Posts Tagged ‘Kochen’

Elektrisches Heinzelmänchen für berufstätige Eltern

März 10, 2013

Um den Thermomix bin ich schon länger immer mal wieder geschlichen und habe überlegt ob ich ihn brauchen könnte und ob er mir das Geld wirklich wert ist.   Vorwerkt ist ja immer ein spezielles Thema.  Die einen lieben es und die anderen können nicht verstehen warum man sich sowas freiwillig ins Haus holt.   Wenn man im Internet versucht neutrale Hinweise auf Vor- und Nachteile zu finden  stößt man häufig nur aus Grundsatzdiskussionen in denen die einen das Gerät als „Wunderkessel“  oder „EiermilchlegendeWollsau“ preisen und die anderen so tun, als ob nur totale Idioten und Kochmuffel sowas freiwillig kaufen können.    Für mich völlig unverständlich.  Es geht um ein Küchengerät und nicht um eine Lebensentscheidung.

Um einen ersten Eindruck zu bekommen habe ich mir vor ca. 2 Jahren den alten Thermomix der Oma für einige Wochen ausgeliehen und schon da bemerkt, dass er praktisch ist.  Damals habe ich vor allem Zabaglione und Suppe mit dem Gerät gemacht.  Aber zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht bereit um die 1000€ für ein Küchengerät auszugeben.

Seit 6 Monaten habe ich dann angefangen mich genauer zu informieren und dann eine der „berühmten“ Vorführungen besucht.  Das ist für mich auf jeden Fall eher ein Nachteil des Geräts.  Man bekommt es nur über eine „Party“ zu der man Freunde einladen muss die auch potentielle Käufer sind.   Wir haben die Party im Familienkreis gemacht.  Oma, Schwiegeroma und Schwesterchen.  So war es recht nett und die Thermoverkäuferin hat sich auch wirklich Mühe gegeben.    Ehrlicherweise ist es schon praktisch, dass man das Gerät vor dem Kauf wirklich ausprobieren kann.  ABER um den Verkaufsvortrag kommt man nicht herum.   Wir haben also einen Abend einiges ausprobiert und dann war für mich klar ich will ihn haben.

Und seit Anfang der Woche ist er in unsere Küche eingezogen und ich habe ihn einem Härtetest im Dauerkochen und Dauerbacken unterzogen. Für mich war jetzt vor allem spannend, ob er wirklich die Vorteile hat die ich mir erhofft habe.

Mein erstes Fazit nach einer Woche:

Es ist ein tolles Gerät, dass mir als berufstätige Mutter  Zeit schenken kann.   Abends ein schnelles Abendessen mit dem Varoma zaubern und in der Zeit mit den Kids spielen,   in kurzer Zeit einen Salat oder Dip für  Kiga/Schule fertig machen und mitbringen,  den Kids gesunde Zwischenmahlzeiten (Smothie oder Obstmus) bereiten und das alles ohne lange Vorbereitung.    ABER es wird bestimmt nicht alle meine anderen geliebten  Küchengeräte überflüssig machen.   Es ist ein tolles Hilfsmittel  nicht mehr aber auch nicht weniger.    Und hier ein paar erste Eindrücke im Detail:

 

1) Gerichte zubereiten die sonst viel Arbeit sind

Ja kann er und wir haben es auch schon ausprobiert.   Die selbstgemachte Zabaiglone und Sauce Hollandais sind traumhaft und auch Vanillepudding ohne Chemie und Milchreis ohne Anbrennen sind schnell und einfach gelungen.   Solche Gerichte konnte ich zwar auch schon vorher selbst herstellen, ABER im Alltag fehlt mir dafür häufig die Zeit und Lust.   Jetzt werfe ich einfach alle Zutaten in meinen Thermi und nach ein paar Minuten ist alles fertig.   Hier liegt für mich ein großer Vorteil gerade wenn man gerne aufwendig kocht.  Ich habe mit dem Thermi praktisch eine 5 Kochplatte und kann bei einem großen Menue die Suppe und/oder den Nachtisch ohne große Mühe parallel zubereiten.

