Posts Tagged ‘Oma und Opa’

Glücklicher Hausfrauen Tag :)

Mai 8, 2012

Heute hatte ich Glückstag.   Ich hatte den ganzen Tag frei, da alle meine Klassen entweder schon ihren Abschluss haben,  heute Abschlussprüfungen schreiben oder auf Klassenfahrt sind.  Und selbst die Vertretungsplanung hat keine Aufgabe für mich gefunden 😉

Also habe ich meine beiden Damen heute Morgen gemütlich mit dem Rad in Schule und Kiga gebracht und mich dann in Ruhe an die Reorganisation meines Büros gemacht.  Unglaublich was in 2 Wochen an Papierbergen eingezogen ist und sich auf  und um meinen Schreibtisch verteilt.

Nach erfolgreicher Papiervernichtung habe ich mich an die Bettwäsche gemacht und unsere Handwerker bei der Arbeit beobachtet.  Wir haben diesmal wirklich nette, zuverlässige und fleisige Handwerker. Dank schönem Wetter konnte ich auch 3 Maschinen Wäsche im Garten trocken.

Gegen Mittag sind dann noch Oma und Opa zu Besuch gekommen und haben sich voller Tatendrang an unseren Vorgarten Dschungel  und die Kinderschränke gemacht.  Und in gut 2 Stunden haben wir es geschafft das Wäschechaos von Fr. Reinlich  und den Garten zu ordnen.     Wäsche sortieren gehört nämlich nicht zu Fr. Reinlichs Stärken.  Sie produziert immeer noch sehr überraschende Wäschestapel (Hose, 2 T-Shirts, Pyjama Oberteil, Turnhose,  Unterhemd,  Nachthemd) und legt diese ordentlich gebügelt in den Schrank.  Ich habe noch kein System erkennen können .  Dafür habe ich meine Wintersocken im Korb für Strumpfhosen der großen Hilfe gefunden.   🙂   Aber egal jetzt sind beide Kinderschränke auf Sommerzeit umgestellt und die Winterjacken gewaschen im Keller.

Den Rest des Nachmittags haben Opa und kleine Hexe mit einem Fussball Wettkampf und die große Hilfe mit 2 Freundinen auf dem Trampolin verbracht.  Oma und ich konnten somit gemütlich Kaffee trinken und und uns unterhalten.

So könnte jeder Dienstag sein 🙂

Ach ja der beste aller Gatten hat mal wieder Rufdienst und war sogar schon für 45 Minuten zu Hause bevor er erneut in die Klinik durfte.   Für ihn ist also kein Glückstag  😦     Aber immerhin hatte er noch genug Zeit seinen Auflauf zu essen den ich heute auch noch gaaaaaanz in Ruuuuuhe gekocht habe.

 

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Kinderbetreuung für Babies

Februar 15, 2012

Da meine Schwester gerade auf der Suche nach einer guten Betreuung für ihr Baby ist kommt auch bei mir dieses Thema wieder hoch.  Gerade beim ersten Kind ist man ja häufig noch sehr unsicher welche Form der Betreuung man überhaupt braucht und möchte.    Hinzu kommt  häufig ein latent schlechtes Gewissen ob es richtig ist sein Kind so früh überhaupt betreuen zu lassen.  Und die typischen Fragen.  Wann soll ich anfangen zu suchen, wo finde ich die Richtige Betreuung, wieviele Stunden brauche ich überhaupt  und und und. …..

Als Betreuung für Babies kommen verschiedene Betreuungsformen in Frage.  Häufig kommen sie einem in der folgenden Reihenfolge in den Sinn. (more…)

Somewhere over the limit ……

Februar 9, 2012

Der Härtetest für unser neues Betreuungskonzept ist da.   Seit gut 2 Wochen ist hier im Wechsel immer mindestens ein Kind und/oder Elternteil krank.  Nachdem wir ja letzte Woche unseren Freund Noro zu Besuch hatten, ist jetzt seine gute Bekannte  Madame Bronchitis  zu Besuch.     Vielleicht hätte ich nicht so oft sagen dürfen, dass wir bisher einfach gut durch den Winter gekommen sind.

Die Zutaten für eine Super Woche für Berufstätige Eltern:

Man nehme

–  1-2 kranke Kinder am besten im Wechsel

– Mindestens 1 Konferenz oder alternativ ein schöner Elternsprechtag

2-3 Dienste des Gatten im Krankenhaus

Einen Schwimmkurs der 4 von 5 Abenden in der Woche blockiert

– 2 Kindergeburtstage

–  Für Mama wahlweise einen Arzttermin,  Verabredung mit einer alten Bekannten oder Treffen mit Kollegen zum Mittagessen

– und beruflichen Termin  zu einer völlig unpassenden Zeit nach Dienst für den Gatten damit es auch fair zugeht

Wenn man jetzt alles schön kombiniert und erhält man ein lustiges Überraschungspaket das keine Langeweile aufkommen lässt.

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Mit APs Weihnachten feiern

Dezember 7, 2011

In unseren 5 Jahren als Gastfamilie haben wir 4x mit unseren APs sehr schöne Weihnachten verbracht.  Unser letztes AP war das einzige das nicht mit uns feiern wollte.  Ich fand die Vorweihnachtszeit immer eine ganz besonders schöne Zeit um den APs wirklich einen Eindruck von typisch deutschen Familienleben zu geben und gleichzeitig eine emotionale Bindung mit den Mädchen zu finden.

