Posts Tagged ‘Haushalt’

Kinder kriegen ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr

Januar 13, 2013

Wenn man als Paar überlegt ein Baby zu bekommen macht man sich im Normalfall erstmal Gedanken über so wichtige Dinge wie:

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Vollzeitmütter + Vollzeitväter + Vollzeitkinder = Volle Kanne Familie :)

Oktober 29, 2012

Erstmal lieben dank an meine treuen Besucher.  Ich bin wirklich überrascht wieviele regelmäßige Besucher meinen Blog aufsuchen, obwohl ich ihn in letzter Zeit so vernachlässigt habe.  Aber hier merke ich wohl doch, dass mir die Zeit fehlt.

Wir haben die ersten  8 Wochen im Vollzeitmodus gut überstanden und bisher läuft alles rund und das Konzept 2x Vollzeitarbeit + OGS + Fr. Reinlich hat die ersten Feuertaufen überstanden.  Den Schritt auf die Volle Stelle ist also richtig gewesen.   Ich habe zwar einiges mehr an Vorbereitung, aber dank paraller Lerngruppen und  nach 5 Jahren auch schon einiger Ordner voller erprobter Materialien ist das bisher gut zu schaffen.  Da die Anzahl der Korrekturklassen gleichgeblieben ist habe ich hier außer dem Verlust des freien Mittwoch wenig Unterschied. Im Gegenteil mein Stundenplan ist besser geworden.  Ich habe fast jeden Tag um 13.00  und 1x um 15.00 frei  und kann so Nachmittags immer noch genug Zeit mit den Kindern verbringen.   Dank OGS habe ich auch die Chance noch einiges an Vorbereitung am Nachmittag vor der Rückkehr der Kids zu erledigen und habe so auch die Abende  teilweise frei.

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3x Schulstart

August 25, 2012

Jetzt hat der Alltag uns wieder.   Die Schule hat für alle wieder angefangen und schon nach 5 Minuten fühlt man sich als ob man nie weg war.   Dank neuer Schulleitung beginnt die Schule für Lehrer jetzt immer schon am Montag der letzten Ferienwoche damit wir in „Ruhe“ die Nachprüfungen organisieren können.

Als besonderes Highlight gibt es dann am letzten Ferientag die erste Lehrerkonferenz.   Für mich immer wieder ein gratis Kabarett.   Leider hat unsere Schule ein ziemliches Demokratie Defizit.   Nicht nur, dass die Schulleitung am liebsten geheime Abstimmungen verhindern möchte.   Nein ein Großteil der Kollegen findet es auch noch OK.  Denn das kostet doch nur Zeit.   Und bevor ich 5 Minuten länger bleibe gebe ich doch lieber ein paar grundlegende Grundrechte auf um mich dann über das fehlende Politikverständniss der Schüler aufzuregen.  Ironie off.
Nachdem wir gefühlte 120 Punkte von Begrüßung neuer Kollegen bis Berichte aus jedem „Und wenn du nicht mehr weiter weist, dann bilde schnell einen Arbeitskreis“ hat das ganze bereits 1 Stunde mehr als angekündigt gedauert.  Und dann kommt mein persönlicher Höhepunkt:  Verschiedenes.   Hier können sich dann nochmal alle Kollegen die vorher noch nicht genug gesagt haben in Ruhe über Nebensächlichkeiten aufregen,  bereits 3x per Mail, Aushang und Zetter bekannte Dinge wiederholen oder  einfach noch etwas sagen wollen was ihnen spannend erscheint.

Dann mit 1.5 Stunden Verspätung darf man endlich nach Hause und seinem Babysitter erklären, warum man selbst zwar Wert auf Pünktlichkeit legt und auch unsere Schulleitung auf die Einhaltung von Terminen pocht.  Es ihr aber im Gegenzug unmöglich ist wenn sie bei Konferenzen einen Endpunkt angibt diesen auch nur Annäherungsweise einzuhalten.

Die Einschulung der neuen Schüler war dann unspektakulär.  Hier ist nur jedes Jahr das gleiche Chaos.  Wer kommt ohne Anmeldung und wieviele mit Anmeldung kommen nicht.  Die ersten 1-2 Wochen sitzt man gefühlt jeden Tag in einer neuen Klasse.

Mein Start in die Vollzeitarbeit hat bisher gut geklappt auch wenn ich schon 2x die Betreuungszeit der OGS voll ausschöpfen konnte.  Und für alle die sich fragen woran man eine gute OGS erkennt?

1) Sie hat vom ersten Schultag an die komplette Zeit inkl.  Frühstücksbetreuung und Randstunden angeboten.

2) Sie fand es völlig ok, dass ich unseren Schulanfänger schon am Tag vor der Einschulung dort abgegeben habe.

3) Sie hat alle Eltern beim ersten Abholen  mit einem Glas selbstgemachter alkoholfreirer Bowle empfangen und uns einen guten Start gewünscht.

4) Die Kinder begrüßen einem zwar begeistert, aber mit der Frage ob sie noch ein bischen weiterspielen dürfen.

Und obwohl alles eigentlich super gelaufen ist und meine Pläne gut funktionieren, bin ich gestern Abend mit dem Gatten wie Tod um 9 Uhr ins Bett gefallen.  Denn nach 6 Wochen Urlaub fühlt sich der Alltag wie Marathon laufen an.
Nächste Woche kommt dann der beliebte Zettel und Termine Regen über uns.  Jede Institution gibt ihre Terminpläne, Klausurpläne,  Klassenpläne …. heraus und dann kommt die Zeit der Elternabende. Dann hängen Eltern an die Arbeits- und Hausarbeitsschicht noch eine 3 Schicht an.

Glücklicher Hausfrauen Tag :)

Mai 8, 2012

Heute hatte ich Glückstag.   Ich hatte den ganzen Tag frei, da alle meine Klassen entweder schon ihren Abschluss haben,  heute Abschlussprüfungen schreiben oder auf Klassenfahrt sind.  Und selbst die Vertretungsplanung hat keine Aufgabe für mich gefunden 😉

Also habe ich meine beiden Damen heute Morgen gemütlich mit dem Rad in Schule und Kiga gebracht und mich dann in Ruhe an die Reorganisation meines Büros gemacht.  Unglaublich was in 2 Wochen an Papierbergen eingezogen ist und sich auf  und um meinen Schreibtisch verteilt.

Nach erfolgreicher Papiervernichtung habe ich mich an die Bettwäsche gemacht und unsere Handwerker bei der Arbeit beobachtet.  Wir haben diesmal wirklich nette, zuverlässige und fleisige Handwerker. Dank schönem Wetter konnte ich auch 3 Maschinen Wäsche im Garten trocken.

Gegen Mittag sind dann noch Oma und Opa zu Besuch gekommen und haben sich voller Tatendrang an unseren Vorgarten Dschungel  und die Kinderschränke gemacht.  Und in gut 2 Stunden haben wir es geschafft das Wäschechaos von Fr. Reinlich  und den Garten zu ordnen.     Wäsche sortieren gehört nämlich nicht zu Fr. Reinlichs Stärken.  Sie produziert immeer noch sehr überraschende Wäschestapel (Hose, 2 T-Shirts, Pyjama Oberteil, Turnhose,  Unterhemd,  Nachthemd) und legt diese ordentlich gebügelt in den Schrank.  Ich habe noch kein System erkennen können .  Dafür habe ich meine Wintersocken im Korb für Strumpfhosen der großen Hilfe gefunden.   🙂   Aber egal jetzt sind beide Kinderschränke auf Sommerzeit umgestellt und die Winterjacken gewaschen im Keller.

Den Rest des Nachmittags haben Opa und kleine Hexe mit einem Fussball Wettkampf und die große Hilfe mit 2 Freundinen auf dem Trampolin verbracht.  Oma und ich konnten somit gemütlich Kaffee trinken und und uns unterhalten.

So könnte jeder Dienstag sein 🙂

Ach ja der beste aller Gatten hat mal wieder Rufdienst und war sogar schon für 45 Minuten zu Hause bevor er erneut in die Klinik durfte.   Für ihn ist also kein Glückstag  😦     Aber immerhin hatte er noch genug Zeit seinen Auflauf zu essen den ich heute auch noch gaaaaaanz in Ruuuuuhe gekocht habe.

 

Tipps für berufstätige Eltern

April 27, 2012

1)  Lieferdienst für  Lebensmittel   nutzen

Viele Biohöfe bieten eine Gemüsekiste/Gemüseabo an.   Diese Abos können mit Brot, Käse, Milch, Eiern, Joghurt ….  ergänzt werden und ersetzen so einen richtigen Einkauf.   Wir haben lange jeden Freitag eine solche Kiste bekommen und konnten so entspannt ins Wochenende starten.  Das Abendbrot und die wichtigsten Dinge für 1-2 schöne Wochenendmahlzeiten waren im Haus.   Ich habe mir den stressigen Freitagnachmittag Einkauf mit zwei bockigen Kids gespart.   Unsere Kinder fanden es immer einen spannenden Start zu schauen was diese Woche in der Kiste war.  Wir hatten nämlich immer das Überraschungsbrot und Überraschungskäse.   Einziges Problem im Sommer muss man eine Lösung finden, damit die Milchprodukte nicht zu lange in der Sonne stehen.  Aber wenn man nette Nachbarn, eine Putzfrau hat läßt sich auch dieses Problem lösen.   Im Notfall einfach eine Kühlbox mit Kühlakkus rausstellen, oder die Box direkt am Hof abholen.   Auch ein tolles Event für die Kids.

Bücher,  Kleidung  und Elektrogeräte, Tierfutter  bestelle ich fast nur noch online und lasse liefern.  Der Vorteil die Einkäufe werden bis ins Haus gebracht und ich spare Zeit und Sprit.   Wenn mir wirklich etwas nicht gefällt nimmt unsere Postbotin am nächsten Tag das Paket wieder mit.

Ich bestelle aber möglichst nur bei Versendern die mit DHL (Post) liefern.  Da kann ich die Zeit wann geliefert wird genau einschätzen und unsere Putzfrau nimmt in der Regel die Pakete an.   GLS/DPd/UPS … sind nicht gut für Berufstätige.  Sie kommen  immer zu verschiedenen Zeiten und es gibt keine Möglichkeit das Päkchen einfach abzuholen.