Als nächstes werden wir wohl Aioli und  Risotto ausprobieren.

2) Dank Varoma  kann man in 30 Minuten ein ganzes Essen für 2 Erwachsene (gute Esser) und 2 Kinder auf den Tisch bringen.  

Hier war ich ja besonders skeptisch.  Erstens weil wir gerne große Potionen essen und vor allem weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass es wirklich gut schmeckt alles nur zu dämpfen.  Aber auch hier hat er bisher wirklich gute Arbeit geleistet.  Wir haben schon 2x Hackbälchen mit Reis/Kartoffeln und Gemüse gemacht und es war sehr gut.   Gedünstetes Huhn war auch gut und Fisch steht für nächste Woche auf dem Plan.    Der Vorteil ist eindeutig dass man wenn das Gerät befüllt ist  für 20-30 Minuten nichts mehr machen braucht und genug Zeit hat mit den Kids in Ruhe die Hausaufgaben zu kontrolieren oder eine Runde zu spielen.  Wenn man möchte kann man auch fast die gesamte Vorbereitung (zerkleinern, anbraten ….) mit dem Thermi machen und spart daher beim Abwasch.  Wobei  wir eine Spülmaschine besitzen und der Varome dort mindestens soviel Platz einnimmt wie 2-3 kleine Töpfe.

Für mich wird er wohl vor allem Abends nach der Arbeit im Einsatz sein, wenn ich lieber noch Zeit mit den Kids verbringe als in der Küche zu stehen, oder wenn noch andere Aufgaben nebenbei erledigt werden können.  Am Wochenende werde ich wahrscheinlich auf Dauer eher „klassisch“ kochen, weil ich das Rühren und beobachten bei genug Zeit als Entspannung empfinde.

Die Werbung mit 20 Minuten und fertig  ist jedoch geschönt, denn schälen und  vorbereiten muss man das Essen natürlich immer noch, ich werde aber auch mal probieren wie es mit TK- Gemüse klappt, dann geht es vielleicht sogar noch schneller.

3) Gesünder und frischer kochen

Auch das klappt bisher recht gut.  Wir sind alle keine großen Obstesser und mit dem Thermi kann man hervorragende Smothies zubereiten.   Hier werde ich auf jeden Fall schwach, weil ich diese sehr gerne trinke.  Und die Kinder sind auch eher dazu zu bewegen 1 kleines Glas Smothie zu trinken als 1-2 ganze Obststücke zu essen.

Man kann auch Rohkost und ähnliches mit dem Gerät machen, hier habe ich bisher nur 1x Salat aus Rote-Bete und Schafskäse gemacht.  War super, aber ich glaube realistisch nicht, dass wir jetzt zum Rohkostfans werden, aber es geht deutlich schneller und so zählt zumindest die Ausrede „keine Zeit zum schnippeln“ nicht mehr.

Und für mich ein riesen Vorteil, gerade die beliebten Events in Schule und Kiga  zu denen alle Eltern einen Salat mitbringen sollen werden hier deutlich entspannter.  Einfach Zutaten in den Topf kurz mixen und fertig.  So hat man in unter 5 Minuten einen Rohkostsalat oder einen Dip zu mitbrigen.    Und nie mehr ein schlechtes Gewissen „nur etwas fertiges“ mitzubringen.

4)  Günstiger kochen

Klappt nur sehr bedingt, weil man für leckeres Essen eben auch gute Zutaten braucht.  Wenn ich die Preise für Obst und fertige Smothies vergleiche spare ich nicht wirklich viel und auch bei vielen anderen Gerichten  ist der Effekt eher gering.  Aber das war auch nicht  wirklich meine Erwartung.  Nur die Rechnung auf den Parties wieviel man pro Monat sparen kann und damit die angebotene Finanzierung „kein Problem“ ist finde ich gefährlich.  Hier wird Leuten etwas verkauft für das sie eigentlich kein Geld haben.   Und auf Dauer wird man wohl auch kaum komplett vom Herd auf den Thermi umsteigen.   Daher keine Wunder bezüglich des Ersparnis erwarten.  Am ehsten spart man wohl beim Brot backen, aber da anschließend im Ofen gebacken wird ist auch hier der Strom im Vergleich zum Backautomaten höher.