Da wir meist im Spätsommer/Herbst neue APs bekommen haben, traf uns die 3 Monatskrise immer im November/Dezember.  Und damit bot sich die Möglichkeit diese Krise durch viele schöne Familienaktivitäten schnell zu vertreiben.   Tolle Möglichkeiten bieten sich ja im Advent viele:

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So möchte ich auch gerne leben..

Juni 11, 2011

Bekomme ich  häufig von Schülern gesagt.  Ähnliche Bemerkungen machen  gerne auch APs und  Bekannte  ….   :  „Du hast es einfach nur gut.“   „Dein Leben möchte ich auch haben“     „Bei euch klappt aber auch alles“

Solche Äußerungen bringen einen dann dazu über das eigene Leben nachzudenken und  von außen betrachtet haben die Leute recht.

 

Ich habe meinen Traummann geheiratet und wir führen eine glückliche Ehe,  wir haben 2 tolle Kinder zusammen bekommen, leben in einem großen schönen Haus, haben  tolle Großeltern,  großartige Patentanten und liebevolle Tanten und Onkel.   Ich habe einen Beruf der mich ausfüllt und der mir jeden Tag neue Herausforderungen bietet,  meine Kinder haben sich bisher toll entwickelt und es geht uns allen gut.

Manchmal macht mir soviel Glück selbst ein bischen Angst.

 

Aber  ich kenne  auch die anderen Bereiche und Erfahrungen die zu  meinem/unserem Leben gehören und die uns dahin geführt haben wo wir heute sind.

Ich habe schwanger mein 2. Staatsexamen gemacht und danach keine feste  Stelle gefunden.  Als ich kurzfristig wieder arbeiten konnte musste ich  innerhalb von nur 2 Wochen eine Kinderbetreuung organisieren und den Sprung ins kalte Wasser wagen.

Innerhalb kurzer Zeit starb meine Oma und eine Oma erkrankte schwer.  Zwischendurch haben wir  ein Haus gekauft mit viel Risiko, weil nur ein Verdiener da war.   Immer nach ohne feste Stelle das 2. Kind nur 18 Monate nach Nr. 1 bekommen.   Dann als Lichtblick ein 2. Studium trotz Baby angeboten bekommen. Auch wenn es jeden Tag 100km Fahrt und viel Stress und Organisation bedeutete angenommen.   Ein AP eingeladen, dass dann 1 Tag vor ET untergetaucht ist.   Kurzfristig Elternzeit beantragt und neues AP eingeladen.  Studium  nicht abgeschlossen.

Nach 2 Jahren Vertretungsarbeit  beschlossen mich selbstständig zu machen.  Als alles organisiert war und das Gewerbe angemeldet war  doch noch eine feste Stelle in der Nähe bekommen.   Jetzt arbeiten mein Mann und ich  beide in sehr fordernden Berufen sowohl zeitlich als auch emotional.   Unsere Kinder sind im Winter gefühlte 3 Monate Dauer- und Wechselkrank gewesen.  Wir haben 1 Kind mit eine lebensbedrohlichen Allergie.

Wir haben also auch nicht nur Glück im Leben gehabt und sind auch schon durch schwierige Zeiten gegangen.    Aber diese schwierigen Phasen haben uns als Paar und Familie näher zusammen geschweißt und ich  kann mir sicher sein, dass mein Mann und ich auch in schwierigen Situationen gut funktionieren und uns gegenseitig stark machen.  Wir sind zusammen gewachsen und haben uns immer wieder gestützt.

Und daher kann ich auch auf die Aussagen oben mit guten Gewissen antworten:   „Ja ich würde auch mit mir tauschen wollen“   🙂

 

 

 

Grundrezept „Glückliche Eltern“

Oktober 16, 2010

Man nehme

2 Paar liebe Großeltern die die Enkel hüten

1 beste Tante die Morgen den Heimtransport übernimmt

1 Au-Pair im Urlaub

1kg Rinderfilet

2 Kamine

Eine Prise Romantik und dann am nächsten Morgen AUSSCHLAFEN  🙂  🙂  🙂

 

Mögliche und bewährt Variatione:

A)  Badewanne mit Sekt und Pralinen

B)  Heimkino Kabarett Abend mit Popcorn

C)  Sofa mit 2 guten Krimis

D)  großer Abendspaziergang im Mondschein

E)  in Ruhe Shoppen und Bummeln

 

Ich bin dann mal beschäftigt ……..

Konferenzen – Fortbildung – Dienst – Krankheiten

September 30, 2010

Alles Anlässe aus den letzten 3 Wochen die uns mal wieder zeigen, warum wir uns richtig entschieden haben ein Au-Pair einzuladen. Denn all diese Ereignisse führen ohne Au-Pair  zu großen organisatorischen Problemen.  Und mit Au-Pair kann Frau die Dinge viel entspannter und gelassener angehen.

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Tag 2

August 11, 2010

Mein erster Eindruck wurde heute voll bestätigt. Olga ist ein sympathisches, offenes und vor allen sehr engagiertes Au-Pair. Sie fügt sich mit einer Selbstverständlichkeit in die Familie, die ich so bisher noch nicht erlebt habe.  Die Kinder haben sie voll in ihr Herz geschlossen und Ich stehe daneben und staune.

