Posts Tagged ‘Neues Au-Pair’

Au-Pair und Telefon

Januar 6, 2011

Zumindest unsere APs sind bisher alle mehr oder weniger mit ihren  Handys, Telefon, Internet verwachsen gewesen.  Und bei allen gab es das klassische Problem:

WIE KANN ICH WÄHREND DER ARBEITSZEIT MÖGLICHST VIEL UND UNGESTÖRT TELEFONIEREN ???????????????????????

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Kinderbetreuung Alternativen im Check

Dezember 17, 2010

Nachdem wir uns mit den Alternativ Möglichkeiten zum AP immer intensiver beschäftigt haben bin Ich jetzt nach einigen Recherchen und Gesprächen einen Schritt weiter.

OGS oder Verlässliche Schule bis Mittag

– Die OGS macht einen sehr guten Eindruck, sie haben ein gut klingendes Konzept und bieten für die Kinder viele AGs und Freizeit Möglichkeiten an. Dass wäre eine super Sache.   Für uns als Eltern entfällt nervige Fahrdienste zum Turnen, Tanzen, Musik Unterricht.

– keine  Warteliste, sondern man kann jederzeit einsteigen und bekommt einen Platz.

– Hausaufgaben Betreuung durch geschultes Personal und 2x in der Woche auch durch Lehrer der Kinder.

– Das Mittagessen ist billiger als im Kiga, kommt auch vom Catering.  Hat für uns den Vorteil, dass wir nicht auch noch ein AP mit Kochfähigkeit suchen müssen.

– Eine Frühbetreuung ab 7.30 ist in der OGS nicht möglich, dass geht nur mit der verlässlichen Schule, aber die steht nächstes Jahr auf der Kippe.  Und dort kann man auch erst Anfang des Schuljahres sagen, ob es weiter geht.

–> spricht erstmal alles eher für OGS, und evt kann man die Frühbetreuung der Verlässlichen Schule mitnutzen gegen einen kleinen Obulus mitbenutzen.

Putzfrau als Notfall Betreuung

–  Nach einem sehr netten Gespräch mit unserer Putzfrau bin Ich hier mal vorsichtig optimistisch.  Sie scheint starkes Interesse zu haben und fand die Idee mehr zu arbeiten sehr attraktiv.

–  Die Arbeit auf „Abruf“ und die mögliche frühe Anfangszeit scheinen ihr nichts auszumachen. 🙂

– Ihre Tochter würde wahrscheinlich sogar als Babysitter für Nachmittags, Abends einspringen können 🙂

– Wir hätten zusätzliche Entlastung bei der Hausarbeit durch 2-3x in der Woche Hilfe durch eine motivierte Kraft.

–> klingt alles auch erstmal sehr positiv. Sie wird über Weihnachten mit ihrer Familie beraten und dann müssen wir rechen ob und wie es sich für sie am besten lohnt und für uns bezahlbar ist.

Au-Pair Suche

–  bisher sehr schleppend,  viele nette Kontakte die aber immer dann abbrechen, wenn es ernst werden könnte (skypen, telefonieren ..)

– viele Mädchen die nicht wirklich auf unser Anforderungsprofil passen (kein Schwimmen, kein Radfahren)

– nur 2 ernsthafte Bewerberinnen, die auch wirklich in Frage kommen könnten.

–>  wird noch nicht aufgegeben, aber Ich werde erstmal keine neuen Kontakte aufnehmen.  Ein Mädchen kommt uns vielliecht im Dezember besuchen, dann werden wir sehen, ob der Funke überspringt. Aber wenn nicht tendiere ist immer stärker zum Experiment :

LEBEN OHNE AU-PAIR

Au-Pair Alternativen

Dezember 13, 2010

So jetzt haben wir das ganze Wochenende überlegt wie ein Alternativ Betreuungsmodell zum Au-Pair aussehen könnte.

Eine mögliche Alternative :  baut auf 4 Säulen

Kiga für Kleine Hexe 45 Stundenbetreuung von Mo-Do 7.15-16.45  und  Fr. bis 14.15 Uhr

OGS für Große Hilfe   von 7.30-16.00 Uhr und Fr.  auch bis 14.00 Uhr

Putzfrau 2-3x in der Woche  für 3-4 Stunden für Hausarbeit und als Nofallbetreuung im Krankheitsfall

Arbeitszeit Optimierung: Arbeitszeit Mama auf 3 max 4 Tage pro Woche verteilen  + Dienste des Gatten möglichst auf Putzfrauenfreie Tage abstimmen.

