Posts Tagged ‘Sprache’

Sexismus in der Schule

Januar 29, 2013

Die Diskussion über Sexismus verfolge ich seit Tagen mit einer Mischung  Begeisterung, dass dieses Thema endlich  zur Sprache kommt und Entsetzen und Trauer, wie alltäglich Sexismus immer noch ist.

Und wenn Frau anfängt über das Thema nachzudenken wird schnell klar wie alltäglich Sexismus auch in meinem Leben ist.

Beispiele:

Mit ca. 13-14 Jahren in der Bücherrei für ein Schulreferat gearbeitet habe (noch die Zeit vor Wikipedia) hat sich ein Mann vor  mich gesetzt seinen Schwanz aus der Hose geholt und sich in aller Seelenruhe einen runter geholt.  Ich war völlig geschockt und völlig verängstigt.   Als ich nach einer gefühlten Ewigkeit den Mut gefunden habe  zur Aufsicht zu gehen hat dich mich mit den Worten „Ja den kennen wir schon, der ist harmlos“  nach  Hause geschickt.   Ich hatte den gesamten Weg einfach nur Angst ob mir der Fremde folgt.

Mit Anfang 20  im Schwimmbad der fremde Mann der mich im Whirpool befummelt hat.   Ich habe es erst gar nicht bemerkt, weil man Freund neben mir saß und ich zunächst dachte es ist seine Hand.  Als ich ihn fragend anschaute, was sowas in der Öffentlichkeit soll, wurde uns beiden klar was da gerade passiert.

Als Arbeitnehmerin die Sprüche von Kollegen, wenn sie einen als Mutti bezeichnen oder  sich darüber witzig machen, dass sie es nicht nötig haben etwas im Haushalt zu tun.

Sprüche über meine Schulleiterin a la :  „Die hat ja keine Kinder und daher keine Ahnung“   „Wie hat die es nur so schnell an die Spitze geschafft“  nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen.

Bemerkungen über meine „armen Kinder“ wenn bekannt wird, dass Frau trotz 2 Kleinkindern arbeiten gegangen ist.

Fragen von Schülern warum Frau denn überhaupt arbeitet wenn man doch einen Mann hat der genug verdient.

Respektlosigkeiten von Schülern  wenn sie einen mit Gesten und Blicken zu verstehen geben was sie von einer weiblichen Lehrkraft halten.

Körperliche Nähe bewußt als Machtmittel eingesetzt und zwar von Schülern und Kollegen.

Abspielen von frauenfeindlicher Musik  und dekorieren der Klassezimmer mit nackten Frauen mit Tolerierung von Kollegen.

Sprüche von Kollegen wenn Frau das Problem anspricht:  Tja bei mir (=Mann) gibt es keine Probleme.    Liegt wohl an dir.

Der Umgang von Schülern untereinander.

Schlampe,  Nutte und ähnliches wird „liebevoll und nett“   gemeint und von Mädchen  vermeintlich als Kompliment aufgefasst.

Opfern von Übergriffen wird die Schuld zugeschoben.  War eben zu „nuttig“ angezogen,  am falschen Ort …..

Männliche  Opfer von sexueller Gewalt werden als „Schwul“ bezeichnet  oder ins lächerliche gezogen.

Erotik und Pornographie werden gleichgesetzt.

Eine Gruppenvergewaltigung wie in Indien  als ok bezeichnet, da ja viele Frauen sowas auch mögen

Gründe für ein Au-Pair Jahr

Juni 8, 2011

Diese Frage scheinen sich einige meiner Leser immer wieder zu stellen, zumindest werde ich häufiger unter diesem Suchbegriff gefunden.  Und die Frage stellt sich sicher für jedes potentielle AP.  Sie ist aber auch für uns Gastfamilien sehr spanend.  Denn die Gründe bzw. die Motivation können im Laufe von 12 Monaten immer wieder eine wichtige Rolle spielen.

Da ich selbst auch Au-Pair war kenne ich beide Seiten und versuche die wichtigsten Gründe und Motive zusammen zu tragen.  Es wäre aber super, wenn möglichst viele meiner Leser auch ihre Erfahrungen als Au-Pair oder Gastfamilie beitragen würden 🙂

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Phasen eines Au-Pair Jahres

April 10, 2011

Ein AP Jahr ist in seiner Entwicklung einem Kleinkind ziemlich ähnlich.  Natürlich hat jedes AP und jede Familie ihre eigenen Erfahrungen und Persönlichkeiten, aber es lassen sich doch immer wieder erstaunliche Parallelen erkennen.   Ich teile für uns immer in folgende Phasen ein:   Die euphorische  Anfangsphase,  die  Dreimonatskrise, dann die „Tolle 2. Hälfte“ und die Endphase.  Alle Phasen haben so ihre Besonderheiten.  Heute will Ich mich der „Tollen 2. Hälfte widmen, auch wenn sie bei uns auch schon wieder zur Hälfte vorbei ist 😦

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Ist das Glas halb voll oder halb leer?