Da wir gleich noch ein Glas Wein auf der Terrasse trinken wollen hier nur kurz ein paar Highlights von Heute:

Als ich gestern sagte, dass wir am Morgen um 7.40 Frühstücken und später gemeinsam zum Schwimmkurs fahren, meinte sie „Ok ich bin dann um 7.00 Uhr unten und helfe dir mit dem Frühstück und den Kindern“

Heute Morgen war sie fast pünktlich unten und hat ganz unkompliziert beim Tischdecken mitgeholfen und sich sofort versucht in der Küche zu orientieren. Sie fragte wo welche Dinge stehen und was wir normalerweise am Morgen essen.

Beim Schwimmkurs hat sie interessiert den Schwimmversuchen unserer Großen Hilfe zugeschaut und viel gefragt. Wir haben uns eine Stunde  unterhalten. Unverkrampft und einfach nett.   Hatte ich schon erwähnt, dass ich es liebe mal wieder Englisch zu sprechen.

Sie hat den Besucheransturm von 3 Omas/Opas mit Bravour gemeistert. Ist von selbst nach unten gekommen und hat sich vorgestellt.  Sie hat auch schon richtig viel mit allen gesprochen. Mehr wie manches AP nach einigen Monaten.   Und sie ist meiner Mutter sympathisch. Dieser „Oma Tüv“ lag bisher eigentlich immer ziemlich richtig. Wenn die Oma am Anfang ein „Seltsames Gefühl“ hatte war auch das AP Jahr eher durchwachsen und Omas Highlights sind auch unsere gewesen.

Dafür dass sie erst ein Jahr Deutsch lernt spricht sie super Deutsch und vor allem sie versucht aktiv. Sie möchte verbessert werden und die Kinder platzen vor Stolz, dass sie ihnen erzählt hat sie sind ihre „Sprachlehrer“

Sie hat ohne mit der Wimper zu zucken heute Nachmittag mit uns im Garten Apfel vom Boden aufgesammelt und wollte beim Rasen mähen helfen.

Obwohl sie jetzt Internet im Zimmer hat ist die Tür zu ihrem Zimmer 90% auf und sie kommt immer noch raus.

Sie ließt gerade seit 20 Minuten der kleine Hexe eine Gute Nacht Geschichte vor und ich kann bloggen.

So jetzt habe ich erstmal genug geschwärmt. Jetzt wollen wir gemütlich auf ihren Einzug anstoßen. Gestern ist das durch den vielen Besuch und den Rufdienst des Gatten leider nicht möglich gewesen.  Aber jetzt sind kleine Häppchen im Ofen und der Gatte feuert den Gartenkamin an.

Vertrauen Kontrolle Angst

Juli 5, 2010

Am Wochenende waren wir ja bei den Großeltern und es war ein richtig schönes Sommer – Freibad – Grillen – Garten Wochenende. Die Kinder hatten Spaß, die Großeltern hatten Spaß und Tante-Onkel Hase und Ich hatten auch Spaß.

Soweit also alles super.  Wenn da nicht das leidige Thema Kinder und Wasser wäre.  Ich bin in diesem Punkt einfach super ängstlich.  Mein Albtraum ist es, dass meine Kinder in irgendeine Regentonne, Gartenteich, Pool fallen und dort unbemerkt ertrinken.

Daher würde ich niemals wieder ein Au-Pair einladen, dass nicht schwimmen kann oder eine schlechte Schwimmerin ist.  Und ich lasse unsere Kinder wenn unser Planschbecken im Garten steht auch keine Minute allein im Garten.

Abends lasse ich wenn immer möglich das Wasser raus und achte Nachts darauf, dass nicht nur die Gartentür zu ist, sondern auch die Rolläden runter sind.

Zum Glück haben wir im eigenen Garten keine Wasserstelle und so kann ich die Kinder ohne Pool auch mal 5 -10 Minuten allein im Garten spielen lassen.

Bei den Großeltern gibt es aber leider einen Teich und 3 offene Regentonnen. Und diese sind auch noch genau an 3 verschiedenen Seiten des Hauses verteilt. Man kann also von keinem Platz aus alle 4 Gefahrenpunkte wirklich im Blick behalten.  Und da es auch 2 Gartentüren aus 2 verschiedenen Räumen gibt ist so ein Wochenende dort für mich im Sommer mehr als anstrengend.  Denn unsere beiden Damen laufen natürlich den ganzen Tag immer rein und raus.

Ich fühle mich immer wie eine routierender Roboter, der pausenlos hinter den Kindern herläuft und versucht beide im Auge zu behalten.

Leider sind meine Eltern der Ansicht ich bin in diesem Punkt viel zu panisch und würde übertreiben mit meiner Angst. Sie lassen unsere Kinder auch mal 2-5 Minuten allein im Garten und „vertrauen“ ihren Enkeln. Die sind doch schon vernünftig und haben versprochen nicht ans Wasser zu gehen.

Ich vertraue meinen Mädels ja auch, aber ich kenne auch ihre Neugier und sie sehen die Gefahr ja nicht.

Im Schwimmbad hatten wir jetzt wieder die gleiche Situation. Ich war kurz auf dem WC und die Oma hat auf die beiden Enkel aufgepasst. Als die kleine Hexe wohl auch mal musste ist sie mit ihr zum WC und hat die große Hilfe allein auf der Decke gelassen.  Klar sie hat sich drauf verlassen, dass ich in 2 Minuten wieder da bin, aber trotzdem, die kleine ist gerade 5 geworden. Zum Glück ist ja nichts passiert, aber was wenn ich länger gebraucht hätte oder nicht direkt zurück gegangen wäre. Was wennn die Große Hilfe irgendetwas gesehen hätte und weggelaufen wäre oder dem Opa im Wasse suchen wollte.

