Familienarbeit übernommen hat, tolles Au-Pairs, eine gute Familie (Omas und Tanten) die im Notfall eingesprungen sind und ganz viel Humor haben uns meistens gerettet.  Meine Bewunderung gebührt allen, die es alleine schaffen müssen.  Ich glaube dann hätte ich schon längst kapituliert.

Wenn Ich mir etwas wünschen dürfte:

Kinderbetreuung, die auch ein bischen an uns Eltern denkt die arbeiten müssen.  Infos vielleicht per E-Mail und auch mal Elternaktivitäten zu Zeiten die auch Arbeitende Mütter/Väter schaffen können. Keine bösen Blicke wenn man Morgens in Eile ist, weil die Öffnungszeiten eben nicht perfekt zum Arbeitsplatz und der Fahrzeit dorthin passen.

Freizeitangebote für Kinder die nicht alle um 14.00 Uhr anfangen.  Ich finde es unfair, dass meine Mädels nicht am Ballett und Turnen teilnehmen können, nur weil Ich arbeiten muss.  Und ein drittes Auto kaufen, damit unser AP die Damen den ganzen Nachmittag fahren kann will und kann Ich mir nicht leisten. Unsere Musikschule ist ein tolles positives Beispiel. Sie ist in den Kiga integriert. Man muss die Kinder nicht hinbringen und abholen und so können alle daran teilnehmen . Wenn es jetzt noch die Möglichkeit für sozial schwache gäbe kostenlos oder verbilligt teilzunehmen perfekt.

Ein paar Ersatznerven, damit ich auch nach einem vollen Arbeitstag nicht gestresst und entnervt nach Hause komme. Meist schaffen es die Kinder zwar mich schnell abzulenken, aber einfach mal erst einen Kaffee trinken und durchschnaufen klingt auch gut.

Wie läuft es bei anderen Mamas und Papas die arbeiten? Was sind eure Wünsche und Hilfen?

Arbeitspläne

August 23, 2010

Jetzt haben wir den Honeymoon der Au-Pair Zeit nach gut 2 Wochen hinter uns gelassen und es wird Zeit den normalen Alltag einziehen zu lassen.  Ich habe zwar noch eine Woche Urlaub, aber Ich merke, dass es Zeit für klare Arbeitszeiten und Aufgaben wird.  Bisher hat Olga fast immer den ganzen Tag mit uns verbracht, aber eben auch viele kleine Auszeiten genommen wann es ihr zu passen schien.  Das war für uns super, weil sie so unsere ganze Routine von Morgens – Abends mitbekommen und viel Zeit mit den Kindern verbracht hat.  Aber es hatte auch den Nachteil für beide Seiten, dass nie ganz klar war ob sie jetzt arbeitet oder nicht.

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Hausputz

Juli 6, 2010

Wir haben eine neue Putzfrau. Und bisher habe ich echt ein gutes Gefühl.   Sie ist heute zum 2. Mal da und bisher hinterlässt sie strahlend saubere Räume.  Sie denkt mit und findet alle „Faulstellen“ in unserem Haushalt.

Heute sollte sie das TV Zimmer putzen und machte sofort den Vorschlag, auch die Gardinen zu waschen und die Gläser im Glasschrank mal durch zu spülen.  Und jetzt glänzt unser Heimkino. 🙂

Als nächstes nimmt sie sich das Au-Pair Bad vor.  Und das ist harter Tobak, denn dort klebt der Kalk von 11 Monaten. Unser Au-Pair macht ihr Bad zwar sauber, aber der Kalk ist ihr Feind. Sie wischt nur leicht über die Waschbecken, WC und Dusche. Aber Wände und Armaturen sehen gruselig aus.  Bin gespannt ob ich unser Bad gleich wieder erkenne.

Kann es noch gar nicht fassen, dass wir so ein Glück haben und diese Putzfee in der Nachbarschaft gefunden haben.  Bis zu den Ferien darf sie jetzt 1x die Woche kommen und die ganzen Baustellen aufarbeiten, die wir im Laufe der letzten Monate angehäuft haben und dann ist der Plan, dass sie alle 14 Tage kommt und sich an die „Großen Aufgaben“ macht.  Fenster putzen, Bäder grundreinigen, Keller sauber machen,  Parkett pflegen, Küche und Speisekammer aufräumen und sauber machen. Eben all das was definitiv keine Au-Pair Aufgabe ist und wofür mir die Zeit und Lust fehlt.

