Posts Tagged ‘Kindersicherheit’

Somewhere over the limit ……

Februar 9, 2012

Der Härtetest für unser neues Betreuungskonzept ist da.   Seit gut 2 Wochen ist hier im Wechsel immer mindestens ein Kind und/oder Elternteil krank.  Nachdem wir ja letzte Woche unseren Freund Noro zu Besuch hatten, ist jetzt seine gute Bekannte  Madame Bronchitis  zu Besuch.     Vielleicht hätte ich nicht so oft sagen dürfen, dass wir bisher einfach gut durch den Winter gekommen sind.

Die Zutaten für eine Super Woche für Berufstätige Eltern:

Man nehme

–  1-2 kranke Kinder am besten im Wechsel

– Mindestens 1 Konferenz oder alternativ ein schöner Elternsprechtag

2-3 Dienste des Gatten im Krankenhaus

Einen Schwimmkurs der 4 von 5 Abenden in der Woche blockiert

– 2 Kindergeburtstage

–  Für Mama wahlweise einen Arzttermin,  Verabredung mit einer alten Bekannten oder Treffen mit Kollegen zum Mittagessen

– und beruflichen Termin  zu einer völlig unpassenden Zeit nach Dienst für den Gatten damit es auch fair zugeht

Wenn man jetzt alles schön kombiniert und erhält man ein lustiges Überraschungspaket das keine Langeweile aufkommen lässt.

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Kinder wie die Zeit vergeht

Januar 5, 2012

Wenn ich ein Jahr zurück denke bin ich immer wieder erstaunt wie schnell meine Kinder groß werden.  Und damit meine ich jetzt nicht nur die körperliche Größe.   Letztes Jahr hatten wir noch ein AP und unsere Kinder waren immer entweder mit uns Eltern, dem Kiga oder unserem AP zusammen.  Ich wäre niemals auf die Idee gekommen sie allein zu lassen.

Aber im Laufe des letzten Jahres hat sich dieses Gefühl langsam aber beständig gewandelt.   Zuerst war der brennende Wunsch der großen Hilfe nach Unabhängigkeit da.  Sie wollte unbedingt üben allein vom Kindersport nach Hause zu laufen.  Oder sie teilte mir mit, sie brauche kein AP wenn ich mal für 10 Minuten zum Bäcker fahre, sie könne auf sich allein aufpassen.    Aber mein Sicherheitsgefühl war immer sofort wach und hatte 1000 schlimme Visionen was alles passieren kann.

Auf der anderen Seite war aber auch die Vernunft da die mir sagte:  Deine Kinder werden groß und du kannst sie nicht vor allen Gefahren verstecken.  Sie müssen lernen auch mal allein klar zu kommen. Logisch richtig, aber das Mamaherz war noch sehr dagegen.

Wir haben dann ganz gut Kompromisse gefunden.  Die Kinder durften für einige Zeit „allein“ bleiben.   Das unser AP in dieser Zeit in ihrem Zimmer war und im Internet surfte mussten sie ja nicht unbeding wissen 😉

Die große Hilfe durfte im Frühling auch allein nach Hause laufen und Mama immer schön 100m hinter ihr her wie bei Räuber und Gendarm.   Und diese Experimente haben mir gezeigt meine Kinder werden wirklich groß.  Sie halten sich an Absprachen:   Kein TV,  nicht an die Tür gehen,  vernünftig über die Straße gehen,  nicht mit Fremden sprechen…..

Und so habe ich im Laufe des letzten Jahres gelernt meine Kinder ein kleines Stückchen los zu lassen.   Wir haben jetzt feste Rituale.  Wenn ich kurz allein einkaufen gehe  haben die Kinder eine Telefonnliste mit wichtigen Nummern (Handy, Papa, Oma,  110 und 112)  und ich mein Handy immer in der Tasche.    Beide Kinder können wirklich sicher und gut telefonieren und sie genießen diese kleinen Freiheiten.   Aber sie wissen auch, dass es ein Privileg ist und nur klappt solang sie sich an die Regeln halten.    Länger als 10-15 Minuten würde ich sie aber noch nicht ohne Aufsicht lassen.  Und ich sage meistens meinem Mann per Telefon Bescheid, damit jemand merkt, wenn mir mal was passieren würde. Das ist für mich nämlich die größere Gefahr.  Ich werde aufgehalten und auf einmal sind die Kinder über Stunden allein. Aber so melde ich mich kurz ab und wieder an.