Ich weiss, dass meine Eltern sich für ihre Enkel in Stücke reißen lassen und beide abgöttisch lieben .Und sie würden niemals mit Absicht irgendetwas machen, was den beiden schadet. Aber im Punkt Sicherheit und Vorsicht  kommen wir nicht zusammen.

Ich habe im Schwimmbad nichts gesagt, weil ich zum einen selbst erstmal überlegen wollte ob ich nicht vielleicht überreagiere und vor allem nicht vor den Kindern einen Streit anfangen wollte.  Aber je länger ich darüber nachdenke um so unwohler wird mir dabei.

Und jetzt sitze ich in der Zwickmühle. Ich habe ein ungutes Gefühl die Kinder mit den Großeltern allein zu lassen, wenn sie im Garten oder Schwimmbad sind und auf der anderen Seite weiß ich wie sehr Oma und Opa die Zeit mit den Kinder genießen und die natürlich auch.   Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert ist klein, aber wenn es passieren würde, ich würde mir das nie verzeihen, nicht auf mein Gefühl gehört zu haben.

Aber wie sagt man den eigenen Eltern, dass die Kinder den Sommer über nicht mehr allein zu ihnen dürfen. Ich will sie ja nicht bestrafen, sondern nur meine Kinder in Sicherheit wissen.

Darüber reden ist auch schwierig,  das Thema hatten wir schon häufiger und wir reden aneinander vorbei.  Sie haben das Gefühl ich halte sie für schlechte Großeltern und das ist Blödsinn, sie sind tolle Großeltern.  Aber eben leider welche mit einem anderen Sicherheits Bedürfnis als Ich. Und Ich weiss auch nicht wie ich meine Gefühle richtig ausdrücken soll.

Hinzu kommt, dass ich am Wochenende auch noch ziemlich gestresst war, weil dieses pausenlose kontrolieren wo die Kinder sind nicht gerade zur Entspannung beiträgt und Ich mich im Schwimmbad auch noch leicht erkältet habe 😦

Bei unserem Au-Pair ist es einfacher, da erwarte ich, dass meine Vorstellung von Beaufsichtigung  und Sicherheit akzeptiert und eingehalten werden. Und wenn das nicht klappt, würde ich sehr deutlich machen, dass sowas ein Grund für einen Wechsel ist.

Hat vielleicht jemand einen Tip, wie Ich den Großeltern klarmachen kann, dass es mir nicht um Sie geht, sondern um meine Kinder?

Kinder Küche Muttertag

Mai 7, 2010

Er ist da, mein seit 5 Wochen Sehnsüchtig erwarteter Herd und das neue Kochfeld sind heute angereist. Passend zum Muttertag.  🙂   Der beste aller Gatten ist gerade dabei die neue Arbeitsplatte zu sägen und alles einzulassen und Morgen kommt der gute Schwager und schließt mir als Elektriker mein neues „Baby“ an. Und dann braucht er 4 Stunden zum kalibrieren.  Und dann kann ich endlich kochen. Der Bericht wird folgen. 

Aber allein das Auspacken und Lesen der Bedienungsanleitung hat schon Lust auf Kochen und Backen gemacht.  Im Moment komme ich mir ein bischen nutzlos vor, da meine Hilfe nicht gebraucht wird und die Damen gerade Pipi Langstrumpf mit 4 Barbies nachspielen. 

Unser Au-Pair ist ihren Gips wieder los und hat heute mit den Kids total süsse Körbchen aus Papier gebastelt und sich jetzt in ihr Zimmer zurück gezogen.  Also habe ich Zeit ein bischen zu bloggen.  In letzter Zeit bin ich ja kaum dazu gekommen.  Aber über Krisen schreibt man halt mehr, als über den normalen Alltag.    

Ach ja ich freue mich übrigens richtig auf Muttertag. Nicht weil ich Geschenke von meinen Kids erwarte. Aber die beiden freuen sich schon seit Tagen darauf mir ihre selbst gebastelten Dinge zu geben und diese Freude ich richtig anstecken. Und da beide Omas im Urlaub weilen ist auch das leidige Thema wer feiert wo mit wem wann ausgefallen.

Für meine Mutter ist Muttertag schon sehr wichtig. Ich habe im Studium 1x den Fehler gemacht und ihrer Aussage : Muttertag ist mir egal. Ihr müsst nicht kommen“ geglaubt und bin nicht gekommen. Seit dem wird mir diese Episode jedes Jahr unter die Nase gehalten. Und zwar mit den Worten : „Für mich ist Muttertag gestorben“.  Tja aber dieses Jahr fährt die Oma weg und wir können wirklich entspannt Zuhause feiern. Dabei würde ich sogar gerne mit meiner Mutter feiern, denn sie hat uns ziemlich gut erzogen und viel für mich und meine Schwester gemacht. Daher habe ich als junge naive Studentin auch wirklich gedacht so ein blöder Gedenktag ist für sie nicht wichtig, da wir ja jeden Tag telefonieren uns regelmäßig besuchen und auch sonst ein super Verhältnis haben. Aber so kann Tochter sich irren. 