Februar 3, 2011

Wir nähern uns mit großen Schritten unserem Bergfest mit Olga und wenn Ich mir meine Gefühle gerade anschauen fahre Ich auf diesem Berg Achterbahn.   Normalerweise bekomme Ich um diese Zeit immer eher sentimentale und traurige Phasen, wenn mir bewußt wird, dass ein liebes Au-Pair schon die Hälfte ihrer Zeit bei uns verbracht hat und ab jetzt der Tag ihrer Abreise immer näher rückt.

Wir haben auch immer ein kleines Geschenk oder eine Überraschung zum Bergfest gemacht.  Meistens ein schöner Abend unter Erwachsenen mit Wein und schönen Gesprächen. Diesmal habe Ich aber richtig Angst über was wir sprechen müssen sollen.

Denn normalerweise habe Ich immer die tolle Entwicklung der Mädchen loben können, ihre Fortschritte beim Sprachenlernen oder andere positive Dinge. Aber bei Olga liegen mir gerade soviele Dinge im Magen, das loben irgenwie nicht förderlich wäre.  😦

Gestern Abend habe Ich schon zum zweiten Mal in knapp 2 Wochen das Bett der kleinen Hexe vollgepinkelt vorgefunden.  Das ist zwar wieder nur ein Puzzelstück, aber leider eins in das Puzzel, das Ich gar nicht bauen möchten.   Auch ihre Reaktion als Ich sie darauf angesprochen habe. „OH ja Entschuldigung habe Ich nicht gesehen“ und dann arbeitet sie am PC weiter, während Ich das Bett beziehe.

Und JA ihr habt ja Recht SIE hätte es machen müssen.  Aber um 19.30 mit leichtem Fieber,  2 todmüde Kids und einer Oma zu Besuch die alles mit anschauen durfte, hatte Ich einfach nicht mehr Lust noch die Kraft noch so eine Diskussion zu führen.

Dafür darf mein Mann sie jetzt gerade vom neuen Sprachkurs abholen.  Wir wurden auch sehr frühzeitig um 16.30 Uhr informiert.  Wenn sie nicht morgen ihren Sprachtest hätte und im Falle einer Absage auch ihre Freundin und unser Nachbar darunter leiden würde, Ich hätte sie heute nicht geholt.  Auch hier wieder überhaupt kein Gespür für Timing und Stimmung.

Ich werde wohl die nächsten Tage nochmal nutzen und in Ruhe meinen eigenen Blog zu lesen um mir selbst sicher zu werden wie unser Bergfestgespräch laufen wird, obwohl eigentlich weiß Ich es schon 😦  😦  😦

Sprachkurs

Januar 26, 2011

Nicht nur in der Aupairbox ist der Sprachkurs mal wieder ein Thema. Auch bei uns wird er aktuell wieder zum Thema.

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Au-Pair Suche ist lustig, Au-Pair Suche ist schön

November 1, 2010
Ich werde manchmal gefragt, ob es nicht sehr anstrengend und langweilig ist jedes Jahr wieder ein Au-Pair zu suchen.  Aber Ich muss ganz ehrlich sagen: Nein, erstens mag Ich es mit jungen Mädchen aus verschieden Ländern in Kontakt zu sein und häufig  ist es auch wirklich witzig. Hier meine aktuelle Hitliste der witzigsten Mails und Fragen:
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Erste Woche

August 17, 2010

Jetzt ist Olga schon eine Woche bei uns.  Es kommt mir auf der einen Seite schon so vor, als ob sie viel länger bei uns wohnt und auf der anderen Seite ist die Zeit super schnell vergangen.  Sie hat ihren sehr guten Eindruck der ersten Tage bestätigt, aber auch schon die erste kleine Wolke an die Himmel gelassen.   Aber der Reihe nach.

Die Kinder lieben sie und haben sie voll in ihr Herz geschlossen. Sie bekommt jeden Abend ausführlich Gute Nacht gesagt und darf beide Damen ohne Probleme ins Bett bringen, anziehen und sonstige eher heikle Aufgaben übernehmen.

Sie hat auch ihre ersten Feuerproben ziemlich gut gemeistert. Gestern Abend war sie zum ersten Mal Abends allein mit den Kindern. Wir hatten Hochzeitstag und sind Essen gegangen und Sie hat die erste Au-Pair Party mit den Kids veranstaltet. Alle hatten Spaß, aber das allein ins Bett bringen hat noch nicht 100% geklappt. Als wir um halb Zehn wieder gekommen sind waren noch beide Kinder bestens gelaunt auf und sie war bei der 10 Gute Nacht Geschichte.  Aber sie hat dann trotzt unserer Rückkehr beide Mädchen ins Bett bekommen.   Die Phase des Grenzen testen geht also diesmal sehr früh los.  Klar sie ist nett, also schauen die Damen wie nett.    Aber sie hat sich nicht entmutigen lassen und wir haben anschließend noch in der Küche über Erziehung, Konsequenzen und die typischen Schwierigkeiten am Anfang geredet. Und ganz toll finde ich, sie nimmt Tips dankbar an und versucht sie wirklich umzusetzen.  Sie bleibt immer freundlich und ruhig, aber sie setzt auch klare Grenzen.