Finanzielle Seite:

Wenn man alle Nebenkosten einrechnet kostet uns unser Au-Pair zwischen 450 und 500€ im Monat.   Diese Kosten würden bei der Alternative wegfallen, dafür würden die Kosten für die Putzfrau um ca. 200€ pro Monat steigen  + OGS von ca. 50-100€   also insgesamt    450€ gegen  250-300€.   Auf der Kostenseite erstmal ein Plus.  Wenn der Kigabeitrag in NRW fürs letzte Jahr wirklich wegfällt noch viel mehr, aber das ist ja unabhängig vom AP.      Wir hätten also auch noch genug Geld um im Notfall Überstunden zu bezahlen und hin und wieder einen Babysitter für Abends/Wochenende.

Probleme:

–  Der Kiga Beginn liegt mit 7.15 genau 15 Minuten zu spät um wirklich sicher und stressfrei zur ersten Stunde in die Schule zu kommen. Daher müsste meine Stundenplanung mir auch nächstes Jahr entgegen kommen immer erst zur 2. Stunde anzufangen.

– Konferenzen, Elternsprechtage  und Abendtermine  sind durch Kiga und OGS nicht abgedeckt und müssten durch Babysitter, Spieldates, Omas abgedeckt werden.

– Krankheit der Kinder wird deutlich problematischer, da wir nicht mehr spontan am Morgen entscheiden können ein Kind zur Sicherheit mit leichtem Fieber zu Hause zu lassen.  Entweder müsste kurzfristig unsere Putzfrau einspringen, oder ein Elternteil seine Kinder Krankentage nehmen .   Bisher habe Ich mir diese Tage immer für absolute Notfäller (Krankenhaus, Lungenentzündung, Arztbesuch notwendig) aufgehoben.

– Kleine Bequemlichkeiten fallen weg (Spülmaschine wird jeden Tag ausgeräumt, spontane Kinobesuche, Helfende Hand beim Frühstück/Anziehen der Kinder)

– Die Frage ob unsere Putzfrau an so einem Angebot überhaupt interessiert ist. Sie lebt von Harzt IV und Ich kann nicht abschätzen, ob es für sie nicht sogar „schädlich“ ist, wenn sie aus dem Bezug rutscht, weil sie dann nicht mehr Krankenversichert ist.  Aber eigentlich ist sie fleißig und sehr motiviert.

– Die Frage ob wir einen Platz in der OGS bekommen würden.

Positive Aspekte:

+  Wir haben unser Haus wieder für uns inkl. Gästezimmer

+ Wir sparen zwischen 250-300€ pro Monat

+ Keine Fahrdienste 2x die Woche zum Sprachkurs

+ Keine langwierige Suche nach neuen Au-Pairs

+ Keine 2-4 Wochen Einarbeitung in den Sommerferien

+ Auch „Schwere“ Hausarbeit (Bügeln aller Wäsche,  Fenster putzen,  Keller putzen, evt. Vorgarten pflegen) kann an Putzfrau delegiert werden.

+ Keine  Zeit mehr für Organisation und Gespräche über  Urlaub, Studium, Liebe …. die pro Woche locker 1-4 Stunden, je nach AP und Stimmung  kosten.

+ Spontane Änderungen im Familienalltag (Spieldates, Essen gehen, Ausflüge) ohne auf das AP Rücksicht nehmen zu müssen

Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden, aber Ich bin überrascht wie viele positive Aspekte diese Alternative hat und wie wenig Nachteile mir bisher eingefallen sind.  Bitte gerne von erfahrenen Gastmüttern vergessene Nachteile nennen.

Wir werden auf jeden Fall die Suche noch nicht einstellen und mit den beiden verbliebenen Bewerberinen weiter Kontakt bleiben und skypen, aber wenn Ich nicht ein 100% positives Gefühl habe, dann werden wir die Alternative ernsthaft in Betracht ziehen.   Und bis dahin unser vielleicht letztes Au-Pair noch richtig genießen.

Kleinigkeiten

September 4, 2010

Es sind die Kleinigkeiten die unsere Olga bisher zu einem überdurchschnittlichen Au-Pair machen.

– Sie ist fast immer fröhlich. Etwas was man nicht erwarten kann, aber das Zusammenleben soviel angenehmer macht.

– Sie ist Mir in vielen Punkten ähnlich. Sie ißt gerne, sie hört die gleiche Musik, sie kann wie ich stundenlang reden. So findet man auch schnell eine persönliche Ebene.

– Sie kann mit den Kindern rumalbern, aber auch im richtigen Moment streng und konsequent sein.

– Sie ist neugierig und gewillt ihr Jahr in Deutschland zu genießen und hat dafür ziemlich genaue Pläne.

– Sie scheint sich bei uns wohlzufühlen. Und sucht das positive an ihrer neuen Situation.  Es macht einfach viel mehr Spaß etwas fürs AP zu machen, wenn echte Freude zurück kommt.

– Sie ist intelligent und denkt in den gleichen Mustern wie Ich.  Sie mag meine Pläne und Listen und ist nicht geschockt. Und sie überlegt viel warum wir etwas tun und fragt nach.

