Posts Tagged ‘Schule’

Sexismus in der Schule

Januar 29, 2013

Die Diskussion über Sexismus verfolge ich seit Tagen mit einer Mischung  Begeisterung, dass dieses Thema endlich  zur Sprache kommt und Entsetzen und Trauer, wie alltäglich Sexismus immer noch ist.

Und wenn Frau anfängt über das Thema nachzudenken wird schnell klar wie alltäglich Sexismus auch in meinem Leben ist.

Beispiele:

Mit ca. 13-14 Jahren in der Bücherrei für ein Schulreferat gearbeitet habe (noch die Zeit vor Wikipedia) hat sich ein Mann vor  mich gesetzt seinen Schwanz aus der Hose geholt und sich in aller Seelenruhe einen runter geholt.  Ich war völlig geschockt und völlig verängstigt.   Als ich nach einer gefühlten Ewigkeit den Mut gefunden habe  zur Aufsicht zu gehen hat dich mich mit den Worten „Ja den kennen wir schon, der ist harmlos“  nach  Hause geschickt.   Ich hatte den gesamten Weg einfach nur Angst ob mir der Fremde folgt.

Mit Anfang 20  im Schwimmbad der fremde Mann der mich im Whirpool befummelt hat.   Ich habe es erst gar nicht bemerkt, weil man Freund neben mir saß und ich zunächst dachte es ist seine Hand.  Als ich ihn fragend anschaute, was sowas in der Öffentlichkeit soll, wurde uns beiden klar was da gerade passiert.

Als Arbeitnehmerin die Sprüche von Kollegen, wenn sie einen als Mutti bezeichnen oder  sich darüber witzig machen, dass sie es nicht nötig haben etwas im Haushalt zu tun.

Sprüche über meine Schulleiterin a la :  „Die hat ja keine Kinder und daher keine Ahnung“   „Wie hat die es nur so schnell an die Spitze geschafft“  nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen.

Bemerkungen über meine „armen Kinder“ wenn bekannt wird, dass Frau trotz 2 Kleinkindern arbeiten gegangen ist.

Fragen von Schülern warum Frau denn überhaupt arbeitet wenn man doch einen Mann hat der genug verdient.

Respektlosigkeiten von Schülern  wenn sie einen mit Gesten und Blicken zu verstehen geben was sie von einer weiblichen Lehrkraft halten.

Körperliche Nähe bewußt als Machtmittel eingesetzt und zwar von Schülern und Kollegen.

Abspielen von frauenfeindlicher Musik  und dekorieren der Klassezimmer mit nackten Frauen mit Tolerierung von Kollegen.

Sprüche von Kollegen wenn Frau das Problem anspricht:  Tja bei mir (=Mann) gibt es keine Probleme.    Liegt wohl an dir.

Der Umgang von Schülern untereinander.

Schlampe,  Nutte und ähnliches wird „liebevoll und nett“   gemeint und von Mädchen  vermeintlich als Kompliment aufgefasst.

Opfern von Übergriffen wird die Schuld zugeschoben.  War eben zu „nuttig“ angezogen,  am falschen Ort …..

Männliche  Opfer von sexueller Gewalt werden als „Schwul“ bezeichnet  oder ins lächerliche gezogen.

Erotik und Pornographie werden gleichgesetzt.

Eine Gruppenvergewaltigung wie in Indien  als ok bezeichnet, da ja viele Frauen sowas auch mögen

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Stressmonster

November 14, 2012

1) Freundschaftsbücher  im Kiga/1. Klasse

Der Brauch seine liebsten Freunde in einem Buch zu versammeln ist toll und schön, ABER  warum müssen die Kinder damit anfangen bevor sie überhaupt selbst die Bücher schreiben oder lesen können.   Beim ersten Buch fand ich es ja noch ganz nett, aber mit 2 Kids wird es zur Plage.  Diese Bücher müssen ja nicht nur ausgefüllt werden, nein es braucht auch noch ein Photo.  Wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt möchte ich mit den Kindern etwas schönes spielen oder unternehmen, aber nicht zum 10x aufschreiben, dass wir Mia and Me lieben, aber Streit hassen.     Und als besonderes Highlight gehen diese Bücher immer mal wieder verloren, was beim betroffenen Kind zu Tränen und bei der Rabenmutter deren Kind das Buch versockelt hat zu purem Stress führt.
2) Spontane Listen mit Material für die Schule

Bitte dem Kind MORGEN    X Euro aber passen,  Wolle, Schuhkarton,  Knöpfe  in Farbe grün ….  mit geben.   Ich habe ja als erfahrene Working Mum  schon so einiges im Haus bevorratet.   Klebestifte, Bleistifte, Hefte,  Mappen,  neutrale Geburtstagsgeschenke …,  aber die Lehrer finden immer genau das was fehlt.  Und es geht doch nichts über einen Noteinkauf mit zwei müden und knatschigen Kindern und einer völlig ausgepauerten Mutter zur eigentlichen Abendessenszeit.   Denn Kinder teilen solche Dinge immer erst kurz vor knapp mit.

3) Bastel- und Eventtage in Kiga/Schule/OGS

Eigentlich sind solche Angebote super und mit viel Liebe ausgesucht und vorbereitet, ABER wenn mein Mann und ich die ganze Woche gearbeitet haben und die Kids schon jeden Tag bis 15.00-17.00 in der Betreuung waren, möchten wir am Wochenende gerne Zeit als Familie verbringen.  Ich brauche dann kein „Wir backen gemeinsam Kekse, basteln eine Laterne/Drachen oder Turnen wie die Wilden“  Event.   Und die Kinder haben häufig auch mehr Lust auf die Freiheit in den Tag zu leben.   Zum Problem werden solche Angebote für mich dann, wenn man moralisch unter Druck gesetzt wird dort mitzumachen.   Ein Tag der offenen Tür pro Jahr ok, aber wenn jede Klasse und jede Gruppe noch ihre eigene „Aktion“ plant hat man mit mehren Kids kaum noch ein freies Wochenende.

Vollzeitmütter + Vollzeitväter + Vollzeitkinder = Volle Kanne Familie :)

Oktober 29, 2012

Erstmal lieben dank an meine treuen Besucher.  Ich bin wirklich überrascht wieviele regelmäßige Besucher meinen Blog aufsuchen, obwohl ich ihn in letzter Zeit so vernachlässigt habe.  Aber hier merke ich wohl doch, dass mir die Zeit fehlt.

Wir haben die ersten  8 Wochen im Vollzeitmodus gut überstanden und bisher läuft alles rund und das Konzept 2x Vollzeitarbeit + OGS + Fr. Reinlich hat die ersten Feuertaufen überstanden.  Den Schritt auf die Volle Stelle ist also richtig gewesen.   Ich habe zwar einiges mehr an Vorbereitung, aber dank paraller Lerngruppen und  nach 5 Jahren auch schon einiger Ordner voller erprobter Materialien ist das bisher gut zu schaffen.  Da die Anzahl der Korrekturklassen gleichgeblieben ist habe ich hier außer dem Verlust des freien Mittwoch wenig Unterschied. Im Gegenteil mein Stundenplan ist besser geworden.  Ich habe fast jeden Tag um 13.00  und 1x um 15.00 frei  und kann so Nachmittags immer noch genug Zeit mit den Kindern verbringen.   Dank OGS habe ich auch die Chance noch einiges an Vorbereitung am Nachmittag vor der Rückkehr der Kids zu erledigen und habe so auch die Abende  teilweise frei.

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Ein bunter Straus an Reaktionen

Mai 2, 2012

Auf meine Entscheidung  ab Sommer wieder Vollzeit arbeiten zu gehen gab es sehr unterschiedliche Reaktionen  :

Ehemann:  Traue ich dir ohne weiteres zu, wenn du es wirklich willst dann mach es.    🙂

Oma:  Die armen Kinder, werden sie nicht darunter leiden wenn du noch mehr weg bist?

