Posts Tagged ‘Kranke Kinder’

Lazerett Wochen und schlechtes Gewissen

Juni 25, 2013

In den letzten 3 Wochen haben wir es geschafft jeden Tag mindestens 1 Familienmitglied krank zu Hause zu haben.  Das sind die Wochen, wo ich manchmal ein AP wirklich vermisse.

Zuerst hat die große Hilfe angefangen und ist mit hohem Fieber aus der OGS gekommen.  Die jedoch nicht sofort angerufen hat, sondern die kleine Patientin erstmal auf ein Sofa zum ausruhen gelegt hat und sie dort liebevoll bemuttert hat.  Und ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich an dem Tag noch Konferenz hatte und länger gearbeitet habe als normal.

Am Abend war klar, so kann sie nicht in die Schule, also musste eine Betreuungslösung für die nächsten Tage her.  Ich hatte sofort 2x ein schlechtes Gewissen, weil ich unser Kind nicht selbst betreuen kann und weil ich Fr. Reinlich bitten muss am nächsten Tag länger zu arbeiten.

Zum Glück ist Fräulein Reinlich zur Stelle gewesen und hat die nächsten 2 Tage Überstunden geschoben und stundenlang Mensch-Ärgere-Dich nicht gespielt.

Tag 3 und 4 hat die Oma übernommen (auch hier schlechtes Gewissen weil die Oma sich ja anstecken könnte)  und Tag 5 war wieder ein regulärer Arbeitstag von Fr. Reinlich.  So haben wir die erste Woche gut überstanden und das Kind wirkte auch wieder fit.

Passend zur nächsten Woche war jetzt aber die kleine Hexe mit Bindehautentzündung und Fieber krank.  Also bin ich für einen Tag zu Hause geblieben um mit ihr zum Arzt zu gehen und dann wurde das Programm der letzten Woche wiederholt.  Mit natürlich schlechtem Gewissen weil man für Kind 1 nicht zu Hause geblieben ist und schlechtem Gewissen, weil ich mich den 2. Tag dieses Jahr Kinderkrank gemeldet habe.

Und obwohl die gesamte Zeit  objektiv gut geklappt hat, die Kinder gut betreut waren und alles lief, hatte ich also  ständig ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht die ganze Zeit für die Kinder da sein konnte, weil ich Fr. Reinlich und die Oma belastet habe, weil ich an der Schule nicht 110% leisten konnte.  Und dieses schlechte Gewissen wurde zum Teil auch von außen befeuert.  Die armen Kindern, deine armen Kollegen,  Fr. Reinlich muss aber auch hart bei euch arbeiten.

Und gerade in diesen 2  Wochen konnte auch der Papa nicht einspringen, weil in seiner Abteilung auch alle entweder im Urlaub, krank oder auf Forbildung waren.

Zum Glück hatte ich Fr. Reinlich in den Wochen vorher einige Tage Sonderurlaub gegeben, so dass wir jetzt genug Tage hatten um die Überstunden auszugleichen.

Am letzten Krankentag der kleinen Hexe war dann mein erster Tag mit Fieber und Halsschmerzen. Super.  Also konnte ich mich jetzt krankmelden.  Nach dem Wochenende dachte ich eigentlich es geht wieder, aber unsere neue Vertretungsplanung hat ein super Konzept.  Wer krank war wird mit extra vielen Vertretungsstunden belohnt.

Und nach 2 Tagen voller Vertretung in lauten Klassen war meine Stimme komplett weg und dafür das Fieber wieder da.  Super, besonders motivierend waren dann auch die Sprüche von Kollegen „Na Kinder wieder fit“.   Das ich nicht wegen der Kinder sondern eigener Krankheit gefehlt habe wollte wohl keiner glauben.  Ob diese Fragen wohl auch unseren Männern gestellt werden von denen einige auch schon länger fehlen?   Egal nach weiteren 2 Tagen in denen ich versucht habe mit Arbeitsblättern und Filmen zu überlegen ging nichts mehr und jetzt bin ich seit fast 1,5 Wochen krank zu Hause.

Meine Stimme kommt langsam zurück und ich habe für mich etwas wichtiges gelernt.  Es lohnt sich nicht sich krank zur Arbeit zu schleppen.

1) Es schadet der eigenen Gesundheit sich krank zur Arbeit zu schleppen. (das war mir aber auch schon vorher klar)

2) Es wird einem nicht gedankt, sondern du bekommst noch blöde Sprüche  als ob die Tage vorher „Urlaub“ oder „Blau machen“ waren.

3) Erzähle möglichst nicht, wenn deine Kinder krank sind.  Wenn du dich dann selbst ansteckst wird dir unterstellt du machst krank um sie zu pflegen.

4) Klare Ansagen sind zwar nicht nett, aber sie helfen.  Nachdem ich mich über die vielen Vertretungen beschwert habe ging es auf einmal auch ohne.

5) Trozt dummer Sprüche und schlechtem Gewissen ruhe ich mich meistens aus und nutze die Zeit nicht um alle Dinge zu erledigen die liegen geblieben sind.

Und jetzt sitze ich zu Hause und kuriere mich aus und habe dabei schon wieder ein schlechtes Gewissen. Den Kollegen gegenüber die für mich Vertretung machen müssen,  den Schülern gegenüber die ihre Noten nicht mehr mit mir besprechen können, meinen Kindern gegenüber die ich in der OGS lasse, obwohl ich doch zu Hause bin, meinem Mann gegenüber der eigentlich auch krank ist und sich trotzdem zur Arbeit schleppt …..   t.

Und da wird mir klar, ich tappe gerade mal wieder in die typische „Frau“ fühlt sich für alle und alles verantwortlich Fall.   Und es ist verdammt schwer diese zu umgehen.

Besonders

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Vollzeitmütter + Vollzeitväter + Vollzeitkinder = Volle Kanne Familie :)

Oktober 29, 2012

Erstmal lieben dank an meine treuen Besucher.  Ich bin wirklich überrascht wieviele regelmäßige Besucher meinen Blog aufsuchen, obwohl ich ihn in letzter Zeit so vernachlässigt habe.  Aber hier merke ich wohl doch, dass mir die Zeit fehlt.

Wir haben die ersten  8 Wochen im Vollzeitmodus gut überstanden und bisher läuft alles rund und das Konzept 2x Vollzeitarbeit + OGS + Fr. Reinlich hat die ersten Feuertaufen überstanden.  Den Schritt auf die Volle Stelle ist also richtig gewesen.   Ich habe zwar einiges mehr an Vorbereitung, aber dank paraller Lerngruppen und  nach 5 Jahren auch schon einiger Ordner voller erprobter Materialien ist das bisher gut zu schaffen.  Da die Anzahl der Korrekturklassen gleichgeblieben ist habe ich hier außer dem Verlust des freien Mittwoch wenig Unterschied. Im Gegenteil mein Stundenplan ist besser geworden.  Ich habe fast jeden Tag um 13.00  und 1x um 15.00 frei  und kann so Nachmittags immer noch genug Zeit mit den Kindern verbringen.   Dank OGS habe ich auch die Chance noch einiges an Vorbereitung am Nachmittag vor der Rückkehr der Kids zu erledigen und habe so auch die Abende  teilweise frei.

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3x Schulstart

August 25, 2012

Jetzt hat der Alltag uns wieder.   Die Schule hat für alle wieder angefangen und schon nach 5 Minuten fühlt man sich als ob man nie weg war.   Dank neuer Schulleitung beginnt die Schule für Lehrer jetzt immer schon am Montag der letzten Ferienwoche damit wir in „Ruhe“ die Nachprüfungen organisieren können.

Als besonderes Highlight gibt es dann am letzten Ferientag die erste Lehrerkonferenz.   Für mich immer wieder ein gratis Kabarett.   Leider hat unsere Schule ein ziemliches Demokratie Defizit.   Nicht nur, dass die Schulleitung am liebsten geheime Abstimmungen verhindern möchte.   Nein ein Großteil der Kollegen findet es auch noch OK.  Denn das kostet doch nur Zeit.   Und bevor ich 5 Minuten länger bleibe gebe ich doch lieber ein paar grundlegende Grundrechte auf um mich dann über das fehlende Politikverständniss der Schüler aufzuregen.  Ironie off.
Nachdem wir gefühlte 120 Punkte von Begrüßung neuer Kollegen bis Berichte aus jedem „Und wenn du nicht mehr weiter weist, dann bilde schnell einen Arbeitskreis“ hat das ganze bereits 1 Stunde mehr als angekündigt gedauert.  Und dann kommt mein persönlicher Höhepunkt:  Verschiedenes.   Hier können sich dann nochmal alle Kollegen die vorher noch nicht genug gesagt haben in Ruhe über Nebensächlichkeiten aufregen,  bereits 3x per Mail, Aushang und Zetter bekannte Dinge wiederholen oder  einfach noch etwas sagen wollen was ihnen spannend erscheint.