2) Einen guten Vorrat im Keller anlegen

In diesen Vorrat gehören die typischen Lebensmittel die immer zur falschen Zeit ausgehen (Nutella,  Zucker, Milch, Brot, Corn Flakes …)  und einen dann in Stress versetzen. Und natürlich die Basis Produkte für die schnell Küche am Abend (Reis, Nudeln,  TK Gemüse fertig geschnitten…)   Ich kaufe 1x im Monat richtig groß ein und nutze dann auch Sonderangebote unserer „Highlight“ Lebensmittel.     Genauso wie Zahnbürsten (für den Kiga),  Kosmetikprodukten und  Dosen mit Ravioli und Suppen.   So kann ich im Fall einer Grippe,  Stressphase auf der Arbeit oder einfach nur Faulheit   bequem  1-2 Wochen ganz aufs Einkaufen verzichten.

Es lohnt sich auch einen Vorrat an  Geschenken und Karten im Haus zu haben.  Ich habe immer 2-3 Flaschen guten Rotwein,  1-2 Packungen Pralinen,  2-3 Geschenke für Kindergeburtstage und Karten für Geburtstag, Trauerfall und Kommunion/Konfirmation im Haus.

3)  Wenn gekocht wird immer auch für die TK-Truhe mitkochen

Ich koche gerne und für mich ist es am Wochenende Entspannung einen aufwendigen Braten oder eine gute Bolognese Sauce zu kochen.  Ich  produziere immer 3-4 Portionen für die  TK-Truhe im Keller mit.  So kann ich im Notfall ganz schnell ein selbstgekochtes Essen auf den Tisch zaubern.  Schmeckt viel besser wie Dosenfutter und ist gesünder.   Sehr gut zum Einfrieren sind geeignet:

– Lasagne in 1-2 Portionen Stücke geschnitten

– Spagetti Saucen

– Braten mit Sauce

– Creme Bruelee

– Gulasch

– Reis und Nudeln fertig gekocht (müssen nur noch kurz in kochendes Wasser geworfen werden)

– Ochsenschwanzsuppe

4) Wäsche vermeiden  und vereinfachen

Ich habe es nicht geglaubt, aber es gibt wirklich Hemden und Blusen die fast bügelfrei sind.  Diese Modelle kann man, wenn  man sie ordentlich auf einem Bügel trockenen läßt, wirklich fast direkt anziehen oder muss nur noch kurz überbügeln.  Alternativ sind auch Blusen im Knitterlock eine nette Alternative.   Und je kleiner die Kinder sind um so weniger sollte man helle einfarbige Kleidung kaufen.  Muster tolerieren auch mal einen Minifleck.

Für die Kinder möglichst nur bügelfreie Kleidung kaufen und nach dem Waschen ganz gerade ziehen und aufhängen.   Bettzeug auch nur in bügelfreier Qualität kaufen und bei gutem Wetter waschen,  an der frischen Luft trockenen und sofort wieder aufziehen.

Und ganz wichtig immer erst nach dem Frühstück  besser nach dem  alle Kinder das  Haus  verlassen haben   die Arbeitskleidung anziehen.   Beherzigt man diesen Tipp nicht hat man wahlweise Nutella am Rücken oder Milch auf der Jeans.   😦

Als feste Regel  Gartenkleidung (Leggins/Matschhose) festlegen und diese max. 1x  in der Woche waschen.   Kleidung für Kiga  sofort nach dem Heimkommen wechseln und was noch sauber ist für den nächsten Tag sichern.   Dreckige Teile dürfen weiter getragen werden.

In Großstädten gibt es sehr günstige Wasch und Bügelangebote für Hemden/Blusen.  Am besten ein Angebot wählen, dass auf dem Weg zur Arbeit oder einem anderen Pflichttermin liegt.

5)  Keine arbeitsintensiven Anschaffungen tätigen

– Kein Geschirr das nicht spülmaschinenfest ist  oder nicht in die Mikrowelle darf kaufen.

– Keine Spielzeuge die ständig von Eltern repariert/sortiert/erklärt werden müssen kaufen.

– Keine Haustiere   die viel Pflege brauchen (Hund, Vögel …)   Kinder sind auch mit Schnecken oder Fliegen in einem alten Aquarium für ein paar Wochen glücklich und dann ist das Interesse schnell weg.

6)  Termine auf ein Minimum reduzieren

Meine Erfahrung, man sollte nur an den Terminen teilnehmen auf die man sich wirklich freut, oder die dem Kind wirklich wichtig sind.   Alles andere sage ich mittlerweile gnadenlos ab.   Wir gehen  nicht mehr 4x Laterne singen,  3x Eiersuchen und 5x Weihnachtsfeiern.  Ich sehe diese Einladungen mittlerweile als nettes Angebot habe versuche kein schlechtes Gewissen mehr, wenn keine Palmstock bastel.

Pro Kind gibt es max.  einen festen Nachmittagstermin mit Fahrdienst pro Woche.  Und diese Termine sollte man möglichst auf den gleichen Tag legen. Es ist gut  darauf   zu achten, dass die Kinder selbst ihre Freizeit Aktivitäten erreichen können.   Unsere Kinder finden es super, dass sie selbst zum Sport laufen können und sind eher genervt, wenn ich sie zum Musikunterricht fahren muss.

Kinder  die lange im Kiga/OGS s bleiben haben  häufig wenig Interesse noch zusätzliche Angebote zu nutzen.  Unsere OGS bietet so tolle AGs, da sind Kurse weitgehen überflüssig.

Termine besser direkt im Anschluss an Schule/Kiga oder direkt vor dem Abendessen legen.  So bleibt mehr Freizeit für Kinder und Eltern.  Ein Termin mitten am Nachmittag blockiert alles.

7)  Netzwerken

Es ist Gold wert, wenn man andere berufstätige Eltern findet und sich im Alltag unterstützt.   Es sind häufig die Kleinigkeiten die helfen:

– Ein Kind an seinem freien Tag mitnehmen wenn die Eltern Überstunden machen müssen

– Sich bei Fahrten zum Schwimmkurs, Ballett … abwechseln

– Spieldates so legen, dass jeder mal einen freien Nachmittag bekommt.

– Auch mal 2 Kinder zum spielen schicken um so die Kosten für den Babysitter zu sparen

– Ein Kind spontan vom Kiga mitnehmen, wenn die Mama nicht pünktlich sein kann.

Und für mich das beste die Gespräche beim Abholen die einem zeigen, dass man mit seinen Problemen nicht allein steht 🙂

Das bischen Haushalt macht sich von allein ….

April 24, 2012

Leider hat mein Haushalt dieses nette Lied aus den 50er Jahren noch nicht gehört.   Und wenn man über Vereinbarkeit von Familie und Beruf spricht muss Frau auch über dieses Thema nachdenken.  Denn auch wenn immer mehr der Eindruck erweckt wird es es geht nur um die Frage wie Frau ihre  Karriere und Kinder unter einen Hut bringt, vergisst man leider, dass zur Familienarbeit auch die leidige Hausarbeit gehört.

Auch in emanzipierten Partnerschaften wo Kinderbetreuung und Karriere partnerschaftlich geteilt werden, bleibt ein großteil der Hausarbeit häufig stillschwiegend an der Frau hängen.  Nur „das bischen Haushalt“ macht sich leider auch heute nicht von allein.   Es kostet eine Menge Kraft, Organisation und Zeit.    Daher sollte man sich wenn man darüber nachdenkt wie man Beruf und Familie vereinbart immer auch diesen Aspekt mitdenken.

Es gibt ja verschiedene Typen von Menschen ….

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Kinderbetreuung für Babies

Februar 15, 2012

Da meine Schwester gerade auf der Suche nach einer guten Betreuung für ihr Baby ist kommt auch bei mir dieses Thema wieder hoch.  Gerade beim ersten Kind ist man ja häufig noch sehr unsicher welche Form der Betreuung man überhaupt braucht und möchte.    Hinzu kommt  häufig ein latent schlechtes Gewissen ob es richtig ist sein Kind so früh überhaupt betreuen zu lassen.  Und die typischen Fragen.  Wann soll ich anfangen zu suchen, wo finde ich die Richtige Betreuung, wieviele Stunden brauche ich überhaupt  und und und. …..

Als Betreuung für Babies kommen verschiedene Betreuungsformen in Frage.  Häufig kommen sie einem in der folgenden Reihenfolge in den Sinn. (more…)

Kinder wie die Zeit vergeht

Januar 5, 2012

Wenn ich ein Jahr zurück denke bin ich immer wieder erstaunt wie schnell meine Kinder groß werden.  Und damit meine ich jetzt nicht nur die körperliche Größe.   Letztes Jahr hatten wir noch ein AP und unsere Kinder waren immer entweder mit uns Eltern, dem Kiga oder unserem AP zusammen.  Ich wäre niemals auf die Idee gekommen sie allein zu lassen.

Aber im Laufe des letzten Jahres hat sich dieses Gefühl langsam aber beständig gewandelt.   Zuerst war der brennende Wunsch der großen Hilfe nach Unabhängigkeit da.  Sie wollte unbedingt üben allein vom Kindersport nach Hause zu laufen.  Oder sie teilte mir mit, sie brauche kein AP wenn ich mal für 10 Minuten zum Bäcker fahre, sie könne auf sich allein aufpassen.    Aber mein Sicherheitsgefühl war immer sofort wach und hatte 1000 schlimme Visionen was alles passieren kann.

Auf der anderen Seite war aber auch die Vernunft da die mir sagte:  Deine Kinder werden groß und du kannst sie nicht vor allen Gefahren verstecken.  Sie müssen lernen auch mal allein klar zu kommen. Logisch richtig, aber das Mamaherz war noch sehr dagegen.

Wir haben dann ganz gut Kompromisse gefunden.  Die Kinder durften für einige Zeit „allein“ bleiben.   Das unser AP in dieser Zeit in ihrem Zimmer war und im Internet surfte mussten sie ja nicht unbeding wissen 😉

Die große Hilfe durfte im Frühling auch allein nach Hause laufen und Mama immer schön 100m hinter ihr her wie bei Räuber und Gendarm.   Und diese Experimente haben mir gezeigt meine Kinder werden wirklich groß.  Sie halten sich an Absprachen:   Kein TV,  nicht an die Tür gehen,  vernünftig über die Straße gehen,  nicht mit Fremden sprechen…..