Oma2:  Na ihr habt es ja so gewollt!

Opa:  Du wirst dir das ja gut überlegt haben?!

Opa2:  Muss Muss!

Große Hilfe:  Es wurde aber auch Zeit, alle müssen jeden Tag arbeiten und in die Schule/Kiga  nur du bleibst Mittwochs faul zu Hause 😉

Kollegen männlich:   Schön dann haben wir mehr Luft bei der Unterrichtsverteilung /  Prima dann habt ihr die Kinder ja aus dem Gröbsten raus/ Würde ich auch so machen

Kollegen weiblich: Aber deine Kinder sind doch noch sooo klein, ob du dich da nicht übernimmst?  Wie willst du das denn schaffen?  Na ich habe mich ja bewußt dafür entschieden Zeit für meine Kinder zu haben,  Ich würde es mich nicht trauen  ….

Schulleitung:  Ich freue mich  und wir werden versuchen ihnen mit der Stundenplanung  möglichst entgegen zu kommen 🙂

Team OGS:   Freut mich für sie und wir freuen uns auf ihre Kinder 🙂

 

 

Vollzeit oder Teilzeit

März 26, 2012

Ich habe meinen Blog nicht vergessen, aber im Moment ist beruflich einiges in Bewegung und ich komme kaum zum schreiben 😦    Aber jetzt brauche ich dringend den Rat von den vielen stillen und aktiven Lesern meines Blogs, denn ich hoffe es sind einige berufstätige Mütter dabei.

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Somewhere over the limit ……

Februar 9, 2012

Der Härtetest für unser neues Betreuungskonzept ist da.   Seit gut 2 Wochen ist hier im Wechsel immer mindestens ein Kind und/oder Elternteil krank.  Nachdem wir ja letzte Woche unseren Freund Noro zu Besuch hatten, ist jetzt seine gute Bekannte  Madame Bronchitis  zu Besuch.     Vielleicht hätte ich nicht so oft sagen dürfen, dass wir bisher einfach gut durch den Winter gekommen sind.

Die Zutaten für eine Super Woche für Berufstätige Eltern:

Man nehme

–  1-2 kranke Kinder am besten im Wechsel

– Mindestens 1 Konferenz oder alternativ ein schöner Elternsprechtag

2-3 Dienste des Gatten im Krankenhaus

Einen Schwimmkurs der 4 von 5 Abenden in der Woche blockiert

– 2 Kindergeburtstage

–  Für Mama wahlweise einen Arzttermin,  Verabredung mit einer alten Bekannten oder Treffen mit Kollegen zum Mittagessen

– und beruflichen Termin  zu einer völlig unpassenden Zeit nach Dienst für den Gatten damit es auch fair zugeht

Wenn man jetzt alles schön kombiniert und erhält man ein lustiges Überraschungspaket das keine Langeweile aufkommen lässt.

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Quartalsnoten

November 18, 2011

Jetzt ist das erste Quartal schon wieder um und in der Schule bin ich seit Tagen nur noch am Quartalsnoten besprechen.  Das ist ein Teil meiner Arbeit  den viele Schüler, Eltern und Bekannte unterschätzen.  Denn Noten geben kann ja nicht so schwer sein.  Ich muss mich doch NUR hinsetzen und nochmal meine Notizen durchgehen.  Das Referat des Schülers vor 5 Wochen berücksichtigen,  seinen Anteil am Plakat bei der letzten Gruppenarbeit mit einrechnen. Natürlich auch pädagogische Aspekte (Krankes Elternteil, Oma gestorben, Liebeskummer, Probleme im Hauptfach …) beachten und natürlich noch wissen was ich ihm beim letzen Mal gesagt habe.  Also alles in allem keine zu schwere Aufgabe.  Es gibt nur ein winziges Problem:  All diesen Überlegungen muss ich für 10 Klassen a 20-30 Schüler machen.  Und die meisten kenne ich erst seit den Sommerferien, daher ich muss auch noch den Namen mit dem richtigen Gesicht in  Verbindung bringen,  darf nicht die 5 Lenas und 3 Lucas verwechseln oder vergessen, dass in Klasse XY der Sitzplan nicht mehr gilt.  Und da ich die meisten Klassen nur 1x in der Woche für 1 Stunde sehe sind gerade die ersten Quartalsnoten harte Arbeit.

Wenn ich dann meine Noten mit den Schüler bespreche stelle ich zum Glück fest, dass in den meisten Fälle die Schüler sich sehr ähnlich bewertet hätten.   Der Teil der mir an den Noten aber wirklich gefällt ist die Möglichkeit bei der Besprechung vor der Klasse ein bischen mehr über meine Schüler zu erfahren.  Denn oft erfahre ich erst hier den Grund warum jemand sich seit Wochen nicht meldet, obwohl er offensichtlich immer mitdenkt und auch die Antwort weis.  Warum eine Schülerin seit Monaten immer dünner wird,  dass jemand schon Mutter/Vater ist ….

All diese Informationen sind wichtig und oft komme ich mir in der Situation ein bischen wie die Kummertante oder Telefonseelsorge vor.  Denn die Schüler erzählen einem Dinge, die ich niemals einem Lehrer erzählt hätte.  Aber sie haben offensichtlich niemand mit dem sie reden können und sind froh wenn einfach jemand zuhört.  Mir zeigen diese Begegnungen immer wieder wie viel Glück ich im Leben hatte und wieviel Leid und Probleme schon junge Menschen oft ertragen müssen und wie stark und vernünftig die meisten mit ihrem Schicksal umgehen.

Wirklich helfen kann ich meistens nicht, aber ich versuche immer zu vermitteln, dass ich ansprechbar bin und in manchen Fällen kann ich ein bischen praktische Lebenserfahrung weitergeben.  Eine Adresse raussuchen wo professionell geholfen wird, Mut machen sich gegen Unrecht zu wehren oder einer neuen Klasse eine Chance zu geben.   Und diese Gespräche sind für mich der eigentliche Grund warum ich meine Noten immer im einzel Gespräch vergebe.

Natürlich gehören auch die klassischen : Warum habe ich keine 1 ?   –  Weil du noch nie was gesagt hast, es sei denn du willst aufs Klo!  Gespräche dazu, aber die meistert man mit wachsender Erfahrung auch immer besser.

Und wo wir gerade Quartalsnoten vergeben:

Unsere Putzfrau bekommt eine glatte 2 mit aufsteigender Tendenz 🙂   Sie macht ihren Job gut und bisher zeigt die Leistungsentwicklung gut nach oben.

Die OGS ist ja schon mit super Noten gestartet und hat die Erwartungen weit übertroffen.  Eine glatte 1 !   Wir haben richtig Glück das nicht nur die Leitung, sondern das gesamte Team die optimale Mischung aus fachlich fit, engagiert und vor allem mit Herzblut dabei ist.

Der Kiga  liegt wie immer eher im Mittelfeld, aber auch hier ist eine Verbesserung zu erkennen.   Da aber die Schwächen im Bereich Service,  Unterstützung von berufstätigen Eltern und Kommunikation immeer noch da sind gebe ich nur eine gute 3+   Wobei die Erzieher der kleinen Hexe von ihr sicher eine glatte 1 bekommen würden und das macht eigentlich das meiste wieder gut 😉

Traumberufe : Lehrer und Arzt

Juli 2, 2011

Ich liebe meinen Beruf und ich liebe meine Fächer ganz besonders auch dafür, dass ich selten korrigieren muss.   Aber dieses Wochenende ist es mal wieder so weit.  Dank der vielen Feiertage und Klassenfahrten konnten meine beiden Abi Klassen erst am Freitag Klausur schreiben und jetzt darf ich übers Wochenende alle Klausuren fertig machen.   😦   Das nächste Highlight steht ja schon vor der Tür.  Die Zeugnis Konferenzen  und daher müssen am Montag alle Noten abgegeben werden.