– Sie ist neugierig und offen genug um sie für unsere Motive und Gedanken zu interessieren und läßt uns an ihren teilhaben.

Alles in allem habe Ich bei ihr das Gefühl, dass ich von ihr schon nach 3 Wochen mehr weiß, als von anderen APs nach 12 Monaten. Ich bin gespannt wie mit ihr die 3 Monatskrise wird. Wahrscheinlich haben wir sie schon nach 2 Monaten, bisher hat sie ja alles viel schneller als andere APs gemacht.

Heute ist sie übrigens mit Heißer Russlandboy Nr. 4 oder 5?  auf Tour.  Ich bin gespannt. Aber auch hier ist sie ehrlich und kann mit uns gemeinsam über ihre vielen Bekanntschaften lachen. Ich bin gespannt ob es einer der Verehrer mal zu etwas erstem bringen wird. Denn bisher scheint von ihrer Seite eher der Spaß im Vordergrund zu stehen. Aber solange sie nicht alle mit nach Hause bringt beobachten wir es mit neugieriger Anteilnahme.

Noch nicht ganz klar ist mir dagegen, ob sie wirklich ernsthaft nach einem Mann zum heiraten sucht, oder ob es wirklich nur die Lust am Flirten ist. Aber wir werden sehen. Und unsere Mädels werden ihr in 10 Jahren wahrscheinlich dankbar sein. Uns wird dann so schnell nichts mehr schocken. 🙂

Au-Pair und Ansteckende Krankheiten ( HIV, HEP B, C …)

August 23, 2010

Mir fällt ein Stein vom Herzen, alle Blutuntersuchungen auf HIV und Hep C  bei unserem Au-Pair sind in Ordnung.  Nachdem wir schon einmal ein Au-Pair mit Hep C hatten, wiederholen wir diese Untersuchungen immer nochmal direkt nach Anreise.  Und mir fällt jedes Mal ein riesen Stein vom Herzen wenn dann alles ok ist.

Ich finde es erscheckend wir wenig die Agenturen über dieses Thema aufklären oder vielleicht wirklich auch selbst wissen. Mir haben mehrfach Au-Pairs bestätigt, dass ihre Gesundheitsatteste gekauft wurden oder eben „Gefälligkeiten“ sind.  Und gerade in Osteuropa und Afrika sind die Durschseuchungsraten mit HIV und Hep C unglaubliche hoch.  Hier investiere ich gerne die 100€ für die Tests. Wir sagen das den Au-Pairs auf immer direkt vor der Einladung, dass wir nach Ankunft einmal Blut brauchen. War bisher für alle ok. Und die Gefälligkeiten gibt es hier ja auch. Als ich als Au-Pair 96 in die USA bin meinte mein Hausarzt auch nur. Auch den Test sparen wir. Du bist gesund und ich schreibe alles ok.  Sowas kommt also selbst im tollen Deutschland vor.

Wie gehen eigentlich andere Gastfamilie mit diesem Thema um? Wurdet ihr von euren Agenturen aufgeklärt oder habt euch selbst mit dem Thema beschäftigt?  Ist zwar ein unschönes Thema, aber leider wichtig.

Arbeitspläne

August 23, 2010

Jetzt haben wir den Honeymoon der Au-Pair Zeit nach gut 2 Wochen hinter uns gelassen und es wird Zeit den normalen Alltag einziehen zu lassen.  Ich habe zwar noch eine Woche Urlaub, aber Ich merke, dass es Zeit für klare Arbeitszeiten und Aufgaben wird.  Bisher hat Olga fast immer den ganzen Tag mit uns verbracht, aber eben auch viele kleine Auszeiten genommen wann es ihr zu passen schien.  Das war für uns super, weil sie so unsere ganze Routine von Morgens – Abends mitbekommen und viel Zeit mit den Kindern verbracht hat.  Aber es hatte auch den Nachteil für beide Seiten, dass nie ganz klar war ob sie jetzt arbeitet oder nicht.

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Grenzen testen

August 19, 2010

Jetzt ist sie da, die Phase im Au-Pair Jahr die ich am meisten hasse.  Es werden Grenzen getestet. Olga hat es ja im Sturm geschafft die Herzen unserer beiden Damen zu erobern und so hat sie jetzt das zweifelhafte Vergnügen gründlich getestet zu werden. Normalerweise kommt diese Phase bei uns immer etwas später, aber da die Kinder sie für nett und toll befunden haben muss sie früh dran glauben.