Der Plan ist, sie immer Freitags kommen zu lassen. Dann kann unser Au-Pair die Kinderzimmer gründlich aufräumen und staubwischen und die Putzfee kann danach staubsaugen.

Und unser Au-Pair kann ihr helfen und den ganzen Kinderkram der sich im Laufe der Woche in der Wohnung verteilt wieder an seinen Platz bringen.  Denn staubsaugen und staubwischen wird weiter Au-Pair Aufgabe bleiben.

Drückt uns die Daumen, dass es auch weiterhin so gut läuft. Denn eine gute Putzfee ist schwer zu  finden.

Familien ABC (Überarbeitete Version)

Juni 25, 2010

Danke für eure Tips. Habe das Wochenende genutzt um eure Vorschläge einzuarbeiten.

Ich bin ja seit unserem ersten Au-Pair dabei unseren Au-Pair Ordner zu perfektionieren. Und ein wichtiger Teil ist für mich unser Familien ABC.  Hier habe ich die wichtigsten Punkte möglichst kurz zusammen gefasst. Vieles wirkt vielleicht seltsam, aber es ist aus Erfahrung entstanden.  Z.B.  Lüften auch im Au-Pair Zimmer. Man glaubt gar nicht wie es stinkt, wenn seit 3 Wochen nicht gelüftet wird.

Ein weiterer schwieriger Punkt sind die Familienregeln.  Wie streng formuliert man Dinge wie Internetnutzung, Gäste usw.  Man möchte ja als Familie nicht als Kontrollfreak da stehen.  Aber auf der anderen Seite müssen wir die Kosequenzen tragen wenn von unserem Internet Account illegale Downloads gemacht werden oder 10 „Freunde“ des Au-Pairs unser Haus verwüsten, weil wir ja erlaubt aben Gäste einzuladen.  Ist uns zum Glück nicht passiert, kenne ich aber als Schilderung einer „tollen Party“ eines unserer Ex Au-Pairs.   

Ich bin auf eure Rückmeldungen sehr gespannt. Habt ihr auch solche Ordner?  Welche Punkte sind euch wichtig?   Was fehlt eurer Meinung nach?  Wie wirkt es auf Au-Pairs?

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Au-Pair und Putzen

Juni 16, 2010

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Ich bin im Einmachfieber

Juni 13, 2010

Ich bin im Einmachfieber. Seit ich entdeckt habe, dass der Holunder unseres Nachbarn auf unser Grundstück gestreut hat, bin ich dabei Blüten zu ernten Ich habe schon 2x Holundersekt angesetzt und gestern auch noch Blütensirup gemacht. Mal schauen, vielleicht gibt es heute noch Blüten in Teig gebacken zum Kaffee.  So sehr ich die Arbeit im Vorgarten nicht mag, so gerne ernte ich im eigenen Garten. Und Rababer und Holunderblüten sind bei uns immer die ersten Dinge die wachsen.

Aber auch meine  Pfefferminze für den leckersten Tee und mein Rucola aus dem letzten Jahr sind wieder da. Und Schnittlauch kommt auch immer wieder ohne, dass ich etwas machen muss. Also kann ich jetzt anfangen  Tee zu trocken, Minzsirup ist auch schon im Keller und nächste Woche will ich Erdbeeren für Marmelade pflücken gehen.

Die Johannisbeeren werden langsam rosa und unsere Obstbäume scheinen dieses Jahr eine Rekordernte zu versprechen.  Hoffentlich bleibt mir auch genug Zeit alles zu ernten und zu  verarbeiten. Letztes Jahr sind nämlich viele Äpfel in der Biotonne gelandet. Mir fehlt ihr wirklich eine Mosterei.  Und ich weigere mich mehr einzumachen, wie wir in einem Jahr verbrauchen.

Neben Einmachfieber habe ich auch noch senile Bettflucht. Alle (auch die Damen) schlafen noch und Ich bin wach.  Aber egal, das Wetter ist schön und jetzt mache ich in Ruhe Frühstück.  Allen Besuchern ein schönes Wochenende.

Briefe ans Au-Pair 2 Warum brauchen wir ein Au-Pair

Juni 9, 2010

Liebes Au-Pair

Ich freue mich schon, wenn Du im Sommer kommst. Denn auch wenn die große Hilfe und die kleine Hexe  immer älter und selbstständiger werden wird es auch im nächsten Jahr viele kleine und große Situationen geben in denen wir ohne Dich nicht funktionieren würden.  Ich komme auf dieses Thema, weil mich heute die Kindergärtnerin von der kleinen Hexe gefragt hat warum wir überhaupt noch ein Au-Pair haben.  Und da habe ich kurz überlegt und ihr dann ganz viele „Kleinigkeiten“ und Situationen genannt die ohne Au-Pair nicht oder nur schlecht funktioniert hätten.

Typische Situationen in denen wir dich brauchen werden sind die kleinen Notfälle und Alltäglichkeiten. (more…)

Akku leer

Mai 22, 2010

Heute war eigentlich ein richtig schöner ruhiger Tag den ich mit den beiden Damen allein verbringen musste durfte, da der beste aller Gatten mal wieder Dienst hat und somit sein Wochenende in der Klinik verbringen muss.

Die Voraussetzungen sind eigentlich super. Wir haben bestes Wetter, die Kinder gefühlte 100 neue Spielzeuge (große Hilfe hatte ja Geburtstag) und eigentlich lag heute nichts besonderes an.

Aber ich fühle mich heute total schlapp und zerschlagen.  Mir tun die Knochen weh , ich habe Muskelkater vom Putzen.

Nein ich bin nicht zur begeisterten Hausfrau mutiert, aber einige meiner Schüler hatten an unserer Schule Rechtsextreme und Frauenfeindliche Schmiererei in der Herrentoilette gefunden und gestern habe ich diese in einer gemeinsamen 2 Stündigen Putzaktion entfernt.  Auch mit Spezialmittel vom Hausmeister und Stahlschwamm eine echte S….Aufgabe. Aber es hat sich gelohnt. Die Schmierereien sind weg und die Schüler haben in dieser Praxisstunde glaube ich mehr über Demokratie, Kampf gegen Extremismus gelernt wie in vielen Theoriestunden. Denn es gab gute Gespräche und echte Betroffenheit.

Neben diesem körperlichen Zimperlein plagt mich auch noch akuter Schlafmangel . Die kleine Hexe steht nämlich seit Wochen pünktlich um 6.23 auf. Und da ich Abends selten vor Mitternacht ins Bett komme fehlt Schlaf. Ok selbst schuld, aber irgendwann will man ja seinen Gatten auch mal sehen.

Und 3x (1x Omas/Familie  1x Kiga und 1x Kinderparty) Kindergeburtstag feiern ist zwar schön, aber auch kein wirkliches Wellnessprogramm.  Nächstes Jahr werden mindestens 2 Feiern zusammengelegt oder einfach gestrichen. Aber eigentlich macht es Spaß und so kann ich mein neues Baby = Ofen  ausprobieren.  Er ist ein Traum.

Und Morgen geht es lustig weiter. Meine beiden besten Freundinnen und mein Schwesterchen kommen zum Grillen und am nächsten Tag folgt der Rest der Familie zum nächsten Familienfest.  Also war das heute mein „Erholungstag“.

Unser Au-Pair hat auch total lieb heute Morgen spontan die Kinder für eine Stunde gehütet, damit ich schnell ohne Kids einkaufen konnte, aber danach war ich mit den Damen allein. Und so schön es ist den ganzen Tag zu spielen ich war heute Abend „Akku Leer“.   Denn alle 100 tolle neue Spielsachen sind natürlich nur dann toll, wenn Mama mitspielt. Zwischendrin noch 4 Maschinen Wäsche gewaschen, Betten neu bezogen und 2x Essen für die Damen gemacht, ein bischen Unterricht vorbereitet und 5x versucht einen Artikel im Spiegel zu ende zu lesen.  2 Kinder gebadet und  die kleine Hexe 5x ins Bett gebracht und jetzt ist Feierabend.

Mein Vorteil gegenüber dem Gatten liegt nur eindeutig darin, ich durfte diesen Tag mit den besten aller Kinder im heimischen Garten verbringen.

Werde heute mal früh ins Bett steigen, denn der kleine Wecker ist gestellt. …………. 6.23 RINGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGG


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