Dann mit 1.5 Stunden Verspätung darf man endlich nach Hause und seinem Babysitter erklären, warum man selbst zwar Wert auf Pünktlichkeit legt und auch unsere Schulleitung auf die Einhaltung von Terminen pocht.  Es ihr aber im Gegenzug unmöglich ist wenn sie bei Konferenzen einen Endpunkt angibt diesen auch nur Annäherungsweise einzuhalten.

Die Einschulung der neuen Schüler war dann unspektakulär.  Hier ist nur jedes Jahr das gleiche Chaos.  Wer kommt ohne Anmeldung und wieviele mit Anmeldung kommen nicht.  Die ersten 1-2 Wochen sitzt man gefühlt jeden Tag in einer neuen Klasse.

Mein Start in die Vollzeitarbeit hat bisher gut geklappt auch wenn ich schon 2x die Betreuungszeit der OGS voll ausschöpfen konnte.  Und für alle die sich fragen woran man eine gute OGS erkennt?

1) Sie hat vom ersten Schultag an die komplette Zeit inkl.  Frühstücksbetreuung und Randstunden angeboten.

2) Sie fand es völlig ok, dass ich unseren Schulanfänger schon am Tag vor der Einschulung dort abgegeben habe.

3) Sie hat alle Eltern beim ersten Abholen  mit einem Glas selbstgemachter alkoholfreirer Bowle empfangen und uns einen guten Start gewünscht.

4) Die Kinder begrüßen einem zwar begeistert, aber mit der Frage ob sie noch ein bischen weiterspielen dürfen.

Und obwohl alles eigentlich super gelaufen ist und meine Pläne gut funktionieren, bin ich gestern Abend mit dem Gatten wie Tod um 9 Uhr ins Bett gefallen.  Denn nach 6 Wochen Urlaub fühlt sich der Alltag wie Marathon laufen an.
Nächste Woche kommt dann der beliebte Zettel und Termine Regen über uns.  Jede Institution gibt ihre Terminpläne, Klausurpläne,  Klassenpläne …. heraus und dann kommt die Zeit der Elternabende. Dann hängen Eltern an die Arbeits- und Hausarbeitsschicht noch eine 3 Schicht an.

Somewhere over the limit ……

Februar 9, 2012

Der Härtetest für unser neues Betreuungskonzept ist da.   Seit gut 2 Wochen ist hier im Wechsel immer mindestens ein Kind und/oder Elternteil krank.  Nachdem wir ja letzte Woche unseren Freund Noro zu Besuch hatten, ist jetzt seine gute Bekannte  Madame Bronchitis  zu Besuch.     Vielleicht hätte ich nicht so oft sagen dürfen, dass wir bisher einfach gut durch den Winter gekommen sind.

Die Zutaten für eine Super Woche für Berufstätige Eltern:

Man nehme

–  1-2 kranke Kinder am besten im Wechsel

– Mindestens 1 Konferenz oder alternativ ein schöner Elternsprechtag

2-3 Dienste des Gatten im Krankenhaus

Einen Schwimmkurs der 4 von 5 Abenden in der Woche blockiert

– 2 Kindergeburtstage

–  Für Mama wahlweise einen Arzttermin,  Verabredung mit einer alten Bekannten oder Treffen mit Kollegen zum Mittagessen

– und beruflichen Termin  zu einer völlig unpassenden Zeit nach Dienst für den Gatten damit es auch fair zugeht

Wenn man jetzt alles schön kombiniert und erhält man ein lustiges Überraschungspaket das keine Langeweile aufkommen lässt.

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Noro is back

Januar 31, 2012

Diese Woche hat es uns mal wieder erwischt.  Der Grund warum wir unter anderem fast 5 Jahre ein AP hatten.  Wir haben unseren alten Freund den Norovirus zu Besuch.   Bisher sind wir ja mehr als gut durch den Winter gekommen, aber irgendwann erwischt er jeden.   Es ist auch nicht wirklich festzumachen wer den Übeltäter mitgebracht hat.  Quellen haben wir ja mit Kiga, 2x Schule und Krankenhaus mehr als genug.  Die Kleine Hexe hat sehr arbeitgeberfreundlich den Anfang am Freitag Nachmittag gemacht und war am Sonntag wieder fit. Da war ich noch optimistisch, dass wir mit einem blauen Auge davon kommen.

Leider habe ich am Montag nachgelegt.   Während ich am Morgen noch überlegte ob ich nicht trotz  Bauchschmerzen und Schwindel    bis Mittag durchhalte, hatte mein Magen dann die Entscheidung gefällt.  Spätestens mit Erbrechen + Durchfall  ist an Unterrichten nicht mehr zu denken.   Also mit reichlich schlechtem Gewissen in der Schule angerufen.  Der Zeitpunkt war wie eigentlich immer ungünstig, da gerade viele Klassen auf Klassenfahrt sind und daher auch für mich schon mehrere Vertretungsstunden eingeplant waren.   Habe mich erstmal für 2 Tage krank gemeldet in der Hoffnung, das ich genau wie die kleine Hexe schnell wieder fit bin.

Den Montag habe ich dann mehr oder weniger zwischen Toilette und Bett verbracht und war sehr dankbar, dass die Kinder bis 16.00 Uhr in Schule und Kiga gut versorgt waren.  Ich musste also nur 1x schnell mit dem Auto zum Kiga und ein Kind abholen.  Der Abend war auch ok, Kinder haben doch ein Gespür wenn es den Eltern nicht gut geht 🙂

Die große Hilfe kam schon käseweis aus der Schule und hatte Abend keinen Hunger.  Da war mir mein Programm für die Nacht schon klar.  Ab 22.00 Uhr ging es mir etwas besser und der großen Hilfe richtig schlecht 😦    Nachdem wir bis 4.00 Uhr  3x das Bett umgezogen haben und 1x geduscht wurde es zum Glück ruhiger und wir konnten endlich schlafen.

Am Morgen habe ich dann die kleine Hexe schnell in den Kiga gebracht und mich dann mit der großen Hilfe auf die Couch gekuschelt und viel vorgelesen und Tee getrunken.  Ich scheine das gröbste überstanden zu haben und der großen Hilfe geht es auch schon ein bischen besser.   Zum Glück habe ich Mittwoch immer frei, so kann ich die große Hilfe noch einen Tag länger zu Hause lassen.    Und am Donnerstag sind dann bitte alle wieder fit.

Auch diese Krankenwelle haben wir also gut ohne AP überstanden.  Ich hatte vor solchen Situationen ja am meisten Angst als wir das Experiment „Leben ohne AP“ gestartet haben.  Bisher hat sich aber gezeigt, dass meine Angst vor vielen Kranktagen übertrieben war.    Und wenn die Kinder krank sind findet sich meist eine Lösung die ich so vorher gar nicht bedacht hatte.

1) Häufig stecken wir uns  in der Familie gegenseitig an, daher ist häufig auch ein Elternteil krankt und krank geschrieben und somit als  Betreuung zu Hause.  Diesen Zusammenhang hatte ich vorher so nicht mit eingeplant. Natürlich passt es nicht immer, aber häufig eben schon.  Klar war es mit AP angenehmer sich selbst auch mal für einen Vormittag ins Bett verziehen zu können und das AP hat vorgelesen, aber es geht auch so.  Und die Kinder genießen es von Mama oder Papa betüddelt zu werden und meist schläft man irgendwann gemeinsam nochmal ein.

2) Unsere Kinder scheinen sehr arbeitgeberfreundlich zu sein und sind eher am Wochenende / Mittwoch / Ferien krank.  So können wir sie ohne Probleme selbst betreuen. Auch hier hat man vorher nicht so darauf geachtet.  Und mit AP war ich auch viel eher bereit die Kinder mal auch mit nur leichten Schnupfen oder bei Noro Alarm im Kiga zur Sicherheit 1-2 Tage zu Hause zu lassen.  Jetzt geht das nicht mehr, aber es scheint keinem zu schaden.   Im Gegenteil die Kinder gehen gerne und wenn sie von sich aus nicht wollen, dann ist eben der Punkt erreicht wo unser Betreuungsnetz greifen muss.  Aber wirklich Fieber, Durchfall und fiese Erkältungen sind nicht so häufig wie befürchet.

3) Die Theorie, dass Kinder je älter sie werden weniger krank sind scheint  also wirklich zu stimmen.  Zumindest letztes Jahr hatten wir deutlich mehr Fehltage im Kiga.  Was aber auch damit zu tun haben könnte, dass damals umgebaut wurde und die Kinder wochenlang im kalten Keller spielen mussten.  Egal dieses Jahr läuft bisher viel besser und ich halte mit an das alte Motto: “ Nicht fragen, freuen!“

4) Unsere APs haben unsere Kids während ihrer Kranktage häufig zu gut betreut verwöhnt. Mit der Folge, dass die Kinder  fast gerne krank waren und man schon sehr genau hinschauen musste ob jemand wirklich krank war oder einfach mal wieder einen Tag allein mit dem Lieblings AP wollte 😉    Seit wir die Krankenbetreuung selbst mehr in der Hand haben und es im Krankheitsfall nicht mehr stundenlang TV, Süssigkeiten und PC schauen gibt, sondern Bettruhe und auch mal Langeweile angesagt ist, hat Kranksein deutlich an Reiz verloren.   Was natürlich nicht bedeutet, dass ich meine Kinder nicht bemutter, aber wer krank ist kann eben nicht in den Garten, Freunde treffen oder andere schöne Dinge tun.