Aber mal schauen womit ich meine Damen später mal in den Wahnsinn treiben kann. Schenkt man einem Au-Pair eigentlich auch was zu Muttertag? Sie verbringt ja auch viel Zeit mit den Kids und wenn Muttertag schon einen Sinn hat, dann doch vielleicht das Bedanken für die schöne gemeinsame Zeit und das hätte ein Au-Pair ja auch verdient. Denn die Kommerz und Blumenschlacht finde ich wirklich daneben.  Ich brauche keine Ruhe und eigentlich auch keinen besonderen Tag.  Das meine Kinder und mein Mann mich lieben zeigen sie mir jeden Tag durch 1000 Kleinigkeiten und Ich ihnen hoffentlich auch.

1 Woche ohne Au-Pair

April 2, 2010

Nach gut einer Woche Au-Pair-Freie-Zeit muss ich sagen es fühlt sich richtig gut an mal wieder das ganze Haus für sich zu haben. Man verbringt mehr Zeit mit den Kindern und wenn man liebe Großeltern hat, hat man sogar wie jetzt mal wieder richtig Sturmfrei. Keine Kinder, kein Au-Pair nur der beste Gatt und Ich.  ……

Und was haben wir heute wohl gemacht? 

Nein, nicht was ihr denkt. Wir haben an unserem Küchenprojekt weiter gearbeitet. Und wenn jetzt hoffentlich nächste Woche die Elektro Abteilung liefert können wir noch in den Ferien alles fertig stellen.  Und bis dahin sind wir morgen zu einer Zwangpause verdonnert. Wir werden wohl mal wieder ganz in Ruhe durch die Innenstadt bummeln und uns das erste Eis der Saison gönnen. Rabeneltern wie wir sind, ohne Kinder.

Aber die haben bei Oma und Opa offensichtlich viel Spaß. Sie waren schon im Wald und haben Moos für die Nester gesucht und für Morgen ist Eierfärben angesagt. Und ich beschränke mich ganz entspannt darauf morgen den Osterbraten für alle zu machen. Das wird dann hoffentlich das Abschluss  Gericht für meinen alten Herd.   

Ach ja so schön es für ein paar Tage/Wochen ist ohne Au-Pair zu sein, ich vermisse unser Au-Pair auch. Und vor allem weis ich, dass  Urlaub nicht mit Alltag zu verwechseln ist. Und daher ist es glaube ich für beide Seiten schön mal eine Pause zu haben und dann freut man sich um so mehr beim Wiedersehen.

Ferienstart mit Hindernissen

März 26, 2010

Es gibt Tage in denen ist der Wurm drin. Ich habe seit Jahren das erste Mal wieder verschlafen. Super und das am letzten Tag vor den Ferien.  Normalerweise stehe ich um 6.15 auf und brauche dann gemeinsam mit Au-Pair und Gatte eine gute Stunde 2 Kinder eine Mama und einen Papa fertig für Kiga und Arbeit zu machen. 

Heute bin ich um 7.00 Uhr durch den Wecker des Gatten wach geworden. Richtig, der hatte gestern Hausdienst und ist daher später gestartet. Und daran habe ich gestern Abend nicht gedacht. Warum mein Wecker nicht geklingelt hat ??????????? keine Ahnung. Er war richtig gestellt, hatte Strom  war aber offensichtlich schon einen Tag früher in die Ferien  gestartet. 

Also um 7.00 Uhr aus dem Bett geschossen und festgestellt, dass unser Au-Pair offensichtlich pünktlich in der Küche war und auch liebevoll den Tisch gedeckt hatte, aber leider weder mich noch die Kids geweckt hatte. Sie ist wieder in ihr Zimmer gegangen und hatte sich nochmal hingelegt.  Da ich ja bisher nie verschlafen hatte, dachte sie ich hätte wohl eine Stunde später und vergessen ihr das zu sagen. 

Ich  habe  die Kinder aus dem Bett geworfen und vor die Wahl gestellt entweder sich jetzt anziehen und im Kiga frühstücken oder eben zum Kiga laufen.  Unsere Kinder sind faul und haben sich für anziehen entschieden. War auch ok, da es draußen schon ziemlich nach Regen aussah.

Und wir haben es sogar geschafft um 7.36 alle mit Mini Frühstück zu Hause  und großer Lunchbox im Auto zu sitzen. Somit nur 10 Minuten später als normal. 

Im Kiga dann die nächste Überraschung. Das Standartschild am Eingang „Wir haben Scharlach“ wurde ersetzt durch „Wir haben Läuse“  :O   Na super, das ist der Traum für die Ferien 2 Kinder und 1000 Kuscheltiere entlausen.  Bitte lasst diesen Kelch an uns verbei gehen. 

Dann wieder zurück ins Auto und noch schnell 30 Brötchen gekauft, denn ich hatte meinen Schülern versprochen in der letzten Stunde vor den Ferien zu frühstücken.  Und dann zur Schule gefahren. Und was soll ich sagen, Ich war pünktlich da.   Und als ich ankam waren sogar die Regenwolken wieder weg.

Dann 5 Stunden Unterricht mit Blick auf einen strahlend schönen Himmel und pünklich um 13.02 fängt der Regen an. Um 13.05 Uhr dann auch meine Ferien.  Da ich meine Jacke in der Eile am Morgen im Auto vergessen hatte durfte ich mit einer kleinen Open Air Dusche in die Ferien starten. 

Aber egal,  bester Laune und habe  Ich das Radio schön laut gedreht und fröhlich mitgesungen. Und dann klingelt das Telefon undder Kiga ist dran.  Die große Hilfe ist krank  mit Fieber und Halsschmerzen ich muss jetzt kommen.