5) Andere Geräte ersetzen oder überflüssig machen

Wenn man noch nich viel Küchenausstattung hat kann der Thermomix sicher die Anschaffung einiger Geräte ersetzen, ABER wer hat schon Anfang 20 soviel Geld übrig um ein solches Gerät zu kaufen.   Und er kann zwar vieles, aber bestimmte Dinge gehen mit anderen Geräten doch noch besser.

Er ersetzt für mich ziemlich perfekt:

– Kaffeemühle  wenn man nicht gerade für einen Siebträger mahlen möchte.  Für Esspressokanne und aufbrühen von Hand ist es prima.

– Eine Getreidemühle wenn man nur gelegentlich mal ein paar Körner mahlen möchte.  Er kann aber natürlich keine Flocken und ähnliches.

– einen Brotbackautomaten wenn man die etwas höheren Kosten durch  das Backen im Backofen in Kauf nimmt.

– einen Multizerkleinerer um Kräuter, Zwiebeln und Nüsse  …. zu zerkleinern.

– Einen Mixer für Shakes und Suppe

– Einen Dampfgarer  wenn man nur für 1-4 Personen als Beilage garen möchte.   Mit einem Einbaugerät das auch Dampfbacken kann ist er natürlich nicht zu vergleichen.

Nur bedingt ersetzt er:

– Eine echte Küchenmaschine.  Da Sahne schlagen,  Teig kneten und ähnliches  zwar möglich sind, aber entweder kompliziert oder nur in kleinen Mengen (bis 500g Mehl).   Wenn man nur hin und wieder für einen Kuchen einen Teig machen möchte ist der Thermi sicher ok, aber wer regelmäßig mit mehreren Schüsseln an der Küchenmaschine arbeitet  müsste sich umstellen.

– Eine Eismaschine ist er nicht.  Man kann zwar Eis machen, aber das geht mit meiner Eismaschine der Küchenmaschine deutlich einfacher und schneller.  Aber auch hier wer nur ab und zu mal diese Funktion nutzt wird  zufrieden sein.

– Einen Pürierstab, da man nicht mal eben im Topf etwas pürieren kann.

 

6) Suppe  kochen

Hier kommt es auch darauf an, was man machen möchte.  Er kann ca. 2 Liter Suppe  mit sehr wenig Vorbereitung   in kurzer Zeit allein Kochen und nach Bedarf auch gleich pürieren.   Ich habe schon Gemüsesuppe und   Hühnersuppe (war überrascht das es geht)  ausprobiert und war sehr zufrieden.      Besonders die Hühnersuppe aus Flügeln war in einer Stunde fertig und ist super als Notfallrezept bei Grippe.  Nur eben das Gemüse zerkleinern (inkl. schälen vielleicht 10 Minuten) und dann mit Wasser, Gewürzen und Fleisch für 1 Stunde kochen lassen und fertig.    In der Zeit kann man schon wieder mit Fieber ins Bett 🙂

Wenn ich aber Rinderbrühe auf Vorrat kochen möchte, werde ich wohl auch weiterhin meinen 12l Topf auf dem Herd nehmen damit sich der Aufwand lohnt.   Aber für die schnell Suppe zwischendurch ist er super.

8)  Backen

Da wir einen Brotbackautomaten und eine gute Küchenmaschine besitzen habe ich die Teigfunktion eigentlich nicht als besonders wichtig empfunden.