Ein paar Beispiele:

Die Kinder versuchen sie auszutricksen. Wenn Ich etwas verbiete fragen sie einfach Olga. Aber bisher hat sie sich da super geschlagen.  Und Ich bin ja zum Glück auch schon recht erfahren in diesen Dingen. Man war ja auch mal Kind.  😉

Ins Bett gehen wenn wir Eltern nicht da sind. Auch hier wird versucht möglichst lange und mit viel TV aufzubleiben, aber auch hier hat sie sich für den ersten Versucht recht gut geschlagen. Es wurden zwar 2 Folgen statt einer geschaut und die Damen haben ca. 3x soviele Gute Nachtgesschichten bekommen wie normal, aber am Ende hat sie sie ins Bett bekommen.  Ich denke wir werden es in Kürze nochmal probieren und dann klappt es schon viel besser.  Es fällt fast allen APs schwer gerade am Anfang richtig streng zu sein. Und kleine Kinder nutzen dies schamlos aus.  Aber sie fragt immer noch viel nach und versucht Tips umzusetzen.

Auch beim Essen probieren die Kinder was möglich ist, aber da merkt man die gute Kinderstube unsere Olga. Sie achtet sehr auf gute Tischmanieren und die Damen beißen auf Granit.

Problematischer wird wohl mal wieder der Umgang mit Ketschup, Mayo und Co.  Ich weiß nicht warum, aber bisher waren fast alle unsere APs süchtig nach diesen Junk Food Saucen. Hat vorher eine Flasche Ketschup fast ein Jahr gereicht und Mayo wurde regelmäßig schlecht, kann ich jetzt fast wöchtenlich Nachschub holen.  Am liebesten wird Morgens, Mittags und Abends auf alles Ketschup und Mayo gepackt.  Die Kinder sind natürlich begeistert, aber meine Begeisterung hält sich in engen Grenzen.

Und da sind wir bei der Kehrseite des Grenzen testen. Auch Au-Pairs testen und brauchen Grenzen.  Und Essen ist häufig der erste Schauplatz.  Unsere Olga schaute ganz traurig, bei der Nachricht, dass wir Ketschup eigentlich nur zu Pommes oder Würstchen essen und nicht bei jeder Mahlzeit auf den Tisch stellen.  Ich habe ihr gesagt, sie kann Mittags wenn sie allein ißt gerne soviel davon essen wie sie mag, aber wenn wir alle gemeinsam essen bitte nicht.  Klappt bisher auch ganz gut. Sie stellt ihn nicht mehr jedes Mal mit auf den Tisch.

Weiter Punkt  Klassiker für APs die ihre Grenzen suchen:  Schönheitspflege

Ich finde es immer wieder faszinierend wieviel Zeit ein Au-Pair damit verbringen kann zu duschen und sich anschließend aufzubrezeln.  Heute sind wir um 11. 00 Uhr aus dem Schwimmbad gekommen.  Ich wurde gefragt ob es ok ist wenn sie sich kurz die Haare macht.  Ich sag noch völlig naiv Kein Problem.

Falsch gededacht. Eigentlich hatten wir besprochen (zumindest hatte ich es so verkündet), dass wir kurz aufräumen und Mittagessen, dann alle kurz Pause machen und später auf den Spielplatz gehen.  Ok vielleicht hat uns hier die Sprachbarriere eine Falle gestellt, nehme Ich jetzt einfach mal zu ihren Gunsten an.

Um 11.45 hatte ich das Mittagessen fertig und schickte ich die Kinder los unser AP zum Essen zu holen.  Sie kam im Handtuch und informierte mich, dass sie noch eben die Beine fertig rasieren müsse.  Nach 15 war sie im Bademantel unten.  Nach dem Essen hat sie angeboten den Tisch abzudecken.  Ich also hoch ins Büro und angefangen ein paar Vorbereitungen fürs neue Schuljahr zu machen. Aber nach 15 Minuten verschwand sie erneut ins Badezimmer.  Die Kinder spielten allein im Kinderzimmer und sie wurde bis 13.30 nicht mehr gesehen. Danach kam sie immer noch mit nassen Haaren wieder raus und verkündete sie hätte jetzt auch das zweite Bein fertig.

Ich habe dann deutlich bestimmter gesagt, dass sie mit den Kindern auf den Spielplatz gehen soll, weil 1. das Wetter mal wieder gut ist und 2. Ich noch arbeiten muss.  Ok Ich mache mich schnell fertig, in 30-60 Minuten bin Ich unten.  Da ist mir ja erstmal die Kinnlade heruntergefallen.   Ich habe dann ziemlich deutlich gesagt, dass sie um 14.00 Uhr losgehen sollen.  Aber sie hat erstmal in Ruhe ihre Nägel gemacht und sich dabei mit der großen Hilfe über Maniküre unterhalten.   Um 14.15 war das Wellness Programm dann beendet und die 3  sind auf den Spielplatz gegangen.  Aber da sind wohl noch ein paar klare Regeln notwendig.  Am Morgen klappt es ja super mit der Pünktlichkeit, aber solche Wellness Events darf sie an normalen Arbeitstagen doch bitte auf den Abend oder ihre freien Stunden am Vormittag verlegen.