Was ich aber auf keinen Fall mache ist die Kinder im Schlaf allein lassen. Das wäre mir viel zu gefährlich und vor allem würde es ihnen riesen Angst machen wenn sie doch wach würden.  Ich denke dieser Schritt zu einem ruhigen Abendspaziergang ist noch ein Stück weit entfernt.  Aber das ist kein Problem 🙂

Und diese neue Unabhängigkeit unserer Mädchen macht das Leben ohne AP eigentlich erst möglich.  Nicht das ich sie ständig allein lassen möchte oder es tue.  Aber  ich kann eben viele Dinge normal erledigen, die sonst mit Kinder schwierig waren.

1x Brot und Milch im örtlichen Minishop holen     Ohne Kids ca. 10 Minuten mit dem Rad         früher mit Kids   mindestens  30-45 Minuten   da 2x Kinder anziehen  Auto oder Laufen eher schleichen

1x  Briefkasten                                                                       Ohne Kids  ca. 5 Minute                                        früher                     mindestens   15-30 Minuten + Streit wer den Brief einwerfen darf

1x Paket von der Post hole                                                                           15 Minuten                                    früher                     45 Minuten

……..

 

Und dann sind noch die ganzen Tätigkeiten im Haushalt die jetzt neben oder mit den Kids möglich sind.   Ich kann in Ruhe im Keller Wäsche aufhängen und die Kids spielen oben.  Ich kann den Vorgarten machen ohne ständig Angst zu haben ein Kind läuft auf die Straße.

Die Kinder werden auch schon richtige Hilfen.  Sie können hervorragend  Gemüse und Obst kleinschneiden bei Kochen,  beim Rühren im Topf helfen oder eigenständig Socken und Handtücher zusammenlegen.  Natürlich nicht immer, aber wenn sie es machen ist es toll.

Ach ja und gestern haben wir 15l  Spagetti Soße  in meinem neuen Gänsebräter zusammen gekocht und dann haben die Kids  über 1 Stunde ganz allein   5 große Auflaufformen Lasagne geschichtet. Man war ich da stolz.   Und es hat allen super gut geschmeckt und wir haben für die nächsten Wochen  genug Vorräte im Tiefkühler.

Würde ich ein AP mit psychatrischer Erkrankung einladen?

Juli 28, 2011

Heute hat mich die Mail eines APs erreicht und sie stellt mir eine spannende Frage.  Wie würde ich als Gastmutter reagieren, wenn eine meiner Favoritinen schon einmal eine Therapie gemacht hätte?   Eine gute Frage und ich habe versucht  darauf ehrlich zu antworten.  Aber ich kann ja nur meine subjektive Sicht schildern.  Wie gehen andere Gastfamilien mit diesem Thema um, denn es gibt sicher viele APs die schon mal in so einer  Situation waren und nicht so ehrlich sind und die Familie vorher darüber informieren.

Meine Antwort:

Liebes AP,

erstmal Danke für dein Vertrauen. Das Thema Therapie ist heikel.  Je nach Land  (z.B. USA) kann es ein ko Kriterium sein.   Sind die Gründe für die Therapie für mich als Gastmutter gut nachvollziehbar (z.B. Tod/Scheidung) und können jeden treffen würde ich wahrscheinlich überlegen und das Risiko evt. eingehen.   Ich würde aber wahrscheinlich nachfragen warum die Therapie gemacht wurde und welche Probleme = Symptome bestanden.  Suizid Gedanken, Ritzen,  Essstörungen …  sind für mich als Mutter schon ein Problem.   Es ist schwierig kleinen Kids zu erklären, warum ihr Babysitter die ganzen Arme voller Narben hat und im schlimmsten Fall wieder anfängt mit einem solchen Verhalten.  Und auch Essströrungen sind  als Rollenvorbild problematisch.

Für mich wäre auch wichtig zu wissen wie lange die Therapien zurückliegen und ob es „nur“ Gesprächstherapien ambulanter Art oder ein „richtiger“  Aufenthalt in der Klinik war.  Wurde die Thearpie als Kind von den Eltern initiert oder hat das AP  als Erwachsene diese Therapie gemacht?