4) Durch die Dienste meines Mannes, meinen freien Tag und unsere Putzfrau haben wir nur ganz wenige Tage die wirklich schwierig abzudecken sind und bisher hat es immer irgendwie geklappt. Wir sind jetzt ja über ein halbes Jahr ohne AP und haben noch keinen Kinderkrank Tag als Eltern nehmen müssen.  Bisher hat es immer geklappt.   Und neben dem normalen Betreuungsnetz haben wir ja zum Glück auch noch eine nette Oma die im Notfall gerne einspringt.  Das hat sich auch schon 2x gemacht als ein Kind länger erkältet war.

 

 

 

 

Das Maulhuhn mit Neuralsäge ist wieder da

November 4, 2011

Jetzt fragen sich wahrscheinlich einige was bitte ist ein Maulhuhn?  Und wie funktioniert eine Neuralsäge?  Tja die Antwort ist einfach:

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1 2 3 im Sauseschritt

Juni 22, 2011

läuft unsere Zeit als AP Familie ihrem Ende zu.   Wie immer kann man am Schluss kaum fassen, dass schon wieder 12 Monate vorbei sind.   Ist es wirklich schon so lange her, dass wir Olga vom Flughafen abgeholt haben?  Das wir uns von unserem damaligen AP verabschieden mussten?

Ja ist es und wie immer am Ende fängt die Zeit an zu rennen.   Und seit gut einer Woche haben auch unsere Kinder wirklich verstanden, dass Olga bald gehen muss.   Und das zeigt Wirkung.  Die kleine Hexe macht mal wieder ihrem Namen alle Ehre und ist zickig wie schon lange nicht mehr.  Sie ist wie ein kleiner Vulkan. Bei der kleinsten Verstimmung wird explodiert.  Und sie ist mega eifersüchtig auf jede Minute die ihre Schwester mit unserer Olga allein verbringen darf.    Und sie schläft schlechter und hat sogar wieder 2x ins Bett gemacht.  Auch das hatten wir häufiger rund um einen Wechsel.

Typisch kleine Hexe hat sie das natürlich noch nichts von wegen „Ich bin traurig das Olga geht“ gesagt.  Aber sie gibt uns Zeichen.  Zum Beispiel steht sie oft vor dem Bild unseres letzten APs und sagt ganz traurig.   Sie ist auch schon sooooooo lange weg.  😦
Die große Hilfe  wird nicht wütend wie ihre Schwester, sondern sie wird anhänglich.  Und passend zur Situation erstmal für ein paar Tage krank.  Sie hat es sehr genossen, nochmal 2 Tage von Olga nach allen Regeln der Kunst verwöhnt zu werden.  Olga hat ihr stundenlang vorgelesen und sich mit ihr und unser Bett gelegt und gekuschelt.   Was die Eifersucht der Schwester nicht gerade positiv beeinflusst hat 😉 .

Neben dieser totalen Anhänglichkeit und leichter Regression in Bereich Sprache.  Unser großes Schulkind redet seit ein paar Tagen bevorzugt wie ein Baby wird sie aber auch manchmal ziemlich gemein gegen Olga.  Auch das typische Zeichen des nahen Abschieds.  Gestern hat sie ihr gesagt :  „Du bist verfressen und Mama und Papa freuen sich wenn du weg bist !“

Wir haben also zum ersten Mal die Situation, dass unser Kind uns in eine ziemlich peinliche Situation gebracht hat.  Denn so haben wir definitiv nicht gesagt, wobei sie inhaltlich ja nicht unrecht hat.  Ich habe schon das ein oder andere Mal geflucht, wenn ich mal wieder vor leeren Lebensmitteltüten  stand.   Wir haben dann aber erklärt, dass es unhöfflich ist Olga sowas einfach ins Gesicht zu sagen und auch Eltern manchmal Fehler machen.   Ab jetzt müssen wir also doppelt aufpassen was wir vor den Kids erzählen.

Olga hat den Zwischenfall zum Glück nicht zu schwer genommen.  Sie hat wohl auch erkannt, dass ein Körnchen Wahrheit darin lag und wir haben ihr das ja er hofftenlich höflicher auch schon einige Male selbst gesagt.

Man merkt aber bei allen Beteiligten, dass langsam aber sicher Wehmut aufkommt und man anfängt die stressigen und nicht so schönen Phasen im AP Jahr zu vergessen und an die schönen und witzigen Zeiten zu denken.

Ich merke auch, dass so langsam der Respekt vor dem Leben ohne AP zunimmt.  Denn gerade diese Woche mit krankem Kind haben mal wieder sehr deutlich gezeigt, dass in so einem Fall ein AP einfach toll ist.  Olga hat mit soviel Liebe und Fürsorge für unsere große Hilfe gesorgt, dass ich wirklich ohne schlechtes Gewissen arbeiten gehen konnte.  Und das wird uns ab Sommer bestimmt fehlen.

 

So möchte ich auch gerne leben..

Juni 11, 2011

Bekomme ich  häufig von Schülern gesagt.  Ähnliche Bemerkungen machen  gerne auch APs und  Bekannte  ….   :  „Du hast es einfach nur gut.“   „Dein Leben möchte ich auch haben“     „Bei euch klappt aber auch alles“

Solche Äußerungen bringen einen dann dazu über das eigene Leben nachzudenken und  von außen betrachtet haben die Leute recht.

 

Ich habe meinen Traummann geheiratet und wir führen eine glückliche Ehe,  wir haben 2 tolle Kinder zusammen bekommen, leben in einem großen schönen Haus, haben  tolle Großeltern,  großartige Patentanten und liebevolle Tanten und Onkel.   Ich habe einen Beruf der mich ausfüllt und der mir jeden Tag neue Herausforderungen bietet,  meine Kinder haben sich bisher toll entwickelt und es geht uns allen gut.

Manchmal macht mir soviel Glück selbst ein bischen Angst.

 

Aber  ich kenne  auch die anderen Bereiche und Erfahrungen die zu  meinem/unserem Leben gehören und die uns dahin geführt haben wo wir heute sind.

Ich habe schwanger mein 2. Staatsexamen gemacht und danach keine feste  Stelle gefunden.  Als ich kurzfristig wieder arbeiten konnte musste ich  innerhalb von nur 2 Wochen eine Kinderbetreuung organisieren und den Sprung ins kalte Wasser wagen.

Innerhalb kurzer Zeit starb meine Oma und eine Oma erkrankte schwer.  Zwischendurch haben wir  ein Haus gekauft mit viel Risiko, weil nur ein Verdiener da war.   Immer nach ohne feste Stelle das 2. Kind nur 18 Monate nach Nr. 1 bekommen.   Dann als Lichtblick ein 2. Studium trotz Baby angeboten bekommen. Auch wenn es jeden Tag 100km Fahrt und viel Stress und Organisation bedeutete angenommen.   Ein AP eingeladen, dass dann 1 Tag vor ET untergetaucht ist.   Kurzfristig Elternzeit beantragt und neues AP eingeladen.  Studium  nicht abgeschlossen.

Nach 2 Jahren Vertretungsarbeit  beschlossen mich selbstständig zu machen.  Als alles organisiert war und das Gewerbe angemeldet war  doch noch eine feste Stelle in der Nähe bekommen.   Jetzt arbeiten mein Mann und ich  beide in sehr fordernden Berufen sowohl zeitlich als auch emotional.   Unsere Kinder sind im Winter gefühlte 3 Monate Dauer- und Wechselkrank gewesen.  Wir haben 1 Kind mit eine lebensbedrohlichen Allergie.

Wir haben also auch nicht nur Glück im Leben gehabt und sind auch schon durch schwierige Zeiten gegangen.    Aber diese schwierigen Phasen haben uns als Paar und Familie näher zusammen geschweißt und ich  kann mir sicher sein, dass mein Mann und ich auch in schwierigen Situationen gut funktionieren und uns gegenseitig stark machen.  Wir sind zusammen gewachsen und haben uns immer wieder gestützt.

Und daher kann ich auch auf die Aussagen oben mit guten Gewissen antworten:   „Ja ich würde auch mit mir tauschen wollen“   🙂

 

 

 

Flexibilität durch Au-Pair

Mai 31, 2011

Einer der wichtigsten Gründe warum wir uns für ein AP als Kinderbetreuung entschieden haben war die hohe Flexibilität die diese Betreuungsform bedeutet.  Gerade im Notfall oder bei kurzfristigen Änderungen kann auch so eine gute Kinderbetreuung gewährleistet werden.