Und so habe ich im Laufe des letzten Jahres gelernt meine Kinder ein kleines Stückchen los zu lassen.   Wir haben jetzt feste Rituale.  Wenn ich kurz allein einkaufen gehe  haben die Kinder eine Telefonnliste mit wichtigen Nummern (Handy, Papa, Oma,  110 und 112)  und ich mein Handy immer in der Tasche.    Beide Kinder können wirklich sicher und gut telefonieren und sie genießen diese kleinen Freiheiten.   Aber sie wissen auch, dass es ein Privileg ist und nur klappt solang sie sich an die Regeln halten.    Länger als 10-15 Minuten würde ich sie aber noch nicht ohne Aufsicht lassen.  Und ich sage meistens meinem Mann per Telefon Bescheid, damit jemand merkt, wenn mir mal was passieren würde. Das ist für mich nämlich die größere Gefahr.  Ich werde aufgehalten und auf einmal sind die Kinder über Stunden allein. Aber so melde ich mich kurz ab und wieder an.

Was ich aber auf keinen Fall mache ist die Kinder im Schlaf allein lassen. Das wäre mir viel zu gefährlich und vor allem würde es ihnen riesen Angst machen wenn sie doch wach würden.  Ich denke dieser Schritt zu einem ruhigen Abendspaziergang ist noch ein Stück weit entfernt.  Aber das ist kein Problem 🙂

Und diese neue Unabhängigkeit unserer Mädchen macht das Leben ohne AP eigentlich erst möglich.  Nicht das ich sie ständig allein lassen möchte oder es tue.  Aber  ich kann eben viele Dinge normal erledigen, die sonst mit Kinder schwierig waren.

1x Brot und Milch im örtlichen Minishop holen     Ohne Kids ca. 10 Minuten mit dem Rad         früher mit Kids   mindestens  30-45 Minuten   da 2x Kinder anziehen  Auto oder Laufen eher schleichen

1x  Briefkasten                                                                       Ohne Kids  ca. 5 Minute                                        früher                     mindestens   15-30 Minuten + Streit wer den Brief einwerfen darf

1x Paket von der Post hole                                                                           15 Minuten                                    früher                     45 Minuten

……..

 

Und dann sind noch die ganzen Tätigkeiten im Haushalt die jetzt neben oder mit den Kids möglich sind.   Ich kann in Ruhe im Keller Wäsche aufhängen und die Kids spielen oben.  Ich kann den Vorgarten machen ohne ständig Angst zu haben ein Kind läuft auf die Straße.

Die Kinder werden auch schon richtige Hilfen.  Sie können hervorragend  Gemüse und Obst kleinschneiden bei Kochen,  beim Rühren im Topf helfen oder eigenständig Socken und Handtücher zusammenlegen.  Natürlich nicht immer, aber wenn sie es machen ist es toll.

Ach ja und gestern haben wir 15l  Spagetti Soße  in meinem neuen Gänsebräter zusammen gekocht und dann haben die Kids  über 1 Stunde ganz allein   5 große Auflaufformen Lasagne geschichtet. Man war ich da stolz.   Und es hat allen super gut geschmeckt und wir haben für die nächsten Wochen  genug Vorräte im Tiefkühler.

Haushaltshilfen im Praxistest

Oktober 14, 2011

Unsere Haushaltshilfe  wird immer besser.  Sie war ja nie schlecht, aber am Anfang sehr unsicher.  Aber seit wir ihr nochmal deutlich unser Vertrauen ausgesprochen und ermutigt haben  Eigeninitiative zu zeigen bin ich total begeistert.

Sie sieht Arbeit und erledigt diese dann auch super ordentlich und zuverlässig.  Es ist ein tolles Gefühl von der Arbeit zu kommen und nicht nur eine saubere Wohnung vorzufinden, nein nach und nach werden alle meine „Chaos Ecken“ sortiert und geordnet.  Sie hat schon meine Porzellansammlung abgewaschen und die Vitrinen gründlich gesäubert.  Unser Handtuch und Wäscheschrank hat ein neues und wirklich tolle Ordnungssystem und sogar der Waschkeller ist sauber und ordentlich.

Meine Bügelwäsche wird erledigt und nach einem kleinen Hinweis auch nicht mehr auf links in den Schrank gehängt.  Aber das habe ich durch 5 APs gelernt.  Beim Wäschezusammenlegen und Bügeln gibt es 100 „richtige“ Arten es zu machen.  Und wenn mich eine davon stört muss ich es eben sagen.   Als ich sie heute lobte und ihr für den guten Start dankte, war sie richtig gerührt.  Und das Lob kam wirklich von Herzen.

Der tolle Einsatz von Fräulein Reinlich macht es mir im Moment viel einfacher den Stress auf der Arbeit und die vielen Handwerker im Haus zu ertragen.  Ich kann meine Freizeit wirklich voll den Kindern und meiner eigenen Erholung widmen.   Ein echter Luxus.     Und für den verzichte ich liebend gerne auf teure Luxusurlaube,  Markenkleidung und andere Dinge.   Für mich ist immer noch Zeit der größte Luxus.

Als Kinderbetreuung haben wir Fräulein Reinlich noch nicht gebraucht, aber ich bin mir ganz sicher der Winter wird sie da noch fordern.  Jetzt steht für mich erstmal die Frage an, wie verplanen wir ihre Arbeitsstunden in den Ferien.   Denn wenn wir alle im Haus sind, ist es fast eher störend, wenn 3x die Woche jemand vorbei kommt.  Ich denke wir werden ihr 1 Woche Urlaub geben und in der zweiten Woche ihr Stunden auf 2 Tage verteilen.  So hat sie auch mehr Zeit für ihre Kinder und Familie und wir ein bischen Familienzeit.

Aber so wie es im Moment läuft wird sie wohl von Fräulein Reinlich zur Kätie umbenannt.  🙂

Fauler Mittwoch

Juni 15, 2011

Dieser Tag wird mir ab Sommer ohne AP  ganz klar am meisten fehlen.  Denn am Mittwoch habe ich zur Zeit meinen freien Tag und wenn das Wetter gut ist und uns AP und Kids gute Laune haben darf ich an diesem Morgen AUSSCHLAFEN und zwar so lange ich mag.   Ich liebe dieses Gefühl einfach mal wieder wie in alten Studententagen in den Tag leben zu dürfen.   Ok meistens bin ich spätestens um 9.00 Uhr wach, aber egal.  Ich kann in Ruhe meinen Kaffee trinken, Zeitung lesen und muss nicht nebenbei Nutellabrote schmieren, mich über Kiga Pläne unterhalten oder mit dem AP/Papa den Tag durch organisieren.   Es ist mein Morgen und der ist einfach schön.

Dass danach der Alltag mit Unterricht vorbereiten,  Wäsche waschen,  Aufräumen und all dem anderen Alltagsdingen wieder los geht ist egal.  Der Morgen gehört mir  😉

Aber mit Ende der AP Zeit wird dieser Luxus verschwinden.  Denn dann muss ja auch am Mittwoch die große Hilfe in die Schule und die kleine Hexe in den Kiga gebracht werden und das bedeutet auch an diesem Tag früh aufstehen. Aber bis dahin werde ich meine verbleibenden faulen Mittwoche sehr genießen und mich an diesen Tagen immer ganz besonders freuen ein AP zu haben  🙂

Flexibilität durch Au-Pair

Mai 31, 2011

Einer der wichtigsten Gründe warum wir uns für ein AP als Kinderbetreuung entschieden haben war die hohe Flexibilität die diese Betreuungsform bedeutet.  Gerade im Notfall oder bei kurzfristigen Änderungen kann auch so eine gute Kinderbetreuung gewährleistet werden.

Soweit die Theorie.  Aber in der Praxis treibt mich Olga gerade mal wieder in den Wahnsinn.  Sie macht zwar ihre Aufgaben nicht wirklich schlecht, aber gerade der Bereich Flexibilität scheint ihr in letzter Zeit nicht mehr zu gefallen.  Dabei haben wir ihn seit Wochen fast nie genutzt.  Aber wahrscheinlich liegt genau dort das Problem.

Klingt unlogisch?  Ich versuche es an ein paar Beispielen zu erklären.

Olga hat laut unserem Arbeitsplan ca. 25-26 Wochenstunden von MO-FR fest  eingeplant.  Die restlichen 3-5 Stunden pro Woche sind für Notfälle (krankes Kind muss am Morgen betreut werden/ gelegentliches Babysitten am Abend/Wochenende) .  So war es auch von Anfang an abgesprochen.  Die letzten Wochen waren unsere Kids zum Glück auch sehr selten krank und Babysitten am Wochenende/Abend war auch die absolute Ausnahme.  Olga hatte seit Weihnachten vielleicht 1x am Wochenende  babysitten müssen.    Diese Termine tragen wir auch immer möglichst früh, spätestens am Sonntag Abend in den Familienkalender ein.    Dort sollte Olga ja auch alle wichtigen Termine eintragen.   Überstunden durch Krankheit der Kinder werden entweder direkt durch einen freien Nachmittag oder in der nächsten Woche ausgeglichen.   Soviel zur  Theorie.

Nachdem die letzten Wochen wie gesagt eher ruhig aus Au-Pair Sicht waren.  Die Kids gesund und häufig am Nachmittag verabredet oder mit sich selbst beschäftigt hatte sie regelmäßig 1-1,5 Stunden früher Feierabend und auch den ein oder anderen ganz freien Nachmittag.  Ist für mich auch völlig ok.  Unser AP muss nicht zwingend auf ihre 30 Stunden kommen.  Wenn die Kids am Freitag Nachmittag eine Geburtstagsparty haben, dann ist eben schon um 15.00 Uhr Wochenende  🙂    Und auch für ihre Vorstellungstermine und Urlaubswünsche waren wir als Familie bereit viele Kompromisse einzugehen und  sogar einen zusätzlichen Babysitter zu bezahlen, damit sie ihre Wunschtermine wahrnehmen konnte.  Obwohl sie nichts vorher mit uns abgesprochen hatte 😦    Aber das ist eben für mich das Verhältniss auf Gegenseitigkeit und ich wollte ihr ja auch nicht die Chance auf ihr FSJ kapput machen.

Tja und letzte Woche war dann wie lange angekündigt eine sehr stressige Woche.  2 Geburtstage,  Konferenzen,  Abiturprüfungen und noch ein Abendtermin mussten unter einen Hut gebracht werden.   Und passend dazu wurde natürlich auch noch ein Kind krank.   Für unser AP bedeutete es also diese Woche würde Überstunden bringen.    Als wir dann am Mittwoch Abend mit ihr planen wollten wie der nächste Tag am besten zu organisieren ist.  Ich hatte den ganzen Tag Prüfungen und mein Mann musst über Nacht im Krankenhaus arbeiten weil dort auch Kollegen durch Krankheit ausgefallen sind kam von Ihr :   “ Das sind aber über 6 Stunden am Tag“    Da bin ich ja innerlich  fast geplatzt.    Ja es waren mehr als 6 Stunden um genau zu sein 7,5  aber erstens hatten wir es lange angekündigt, zweitens hatten wir an diesem Tag wirklich keine Alternative (Omas im Urlaub,  Tanten verhindert) .   Ich kann ja verstehen, dass sie genervt ist wenn sie Überstunden machen muss, aber  es ist eben ihr Job und wir sind ihr die letzten Wochen soviel entgegen gekommen.  Auch an diesem Tag.   Wir haben das gesunde Kind selbst in den Kiga gebracht und ich hatte organisiert, dass unsere Große Hilfe allein nach Hause laufen darf.  Und sie stellt sich genau an diesem Tag so quer.   Und  dann am nächsten Tag die gleiche Nummer.   Mein Mann hatte sie wohl schon vor ein paar Wochen gefragt ob sie gegen extra Bezahlung (30€ für einen Nachmittag + Abend)  auf die Kids aufpassen würde, damit er mir zum Geburtstag einen Theater Abend schenken kann. Sie hat zugesagt. Wie gesagt sie wurde gefragt und wir hätten auch einen anderen Babysitter finden können.  Ihre freie Entscheidung.  Aber als es dann so weit war auch hier nur gemecker.  Ich wollte eigentlich zu Schatzi?  Wann muss ich zurück sein?  Dann eine Stunde vor Beginn der Anruf :“Ich  komme vielleicht ein bischen später“ .  Ok sie war dann doch pünktlich, aber solche Aktionen machen mich mürbe.  Seit sie ihre Zusage für ihr FSJ hat kommt auch ständig die Frage:  „Du musst mir sagen wann ich frei habe“   Aber nachdem ich 2x recht ärgerlich gesagt habe: „Wie immer nach Plan“ ist zumindest da wieder Ruhe eingekehrt.    Da scheint ihr wohl wieder eingefallen zu sein, dass der Plan am Kühlschrank nicht nur Deko ist.  Vielleicht hängt es aber auch mit der gemeinen Frage meines Mannes zusammen „Wann kannst du eigentlich frühstens  dein FSJ anfangen?“  Der ist nämlich auch ordentlich angesäuert.

Denn neben dem Meckern über flexible Arbeitszeiten ist das ignorieren oder „sparen“ von Hausarbeitszeit auch ein beliebtes Hobbie geworden.  Sie hat ja laut Plan jeden Tag 1-2 Stunden am Morgen für Bügeln,  aufräumen und staubsaugen. Aber auch hier wurde die letzten Wochen eher nach dem Motto.  Schnell und oberflächlich gearbeitet, oder geziehlt die Arbeit auf dem Nachmittag verlegt wenn die Kids auch da sind.  An sich auch ok, aber dann erwarte ich auch keine Beschwerden wegen 1x 5 Überstunden pro Woche.  Vor allem hatten wir schon überlegt wie wir die Überstunden ausgleichen könnten. Entweder durch extra Bezahlung oder einen extra freien Tag zwischen den Feiertagen im Juni.  Aber nach der Nummer ist das jetzt erstmal gestorben.

Aber es ist auch unser Fehler.  Wir hätten viel öfter auch Abends ihre Dienste in Anspruch nehmen müssen. Denn die Erfahrung zeigt leider, dass sich APs sehr schnell an generell freie Abende/Wochenenden gewöhnen und es dann als absolute Zumutung empfinden wenn sie doch mal arbeiten müssen.

Das Problem liegt für mich aber auch darin, dass ich nicht wirklich ihr gegenüber ausdrücken kann was mich genau stört. Denn sie macht ja dann ihre Arbeit.  Und es ist eigentlich auch ok, dass sie mal keine Lust hat.  Geht mir ja nicht anders.  Nur lasse ich es nicht so an meinen Schülern und Kollegen aus.  Hoffe ich zumindest

Nachdem also die letzte Woche Stimmungstechnisch deutlich eingetrübt war hat wohl auch Olga gemerkt, dass sie übers Ziel hinaus geschossen ist und bemüht sich jetzt wieder um Schadensbegrenzung.  Zumindest war die Küche gestern so gründlich aufgeräumt wie seit Wochen nicht mehr.

 

AP-Alternativen im Probelauf

Mai 11, 2011

Nachdem Olga ja in den letzten Wochen viele freie Tag hatte, haben wir die Chance genutzt und unsere AP-Alternativen getestet.  Und bisher klappt es wirklich gut.  Die Tochter unserer Putzhilfe kommt mit den Mädchen gut zurecht und vor allem die Kinder mögen sie .  Sie freuen sich schon immer wenn Michelle kommt.

Diese Woche hat sie die Kinder zum ersten Mal allein vom Kiga abgeholt und den Nachmittag mit ihnen verbracht und alle drei sind am Abend gut gelaunt wieder zu Hause angekommen.  Und auch unsere Putzfrau Fräulein Reinlich macht ihren Job nach fast einem Jahr immer noch richtig gut.
Ich bin gerade dabei ihren Arbeitsvertrag für Herbst fertig zu machen und die Anmeldung bei der Krankenkasse und Finanzamt zu organisieren.  Bisher ist alles überraschend einfach. Die GKV schickt einen Außendienstler vorbei der alle Formalitäten erledigt und dann wird alles abgebucht.

Bleibt nur die Frage ob ich jetzt statt eines AP-Handbuchs ein Frl. Reinlich Handbuch schreiben soll 😉   Aber Spaß bei Seite.  Wir überlegen schon wie wir ihre Arbeitsstunden am besten verteilen und welche Aufgaben sie im Haushalt erledigen soll.  Bisher putzt sich ja 1x die Woche Küche, Bad, Wohnräume und Fenster und Olga übernimmt die Kinderzimmer.

Ab Herbst kommt Frl. Reinlich dann 3x in der Woche und dann soll sie das komplette Haus und vor allem auch die Wäsche übernehmen.  Damit sollten 2 von 3 Tagen gut verplant sein.  Der dritte Tag würde dann für „Spezial Aufgaben“ wie Grundreinigung einzelner Zimmer, Terrasse fegen,  Fenster putzen, Schränke in der Küche auswischen … zur Verfügung stehen.   Wenn das so klappt wäre es ein Traum.

Frl. Reinlich freut sich auf jeden Fall schon sehr, da sie ab Herbst dann aus dem ALG II Bezug herausfällt und nicht mehr vom Staat abhängig ist und wir freuen uns, weil wir unser Häuschen wieder ganz für uns allein haben.  Und hoffentlich freut sich auch Olga, dass sie bis dahin einen legalen und guten Weg gefunden hat in Deutschland zu bleiben oder alternativ eine gute Arbeit zu Hause findet.

Frühlingsgefühle

März 22, 2011

Es ist Frühling und das merkt man als Gastfamilie eines APs nicht nur am schönen Wetter, sondern auch an der deutlich besseren Laune des eigenen APs.  Ich finde es jedes Jahr wieder erstaunlich welchen Einfluss das Wetter auf die Beziehung zwischen AP und Gastfamilie haben kann.  Im Winter und noch schlimmer im Januar/Februar sinkt die Laune und Motivation vieler APs auf den Nullpunkt.

Die Kinder können kaum raus, sind gelangweilt und anstrengend und auch die APs haben wenig Möglichkeiten und Interesse Ausflüge zu machen.  Aber sobald das Wetter etwas besser wird steigt die Laune.  Hier bei uns ist schon seit gut 2-3 Wochen wieder ein richtiger aufwärts Trend zu spüren. Olga ist viel aktiver und besser gelaunt bei der Sache.  Ok sie übersieht immer noch gerne die Bügelwäsche wer nicht, aber sie geht wieder mit den Kids vor die Tür ohne das Ich es fordern muss und hat einfach gute Laune.

Ich hoffe einfach, dass jetzt das letzte drittel unseres AP Jahres anfängt in dem man das AP am liebsten garnicht mehr abgeben möchte. Und das klappt hier gerade wieder richtig gut.  Beispiele der letzten Tage/Wochen

– Wenn Ich Mittags/Nachmittags nach Hause komme ist die Wohnung richtig tip top aufgeräumt. Und zwar nicht nur oberflächlich, sondern richtig 🙂

– Die Kinder bekommen an ihrem kurzen Kiga Tag wieder richtiges Essen gekocht und nicht nur Cornflakes und Nutella

– Olga hat mit den Kids Frühlingsdeko für unsere Fenster gebastelt und aufgehängt.

– Olga hat es geschafft 20 Bewerbungen für ein FJS abzugeben und zwar ohne meine Hilfe

– Olga  sieht wieder Arbeit und schenkt mir 100 kleine Momente wo Ich sie einfach nur dankbar umarmen möchte.   Es sind Kleinigkeiten wie das Ausschlafen lassen am freien Tag, ein Kaffee nach einer anstrengenden Konferenz …..

– Spieldates mit Kiga Freunden werden eigenständig verabredet und eingehalten

– Päckchen und andere Termine werden einfach vom AP gemanaged und Ich kann arbeiten gehen.

– Kleine Einkäufe wie Milch, Brot, Obst werden nebenbei erledigt und Ich muss nicht nochmal extra losfahren.

 

Kurz und knapp gerade wissen wir wieder sehr zu schätzen, dass wir ein AP haben und in solchen Phasen bekomme Ich auch ein bischen Angst vor der Zeit ohne AP.  Klar wir schaffen es auch ohne, aber eben nicht mehr so bequem und einfach wie jetzt.  Zum Glück hat aber auch unsere Lösung ab Sommer noch keine wirklichen Hacken bekommen.  Unser neuer Babysitter war schon 3x Probehalber da und kommt gut mit den Kids aus und auch unsere Putzfrau ist nach wie vor super.