Ich würde auch nachfragen warum man als AP in ein fremdes Land gehen will und was sich das AP von seinem Aufenthalt hier verspricht.   Und was ich auf keinen Fall hören wollte ist die Antwort der Aufenthalt soll eine Art Therapie sein und helfen etwas zu verarbeiten und zu heilen.  Denn ein AP Aufenthalt ist keine Therapie.   Wo reagierst du anders und wie muss ich mir als Gastfamilie das vorstellen?   Als AP ist es unabhängig von Therapien wichtig mit den Gasteltern im Vorfeld zu sprechen wie sie ihre Kids erziehen und wie du in bestimmten Situationen reagieren sollst.  Daher frag dich auch, ob du bereit und in der Lage bist dich dem Werten, Lebenstil einer fremden Familie anzupassen.

Völlig ok fände ich hingegen die Antwort, ich möchte gerne ein „normales“ Familienleben erleben und freue mich darauf mit meinen Gastkindern den Alltag zu erleben.  Wir hatten 2x AP die aus Scheidungsfamilien kamen und beide haben es genossen bei uns die „heile Welt“ 😉   mit Mutter – Vater- Kindern zu erleben.

Mir fällt noch etwas ein, wenn du im AP Land wieder Probleme bekommst tragen die meisten AP Versicherungen keine psycholigische Betreuung, daher müsstest du im diesem Fall entweder sofort nach Hause oder auf die Gastfamilie kommten hohe Kosten zu, daher könnte auch das ein Grund sein, warum eine Familie sich gegen dich als AP entscheidet.

Ich bin gespannt wie andere Gastfamilien auf eine solche Frage reagieren würden…..

Au-Pair und Fahrradfahren

Juni 1, 2011

Wenn man als Familie ein AP such sollte man sehr gut überlegen ob das AP Fahrradfahren können muss.

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Bergfest

Februar 10, 2011

Ein halbes Jahr mit Olga liegt hinter uns und nachdem die letzten Wochen die negativen Einträge diesen Blog dominiert haben, scheint Olga ihr nahendes Bergfest zum Anlass genommen zu haben über ihr Verhalten nachzudenken.  Und zwar noch bevor wir das große Gespräch mit ihr führen konnten mussten.

Sie ist sehr motiviert, macht viele tolle Aktivitäten mit den Kids und hatte schon am Montag die gesamte Bügelwäsche der Woche erledigt und weggeräumt. Das hat in den letzten Wochen eigentlich nie funktioniert.  Also von der Arbeitsseite her ist im Moment wieder alles im Lot.

Bleibt die Beziehungsebene und ihr Verhalten uns gegenüber. Da hatte sich Gestern die Chance geboten das Thema anzusprechen, weil sie fragte ob Schatzi am Sonntag wieder hier übernachten darf.  Ich habe dann endlich den Mut gefunden ihr klar zu sagen, dass wir nichts gegen seinen Besuch haben, aber Unterhosen auf unserem Tisch, Schachorgien vor unserem Kamin und stundenlange Besetzung von Küche und Wohnzimmer für uns unangenehm sind.  Sie hat es auch sofort eingesehen und sich entschuldigt.  Wir haben jetzt klar verabredet, dass die beiden Sonntag Abend kommen und dann ihre Freizeit in ihrem Zimmer verbringen.  Beide können gerne an unseren Familienmahlzeiten teilnehmen, aber wir brauchen am Wochenende unsere Ruhe.  Ich habe auch nochmal klar gestellt, dass ihr Schatzi IHR Freund und nicht unser Besuch ist.  Wir werden also gespannt den Sonntag abwarten.

Insgesamt merke Ich wie gut es tut, wenn man sich traut Erwartungen, Wünsche und negative Aspekte ehrlich anzusprechen. Und Ihr hat das Gespräch glaube Ich auch gut getan, weil sie natürlich auch gemerkt hat, wie angespannt und genervt  Ich in den letzten Tagen war.  Seit den Gesprächen sind wir beide wieder deutlich relaxter und der Alltag ist angenehmer.

Aber trotz aller Freude über die guten Gespräche haben wir uns vorgenommen, wenn sie noch 1x einen Fehler a la Erdnuss macht gibt es die klare Ansage, das so ein Verhalten ihren Wechsel nach sich zieht.  Aber Ich hoffe einfach, dass wir ab jetzt mit kleinen Katastrophen weiter kommen.