Soweit die Theorie.  Aber in der Praxis treibt mich Olga gerade mal wieder in den Wahnsinn.  Sie macht zwar ihre Aufgaben nicht wirklich schlecht, aber gerade der Bereich Flexibilität scheint ihr in letzter Zeit nicht mehr zu gefallen.  Dabei haben wir ihn seit Wochen fast nie genutzt.  Aber wahrscheinlich liegt genau dort das Problem.

Klingt unlogisch?  Ich versuche es an ein paar Beispielen zu erklären.

Olga hat laut unserem Arbeitsplan ca. 25-26 Wochenstunden von MO-FR fest  eingeplant.  Die restlichen 3-5 Stunden pro Woche sind für Notfälle (krankes Kind muss am Morgen betreut werden/ gelegentliches Babysitten am Abend/Wochenende) .  So war es auch von Anfang an abgesprochen.  Die letzten Wochen waren unsere Kids zum Glück auch sehr selten krank und Babysitten am Wochenende/Abend war auch die absolute Ausnahme.  Olga hatte seit Weihnachten vielleicht 1x am Wochenende  babysitten müssen.    Diese Termine tragen wir auch immer möglichst früh, spätestens am Sonntag Abend in den Familienkalender ein.    Dort sollte Olga ja auch alle wichtigen Termine eintragen.   Überstunden durch Krankheit der Kinder werden entweder direkt durch einen freien Nachmittag oder in der nächsten Woche ausgeglichen.   Soviel zur  Theorie.

Nachdem die letzten Wochen wie gesagt eher ruhig aus Au-Pair Sicht waren.  Die Kids gesund und häufig am Nachmittag verabredet oder mit sich selbst beschäftigt hatte sie regelmäßig 1-1,5 Stunden früher Feierabend und auch den ein oder anderen ganz freien Nachmittag.  Ist für mich auch völlig ok.  Unser AP muss nicht zwingend auf ihre 30 Stunden kommen.  Wenn die Kids am Freitag Nachmittag eine Geburtstagsparty haben, dann ist eben schon um 15.00 Uhr Wochenende  🙂    Und auch für ihre Vorstellungstermine und Urlaubswünsche waren wir als Familie bereit viele Kompromisse einzugehen und  sogar einen zusätzlichen Babysitter zu bezahlen, damit sie ihre Wunschtermine wahrnehmen konnte.  Obwohl sie nichts vorher mit uns abgesprochen hatte 😦    Aber das ist eben für mich das Verhältniss auf Gegenseitigkeit und ich wollte ihr ja auch nicht die Chance auf ihr FSJ kapput machen.

Tja und letzte Woche war dann wie lange angekündigt eine sehr stressige Woche.  2 Geburtstage,  Konferenzen,  Abiturprüfungen und noch ein Abendtermin mussten unter einen Hut gebracht werden.   Und passend dazu wurde natürlich auch noch ein Kind krank.   Für unser AP bedeutete es also diese Woche würde Überstunden bringen.    Als wir dann am Mittwoch Abend mit ihr planen wollten wie der nächste Tag am besten zu organisieren ist.  Ich hatte den ganzen Tag Prüfungen und mein Mann musst über Nacht im Krankenhaus arbeiten weil dort auch Kollegen durch Krankheit ausgefallen sind kam von Ihr :   “ Das sind aber über 6 Stunden am Tag“    Da bin ich ja innerlich  fast geplatzt.    Ja es waren mehr als 6 Stunden um genau zu sein 7,5  aber erstens hatten wir es lange angekündigt, zweitens hatten wir an diesem Tag wirklich keine Alternative (Omas im Urlaub,  Tanten verhindert) .   Ich kann ja verstehen, dass sie genervt ist wenn sie Überstunden machen muss, aber  es ist eben ihr Job und wir sind ihr die letzten Wochen soviel entgegen gekommen.  Auch an diesem Tag.   Wir haben das gesunde Kind selbst in den Kiga gebracht und ich hatte organisiert, dass unsere Große Hilfe allein nach Hause laufen darf.  Und sie stellt sich genau an diesem Tag so quer.   Und  dann am nächsten Tag die gleiche Nummer.   Mein Mann hatte sie wohl schon vor ein paar Wochen gefragt ob sie gegen extra Bezahlung (30€ für einen Nachmittag + Abend)  auf die Kids aufpassen würde, damit er mir zum Geburtstag einen Theater Abend schenken kann. Sie hat zugesagt. Wie gesagt sie wurde gefragt und wir hätten auch einen anderen Babysitter finden können.  Ihre freie Entscheidung.  Aber als es dann so weit war auch hier nur gemecker.  Ich wollte eigentlich zu Schatzi?  Wann muss ich zurück sein?  Dann eine Stunde vor Beginn der Anruf :“Ich  komme vielleicht ein bischen später“ .  Ok sie war dann doch pünktlich, aber solche Aktionen machen mich mürbe.  Seit sie ihre Zusage für ihr FSJ hat kommt auch ständig die Frage:  „Du musst mir sagen wann ich frei habe“   Aber nachdem ich 2x recht ärgerlich gesagt habe: „Wie immer nach Plan“ ist zumindest da wieder Ruhe eingekehrt.    Da scheint ihr wohl wieder eingefallen zu sein, dass der Plan am Kühlschrank nicht nur Deko ist.  Vielleicht hängt es aber auch mit der gemeinen Frage meines Mannes zusammen „Wann kannst du eigentlich frühstens  dein FSJ anfangen?“  Der ist nämlich auch ordentlich angesäuert.

Denn neben dem Meckern über flexible Arbeitszeiten ist das ignorieren oder „sparen“ von Hausarbeitszeit auch ein beliebtes Hobbie geworden.  Sie hat ja laut Plan jeden Tag 1-2 Stunden am Morgen für Bügeln,  aufräumen und staubsaugen. Aber auch hier wurde die letzten Wochen eher nach dem Motto.  Schnell und oberflächlich gearbeitet, oder geziehlt die Arbeit auf dem Nachmittag verlegt wenn die Kids auch da sind.  An sich auch ok, aber dann erwarte ich auch keine Beschwerden wegen 1x 5 Überstunden pro Woche.  Vor allem hatten wir schon überlegt wie wir die Überstunden ausgleichen könnten. Entweder durch extra Bezahlung oder einen extra freien Tag zwischen den Feiertagen im Juni.  Aber nach der Nummer ist das jetzt erstmal gestorben.

Aber es ist auch unser Fehler.  Wir hätten viel öfter auch Abends ihre Dienste in Anspruch nehmen müssen. Denn die Erfahrung zeigt leider, dass sich APs sehr schnell an generell freie Abende/Wochenenden gewöhnen und es dann als absolute Zumutung empfinden wenn sie doch mal arbeiten müssen.

Das Problem liegt für mich aber auch darin, dass ich nicht wirklich ihr gegenüber ausdrücken kann was mich genau stört. Denn sie macht ja dann ihre Arbeit.  Und es ist eigentlich auch ok, dass sie mal keine Lust hat.  Geht mir ja nicht anders.  Nur lasse ich es nicht so an meinen Schülern und Kollegen aus.  Hoffe ich zumindest

Nachdem also die letzte Woche Stimmungstechnisch deutlich eingetrübt war hat wohl auch Olga gemerkt, dass sie übers Ziel hinaus geschossen ist und bemüht sich jetzt wieder um Schadensbegrenzung.  Zumindest war die Küche gestern so gründlich aufgeräumt wie seit Wochen nicht mehr.

 

Ladies Abend mal anders

April 5, 2011

Eigentlich sollte Ich jetzt gerade mit meinem Schwesterherz und unserer besten Freundin gemütlich im Theater sitzen und unseren monatlichen Ladies Abend genießen.  Der Gatte darf derweil mal wieder die Klinik hüten und unsere Olga war für eine Au-Pair Party gebucht.  Soweit als der Plan 🙂  🙂   🙂  Ein schöner Plan

Dann die Realität:

Nach der Schule noch schnell die total unwichtige  grotten langweilige Bildungsgangskonferenz über sich ergehen lassen und dann ab ins Auto um mit den Kids den Nachmittag zu verbringen und dann in den freien Abend zu starten.   Aber auf der Rückfahrt die frohe Botschaft. Die kleine Hexe hat eine heftige Bronchitis im Kiga entwickelt die aber dort keinem aufgefallen ist. Erst Olga hat sich gewundert warum unser Kind so schlapp ist und nur schlafen will.
Die kleine Hexe durfte dann sogar auf dem Kiga Sofa zusammen mit AP und Schwester warten bis Mama ins heimische Dörfli gesaust ist.  Also 1 krankes Kind eingesammelt und dann das typische Bronchitis Programm angefahren:

– Fieber messen  = 38,9  nicht wirklich hoch

– Atmung beobachten =  klarer Fall von heftiger Bronchitis hin zu Pseudokrupp ähnlichem Keuchen  😦

– Kind zum trinken und inhalieren überreden

– AP loben und beruhigen, dass alles gut und richtig gelaufen ist.