Heute hat sie zum ersten Mal die Kleine Hexe allein in den Kiga gebracht und es hat gut geklappt und sie hilft immer noch  toll im Haushalt. Eine Perfektionistin in unserem Genie beherrscht Chaos Haus, ich hoffe sie verzweifelt nicht. Ich bin auf jeden Fall begeistert.

Die kleine Wolke hatten wir am Sonntag Abend. Pünktlichkeit und Au-Pairs ist ja eine ganz eigene Sache. Sie hat Besuch von Igor aus dem Internet bekommen und wollte mit ihm noch in die nächste Stadt fahren. Kein Problem und Ich fand es super lieb, dass sie ihn uns vorgestellt hat.  Sie hat auch ganz freundlich gefragt wann sie wieder da sein muss. Ich etwas überrumpelt sage: Mitternacht ist ok.  Und wünsche viel Spaß.  Mitternacht ist auch sonst bei uns vor Arbeitstagen die Zeit wo ich erwarte, dass unsere Au-Pairs normalerweise zu Hause sind.

Als sie um 0.30 Uhr immer noch nicht wieder Zuhause war habe ich mir doch angefangen Sorgen zu machen und ihr eine SMS geschickt. Sie hat auch sofort zurückgerufen. Alles ok sie kommt umd 2.00 Uhr.    Ich war  erstmal beruhigt, aber mäßig begeistert sauer.  Ein toller Anfang, aber erstmal nicht zu ändern. Aber ihr schlechtes Gewissen hatte sie dann doch. Um 1.00 Uhr versuchte sie verzweifelt die Tür aufzuschließen, aber die hat manchmal ihre Macken. Es war ihr super peinlich, dass ich im Nachthemd aufstehen musst und sie reinlassen.   Da Igor noch vor der Tür stand, habe ich die Standpauke auf den nächsten Morgen verschoben.

War aber im vollen Umfang zum Glück nicht notwendig. Denn sie ist sogar eine 1/4 Stunde früher aufgestanden hat Frühstück gemacht und sie glaubhaft und ehrlich entschuldigt. Es tat ihr wirklich leid und ihr war nicht klar, dass wir uns Sorgen machen und auf Sie warten. Wir haben jetzt nochmal erklärt, dass sie am Wochenende oder Freien Tagen natürlich machen kann was sie möchte, aber wir erwarten, dass sie eine SMS schickt, wenn sie später als verabredet kommt oder bei Freunden schläft.  Denn das machen wir im Gegenzug auch.  Und an Arbeitstagen ist es mir wichtig, dass sie Morgens ausgeschlafen ist und wir auch. Und wenn sie erst mitten in der Nacht nach Hause kommt stört sie nicht nur unseren Schlaf, sondern ist am nächsten Morgen wahrscheinlich auch nicht fit und belastbar.  Hat sie auch eingesehen und Ich hoffe die Lektion muss nicht wiederholt werden.

Positiv ist mir aufgefallen, dass sie ihrem Bekannten nicht die Schuld gegeben hat, sondern den Fehler ganz klar bei sich gesucht hat. Das kenne ich aus Erfahrung auch anders. Da waren immer alle andern nur man selbst nicht schuld.

Ein Punkt der für sie noch nicht optimal ist, das Internet. Wir haben uns nach diversen Diskussionen über Downloads und Viren entschieden, dass es uns 15 Euro im Monat wert ist, dem AP eine eigene Flatrate auf ihren Namen = ihr Risiko zu stellen und unser eigenes Netzwerkt wieder nur für uns zu nutzen. Aber die Aldi Flatrate ist nicht der Knaller . Wir bekommen hier nur GPRS und die Seitenladezeiten sind wirklich langsam und Skypen geht auch nicht mit Video. Also ist unser AP etwas ziemlich frustiert.  Kann ich auch gut verstehen. Sie versucht jetzt schon seit 3 Tagen mich zu überreden sie doch in unser Netz zu lassen. Und bisher macht sie ja auch einen zuverlässigen und ehrlichen Eindruck.  Das Problem ist nur unser WLAN ist zur Zeit eine Katastrophe. Es hat ständig Aussetzer für einige Stunden und manchmal leider auch Tage. Nur finden wir leider nicht die Ursache. Und für eine komplett neue WLAN Anlage ist im Moment eigentlich kein Geld da. Also wird sie wohl mit der langsamen Qualität leben müssen für die nächsten Wochen.

Morgen machen wir mit der ganzen Familie einen Ausflug zu den Großeltern und zeigen ihr mal eine ganz andere Gegend.  Und bisher hat sie an allen Familieaktivitäten mit Begeisterung teilgenommen. Das ist so ein schönes Gefühl. Wir haben fast zum ersten Mal ein Au-Pair, dass wirklich eine riesen Neugier auf Deutschland, die Menschen, das Essen und alles andere hat.  Und wir reden beide gerne. Die große Hilfe hat sich zwar schon beschwert, dass wir zuviel Englisch reden. Aber  Diskussionen über die Preispolitik bei Aldi, Erziehungsprobleme und allgemeine Politik kann sie eben noch nicht auf Deutsch führen.

Ich werde weiter berichten und hoffe alle anderen haben auch Glück mit ihren neuen Au-Pairs oder Gastfamilien.  Denn wir erleben gerade wie schön eine gute Au-Pair Beziehung sein kann.