Ich denke hier sieht man auch wie wichtig ein klarer Arbeitsplan ist. Bisher hatte sie ja keine wirklich festen Arbeitszeiten und wir haben einfach den Tag gemeinsam verbracht. Aber ab spätestens nächste Woche gibt es klare Arbeitszeiten und Freizeiten. Denn sonst reißen solche Dinge viel zu schnell ein. Denn Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie der Ansicht war sie hätte frei, während Ich gewartet habe wann sie denn endlich runter kommt und mir die Kinder abnimmt.

Ich denke ein Grund für die Wellness Orgie war wohl auch Igor aus dem Internet, der sie heute Abend vielleicht =  ziemlich sicher besuchen will.  Auch hier bin Ich gespannt, wie es mit der Pünktlichkeit  dritter Klassiker klappt. Denn ein zweites Mal würde ich eine solche Verspätung wie am Sonntag schon sehr problematisch finden.  Denn Morgen muss sie die kleine Hexe in den Kiga bringen und Ich möchte mir ihr gemeinsam die Kinderzimmer aufräumen. So bekommt sie nämlich einen viel besseren Eindruck über die Kleidung und Spielsachen der Kinder.

Also nicht nur unser Au-Pair muss lernen klare und deutliche Grenzen zu setzen. Ich bin auch gefragt und genau wie bei den Kids gilt auch hier.  Was am Anfang nicht klappt und klar geregelt wird, dass nervt einen für den Rest des Jahres.  Und heute lag der Fehler mindestens genau so bei mir, Ich hatte nicht klar eine Uhrzeit gesagt, sondern bin davon ausgegangen, dass Haare machen nicht länger wie 30 Minuten dauert.

Erste Woche

August 17, 2010

Jetzt ist Olga schon eine Woche bei uns.  Es kommt mir auf der einen Seite schon so vor, als ob sie viel länger bei uns wohnt und auf der anderen Seite ist die Zeit super schnell vergangen.  Sie hat ihren sehr guten Eindruck der ersten Tage bestätigt, aber auch schon die erste kleine Wolke an die Himmel gelassen.   Aber der Reihe nach.

Die Kinder lieben sie und haben sie voll in ihr Herz geschlossen. Sie bekommt jeden Abend ausführlich Gute Nacht gesagt und darf beide Damen ohne Probleme ins Bett bringen, anziehen und sonstige eher heikle Aufgaben übernehmen.

Sie hat auch ihre ersten Feuerproben ziemlich gut gemeistert. Gestern Abend war sie zum ersten Mal Abends allein mit den Kindern. Wir hatten Hochzeitstag und sind Essen gegangen und Sie hat die erste Au-Pair Party mit den Kids veranstaltet. Alle hatten Spaß, aber das allein ins Bett bringen hat noch nicht 100% geklappt. Als wir um halb Zehn wieder gekommen sind waren noch beide Kinder bestens gelaunt auf und sie war bei der 10 Gute Nacht Geschichte.  Aber sie hat dann trotzt unserer Rückkehr beide Mädchen ins Bett bekommen.   Die Phase des Grenzen testen geht also diesmal sehr früh los.  Klar sie ist nett, also schauen die Damen wie nett.    Aber sie hat sich nicht entmutigen lassen und wir haben anschließend noch in der Küche über Erziehung, Konsequenzen und die typischen Schwierigkeiten am Anfang geredet. Und ganz toll finde ich, sie nimmt Tips dankbar an und versucht sie wirklich umzusetzen.  Sie bleibt immer freundlich und ruhig, aber sie setzt auch klare Grenzen.

Heute hat sie zum ersten Mal die Kleine Hexe allein in den Kiga gebracht und es hat gut geklappt und sie hilft immer noch  toll im Haushalt. Eine Perfektionistin in unserem Genie beherrscht Chaos Haus, ich hoffe sie verzweifelt nicht. Ich bin auf jeden Fall begeistert.

Die kleine Wolke hatten wir am Sonntag Abend. Pünktlichkeit und Au-Pairs ist ja eine ganz eigene Sache. Sie hat Besuch von Igor aus dem Internet bekommen und wollte mit ihm noch in die nächste Stadt fahren. Kein Problem und Ich fand es super lieb, dass sie ihn uns vorgestellt hat.  Sie hat auch ganz freundlich gefragt wann sie wieder da sein muss. Ich etwas überrumpelt sage: Mitternacht ist ok.  Und wünsche viel Spaß.  Mitternacht ist auch sonst bei uns vor Arbeitstagen die Zeit wo ich erwarte, dass unsere Au-Pairs normalerweise zu Hause sind.