Immerhin spielen Wetter und Dienstplan des Gatten mit.  Das Wetter ist schlecht ich brauche also keine schlechte Laune bekommen und der Gatte hat mal wieder einen Hausdienst und ist bestimmt auch ganz froh über das eher schlechte Wetter 😉    = weniger  Fahrrad- , Bade- , Besoffen vor Laterne laufen-  ,  Betrunken vom Fahrrad fallen-  und andere Unfälle.  Die normalen „Ich habe schon seit 6 Wochen XY ich wollte JETZT 2 Uhr Nachts mal jemand = denn dummen Arzt draufschauen lassen“  Patienten werden ihn aber bestimmt nicht im Stich lassen.

Ich sitze jetzt also allein mit meinen Klausuren und frage mich an manchen Stellen was habe ich eigentlich die letzten Wochen im Unterricht gemacht.  Bei einigen hab ich das Gefühl die müssen bei jemand anders gesessen haben.  Aber immer wenn ich ganz frustriert werde kommt ein Lichtblick und es gibt doch noch Hoffnung.    Warum müssen Schüler eigentlich immer die gleichen Fehler machen.    Und ich bin keine Leuchte in Rechtschreibung wie meine Leser sicher schon gemerkt haben, aber manche Schüler toppen echt alles.  Manchmal muss ich 3x lesen um überhaupt eine Idee zu bekommen was ein Wort oder Satz bedeuten könnte.   Da frage ich mich wie kommt man mit diesem Sprachunvermögen in die Oberstufe?

Ich habe unglaublich viele wirklich clever und schlaue Schüler die sich sprachlich so gut wie nicht ausdrücken können 😦   Zwischen ihrem gesprochenen Beiträgen und ihren Klausuren liegen Welten.  Ich bin kein Deutschlehrer, aber  ohne ein wenig Sprachgefühl und Lust am Text kann man eben auch in Gesellschaftswissenschaften nicht viel erreichen.  Denn die Feinheiten liegen ja häufig gerade im Detail.

So jetzt genug gemeckert.  Denn bei allem Frust ich habe heute auch schon 2-3x so gute Gedanken zu einer Karikatur und einem Text gelesen, die habe ich glatt noch in meine Musterlösung integriert 😉   Und das sind dann die schönen Momente wo man auf seine Schüler auch wieder richtig stolz ist.  Genau wie auf meine Hauptschülerin, die mir die bisher immer super  Arbeiten geschrieben hat.  Und der Sprung von der Hauptschule in den Abi Bereich ist heftig.

 

So möchte ich auch gerne leben..

Juni 11, 2011

Bekomme ich  häufig von Schülern gesagt.  Ähnliche Bemerkungen machen  gerne auch APs und  Bekannte  ….   :  „Du hast es einfach nur gut.“   „Dein Leben möchte ich auch haben“     „Bei euch klappt aber auch alles“

Solche Äußerungen bringen einen dann dazu über das eigene Leben nachzudenken und  von außen betrachtet haben die Leute recht.

 

Ich habe meinen Traummann geheiratet und wir führen eine glückliche Ehe,  wir haben 2 tolle Kinder zusammen bekommen, leben in einem großen schönen Haus, haben  tolle Großeltern,  großartige Patentanten und liebevolle Tanten und Onkel.   Ich habe einen Beruf der mich ausfüllt und der mir jeden Tag neue Herausforderungen bietet,  meine Kinder haben sich bisher toll entwickelt und es geht uns allen gut.

Manchmal macht mir soviel Glück selbst ein bischen Angst.

 

Aber  ich kenne  auch die anderen Bereiche und Erfahrungen die zu  meinem/unserem Leben gehören und die uns dahin geführt haben wo wir heute sind.

Ich habe schwanger mein 2. Staatsexamen gemacht und danach keine feste  Stelle gefunden.  Als ich kurzfristig wieder arbeiten konnte musste ich  innerhalb von nur 2 Wochen eine Kinderbetreuung organisieren und den Sprung ins kalte Wasser wagen.

Innerhalb kurzer Zeit starb meine Oma und eine Oma erkrankte schwer.  Zwischendurch haben wir  ein Haus gekauft mit viel Risiko, weil nur ein Verdiener da war.   Immer nach ohne feste Stelle das 2. Kind nur 18 Monate nach Nr. 1 bekommen.   Dann als Lichtblick ein 2. Studium trotz Baby angeboten bekommen. Auch wenn es jeden Tag 100km Fahrt und viel Stress und Organisation bedeutete angenommen.   Ein AP eingeladen, dass dann 1 Tag vor ET untergetaucht ist.   Kurzfristig Elternzeit beantragt und neues AP eingeladen.  Studium  nicht abgeschlossen.

Nach 2 Jahren Vertretungsarbeit  beschlossen mich selbstständig zu machen.  Als alles organisiert war und das Gewerbe angemeldet war  doch noch eine feste Stelle in der Nähe bekommen.   Jetzt arbeiten mein Mann und ich  beide in sehr fordernden Berufen sowohl zeitlich als auch emotional.   Unsere Kinder sind im Winter gefühlte 3 Monate Dauer- und Wechselkrank gewesen.  Wir haben 1 Kind mit eine lebensbedrohlichen Allergie.

Wir haben also auch nicht nur Glück im Leben gehabt und sind auch schon durch schwierige Zeiten gegangen.    Aber diese schwierigen Phasen haben uns als Paar und Familie näher zusammen geschweißt und ich  kann mir sicher sein, dass mein Mann und ich auch in schwierigen Situationen gut funktionieren und uns gegenseitig stark machen.  Wir sind zusammen gewachsen und haben uns immer wieder gestützt.

Und daher kann ich auch auf die Aussagen oben mit guten Gewissen antworten:   „Ja ich würde auch mit mir tauschen wollen“   🙂

 

 

 

Flexibilität durch Au-Pair

Mai 31, 2011

Einer der wichtigsten Gründe warum wir uns für ein AP als Kinderbetreuung entschieden haben war die hohe Flexibilität die diese Betreuungsform bedeutet.  Gerade im Notfall oder bei kurzfristigen Änderungen kann auch so eine gute Kinderbetreuung gewährleistet werden.

Soweit die Theorie.  Aber in der Praxis treibt mich Olga gerade mal wieder in den Wahnsinn.  Sie macht zwar ihre Aufgaben nicht wirklich schlecht, aber gerade der Bereich Flexibilität scheint ihr in letzter Zeit nicht mehr zu gefallen.  Dabei haben wir ihn seit Wochen fast nie genutzt.  Aber wahrscheinlich liegt genau dort das Problem.

Klingt unlogisch?  Ich versuche es an ein paar Beispielen zu erklären.

Olga hat laut unserem Arbeitsplan ca. 25-26 Wochenstunden von MO-FR fest  eingeplant.  Die restlichen 3-5 Stunden pro Woche sind für Notfälle (krankes Kind muss am Morgen betreut werden/ gelegentliches Babysitten am Abend/Wochenende) .  So war es auch von Anfang an abgesprochen.  Die letzten Wochen waren unsere Kids zum Glück auch sehr selten krank und Babysitten am Wochenende/Abend war auch die absolute Ausnahme.  Olga hatte seit Weihnachten vielleicht 1x am Wochenende  babysitten müssen.    Diese Termine tragen wir auch immer möglichst früh, spätestens am Sonntag Abend in den Familienkalender ein.    Dort sollte Olga ja auch alle wichtigen Termine eintragen.   Überstunden durch Krankheit der Kinder werden entweder direkt durch einen freien Nachmittag oder in der nächsten Woche ausgeglichen.   Soviel zur  Theorie.