Das Bergfest selbst haben wir heute als reine Mädelsrunde in der Pizzeria gefeiert.  Da der beste Gatter der Welt mal wieder im Krankenhaus die Nacht verbringen darf sind die Kinder, Olga und Ich gemütlich essen gegangen und haben die positiven Seiten der letzten 6 Monate Revue passieren lassen.

Tja so wie es gerade aussieht werde Ich wohl doch noch für mindestens 6 Monate Au-Pair Geschichten posten können 😉

Kleinkinder und Unfälle

Januar 7, 2011

Gestern hatten wir nach 5 Jahren APs zum ersten Mal die Situation, dass ein Kind während es mit AP bei einer anderen Familie war etwas teures kapput gemacht hat.  Die große Hilfe hat bei unseren Nachbarn eine Box umgeworfen und diese ist zerbrochen.  Soweit die mir bekannten Fakten.

Normalerweise ein ärgerliches aber kein riesen Thema.  Unfälle wie dieser können mit Kindern leider passieren und hätten auch in meinem Beisein genauso passieren können.  Warum also einen Post aus dieser Aktion?

Der beste aller Gatten hat also gestern Abend die Kids und AP von besagter Familie abgeholt, weil das Wetter so schlecht war und unser AP Abends mit den Kids ja nicht gerne läuft.

Als er an die Tür kam, wurde ihm von unserem AP mit ziemlich schadenfroher Stimme mitgeteilt, dass die große Hilfe Ihm noch sagen müsse was sie hier schlimmes gemacht habe.  War wohl sie richtig  ein gemeines in die Pfanne hauen.  Die große Hilfe hat dann auch gebeichet und der Gatte hat den Schaden besichtigt.  Dann sind alle nach Hause gefahren.
Vor der Tür ist unsere Olga aus dem Auto gesprungen, hat der kleinen Hexe die Tür aufgerissen und dann rannte sie mit den Worten: „OHHHHHHH es ist NASSSSSSS“  ins Haus. Die kleine Hexe stand allein mitten auf der dunklen und spiegelglatten Straße und kam nicht vor und zurück.  Also hat der Gatte, der eigentlich gerade das zweite Kind sicher über die Straße bringen wollte auch die kleine Hexe gerettet und ist ziemlich angesäuert rein gekommen.

In der Küche bei mir ähnliche Reaktion.  „Große Hilfe hat bei Nachbars die Box kapput gemacht“ mit einem ziemlich unpassenden Unterton.   Als wir dann in der Küche mit den Kindern über das Problem geredet haben und gemeinsam überlegt haben wo der Fehler lag, wie wir es der Versicherung melden  und wie man solche Unfälle in Zukunft vermeiden kann kamen von ihr immer nur Kommentare der Güteklasse:  „Es war die Schuld der  GH“ oder “ Es war nicht meine Schuld“.

Bis dahin hatte Ihr auch niemand eine Schuld gegeben.  Als wir die Frage diskutierten ob wir es wohl unserer oder der AP Haftpflicht melden, wurde sie richtig zickig.  „Wenn ihr glaubt es sei meine Schuld kann Ich es auch bezahlen“ Aber in einem Ton, der alles ausdrückte nur kein Bedauern oder Einsicht vielleicht auch nicht alles ganz richtig gemacht zu haben.

Im Laufe der Unterhaltung kam dann folgende Version zu Tage:

– Die APs hatten alle 7 anwesenden Kinder von 2-8 Jahren vor den TV geparkt wo diese erst Sponge Bob und dann  irgendeine andere  Sendung schauten  (unser AP hat die Anweisung, dass die Kinder erstens kein TV schauen sollen und wenn doch sie dabei sitzen soll, da besonders die GH schnell Angst bekommt.)

– Auf Nachfrage welche Sendung konnte sie keine Antwort geben (Für mich gibt es 2 Alternativen a) sie hat nicht bemerkt, dass eine andere Sendung lief weil sie schon länger nicht im Zimmer war oder b) es war Ihr egal welche Sendung lief)

– Die APs und eine Tante der Familie haben im Nachbarzimmer Kaffee getrunken und gequatscht.  Wenn die anderen Erwachsenen nicht aufpassen meint unser AP sie muss es auch nicht.