Habe dann gesagt, dass ich in 20 Minuten  sein kann.  Das war dem Kiga aber zu spät. Tja vielleicht liegt es an mir, aber ich behersche beamen noch nicht und eigentlich war ich ja schon auf halber Strecke. Hätte sie mich im Unterricht erwischt, hätte es mindestens 1 Stunde gedauert. 15 Minuten minimum um sich in der Schule abzumelden, Vertretung organisieren und zum Auto hetzen und dann noch 45 Minuten Fahrt. 

 Vorschlag des Kiga dann könne doch unser Au-Pair kommen. Klar super Idee ein Kind mit Fieber und Halsweh zu Fuß erstmal 30 Minuten durch den Regen laufen zu lassen.  Und wenn das ihre Idee war warum ruft sie dann nicht unser Au-Pair an???? Dafür haben wir ihr nämlich die Nummer da gelassen und ein Au-Pair bei uns wohnen.

Habe mir natürlich die ganze Fahrt Sorgen gemacht was die große Hilfe wohl hat, wenn der Kiga schon anruft.

Um 13.50 bin ich am Kiga und wer läuft mir eigentlich ziemlich gut gelaunt entgegen. Die große Hilfe. Sie ist ein bischen warm, aber wirkt nicht wirklich schwer krank. Aber unsere Kinder sind die einzigen die noch da sind. Und im Auto wird mir erzählt, dass alle anderen Kinder heute schon ganz früh nach Hause gegangen sind.  Vielleicht bin ich ja böse, aber es klingt für mich eher nach dem Versuch die lästigen letzten Kinder los zu werden und früh Feierabend zu haben.

Denn es ist jeden Freitag das selbe. Der Kiga schließt um 14.00 Uhr und früher schaffe ich es auch nicht zu kommen, da ich selbst bis 13.05 Unterricht habe.  Wenn Ich oder unser Au-Pair dann kommen sitzen die Kinder immer schon fertig mit Jacke und Schuhen auf der Abholbank und spielen „Looser Lotto“ mit 2 anderen Kindern.  Welche Mutter kommt als letztes? 

Ich frage mich warum man nicht einfach bis zum Schluss mit den Kindern was machen kann, anstatt ihnen das Gefühl zu geben sie sind lästig. 

Aber egal, dann sind wir alle nach Hause gefahren, haben Fieber gemessen 36,9 Grad. Also erstmal Entwahrung . Und dann haben wir unser Au-Pair zum Bahnhof gebracht. Die große Hilfe hat Rotz und Wasser geweint als sie abgefahren ist.  Ich glaube hier liegt viel eher die Ursache für das Unwohlsein.  Aber dafür müsste man ja mit einem Kind sprechen und mal fragen was los ist. 

Und dann haben wir uns einen wirklich gemütlichen Nachmittag mit Oma und Opa gemacht und jetzt ist Urlaub. Und egal ob es regnet oder die Kinder krank werden, ich bin einfach happy und werde mich jetzt mit dem Gatten in die Küche setzen und eine schöne Flasche Rotwein öffnen.

1Plan 2 Kinder und 3 Geburtstage und die Realität

März 6, 2010

Dieses Wochenende ist mal wieder ein typisches Wochenende das beweist Planung und Kinder passen eigentlich nicht zusammen. Die Zutaten meines Wochenendes 1 Gatte 24 Stunden Hausdienst, 1-2 kranke Kinder, 3 Geburtstage und 4 Omas/Opas.

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Omas und Au-Pairs

Februar 26, 2010

Als wir unser erstes Au-Pair eingeladen haben dachte ich es sei für das Au-Pair eine tolle Hilfe, wenn die Oma auch da ist und die beiden sich die Arbeit teilen können. Aber nach jetzt 5 Au-Pair kann ich sagen diese Idee war ein Irtum. Es ist keine Hilfe es macht alles nur viel komplizierter.

Warum?

Weil unsere Oma ihre Enkel so sehr liebt , dass sie zum einen dem Au-Pair (genau wie jedem anderen „Fremdbetreuer“ ) mit 110% Skepsis gegenüber steht und zumindest am Anfang aus Prinzip alles furchtbar findet was die Au-Pairs machen und vor allem natürlich die Tatsache, das die eigene Tochter ihre Kinder einem wildfremden Menschen überlässt.

Weil die Oma zweitens zwar ganz genaue Vorstellungen darüber hat was das Au-Pair wann wie und wo  machen soll, aber sich nicht traut es ihr auch zu sagen. Weil A) das Au-Pair die Oma bestimmt nicht versteht und B) das ja Aufgabe der nicht anwesenden Tochter ist. 

Weil die Oma nach ein paar Wochen/Monaten zwar weniger Sorge um die Enkel, aber dafür rasend eifersüchtig auf das Au-Pair wird. Hinterher haben die Enkel ja noch ein besseres Verhältnis zum Au-Pair als zur Oma. 

Weil Au-Pairs sobald sie Omas/Tanten/Eltern sehen eine deutliche Fluchtneigung entwickeln. Sprich sie wissen nicht mehr ob sie jetzt noch arbeiten sollen/müssen oder vielleicht sogar stören.

Weil Au-Pairs gerade am Anfang gegenüber anderen Verwandten sehr reserviert und zurückhaltend sind und so oft den Eindruck vermitteln sie hätten kein Interesse oder sprech kaum Deutsch.