Nachdem die letzten Wochen wie gesagt eher ruhig aus Au-Pair Sicht waren.  Die Kids gesund und häufig am Nachmittag verabredet oder mit sich selbst beschäftigt hatte sie regelmäßig 1-1,5 Stunden früher Feierabend und auch den ein oder anderen ganz freien Nachmittag.  Ist für mich auch völlig ok.  Unser AP muss nicht zwingend auf ihre 30 Stunden kommen.  Wenn die Kids am Freitag Nachmittag eine Geburtstagsparty haben, dann ist eben schon um 15.00 Uhr Wochenende  🙂    Und auch für ihre Vorstellungstermine und Urlaubswünsche waren wir als Familie bereit viele Kompromisse einzugehen und  sogar einen zusätzlichen Babysitter zu bezahlen, damit sie ihre Wunschtermine wahrnehmen konnte.  Obwohl sie nichts vorher mit uns abgesprochen hatte 😦    Aber das ist eben für mich das Verhältniss auf Gegenseitigkeit und ich wollte ihr ja auch nicht die Chance auf ihr FSJ kapput machen.

Tja und letzte Woche war dann wie lange angekündigt eine sehr stressige Woche.  2 Geburtstage,  Konferenzen,  Abiturprüfungen und noch ein Abendtermin mussten unter einen Hut gebracht werden.   Und passend dazu wurde natürlich auch noch ein Kind krank.   Für unser AP bedeutete es also diese Woche würde Überstunden bringen.    Als wir dann am Mittwoch Abend mit ihr planen wollten wie der nächste Tag am besten zu organisieren ist.  Ich hatte den ganzen Tag Prüfungen und mein Mann musst über Nacht im Krankenhaus arbeiten weil dort auch Kollegen durch Krankheit ausgefallen sind kam von Ihr :   “ Das sind aber über 6 Stunden am Tag“    Da bin ich ja innerlich  fast geplatzt.    Ja es waren mehr als 6 Stunden um genau zu sein 7,5  aber erstens hatten wir es lange angekündigt, zweitens hatten wir an diesem Tag wirklich keine Alternative (Omas im Urlaub,  Tanten verhindert) .   Ich kann ja verstehen, dass sie genervt ist wenn sie Überstunden machen muss, aber  es ist eben ihr Job und wir sind ihr die letzten Wochen soviel entgegen gekommen.  Auch an diesem Tag.   Wir haben das gesunde Kind selbst in den Kiga gebracht und ich hatte organisiert, dass unsere Große Hilfe allein nach Hause laufen darf.  Und sie stellt sich genau an diesem Tag so quer.   Und  dann am nächsten Tag die gleiche Nummer.   Mein Mann hatte sie wohl schon vor ein paar Wochen gefragt ob sie gegen extra Bezahlung (30€ für einen Nachmittag + Abend)  auf die Kids aufpassen würde, damit er mir zum Geburtstag einen Theater Abend schenken kann. Sie hat zugesagt. Wie gesagt sie wurde gefragt und wir hätten auch einen anderen Babysitter finden können.  Ihre freie Entscheidung.  Aber als es dann so weit war auch hier nur gemecker.  Ich wollte eigentlich zu Schatzi?  Wann muss ich zurück sein?  Dann eine Stunde vor Beginn der Anruf :“Ich  komme vielleicht ein bischen später“ .  Ok sie war dann doch pünktlich, aber solche Aktionen machen mich mürbe.  Seit sie ihre Zusage für ihr FSJ hat kommt auch ständig die Frage:  „Du musst mir sagen wann ich frei habe“   Aber nachdem ich 2x recht ärgerlich gesagt habe: „Wie immer nach Plan“ ist zumindest da wieder Ruhe eingekehrt.    Da scheint ihr wohl wieder eingefallen zu sein, dass der Plan am Kühlschrank nicht nur Deko ist.  Vielleicht hängt es aber auch mit der gemeinen Frage meines Mannes zusammen „Wann kannst du eigentlich frühstens  dein FSJ anfangen?“  Der ist nämlich auch ordentlich angesäuert.

Denn neben dem Meckern über flexible Arbeitszeiten ist das ignorieren oder „sparen“ von Hausarbeitszeit auch ein beliebtes Hobbie geworden.  Sie hat ja laut Plan jeden Tag 1-2 Stunden am Morgen für Bügeln,  aufräumen und staubsaugen. Aber auch hier wurde die letzten Wochen eher nach dem Motto.  Schnell und oberflächlich gearbeitet, oder geziehlt die Arbeit auf dem Nachmittag verlegt wenn die Kids auch da sind.  An sich auch ok, aber dann erwarte ich auch keine Beschwerden wegen 1x 5 Überstunden pro Woche.  Vor allem hatten wir schon überlegt wie wir die Überstunden ausgleichen könnten. Entweder durch extra Bezahlung oder einen extra freien Tag zwischen den Feiertagen im Juni.  Aber nach der Nummer ist das jetzt erstmal gestorben.

Aber es ist auch unser Fehler.  Wir hätten viel öfter auch Abends ihre Dienste in Anspruch nehmen müssen. Denn die Erfahrung zeigt leider, dass sich APs sehr schnell an generell freie Abende/Wochenenden gewöhnen und es dann als absolute Zumutung empfinden wenn sie doch mal arbeiten müssen.

Das Problem liegt für mich aber auch darin, dass ich nicht wirklich ihr gegenüber ausdrücken kann was mich genau stört. Denn sie macht ja dann ihre Arbeit.  Und es ist eigentlich auch ok, dass sie mal keine Lust hat.  Geht mir ja nicht anders.  Nur lasse ich es nicht so an meinen Schülern und Kollegen aus.  Hoffe ich zumindest

Nachdem also die letzte Woche Stimmungstechnisch deutlich eingetrübt war hat wohl auch Olga gemerkt, dass sie übers Ziel hinaus geschossen ist und bemüht sich jetzt wieder um Schadensbegrenzung.  Zumindest war die Küche gestern so gründlich aufgeräumt wie seit Wochen nicht mehr.

 

Was bedeutet es ein Au-Pair zu haben (Achtung Ironie)

April 12, 2011

Ich bin immer wieder entsetzt aber leider nicht mehr wirklich überrascht, welche Vorurteile über Au-Pairs im Umlauf sind und welche unglaublichen Fragen man sich als Gastfamilie anhören darf.

Meine Highlights aus einer Schulstunde in der meine Schüler mitbekommen haben, dass wir ein AP haben:

1. Wie ihr Au-Pair ißt/schläft auch bei ihnen?

Nein die darf natürlich nur arbeiten und dann kommt sie in den Wandschrank. Denn da lasse ich dann die Kids wieder raus, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme -die gleiche Klasse fragt vor ein paar Wochen was ich denn mit meinen Kindern mache wenn ich arbeite und ob sie allein zu Hause bleiben.

2. Spricht sie auch Deutsch? Nachdem Ich vorher erzählt hatte, dass unser damaliges AP Germanistik studiert hat.

Nein wir laden grundsätzlich nur Mädchen ein die kein Wort Deutsch sprechen und achten darauf, dass sie auch nichts lernt.

3. Na da kann das Mädchen aber froh sein, dass sie so eine Chance bekommt

Genau es ist ja so großzügig von uns, dass wir jemanden erlauben unsere Kinder zu betreuen, bei der Hausarbeit zu helfen und uns für ein Jahr zu ertragen 😉   Bei Bedarf würde Ich die Betreffenden gerne für ein Jahr einladen 🙂

4 Wie bezahlen müssen sie auch noch dafür?

Nein natürlich nicht, die Mädchen müssen uns bezahlen, siehe Frage 3.  Wir stellen nur großzügig zwei Kleinkinder in der Trotzphase und uns ein großes häufig chaotisches Haus zur Verfügung.