Au-Pair Alternativen

Dezember 13, 2010

So jetzt haben wir das ganze Wochenende überlegt wie ein Alternativ Betreuungsmodell zum Au-Pair aussehen könnte.

Eine mögliche Alternative :  baut auf 4 Säulen

Kiga für Kleine Hexe 45 Stundenbetreuung von Mo-Do 7.15-16.45  und  Fr. bis 14.15 Uhr

OGS für Große Hilfe   von 7.30-16.00 Uhr und Fr.  auch bis 14.00 Uhr

Putzfrau 2-3x in der Woche  für 3-4 Stunden für Hausarbeit und als Nofallbetreuung im Krankheitsfall

Arbeitszeit Optimierung: Arbeitszeit Mama auf 3 max 4 Tage pro Woche verteilen  + Dienste des Gatten möglichst auf Putzfrauenfreie Tage abstimmen.

Finanzielle Seite:

Wenn man alle Nebenkosten einrechnet kostet uns unser Au-Pair zwischen 450 und 500€ im Monat.   Diese Kosten würden bei der Alternative wegfallen, dafür würden die Kosten für die Putzfrau um ca. 200€ pro Monat steigen  + OGS von ca. 50-100€   also insgesamt    450€ gegen  250-300€.   Auf der Kostenseite erstmal ein Plus.  Wenn der Kigabeitrag in NRW fürs letzte Jahr wirklich wegfällt noch viel mehr, aber das ist ja unabhängig vom AP.      Wir hätten also auch noch genug Geld um im Notfall Überstunden zu bezahlen und hin und wieder einen Babysitter für Abends/Wochenende.

Probleme:

–  Der Kiga Beginn liegt mit 7.15 genau 15 Minuten zu spät um wirklich sicher und stressfrei zur ersten Stunde in die Schule zu kommen. Daher müsste meine Stundenplanung mir auch nächstes Jahr entgegen kommen immer erst zur 2. Stunde anzufangen.

– Konferenzen, Elternsprechtage  und Abendtermine  sind durch Kiga und OGS nicht abgedeckt und müssten durch Babysitter, Spieldates, Omas abgedeckt werden.

– Krankheit der Kinder wird deutlich problematischer, da wir nicht mehr spontan am Morgen entscheiden können ein Kind zur Sicherheit mit leichtem Fieber zu Hause zu lassen.  Entweder müsste kurzfristig unsere Putzfrau einspringen, oder ein Elternteil seine Kinder Krankentage nehmen .   Bisher habe Ich mir diese Tage immer für absolute Notfäller (Krankenhaus, Lungenentzündung, Arztbesuch notwendig) aufgehoben.

– Kleine Bequemlichkeiten fallen weg (Spülmaschine wird jeden Tag ausgeräumt, spontane Kinobesuche, Helfende Hand beim Frühstück/Anziehen der Kinder)

– Die Frage ob unsere Putzfrau an so einem Angebot überhaupt interessiert ist. Sie lebt von Harzt IV und Ich kann nicht abschätzen, ob es für sie nicht sogar „schädlich“ ist, wenn sie aus dem Bezug rutscht, weil sie dann nicht mehr Krankenversichert ist.  Aber eigentlich ist sie fleißig und sehr motiviert.

– Die Frage ob wir einen Platz in der OGS bekommen würden.

Positive Aspekte:

+  Wir haben unser Haus wieder für uns inkl. Gästezimmer

+ Wir sparen zwischen 250-300€ pro Monat

+ Keine Fahrdienste 2x die Woche zum Sprachkurs

+ Keine langwierige Suche nach neuen Au-Pairs

+ Keine 2-4 Wochen Einarbeitung in den Sommerferien

+ Auch „Schwere“ Hausarbeit (Bügeln aller Wäsche,  Fenster putzen,  Keller putzen, evt. Vorgarten pflegen) kann an Putzfrau delegiert werden.

+ Keine  Zeit mehr für Organisation und Gespräche über  Urlaub, Studium, Liebe …. die pro Woche locker 1-4 Stunden, je nach AP und Stimmung  kosten.

+ Spontane Änderungen im Familienalltag (Spieldates, Essen gehen, Ausflüge) ohne auf das AP Rücksicht nehmen zu müssen

Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden, aber Ich bin überrascht wie viele positive Aspekte diese Alternative hat und wie wenig Nachteile mir bisher eingefallen sind.  Bitte gerne von erfahrenen Gastmüttern vergessene Nachteile nennen.

Wir werden auf jeden Fall die Suche noch nicht einstellen und mit den beiden verbliebenen Bewerberinen weiter Kontakt bleiben und skypen, aber wenn Ich nicht ein 100% positives Gefühl habe, dann werden wir die Alternative ernsthaft in Betracht ziehen.   Und bis dahin unser vielleicht letztes Au-Pair noch richtig genießen.

Brauchen wir noch ein Au-Pair?

Oktober 3, 2010

Brauchen wir ein Au-Pair im nächsten Jahr?

Hier haben der Gatte und Ich schon seit einigen Wochen immer wieder hin und her überlegt. Die große Hilfe kommt im Sommer in die Schule. Somit wird sich unser Familienleben deutlich verändern und wir haben verschiedene Modelle durchdacht:

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Vereinbarkeit Familie und Beruf im Praxistest

September 3, 2010

Die erste Woche Alltag liegt hinter uns. Nach 6.5 Wochen Ferien fällt es allen wieder schwer zurück in den Alltag zu starten. Die Kinder müssen wieder jeden Morgen um 6.20 aufstehen und unser Au-Pair ist jetzt viel häufiger allein mit den Kindern und auch allein verantwortlich.  Und sie ist eine riesen Hilfe.

Aber trotzt dieser tollen Entlastung 100 Erledigungen müssen wieder am Nachmittag oder Wochenende gemacht werden und die 30 Stunden Au-Pair Arbeitszeit sind so schnell weg, wie ich es mir am Anfang nie vorstellen konnte. Es müssen Lebensmittel, Kleidung und Schuhe für 5 Personen eingekauft werden. Arzttermine gemacht und wahrgenommen werden, Geburtstagsgeschenke gekauft werden, Bankgeschäfte erledigt und die häusliche Ablage vor dem totalen Chaos bewahrt werden.  Das Au-Pair braucht Hilfe beim Sprachkurs, Freizeitaktivitäten, Heimweh oder Liebeskummer.  Das soziale Umfeld braucht Hilfe beim Renovieren, ein ruhiges Gespräch über Liebeschaos, Hilfe beim Examen oder Ich habe selbst einfach Lust mal wieder in Ruhe mit einer Freundin einen Kaffee zu trinken oder zumindest zu telefonieren.

Was mich in den Wahnsinn treibt sind kurzfristige Änderungen im System. Da hat man gerade nach langen basteln die Termine der Kinder, des Au-Pairs und den eigenen Stundenplan in ein funktionierendes und für alle tragbares Gleichgewicht gebracht, da ändert der Turnverein seine Zeiten.  Toll jetzt ist das Kinderturnen am freien Nachmittag unserer Olga und direkt nach dem Turnen im Kiga.  Also kann die große Hilfe jetzt 2 Stunden am Stück turnen und die Kleine Hilfe gar nicht, da sie keiner vom Kiga zum Turnen bringen kann. Ich bin noch arbeiten und unser Au-Pair auf dem Weg zum Sprachkurs.  😦

Oder der Kiga hängt alle wichtigen Infos immer erst um 9.00 Uhr raus. Sieht man ja beim Abholen am Mittag außer man arbeitet und kommt erst am Nachmittag wenn alles gelaufen ist.

Mein Stundenplan ändert sich auch noch mindestens 2-100x bis nach 3 Wochen dann ein endgültiger Plan steht.  Aber da kann ich mich nicht beschweren, unser Stundenplaner ist ein Engel. Er hat bisher eigentlich immer zu unseren Gunsten umgestellt.

Ich glaube viele Leute sehen gar nicht, wie durchgeplant der Alltag einer Familie ist, in der 2 Erwachsene arbeiten und 2 Kinder nicht nur betreut, sondern auch noch Termine und Spieldates koordiniert werden müssen.  Vereinbarkeit von Familie und Beruf sieht auf meinem Wochenplan auch viel einfacher aus als in der Realität.

Manchmal frage Ich mich wie ich das in den letzten Jahren eigentlich hinbekommen habe.  Ich denke ein toller Ehemann der immer seinen Teil der Familienarbeit übernommen hat, tolles Au-Pairs, eine gute Familie (Omas und Tanten) die im Notfall eingesprungen sind und ganz viel Humor haben uns meistens gerettet.  Meine Bewunderung gebührt allen, die es alleine schaffen müssen.  Ich glaube dann hätte ich schon längst kapituliert.

Wenn Ich mir etwas wünschen dürfte:

Kinderbetreuung, die auch ein bischen an uns Eltern denkt die arbeiten müssen.  Infos vielleicht per E-Mail und auch mal Elternaktivitäten zu Zeiten die auch Arbeitende Mütter/Väter schaffen können. Keine bösen Blicke wenn man Morgens in Eile ist, weil die Öffnungszeiten eben nicht perfekt zum Arbeitsplatz und der Fahrzeit dorthin passen.

Freizeitangebote für Kinder die nicht alle um 14.00 Uhr anfangen.  Ich finde es unfair, dass meine Mädels nicht am Ballett und Turnen teilnehmen können, nur weil Ich arbeiten muss.  Und ein drittes Auto kaufen, damit unser AP die Damen den ganzen Nachmittag fahren kann will und kann Ich mir nicht leisten. Unsere Musikschule ist ein tolles positives Beispiel. Sie ist in den Kiga integriert. Man muss die Kinder nicht hinbringen und abholen und so können alle daran teilnehmen . Wenn es jetzt noch die Möglichkeit für sozial schwache gäbe kostenlos oder verbilligt teilzunehmen perfekt.

Ein paar Ersatznerven, damit ich auch nach einem vollen Arbeitstag nicht gestresst und entnervt nach Hause komme. Meist schaffen es die Kinder zwar mich schnell abzulenken, aber einfach mal erst einen Kaffee trinken und durchschnaufen klingt auch gut.