In der Praxis führt das dazu, dass man als Gasteltern von der Arbeit kommt und eine fix und fertige Oma mit zwei Kindern vorfindet, die sich beschwert, wie anstrengend der Tag war und unser Au-Pair ja nichts richtig macht. Und ein Au-Pair, dass genervt in ihrem Zimmer sitzt, weil es die Aussage der Oma „Du kannst auch mal  nach oben gehen“ so verstanden hat, dass sie auf Abruf sitzt und somit nicht anderes machen kann.  Die Oma sich aber nicht getraut hat sie um Hilfe zu bitten und findet das Au-Pair müsste doch sehen, dass sie Hilfe braucht.

Wobei man schon merkt, dass auch die Omas Au-Pair erfahren werden. So langsam gehen sie offener auf die Mädels zu und sie geben sogar zu, dass die befürchteten Schäden bei den Enkeln nicht eingetreten sind. Sie stellen sogar fest, es scheint den Kinder nicht zu schaden und sie entwickeln sich überraschend gut.  🙂

Ach ja eins unserer  Au-Pairs hat es übrigens sehr schnell ins Herz der Oma geschafft. Sie war so ein offener und fröhlicher Mensch, dass selbst die ängstlichste Oma kein Haar in der Suppe finden konnte. So wird jetzt jedes neue Au-Pair bei uns mit dem Satz zur Kenntniss genommen. Schade, dass ihr nicht wieder ein AP wie  XY gefunden habt.

Kinderfreie Wochenenden

Januar 29, 2010

Heute ist sowas wie ein 6er im Lotto im Alltag von Eltern. Unsere besten aller Großeltern haben die kleine Hexe und die große Hilfe für ein langes Oma/Opa Wochenende abgeholt.  Und die Kinder dürfen bis Sontag Nachmittag dort bleiben. Und das bedeutet der Gatte und Ich haben 2 Nächte und fast 2,5 Tage sturmfrei.  Im Gegensatz zu Teenagern werden wir aber keine Party machen, sondern uns einen besonderen Luxus gönnen.  AUSSCHLAFEN und keine PLÄNE machen. Abends ins Bett gehen und zu wissen man bestimmt nur selbst wann man wieder aufsteht ist einfach toll.   Vielleicht noch ein Saunatag oder in Ruhe ausgiebig keine Nudeln mit Sosse  kochen und in Ruhe bei Erwachsenen Gesprächen geniesen.

Unser Au-Pair wird es auch  wohl auch geniesen, denn als Au-Pair hat man zwar am Wochenende frei, aber als Mitbewohner der Wohnung auch das „passive“ Vergüngen der lieben Kleinen. Und die können am Wochenende auch schon mal gegen 8.00 Uhr sehr laut werden. Wir versuchen zwar immer sie zu bremsen und zu erklären, dass unser Au-Pair gerne ausschlafen möchte und nicht unbedingt am Familienfrühstück teilnehmen muss. Auch wenn wir uns natürlich freuen wenn sie es ab und zu macht.  Zum Glück haben wir ein Au-Pair das die Kinder mag und sie sogar manchmal zum kuscheln in ihr Bett lässt.

Aber dieses Wochenende sind wir nur Erwachsene im Haus. Habe es schon mal für einen ausgiebigen Kaffeeklatsch mit unserem Au-Pair genutzt.  Wir haben uns über die verschiedenen Perspektiven im Alltag von Au-Pairs und Gasteltern ausgetauscht und das ein oder andere kleine „Problemchen“ angesprochen.   Das ist eben in so ruhigen Momenten einfach besser als mit zwei Kleinkindern. 

Ansonsten gibt es am Wochenende eine Au-Pair Party und noch keine weiteren Pläne.  Die Kinder haben schon ganz viele Pläne und sind schon seit Tagen aufgeregt und freuen sich auf ihr „Urlaubswochenende“.

Danke an mein Au-Pair für die Sicherheit meiner Kinder

Januar 25, 2010

Und jetzt muss ich unser Au-Pair mal so richtig loben. Unsere kleine Hexe hat seit ein paar Monaten eine diagnostizierte Erdnussallergie. Und zwar das voll Programm mit Atemnot, anschwellen und allem Pi Pa Po.  Seit dem leben wir mit Anapen und Notfallset und alle Erwachsenen müssen informiert werden, warum keine Erdnüsse und wie reagieren wenn doch etwas passiert.  

Erschreckender Weise sind häufig Omas und Opas und der Kiga sehr ignorant. Nach dem Motto, die machen viel Wind und eine kleine Erdnuss kann doch nicht schaden.  Zu Weihnachten hat der Kiga sogar extra den Nikolaus  Stiefel nach Hause gebracht, aber leider voller Erdnüsse.  Da frage ich mich doch habe ich chinesisch gesprochen als ich das erklärt habe.

Die typische Reaktion wenn man es anspricht, so ein paar Nüsse sind doch kein Problem,  doch  es reichen nur die Stäube (also zum Beispiel eine offene Tüte Flips) um einen allergischen Schock auszulösen.  

Unser Au-Pair hatte leider damals das Pech, dass die erste gesicherte Reaktion unter ihrer Aufsicht passierte. Kleine Hexe hat dem Nachbar Au-Pair Nussschoki geklaut, trotzt Verbot und prompt ging das volle Programm los. Und sie hat angerufen, sofort und gesagt was passiert ist. Dafür könnte ich sie heute noch drücken. Wer weis was hätte alles passieren können wenn sie versucht hätte es zu vertuschen.  Wir konnten dann sofort ins Krankenhaus fahren.