– Große Hilfe davon abhalten ihre Schwester in den Wahnsinn zu pflegen „Mama du kann weggehen, Ich bin die Krankenschwester und mache alles ;)!“

– Kleine Hexe bemuttern

– Olgas aktuellen Infos zum FSJ anhören

– Schwester und Freundin informieren, dass der Frauenabend zumindest für mich ausfällt 😦

– Abendbrot vorbereiten

– 2 Kinder ins Bett bringen

– Nochmal mit Schwester und Freundin telefonieren und feststellen, dass wir alle ziemlich müde sind und gar nicht so unglücklich über die Absage sind.

– Früh ins Bett gehen, weil die Nacht erfahrungsgemäß unruhig und anstrengend wird.

Ach ja Olga hat ganz lieb angeboten auch auf die kranke Maus aufzupassen, aber gerade mit so einer akuten Bronchitis lasse Ich sie Nachts nicht gerne allein. Denn wenn die kleine Hexe wie häufig Nachts einen Pseudokrupp Anfall bekommt ist Ruhe und Mama/Papa einfach das wichtigste.  Und da nützt dann auch das beste AP nichts.    Aber ein AP war mal wieder sehr hilfreich, weil sie die große Hilfe in ein Gesellschaftsspiel verwickelt hat, so dass die Schwester eine Chance hatte einzuschlafen.

Schöner AP Alltag

Februar 18, 2011

Heute ist wieder einer der Tage, wo Ich sehr glücklich bin ein AP zu haben.  Unsere große Hilfe hat seit gestern Halsschmerzen und leichtes Fieber.  Nichts wirklich dramatisches, aber fit genug für den Kiga ist sie heute Morgen nicht gewesen.  Also konnte Ich ohne schlechtes Gewissen entscheiden, sie darf zu Hause bleiben und Olga hat sich super lieb um sie gekümmert.

Und neben der Krankenpflege hat Olga auch noch alle Kinderzimmerspielsachen sortiert und aufgeräumt.  Die Puppenecke, Kaufladen, Gesellschaftsspiele, Puzzle, Lego, Playmobil und andere Kisten alles ist wieder ordentlich und sortiert im Regal 🙂  🙂  🙂    Und das alles ohne das Ich sie darum bitten musste.

Es ist ein schönes Gefühl wenn man Mittags von der Arbeit nach Hause kommt und dein krankes Kind dich kaum begrüßen will, weil es noch ins Memory Spiel mit AP vertieft ist und dein zweites Kind begeistert dazu stößt.  Wenn du mit ruhigem Gewissen noch schnell den Wochenendeinkauf erledigen kannst und dann gemütlich in einem ordentlichen Haus, ins Wochenende starten darf.

Diese Momente sind es, warum wir ein AP haben. Alles ging auch ohne AP irgenwie zu organisieren, aber eben viellllllllllllll stressiger.   Ich hoffe ganz fest darauf, dass die zweite Hälfte unseres AP Jahres mit Olga eher wie das erste viertel wird und die Zeit dazwischen eben eine ausgedehnte 3 Monatskrise war.

Au-Pair und Medikamente

Januar 18, 2011

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Regentage

Januar 12, 2011

Der  Gatte liegt schon seit 2 Tagen mit Noro im Bett. Die Kinder sind zur Zeit überraschend beide gesund und auch Olga und Ich halten uns bisher tapfer. Vielleicht liegt es ja an meinem Vitamineinkaufswahn von letzter Woche. Einfach fest dran glauben.

Eigentlich wollte Ich eine ganz andere Geschichte erzählen.  Olga und kleine Hexe hatten sich zum spielen mit den Nachbars Zwillingen verabredet. Und Ich hatte in einem Anflug von Erkältungsangst und Nettigkeit angeboten die beiden eben zu fahren.  Aber die kleine Hexe verkündete froh, das bischen Regen ist doch schön. Komm wir laufen mit Regenschirm 🙂  Der Gesichtsausdruck von Olga war super. Aber sie hat sich schnell gefangen und so sind die beiden dann wirklich zu Fuß losgezogen.   Tja ist schon blöd, wenn die Kinder noch nicht so aus Zucker sind, dass sie wie unsere APs beim ersten Tropfen Regen in Panik verfallen.    Und Ich bin ja auch nicht besser, sondern fahre die Kids aus Angst vor der nächsten Erkältung lieber mit dem Auto anstatt sie mit Olga laufen zu lassen. Dabei weiß Ich dass frische Luft wichtig ist und normalerweise nicht krank macht.

Ferienalltag

Januar 4, 2011

Manchmal glaube Ich ja es gibt doch ein höheres Wesen, dass genauso eifersüchtig auf die langen Ferien bei Lehrer ist wie alle anderen.  Anders kann Ich mir nicht erklären, warum immer wenn Ich Ferien habe erstens alle Kinder zielsicher krank werden und zweitens irgendein Event ansteht, was es notwendig mach jeden Morgen früh aufzustehen.  In den Sommerferien war es der Schwimmkurs und die Einarbeitung von Olga, im Herbst hatte Ich Glück oder es schon verdrängt und jetzt darf Ich schon seit über einer Woche jeden Tag mit der Großen Hilfe zum HNO Arzt und ihr die Ohren spülen lassen.  Am gemeinsten ist, dass Ich so langsam das Gefühl bekomme wir spülen mehr Geld in seine Taschen als gesundheitlichen Nutzen durch die Ohren der kleinen Dame.  Aber sicher bin Ich mir nicht also gehen wir.

Ach ja durch die vielen schönen Ausflüge ins Wartezimmer bin Ich auch noch nicht dazu gekommen etwas für die Schule zu machen, da liegt auch noch die Notenliste für die Halbjahrsnoten und 2 Klausuren die vorbereitet werden wollen.  Vielleicht schaffe Ich es ja heute Nachmittag.   Denn entgegen dem Vorurteil haben wir Lehrer sogar in den Ferien noch zu tun.  Und Ich habe hier mal wirklich Glück. Denn Dank meiner Fächer habe Ich fast keine Korrekturen. Aber die Kollegen mit Deutsch, Sprachen sitzen fast die gesamten Ferien und dürfen hunderte Klausuren nachschauen.

Die Ferien haben aber auch gute Seiten.  Ich habe viel mehr Zeit mit den Kindern etwas gemeinsam zu unternehmen z.B. tolle Ausflüge in die HNO und  Ruhe mal wieder in der Küche zu experimentieren.   Denn wenn die Kids Abends im Bett sind, dann haben wir es uns meistens vor dem Kamin mit unseren neuen Büchern gemütlich gemacht und meien neusten Küchenexperimente verdrückt.

Ach ja und für alle die die Olga Soap verfolgen.  Sie ist jetzt mit Schatzi Nr.1 nur noch gut Freund.  Hat aber Sylvester mit ihm verbracht und für seinen Papa einen Kuchen gebacken.   Und sie hat wieder deutlich bessere Laune und ist mit mehr Spaß bei der Arbeit.  Vielleicht haben wir ja die Krise wirklich  ein Stück hinter uns gelassen.  Oder Ich werde einfach entspannter und mache mir nicht mehr soviele Gedanken.    Ob sie Lover Nr.2 noch trifft kann Ich erst Heute Abend oder Morgen sagen, denn da trift sie ihn ja normalerweise.  Wir werden sehen …..

 

Gute Zeiten Schlechte Zeiten

Dezember 13, 2010

Neben der allgemeinen Au-Pair Unlust gibt es hier natürlich auch noch das ganz normale Gastfamilien Alltagsleben.  Und dieses besteht aus guten und schlechten Elementen.

Erstmal die guten.

+ Unsere Olga ist immer ohne Murren bereit ein pseudo krankes Kind mit vermeintlicher Bindehautentzüdung einen ganzen Tag zu betüddeln und liebevoll zu umsorgen.  Die beiden haben für die ganze Familie Wackelpudding mit Sahne und Amaretto gemacht.  Ok Amaretto ist nicht Kindergeeignet, aber zum Glück sind auch 50% der Schälchen Kindertauglich geblieben.

+ Olga macht hier auch eine Menge Kleinigkeiten die unseren Haushalt in Ordnung halten und im Alltagsgeschäft viel zu leicht übersehen werden.

+ Olga hat sich die Ansprache wieder mehr aktiv mit den Kindern zu machen wirklich zu Herzen genommen.

Aber es gibt leider auch ein paar negativ Punkte

– Ich bin erschreckt wie cool Olga zwei Freunde parallel laufen läßt. Besonders weil Ich weiß, dass der eine ihr mit Herz und Seele verfallen ist.  Soviel Abgebrühtheit habe Ich ihr nicht zugetraut und es hinterläßt einen faden Beigeschmack.  Auch wenn mich ihr Privatleben ja eigentlich nichts angeht.

– Das Thema belastet unsere Beziehung mehr als Ich am Anfang dachte, da Ich zu diesem Thema eine klare Meinung habe, die sie auch kennt.  Ich ärgere mich, dass sie uns in ihre Aktionen direkt und indirekt mit hinein zieht.  Sie will, dass wir nicht an ihr Telefon gehen oder ihrem Lover Nr.1 sagen, dass wir am letzten Wochenende nicht zu Hause sind …  Das werde Ich so aber sicher nicht machen. Ich werde Sie auch nicht verpetzen, aber für sie Lügen werde Ich auch nicht.  Sie bringt aber alle in blöde Situationen, wenn sie Nr. 1 hier zum übernachten einläd und dann ständig „Gefahr“ besteht, dass Kinder oder wir uns verplappern.

– Olga hat wenig Gespür, wann sie andere Menschen Mich stört.  Wenn Ich am Schreibtisch sitze kommt sie ständig an und möchte mir etwas sagen, fragen, zeigen …   Eigentlich ja total lieb und nett, aber Ich fühle mich manchmal richtig verfolgt und komme zu nichts.   Sie scheint auch nicht wirklich zu merken, wenn Ich dann kurz angebunden bin, weil Ich z.B. gerade mitten in einer Klausur bin.  Ich traue mich aber auch nicht ihr das so deutlich zu sagen, da es schnell so wirkt, als ob Ich nicht mit ihr sprechen will. Das ist es ja gar nicht, aber Ich brauche manchmal auch Luft zum Atmen.  Oder es stört mich weil Ich nicht nur viel Stress habe, sondern Ich auch unzufrieden bin wegen Thema Nr. 1

– In den letzen Tagen hat unsere Spülmaschine, der teure Vorwerkt Staubsauger und ein PC den Geist aufgegeben.  Das hat zwar nicht wirklich was mit unserem Au-Pair zu tun, passt aber ins momentane Stimmungsbild 😦

November – Unwetterwarnung – Ganze Familie krank …

November 13, 2010

Na was kann da schon vom Wochenende erwartet werden?

Genau nichts!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Alle die Details wollen können gerne weiterlesen.

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Kinder wie die Zeit vergeht

November 10, 2010

Heute vor drei Monaten ist Olga bei uns angekommen. Ich habe zwar auf der einen Seite das Gefühl, dass sie schon immer bei uns war, aber auf der anderen Seite kann Ich nicht glauben, dass 1/4 ihrer Zeit schon wieder um ist.    Zum Glück gefällt es ihr immer noch.  Und die typische 3 Monats Krise ist bisher auch sehr milde aufgefallen.

Gestern haben wir die große Hilfe bei der Schule angemeldet. Mein Baby wird ein Schulkind. Ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Es ist doch noch gar nicht so lange her, dass Ich sie im Krankenhaus zum ersten Mal angeschaut habe und als hilfloses Bündel im Tragetuch mit mir durch den Alltag getragen habe.

Morgen ist Sankt Martin und auch hier sind wir jetzt schon alte Hasen. Beim ersten Mal war Ich noch furchtbar aufgeregt. Die nächsten Male waren auch richtig spannend, weil immer wieder etwas neues anstand.  Mal die erste selbstgebastelte Laterne, mal der erste Kiga Umzug …  Und heute ist es fast ein lästiger Pflichttermin geworden. Ich hab ein ganz schlechtes Gewissen.  Zum Glück träge die große Hilfe mit ihrer Gruppe ein kleines Gedicht vor und macht es doch wieder zu etwas besonderem.

Es ändert sich aber nicht alles.  Wir sind wie immer um  diese Jahreszeit mal wieder alle erkältet. Die kleine Hexe hatte  vorgelegt und seit Montag ziehen die große Hilfe, Olga und Ich nach.  Mich hat es schon ziemlich erwischt.  Aber zum Glück hat mich ein nettes Au-Pair und noch liebere Kinder heute ausschlafen lassen und Ich verbringe jetzt meinen freien Tag im Bett mit Lesen, Schlafen und dem Versuch möglichst wenig zu sprechen.   Der Gatte macht dann wahrscheinlich den Abschluß unseres Familieninternen Hustenkonzerts.

Danke Olga

November 5, 2010

Es ist dein Job die Kinder zu betreuen wenn sie krank sind und der beste aller Gatten und Ich arbeiten müssen

ABER

– Du hast dabei noch gute Laune, obwohl du diese Woche bestimmt 5-10 Überstunden gemacht hast

– Du kochst für Mich Pfannkuchen und Bortsch für uns  obwohl auch genug Fertig Gerichte im Tiefkühler sind

– Du nimmst dir die Zeit stundenlang mit den Kindern auf dem Sofa zu liegen und vorzulesen

– Du hast aufgeräumt und gestaubsaugt, obwohl du selbst ein bischen Fieber hattest und Ich dir ausdrücklich „verboten“ hatte zu putzen

– Du bist nicht nach meiner Rückkehr in dein Zimmer geflüchtet, sondern hast noch weiter mit den Kids gespielt und vorgelesen

– Du hast kein Mal ein langes Gesicht gezogen oder genörgelt was Ich gut verstanden hätte

Fazit:  Du bist im besten Sinne  ein wichtiger Teil unserer Familie geworden und machst  deine Gastkinder und Gasteltern sehr glücklich. Das was du hier beiträgst ist mehr als arbeiten. Du verschönerst unser Familienleben.   Dafür hast du dir nicht nur in echt, sondern auch hier im Blog ein riesen Dankeschön verdient. Auch wenn du es wahrscheinlich nicht lesen wirst, weil du meinen Blog nicht kennst 🙂

 

Kleine kranke Hexe und Prinzessinen Suppe

November 4, 2010

Heute wurde Ich  von Olga mit einem leckeren Bortsch überrascht.  Sogar die Kinder mögen die Suppe, da sie leicht rosa ist und als Prinzessinnen Suppe verkauft wurde 😉  Besonders gefreut habe Ich mich, dass Olga trotzt 9 Stunden kleine kranke Hexe betreuen noch eine so leckere Suppe gekocht hat und mich mit bester Laune auf dem Sofa begrüßt hat.  Kleine Hexe und Sie haben das komplette Heidi Buch vorgelesen und Olga ist ganz stolz, dass sie fast alles verstanden hat.  Und die kleine Hexe ist glücklich, dass sie so ein tolles Au-Pair hat.

Sie wollte selbst da keinen Feierabend machen, sondern hat noch begeistert weitergelesen.  Und heute Abend wird sie dann versuchen ihr PTP in den Griff zu bekommen und mit dem Nachbar Au-Pair die erste Busfahrt in den Sprachkurs wagen.

Wir inhalieren wieder

Oktober 30, 2010

Unsere kleine Hexe hat leider passend zum  4. Geburtstag eine Erkältung aus dem Kiga mitgebracht. Und da sie mit kindlichen Asthma gesegnet ist, sitzen wir um 4.16 Uhr zum dritten Mal diesen Abend/Nacht in der Küche und inhalieren.    Sie hat zum Glück gemerkt, dass es ihr gut tut und will von selbst inhalieren.

3 Kreuze, dass wir unseren eigenen Pariboy haben.   Die kleine Hexe erträgt es wie immer mit Fassung hat sogar noch recht gute Laune und versucht beim inhalieren zu plappern.

Brauchen wir noch ein Au-Pair?

Oktober 3, 2010

Brauchen wir ein Au-Pair im nächsten Jahr?

Hier haben der Gatte und Ich schon seit einigen Wochen immer wieder hin und her überlegt. Die große Hilfe kommt im Sommer in die Schule. Somit wird sich unser Familienleben deutlich verändern und wir haben verschiedene Modelle durchdacht:

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Konferenzen – Fortbildung – Dienst – Krankheiten

September 30, 2010

Alles Anlässe aus den letzten 3 Wochen die uns mal wieder zeigen, warum wir uns richtig entschieden haben ein Au-Pair einzuladen. Denn all diese Ereignisse führen ohne Au-Pair  zu großen organisatorischen Problemen.  Und mit Au-Pair kann Frau die Dinge viel entspannter und gelassener angehen.

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Kranke Kinder und Au-Pairs

September 14, 2010

Einer der Hauptgründe warum wir wohl noch länger mit Au-Pairs leben werden ist die Sicherheit und Flexibilität wenn ein oder beide Kinder krank werden.  Und bei uns ist es mal wieder so weit.  Beide Damen hat die erste Bronchitis der Saison erwischt und gleichzeitig liege Ich als Mama auch flach.  Was sonst beruflich und familiär der Supergau ist, kann man mit Au-Pair deutlich besser ertragen.

Aber es gibt einige Punkte die man als Gasteltern beachten sollte.

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Au-Pair und Ansteckende Krankheiten ( HIV, HEP B, C …)

August 23, 2010

Mir fällt ein Stein vom Herzen, alle Blutuntersuchungen auf HIV und Hep C  bei unserem Au-Pair sind in Ordnung.  Nachdem wir schon einmal ein Au-Pair mit Hep C hatten, wiederholen wir diese Untersuchungen immer nochmal direkt nach Anreise.  Und mir fällt jedes Mal ein riesen Stein vom Herzen wenn dann alles ok ist.