Wie läuft es bei anderen Mamas und Papas die arbeiten? Was sind eure Wünsche und Hilfen?

Arbeitspläne

August 23, 2010

Jetzt haben wir den Honeymoon der Au-Pair Zeit nach gut 2 Wochen hinter uns gelassen und es wird Zeit den normalen Alltag einziehen zu lassen.  Ich habe zwar noch eine Woche Urlaub, aber Ich merke, dass es Zeit für klare Arbeitszeiten und Aufgaben wird.  Bisher hat Olga fast immer den ganzen Tag mit uns verbracht, aber eben auch viele kleine Auszeiten genommen wann es ihr zu passen schien.  Das war für uns super, weil sie so unsere ganze Routine von Morgens – Abends mitbekommen und viel Zeit mit den Kindern verbracht hat.  Aber es hatte auch den Nachteil für beide Seiten, dass nie ganz klar war ob sie jetzt arbeitet oder nicht.

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Au-Pair Zimmer

Juli 17, 2010

Wenn man sich mit dem Gedanken trägt ein Au-Pair aufzunehmen, dann kommt ziemlich schnell auch die Frage auf, wo das neue Familienmitglied auf Zeit wohnen soll.  Die rechtlichen Anforderungen sind ziemlich einfach und klar. Mindestens 8qm2 und Tageslicht mit Heizung.

Wenn man also ein solches Zimmer in seinem Haus übrig hat, steht der Einladung eines Au-Pairs zumindest räumlich nichts mehr im Weg.  Wenn man kein solches Zimmer hat kommen noch andere Überlegungen und Kosten auf einen zu. Umzug eines Kindes, neue Wohnung, Umbau, Anbau….?  Weitere Fragen sind, passen die aktuellen Möbel, oder muss noch renoviert werden?  Ist es gemütlich? Welche technische Ausstattung soll installiert werden?  Ich versuche die aus meiner völlig subjektiven Sicht wichtigsten Punkte  versuchen anzusprechen. Über Rückmeldung von anderen Gastfamilien und Au-Pairs freue Ich mich natürlich immer.

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Au-Pair und Putzen

Juni 16, 2010

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Ich bin im Einmachfieber

Juni 13, 2010

Ich bin im Einmachfieber. Seit ich entdeckt habe, dass der Holunder unseres Nachbarn auf unser Grundstück gestreut hat, bin ich dabei Blüten zu ernten Ich habe schon 2x Holundersekt angesetzt und gestern auch noch Blütensirup gemacht. Mal schauen, vielleicht gibt es heute noch Blüten in Teig gebacken zum Kaffee.  So sehr ich die Arbeit im Vorgarten nicht mag, so gerne ernte ich im eigenen Garten. Und Rababer und Holunderblüten sind bei uns immer die ersten Dinge die wachsen.

Aber auch meine  Pfefferminze für den leckersten Tee und mein Rucola aus dem letzten Jahr sind wieder da. Und Schnittlauch kommt auch immer wieder ohne, dass ich etwas machen muss. Also kann ich jetzt anfangen  Tee zu trocken, Minzsirup ist auch schon im Keller und nächste Woche will ich Erdbeeren für Marmelade pflücken gehen.

Die Johannisbeeren werden langsam rosa und unsere Obstbäume scheinen dieses Jahr eine Rekordernte zu versprechen.  Hoffentlich bleibt mir auch genug Zeit alles zu ernten und zu  verarbeiten. Letztes Jahr sind nämlich viele Äpfel in der Biotonne gelandet. Mir fehlt ihr wirklich eine Mosterei.  Und ich weigere mich mehr einzumachen, wie wir in einem Jahr verbrauchen.

Neben Einmachfieber habe ich auch noch senile Bettflucht. Alle (auch die Damen) schlafen noch und Ich bin wach.  Aber egal, das Wetter ist schön und jetzt mache ich in Ruhe Frühstück.  Allen Besuchern ein schönes Wochenende.

Briefe ans Au-Pair 2 Warum brauchen wir ein Au-Pair

Juni 9, 2010

Liebes Au-Pair

Ich freue mich schon, wenn Du im Sommer kommst. Denn auch wenn die große Hilfe und die kleine Hexe  immer älter und selbstständiger werden wird es auch im nächsten Jahr viele kleine und große Situationen geben in denen wir ohne Dich nicht funktionieren würden.  Ich komme auf dieses Thema, weil mich heute die Kindergärtnerin von der kleinen Hexe gefragt hat warum wir überhaupt noch ein Au-Pair haben.  Und da habe ich kurz überlegt und ihr dann ganz viele „Kleinigkeiten“ und Situationen genannt die ohne Au-Pair nicht oder nur schlecht funktioniert hätten.

Typische Situationen in denen wir dich brauchen werden sind die kleinen Notfälle und Alltäglichkeiten. (more…)

Regentage

Mai 30, 2010

Was macht man als Familie an einem Sonntag der den Namen eigentlich nicht verdient hat?

– Ausschlafen bis 9.20 !!!!!!!, weil man am Abend vorher mit der großen Hexe und dem Gatten tatsächlich den Grand Prix geschaut hat und immer noch nicht versteht warum Lena gewonnen hat.  Ok sie ist süss, aber es gab viele Sänger die deutlich besser gesungen haben und auch genug, die eine bessere Show hatten. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

– Kleiderschränke der Kinder aufräumen und 1 Zentner Hosen, Pullover und T-Shirts die zu klein geworden sind in Pamperskartons verpacken. Und feststellen, das ca. 50% der Kleider im falschen Schrank liegen.  Es ist manchmal nervig, wenn die Kinder fast gleich groß sind.

–  frische Brötchen holen und mit der ganzen Familie gemütlich frühstücken. Inkl. Rührei, O-Saft und viel Zeit zum reden.

– Neuen Herd testen. Ofenkartoffeln mit dem automatischen Braten Thermometer  klappen prima. Bei 99 Grad Kerntemperatur ist alles fertig.

– Kinder einfach spielen lassen und feststellen, dass so die kreativsten chaotischsten Spiele entstehen. Ok und anschließend Chaos beseitigen, aber dafür hatten die Damen Spaß und wir Eltern eine ruhige Stunde zum Kaffee trinken.

– Waschküche sauber machen, Neue Arbeitsplatte auf alte Küche montieren und alles sauber machen. (Mein Dank an den Gatten)

– Büro  aufräumen und Papiere sortieren.

– Lebenslauf des Au-Pairs Korrektur lesen und überarbeiten.

– Zwei Kinder baden und anschließend eine Wüste aus der Badewanne entfernen.

– Abends erschöpft aber irgenwie glücklich auf die Couch sinken und denken wo ist der Sonntag geblieben.

Freie Tage

April 21, 2010

Heut ist mein „freier Tag“ an der Schule. Und alle Kollegen beneiden uns Mütter darum in der Woche einfach mal einen Tag frei zu haben.   Kann ich gut verstehen, habe ich nämlich aus Kinderlose auch gemacht.  Das Problem ist nur, so eine „freier Tag“ kann ziemlich anstrengend sein.

Theoretischer Plan:  

Morgens ein bischen länger schlafen und als Rabenmama den Papa und das Au-Pair mit den Kids aufstehen lassen.

Dann entspannt nach Zeitungslektüre an den Schreibtisch und ausgeruht tolle Unterrichtsvorbereitungen machen.

Mittags für die Kinder ein gesundes und leckeres Mittagessen kochen und sie zu Fuß vom Kiga abholen.  Dabei den Frühling genießen.

Nachmittags etwas schönes mit den Kinder machen ( Backen, im Garten spielen, Fahrradausflug, Basteln……)

Abends gemütlich den Abendbrottisch decken und warten bis der Gatte nach Hause kommt und als Familie ein harmonisches Abendessen einnehmen

Feierabend mit guten Gewissen nach dem Bettritual mit dem Gatten das Sofa, die Hängematte oder irgendeinen anderen gemütlichen Platz aufsuchen und ohne schlechtes Gewissen reden, lesen, TV schauen, da ja alles schon am Tag erledigt wurde.

So bevor noch jemand neidisch wird, das war der Plan, die Theorie.  Wer Kinder hat sieht wahrscheinlich schon die Utopie.  Aber Träumen darf Frau ja und manchmal klappt es ja auch.

Die Praxis:

Morgens versuche ich immer wenn nichts „offizielles“ ansteht etwas länger liegen bleiben, aber ich bekomme Besuch von Kindern, die mir ganz wichtig was erzählen müssen oder sich gestritten haben oder einfach mal schauen wollen ob Mama wirklich da ist. Und genau wie am Wochenende. Wenn ich frei habe stehen die Kinder immer besonders früh auf.

Aber jede 2-3 Woche gibt es Dinge die man eben nur an so einem Tag erledigen kann. Arztbesuche für Mich und  Kinder, Behördenwege, Einkaufen von Kleidung, Schuhen, Geschenken und noch 1000 andere Kleinigkeiten für die man im Alltag sonst keine Zeit findet. Oder man übernimmt eine Aufgabe im Kiga, hat Elterngespräche ……

Um 8.00 stehe ich meistens auf, denn als gute Mutter habe ich ja ein schlechtes Gewissen und es macht ja auch Spaß mit den beiden Damen zu frühstücken und gemütlich in den Tag zu starten. Wenn ich schon mal wach bin, kann ich auch gleich beide in den Kiga bringen und auf dem Rückweg noch die ein oder andere Besorgung machen.

Zu Hause rufen dann meistens alle möglichen Leute an und wollen mal eben fragen oder abklären oder mir eine neue Versicherung verkaufen.

Dann stelle ich fest, dass mein Bad dringend gesäubert werden muss, da 2 Kleinkinder ziemlich ekelig sein können. Und auch 100 andere kleine Hausarbeiten die schon viel zu lange liegen geblieben sind springen einen an. Aber da bin ich ziemlich resistent. Sonst komme ich zu nichts anderem.

Nach diesem Aufgaben lohnt es sich kaum noch für die Schule anzufangen und ich überbrücke die Zeit mit etwas Internet 🙂 und koche dann für die Damen. Oder ich arbeite für die Schule und stelle fest, dass es doch nur für ein schnelles Nudeln Essen reicht.