– Als es einen lauten Knall = Box gab sind alle ins Wohnzimmer gelaufen    (immerhin sie bekommt noch mit, wenn etwas passiert )

– Unser AP ist der Ansicht sie kann ja wohl nicht den ganzen Nachmittag neben den Kindern sitzen (sehe Ich anders und habe es ihr auch so gesagt. Denn genau darum haben wir ein AP, damit die Kinder beaufsichtigt sind und nicht machen was sie wollen. Und wenn die Kinder TV schauen wollen und nicht dürfen kann es eben auch mal notwendig sein sich mit ihnen gemeinsam in ein anderes Zimmer zu setzen.)

– Der große Sohn der anderen Familie wollte TV schauen, was hätte sie da machen sollen (vielleicht mit unseren Kindern a) nach Hause gehen oder b) mit den beiden Kleinen der Familie uns unseren Kindern und deren AP in einem anderen Zimmer spielen)

Fassen wir also zusammen:

– Sie sitzt gemütlich beim Kaffeetrinken und läßt die Kinder machen was sie wollen

– Anschließend haut sie unsere Große auf ziemlich fiese Art bei uns in die Pfanne und tut auch noch so, als ob es mit Absicht passiert ist.

– Sie ist nicht mal in Ansätzen bereit auch Fehler  bei sich zu sehen

–> wir haben ein drittes Kleinkind

Ach ja die große Hilfe war von dem Unfall wirklich geschockt. Sie hatte ein richtig schlechtes Gewissen, hat sofort alle Schuld auf sich genommen und nicht versucht irgendein anderes Kind zu beschuldigen.  Und als sie gemerkt hat, dass wir auch sauer auf Olga waren hat sie so lieb versucht Olga in Schutz zu nehmen.  „Mama Olga war doch fast im gleichen Zimmer und nur ein bischen Kaffeetrinken“  Und nach ein paar Minuten ist sie in ihr Zimmer und hat ihren geliebten 5 Euro Schein aus ihrem Portomonai geholt um uns Geld für die Box zu geben, damit wir nicht all unser Geld ausgeben müssen.  Ja so sieht für mich echte Reue und Entschuldigung sagen aus.  Und da könnte unser AP von einer 5jährigen wohl noch was lernen.

Sie ist dann gestern nach dem Essen schnell in ihr Zimmer verschwunden und hat erstmal ausgiebig telefoniert.

Au-Pair und Telefon

Januar 6, 2011

Zumindest unsere APs sind bisher alle mehr oder weniger mit ihren  Handys, Telefon, Internet verwachsen gewesen.  Und bei allen gab es das klassische Problem:

WIE KANN ICH WÄHREND DER ARBEITSZEIT MÖGLICHST VIEL UND UNGESTÖRT TELEFONIEREN ???????????????????????

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Kranke Kinder und Au-Pairs

September 14, 2010

Einer der Hauptgründe warum wir wohl noch länger mit Au-Pairs leben werden ist die Sicherheit und Flexibilität wenn ein oder beide Kinder krank werden.  Und bei uns ist es mal wieder so weit.  Beide Damen hat die erste Bronchitis der Saison erwischt und gleichzeitig liege Ich als Mama auch flach.  Was sonst beruflich und familiär der Supergau ist, kann man mit Au-Pair deutlich besser ertragen.

Aber es gibt einige Punkte die man als Gasteltern beachten sollte.

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Au-Pair und Ansteckende Krankheiten ( HIV, HEP B, C …)

August 23, 2010

Mir fällt ein Stein vom Herzen, alle Blutuntersuchungen auf HIV und Hep C  bei unserem Au-Pair sind in Ordnung.  Nachdem wir schon einmal ein Au-Pair mit Hep C hatten, wiederholen wir diese Untersuchungen immer nochmal direkt nach Anreise.  Und mir fällt jedes Mal ein riesen Stein vom Herzen wenn dann alles ok ist.

Ich finde es erscheckend wir wenig die Agenturen über dieses Thema aufklären oder vielleicht wirklich auch selbst wissen. Mir haben mehrfach Au-Pairs bestätigt, dass ihre Gesundheitsatteste gekauft wurden oder eben „Gefälligkeiten“ sind.  Und gerade in Osteuropa und Afrika sind die Durschseuchungsraten mit HIV und Hep C unglaubliche hoch.  Hier investiere ich gerne die 100€ für die Tests. Wir sagen das den Au-Pairs auf immer direkt vor der Einladung, dass wir nach Ankunft einmal Blut brauchen. War bisher für alle ok. Und die Gefälligkeiten gibt es hier ja auch. Als ich als Au-Pair 96 in die USA bin meinte mein Hausarzt auch nur. Auch den Test sparen wir. Du bist gesund und ich schreibe alles ok.  Sowas kommt also selbst im tollen Deutschland vor.

Wie gehen eigentlich andere Gastfamilie mit diesem Thema um? Wurdet ihr von euren Agenturen aufgeklärt oder habt euch selbst mit dem Thema beschäftigt?  Ist zwar ein unschönes Thema, aber leider wichtig.

Vertrauen Kontrolle Angst

Juli 5, 2010

Am Wochenende waren wir ja bei den Großeltern und es war ein richtig schönes Sommer – Freibad – Grillen – Garten Wochenende. Die Kinder hatten Spaß, die Großeltern hatten Spaß und Tante-Onkel Hase und Ich hatten auch Spaß.

Soweit also alles super.  Wenn da nicht das leidige Thema Kinder und Wasser wäre.  Ich bin in diesem Punkt einfach super ängstlich.  Mein Albtraum ist es, dass meine Kinder in irgendeine Regentonne, Gartenteich, Pool fallen und dort unbemerkt ertrinken.

Daher würde ich niemals wieder ein Au-Pair einladen, dass nicht schwimmen kann oder eine schlechte Schwimmerin ist.  Und ich lasse unsere Kinder wenn unser Planschbecken im Garten steht auch keine Minute allein im Garten.

Abends lasse ich wenn immer möglich das Wasser raus und achte Nachts darauf, dass nicht nur die Gartentür zu ist, sondern auch die Rolläden runter sind.

Zum Glück haben wir im eigenen Garten keine Wasserstelle und so kann ich die Kinder ohne Pool auch mal 5 -10 Minuten allein im Garten spielen lassen.

Bei den Großeltern gibt es aber leider einen Teich und 3 offene Regentonnen. Und diese sind auch noch genau an 3 verschiedenen Seiten des Hauses verteilt. Man kann also von keinem Platz aus alle 4 Gefahrenpunkte wirklich im Blick behalten.  Und da es auch 2 Gartentüren aus 2 verschiedenen Räumen gibt ist so ein Wochenende dort für mich im Sommer mehr als anstrengend.  Denn unsere beiden Damen laufen natürlich den ganzen Tag immer rein und raus.

Ich fühle mich immer wie eine routierender Roboter, der pausenlos hinter den Kindern herläuft und versucht beide im Auge zu behalten.

Leider sind meine Eltern der Ansicht ich bin in diesem Punkt viel zu panisch und würde übertreiben mit meiner Angst. Sie lassen unsere Kinder auch mal 2-5 Minuten allein im Garten und „vertrauen“ ihren Enkeln. Die sind doch schon vernünftig und haben versprochen nicht ans Wasser zu gehen.

Ich vertraue meinen Mädels ja auch, aber ich kenne auch ihre Neugier und sie sehen die Gefahr ja nicht.

Im Schwimmbad hatten wir jetzt wieder die gleiche Situation. Ich war kurz auf dem WC und die Oma hat auf die beiden Enkel aufgepasst. Als die kleine Hexe wohl auch mal musste ist sie mit ihr zum WC und hat die große Hilfe allein auf der Decke gelassen.  Klar sie hat sich drauf verlassen, dass ich in 2 Minuten wieder da bin, aber trotzdem, die kleine ist gerade 5 geworden. Zum Glück ist ja nichts passiert, aber was wenn ich länger gebraucht hätte oder nicht direkt zurück gegangen wäre. Was wennn die Große Hilfe irgendetwas gesehen hätte und weggelaufen wäre oder dem Opa im Wasse suchen wollte.

Ich weiss, dass meine Eltern sich für ihre Enkel in Stücke reißen lassen und beide abgöttisch lieben .Und sie würden niemals mit Absicht irgendetwas machen, was den beiden schadet. Aber im Punkt Sicherheit und Vorsicht  kommen wir nicht zusammen.

Ich habe im Schwimmbad nichts gesagt, weil ich zum einen selbst erstmal überlegen wollte ob ich nicht vielleicht überreagiere und vor allem nicht vor den Kindern einen Streit anfangen wollte.  Aber je länger ich darüber nachdenke um so unwohler wird mir dabei.