Au-Pair Besuch

Juli 7, 2010

Jetzt ist er vorbei, der erste Besuch aus der Heimat für eins  unserer Au-Pairs.  Es war eine schöne Woche für alle Beteiligten.  Die Schwester unseres Au-Pairs war super nett. Sie ist fast im gleichen Alter wie wir und hat 2 Kinder die fast gleichaltrig zu unseren Damen sind. Sie spricht zum Glück auch Englisch und so hatten wir 2 schöne Abende auf der Terrasse und nette Gespräche beim Essen.  Ihr war es manchmal unangenehm, weil sie das Gefühl hatte sie fällt uns zur Last, aber Ich fand es spannend und schön auch die Familie unseres Au-Pairs kennen zu lernen.  Und für unser Au-Pair war es schön, weil so ein viel persönlicher Eindruck über ihre Erlebnisse mit nach Hause fährt.

Die Mädels hatten viel Spaß und haben in den 7 Tagen richtig viel gesehen.  Das Wetter war super und unsere Kinder haben sich auch über den Besuch gefreut und sofort versucht der Schwester ein bischen Deutsch zu lehren. Sie haben mit ihr Kaufladen gespielt und Vokabeln geübt.

Heute habe ich die beiden noch zum Zug gebracht und jetzt sind sie auf dem Weg zum Flughafen. Und zum Abschied habe ich von der Schwester eine super schöne große Orchidee bekommen.

Und jetzt bricht hier die letzte Woche an, ich kann es noch gar nicht glauben, dass jetzt nur noch 7 Tage bis zum Ende dieses Au-Pair Jahres übrig sind.

Besuch von Verwandten auf diese Art gerne wieder. Es war schön.

Delphine – Gips und Wackelzahn

Mai 3, 2010

Die Woche fängt super an. Nachdem letzte Woche mal wieder beide Damen Zuhause waren und unser Au-Pair beglückt haben, sind dankt Antibiotika heute alle wieder einigermaßen fit in den Kiga marschiert. Und da wartet schon die nächste Überraschung auf mich.

Am Mittwoch hatte die kleine Hexe ihren Sprachstandstest. In NRW dürfen müssen alle Kinder 2 Jahre vor Einschulung zum Sprachstandstest. Eigentlich eine gute Sache und von der Grundidee prima. Schade nur, dass dieser Test so formalisiert ist, dass er nur nach Schema F abfragt und viele Kinder diesem Schema nicht entsprechen.  Die kleine Hexe hat es geschafft in 3 von 4 Bereichen jeweils die höchst Punktzahl oder Höchstzahl – 1 zu erreichen. Leider hatte sie bei der Bildbetrachtung keine Lust mehr. Die Aufgabe war ihr zu blöd.  „Ich wollte der Frau das nicht alles sagen, da habe  ich eben nichts gesagt“ . Toll damit hatte sie 0 Punkte und wir dürfen natürlich an einem Vormittag = Arbeitszeit zum Re-Call pardon Test Stufe 2 in die Grundschule.

Die Erzieherin sagt selbst sie sieht keinerlei Förderbedarf. Die kleine Hexe quaselt ununterbrochen, außer im Sprachtest :=0 und spricht für ihr Alter super. Aber das darf die Prüferin leider nicht berücksichtigen. Die beurteilt das Kind aufgrund 30 Minuten Test.  Und wir als berufstätige Eltern dürfen mal wieder einen zweckfreien Termin zu ungünstigen Zeiten organisieren.

Und unsere Grundschule scheint auch überqualifiziert zu sein. Erstens ist in der Testauswertung ein dicker Rechenfehler. Richtig gerechnet ist die Dame nämlich gut durch. Wir liegen nur 0,3 Punkte unter der Grenze für „Normkids“.  Aber was soll ich machen, mich schon vor Einschulung mit der örtlichen Direktorin anlegen und so den Grundstein für eine lange Freundschaft legen Ironie off. ? 

Vielleicht gebe ich mir auch den Hype und schaue mir den Re-Call an. Schlimmstenfalls darf die kleine Hexe 2 Jahre Sprachförderung genießen.  Irgendwie verrückt jetzt fängt der Schulteststress schon im Kiga an. 

Ansonsten gibt es von der Au-Pair Front nur erfreuliches zu berichten. Trotz Gips sieht unsere Wohnung wieder richtig ordentlich aus und wir haben am Wochenende ein richtig gutes und vertrauliches Frauengespräch über Liebe, Zukunft und Ängste geführt. Und genau hier wusste ich wieder warum ich Au-Pairs in der Familie mag. Es ist einfach schön, wenn man nicht nur eine Angestellte, sondern im besten Fall eine echte Vertraute im Haus hat. Und ein bischen Üben für die Pubertät der Damen schadet nie. 

Ach ja der Wackelzahn, unsere große Hilfe hat mit ihren noch nicht ganz 5 Jahren den ersten Wackelzahn. Ich wollte es ja gar nicht glauben, aber er wackelt wirklich. Oh wie schnell werden meine Babys groß. Und so schön ich es finde zu sehen wie sie selbständig und immer selbstbewußter werden, so sehr vermisse ich schon jetzt das Babyhafte und die Kleinkind Zeit. Es war anstrengend aber auch wunderschön.

Sprachkurs

März 15, 2010

Der Sprachkurs ist ein ganz wichtiger Bestandteil des Au-Pair Jahres für Familie und Au-Pair.  Beim ersten Au-Pair habe ich mir da noch wenig Gedanken gemacht. Ich dacht klar sie geht zum Sprachkurs und gut ist.  Aber ich hatte an viele Dinge nicht bis zum Ende  bedacht.

1. Wo gibt es überhaupt Sprachkurse Deutsch für Ausländer?

Bei uns zum Glück bei der VHS im Nachbarort. Und unsere VHS hat ein Herz für Au-Pairs und berechnet nur den Preis für Studenten. Es gibt einen Kurs am Abend 18.00-19.30 2x die Woche und ansonsten Einbürgerungskurse die 5x die Woche am Vormittag liegen. 8.30-12.00 Uhr.  Der Kurs am Abend ist Mittelstufe (B1-2) die Kurse am Vormittag Anfängerkurse zum Teil mit Alphabetisierung. 

2. Wie kommt das Au-Pair zum Sprachkurs?

Der Bus fährt bei uns mehr als ungünstig. Entweder muss das Au-Pair schon um 15.45 Feierabend machen um den Bus zu nehmen, oder man fährt als Gastfamilie das Au-Pair um kurz vor 6 selbst zum Kurs (mit zwei müden Kleinkindern ein echtes Highlight).  Zurück muss man auf jeden Fall fahren, da der öffentliche Nahverkehr bei uns unter der Woche um 18.00 Uhr den Verkehr einstellt. 😦    Wir haben Glück, hier gibt es 4 Gastfamilien im gleichen Ort und wir wechseln uns mit Fahrdiensten ab so ist man nur 1x in der Woche dran. 

3.  Was braucht/ erwartet das Au-Pair für einen Sprachkurs?

Bisher haben alle Mädchen bis auf eine Ausnahme den Abendkurs besucht. Die Lehrerin ist super lieb und vor allem mehr als engagiert. Sie hilft bei Vorbereitungen auf Sprachprüfungen und ist auch so sehr an den Au-Pairs interesiert.  Aber einmal hatten wir ein Au-Pair mit sehr schlechten Deutschkenntnissen und da war ein Intensivkurs mehr als nötig. Das waren für alle Beteiligen sehr anstrengende 2-3 Monate. Für uns war es sehr teuer (Monatskarte vor 9.00 Uhr) und keine Hilfe vor 14.00 Uhr Nachmittags. Wir mussten extra eine Tagesmutter für die Zeit suchen. Für unser Au-Pair war es aber auch nicht ohne, denn sie hat ja jeden Morgen intensiv gelernt und dann am Nachmittag noch 4-6 Stunden gearbeitet. Wir waren alle froh, als ihr Deutsch gut genug war um in den Abendkurs zu wechseln. Aber es hat sich gelohnt. Sie hat so schnell und toll Deutsch gelernt, dass hat das gemeinsame Jahr und unser Verhältnis deutlich verbessert.

Und aus Au-Pair Sicht ist auch wichtig, dass im Sprachkurs auch andere Au-Pairs oder zumindest jüngere Leute sind. Denn neben der Sprach ist ja vor allem das Kontakte knüpfen sehr wichtig.

Auch sehr gute Sprachkenntnisse können auch zum Problem werden. Wenn das Au-Pair auf jeden Fall 5x in der Woche einen Kurs möchte und noch ein bestimmtes Niveau wie C2 braucht hat es bei uns ein Problem diese Kurse gibt es nur an der nächsten Uni und die Monatskarte dorthin kostet 140€  + Kursgebühren und 3 Stunden Fahrtzeit jeden Tag. Das würde bedeuten, sie steht für Hilfe bei uns kaum noch zur Verfügung. Sowas kläre ich aber vorher ab und sage dann ehrlich, dass wir sowas leider nicht bieten können.  War aber zum Glück bisher auch nur in Ausnahmen bei der Bewerbung gewünscht.  

4. Wer bezahlt den Sprachkurs?

Da bei uns bisher alle Mädchen sehr gerne und regelmäßig zum Sprachkurs gegangen sind und die Kurse nicht teuer sind haben wir diese immer bezahlt. Ich mache am Anfang jedoch deutlich, dass es ein Privileg ist und bei zu unregelmäßigem Besuch gestrichen wird.  Wenn ein Au-Pair einen besonderen/teuren Kurs möchte würde ich glaube ich schauen wie das Verhältnis generell  ist. Am Ende eines tollen Jahres könnte ich mir das gut vorstellen, am Anfang als Forderung eher nicht.  Wir zahlen so ca. 40-60€ pro Halbjahr. Das ist mehr als ok, Freunde unserer Au-Pairs zahlen 50-100€ jeden Monat für Kurse in Großstädten. Da haben wir echt Glück.

Ich habe auch mal nach Onlinekursen / DVD Kursen gesucht, aber da scheint es auser extrem teuren Angeboten wenig zu geben. Und das ist für uns auch nur eine Ergänzung zum „normalen“ Kurs, da sonst die sozialen Kontakte fehlen.

5. Fazit

Wenn man ländlich wohnt  ist es eben nicht  nur schwerer ein Au-Pair zu finden, es ist auch komplizierter einen für beide Seiten geeigneten Sprachkurs zu finden und diesen mit den Arbeitszeiten der Gasteltern, den Fahrtzeiten des ÖPV und den Wünschen des Au-Pairs in Einklang zu bringen.

Willkommen in der Schule

Februar 23, 2010

Ich hatte gerade eine tolle Erfahrung. Ich durft nicht nur am Morgen in die Schule. Nein jetzt wechsel ich die Seite und bin angehende Mutter eines/zweier Schulkinder.

Nein ihr habt euch nicht verlesen. Meine Zwerge sind 3 und 4, aber in NRW gibt es zwei Jahre vor Einschulung einen Sprachtest für alle 3-4jährigen und im Vorfeld gibt es den ersten offiziellen Elternabend in der Grundschule. 

Den Sprachtest finde ich eine gute Sache und mit Sicherheit für viele Kinder sehr wichtig. Ich sehe ja jeden Tag in meinen Klassen wohin es führt ohne Sprache zu leben. Und damit meine ich nicht nur die Schüler mit Migrationshintergrund, sondern auch meine Schüler die Deutsch als Muttersprache haben,  aber diese nicht wirklich beherschen. Sie können nur rudimentär lesen und sind auch im Wortschatz, Satzbau usw. mehr als eingeschränkt.  Aber anders Thema.

Zurück zur Grundschule. Ich habe mir also mit sehr wenigen anderen Eltern von der answesenden Direktorin der Grundschule erklären lassen wie ich unsere Kinder auf die Schule vorbereiten soll und was sie alles können müssen damit sie schulreif sind. 

Aber der Abend zeigt meiner Meinung nach mal wieder ein Grundproblem. Die Eltern die dort anwesend waren machten eher einen gelangweilten Eindruck,  da den meisten schon vorher bewußt war, dass es sinnvoll ist mit Kindern zu sprechen, sie zu Selbstständigkeit zu erziehen und sogar vom negativen Einfluss von TV hatten wir alle  schon mal gehört. Die für die der Abend sicher informativ und wichtig gewesen wäre habe ich dort kaum gesehen. Von 600 eingeladenen Eltern sind 30 gekommen. 

Und die Art wie mit uns gesprochen wurde. So eine Mischung aus Teletubies und geistig Minderbemittelt. Oh mein Gott. Bitte lasst mich nicht  diesen Ton auf meinen Elternabenden haben und es nicht merken. 

Jetzt bin ich immerhin um die Erkenntnisse schlauer,

– unsere  Kinder werden  trotz 18 Monate Altersabstand nur ein Schuljahr auseinander in die Schule kommen.

– Es gibt eine flexible Schuleingangsphase die aus Klasse 1 und 2 in Jahrgangsklassen besteht aber in der man auch drei Jahre verweilen kann.  (Früher hätte ich das Sitzenbleiben genannt, aber verweilen klingt ja so viel schöner  )

– Unsere Kinder zur Einschulung einen „Schultest“ bestehen müssen indem die Grundschule testet was sie schon alles können ( Aber es soll natürlich kein Leistungsdruck entstehen)

– Eine gute Mutter ihrem Kind Mittags selbst etwas zu essen kocht und das nicht von der Schule verlangt. ( Begründung warum die Schule  in der Mittagsbetreuung kein Mittagessen anbietet)

– Die Bestätigung meiner Überlegungen, dass wir wohl noch länger ein Au-Pair brauchen werden, weil ich keine gute Mutter bin.  (es sei denn meine Kinder essen erst gegen  14.30.Uhr Mittag)

– Das Thema offene Ganztagsschule nichts mit Einschulung und Schule am Morgen zu tun hat und die Direktorin darüber nicht sprechen möchte. Wenn die Leitung der Ganztagsschule.  ( ?!?!?!??!?!)

– Ich mal wieder verstehen kann warum es gegen meinen Berufsstand so viele Vorurteile gibt

– Ich nicht verstehen kann warum so wenig Eltern dort sind.  Auch wenn es langweilig ist, es geht um die Zukunft unserer Kinder da opfere ich doch mal die 1-2 Stunden.   

Und sei es nur um anschließen einen bösen Artikel für den Blog zu haben 🙂

Warum darf man Polizisten nicht duzen?

Februar 11, 2010

Gute Frage fanden meine Schüler. Sie haben nämlich überhaupt nicht verstanden warum das nich ok sein sollte.  Überhaupt verstehen sie nicht warum soviel Aufhebens um Du und Sie gemacht wird. Man kann doch eingentlich jeden duzen. 

Mein Versuch ihnen etwas über allgemeine Höfflichkeitsformen,  Respekt (sonst eins ihrer Lieblingsworte)  gegenüber der soziale Rolle des Polizisten und Hierachien  zu erzählen war wohl 2-3 Nummern zu hoch.  Und meine Aussage, dass ich normalerweise jeden erstmal mit  Sie anspreche stieß auf völliges Unverständnis. 

Manchmal frage ich mich, was bringen die Eltern ihren Kindern eigentlich bei.  Für mich war es selbstverständlich Erwachsene, abgesehen von Verwandten und wirklich  sehr guten Bekannten, mit Sie anzusprechen. Als ich mit 14 den Vater meiner besten Freundin als Lehrer bekommen habe war es kein Thema ihn privat zu duzen und in der Schule selbstverständlich mit Sie anzusprechen.  Für meine Schüler ist es aber offensichtlich häufig nicht mehr selbstverständlich. Es passiert immer wieder, dass man als Lehrerin geduzt wird. Ich weise dann immer bestimmt darauf hin, dass ich das nicht akzeptiere und ernte dann erstaunte Gesichter.  Meist in Kombination mit „Ich wollte Sie aber nicht beleidigen“. Glaube ich auch, aber trotzdem ist es nicht in Ordnung.  Bin ich jetzt spießig oder habe ich einen Trend zur „Amerikanisierung“ verpasst. Wobei auch dort sehr genau zwischen Hierachien unterschieden wird. Nur eben mit anderen Fomulierungen.

Respekt ist auch so ein Wort das meine Schüler anders definieren als Ich.  Und die Idee, dass man sich Respekt verdienen muss und zwar unabhängig vom Alter,  aber erwarten kann von anderen respektvoll behandelt zu werden ist auch viel zu kompliziert.  Sie können nicht verstehen, wie ich  vor einem Schüler der Klasse 5 mit einer sehr harten Lebensgeschichte aber großer altersuntypischer Reife mehr Respekt habe, als vor einem 18jährigen der sich verhält wie ein Kleinkind.  Ich glaube sie verwechseln oft Angst mit Respekt. Respekt kann ich nämlich nicht erzwingen ich muss ihn mir erarbeiten.

„Ich will Kühe“ oder Kinder und Ironie

Februar 9, 2010

Kinder verstehen keine Ironie. Das ist etwas was ich unseren neuen Au-Pairs möglichst schnell erkläre. Wir hatten nämlich schon die ein oder andere komische und leider auch gefährliche Situation. 

Einmal hat ein Au-Pair Nr.2 zu den Kindern, nachdem eine Tasse zu Bruch gegangen war, gesagt „Super, toll gemacht“ und die Kinder haben sich gefreut. Sie waren zwar etwas überrascht, aber froh. Sehr zum Leidwesen des Au-Pairs, da sie überhaupt nicht verstehen konnte warum jetzt beide Kinder lachten und danke gesagt haben. 

Eine ander Situation. Die Kinder weigern sich mit dem Au-Pair nach Hause zu gehen, sondern wollen lieber noch auf dem Spielplatz spielen. Das Au-Pair sagt genervt „Dann geht doch allein nach Hause“ und schaut geschockt hinterher wie die Kleine Hexe im Schweinsgalopp losrennt. 

Und auch als Gastmutter ist man vor dieser Falle nicht sicher. Gestern haben unsere Kinder mal wieder eine dieser tollen „Ich will aber …. xyz“ Phasen. Nach zwei Stunden war ich dann auch ziemlich genervt und habe mit einem “ Und ich will Kühe“ geantwortet und mich zum Gatten ins Wohnzimmer verzogen.

Zwei Minuten später steht die Große Hilfe in der Tür und überreicht mir ihre Spielzeughandpuppe. Ich bin noch etwas perplex und überlege, was das jetzt soll,  aber sie erklärt mir, „Du wolltest doch eine Kuh und die Puppe ist eine Kuh“.   Ja es ist schön wenn meine Kinder meine Wünsche ernst nehmen.  🙂 🙂

Sprachtest

Februar 8, 2010

Juhu unser neues Au-Pair scheint ihren Sprachtest in der Botschaft bestanden zu haben. Ich kann es noch gar nicht glauben. Sie hat gerade gemailt und berichtet, dass alles gut und einfach gelaufen ist. 

Jetzt warten wir also auf die Unterlagen vom Ausländeramt und dann können wir unseren Teil erledigen. 

Das bedeutet bei uns Nachweise zusammen suchen  über Miete/Eigentum des Hauses/Wohnung , Familieneinkommen (Gehaltskopien der letzten drei Monate von Gatte und Gattin . Anmeldung bei der Krankenversicherung, Erklärung schreiben  warum man ein Au-Pair einläd und wie die Wohnsituation ist und natürlich einen Kuli um die Verpflichtungserklärung zu unterschreiben. 

Das ist die teuereste Unterschrift im ganzen Jahr. Bisher hatten wir ja immer Glück, aber ich habe jedes Mal etwas Bauchschmerzen wenn ich das Papier unterschreibe. Aber ohne Unterschrift kein Visum.  Denn diese Erklärung ist zeitlich unbefristet und unsere Behörden lassen sich auch nicht darauf ein es zumindest auf die 12 des geplanten Aufenthalts zu befristen.

Wenn das alles erledigt ist kommt noch der Fragebogen vom Arbeitsamt und dann kann das ganze wieder retour in die Ukraine. Wenn man richtig Glück hat klappt das ganze Prozedere in 4 Wochen. Aber wenn nicht kann es auch schon mal 12 Wochen dauern.  Mein Tip freundliches Nachfragen hilft. Aber immer ganz viel Verständnis für den lieben Sachbearbeiter zeigen. Denn nichts ist schlimmer als ein angesäuerter Beamter. 

Aber bisher hatten wir eigentlich ziemlich Glück. Der gute Mann der bei uns für Osteuropa zuständig ist war immer sehr hilfsbereit und freundlich und auch die Dame beim Arbeitsamt war sehr kompromisbereit als ich angeboten habe mit zwei Kleinkindern in ihr Büro zu kommen um Probleme persönlich zu klären 😉

Einladung und Botschaften

Februar 1, 2010

Heute habe ich Nachricht von unserem hoffentlich neuem Au-Pair für Sommer 2010 bekommen. Sie hat unsere Unterlagen und Einladung bekommen und möchte am liebsten sofort zur Botschaft. Soweit ich informiert bin, darf sie aber erst 6 Monate vorher gehen. Also müsste sie noch ein paar Tage warten. 

Ich bin erstmal super positiv gestimmt, dass sie alles so schnell wie möglich machen möchte und schon ziemlich genau Pläne hat was sie noch erledigen muss und wann und wie es geht. Wir haben auch regelmäßig über Skype Kontakt und bisher macht alles einen sehr sehr guten Eindruck. Sie erfüllt alle unsere Wunschkriterien (radfahren, schwimmen, offen, kommunikativ) und das Interessse hat trotz Zusage durch uns nicht nachgelassen, sondern eher noch zugenommen. 

Aber da ist leider auch noch der Sprachtest an der Botschaft und der ist nach meiner Erfahrung leider nicht zu unterschätzen. Wir hatten leider schon einige Male das Pech, das ein eingeladenes Au-Pair an diesem Test gescheitert ist. Und es waren nicht immer Mädchen die wirklich schlecht gesprochen haben.  Manchmal frage ich mich nach welchen Kriterien werden dort Mädchen aussortiert und wie bereiten die Agenturen (denn bisher sind alle die durchgefallen sind über Agentur gelaufen) auf diesen Test vor. 

Alle Au-Pairs die es schaffen und hier ankommen berichten, das es eigentlich immer die gleichen Standartfragen sind: 

Wie heist die Familie und wo lebt sie? In welchem Bundesland / Region ? 

Wie alt sind die Kinder und was sind deine Aufgaben in der Familie ?

Wie ruft man in Deutschland die Polizei ?

Das sind alles Dinge die sollte man eigentlich wissen, aber viele Au-Pairs wissen sie nicht oder bereiten sich einfach anders vor, da sie mit Gramatik und Vokabel Fragen rechnen und nicht mit einem so „praktischen“ Gespräch. Wir versuchen ähnliche Gespräche immer auch schon mal per Skype zu führen.  Manchmal wundert man sich aber auch was die Mädchen auf die Fragen so antworten und wie wenig sie überlegen was die Fragen eigentlich überprüfen wollen. 

Motivation wirklich in dieser Familie als Au-Pair zu arbeiten, Rückerbereitschaft nach dem Au-Pair Jahr und einfach Grundwissen über das Land in dem man ein Jahr leben möchte. Daher machen die Fragen ja irgendwo auch richtig Sinn. 

Drück uns bitte die Daumen, dass diesmal alles glatt geht.

Komplizierte Worte

Januar 22, 2010

Unser Au-Pair spricht super gut Deutsch. Meistens jedenfalls. Nur wenn

A:  Wir etwas unangenehmes, unbequemes sagen oder möchten versteht sie uns manchmal nicht mehr ;).  Dann stellt sie sich immer ein bischen dumm und fragt öfter nach.  Aber ok, ich erkläre ja gerne, ist ja mein Beruf.

B: Sie bestimmte Worte verwenden könnte. Danke zum Beispiel muss sehr schwierig sein.  Ich bemühe mich immer möglichst oft Danke zu unseren Au-Pairs zu sagen. Zum einen weil ich eben wirklich dankbar bin für ihre Hilfe im Alltag und zum anderen weil es doch einfach motiviert und gut tut wenn andere nicht alles für Selbstverständlich nehmen.

gibt es Probleme. Aber das ist wohl kein eigentliches Sprachproblem

Nur was mir in den letzten Tagen / Wochen auffällt. Sie schein bei uns sehr vieles als selbstverständlich zu nehmen. Dass der Gatte mehrere Tage/Abende seiner Freizeit in ihren selbst VirenLaptop investiert. Das ich hinter ihrem Handyprovider hertelefoniere um ihr Abo zu kündigen. Dass wir sie wenn immer möglich zum Bahnhof fahren, auch wenn sie wieder nicht vorher gefragt hat….

Das mache ich auch wirklich gerne und finde es völlig ok, weil sie uns auch bei vielen Dingen hilft, aber es wäre eben auch schön mal eine Danke zu bekommen.  Aber es wird so selbstverständlich genommen und auch eingefordert, dass ich mich frage ob wir nicht manchmal zu nett sind. Aber muss ich bei einer jungen Frau Mitte 20 wirklich noch erzieherische Neins verteilen?!?!?!


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