ABER Brötchen aus dem Thermi sind die Entdeckung der Woche für mich.   Super lecker und vor allem extrem schnell fertig.    Während unser Backautomat immer mindestens 2 Stunden braucht um einen Teig zu produzieren kann man im Thermomix in 3 Minuten Hefeteig herstellen der sofort  in den Ofen kann.  So ist es möglich Baguette und Brötchen in ca. 35 Minuten ofenfrisch auf den Tisch zu bekommen.

Brote werde ich wohl auch weiterhin eher mit dem Backautomaten und Fertigmischungen backen, aber für Sonntagsbrötchen oder Baguette zum Käsefondue ist der Thermis eine echte Alternative.

7) Sonstige  Erkenntnisse:

– Er kann super Kochkäse produzieren

– dank diverser Brotaufstriche wird wohl unser Konsum von Wurst und Käse in den nächsten Wochen zurück gehen.

–  man kann in 10 Minuten gebrannte Mandeln machen die auch unsere kleine Allergiehexe essen kann.

– Mandelmus das es sonst nur im Reformhaus gibt ist in 30 Minuten selbst gemacht und schmeckt mit Honig und Butter super auf Brötchen

– Wenn er unter Küchenschränken steht  mus man aufpassen, da im Kochmodus viel Dampf austritt und das Funier angreifen kann

– Die integrierte Waage ist praktisch, aber nicht so genau wie eine klassische Küchenwaage.  Aber bisher hat es vom Ergebniss immer gepasst.

– Die Reinigung ist überraschend einfach wenn man wirklich direkt nach dem Kochen den Topf mit Spüli für 30 Sekunden laufen läßt und am Abend alles 1x in die Spülmaschine packt.

– Man muss sein Einkaufsverhalten umstellen.  Wir brauchen zur Zeit sehr viel mehr:  Butter, Eier,  Schmand, Mehl,  Gemüse und ähnliche Basics und dafür weniger noch Aufschnitt,  fertig Produkte ….

 

 

 

Weihnachtstherapie

Dezember 1, 2010

Ich habe ein neues altes Hausmittel gegen Stress und Vorweihnachtsfrust gefunden.  Ich stürze mich einfach mit Begeisterung in den Weihnachtstrubel.  Und zwar ganz egoistisch so wie es für mich und die Kinder am besten passt.

Zuerst bin Ich heute Mittag ganz in Ruhe durch den Supermarkt geschlendert und habe die Nikolaus und Wochenendeinkäufe getätigt. Denn auch wenn wir nicht da sind, muss ja Nimmersatt auch was haben.  Und dabei bin Ich am Lind Regal vorbei gekommen.  Hatte Ich schon erwähnt, dass Ich Lind Weihnachtsschoki liebe und praktischer Weise Lind fast die einzige Firma ist, die Erdnussfreie Weihnachtsprodukte anbietet.

Am Nachmittag habe Ich dann mit  Olga und den Kindern angefangen Plätzchen zu backen. Diese Tradition kannte sie von zu Hause nicht, aber sie hat ihr gut gefallen. Zuerst haben wir  Kokosmakronen gebacken.  Ich musste ziemlich kämpfen um überhaupt noch Kokosflocken in die Plätzchen zu bekommen. Unsere kleine Raupe Nimmersatt mag nämlich Kokos „Ist meine Liebste Sache“ genau wie Cornflakes, Nutella, Fleisch, gebratener Speck, Salami ……

Alle hatten richtig Spaß und die Plätzchen sind super geworden. Die Kinder sind schon eine richtige Hilfe. Sie haben Makronen aufs Blech gesetzt und geholfen den Puderzucker zu sieben.

Da Ich also  arbeitslos war, habe Ich in einem Anfall von Übermut noch eine Runde Zimtsterne hinterher gebacken. Ich liebe Zimtsterne und Ich kenne noch eine Person, die sich jetzt aufs Wochenende freut .   Hallo liebstes Schwesterchen 🙂

Nach dem Backen haben wir den Adventskranz angemacht ein paar Lieder mit Blockflöten Begleitung gesungen und entschieden das Adventsfenster ausfallen zu lassen. Es ist einfach zu kalt und Ich will kein Risiko eingehen, dass noch ein Kind vorm Wochenende krank wird.