Und jetzt sitze ich in der Zwickmühle. Ich habe ein ungutes Gefühl die Kinder mit den Großeltern allein zu lassen, wenn sie im Garten oder Schwimmbad sind und auf der anderen Seite weiß ich wie sehr Oma und Opa die Zeit mit den Kinder genießen und die natürlich auch.   Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert ist klein, aber wenn es passieren würde, ich würde mir das nie verzeihen, nicht auf mein Gefühl gehört zu haben.

Aber wie sagt man den eigenen Eltern, dass die Kinder den Sommer über nicht mehr allein zu ihnen dürfen. Ich will sie ja nicht bestrafen, sondern nur meine Kinder in Sicherheit wissen.

Darüber reden ist auch schwierig,  das Thema hatten wir schon häufiger und wir reden aneinander vorbei.  Sie haben das Gefühl ich halte sie für schlechte Großeltern und das ist Blödsinn, sie sind tolle Großeltern.  Aber eben leider welche mit einem anderen Sicherheits Bedürfnis als Ich. Und Ich weiss auch nicht wie ich meine Gefühle richtig ausdrücken soll.

Hinzu kommt, dass ich am Wochenende auch noch ziemlich gestresst war, weil dieses pausenlose kontrolieren wo die Kinder sind nicht gerade zur Entspannung beiträgt und Ich mich im Schwimmbad auch noch leicht erkältet habe 😦

Bei unserem Au-Pair ist es einfacher, da erwarte ich, dass meine Vorstellung von Beaufsichtigung  und Sicherheit akzeptiert und eingehalten werden. Und wenn das nicht klappt, würde ich sehr deutlich machen, dass sowas ein Grund für einen Wechsel ist.

Hat vielleicht jemand einen Tip, wie Ich den Großeltern klarmachen kann, dass es mir nicht um Sie geht, sondern um meine Kinder?

Familien ABC (Überarbeitete Version)

Juni 25, 2010

Danke für eure Tips. Habe das Wochenende genutzt um eure Vorschläge einzuarbeiten.

Ich bin ja seit unserem ersten Au-Pair dabei unseren Au-Pair Ordner zu perfektionieren. Und ein wichtiger Teil ist für mich unser Familien ABC.  Hier habe ich die wichtigsten Punkte möglichst kurz zusammen gefasst. Vieles wirkt vielleicht seltsam, aber es ist aus Erfahrung entstanden.  Z.B.  Lüften auch im Au-Pair Zimmer. Man glaubt gar nicht wie es stinkt, wenn seit 3 Wochen nicht gelüftet wird.

Ein weiterer schwieriger Punkt sind die Familienregeln.  Wie streng formuliert man Dinge wie Internetnutzung, Gäste usw.  Man möchte ja als Familie nicht als Kontrollfreak da stehen.  Aber auf der anderen Seite müssen wir die Kosequenzen tragen wenn von unserem Internet Account illegale Downloads gemacht werden oder 10 „Freunde“ des Au-Pairs unser Haus verwüsten, weil wir ja erlaubt aben Gäste einzuladen.  Ist uns zum Glück nicht passiert, kenne ich aber als Schilderung einer „tollen Party“ eines unserer Ex Au-Pairs.   

Ich bin auf eure Rückmeldungen sehr gespannt. Habt ihr auch solche Ordner?  Welche Punkte sind euch wichtig?   Was fehlt eurer Meinung nach?  Wie wirkt es auf Au-Pairs?

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Briefe ans Au-Pair Erziehungstips

Mai 26, 2010
Hier ein Brief, denn ich unserem neuen Au-Pair geschickt habe um mit ihr über Erziehung zu sprechen. Sie hatte gefragt wie wir mit den Kindern umgehen und worauf sie achten soll.
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Wie sie schlagen ihre Kinder nicht? Nie? Gar nicht?

Februar 25, 2010

Diese Frage wurde mir heute mal wieder von Schülern im Unterricht gestellt. Ich bin immer wieder erschreckt wie viele Kinder Opfer von Schlägen werden und das auch noch positiv beurteilen. Sie können sich gar nicht vorstellen, dass man auch anders miteinander umgehen kann.  

Nicht nur für sie selbst finde ich es schlimm, man merkt im Gesprächen sehr schnell, das viele es mit ihren eigenen Kindern genau so machen wollen.