5.  Bringen Sie ihr Au-Pair doch mal mit in den Unterricht, dann können wir mit ihr flirten, denn APs sind ja leicht zu haben und schnell wieder weg. (leider ein Originalspruch eines Schülers 😦

Ja klar, davon träumt eine 22 jährige mit Master Abschluss. Einen 17 jährigen Spätpupertären deutschen Schüler der sie für seine dreckigen Phantasien benutzt. Und mir dann am besten jeden Tag brühwarm erzählt wie sich Bubi zum Horst gemacht hat 🙂  🙂   schon besser die Vorstellung

1.  Die sind alle leicht zu haben und auf Sex aus

Genau und alle meine Schüler sind gut erzogen, schlau und haben Niveau

Sprachkurs

Januar 26, 2011

Nicht nur in der Aupairbox ist der Sprachkurs mal wieder ein Thema. Auch bei uns wird er aktuell wieder zum Thema.

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Ferienalltag

Januar 4, 2011

Manchmal glaube Ich ja es gibt doch ein höheres Wesen, dass genauso eifersüchtig auf die langen Ferien bei Lehrer ist wie alle anderen.  Anders kann Ich mir nicht erklären, warum immer wenn Ich Ferien habe erstens alle Kinder zielsicher krank werden und zweitens irgendein Event ansteht, was es notwendig mach jeden Morgen früh aufzustehen.  In den Sommerferien war es der Schwimmkurs und die Einarbeitung von Olga, im Herbst hatte Ich Glück oder es schon verdrängt und jetzt darf Ich schon seit über einer Woche jeden Tag mit der Großen Hilfe zum HNO Arzt und ihr die Ohren spülen lassen.  Am gemeinsten ist, dass Ich so langsam das Gefühl bekomme wir spülen mehr Geld in seine Taschen als gesundheitlichen Nutzen durch die Ohren der kleinen Dame.  Aber sicher bin Ich mir nicht also gehen wir.

Ach ja durch die vielen schönen Ausflüge ins Wartezimmer bin Ich auch noch nicht dazu gekommen etwas für die Schule zu machen, da liegt auch noch die Notenliste für die Halbjahrsnoten und 2 Klausuren die vorbereitet werden wollen.  Vielleicht schaffe Ich es ja heute Nachmittag.   Denn entgegen dem Vorurteil haben wir Lehrer sogar in den Ferien noch zu tun.  Und Ich habe hier mal wirklich Glück. Denn Dank meiner Fächer habe Ich fast keine Korrekturen. Aber die Kollegen mit Deutsch, Sprachen sitzen fast die gesamten Ferien und dürfen hunderte Klausuren nachschauen.

Die Ferien haben aber auch gute Seiten.  Ich habe viel mehr Zeit mit den Kindern etwas gemeinsam zu unternehmen z.B. tolle Ausflüge in die HNO und  Ruhe mal wieder in der Küche zu experimentieren.   Denn wenn die Kids Abends im Bett sind, dann haben wir es uns meistens vor dem Kamin mit unseren neuen Büchern gemütlich gemacht und meien neusten Küchenexperimente verdrückt.

Ach ja und für alle die die Olga Soap verfolgen.  Sie ist jetzt mit Schatzi Nr.1 nur noch gut Freund.  Hat aber Sylvester mit ihm verbracht und für seinen Papa einen Kuchen gebacken.   Und sie hat wieder deutlich bessere Laune und ist mit mehr Spaß bei der Arbeit.  Vielleicht haben wir ja die Krise wirklich  ein Stück hinter uns gelassen.  Oder Ich werde einfach entspannter und mache mir nicht mehr soviele Gedanken.    Ob sie Lover Nr.2 noch trifft kann Ich erst Heute Abend oder Morgen sagen, denn da trift sie ihn ja normalerweise.  Wir werden sehen …..

 

Au-Pair Alternativen

Dezember 13, 2010

So jetzt haben wir das ganze Wochenende überlegt wie ein Alternativ Betreuungsmodell zum Au-Pair aussehen könnte.

Eine mögliche Alternative :  baut auf 4 Säulen

Kiga für Kleine Hexe 45 Stundenbetreuung von Mo-Do 7.15-16.45  und  Fr. bis 14.15 Uhr

OGS für Große Hilfe   von 7.30-16.00 Uhr und Fr.  auch bis 14.00 Uhr

Putzfrau 2-3x in der Woche  für 3-4 Stunden für Hausarbeit und als Nofallbetreuung im Krankheitsfall

Arbeitszeit Optimierung: Arbeitszeit Mama auf 3 max 4 Tage pro Woche verteilen  + Dienste des Gatten möglichst auf Putzfrauenfreie Tage abstimmen.

Finanzielle Seite:

Wenn man alle Nebenkosten einrechnet kostet uns unser Au-Pair zwischen 450 und 500€ im Monat.   Diese Kosten würden bei der Alternative wegfallen, dafür würden die Kosten für die Putzfrau um ca. 200€ pro Monat steigen  + OGS von ca. 50-100€   also insgesamt    450€ gegen  250-300€.   Auf der Kostenseite erstmal ein Plus.  Wenn der Kigabeitrag in NRW fürs letzte Jahr wirklich wegfällt noch viel mehr, aber das ist ja unabhängig vom AP.      Wir hätten also auch noch genug Geld um im Notfall Überstunden zu bezahlen und hin und wieder einen Babysitter für Abends/Wochenende.

Probleme:

–  Der Kiga Beginn liegt mit 7.15 genau 15 Minuten zu spät um wirklich sicher und stressfrei zur ersten Stunde in die Schule zu kommen. Daher müsste meine Stundenplanung mir auch nächstes Jahr entgegen kommen immer erst zur 2. Stunde anzufangen.

– Konferenzen, Elternsprechtage  und Abendtermine  sind durch Kiga und OGS nicht abgedeckt und müssten durch Babysitter, Spieldates, Omas abgedeckt werden.

– Krankheit der Kinder wird deutlich problematischer, da wir nicht mehr spontan am Morgen entscheiden können ein Kind zur Sicherheit mit leichtem Fieber zu Hause zu lassen.  Entweder müsste kurzfristig unsere Putzfrau einspringen, oder ein Elternteil seine Kinder Krankentage nehmen .   Bisher habe Ich mir diese Tage immer für absolute Notfäller (Krankenhaus, Lungenentzündung, Arztbesuch notwendig) aufgehoben.

– Kleine Bequemlichkeiten fallen weg (Spülmaschine wird jeden Tag ausgeräumt, spontane Kinobesuche, Helfende Hand beim Frühstück/Anziehen der Kinder)

– Die Frage ob unsere Putzfrau an so einem Angebot überhaupt interessiert ist. Sie lebt von Harzt IV und Ich kann nicht abschätzen, ob es für sie nicht sogar „schädlich“ ist, wenn sie aus dem Bezug rutscht, weil sie dann nicht mehr Krankenversichert ist.  Aber eigentlich ist sie fleißig und sehr motiviert.

– Die Frage ob wir einen Platz in der OGS bekommen würden.

Positive Aspekte:

+  Wir haben unser Haus wieder für uns inkl. Gästezimmer

+ Wir sparen zwischen 250-300€ pro Monat

+ Keine Fahrdienste 2x die Woche zum Sprachkurs

+ Keine langwierige Suche nach neuen Au-Pairs

+ Keine 2-4 Wochen Einarbeitung in den Sommerferien

+ Auch „Schwere“ Hausarbeit (Bügeln aller Wäsche,  Fenster putzen,  Keller putzen, evt. Vorgarten pflegen) kann an Putzfrau delegiert werden.

+ Keine  Zeit mehr für Organisation und Gespräche über  Urlaub, Studium, Liebe …. die pro Woche locker 1-4 Stunden, je nach AP und Stimmung  kosten.

+ Spontane Änderungen im Familienalltag (Spieldates, Essen gehen, Ausflüge) ohne auf das AP Rücksicht nehmen zu müssen

Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden, aber Ich bin überrascht wie viele positive Aspekte diese Alternative hat und wie wenig Nachteile mir bisher eingefallen sind.  Bitte gerne von erfahrenen Gastmüttern vergessene Nachteile nennen.

Wir werden auf jeden Fall die Suche noch nicht einstellen und mit den beiden verbliebenen Bewerberinen weiter Kontakt bleiben und skypen, aber wenn Ich nicht ein 100% positives Gefühl habe, dann werden wir die Alternative ernsthaft in Betracht ziehen.   Und bis dahin unser vielleicht letztes Au-Pair noch richtig genießen.

Konferenzen – Fortbildung – Dienst – Krankheiten

September 30, 2010

Alles Anlässe aus den letzten 3 Wochen die uns mal wieder zeigen, warum wir uns richtig entschieden haben ein Au-Pair einzuladen. Denn all diese Ereignisse führen ohne Au-Pair  zu großen organisatorischen Problemen.  Und mit Au-Pair kann Frau die Dinge viel entspannter und gelassener angehen.

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Schule macht Spaß

September 23, 2010

Ich habe dieses Jahr richtig Glück mit meinen Klassen und Schülern. Bisher habe ich fast nur nette und sympathische Klassen. Ok ein paar Experten gibt es auch, aber die machen das Ganze ja auch spannend und lustig. Sie sind eben das Salz in der Suppe. Nur wenn es zu viele werden, dann schmeckt es nicht mehr. 😉

Ich hatte  in meinen Berufsgrundschuljahren häufig das Problem hatte, das weder Interesse an meinem Fach noch an Schule allgemein bestand. Je länger das Schuljahr lief um so mehr sah Ich mich gezwungen mit Strafen und Sanktionen zu drohen und arbeiten.  Daher habe Ich dieses Jahr mal was anderes probiert.  Die Schüler haben  die Aufgabe sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinander zu setzten. Eigentlich eine ziemlich anspruchsvolle Aufgabe für Schüler die oft schon überfordert sind mehr als eine halbe Seite Text zu lesen und vor allem den Inhalt auch zu erfassen. Aber bisher hat sich die Idee voll bewährt.

Nach anfänglichem Abwehren und lautstarken Suchen nach Gründen warum es nicht geht, haben sich jetzt fast alle darauf eingelassen und erstaunlich gute Themen in ihrer Familie und Umgebung gefunden. Ich bin jetzt richtig gespannt wie sie mit der eigenständigen Arbeit zurecht kommen. Denn das wäre für diese Schüler ein riesen Erfolg, wenn sie es schaffen würden, eigenständig ein Thema so zu bearbeiten, dass sie zum Tag X auch wirklich ein präsentabel Ergebnis hätten. Und sie lernen hoffentlich nicht nur, dass Geschichte und Politik nicht in ihren Schulbüchern, sondern in ihrer Familie und Umgebung stattfindet. Und wenn dann auch noch die Erkenntnis reift, dass auch Sie in der Lage sind etwas eigenes zu produzieren, dann hätten sie sicher mehr gelernt als nach 10 Stunden Lückentexten. Denn diese Art von Aufgaben lieben sie.

Und neben meinen BGlern habe ich auch noch 4 super nette Abiklassen von denen sogar 2 am Wettbewerb der Bpb teilnehmen wollen. Heute haben die Schüler 90Min intensiv in Gruppen gearbeitet, geplant und diskutiert. Ich kam mir richtig überflüssig vor. So darf Schule bitte immer sein. 🙂

Delphine – Gips und Wackelzahn

Mai 3, 2010

Die Woche fängt super an. Nachdem letzte Woche mal wieder beide Damen Zuhause waren und unser Au-Pair beglückt haben, sind dankt Antibiotika heute alle wieder einigermaßen fit in den Kiga marschiert. Und da wartet schon die nächste Überraschung auf mich.

Am Mittwoch hatte die kleine Hexe ihren Sprachstandstest. In NRW dürfen müssen alle Kinder 2 Jahre vor Einschulung zum Sprachstandstest. Eigentlich eine gute Sache und von der Grundidee prima. Schade nur, dass dieser Test so formalisiert ist, dass er nur nach Schema F abfragt und viele Kinder diesem Schema nicht entsprechen.  Die kleine Hexe hat es geschafft in 3 von 4 Bereichen jeweils die höchst Punktzahl oder Höchstzahl – 1 zu erreichen. Leider hatte sie bei der Bildbetrachtung keine Lust mehr. Die Aufgabe war ihr zu blöd.  „Ich wollte der Frau das nicht alles sagen, da habe  ich eben nichts gesagt“ . Toll damit hatte sie 0 Punkte und wir dürfen natürlich an einem Vormittag = Arbeitszeit zum Re-Call pardon Test Stufe 2 in die Grundschule.

Die Erzieherin sagt selbst sie sieht keinerlei Förderbedarf. Die kleine Hexe quaselt ununterbrochen, außer im Sprachtest :=0 und spricht für ihr Alter super. Aber das darf die Prüferin leider nicht berücksichtigen. Die beurteilt das Kind aufgrund 30 Minuten Test.  Und wir als berufstätige Eltern dürfen mal wieder einen zweckfreien Termin zu ungünstigen Zeiten organisieren.

Und unsere Grundschule scheint auch überqualifiziert zu sein. Erstens ist in der Testauswertung ein dicker Rechenfehler. Richtig gerechnet ist die Dame nämlich gut durch. Wir liegen nur 0,3 Punkte unter der Grenze für „Normkids“.  Aber was soll ich machen, mich schon vor Einschulung mit der örtlichen Direktorin anlegen und so den Grundstein für eine lange Freundschaft legen Ironie off. ? 

Vielleicht gebe ich mir auch den Hype und schaue mir den Re-Call an. Schlimmstenfalls darf die kleine Hexe 2 Jahre Sprachförderung genießen.  Irgendwie verrückt jetzt fängt der Schulteststress schon im Kiga an. 

Ansonsten gibt es von der Au-Pair Front nur erfreuliches zu berichten. Trotz Gips sieht unsere Wohnung wieder richtig ordentlich aus und wir haben am Wochenende ein richtig gutes und vertrauliches Frauengespräch über Liebe, Zukunft und Ängste geführt. Und genau hier wusste ich wieder warum ich Au-Pairs in der Familie mag. Es ist einfach schön, wenn man nicht nur eine Angestellte, sondern im besten Fall eine echte Vertraute im Haus hat. Und ein bischen Üben für die Pubertät der Damen schadet nie. 

Ach ja der Wackelzahn, unsere große Hilfe hat mit ihren noch nicht ganz 5 Jahren den ersten Wackelzahn. Ich wollte es ja gar nicht glauben, aber er wackelt wirklich. Oh wie schnell werden meine Babys groß. Und so schön ich es finde zu sehen wie sie selbständig und immer selbstbewußter werden, so sehr vermisse ich schon jetzt das Babyhafte und die Kleinkind Zeit. Es war anstrengend aber auch wunderschön.

Wie sie schlagen ihre Kinder nicht? Nie? Gar nicht?

Februar 25, 2010

Diese Frage wurde mir heute mal wieder von Schülern im Unterricht gestellt. Ich bin immer wieder erschreckt wie viele Kinder Opfer von Schlägen werden und das auch noch positiv beurteilen. Sie können sich gar nicht vorstellen, dass man auch anders miteinander umgehen kann.  

Nicht nur für sie selbst finde ich es schlimm, man merkt im Gesprächen sehr schnell, das viele es mit ihren eigenen Kindern genau so machen wollen.

Wie reagiert man da richtig? Ich versuche sie zu fragen ob die die „Schläge“ sie denn wirklich zu besseren Mensch gemacht haben oder die Problem wegen denen sie geschlagen wurden dadurch gelöst werden. Dann gibt es meist betretenes Schweigen, aber sich eingestehen, dass die eigenen Eltern etwas falsch machen fällt unglaublich schwer. Obwohl meine Schüler meist schon älter sind.  

Die Begründung lautet immer „Meine Mutter hat mich geboren ich darf sie nicht kritisieren“ oder „Mein Vater ist der Chef ich muss Ihn respektieren“.  Wobei mal wieder Respekt und Angst ziemlich verwechselt werden.

 Und auch bei Aussagen wie „Ja es steht im Gesetzt, dass man es nicht darf, aber das gilt für mich nicht. Das ist mir egal“ könnte ich die Wände hochgehen.  Denn das ist genau das was ich ihnen ja versuche beizubringen. Gesetze gelten für Alle und sollen daher auch alle Kinder schützen nicht nur die von Eltern die sich freiwillig daran halten.  Und das gilt für die Würde von Kindern genau so wie für die Würde der Eltern.  Denn bei Erwachsenen kommt doch zum Glück auch keiner auf die Idee zu sagen an das Verbot von Gewalt und Köperverletztung halte ich mich nicht und alle akzeptieren es. 

Danke fürs Zuhören, dass musste jetzt mal raus. Und jetzt kann ich mich wieder meinen Kindern widmen und zwar ohne Gewalt. Ich glaube nämlich fest daran, dass ich meine Kinder mit Liebe, Konsquenz und Vorbildfunktion  erziehen kann, sodas sie ihren Weg im Leben und in der Gesellschaft finden werden.

Willkommen in der Schule

Februar 23, 2010

Ich hatte gerade eine tolle Erfahrung. Ich durft nicht nur am Morgen in die Schule. Nein jetzt wechsel ich die Seite und bin angehende Mutter eines/zweier Schulkinder.

Nein ihr habt euch nicht verlesen. Meine Zwerge sind 3 und 4, aber in NRW gibt es zwei Jahre vor Einschulung einen Sprachtest für alle 3-4jährigen und im Vorfeld gibt es den ersten offiziellen Elternabend in der Grundschule. 

Den Sprachtest finde ich eine gute Sache und mit Sicherheit für viele Kinder sehr wichtig. Ich sehe ja jeden Tag in meinen Klassen wohin es führt ohne Sprache zu leben. Und damit meine ich nicht nur die Schüler mit Migrationshintergrund, sondern auch meine Schüler die Deutsch als Muttersprache haben,  aber diese nicht wirklich beherschen. Sie können nur rudimentär lesen und sind auch im Wortschatz, Satzbau usw. mehr als eingeschränkt.  Aber anders Thema.

Zurück zur Grundschule. Ich habe mir also mit sehr wenigen anderen Eltern von der answesenden Direktorin der Grundschule erklären lassen wie ich unsere Kinder auf die Schule vorbereiten soll und was sie alles können müssen damit sie schulreif sind. 

Aber der Abend zeigt meiner Meinung nach mal wieder ein Grundproblem. Die Eltern die dort anwesend waren machten eher einen gelangweilten Eindruck,  da den meisten schon vorher bewußt war, dass es sinnvoll ist mit Kindern zu sprechen, sie zu Selbstständigkeit zu erziehen und sogar vom negativen Einfluss von TV hatten wir alle  schon mal gehört. Die für die der Abend sicher informativ und wichtig gewesen wäre habe ich dort kaum gesehen. Von 600 eingeladenen Eltern sind 30 gekommen. 

Und die Art wie mit uns gesprochen wurde. So eine Mischung aus Teletubies und geistig Minderbemittelt. Oh mein Gott. Bitte lasst mich nicht  diesen Ton auf meinen Elternabenden haben und es nicht merken. 

Jetzt bin ich immerhin um die Erkenntnisse schlauer,

– unsere  Kinder werden  trotz 18 Monate Altersabstand nur ein Schuljahr auseinander in die Schule kommen.

– Es gibt eine flexible Schuleingangsphase die aus Klasse 1 und 2 in Jahrgangsklassen besteht aber in der man auch drei Jahre verweilen kann.  (Früher hätte ich das Sitzenbleiben genannt, aber verweilen klingt ja so viel schöner  )

– Unsere Kinder zur Einschulung einen „Schultest“ bestehen müssen indem die Grundschule testet was sie schon alles können ( Aber es soll natürlich kein Leistungsdruck entstehen)

– Eine gute Mutter ihrem Kind Mittags selbst etwas zu essen kocht und das nicht von der Schule verlangt. ( Begründung warum die Schule  in der Mittagsbetreuung kein Mittagessen anbietet)

– Die Bestätigung meiner Überlegungen, dass wir wohl noch länger ein Au-Pair brauchen werden, weil ich keine gute Mutter bin.  (es sei denn meine Kinder essen erst gegen  14.30.Uhr Mittag)

– Das Thema offene Ganztagsschule nichts mit Einschulung und Schule am Morgen zu tun hat und die Direktorin darüber nicht sprechen möchte. Wenn die Leitung der Ganztagsschule.  ( ?!?!?!??!?!)

– Ich mal wieder verstehen kann warum es gegen meinen Berufsstand so viele Vorurteile gibt

– Ich nicht verstehen kann warum so wenig Eltern dort sind.  Auch wenn es langweilig ist, es geht um die Zukunft unserer Kinder da opfere ich doch mal die 1-2 Stunden.   

Und sei es nur um anschließen einen bösen Artikel für den Blog zu haben 🙂

Erste Sonnenstrahlen = Ruheeeeeeeeeee

Februar 22, 2010

Bei uns ist heute richtig schönes Wetter und Kinder und Au-Pair sind direkt nach dem Kiga mit Laufrad uns  Roller zum Spielplatz losgezogen und genießen das erste schöne Wetter dieses Jahr.

Und sitzte hier und überlege was fehlt? Was war die letzten Wochen/Monate anders?  Sonst bin ich ja um diese Zeit auch am Schreibtisch am arbeiten, aber heute ist  Ruheeeeeeeeeeeeeeee   und ich genieße die Ruhe indem ich mich jetzt ganz gemütlich mit meinen Unterrichtsvorbereitungen und einer Tasse Kaffee ans Fenster setzten und die Sonne auf meine Bücher scheinen lasse. 

Ja so mag ich den Frühling. Und vielleicht mache ich mich wenn ich schnell fertig bin auch noch auf den Weg zum Spielplatz, denn die Sonne lockt auch mich nach draußen.

Warum darf man Polizisten nicht duzen?

Februar 11, 2010

Gute Frage fanden meine Schüler. Sie haben nämlich überhaupt nicht verstanden warum das nich ok sein sollte.  Überhaupt verstehen sie nicht warum soviel Aufhebens um Du und Sie gemacht wird. Man kann doch eingentlich jeden duzen. 

Mein Versuch ihnen etwas über allgemeine Höfflichkeitsformen,  Respekt (sonst eins ihrer Lieblingsworte)  gegenüber der soziale Rolle des Polizisten und Hierachien  zu erzählen war wohl 2-3 Nummern zu hoch.  Und meine Aussage, dass ich normalerweise jeden erstmal mit  Sie anspreche stieß auf völliges Unverständnis. 

Manchmal frage ich mich, was bringen die Eltern ihren Kindern eigentlich bei.  Für mich war es selbstverständlich Erwachsene, abgesehen von Verwandten und wirklich  sehr guten Bekannten, mit Sie anzusprechen. Als ich mit 14 den Vater meiner besten Freundin als Lehrer bekommen habe war es kein Thema ihn privat zu duzen und in der Schule selbstverständlich mit Sie anzusprechen.  Für meine Schüler ist es aber offensichtlich häufig nicht mehr selbstverständlich. Es passiert immer wieder, dass man als Lehrerin geduzt wird. Ich weise dann immer bestimmt darauf hin, dass ich das nicht akzeptiere und ernte dann erstaunte Gesichter.  Meist in Kombination mit „Ich wollte Sie aber nicht beleidigen“. Glaube ich auch, aber trotzdem ist es nicht in Ordnung.  Bin ich jetzt spießig oder habe ich einen Trend zur „Amerikanisierung“ verpasst. Wobei auch dort sehr genau zwischen Hierachien unterschieden wird. Nur eben mit anderen Fomulierungen.

Respekt ist auch so ein Wort das meine Schüler anders definieren als Ich.  Und die Idee, dass man sich Respekt verdienen muss und zwar unabhängig vom Alter,  aber erwarten kann von anderen respektvoll behandelt zu werden ist auch viel zu kompliziert.  Sie können nicht verstehen, wie ich  vor einem Schüler der Klasse 5 mit einer sehr harten Lebensgeschichte aber großer altersuntypischer Reife mehr Respekt habe, als vor einem 18jährigen der sich verhält wie ein Kleinkind.  Ich glaube sie verwechseln oft Angst mit Respekt. Respekt kann ich nämlich nicht erzwingen ich muss ihn mir erarbeiten.

Alltag

Januar 27, 2010

Heute ist ganz normaler Alltag in unserer Familie.  Die Kids sind gut drauf und die kleine Hexe ist fast wieder gesund. Morgen darf sie wieder in den Kiga und ich habe meine schriftliche Übung Test soll man ja offiziell nicht mehr sagen fertig durchgeschaut. Die Kinder haben in der Zeit die Wohnung verwüstet.  Meine SchülerInnen erfüllen (wie die Kinder)  mal wieder meine Erwartungen Vorurteile   ca. 40%  Note 1 oder 2    weitere 40% 5-6 und die restlichen 20% liegen im 3/4er Bereich. Frau bekommt doch einen Eindruck wer gelernt hat und wer nicht.

Ansonsten habe ich an meinem „Freien“ Tag die übliche Runde gemacht. Bad geputzt, Kinder bespielt, Unterricht für die nächsten Tage vorbereitet, Chaos aus der Wohnung beseitigt und sogar noch Zeit für einen gemütlichen Kaffee mit dem Gatten gefunden. Der hatte heute nämlich auch recht früh Feierabend.  

Au-Pair hatte hab Mittag ihren freien Nachmittag und ist mit ihren Freundinen und einem neuem mänlichen Au-Pair in der Nähe zum Sprachkurs aufgebrochen.  Ich bin also mal gespannt was sie heute Abend berichtet.

Tag 2

Januar 12, 2010

Da der Gatte die Nacht in der Klinik verbrigen durft hatten F. und Ich die Kinder heute Morgen allein fertig gemacht. Die Laune unser Kids ist zur Zeit am Morgen großartig. Da wirken noch die Ferien nach. Denn wir haben Glück. Eigentlich nur nicht am Wochenende sind unsere beiden eher Langschläfer.

Wenn Ich um 6.20 wecke ist die typische Reaktion. Mama  geh weg ich bin noch müde. Nach 5 Minuten dösen kommen dann aber doch beide aus den Betten. Prinzessin Große Hilfe zieht sich seit 2 Wochen allein an und ist stolz wie Oskar. Da darf  man aber auch nicht helfen. Was manchmal etwas seltsame Outfits ergibt, aber die Routine am Morgen deutlich vereinfacht da nur noch 1 Kleinkind anzukleiden ist. Prinzessin kleine Hexe gibt dafür alles. Wenn sie nicht angezogen werden will macht sie sich Bocksteif und schreit wie am Spieß. Ich warte noch auf die Frage der Nachbarn ob wir Morgens immer die Kinder misshandeln.

Dann ein Frühstück mit allen Damen des Hauses und der Planung des Tages mit F. Da der Gatte nach dem Dienst meist nur ein Grundbedürfniss hat nämlich Schlaf soll sie doch bitte versuchen mit den Kindern ein Spieldate beim Nachbar Au-Pair und deren Kids zu vereinbaren. Und direkt nach dem Kiga dorthin gehen.

Dann ab zum Kiga. Dort meine persönliche Freundin Erzieherin alter Drache getroffen. Morgen ist gemeinsames gesundes Frühstück und ich nehme mir ein Post it um das gewünschte Müsli nicht zu vergessen. Werde dabei informiert, das diese Info schon seit Anfang der Woche hängt (ja ja gestern war der Gatte dort und hat es wohl nicht gesehen) und das auf jeden Fall Morgen da sein muss. Dann Kinder verabschiedet. Bösen von alter Drache bekommen weil ich mal wieder im Stress bin und ab zur Arbeit.

Wir nähern uns ja dem Halbjahr und das komme ich mir immer vor wie auf einem Basar.  Meine SchülerInnen sind immer ganz überrascht das es schon Noten gibt so ein Schuljahr ist ja noch nie in 2 Hälften geteilt worden Ironieoff. Und warum ich denn keine 2 gebe. Sie wären doch immer da gewesen  zumindest körperlich  und hätten doch nur ganz selten also nur jedes 2. Mal  ihr Buch vergessen und sogar 2x die Hausaufgaben gemacht.  Und es ist doch so ein wichtiges Zeugnis und damit muss ich mich doch bewerben.  Ich liebe diese Diskussionen. Vor allem sind es immer die Quartalsarbeiter. In den 3 Stunden vor den Konferenzen super Mitarbeit, voll motiviert und fachlich gut und dann wieder wochenlang in den Untergrund gehen. Tut mir leid das klappt nicht. Aber ich diskutiere ja gerne. Bin schließlich Gesellschaftswissenschaftlerin ;))

Als ich nach der Arbeit nach Hause komme finde ich kein Au-Pair , sie ist tatsächlich pünktlich zum Kiga aufgebrochen, eine super aufgeräumte und geputzte Wohnung (dafür liebe Ich F.. und sie hat sich Morgen ihren freien Tag mehr als verdient) und einen schlafenden Gatten vor. Wir stellen begeistert fest, das er eine gute Nacht (mehr als 4 Stunden Schlaf in nur 2 Etappen) hatte und Ich keine Vorbereitung für Morgen habe. Also ein Lottotag für Eltern. Kinder beschäftigt und Eltern ohne Pflichten. Die 1000 Punkte List der Dinge die wir immer schon mal machen wollten/müssten wenn wir Zeit haben lassen wir mal außer Acht.

Also Kaffee gekocht, Kamin angemacht und 2 Stunden einfach nur gemütlich geredet, gelesen und Ruhe genossen. Einfach Ruhe. Dieser Zustand ist in unserem Haus etwa so selten wie Kinder mit Hausschuhen.

Jetzt ist der beste aller Männer gerade losgefahren um Kids und Au-Pair wieder einzusammeln. Denn es ist wirklich rattenkalt und das letzte was man als berufstätige Mutter braucht sind kranke Kinder und Au-Pairs.

Also heute ein rund um gelungener Tag. Jetzt noch schnell gemütlich Abendessen und dann ganz entspannt in die Abendrunde starten.


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