Posts Tagged ‘Krankes Au-Pair’

Würde ich ein AP mit psychatrischer Erkrankung einladen?

Juli 28, 2011

Heute hat mich die Mail eines APs erreicht und sie stellt mir eine spannende Frage.  Wie würde ich als Gastmutter reagieren, wenn eine meiner Favoritinen schon einmal eine Therapie gemacht hätte?   Eine gute Frage und ich habe versucht  darauf ehrlich zu antworten.  Aber ich kann ja nur meine subjektive Sicht schildern.  Wie gehen andere Gastfamilien mit diesem Thema um, denn es gibt sicher viele APs die schon mal in so einer  Situation waren und nicht so ehrlich sind und die Familie vorher darüber informieren.

Meine Antwort:

Liebes AP,

erstmal Danke für dein Vertrauen. Das Thema Therapie ist heikel.  Je nach Land  (z.B. USA) kann es ein ko Kriterium sein.   Sind die Gründe für die Therapie für mich als Gastmutter gut nachvollziehbar (z.B. Tod/Scheidung) und können jeden treffen würde ich wahrscheinlich überlegen und das Risiko evt. eingehen.   Ich würde aber wahrscheinlich nachfragen warum die Therapie gemacht wurde und welche Probleme = Symptome bestanden.  Suizid Gedanken, Ritzen,  Essstörungen …  sind für mich als Mutter schon ein Problem.   Es ist schwierig kleinen Kids zu erklären, warum ihr Babysitter die ganzen Arme voller Narben hat und im schlimmsten Fall wieder anfängt mit einem solchen Verhalten.  Und auch Essströrungen sind  als Rollenvorbild problematisch.

Für mich wäre auch wichtig zu wissen wie lange die Therapien zurückliegen und ob es „nur“ Gesprächstherapien ambulanter Art oder ein „richtiger“  Aufenthalt in der Klinik war.  Wurde die Thearpie als Kind von den Eltern initiert oder hat das AP  als Erwachsene diese Therapie gemacht?

Ich würde auch nachfragen warum man als AP in ein fremdes Land gehen will und was sich das AP von seinem Aufenthalt hier verspricht.   Und was ich auf keinen Fall hören wollte ist die Antwort der Aufenthalt soll eine Art Therapie sein und helfen etwas zu verarbeiten und zu heilen.  Denn ein AP Aufenthalt ist keine Therapie.   Wo reagierst du anders und wie muss ich mir als Gastfamilie das vorstellen?   Als AP ist es unabhängig von Therapien wichtig mit den Gasteltern im Vorfeld zu sprechen wie sie ihre Kids erziehen und wie du in bestimmten Situationen reagieren sollst.  Daher frag dich auch, ob du bereit und in der Lage bist dich dem Werten, Lebenstil einer fremden Familie anzupassen.

Völlig ok fände ich hingegen die Antwort, ich möchte gerne ein „normales“ Familienleben erleben und freue mich darauf mit meinen Gastkindern den Alltag zu erleben.  Wir hatten 2x AP die aus Scheidungsfamilien kamen und beide haben es genossen bei uns die „heile Welt“ 😉   mit Mutter – Vater- Kindern zu erleben.

Mir fällt noch etwas ein, wenn du im AP Land wieder Probleme bekommst tragen die meisten AP Versicherungen keine psycholigische Betreuung, daher müsstest du im diesem Fall entweder sofort nach Hause oder auf die Gastfamilie kommten hohe Kosten zu, daher könnte auch das ein Grund sein, warum eine Familie sich gegen dich als AP entscheidet.

Ich bin gespannt wie andere Gastfamilien auf eine solche Frage reagieren würden…..

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Gründe für ein Au-Pair Jahr

Juni 8, 2011

Diese Frage scheinen sich einige meiner Leser immer wieder zu stellen, zumindest werde ich häufiger unter diesem Suchbegriff gefunden.  Und die Frage stellt sich sicher für jedes potentielle AP.  Sie ist aber auch für uns Gastfamilien sehr spanend.  Denn die Gründe bzw. die Motivation können im Laufe von 12 Monaten immer wieder eine wichtige Rolle spielen.