Und was soll Ich sagen, trotzdem habe Ich es noch geschafft meinen Unterricht vorzubereiten, meinen Blog zu füttern und bin viel besser drauf als vor 48 Stunden.

Kleine kranke Hexe und Prinzessinen Suppe

November 4, 2010

Heute wurde Ich  von Olga mit einem leckeren Bortsch überrascht.  Sogar die Kinder mögen die Suppe, da sie leicht rosa ist und als Prinzessinnen Suppe verkauft wurde 😉  Besonders gefreut habe Ich mich, dass Olga trotzt 9 Stunden kleine kranke Hexe betreuen noch eine so leckere Suppe gekocht hat und mich mit bester Laune auf dem Sofa begrüßt hat.  Kleine Hexe und Sie haben das komplette Heidi Buch vorgelesen und Olga ist ganz stolz, dass sie fast alles verstanden hat.  Und die kleine Hexe ist glücklich, dass sie so ein tolles Au-Pair hat.

Sie wollte selbst da keinen Feierabend machen, sondern hat noch begeistert weitergelesen.  Und heute Abend wird sie dann versuchen ihr PTP in den Griff zu bekommen und mit dem Nachbar Au-Pair die erste Busfahrt in den Sprachkurs wagen.

Faule Gastmutter

September 27, 2010

Heute komme ich um 15.00 Uhr von der Arbeit nach Hause und was erwartet mich?

(more…)

Kleine Raupe Nimmersatt

September 12, 2010

Unser Au-Pair hat ja bis jetzt einen Traumstart hingelegt und auch das Wochenende hat sie trotzt Überstunden und angeschlagenen Kids super gemeistert. Es gibt daher auch eigentlich nichts zu meckern. Aber ein Punkt muss hier einfach mal raus.

Ich glaube unser Au-Pair ist mit der kleinen Raupe Nimmersatt verwandt. Es ist unglaublich was sie an Lebensmittelmengen vernichten kann.  Alle unsere APs haben am Anfang entweder fast gar nichts oder eher viel gegessen. Und zweites war mir immer lieber, weil kein Appetit häufig ein Zeichen von Heimweh und nicht wohlfühlen ist.

Daher habe ich die Lust am Essen unserer Olga auch als typisches „Sie ist neugierig auf unsere Küche/Lebensmittel und genießt es neues zu probieren“ zurück geführt. Aber nach gut 4 Wochen muss Ich sagen, sie ist einfach gefräßig.  Und dass von mir, die auch gerne und große Mengen ißt. Wir sind bestimmt keine Familie die am Essen spart oder Essen rationiert. Eher im Gegenteil. Ich kaufe gerne und viel ein und bin auch bereit für gutes Essen viel zu bezahlen.  Aber im Moment haben wir einen Verbrauch an Lebensmitteln unglaublich. Sie ißt uns wirklich die Haare vom Kopf. Ich kaufe Montags Brot, 4 Liter Milch und 4-5 Päckchen Aufschnitt und am Dienstag Abend ist alles weg. Sobald ich Süssigkeiten kaufe sind sie weg und unsere Vorräte an Cornflakes, Mayo und Ketschup, die sonst regelmäßig schlecht werden, sind auch im Wochentakt leer.

Ein typischer AP Speiseplan:

Frühstück:

1-2 große Schalen Cornflaks gemischt (2-5 Sorten)

1-2 Brote mit Butter 1cm + Marmelade 2 cm

1-2 Brote mit Butter + 3-4 Scheiben Wurst/Käse

Yoghurt

1 Tasse Kakao, 1 Tasse Kaffe + Saft

und zwar nicht als Alternative sondern alles jeden Morgen !!!!!