Und auch jetzt schaut sie immer genau hin wenn es bei Freunden etwas zu essen gibt und bitte alle Dekoerdnüsse zu entfernen. Einfach toll. Sie ruft sogar an wenn sie sich nicht ganz sicher ist.  Das finde ich sowieso immer am wichtigsten. Es kann jedem mal etwas passieren oder man passt eine Sekunde nicht auf, aber dann den Mut zu haben um Hilfe zu rufen ist einfach wichtig. Denn nur so können Eltern und Ärzte schnell und richtig reagieren.

Und wenn ich daran denke, dann kann ich über andere nervige Kleinigkeiten auch wieder gelassener hinweg sehen.  Denn Sicherheit geht eindeutig vor Pünktlichkeit.

Danke  Danke Danke auch wenn du es wahrscheinlich niemals liest

Wochenende Bergfest und das Leben als „Arztfrau“

Januar 15, 2010

Juhu endlich Wochenende. Der Gatte nutzt gerade die Ruhe, vor der Rückkehr der beiden kleinen Damen, um sein Schlafdefizit nach Dienst zu minimieren.  Bin ich froh, dass ich kein Arzt bin sondern nur „Arztfrau“. Ja sowas gibts wirklich. Ich kann zwar keine Zahnpasta empfelen, aber es gibt immer noch Leute die einen tatsächlich so ansprechen.  Ich mache dann immer freundlich drauf aufmerksam, das ich nicht promoviert habe. Verstehen aber die meisten nicht 😉 

Was macht eigentlich eine Arztfrau oder auch Frau Doktor? Keine Ahnung, vielleicht gefährliches Halbwissen im Schlaf verteilen. Nach 3  passiven medizinischen Staatsexamem und einer Facharztprüfung kann man schon tolle Sachen sagen ohne sie  richtig zu verstehen.  Oder vielleicht  den ganzen Tag shoppen? Keine Ahnung wie solche Leute sich meinen Alltag vorstellen.

Arzfrau  hat nämlich auch den ein oder anderen kleinen Nachteil. Wenn der  Gatte 13 Dienste im Monat bekommt weil zuwenig Kollegen da sind, bedeutet es mehr als jeden dritten Tag „Teilzeitalleinerziehend“ zu sein. Oder sich daran zu gewöhnen, dass Nachts um 3 Uhr das Telefon klingelt und der Gatte zum operieren geht. Oder wie meine geliebte Schwiegermutteer immer sagt. Wir haben es ja so gewollt. 

Heute hat unser Au-Pair Bergfest. Ich kann noch garnicht glauben, dass es schon 6 Monate her ist seit sie bei uns ist. Aber die Zeit geht leider immer so schnell. Heute wollen wir auf jeden Fall gemeinsam Käsefondue machen und die erste Hälft Revue passieren lassen.  Spannend zu schauen wie sie sich seit Juli verändert hat. Sie ist viel selbstständiger geworden und mit den Kindern geht sie auch schon so selbstverständlich um. Andere Dinge sind immer noch fast wie am Anfang. Zum Beispiel ihr Hang zur Unpünktlichkeit. Aber es wird langsam besser. Wir bleiben am Ball.

Aber sie ist eins der offensten und kommunikativsten Au-pairs die wir bisher hatten und das finde ich so schön. Wir sprechen über alles mögliche. Ich kennen ihre Familie und deren Probleme aus Erzählungen, sie hat uns ihren Freund vorgestellt und nach unserer Meinung gefragt. Fand ich voll lieb. Wir sprechen über die politische Lage in ihrer Heimat und ihre Pläne für die Zukunft. Und sie hat auch Interesse an uns und unseren Freunden. Fragt viel nach und gehört eben einfach dazu. 

Spannend fände ich natürlich mal in ihren Kopf zu linsen und zu wissen was sie ehrlich über uns denkt. Ich meine natürlich die nicht so netten Sachen.  Denn ich war ja selbst mal Au-Pair und kann mich noch gut an die gemütlichen Abende mit den anderen Au-Pairs erinnern die nur ein Thema hatten. Wie seltsam, verrückt oder komisch sind eigentlich die Gastfamilien. Und als Au-Pair bekommt man eben jede Eigenheit direkt mit.  Aber vielleicht ist es auch besser das nicht so genau zu wissen. 

Morgen hat sich dann meine gesamte Familie kurzfristig angesagt. Oma leidendes Huhn und der rasende Opa. kommen und treffen sich hier mit meiner Schwester.  Die Kinder sind schon ganz aus dem Häuschen und freuen sich riesig. Denn wenn die  Oma die Kinder mal 2 Wochen nicht gesehen hat kommt sie auf Entzug. Sie ist zwar ständig krank und mit Arbeit und Hobbys sehr beschäftig, aber für ihre beiden Enkel macht sie fast alles. Unsere Damen haben es da wirklich gut. 2 Omas, 2 Opas und Tante, Onkel und Patentante gehören nur ihnen, da es noch keine Konkurenz im Familienkreis gibt.  Ich muss also heute nur noch das Haus ein wenig mehr in Ordnung bringen. Die Oma ist nämlich eine Hausfrau der alten Schule und jedes Mal völlig entsetzt wie ihre Tochter so lebt. Bei ihr sieht es immer aus wie bei Schöner Wohnen , bei uns leider nicht.  Ja ich oute mich, ich wasche nur 2x in der Woche und sammle dazwischen und ja ich putze nicht jede Woche meinen Keller. 2 Dinge mit denen ich Oma immer wieder in den Wahnsinn treibe.  Also heute noch mal ran damit morgen alle ihr Kaffeetrinken genießen können.


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