Als sie um 0.30 Uhr immer noch nicht wieder Zuhause war habe ich mir doch angefangen Sorgen zu machen und ihr eine SMS geschickt. Sie hat auch sofort zurückgerufen. Alles ok sie kommt umd 2.00 Uhr.    Ich war  erstmal beruhigt, aber mäßig begeistert sauer.  Ein toller Anfang, aber erstmal nicht zu ändern. Aber ihr schlechtes Gewissen hatte sie dann doch. Um 1.00 Uhr versuchte sie verzweifelt die Tür aufzuschließen, aber die hat manchmal ihre Macken. Es war ihr super peinlich, dass ich im Nachthemd aufstehen musst und sie reinlassen.   Da Igor noch vor der Tür stand, habe ich die Standpauke auf den nächsten Morgen verschoben.

War aber im vollen Umfang zum Glück nicht notwendig. Denn sie ist sogar eine 1/4 Stunde früher aufgestanden hat Frühstück gemacht und sie glaubhaft und ehrlich entschuldigt. Es tat ihr wirklich leid und ihr war nicht klar, dass wir uns Sorgen machen und auf Sie warten. Wir haben jetzt nochmal erklärt, dass sie am Wochenende oder Freien Tagen natürlich machen kann was sie möchte, aber wir erwarten, dass sie eine SMS schickt, wenn sie später als verabredet kommt oder bei Freunden schläft.  Denn das machen wir im Gegenzug auch.  Und an Arbeitstagen ist es mir wichtig, dass sie Morgens ausgeschlafen ist und wir auch. Und wenn sie erst mitten in der Nacht nach Hause kommt stört sie nicht nur unseren Schlaf, sondern ist am nächsten Morgen wahrscheinlich auch nicht fit und belastbar.  Hat sie auch eingesehen und Ich hoffe die Lektion muss nicht wiederholt werden.

Positiv ist mir aufgefallen, dass sie ihrem Bekannten nicht die Schuld gegeben hat, sondern den Fehler ganz klar bei sich gesucht hat. Das kenne ich aus Erfahrung auch anders. Da waren immer alle andern nur man selbst nicht schuld.

Ein Punkt der für sie noch nicht optimal ist, das Internet. Wir haben uns nach diversen Diskussionen über Downloads und Viren entschieden, dass es uns 15 Euro im Monat wert ist, dem AP eine eigene Flatrate auf ihren Namen = ihr Risiko zu stellen und unser eigenes Netzwerkt wieder nur für uns zu nutzen. Aber die Aldi Flatrate ist nicht der Knaller . Wir bekommen hier nur GPRS und die Seitenladezeiten sind wirklich langsam und Skypen geht auch nicht mit Video. Also ist unser AP etwas ziemlich frustiert.  Kann ich auch gut verstehen. Sie versucht jetzt schon seit 3 Tagen mich zu überreden sie doch in unser Netz zu lassen. Und bisher macht sie ja auch einen zuverlässigen und ehrlichen Eindruck.  Das Problem ist nur unser WLAN ist zur Zeit eine Katastrophe. Es hat ständig Aussetzer für einige Stunden und manchmal leider auch Tage. Nur finden wir leider nicht die Ursache. Und für eine komplett neue WLAN Anlage ist im Moment eigentlich kein Geld da. Also wird sie wohl mit der langsamen Qualität leben müssen für die nächsten Wochen.

Morgen machen wir mit der ganzen Familie einen Ausflug zu den Großeltern und zeigen ihr mal eine ganz andere Gegend.  Und bisher hat sie an allen Familieaktivitäten mit Begeisterung teilgenommen. Das ist so ein schönes Gefühl. Wir haben fast zum ersten Mal ein Au-Pair, dass wirklich eine riesen Neugier auf Deutschland, die Menschen, das Essen und alles andere hat.  Und wir reden beide gerne. Die große Hilfe hat sich zwar schon beschwert, dass wir zuviel Englisch reden. Aber  Diskussionen über die Preispolitik bei Aldi, Erziehungsprobleme und allgemeine Politik kann sie eben noch nicht auf Deutsch führen.

Ich werde weiter berichten und hoffe alle anderen haben auch Glück mit ihren neuen Au-Pairs oder Gastfamilien.  Denn wir erleben gerade wie schön eine gute Au-Pair Beziehung sein kann.

Erstes Wochenende

August 14, 2010

Ihr erstes Wochenende hat Olga mit uns gemeinsam verbracht. Zuerst wollte sie einen Bekannten  treffen, aber dann hat sie sich doch entschieden lieber mit uns schwimmen zu gehen und den Nachmittag  in der Hängematte zu verbringen und zu grillen.  Sie integriert sich unglaublich schnell.  Wir hatten schon viele tolle und liebe Au-Pairs, aber mit ihr ist es einfach unverkrampft, dass hatten wir so am Anfang noch nie.