Zwischen Mahlzeit

1-2 Nuttellabrote daumendick  Nuttella und Butter

Mittagessen:

1-2 Teller Hauptgericht+ Ketschup/Mayo wenn wir nicht gemeinsam essen 😉

1-2 Brote siehe Frühstück

Zwischen Mahlzeit 2

Obst, Brote, Kuchen was halt da ist.

Abendbrot:

1-4 Brote sieh Frühstück

Cornflakes

Yoghurt

Abends:  1 Tüte Gummibärchen

Sie ist jetzt vier Wochen hier und hat schon über 4kg zugenommen. Aber es stört sie überhaupt nicht. Sie kann es sich auch erlauben, aber so langsam mache ich mir Sorgen.  Ich weiß nur nicht ob und wenn ja wie Ich das Thema ansprechen soll. Ich freue mich ja, dass es ihr schmeckt und will ihr ja nicht das Essen verbieten, aber auf der anderen Seite geht es nicht nur ziemlich ins Geld (pro Woche 1-2 Päckchen Butter, 2 Gläser Marmelade, 1-2 Pakete Cornflakes, Süssigkeiten (habe ich schon reduziert) und Mengen an Aufschnitt die sonst 1 Woche gereicht haben sind jetzt nach 1,5 Tagen weg.), sondern ist ja auch für sie auf Dauer nicht gesund. Habe ja schon Ansagen zum Thema Junk Food (Toast, Mayo, Ketschup) gemacht und sie hält sie wenn die Kinder dabei sind auch ein, aber ich merke es deutlich auf meinem Haushaltskonto.  😦

Hausarbeit

Februar 3, 2010

Hausarbeit gehört für Familien und für Au-Pairs zum Alltag leider einfach dazu.  Was aber immer wieder zu Unmut und Spannungen führt ist die Frage was ist „leichte Hausarbeit“ die von einem Au-Pair erwartet werden kann.  Denn da sind die Sichtweisen oft sehr verschieden. Ich kann mich noch gut an meine eigene Au-Pair Zeit erinnern und den Frust wenn ich mal wieder das Gefühl hatte die einzige zu sein, die in dieser Familie aufräumt, putzt …   Heute sehe ich das mit etwas Abstand zwar auch aus Sicht meiner damaligen Familie, aber es war schon oft so, dass ich mich in den USA eher als Hausangestellte gefühlt habe und nicht als Teil der Familie.  Auf der anderen Seite habe ich viele Kleinigkeiten nicht gesehen, die meine Gasteltern so nebenbei erledigt haben.

Bei uns war es in den ersten Jahren mit Au-Pair so geregelt, dass wir eine Putzfrau hatten die 1-2x in der Woche gekommen ist und die Grundreinigung + Fenster + Keller übernommen hat. Da ich zu dieser Zeit beruflich sehr eingespannt war und unsere Au-Pairs zwei Kleinkinder/Babys zum Teil gleichzeitig zu betreuen hatten war für uns klar, dass sie mit zusätzlichen/gleichzeitigen putzen, staubsaugen …  überfordert gewesen ist und Ich durch den Beruf auch keine Zeit Lust hatte noch zu putzen, sondern meine freie Zeit lieber mit  den Kindern verbracht habe.  Das einzige was ich an Hausarbeit delegiert habe war zu dieser Zeit die Kinderwäsche und das Aufräumen in der Küche nach den Mahlzeiten. Wäsche konnte entweder in den Mittagsschlafzeiten gefaltete und  gebügelt werden oder Abends vor dem TV. Das konnten die Au-Pairs selbst entscheiden.  In dieser Zeit sind auch die 30 Stunden jede Woche immer mit Kinderbetreuung voll gewesen .  