Nach dem Kiga sind die Damen ziemlich ko, aber wenn Mama frei hat will natürlich keiner Mittagspause machen. Also auf in den Nachmittag.  Der ist auch meistens sehr schön. Es ist einfach wichtig mal Zeit zu haben ohne den nächsten Termin im Rücken. Und dieser Nachmittag ist mir heilig.

Die Abende sind meistens auch schön, da ich viel entspannter bin.

Erst nach Feierabend meldet sich das schlechte Gewissen wieder, da ja die Vorbereitung am Morgen mal wieder viel zu kurz gekommen ist oder eben andere Dinge liegen geblieben sind. Aber Zeit für die Beziehung ist auch wichtig.

Und am nächsten Morgen werde ich dann wieder mit meiner Lieblings  Frage: Na gut erholt ? begrüßt werden.

3 Monatskrise am Ende ?

April 20, 2010

Gestern Abend haben wir Zeit gefunden und mit unserem Au-Pair über den Ärger der letzten Tage gesprochen. Sie wusste auch gleich worum es ging und meinte, sie hätte uns auch noch drauf angesprochen. 

Eine richtige Erklärung konnte sie nicht geben, aber ich glaube ihr, dass es ihr peinlich und unangenehm war, dass wir sie auf ihre Fehler angesprochen haben. Sie hat aber jede Absicht abgestritten, das hinter der Staubsauger Plazierung Methode stecken würde 😉 

Und dann eine wie ich finde typische Reaktion für Au-Pairs sie hat immer wieder betont, wir hätten ihr das früher sagen müssen. Sie findet es blöd, dass wir erst nach dem Wochenende etwas gesagt haben. Das wir vor Verwandten und ihren Freunden nichts sagen wollten, war ich ziemlich unverständlich. Aber egal es ist raus und ich glaube beide Seiten sind froh, dass es geklärt ist. 

Die Wohnung sieht richtig gut aus und ich hoffe einfach, dass es nur der schwieriger Start nach dem Urlaub war. Denn auch auf Nachfrage kamen kaum  Gründe. Sie hätte sich nicht so wohl gefühlt und eben verschlafen, aber sonst alles ok.   Hoffen wir das beste.  Und vor allem, dass so ein Gespräch die Stimmung wie ein klärendes Gewitter reinigt und nicht zu Schmollen und „verstecken“ führt. 

Vielleicht gibt es ja doch noch eine zweites 3 Monatskrise gegen Ende es Au-Pair Jahres.   Und das Reden über kritische Themen werde ich wohl nie gerne machen. Wer Tricks hat wie es besser klappt gerne als Kommentar.

Gastmutter werden ist nicht schwer, Gastmutter sein dagegen sehr

April 18, 2010

Nachdem Putzfrust von gestern steht jetzt also ein Gespräch an. Und das gehört zu den Dingen die ich am Gastmutter sein mit am meisten hasse. Ich bin nämlich keine Meisterin meine Wünsche und Kritik so zu formulieren, dass 1. unser Au-Pair versteht worum es mir geht und über ihr Verhalten nachdenkt und 2. unser Au-Pair nicht tief betrübt für die nächsten Tage/Wochen/Monate schmollt.

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Putzfrust

April 16, 2010

AHRRRRRRRRRRRRRRR

Ok tief durchatmen. Ich bin grade richtig geladen. Ich komme von der Arbeit nach Hause und was finde ich vor  Chaos. Heute ist die kleine Hexe wieder im Kiga und daher hatte unser Au-Pair auch wieder den ganzen Vormittag Zeit sich um Beseitigung des Chaos zu kümmern. Und nur zur Info, da sie ja die letzen 2 Tage Morgens mit der kleinen Hexe zu Hause war, hatte sie immer die Nachmittage frei, also keine Überstunden.

Aber Stand heute Mittag:

Im Flur steht dekorativ der Staubsauger und der Wischer

Wohnzimmer: nicht gesaugt überall Federn der Vögel und Spielzeug, Kleidung der Kinder vom Abend

Kinderzimmer: Betten nicht gemacht, nicht gelüftet, Kleidung/Spielzeug wild auf dem Boden

Küche: Biomüll in der Spüle, Spüle dreckig, aber immerhin Frühstückstisch ist abgeräumt und Essem im Kühlschrank.

Obergeschoss genau das selbe, nicht gesaugt, Kleidung und Spielzeug wild durcheinander. Und im Kinderzimmer oben ist noch nicht mal die Jalousie hochgezogen.

Im Keller finde ich noch die gesamte Bügelwäsche der Woche, falsch ihre ist erledigt, aber die der Kinder und meine zwei Teile hängen noch. Nichtmal den Korb mit schon von mir gefalteter Wäsche hat sie weggeräumt.

Und das ausgerechnet heute wo in 20 Minuten meine Eltern kommen und meine liebste Mama mal wieder ihr Vorurteil bestätigt bekommt, das ich meinen Haushalt nicht im Griff habe.  

Und für wie blöd hält sie mich eigentlich, nur weil der Staubsauer im Zimmer steht soll ich glauben sie ist in der Arbeit gestört worden. Sie hatte von 7.30-13.30 Zeit. Ich habe gerade in 15 Minuten das größte Chaos beseitigt und noch unser Bad geputzt.  Pädagogisch völlig falsch, aber was soll ich machen der Besuch steht ja praktisch vor der Tür und sie ist noch nicht wieder da.

Oh Mann und am Wochenende hat sie Geburtstag. Hatte eigentlich vor ihr einen schönen Tag zu machen und ein paar kleine Überraschungen geplannt. Auf jeden Fall kein Gespräch über Hausarbeit. Aber es einfach ignorieren ist auch doof.  Und klar ihre Hand ist noch leicht eingeschränkt, aber zumindest die Betten hätte sie machen können und dreckige Wäsche kann man auch mit der anderen Hand aufheben. Oder sie soll sagen ich bin krank, dann aber bitte nicht so tun als ob.  Ok am meisten ärgert mich die Art und der Zeitpunkt. 

So jetzt ist der Frust raus und ich schon wieder etwas ruhiger.  Ich warte jetzt erstmal ab ob es von ihr eine Erklärung gibt und ob sie heute Nachmittag noch was macht. Denn sie will eigentlich zu einer Freundin. Und vor Oma und Opa habe ich auch keine Lust so ein Gespräch mit ihr zu führen.

Stress

März 17, 2010

Ich stehe unter Strom. Könnte explodieren oder alternativ für 48 im Bett verschwinden.  Eigentlich ist besonderes passiert. Aber ich fühle mich fertig wie nach einem Marathon Lauf.  Das sind die Momente wo ich denke wie machen dass Frauen die nicht einen tollen Ehemann haben der viel Arbeit im Haus/Familie übernimmt und ein Au-Pair das  viel Entlastung bietet. Bin ich doch faul und unorganisiert? Bin ich zu wehleidig?

Vielleicht liegt es an

– meiner „Lieblingsklasse“ die seit Wochen jede Form von Unterricht boykotiert. Egal was ich vorbereite, Gruppenarbeit, Frontalunterricht, Partnerarbeit alles ist doof und wird ignoriert. Gleiches Thema, gleiches Material in der Nachbarklasse kein Problem. Warum mache ich mir eigentlich die Mühe?!?!?!?

– der Tatsache, dass mir der Winter so langsam auf die Nerven geht, unser Holzvorrat aufgebraucht ist und ich anfange zu frieren. Das mache ich sonst nie.  Ich will wieder in den Garten , auf den Spieplatz einfach raus.

– unser Au-Pair seit zwei Wochen einen Sonderwunsch  nach dem anderen hat.  Alle eigentlich völlig ok, aber auch Kleinigkeiten können nerven.

– unsere Große schon wieder schlecht hört, obwohl ihre Pauckenrörchen noch super sitzen

– die kleine Hexe im Sport ständig so husten  muss, dass die Leitung  und Ich leider auch an Astma denken.

– dass ich mich körperlich völlig erschöpft fühle, weil ich seit 3 Wochen eine Erkältung mit mir rumtrage die sich nicht wirklich entscheiden kann ob sie jetzt ausbricht oder wieder geht. Heute tendiert sie zu ausbrechen.

– Meine Lieblingsklasse die nächsten 3 Wochen jedes Mal in unseren Stunde Klausur schreibt und so der Unterricht ausfällt.

– Die Ferien noch 1.5 Wochen entfernt sind. Eigentich kurz, aber heute scheint es sooooo weit.

– Ich manchmal abends das Gefühl habe der Tag ist zuende bevor er angefangen hat.

– Meine Liste der Dinge die ich erledigen möchte schneller wächst als ich Punkte abarbeiten kann.

– Mir die Oma am Telefon  mal wieder erklärt hat warum sie jetzt doch nicht kommt, nämlich weil sie zuviel Stress hat.  Sie hat Yoga und Turnen, da kann sie nicht noch zu uns kommen.

Ok ich höre jetzt lieber auf. Denn ersten versinke ich sonst im Selbstmitleid und das macht es defenitiv nicht besser und zweitens habe ich keine Zeit dafür. Denn jetzt kommen meine Kinder und als gute Mutter setzte ich ein Lächeln auf und werde den ganzen Nachmittag begeistert spielen, malen aufräumen und dann heute Abend erschöpft aufs Sofa fallen und denken. Eigentlich geht es dir gut.  Denn meine beiden Mädels sind die beste Medizin gegen trübe Gedanken. Wenn sie lachen kann man nicht auf Dauer Trübsal blasen.  Und der Gatte wird mich heute Abend hoffentlich auch wieder ein bischen aufmuntern. Und vielleicht bin ich ja morgen einfach mal egoistisch und kuriere meine Halsentzüdung und Grippesymptome mit einem Tag im Bett aus.

Es lebe das Chaos

Februar 17, 2010

Kurzer Stand der Dinge nach 4 Tagen Krankenlager im Haus. Au-Pair und Kinder sind noch nicht wieder 100% auf dem Damm, aber wirken deutlich gesünder. Aber das Haus hat gelitten. Seit Tagen wurde kein Staubsauger mehr benutzt und unser Au-Pair scheint die Verantwortung für jegliche Hausarbeit abzugeben wenn ich zu Hause bin.  Schade sie räumt nicht mal mehr die Milch in den Kühlschrank oder dreckiges Geschirr in den Geschirrspüler. 

Aber auf der anderen Seite kümmert sie sich total liebevoll um die Kinder, liest vor, tröstet und hat heute Morgen sogar Milchreis für die kleine Hexe zum Frühstück gekocht. So konnte ich noch eine Stunde liegen bleiben und das ist nach der 4 Nacht mit zwei Kindern im Bett ein echtes Geschenk.  Aber Morgen muss ich wieder Arbeiten und dann bin ich mal gespannt wie es dann weiter läuft. 

Ich habe auf jeden Fall erstmal die Küche aufgeräumt und das größte Chaos im Haus beseitigt. Denn jetzt hat unser Au-Pair ihren freien Nachmittag und ich nutze meinen Nachmittag um mit den Kids mal wieder Grundordnung in die Kinderzimmer zu bringen. Unglaublich, wenn man die Spielsachen nicht alle 14 Tage durchsortiert gibt es nur noch ein Chaos. Und das beherrscht unser Au- Pair leider nicht. Sie räumt zwar auf, aber leider stellt sie im Kinderzimmer immer nur alles wieder irgendwie in die Regale. Wirklich drauf achten ob ein Puzzelteil vielleicht ins andere Zimmer gehört oder mal eine Kist durchsortieren klappt nicht. Schade aber so mache Ich es eben und kann so den Kindern auch gleich ein bischen Ordnung beibringen. Vielleicht schaut das Au-Pair sich ja das ein oder andere ab.  Aber nach über einem halben Jahr ist die Hoffnung wohl nicht mehr so realtistisch.

Kommisch ist nur, wenn ich arbeite klappt es super mit der Hausarbeit, wahrscheinlich ist sie genauso bequem wie ich als Teenager und nutzt jede Chance sich zu drücken.  Und meine Motivation es anzusprechen ist eher gering. Denn erstens sie macht einen tollen Job mit den Kindern und zweitens ist sie ja auch noch etwas angeschlagen. Daher ist es toll wenn ich mich hier ein bischen auslassen kann.  Und wenn ich mir das Gesamtpacket anschaue passt es für uns. 

Manchmal habe ich das Gefühl sie ist genauso unsicher zu sagen wenn ihr etwas nicht passt und revanchiert sich dann eben mit „Streik“ in Sachen Hausarbeit.  Es lebe die kommunikative Inkonsequenz.  Und dabei sollte man meinen nach 4 Jahren Erfahrung mit Au-Pairs sollte ich es gelernt haben über solche Dinge zu sprechen.  Es fällt mir aber  immer noch schwer deutlich zu kritisieren, loben kann ich viel besser und meistens klappt die positive Verstärkung auch.

Liebe geht durch den Magen

Februar 10, 2010

Heute ist ein schöner Tag und unser Au-Pair mal wieder geschafft mich positiv zu überraschen.  Heute morgen hat sie gemeinsam mit dem besten Gatten die Kinder fertiggemacht und der Gatte hat die Damen in den Kiga gefahren. Ich habe erst gemerkt, dass der Wecker nicht gestellt war als ich um 9.30 Uhr !!!!!!! von allein aufgewacht bin.  Das war mal ein Start in meinen freien Mittwoch. Habe dann ganz in Ruhe gefrühstückt. Kaffee stand schon fertig auf dem Tisch und in Ruhe Zeitung gelesen. Ein Traum. 

Als ich Mittags das Mittagessen vorbereiten wollte hat unser Au-Pair verkündet sie würde heute typisch ukrainische Pfannkuchen machen. Ich bin dann schon wieder arbeitslos zum Kiga gefahren und habe die zwei Damen wieder eingesammelt. Und als ich verkündet habe, dass es Pfannkuchen gibt war auch ihr Tag nur super. Mit Pfannkuchen kann man nämlich ähnlich wie mit Nudeln unsere Mädchen im Null komma nichts für sich gewinnen. Ja Liebe geht eben auch bei Kindern durch den Magen.  Und ich war herrlich entspannt um den Nachmittag mit zwei Kindern fröhlich auf mich zukommen zu lassen.  

Manchmal traue ich mich gar nicht jemanden zu erzählen was für einen lieben Ehemann und was für ein tolles Au-Pair ich habe.  Mann gehts mir gut.  🙂 🙂 🙂

Vereinbarkeit Familie und Beruf Utopie und Realität

Februar 4, 2010

Das Thema Vereinbarkeit Familie und Beruf ist ein Thema faszinierte mich schon im Studium damals noch rein theoretisch.  Ich habe meine Examsarbeit über das Thema geschrieben und viel über das Thema gelesen und nachgedacht.  Und ich war überzeugt, dass Mann/Frau mit der nötigen Planung beides ganz gut schaffen kann. Manchmal muss ich schmunzeln wenn ich meine meine Ideen von damals lese. In der Theorie ist alles immer recht einfach.

Es klappt auch in der Realität, aber manches Mal beneide ich heimlich die Elternzeitmamas , einfach um ihre vermeintliche zeitliche Freiheit.  Und zwar immer dann, wenn ich mal wieder nicht ins System passe oder unser sorgsam geplantes Betreuungsnetz in sich zusammen fällt.  Ich fühle mich nämlich manchmal in beiden Systemen wie ein Alien. Die Vollzeitmamas sind  oft freundlich reserviert und auf der Arbeit schauen mich die Vollzeitkollegen wie ein exotisches Wesen an.  Aber vielleicht bin ich ja auch ein bischen zu empfindlich.

Weil:

– Der Kiga alle Mütterevents immer auf die Vormittage legt. Und nie in die Schulferien. So verpasse ich regelmäßig die Musikaufführungen, Müttertreffen und Spielgruppen.  Am Nachmittag laufen dann Veranstalltungen für Väter und da sind häufig Mütter nicht erwünscht. Beispiel Babyschwimmen.

– Verabredungen mit anderen Kindern schwierig sind, da sie normalerweise beim Abholen vor dem Mittagessen getroffen werden. Ich/Au-Pair kommen aber erst nach dem Essen und dann ist alles schon gelaufen.

– der Kinderarzte am liebsten nur Termine am Vormittag hat und die liebe Sprechstundenhilfe nicht versteht warum ich nur 1x in der Woche Morgens kann.

– die Kinder morgens betteln ob ich nicht auch mal zu Hause bleiben kann um mit ihnen zu spielen und mein Mamaherz blutet.

– Ich mal wieder den „natürlichsten“ Vorgarten der ganzen Siedlung habe, weil ich seit Wochen nicht dazu komme ihn mal wieder richtig in Ordnung zu bringen.

– Mich ältere Kolleginnen aber niemals Kollegen  mit ihren Theorien über vernachlässigte Kinder beglücken die schon mit 2 Jahren fremdbetreut werden und wie wichtig es war, dass sie damals lange zu Hause geblieben sind.

– meine Unterrichtsvorbereitung mal wieder Schwellendidaktik ist, weil die Kinder den ganzen Tag die Mama brauchten und am Abend auch erst viel zu spät eingeschlafen sind.

– Konferenzen, Termine bei uns in der Schule immer möglichst kurzfristig bekannt gegeben werden, oder gerne auch noch mal kurzfristig umgelegt.

– Der Kiga den dritten Tag dieses Jahr die Betreuung früher oder ganz einstellt und somit auch alles wieder umgeplant werden muss.

– 100 Möglichkeiten bestehen sich im Kindergarten einzubringen für die mir aber leider häufig die Zeit fehlt.

Aber ich bin auch realistisch genug zu sehen, dass es sicher 100 andere Situationen gibt in denen mich dieselben Mamas um meine Möglichkeiten beneiden. Und mir fallen eben auch genug Gründe für die Arbeit ein.

– Unsere Familie hat durch zwei Einkommen viel mehr Sicherheit. Es ist für beide Partner ein gutes Gefühl, dass man nicht allein für alles verantwortlich ist.

– Wir können uns den Luxus  eines Au-Pair  leisten auch so auch als Paar allein etwas unternehmen.

– Unsere Kinder sind  früh selbstständig und gehen offen und neugierig auf neue Menschen zu.

– Wir können uns ein Haus mit großem Garten leisten. Platz ist mit Kindern  Luxus.

– Ich kann meinen Kinder Musikschule, Ausflüge, Urlaube ermöglichen, die von einem Gehalt so sicher nicht bezahlbar sind.

– Ich liebe meinen Beruf und gehe meistens einfach gerne arbeiten.

– Es ist toll auch mal nicht nur über KKK Kinder Küche Klatsch zu reden.

Fazit:

Vereibarkeit klappt wenn die Rahmenbedingungen stimmen und man bereit ist Kompromisse einzugehen.

– Man braucht eine gute Kinderbetreuung am besten mit doppeltem Boden.

– Man muss sich eingestehen, das Frau wenn sie nicht Superwomen ist Hausarbeit, Familienzeit/Erziehung und Erwerbstätigkeit nicht  allein 100 perfekt erledigen kann. Delegieren und Abstriche machen ist notwendig.  (Bei mir ist die Priorität ganz klar Kinder/Beruf vor Haushalt)

– Eine Umgebung die einen unterstützt oder zumindest keine Knüppel zwischen die Beine wirft. Denn das chronisch schlechte Gewissen haben wir Mütter glaube ich doch genetisch eingebaut, da brauche ich keine Nachbarn, Großeltern, Kollegen, Kigadrachen …. die da noch dran schrauben.

– Eine Gesellschaft die Kinder nicht nur als Kosten/Risikofaktor sieht, sondern als normaler Teil des Lebens der eben genauso dazugehört wie vieles andere auch. Und wenn das so ist, dann fühle ich mich als berufstätige Mutter vielleicht auch nicht mehr so „zwischen allen Welten“.

All das ist mir persönlich 1000x mehr wert als irgendwelcheund  Herdprämien, Bildungsgutscheine oder Erziehungs- Elterngeld Zahlungen. Natürlich hätte ich mich gefreut wenn ich auch was davon bekommen hätte, aber das alles hätte meine Lebensplanung oder die Entscheidung für Kinder nicht wirklich beeinflusst.  Einzig die Vätermonate des Elterngeldes sind finde ich eine tolle Sache, da so auch die Väter die Möglichkeit bekommen ihren Teil am Familienleben zu haben ohne gleich die Familie in finanzielle Nöte zu stürzen.


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