Wie reagiert man da richtig? Ich versuche sie zu fragen ob die die „Schläge“ sie denn wirklich zu besseren Mensch gemacht haben oder die Problem wegen denen sie geschlagen wurden dadurch gelöst werden. Dann gibt es meist betretenes Schweigen, aber sich eingestehen, dass die eigenen Eltern etwas falsch machen fällt unglaublich schwer. Obwohl meine Schüler meist schon älter sind.  

Die Begründung lautet immer „Meine Mutter hat mich geboren ich darf sie nicht kritisieren“ oder „Mein Vater ist der Chef ich muss Ihn respektieren“.  Wobei mal wieder Respekt und Angst ziemlich verwechselt werden.

 Und auch bei Aussagen wie „Ja es steht im Gesetzt, dass man es nicht darf, aber das gilt für mich nicht. Das ist mir egal“ könnte ich die Wände hochgehen.  Denn das ist genau das was ich ihnen ja versuche beizubringen. Gesetze gelten für Alle und sollen daher auch alle Kinder schützen nicht nur die von Eltern die sich freiwillig daran halten.  Und das gilt für die Würde von Kindern genau so wie für die Würde der Eltern.  Denn bei Erwachsenen kommt doch zum Glück auch keiner auf die Idee zu sagen an das Verbot von Gewalt und Köperverletztung halte ich mich nicht und alle akzeptieren es. 

Danke fürs Zuhören, dass musste jetzt mal raus. Und jetzt kann ich mich wieder meinen Kindern widmen und zwar ohne Gewalt. Ich glaube nämlich fest daran, dass ich meine Kinder mit Liebe, Konsquenz und Vorbildfunktion  erziehen kann, sodas sie ihren Weg im Leben und in der Gesellschaft finden werden.

Danke an mein Au-Pair für die Sicherheit meiner Kinder

Januar 25, 2010

Und jetzt muss ich unser Au-Pair mal so richtig loben. Unsere kleine Hexe hat seit ein paar Monaten eine diagnostizierte Erdnussallergie. Und zwar das voll Programm mit Atemnot, anschwellen und allem Pi Pa Po.  Seit dem leben wir mit Anapen und Notfallset und alle Erwachsenen müssen informiert werden, warum keine Erdnüsse und wie reagieren wenn doch etwas passiert.  

Erschreckender Weise sind häufig Omas und Opas und der Kiga sehr ignorant. Nach dem Motto, die machen viel Wind und eine kleine Erdnuss kann doch nicht schaden.  Zu Weihnachten hat der Kiga sogar extra den Nikolaus  Stiefel nach Hause gebracht, aber leider voller Erdnüsse.  Da frage ich mich doch habe ich chinesisch gesprochen als ich das erklärt habe.

Die typische Reaktion wenn man es anspricht, so ein paar Nüsse sind doch kein Problem,  doch  es reichen nur die Stäube (also zum Beispiel eine offene Tüte Flips) um einen allergischen Schock auszulösen.  

Unser Au-Pair hatte leider damals das Pech, dass die erste gesicherte Reaktion unter ihrer Aufsicht passierte. Kleine Hexe hat dem Nachbar Au-Pair Nussschoki geklaut, trotzt Verbot und prompt ging das volle Programm los. Und sie hat angerufen, sofort und gesagt was passiert ist. Dafür könnte ich sie heute noch drücken. Wer weis was hätte alles passieren können wenn sie versucht hätte es zu vertuschen.  Wir konnten dann sofort ins Krankenhaus fahren.

Und auch jetzt schaut sie immer genau hin wenn es bei Freunden etwas zu essen gibt und bitte alle Dekoerdnüsse zu entfernen. Einfach toll. Sie ruft sogar an wenn sie sich nicht ganz sicher ist.  Das finde ich sowieso immer am wichtigsten. Es kann jedem mal etwas passieren oder man passt eine Sekunde nicht auf, aber dann den Mut zu haben um Hilfe zu rufen ist einfach wichtig. Denn nur so können Eltern und Ärzte schnell und richtig reagieren.

Und wenn ich daran denke, dann kann ich über andere nervige Kleinigkeiten auch wieder gelassener hinweg sehen.  Denn Sicherheit geht eindeutig vor Pünktlichkeit.

Danke  Danke Danke auch wenn du es wahrscheinlich niemals liest


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