Als letztes Jahr beide Kinder einen Platz im Kindergarten bekommen haben und unsere Putzfrau sich immer mehr zur Katastrophe entwickelt hat wurde es Zeit unseren Alltag umzustellen.  Unser damaliges Au-Pair machte den Vorschlag einige Aufgaben zu übernehmen, wenn wir ihr im Gegenzug ein teureres Busticket bezahlen. Den Vorschlag fand ich mehr als fair. Denn es war für uns beide eine WinWin Situation.  Sie hat am Vormittag ,wenn die Kinder im Kiga und wir auf der Arbeit wahren, in Ruhe das Haus in Ordnung gebracht (Kinderzimmer, Gemeinschaftsräume, Küche und Kinderbad) und unsere Wäsche gebügelt und ich habe an meinem freien Tag Badezimmer, Schlafzimmer und Keller übernommen. Was soll ich sagen wir haben das Chaos gut in den Griff bekommen. Und wir  hatten auf einmal das Gefühl eine echte Haushälterin zu haben. Die Wohnung war so sauber wie schon lange nicht mehr. Es ist ein tolles Gefühl am Mittag in ein aufgeräumtes, gestaubsaugtes Haus zu kommen. 

Da das so gut gelaufen ist, haben wir dann gerne die Kosten von ca. 65€ die für das zusätzliche Ticket fällig wurden jeden Monat gerne übernommen und auch mal auf 70€ aufgerundet. Das war für uns immer noch etwas günstiger als eine Putzfrau und viel viel  bequemer. Und unser Au-Pair war auch glücklich, weil sie viel mehr in ihrer Freizeit machen konnte.  

Überstunden sind durch die Putzarbeiten so gut wie nicht angefallen, da der Kindergarten ja einen großen Teil der früheren Betreuungszeit abdeckt. Wir haben im Moment ungefähr 1/3 Hausarbeit und 2/3 Kinderbetreuung. Ich plane immer so ca. 2-3 Stunden am Morgen für Kinder zum Kiga fertigmachen,  aufräumen, bügeln, staubsaugen … ein.  Der Rest der Stunden geht dann für Kinderbetreuung an den Nachmittagen oder mal Abends drauf.

Die Putzstunden verteilen sich aber ungleichmäßig über die Woche. Wie unsere Mädchen sich das einteilen ist erstmal ihre Sache solange die Wohnung in Ordung ist und alle noch saubere Kleidung im Schrank haben. In der Regel klappt es auch gut. Manchmal muss man aber erinnern doch mal zu bügeln wenn sich auf einmal 4 Körbe im Au-Pair Zimmer stapeln.

Bin mal gespannt wie es im Sommer weitergeht. Ich habe dem neuen Au-Pair unseren Arbeitsplan ja geschickt und sie findet es ok, das der Anteil an Hausarbeit relativ hoch ist. Aber ich finde es auch wichtig, dass mindestens die Hälfte der Zeit doch Kinderbetreuung ist. Denn ein Au-Pair ist für mich bei aller Hilfe im Haushalt keine Hausangestellte sondern Familienmitglied auf Zeit. Und das bedeutet sie sollte nicht das Gefühl bekommen für den ganzen Haushalt zuständig zu sein. Daher fallen für mich Dinge wie Keller, Elternbad und Schlafzimmer putzen nicht in den Au-Pair Aufgabenbereich.  Die Wäsche wasche ich immer am Wochenende und meinem freien Tag selbst und hänge sie auch auf und unser Au-Pair legt zusammen und macht die Bügelwäsche.  Kochen, einkaufen mache eigentlich immer wir Eltern, aber wenn unser Au-Pair möchte kann sie natürlich auch mal gerne etwas für uns kochen.  Und wenn es stressig wird, weil zum Beispiel ein oder zwei Kinder krank zu Hause liegen, dann ist die Hausarbeit eben Nebensache.  

Wichtig finde ich nur vorher klar und ehrlich mit dem Au-Pair zu sprechen was man als Familie erwartet und was für sie an Aufgaben ok ist. Denn sonst gibt es auf beiden Seiten viel Unzufriedenheit.  Ich versuche gerade am Anfang auch die Aufgaben des Au-Pairs gemeinsamzu erledigen, damit wir beide ein Gefühl bekommen wieviel Zeit man selbst aber auch das Au-Pair  dafür braucht.  