Da ich selbst auch Au-Pair war kenne ich beide Seiten und versuche die wichtigsten Gründe und Motive zusammen zu tragen.  Es wäre aber super, wenn möglichst viele meiner Leser auch ihre Erfahrungen als Au-Pair oder Gastfamilie beitragen würden 🙂

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Nimmersatt is back

Mai 1, 2011

Nach einer Woche ohne Au-Pair ist unsere Olga wieder im Lande.  Unser Urlaub war sehr arbeitsreich und eher weniger erholsam, aber das haben treue Leser sicher schon daran gemerkt, dass ich nicht zum bloggen gekommen bin.   Dabei gab es mal wieder mehr als genug Stoff.

Woran wir merken, dass wir wieder zu 5 im Haushalt sind.  Unsere Nahrungsmittel verschwinden wieder.  Nimmersatt ist gestern Nachmittag angekommen und der Kühlschrank ist schon wieder leer.  Der Gatte hatte schon gestern Abend nur noch 1 kaltes Bier (gefühlt waren vorher mindestens 3-6 im Kühlschrank), alle Tomaten sind weg daher fällt Tomate Mozarella heute Abend aus, die Chips sind alle, die Salami ist alle und auch die Milch ist aus.   Ach ja die Cornflakes Behälter sind auch bis auf einen alle leer.

Es ist echt unglaublich wieviel sie innerhalb eines Tages futtert. Mir ist es aber nicht nur durch den Schwund heute aufgefallen.  Vor allem war es fazinierend wie lange wir mit einem Wocheneinkauf ausgekommen sind. Nämlich wirklich eine Woche.  Es wurde überhaupt nichts wirklich alle.  Und wir sind auch keine sparsamen Esser.

Also die Lebenshaltungskosten werden ab Sommer hier deutlich sinken.  Denn auch wenn es nach ein paar klaren Ansagen eher günstige Lebensmittel sind die verschwinden, die Masse macht es einfach.  Aber fairer Weise muss ich dagegen rechnen, dass sie was Wasserverbrauch und Telefonkosten angeht deutlich günster ist als unsere vorherigen APs.  Mehr als das Geld stört auch eher das Gefühl ständig vor leeren Regalen/Kühlschränken zu stehen.  Alles was man selbst gerade gerne essen möchte ist leider schon weg.

Was gab es sonst noch zu berichten?

Die erste Ferienwoche hatte Olga ja offiziell noch kein frei. Sie hat ausdrücklich abgelehnt Urlaub zu nehmen. Dafür hat sie sich dann ab Montag krank gemeldet und den ganzen Tag in ihrem Zimmer am PC gesbastelt und alle 3 Minuten einen Sonderwunsch der Güteklasse: „Kannst du MAL EBEN ….“ geäußert.   Offiziell hatte sie es am Magen, das hat sie aber nicht davon abgehalten den Kindern ihre Grillhähnchen wegzufuttern und gemütlich 3 Zwischenmahlzeiten einzunehmen.  Mir ist der Hut hochgegangen, als sie ernsthaft  mit vollem Mund fragte: „Ist es eigentlich besser wenn Ich Heute oder Morgen Abend ausgehe?“    Schon klar, erst krank machen und sich dann vollfuttern und Party machen, während die Gasteltern Besucherkind, Handwerker und eigene Kids parallel händeln.  Da habe ich aber deutlich nein gesagt. Wer krank ist geht nicht aus und wer gesund ist kann babysitten.  Hat sie aber auch ohne zu murren geschluckt.  Sie war ganz überrascht, dass ich gestresst bin und mir meinen Urlaub anders vorgestellt habe.

Die zweite Woche hat Schatzi sie dann in die Sonne entführt, bin gespannt ob das All inklusiv Hotel noch steht oder schon leer gefuttert ist 😉 .  Aber die Woche Pause hat beiden Seiten gut getan.  Jetzt sind es noch 3-4 Monate und dann ist unser erstmal letztes Au-Pair Jahr zuende.  So langsam kommen glaube ich alle in die Endphase in der die Begeisterung auf allen Seiten nachlässt und die bei APs eher Dienst nach Vorschrift aber ohne besonderes Engagement  bedeutet.  Daher haben wir auch angeboten, dass sie wenn eine FSJ Stelle sie schon früher haben möchte nichts dagegen haben sie ein paar Tage/Wochen eher gehen zu lassen.  So sparen wir ein bischen Geld und Nerven und sie kann früher ihre Freiheit mit eigener Wohnung genießen.

November – Unwetterwarnung – Ganze Familie krank …

November 13, 2010

Na was kann da schon vom Wochenende erwartet werden?

Genau nichts!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Alle die Details wollen können gerne weiterlesen.

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Kinder wie die Zeit vergeht

November 10, 2010

Heute vor drei Monaten ist Olga bei uns angekommen. Ich habe zwar auf der einen Seite das Gefühl, dass sie schon immer bei uns war, aber auf der anderen Seite kann Ich nicht glauben, dass 1/4 ihrer Zeit schon wieder um ist.    Zum Glück gefällt es ihr immer noch.  Und die typische 3 Monats Krise ist bisher auch sehr milde aufgefallen.

Gestern haben wir die große Hilfe bei der Schule angemeldet. Mein Baby wird ein Schulkind. Ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Es ist doch noch gar nicht so lange her, dass Ich sie im Krankenhaus zum ersten Mal angeschaut habe und als hilfloses Bündel im Tragetuch mit mir durch den Alltag getragen habe.

Morgen ist Sankt Martin und auch hier sind wir jetzt schon alte Hasen. Beim ersten Mal war Ich noch furchtbar aufgeregt. Die nächsten Male waren auch richtig spannend, weil immer wieder etwas neues anstand.  Mal die erste selbstgebastelte Laterne, mal der erste Kiga Umzug …  Und heute ist es fast ein lästiger Pflichttermin geworden. Ich hab ein ganz schlechtes Gewissen.  Zum Glück träge die große Hilfe mit ihrer Gruppe ein kleines Gedicht vor und macht es doch wieder zu etwas besonderem.

Es ändert sich aber nicht alles.  Wir sind wie immer um  diese Jahreszeit mal wieder alle erkältet. Die kleine Hexe hatte  vorgelegt und seit Montag ziehen die große Hilfe, Olga und Ich nach.  Mich hat es schon ziemlich erwischt.  Aber zum Glück hat mich ein nettes Au-Pair und noch liebere Kinder heute ausschlafen lassen und Ich verbringe jetzt meinen freien Tag im Bett mit Lesen, Schlafen und dem Versuch möglichst wenig zu sprechen.   Der Gatte macht dann wahrscheinlich den Abschluß unseres Familieninternen Hustenkonzerts.

Danke Olga

November 5, 2010

Es ist dein Job die Kinder zu betreuen wenn sie krank sind und der beste aller Gatten und Ich arbeiten müssen

ABER

– Du hast dabei noch gute Laune, obwohl du diese Woche bestimmt 5-10 Überstunden gemacht hast

– Du kochst für Mich Pfannkuchen und Bortsch für uns  obwohl auch genug Fertig Gerichte im Tiefkühler sind

– Du nimmst dir die Zeit stundenlang mit den Kindern auf dem Sofa zu liegen und vorzulesen

– Du hast aufgeräumt und gestaubsaugt, obwohl du selbst ein bischen Fieber hattest und Ich dir ausdrücklich „verboten“ hatte zu putzen

– Du bist nicht nach meiner Rückkehr in dein Zimmer geflüchtet, sondern hast noch weiter mit den Kids gespielt und vorgelesen

– Du hast kein Mal ein langes Gesicht gezogen oder genörgelt was Ich gut verstanden hätte

Fazit:  Du bist im besten Sinne  ein wichtiger Teil unserer Familie geworden und machst  deine Gastkinder und Gasteltern sehr glücklich. Das was du hier beiträgst ist mehr als arbeiten. Du verschönerst unser Familienleben.   Dafür hast du dir nicht nur in echt, sondern auch hier im Blog ein riesen Dankeschön verdient. Auch wenn du es wahrscheinlich nicht lesen wirst, weil du meinen Blog nicht kennst 🙂

 

Kranke Kinder und Au-Pairs

September 14, 2010

Einer der Hauptgründe warum wir wohl noch länger mit Au-Pairs leben werden ist die Sicherheit und Flexibilität wenn ein oder beide Kinder krank werden.  Und bei uns ist es mal wieder so weit.  Beide Damen hat die erste Bronchitis der Saison erwischt und gleichzeitig liege Ich als Mama auch flach.  Was sonst beruflich und familiär der Supergau ist, kann man mit Au-Pair deutlich besser ertragen.

Aber es gibt einige Punkte die man als Gasteltern beachten sollte.

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Au-Pair und Ansteckende Krankheiten ( HIV, HEP B, C …)

August 23, 2010

Mir fällt ein Stein vom Herzen, alle Blutuntersuchungen auf HIV und Hep C  bei unserem Au-Pair sind in Ordnung.  Nachdem wir schon einmal ein Au-Pair mit Hep C hatten, wiederholen wir diese Untersuchungen immer nochmal direkt nach Anreise.  Und mir fällt jedes Mal ein riesen Stein vom Herzen wenn dann alles ok ist.

Ich finde es erscheckend wir wenig die Agenturen über dieses Thema aufklären oder vielleicht wirklich auch selbst wissen. Mir haben mehrfach Au-Pairs bestätigt, dass ihre Gesundheitsatteste gekauft wurden oder eben „Gefälligkeiten“ sind.  Und gerade in Osteuropa und Afrika sind die Durschseuchungsraten mit HIV und Hep C unglaubliche hoch.  Hier investiere ich gerne die 100€ für die Tests. Wir sagen das den Au-Pairs auf immer direkt vor der Einladung, dass wir nach Ankunft einmal Blut brauchen. War bisher für alle ok. Und die Gefälligkeiten gibt es hier ja auch. Als ich als Au-Pair 96 in die USA bin meinte mein Hausarzt auch nur. Auch den Test sparen wir. Du bist gesund und ich schreibe alles ok.  Sowas kommt also selbst im tollen Deutschland vor.

Wie gehen eigentlich andere Gastfamilie mit diesem Thema um? Wurdet ihr von euren Agenturen aufgeklärt oder habt euch selbst mit dem Thema beschäftigt?  Ist zwar ein unschönes Thema, aber leider wichtig.

Delphine – Gips und Wackelzahn

Mai 3, 2010

Die Woche fängt super an. Nachdem letzte Woche mal wieder beide Damen Zuhause waren und unser Au-Pair beglückt haben, sind dankt Antibiotika heute alle wieder einigermaßen fit in den Kiga marschiert. Und da wartet schon die nächste Überraschung auf mich.

Am Mittwoch hatte die kleine Hexe ihren Sprachstandstest. In NRW dürfen müssen alle Kinder 2 Jahre vor Einschulung zum Sprachstandstest. Eigentlich eine gute Sache und von der Grundidee prima. Schade nur, dass dieser Test so formalisiert ist, dass er nur nach Schema F abfragt und viele Kinder diesem Schema nicht entsprechen.  Die kleine Hexe hat es geschafft in 3 von 4 Bereichen jeweils die höchst Punktzahl oder Höchstzahl – 1 zu erreichen. Leider hatte sie bei der Bildbetrachtung keine Lust mehr. Die Aufgabe war ihr zu blöd.  „Ich wollte der Frau das nicht alles sagen, da habe  ich eben nichts gesagt“ . Toll damit hatte sie 0 Punkte und wir dürfen natürlich an einem Vormittag = Arbeitszeit zum Re-Call pardon Test Stufe 2 in die Grundschule.

Die Erzieherin sagt selbst sie sieht keinerlei Förderbedarf. Die kleine Hexe quaselt ununterbrochen, außer im Sprachtest :=0 und spricht für ihr Alter super. Aber das darf die Prüferin leider nicht berücksichtigen. Die beurteilt das Kind aufgrund 30 Minuten Test.  Und wir als berufstätige Eltern dürfen mal wieder einen zweckfreien Termin zu ungünstigen Zeiten organisieren.

Und unsere Grundschule scheint auch überqualifiziert zu sein. Erstens ist in der Testauswertung ein dicker Rechenfehler. Richtig gerechnet ist die Dame nämlich gut durch. Wir liegen nur 0,3 Punkte unter der Grenze für „Normkids“.  Aber was soll ich machen, mich schon vor Einschulung mit der örtlichen Direktorin anlegen und so den Grundstein für eine lange Freundschaft legen Ironie off. ? 

Vielleicht gebe ich mir auch den Hype und schaue mir den Re-Call an. Schlimmstenfalls darf die kleine Hexe 2 Jahre Sprachförderung genießen.  Irgendwie verrückt jetzt fängt der Schulteststress schon im Kiga an. 

Ansonsten gibt es von der Au-Pair Front nur erfreuliches zu berichten. Trotz Gips sieht unsere Wohnung wieder richtig ordentlich aus und wir haben am Wochenende ein richtig gutes und vertrauliches Frauengespräch über Liebe, Zukunft und Ängste geführt. Und genau hier wusste ich wieder warum ich Au-Pairs in der Familie mag. Es ist einfach schön, wenn man nicht nur eine Angestellte, sondern im besten Fall eine echte Vertraute im Haus hat. Und ein bischen Üben für die Pubertät der Damen schadet nie. 

Ach ja der Wackelzahn, unsere große Hilfe hat mit ihren noch nicht ganz 5 Jahren den ersten Wackelzahn. Ich wollte es ja gar nicht glauben, aber er wackelt wirklich. Oh wie schnell werden meine Babys groß. Und so schön ich es finde zu sehen wie sie selbständig und immer selbstbewußter werden, so sehr vermisse ich schon jetzt das Babyhafte und die Kleinkind Zeit. Es war anstrengend aber auch wunderschön.

Schokolade für die Gastmutter

April 15, 2010

Ich könnte mein Au-Pair mal wieder knuddeln. Gestern Abend kommt sie aus dem Sprachkurs und bringt mir eine kleine Tafel Schokolade mit. Sie wollte sich entschuldigen, weil sie so wenig im Haushalt gemacht hat.  Dabei fand ich das völlig ok, zum einen war sie mit der kranken kleinen Hexe gut ausgelastet und zum anderen hatte sie ja auch noch ihre angeschlagene Hand.  Zum Glück scheint es aber besser zu werden und nur verstaucht zu sein. 

Und wer kennt eigentlich noch das Phänomen, dass Kinder den ganzen Tag topfit spielen und am Morgen zielsicher mit 37,9 Gard Fieber aufwachen.  Zwar eigentlich fit, aber eben nicht Kiga tauglich. Und auch hier kein langes Gesicht von unserem Au-Pair, sondern sie hat den Vormittag mit der kleinen Hexe gut verbracht.  Und heute Nachmittag hatte sie sich dann einen freien Nachmittag auf dem Balkon gut verdient. Denn der Gatte und Ich hatten beide frei und haben auch das schöne Wetter im Garten mit den Kids genossen.

Zwischenstand Alltag oder „Es lebe das Chaos“

April 14, 2010

Nach gut einer halben Woche zurück im Alltag hier unser Zwischenstand:

– 1 Kind mit 40+ Fieber =Au-Pair als Retterin in der Not = der Beweis, das wir ohne Au-Pair den Alltag nicht wirklich überleben würden.

– Au-Pair mit verletzter Hand durch Sturz beim Inlinern = nur eingeschränkt Dienstfähig, aber bisher zum Glück noch kein echtes Problem.

– 1 Vater mit „tollen“ Neuigkeiten aus der Klinik ab nächstem Monat drohen wieder verstärkt Dienste da viele Kollegen dabei sind sich neue Jobs zu suchen und die Studenten für Wochenenden alle ins Examen gehen.

– 1 Mutter die bisher wohl den besten Start hatte aber deren Heuschnupfen den Beginn des Frühlings feiert.

Fazit:  Wir sind eigentlich schon wieder bereit für noch 2 Wochen Urlaub, aber das wird wohl erstmal nichts. Jetzt hoffe ich ganz fest, dass die Hand unseres Au-Pairs nicht gebrochen ist und die kleine Hexe Morgen wieder Kiga tauglich, heute ist sie zumindest wieder Fieber frei.

Am meisten Sorgen macht mir ja langfristig die Lage im Krankenhaus. Ich habe mich so daran gewöhnt, dass wir 2-3 Wochenenden im Monat sicher frei haben, ich möchte mir gar nicht vorstellen wie es wird, wenn es wieder Monate mit 10-14 Diensten gibt. Das ist der Albtraum und zwar nicht nur für den Doktor, sondern auch für die Familie.  😦

Ach ja es gibt auch positives:

– Dass Wetter ist schön

– Ich konnte heute ausschlafen, weil mich unser Au-Pair und die Kinder einfach nicht geweckt haben.

– Ich habe 3 Besucherkinder und trotzdem Ruhe zum schreiben, weil sie sich gerade gut verstehen und gegenseitig beschäftigen

– Die kleine Hexe ist auf dem Weg der Besserung

– Die große Hilfe ist den ganzen Weg vom Kiga ohne Meckern nach Hause gelaufen

Fazit 2 : Eigentlich geht es uns gut und wir jammern auf hohem Niveau.

Au-Pair auf Heimaturlaub

März 25, 2010

Unser Au-Pair hat seinen Koffer voller Süssigkeiten gespackt und fährt Morgen Nachmittag für 14 Tage nach Hause.  Sie wirkt aber gar nicht so glücklich. Ok sie hat wie immer vor freien Tagen eine Erkältung im Anmarsch, da gehört sie eindeutig schon zur Familie 😉 , aber ich hätte doch viel mehr Freude auf zu Hause erwartet. Hoffentlich hat sie trotzdem schöne Ferien.

Gestern Abend hat sie uns dann gefragt ob wir sie vielleicht am Freitag Nachmittag zum Flughafen oder Bahnhof bringen können. Bahnhof ist kein Thema (nur 10 Minuten Fahrt), aber beim Flughafen war ich diesmal egoistisch. Sie fährt mit dem Zug und 1x umsteigen 1 Stunde und mit dem Auto im optimistischen Fall 45 Minuten. Aber wie realitstisch ist das am Freitag Nachmittag bei Ferienanfang im Ruhrgebiet !?!?!?!??!??! 

Ich glaube sie war ein bischen enttäuscht, aber ich habe ehrlich keine Lust Morgen 2-3 Stunden im Auto zu sitzen, mindestens 30€ Sprit verfahren und das nur damit sie 15 Minuten Zeit spart. Jetzt mit ihrer Erkältung plagt mich ja schon wieder das schlechte Gewissen, aber wir bekommen morgen auch Besuch und daher ist es generell schlecht. 

Vielleicht habe ich auch Nein gesagt, weil sie damals den Flug einfach gebucht hat ohne mit uns darüber zu sprechen, oder weil mal wieder erst kurz vor knapp gefragt wurde.  Stelle gerade mit Entsetzen fest, ich bin doch nachtragend, dabei habe ich diese Eigenschaft bisher immer bestritten 😦 . 

Dabei werde ich sie sicher schon nach ein paar Tagen vermissen. Und zwar nicht nur als Hilfe bei den Kindern, sondern weil ich mich mit ihr gerne unterhalte und sie nach fast 9 Monaten wirklich zur Familie gehört. Die Kinder werden sie auch sehr vermissen. Und sie haben glaube ich auch ein bischen Angst, dass sie nicht wieder kommt. Aber da mache ich mir diesmal nicht zu große Sorgen.

Es lebe das Chaos

Februar 17, 2010

Kurzer Stand der Dinge nach 4 Tagen Krankenlager im Haus. Au-Pair und Kinder sind noch nicht wieder 100% auf dem Damm, aber wirken deutlich gesünder. Aber das Haus hat gelitten. Seit Tagen wurde kein Staubsauger mehr benutzt und unser Au-Pair scheint die Verantwortung für jegliche Hausarbeit abzugeben wenn ich zu Hause bin.  Schade sie räumt nicht mal mehr die Milch in den Kühlschrank oder dreckiges Geschirr in den Geschirrspüler. 

Aber auf der anderen Seite kümmert sie sich total liebevoll um die Kinder, liest vor, tröstet und hat heute Morgen sogar Milchreis für die kleine Hexe zum Frühstück gekocht. So konnte ich noch eine Stunde liegen bleiben und das ist nach der 4 Nacht mit zwei Kindern im Bett ein echtes Geschenk.  Aber Morgen muss ich wieder Arbeiten und dann bin ich mal gespannt wie es dann weiter läuft. 

Ich habe auf jeden Fall erstmal die Küche aufgeräumt und das größte Chaos im Haus beseitigt. Denn jetzt hat unser Au-Pair ihren freien Nachmittag und ich nutze meinen Nachmittag um mit den Kids mal wieder Grundordnung in die Kinderzimmer zu bringen. Unglaublich, wenn man die Spielsachen nicht alle 14 Tage durchsortiert gibt es nur noch ein Chaos. Und das beherrscht unser Au- Pair leider nicht. Sie räumt zwar auf, aber leider stellt sie im Kinderzimmer immer nur alles wieder irgendwie in die Regale. Wirklich drauf achten ob ein Puzzelteil vielleicht ins andere Zimmer gehört oder mal eine Kist durchsortieren klappt nicht. Schade aber so mache Ich es eben und kann so den Kindern auch gleich ein bischen Ordnung beibringen. Vielleicht schaut das Au-Pair sich ja das ein oder andere ab.  Aber nach über einem halben Jahr ist die Hoffnung wohl nicht mehr so realtistisch.

Kommisch ist nur, wenn ich arbeite klappt es super mit der Hausarbeit, wahrscheinlich ist sie genauso bequem wie ich als Teenager und nutzt jede Chance sich zu drücken.  Und meine Motivation es anzusprechen ist eher gering. Denn erstens sie macht einen tollen Job mit den Kindern und zweitens ist sie ja auch noch etwas angeschlagen. Daher ist es toll wenn ich mich hier ein bischen auslassen kann.  Und wenn ich mir das Gesamtpacket anschaue passt es für uns. 

Manchmal habe ich das Gefühl sie ist genauso unsicher zu sagen wenn ihr etwas nicht passt und revanchiert sich dann eben mit „Streik“ in Sachen Hausarbeit.  Es lebe die kommunikative Inkonsequenz.  Und dabei sollte man meinen nach 4 Jahren Erfahrung mit Au-Pairs sollte ich es gelernt haben über solche Dinge zu sprechen.  Es fällt mir aber  immer noch schwer deutlich zu kritisieren, loben kann ich viel besser und meistens klappt die positive Verstärkung auch.

Krankes Au-Pair 2

Februar 15, 2010

Da war ich in meinen Vorurteilen wohl zu früh. Gerade kommt unser Au-Pair aus ihrem Zimmer und teilte mit sie wolle heute zum Arzt. 

Ich habe also unseren Hausarzt angerufen und wie schon vermutet hat er Rosemmontag geschlossen, wie auch alle anderen Hausärzte in näherer Umgebung.  Der nächste Notdienst ist ca. 20 Minuten Fahrzeit entfernt.  Also Top Ausgangslage mit zwei halbkranken Kindern.

Auf Nachfrage was sie denn genau hat  kommt dann raus, es geht schon wieder besser, kein Fieber mehr, aber sie will auf jeden Fall Antibiotika, denn ohne geht es nicht weg.  So schlimm sei ihre Halzentzündung noch nie gewesen. Ich bin ja kein Freund von Antibiotika wegen jeder Kleinigkeit, aber sie schon und ihren Vorrat hat sie jetzt nach gut 6 Monaten aufgebraucht.  Da sie erwachsen ist und unseren Standpunkt kennt werde ich sie nicht daren hindern sich so zu behandeln wie sie es möchte und kennt.

Daher telefonisches Konsil mit dem Gatten und das Angebot unser „Notfallantibiotika für Kinder“ zu nehmen und abzuwarten ob es hilft und sonst Morgen oder Mittwoch zum Arzt zu gehen.  

So scheine ich  unseren ersten Notfall des Tages gut verarztet zu haben. Ja Ja ich als Arztfrau empfehle …. 😉 😉

Krankes Au-Pair

Februar 15, 2010

Unsere Familie verwandelt sich gerade mal wieder in ein Krankenlager. Neben den Kindern die beide kränkeln liegt auch unser Au-Pair flach.  Sie hat heftige Halzschmerzen und kann kaum etwas essen.  Der Gatte schwächelt auch schon ein wenig nur Ich scheine mich wacker zu halten. Klar Mütter werden ja nicht krank. 

Unser jetziges Au-Pair ist die erste die ihre Krankheiten eher offen zelebriert.  Die Mädchen vorher haben eher versteckt wenn es ihnen schlecht ging.  Aber diesmal wird es offen gelebt.   Temperaturen von 37.6 werden als schwerstes Fieber interpretiert und die Stimmung ist verständlicherweise auch im Keller, da natürlich am Wochenende keine Ausflüge gemacht werden konnten.

Wie die meisten Au-Pairs steht sie deutschen Medikamenten eher skeptisch gegenüber schluckt aber gerne und viel mitgebrachte Tabletten und Pulver. Nur die Schmerzmedikamente des Gatten sind hochbegegehrt. Aber da ist der Arzt im Haus sehr vorsichtig, nachdem er einmal gesehen hat, wie ein Au-Pair Schmerztabletten wie Smartis vernascht hat. Zum Arzt gehen und schauen lassen ob es etwas ernstes ist  möchte in der Regel kein Au-Pair. Keine Ahnung wie furchtbar Ärzte im Ausland sind, allein der Vorschlag zum Arzt zu gehen fördert in 9 von 10 Fällen die Genesung.  🙂 

Aber diesmal sind die Erkankungen günstig gelegt. Ich habe durch Karneval bis Mittwoch frei und kann so meine kranke Meute pflegen. Der Gatte vom Fach ist mal wieder auf 24 Stundendienst in die Klinik entschwunden und darf die Opfer des Karnevals verarzten. Mit ihm möchte ich heute nicht tauschen. Rosenmontag ist wohl fast vergleichbar mit Sylvester was die Besucher angeht.  Aber so kann er sich morgen Mittag dann zu dem kranken Rest auf die Couche legen. 

Also treten wir heute beide unseren Bereitschaftsdienst an. Er in der Klinik und Ich an der Mütterfront.

Und mein Plan für heute lautet. Hühnersuppe und Tee kochen und die Stimme ölen, denn ich darft gefühlte 1000 Bilderbücher vorlesen.  Gut das wir noch Holz für die Kaminöfen haben und so das Haus auf gemütlich 27 Grad heizen können.


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