Ich finde es erscheckend wir wenig die Agenturen über dieses Thema aufklären oder vielleicht wirklich auch selbst wissen. Mir haben mehrfach Au-Pairs bestätigt, dass ihre Gesundheitsatteste gekauft wurden oder eben „Gefälligkeiten“ sind.  Und gerade in Osteuropa und Afrika sind die Durschseuchungsraten mit HIV und Hep C unglaubliche hoch.  Hier investiere ich gerne die 100€ für die Tests. Wir sagen das den Au-Pairs auf immer direkt vor der Einladung, dass wir nach Ankunft einmal Blut brauchen. War bisher für alle ok. Und die Gefälligkeiten gibt es hier ja auch. Als ich als Au-Pair 96 in die USA bin meinte mein Hausarzt auch nur. Auch den Test sparen wir. Du bist gesund und ich schreibe alles ok.  Sowas kommt also selbst im tollen Deutschland vor.

Wie gehen eigentlich andere Gastfamilie mit diesem Thema um? Wurdet ihr von euren Agenturen aufgeklärt oder habt euch selbst mit dem Thema beschäftigt?  Ist zwar ein unschönes Thema, aber leider wichtig.

Mit einem weinenden Auge

Juli 12, 2010

Mit einem weinenden Auge verabschiedet nicht nur  unsere kleine Hexe unser liebes Au-Pair. Heute Morgen ist erst die große Hilfe mit 38,5 Fieber aufgestanden und hatte sich somit am vorletzten Arbeitstag unseres Au-Pairs nochmal einen Kranktag „verdient“.  Und ich hatte nicht den Eindruck, das die beiden wirklich traurig darüber waren 😉

Die kleine Hexe war schon ganz eifersüchtig und wollte auch Zuhause bleiben, ber sie war ja  noch fit. Leider nur bis wir im Kiga angekommen sind. Dort hatte sie dann nach der kurzen Fahrt im Auto und ein paar Tränen über den drohenden Abschied auf einmal ein totales Flanschauge. Das wurde dann von der Kiga Tante sofort als Bindehautentzündung diagnostiziert und somit konnten wir wieder gehen.

Da wir mittlerweile schon richtig spät dran waren und Ich jetzt auch noch einen Kinderarzttermin organsisieren musste, habe ich erstmal in der Schule angerufen und mit der Vertretungsplanung ausgehandelt, dass ich für die 1 Stunde die kleine Hexe mitbringe. Ich dann in meinen Freistunden vergeblich versuche zum KIA zu fahren und das Kind wieder Zuhause absetze und dann zurück zur Schule fahre um einer super tollen spannenden und effektiven Lehrerfortbildung beizuwohnen. Ironie off.

Es hat auch bis auf den Besuch beim KIA geklappt und die Kinder und unser Au-Pair wirkten zwar platt und müde, aber auch glücklich, als Ich am Nachmittag wieder Zuhause angekommen bin. Mir tut  es für unser Au-Pair leid, dass sie jetzt die beiden letzten Tage noch soviel arbeiten muss. Aber sie scheint es fast ein bischen zu genießen. Und die Kinder freuen sich. Der Abschied wird am Mittwoch schwer werden. Wir haben jetzt schon immer wieder alle Tränen in den Augen wenn das Thema angesprochen wird.

Zur Zeit sind übrigens 3 Koffer angemeldt. Wir sind gespannt ob noch auf 4 erhöht wird 🙂

Ich hoffe die Kinder sind bis Mittwoch wieder soweit fit, dass sie mit zum Flughafen können. Denn Ich finde es wichtig, dass wir auch den Abschied  als Familie gemeinsam erleben. Denn so hat man dann auch einen Anlaß nochmal mit den Kindern über ihre Gefühle zu sprechen. Sie haben oft total irrationale Ängst. So hat die Kleine Hexe schon Angst gehabt, das Au-Pair fährt, weil sie zu frech war, oder irgendjemand etwas falsch gemacht hat. Aber da konnte Ich sie zum Glück überzeugen, dass ein Au-Pair leider wieder fahren muss und keiner das ändern kann. Weder Mama, noch unser Au-Pair.

Delphine – Gips und Wackelzahn

Mai 3, 2010

Die Woche fängt super an. Nachdem letzte Woche mal wieder beide Damen Zuhause waren und unser Au-Pair beglückt haben, sind dankt Antibiotika heute alle wieder einigermaßen fit in den Kiga marschiert. Und da wartet schon die nächste Überraschung auf mich.

Am Mittwoch hatte die kleine Hexe ihren Sprachstandstest. In NRW dürfen müssen alle Kinder 2 Jahre vor Einschulung zum Sprachstandstest. Eigentlich eine gute Sache und von der Grundidee prima. Schade nur, dass dieser Test so formalisiert ist, dass er nur nach Schema F abfragt und viele Kinder diesem Schema nicht entsprechen.  Die kleine Hexe hat es geschafft in 3 von 4 Bereichen jeweils die höchst Punktzahl oder Höchstzahl – 1 zu erreichen. Leider hatte sie bei der Bildbetrachtung keine Lust mehr. Die Aufgabe war ihr zu blöd.  „Ich wollte der Frau das nicht alles sagen, da habe  ich eben nichts gesagt“ . Toll damit hatte sie 0 Punkte und wir dürfen natürlich an einem Vormittag = Arbeitszeit zum Re-Call pardon Test Stufe 2 in die Grundschule.

Die Erzieherin sagt selbst sie sieht keinerlei Förderbedarf. Die kleine Hexe quaselt ununterbrochen, außer im Sprachtest :=0 und spricht für ihr Alter super. Aber das darf die Prüferin leider nicht berücksichtigen. Die beurteilt das Kind aufgrund 30 Minuten Test.  Und wir als berufstätige Eltern dürfen mal wieder einen zweckfreien Termin zu ungünstigen Zeiten organisieren.

Und unsere Grundschule scheint auch überqualifiziert zu sein. Erstens ist in der Testauswertung ein dicker Rechenfehler. Richtig gerechnet ist die Dame nämlich gut durch. Wir liegen nur 0,3 Punkte unter der Grenze für „Normkids“.  Aber was soll ich machen, mich schon vor Einschulung mit der örtlichen Direktorin anlegen und so den Grundstein für eine lange Freundschaft legen Ironie off. ? 

Vielleicht gebe ich mir auch den Hype und schaue mir den Re-Call an. Schlimmstenfalls darf die kleine Hexe 2 Jahre Sprachförderung genießen.  Irgendwie verrückt jetzt fängt der Schulteststress schon im Kiga an. 

Ansonsten gibt es von der Au-Pair Front nur erfreuliches zu berichten. Trotz Gips sieht unsere Wohnung wieder richtig ordentlich aus und wir haben am Wochenende ein richtig gutes und vertrauliches Frauengespräch über Liebe, Zukunft und Ängste geführt. Und genau hier wusste ich wieder warum ich Au-Pairs in der Familie mag. Es ist einfach schön, wenn man nicht nur eine Angestellte, sondern im besten Fall eine echte Vertraute im Haus hat. Und ein bischen Üben für die Pubertät der Damen schadet nie. 

Ach ja der Wackelzahn, unsere große Hilfe hat mit ihren noch nicht ganz 5 Jahren den ersten Wackelzahn. Ich wollte es ja gar nicht glauben, aber er wackelt wirklich. Oh wie schnell werden meine Babys groß. Und so schön ich es finde zu sehen wie sie selbständig und immer selbstbewußter werden, so sehr vermisse ich schon jetzt das Babyhafte und die Kleinkind Zeit. Es war anstrengend aber auch wunderschön.

Gastmutter werden ist nicht schwer, Gastmutter sein dagegen sehr

April 18, 2010

Nachdem Putzfrust von gestern steht jetzt also ein Gespräch an. Und das gehört zu den Dingen die ich am Gastmutter sein mit am meisten hasse. Ich bin nämlich keine Meisterin meine Wünsche und Kritik so zu formulieren, dass 1. unser Au-Pair versteht worum es mir geht und über ihr Verhalten nachdenkt und 2. unser Au-Pair nicht tief betrübt für die nächsten Tage/Wochen/Monate schmollt.

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Schokolade für die Gastmutter

April 15, 2010

Ich könnte mein Au-Pair mal wieder knuddeln. Gestern Abend kommt sie aus dem Sprachkurs und bringt mir eine kleine Tafel Schokolade mit. Sie wollte sich entschuldigen, weil sie so wenig im Haushalt gemacht hat.  Dabei fand ich das völlig ok, zum einen war sie mit der kranken kleinen Hexe gut ausgelastet und zum anderen hatte sie ja auch noch ihre angeschlagene Hand.  Zum Glück scheint es aber besser zu werden und nur verstaucht zu sein. 

Und wer kennt eigentlich noch das Phänomen, dass Kinder den ganzen Tag topfit spielen und am Morgen zielsicher mit 37,9 Gard Fieber aufwachen.  Zwar eigentlich fit, aber eben nicht Kiga tauglich. Und auch hier kein langes Gesicht von unserem Au-Pair, sondern sie hat den Vormittag mit der kleinen Hexe gut verbracht.  Und heute Nachmittag hatte sie sich dann einen freien Nachmittag auf dem Balkon gut verdient. Denn der Gatte und Ich hatten beide frei und haben auch das schöne Wetter im Garten mit den Kids genossen.

Zwischenstand Alltag oder „Es lebe das Chaos“

April 14, 2010

Nach gut einer halben Woche zurück im Alltag hier unser Zwischenstand:

– 1 Kind mit 40+ Fieber =Au-Pair als Retterin in der Not = der Beweis, das wir ohne Au-Pair den Alltag nicht wirklich überleben würden.

– Au-Pair mit verletzter Hand durch Sturz beim Inlinern = nur eingeschränkt Dienstfähig, aber bisher zum Glück noch kein echtes Problem.

– 1 Vater mit „tollen“ Neuigkeiten aus der Klinik ab nächstem Monat drohen wieder verstärkt Dienste da viele Kollegen dabei sind sich neue Jobs zu suchen und die Studenten für Wochenenden alle ins Examen gehen.

– 1 Mutter die bisher wohl den besten Start hatte aber deren Heuschnupfen den Beginn des Frühlings feiert.

Fazit:  Wir sind eigentlich schon wieder bereit für noch 2 Wochen Urlaub, aber das wird wohl erstmal nichts. Jetzt hoffe ich ganz fest, dass die Hand unseres Au-Pairs nicht gebrochen ist und die kleine Hexe Morgen wieder Kiga tauglich, heute ist sie zumindest wieder Fieber frei.

Am meisten Sorgen macht mir ja langfristig die Lage im Krankenhaus. Ich habe mich so daran gewöhnt, dass wir 2-3 Wochenenden im Monat sicher frei haben, ich möchte mir gar nicht vorstellen wie es wird, wenn es wieder Monate mit 10-14 Diensten gibt. Das ist der Albtraum und zwar nicht nur für den Doktor, sondern auch für die Familie.  😦

Ach ja es gibt auch positives:

– Dass Wetter ist schön

– Ich konnte heute ausschlafen, weil mich unser Au-Pair und die Kinder einfach nicht geweckt haben.

– Ich habe 3 Besucherkinder und trotzdem Ruhe zum schreiben, weil sie sich gerade gut verstehen und gegenseitig beschäftigen

– Die kleine Hexe ist auf dem Weg der Besserung

– Die große Hilfe ist den ganzen Weg vom Kiga ohne Meckern nach Hause gelaufen

Fazit 2 : Eigentlich geht es uns gut und wir jammern auf hohem Niveau.

Ferienstart mit Hindernissen

März 26, 2010

Es gibt Tage in denen ist der Wurm drin. Ich habe seit Jahren das erste Mal wieder verschlafen. Super und das am letzten Tag vor den Ferien.  Normalerweise stehe ich um 6.15 auf und brauche dann gemeinsam mit Au-Pair und Gatte eine gute Stunde 2 Kinder eine Mama und einen Papa fertig für Kiga und Arbeit zu machen. 

Heute bin ich um 7.00 Uhr durch den Wecker des Gatten wach geworden. Richtig, der hatte gestern Hausdienst und ist daher später gestartet. Und daran habe ich gestern Abend nicht gedacht. Warum mein Wecker nicht geklingelt hat ??????????? keine Ahnung. Er war richtig gestellt, hatte Strom  war aber offensichtlich schon einen Tag früher in die Ferien  gestartet. 

Also um 7.00 Uhr aus dem Bett geschossen und festgestellt, dass unser Au-Pair offensichtlich pünktlich in der Küche war und auch liebevoll den Tisch gedeckt hatte, aber leider weder mich noch die Kids geweckt hatte. Sie ist wieder in ihr Zimmer gegangen und hatte sich nochmal hingelegt.  Da ich ja bisher nie verschlafen hatte, dachte sie ich hätte wohl eine Stunde später und vergessen ihr das zu sagen. 

Ich  habe  die Kinder aus dem Bett geworfen und vor die Wahl gestellt entweder sich jetzt anziehen und im Kiga frühstücken oder eben zum Kiga laufen.  Unsere Kinder sind faul und haben sich für anziehen entschieden. War auch ok, da es draußen schon ziemlich nach Regen aussah.

Und wir haben es sogar geschafft um 7.36 alle mit Mini Frühstück zu Hause  und großer Lunchbox im Auto zu sitzen. Somit nur 10 Minuten später als normal. 

Im Kiga dann die nächste Überraschung. Das Standartschild am Eingang „Wir haben Scharlach“ wurde ersetzt durch „Wir haben Läuse“  :O   Na super, das ist der Traum für die Ferien 2 Kinder und 1000 Kuscheltiere entlausen.  Bitte lasst diesen Kelch an uns verbei gehen. 

Dann wieder zurück ins Auto und noch schnell 30 Brötchen gekauft, denn ich hatte meinen Schülern versprochen in der letzten Stunde vor den Ferien zu frühstücken.  Und dann zur Schule gefahren. Und was soll ich sagen, Ich war pünktlich da.   Und als ich ankam waren sogar die Regenwolken wieder weg.

Dann 5 Stunden Unterricht mit Blick auf einen strahlend schönen Himmel und pünklich um 13.02 fängt der Regen an. Um 13.05 Uhr dann auch meine Ferien.  Da ich meine Jacke in der Eile am Morgen im Auto vergessen hatte durfte ich mit einer kleinen Open Air Dusche in die Ferien starten. 

Aber egal,  bester Laune und habe  Ich das Radio schön laut gedreht und fröhlich mitgesungen. Und dann klingelt das Telefon undder Kiga ist dran.  Die große Hilfe ist krank  mit Fieber und Halsschmerzen ich muss jetzt kommen.

Habe dann gesagt, dass ich in 20 Minuten  sein kann.  Das war dem Kiga aber zu spät. Tja vielleicht liegt es an mir, aber ich behersche beamen noch nicht und eigentlich war ich ja schon auf halber Strecke. Hätte sie mich im Unterricht erwischt, hätte es mindestens 1 Stunde gedauert. 15 Minuten minimum um sich in der Schule abzumelden, Vertretung organisieren und zum Auto hetzen und dann noch 45 Minuten Fahrt. 

 Vorschlag des Kiga dann könne doch unser Au-Pair kommen. Klar super Idee ein Kind mit Fieber und Halsweh zu Fuß erstmal 30 Minuten durch den Regen laufen zu lassen.  Und wenn das ihre Idee war warum ruft sie dann nicht unser Au-Pair an???? Dafür haben wir ihr nämlich die Nummer da gelassen und ein Au-Pair bei uns wohnen.

Habe mir natürlich die ganze Fahrt Sorgen gemacht was die große Hilfe wohl hat, wenn der Kiga schon anruft.

Um 13.50 bin ich am Kiga und wer läuft mir eigentlich ziemlich gut gelaunt entgegen. Die große Hilfe. Sie ist ein bischen warm, aber wirkt nicht wirklich schwer krank. Aber unsere Kinder sind die einzigen die noch da sind. Und im Auto wird mir erzählt, dass alle anderen Kinder heute schon ganz früh nach Hause gegangen sind.  Vielleicht bin ich ja böse, aber es klingt für mich eher nach dem Versuch die lästigen letzten Kinder los zu werden und früh Feierabend zu haben.

Denn es ist jeden Freitag das selbe. Der Kiga schließt um 14.00 Uhr und früher schaffe ich es auch nicht zu kommen, da ich selbst bis 13.05 Unterricht habe.  Wenn Ich oder unser Au-Pair dann kommen sitzen die Kinder immer schon fertig mit Jacke und Schuhen auf der Abholbank und spielen „Looser Lotto“ mit 2 anderen Kindern.  Welche Mutter kommt als letztes? 

Ich frage mich warum man nicht einfach bis zum Schluss mit den Kindern was machen kann, anstatt ihnen das Gefühl zu geben sie sind lästig. 

Aber egal, dann sind wir alle nach Hause gefahren, haben Fieber gemessen 36,9 Grad. Also erstmal Entwahrung . Und dann haben wir unser Au-Pair zum Bahnhof gebracht. Die große Hilfe hat Rotz und Wasser geweint als sie abgefahren ist.  Ich glaube hier liegt viel eher die Ursache für das Unwohlsein.  Aber dafür müsste man ja mit einem Kind sprechen und mal fragen was los ist. 

Und dann haben wir uns einen wirklich gemütlichen Nachmittag mit Oma und Opa gemacht und jetzt ist Urlaub. Und egal ob es regnet oder die Kinder krank werden, ich bin einfach happy und werde mich jetzt mit dem Gatten in die Küche setzen und eine schöne Flasche Rotwein öffnen.


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