Gestern Abend ist so spät noch auf die Terrasse gekommen und hat sich lange mit uns unterhalten.  Sie hat ein bischen Angst vor Dunkelheit und vor dem Alleinsein. Sie ist hilfsbereit, räumt ungefragt die Küche auf oder die Spülmaschine aus und auch sonst klappt es super. Und Ich habe nicht den Eindruck, dass sie sich besonders verstellt, sondern es scheint einfach ihre Art zu sein sehr offen auf Leute zuzugehen.

Sie ist aber auch ein Perfektionist im Gegensatz zu Mir, wir haben heute eine Partie Schach mit den Kindern gespielt und die Große Hilfe und Ich haben gewonnen, dass hat sie richtig geärgert.

Es ist richtig ungewohnt soviel Zeit mit einem Au-Pair zu verbringen. Unsere sonstigen Au-Pairs haben sich immer viel in ihr Zimmer zurück gezogen.  Am Wochenende sind sie auch fast nie mit in den Garten gekommen, sondern eher auf ihren eigenen Balkon gegangen. Aber  bis jetzt gefällt mir ihre Art sehr gut.

Für Sie ist es gemein, aber ich glaube es ist für uns ein riesen Vorteil, dass die anderen Au-Pairs im Ort zur Zeit alle im Urlaub, oder schon Zuhause sind.  Das neue Au-Pair unserer Nachbarn kommt Ende August und in der anderen Familie ist der Wechsel wohl für Oktober geplant.  Also ist Sie auch sehr auf uns angewiesen. Aber Ich habe nicht den Eindruck, dass sie unglücklich oder einsam ist.  Sie hat viel Kontakt übers Internet und es gefällt ihr glaube ich richtig gut am Familienleben teilzunehmen.

Nächstes Wochenende will sie aber aktiv werden. Ihr Bekannter will sie mit auf eine russische Hochzeit nehmen.  Also will sie von Freitag – Sonntag nach Hannover fahren.  Sie hat mich schon vor ihrer Ankunft um meine Meinung gefragt und ob es für uns ok ist.  Ich bin ja bei Bekannten aus dem Internet immer sehr skeptisch, aber sie scheint ihn schon lange zu kennen und daher hoffe ich es  geht gut.  Aber nach meinem ersten Eindruck ist sie hoffentlich  clever und vernünftig genug um rechtzeitig die Notbremse zu ziehen, wenn er doch nicht vertrauenswürdig sein sollte.  Und sie will ihn uns vorher vorstellen 🙂

Und es ist auch schön, dass sie schon Ansprechpartner hat.  Sie kennt in der Nähe von Hannover auch noch Freunde ihrer Eltern und auch dort will sie wohl vorbei schauen. Ihre Winterjacke ist schon dort 😉

Morgen kommen meine Schwester und ihr Mann zu Besuch um Olga kennen zu lernen und Ich bin mal wieder Strohwitwe, da der Arzt in der Familie mal wieder Dienst hat. Und zwar wie in alten Zeiten 3 Hausdienste in einer Woche. Das wird super.  Aber auch hier ist sie toll. Ihre Mutter ist selbst Ärztin und sie kennt diese Arbeitszeiten und daher ist es für sie normal. Andere APs haben hier immer am Anfang seltsam geschaut, wenn der Gastvater für 24 Stunden verschwindet.

Deutsche Sitten und Unsitten

August 12, 2010

Danke erstmal allen die uns Glück für unser neues Abenteuer mit Olga gewünscht haben.

Jetzt sind die ersten aufregenden 2 Tage vorbei und so langsam kehrt der Alltag wieder ein. Heute haben wir sie im Kiga vorgestellt und Ich habe mit ihr eine erste kurze Runde durch unser Dorfzentrum gedreht.  Sie kennt jetzt auch die Bank, den Supermarkt und den Schlecker.  Ihr gefällt die freundlich Art der Deutschen 🙂 , hier im Ort ist es noch sehr verbreitet sich zu grüßen und zwar egal ob man sich kennt oder nicht. Da sie aus einer Großstadt kommt ist es für sie völlig überraschend. Aber sie grüßt immer strahlend zurück und freut sich.

Andere deutsche Besonderheiten die ihr auffallen, oder einfach gut gefallen:

– Wir haben Bälle an den Stromleitungen (in der Nähe des Flugplatzes)

– Es gibt so viele Solaranlagen und Windräder

– Sie mag unsere Straßen, weil sie ohne Schlaglöcher und gut gepflegt  sind .

– Alles wirkt sauberer und gepflegt.

– Sie mag das Lokale Radioprogramm

Auf der Bank hatten wir aber leider auch schon unser erstes Highlight zum Thema „Peinliche Deutsche“. Eine ältere Dame, die mich in ihr Herz geschlossen hat seit sie mitbekommen hat, dass ich „Arztfrau“ bin fragt jedes mal wenn wir uns sehen, wann denn endlich der fehlende Junge kommt.  Heute war sie natürlich auch sofort neugierig.  Ihr Kommentar: „Na da sind sie aber froh endlich in Deutschland zu sein.  Die Ukraine ist ja auch furchtbar :=0 “ Unser Au-Pair und Ich auch standen erstmal sprachlos über soviel Taktlosigkeit da. Manche Leute sind echt unglaublich. Zum Glück war Olga nicht zu getroffen und Ich habe ihr erklärt, dass es eben auch hier Menschen gibt, die wenig Ahnung davon haben was Au-Pair bedeutet und wie es in anderen Ländern ist.

Jetzt machen wir gerade beide ein bischen Pause und dann werde ich mit ihr eine Runde Hausarbeit machen.  Es sind eben sehr  viele Kleinigkeiten an die man denken muss.  Der erste Fehler ist uns schon gestern Abend passiert. Ich habe vergessen zu kontrollieren ob die kleine Hexe wirklich eine Pampers an hat. Natürlich nicht, man will ja nicht als Baby vor dem neuen AP dastehen. Also durften wir gestern Nach noch 1x Betten wechseln. Aber es erinnert uns daran, dass jetzt für einige Zeit wieder nichts mehr selbstverständlich ist.

Der Abend gestern war übrigens richtig nett. Wir haben uns gut unterhalten über alle möglichen Themen und sie spricht sogar mit dem Gatten. Bisher waren fast alle APs am Anfang ihm gegenüber sehr schüchtern und zurückhaltend. Er ist auch ganz happy.

Tag 2

August 11, 2010

Mein erster Eindruck wurde heute voll bestätigt. Olga ist ein sympathisches, offenes und vor allen sehr engagiertes Au-Pair. Sie fügt sich mit einer Selbstverständlichkeit in die Familie, die ich so bisher noch nicht erlebt habe.  Die Kinder haben sie voll in ihr Herz geschlossen und Ich stehe daneben und staune.

Da wir gleich noch ein Glas Wein auf der Terrasse trinken wollen hier nur kurz ein paar Highlights von Heute:

Als ich gestern sagte, dass wir am Morgen um 7.40 Frühstücken und später gemeinsam zum Schwimmkurs fahren, meinte sie „Ok ich bin dann um 7.00 Uhr unten und helfe dir mit dem Frühstück und den Kindern“

Heute Morgen war sie fast pünktlich unten und hat ganz unkompliziert beim Tischdecken mitgeholfen und sich sofort versucht in der Küche zu orientieren. Sie fragte wo welche Dinge stehen und was wir normalerweise am Morgen essen.

Beim Schwimmkurs hat sie interessiert den Schwimmversuchen unserer Großen Hilfe zugeschaut und viel gefragt. Wir haben uns eine Stunde  unterhalten. Unverkrampft und einfach nett.   Hatte ich schon erwähnt, dass ich es liebe mal wieder Englisch zu sprechen.

Sie hat den Besucheransturm von 3 Omas/Opas mit Bravour gemeistert. Ist von selbst nach unten gekommen und hat sich vorgestellt.  Sie hat auch schon richtig viel mit allen gesprochen. Mehr wie manches AP nach einigen Monaten.   Und sie ist meiner Mutter sympathisch. Dieser „Oma Tüv“ lag bisher eigentlich immer ziemlich richtig. Wenn die Oma am Anfang ein „Seltsames Gefühl“ hatte war auch das AP Jahr eher durchwachsen und Omas Highlights sind auch unsere gewesen.

Dafür dass sie erst ein Jahr Deutsch lernt spricht sie super Deutsch und vor allem sie versucht aktiv. Sie möchte verbessert werden und die Kinder platzen vor Stolz, dass sie ihnen erzählt hat sie sind ihre „Sprachlehrer“

Sie hat ohne mit der Wimper zu zucken heute Nachmittag mit uns im Garten Apfel vom Boden aufgesammelt und wollte beim Rasen mähen helfen.

Obwohl sie jetzt Internet im Zimmer hat ist die Tür zu ihrem Zimmer 90% auf und sie kommt immer noch raus.

Sie ließt gerade seit 20 Minuten der kleine Hexe eine Gute Nacht Geschichte vor und ich kann bloggen.

So jetzt habe ich erstmal genug geschwärmt. Jetzt wollen wir gemütlich auf ihren Einzug anstoßen. Gestern ist das durch den vielen Besuch und den Rufdienst des Gatten leider nicht möglich gewesen.  Aber jetzt sind kleine Häppchen im Ofen und der Gatte feuert den Gartenkamin an.


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