Und „extra Zahlungen“ wie ein teures Busticket (das in den nächsten Ort zahlen wir immer) gibt es eben immer dann wenn ein Au-Pair überdurchschnittlich gut ist und ich nicht ständig seine Aufgaben mitmachen muss oder jede Bitte zu Helfen mit einem langen Gesicht quittiert wird. Aber bisher hatten wir da zum Glück selten Probleme.  Ähnlich sehe ich auch die 10€ oder eine Aufladung fürs Handy extra die ich manchmal gebe wenn eine stressige Woche mit vielen Planänderungen, kranken Kinder, häufigen Verspätungen durch uns Eltern ohne Probleme gut gelaufen ist. Es ist einfach eine Wertschätzung und ein Dankeschön. Keine eigentliche Bezahlung. Denn Überstunden versuche ich möglichst zu verhindern, oder zeitnah auszugleichen.

Wir haben bei unserem neuen Au-Pair für Sommer von der Busregelung auch noch nichts erzählt, da „leichte Hausarbeit“ zu den Aufgaben eines Au-Pairs dazu gehört und solange die 30 Stunden nicht überschritten werden auch nicht als extra Arbeit zählen. Daher ist das Busticket ein Privileg, welches man auch wieder verlieren kann.  Und meine Erfahrung zeigt, das etwas was man als Bonus bekommt viel mehr geschätzt wird, als etwas auf das man glaubt ein Anrecht zu haben. Und ich möchte eben auch die Möglichkeit haben wenn es nich klappt wieder auf eine Putzfrau zu wechseln. Daher lasse ich mich überraschen wie es im Sommer läuft.

Au-Pairs auf Reisen Teil 2 oder Ich kann hellsehen

Januar 17, 2010

Ok meine Prognose war mal wieder ganz gut.

Gestern Abend kam ein glückliches Au-Pair gegen 20.00 Uhr nach Hause.  Auf meine Frage wie es in Essen gewesen sei, kam die übliche Erklärung. Äh, Ja, Äh Essen sei dann doch zu kompliziert gewesen. Der Taxibus sei auch diese Woche genau wie die 10mal davor nicht gekommen.  Ein Zusammenhang mit der fehlenden Anmeldung per Telefon ist natürlich rein zufällig Ironieoff.  Sie ist dann einfach mit dem nächsten Bus in die nächste Uni-Stadt gefahren und hat dort 3 andere Au-Pairs am Bahnhof kennen gelernt.   Spannende Frage wo wollten die eigentlich hin. Sie hatte wohl auch so ein schönes Wochenende. 

Nett finde ich ja mal, das sie uns nicht gefragt hat ob wir sie mal eben zum Bahnhof fahren. Wir hätten ja Besuch gehabt. Zwar hätten sich der Opa und der Gatte sicher gerne geopfert das Oma, Mutter, Schwesterliche Kaffeegespräch zu verpassen, aber sie wollte höfflich sein und das ist total lieb.  

So jetzt werde ich mal Frühstück für meine Meute machen. Hier stehen 2 Kinder die lautstarkt Frech Toast fordern. Das ist ein Überbleibsel meiner Au-Pair Zeit. In meiner Gastfamilie dort gab es das jedes Wochenende im Wechsel mit Pancakes.  Für alle die es mal probieren wollen es geht super einfach und bisher fanden es auch alle Besucher Kinder sehr gut.  Aber Achtung Suchtgefahr.

French Toast

2 Eier

120ml Milch (besser Kaffemilch oder Sahne)

1-2 EL Zucker (besser Vanillezucker)

verquirlen mit einer  Gabel oder Schneebesen 

dann große Toastbrotscheiben (bei viel Zeit vorher Rinde entfernen) zu Dreiecke halbieren und durch die Eiermischung ziehen.

Dann in einer Pfanne mit Butter von beiden Seiten goldgelb bis hellbrauch braten.

Warm mit Ahornsirup, Marmelade oder Nuttella an die Kinder verfüttern.

Guten Appetit


%d Bloggern gefällt das: