Posts Tagged ‘Überstunden’

Vollzeitmütter + Vollzeitväter + Vollzeitkinder = Volle Kanne Familie :)

Oktober 29, 2012

Erstmal lieben dank an meine treuen Besucher.  Ich bin wirklich überrascht wieviele regelmäßige Besucher meinen Blog aufsuchen, obwohl ich ihn in letzter Zeit so vernachlässigt habe.  Aber hier merke ich wohl doch, dass mir die Zeit fehlt.

Wir haben die ersten  8 Wochen im Vollzeitmodus gut überstanden und bisher läuft alles rund und das Konzept 2x Vollzeitarbeit + OGS + Fr. Reinlich hat die ersten Feuertaufen überstanden.  Den Schritt auf die Volle Stelle ist also richtig gewesen.   Ich habe zwar einiges mehr an Vorbereitung, aber dank paraller Lerngruppen und  nach 5 Jahren auch schon einiger Ordner voller erprobter Materialien ist das bisher gut zu schaffen.  Da die Anzahl der Korrekturklassen gleichgeblieben ist habe ich hier außer dem Verlust des freien Mittwoch wenig Unterschied. Im Gegenteil mein Stundenplan ist besser geworden.  Ich habe fast jeden Tag um 13.00  und 1x um 15.00 frei  und kann so Nachmittags immer noch genug Zeit mit den Kindern verbringen.   Dank OGS habe ich auch die Chance noch einiges an Vorbereitung am Nachmittag vor der Rückkehr der Kids zu erledigen und habe so auch die Abende  teilweise frei.

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3x Schulstart

August 25, 2012

Jetzt hat der Alltag uns wieder.   Die Schule hat für alle wieder angefangen und schon nach 5 Minuten fühlt man sich als ob man nie weg war.   Dank neuer Schulleitung beginnt die Schule für Lehrer jetzt immer schon am Montag der letzten Ferienwoche damit wir in „Ruhe“ die Nachprüfungen organisieren können.

Als besonderes Highlight gibt es dann am letzten Ferientag die erste Lehrerkonferenz.   Für mich immer wieder ein gratis Kabarett.   Leider hat unsere Schule ein ziemliches Demokratie Defizit.   Nicht nur, dass die Schulleitung am liebsten geheime Abstimmungen verhindern möchte.   Nein ein Großteil der Kollegen findet es auch noch OK.  Denn das kostet doch nur Zeit.   Und bevor ich 5 Minuten länger bleibe gebe ich doch lieber ein paar grundlegende Grundrechte auf um mich dann über das fehlende Politikverständniss der Schüler aufzuregen.  Ironie off.
Nachdem wir gefühlte 120 Punkte von Begrüßung neuer Kollegen bis Berichte aus jedem „Und wenn du nicht mehr weiter weist, dann bilde schnell einen Arbeitskreis“ hat das ganze bereits 1 Stunde mehr als angekündigt gedauert.  Und dann kommt mein persönlicher Höhepunkt:  Verschiedenes.   Hier können sich dann nochmal alle Kollegen die vorher noch nicht genug gesagt haben in Ruhe über Nebensächlichkeiten aufregen,  bereits 3x per Mail, Aushang und Zetter bekannte Dinge wiederholen oder  einfach noch etwas sagen wollen was ihnen spannend erscheint.

Dann mit 1.5 Stunden Verspätung darf man endlich nach Hause und seinem Babysitter erklären, warum man selbst zwar Wert auf Pünktlichkeit legt und auch unsere Schulleitung auf die Einhaltung von Terminen pocht.  Es ihr aber im Gegenzug unmöglich ist wenn sie bei Konferenzen einen Endpunkt angibt diesen auch nur Annäherungsweise einzuhalten.

Die Einschulung der neuen Schüler war dann unspektakulär.  Hier ist nur jedes Jahr das gleiche Chaos.  Wer kommt ohne Anmeldung und wieviele mit Anmeldung kommen nicht.  Die ersten 1-2 Wochen sitzt man gefühlt jeden Tag in einer neuen Klasse.

Mein Start in die Vollzeitarbeit hat bisher gut geklappt auch wenn ich schon 2x die Betreuungszeit der OGS voll ausschöpfen konnte.  Und für alle die sich fragen woran man eine gute OGS erkennt?

1) Sie hat vom ersten Schultag an die komplette Zeit inkl.  Frühstücksbetreuung und Randstunden angeboten.

2) Sie fand es völlig ok, dass ich unseren Schulanfänger schon am Tag vor der Einschulung dort abgegeben habe.

3) Sie hat alle Eltern beim ersten Abholen  mit einem Glas selbstgemachter alkoholfreirer Bowle empfangen und uns einen guten Start gewünscht.

4) Die Kinder begrüßen einem zwar begeistert, aber mit der Frage ob sie noch ein bischen weiterspielen dürfen.

Und obwohl alles eigentlich super gelaufen ist und meine Pläne gut funktionieren, bin ich gestern Abend mit dem Gatten wie Tod um 9 Uhr ins Bett gefallen.  Denn nach 6 Wochen Urlaub fühlt sich der Alltag wie Marathon laufen an.
Nächste Woche kommt dann der beliebte Zettel und Termine Regen über uns.  Jede Institution gibt ihre Terminpläne, Klausurpläne,  Klassenpläne …. heraus und dann kommt die Zeit der Elternabende. Dann hängen Eltern an die Arbeits- und Hausarbeitsschicht noch eine 3 Schicht an.

Arztfrau sein bedeutet ….

April 2, 2012

Morgens ohne Mann aufwachen, weil er mal wieder so lange operiert hat, bis der nächste Arbeitstag anfängt und sich dann am Telefon einen guten Morgen wünschen.    😦

 

 

Entscheidungen

April 1, 2012

Nach langem Überlegen und Abwägen der Vor- und Nachteile gemeinsam mit dem besten Ehemann der Welt,  Familie,  Freunden und im Blog habe ich micht entschieden, ich werde ab dem nächsten Schuljahr das Abenteuer Vollzeit Stelle wagen.   🙂

Den entgültigen Ausschlag hat ein sehr gutes Gespräch mit meiner Schulleitung gegeben, die mir sofort sehr nett entgegen kam und angeboten hat auch als Vollzeit Kraft weiterhin erst zur 2. Stunde anfangen zu müssen.  Das fand ich sehr fair und hat mich in meinem Entschluss bestärkt.   Jetzt bin ich voller Tatendrang und Optimismus für die neuen Projekte ab Sommer.   Klar wird es Tage geben vor allem Mittwochs  wo ich meine Entscheidung verfluchen werde, aber  im Grundsatz ist sie richtig hoffe ich.

Unsere Große Hilfe hat meine Entscheidung mit den Worten: “ Na endlich, ich fand es auch immer unfair, dass alle Mittwochs arbeiten mussten und du frei hattest!“   kommentiert.   Die kleine Hexe hatte meine Ankündigung: “ Ich gehe jetzt jeden Tag arbeiten“  wörtlich genommen und fragte ganz entsetzt zurück, ob wir jetzt kein Wochenende mehr hätten.  Aber da konnte ich sie beruhigen.  Und als dann noch die Ankündigung kam, dass Papa ab Sommer dafür einen Tag in der Woche früher frei hat war es auch für sie ok.

Für unsere Kinder ist es also selbstverständlich, dass wir alle Morgens zur Arbeit / Schule/ Kiga gehen und das finde ich schön.  Genauso wichtig ist es uns aber auch Zeit mit den Kindern zu verbringen und daher sind freie Nachmittage und Wochenenden der eigentliche Luxus.    Ich bin auch Vollzeit spätestens um 15.00-16.00 Uhr zu Hause und dann kommen die Kinder aus der OGS und haben frei, weil alle Hausaufgaben erledigt sind.  Wir haben dann noch genug Zeit für Familienleben und Freizeit.  Und wenn der beste Gatte es wirklich durch bekommt, dass er nur noch 1 Wochenende im Monat arbeiten muss sind auch die Wochenenden wieder berechenbarer.

Wobei heute mal wieder gezeigt wird was es bedeutet ein  Rufdienst Wochenende zu haben.   Er ist heute Morgen um 8.00 Uhr in die Klinik und durfte schon um 17.30 wieder nach Hause um dann um 21.00 Uhr wieder gerufen zu werden und dort sicher noch bis Mitternacht eher länger zu operieren.  Und Morgen früh um halb Acht geht es dann normal weiter.    Und dieses arbeiten auf Abruf macht er jetzt seit Freitag Morgen 😦     In dieser Zeit hat er bis jetzt  Freitag  von 7.30-20.00 Uhr,  Sa von 8.30-22. Uhr und heute bis ???  gearbeitet.    Und sein Verwaltungschef teilt ihm dann Morgen früh wieder mit, dass es ja ein Rufdienst ist, weil eigentlich nur sehr selten arbeit anfällt.      Vielleicht sollte er mal ein Wochenende hospitieren und dann diesen Spruch nochmal bringen.

Eigentlich sind wir ja keine zwei Vollzeit arbeitenden Eltern, sondern mein Mann arbeitet mindestens 1,5 fache Stelle. Wie es zwei Ärzte schaffen sollen Familie und Beruf zu vereinbaren und dabei auch noch ab und zu gemeinsame Freizeit zu haben ist mir persönlich ein Rätsel.

Vollzeit oder Teilzeit

März 26, 2012

Ich habe meinen Blog nicht vergessen, aber im Moment ist beruflich einiges in Bewegung und ich komme kaum zum schreiben 😦    Aber jetzt brauche ich dringend den Rat von den vielen stillen und aktiven Lesern meines Blogs, denn ich hoffe es sind einige berufstätige Mütter dabei.

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Somewhere over the limit ……

Februar 9, 2012

Der Härtetest für unser neues Betreuungskonzept ist da.   Seit gut 2 Wochen ist hier im Wechsel immer mindestens ein Kind und/oder Elternteil krank.  Nachdem wir ja letzte Woche unseren Freund Noro zu Besuch hatten, ist jetzt seine gute Bekannte  Madame Bronchitis  zu Besuch.     Vielleicht hätte ich nicht so oft sagen dürfen, dass wir bisher einfach gut durch den Winter gekommen sind.

Die Zutaten für eine Super Woche für Berufstätige Eltern:

Man nehme

–  1-2 kranke Kinder am besten im Wechsel

– Mindestens 1 Konferenz oder alternativ ein schöner Elternsprechtag

2-3 Dienste des Gatten im Krankenhaus

Einen Schwimmkurs der 4 von 5 Abenden in der Woche blockiert

– 2 Kindergeburtstage

–  Für Mama wahlweise einen Arzttermin,  Verabredung mit einer alten Bekannten oder Treffen mit Kollegen zum Mittagessen

– und beruflichen Termin  zu einer völlig unpassenden Zeit nach Dienst für den Gatten damit es auch fair zugeht

Wenn man jetzt alles schön kombiniert und erhält man ein lustiges Überraschungspaket das keine Langeweile aufkommen lässt.

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Letzte Arbeitstage

Juli 13, 2011

Diese Woche ist die letzte offizielle Arbeitswoche von Olga.   Wir hatten ihr ja angeboten, dass sie noch komplette 14 Tage Urlaub bekommt, wenn sie uns am Wochenende hilft.  Dafür hätte sie wie ursprünglich geplant zu ihrer Tante oder ihrem Freund fahren können.  Aber da sie ihren Urlaub jetzt  doch lieber bei uns verbringt  und dafür dieses Wochenende zur Tante fährt, ist irgendwie alles anders gekommen als gedacht.

Auf die Hilfe am Wochenende sind wir nicht zwingend angewiesen, es wäre aber für die Kinder ein schöner Abschied gewesen, noch einmal eine AP Party mit ihr zu feiern und am Sonntag wären wir dann alle zusammen essen gegangen.  Aber jetzt kommen 14 schwierige Tage.   Denn offiziell muss Olga ja nicht mehr arbeiten, aber wie mache ich das den Kindern klar, dass ihr geliebtes AP zwar zu Hause ist, aber nicht mehr mit ihnen spielen muss.  Ich hoffe einfach mal, dass sie schon noch ein bischen Zeit mit den beiden verbringt.   Zum einen, weil sie auch an den Kindern hängt und zum anderen, um ihnen den Abschied leichter zu machen.   Sie hat aber auch schon von sich aus so etwas angeboten.

Die andere Alternative wäre es ihr anzubieten normal zu arbeiten und dann den Urlaub auszuzahlen, aber wirklich brauchen tun wir sie auch nicht in den nächsten 14 Tagen und daher bin ich nicht wirklich begeistert nochmal 130€ extra zu investieren und ein paar freie und ruhige Tage tun Olga sicher auch gut bevor sie sich auf das Abenteuer FSJ einlässt.

So eine Situation hatten wir noch nie.  Unsere APs haben immer ihren Urlaub entweder im Jahr genommen und sind dann auch weggefahren, oder sie haben ihn am Ende genommen um früher nach Hause zu können, weil ein wichtiger Termin wartete.

Aber es hilft nichts, jetzt ist es so gelaufen und ich bin eigentlich optimistisch, dass es vielleicht sogar sehr schöne 14 Tage werden können.  Denn die letzten Wochen waren wirklich fast wieder wie Olgas Start.  Schön, unkompliziert und einfach entspannend für uns Eltern.   Denn bei allen Problemen die wir in den letzten 12 Monaten hatten, war sie ein gutes AP für unsere Kinder.

Aber für ein Resumee ist es noch etwas zu früh, daher mache ich hier einfach mal einen Punkt 🙂

Flexibilität durch Au-Pair

Mai 31, 2011

Einer der wichtigsten Gründe warum wir uns für ein AP als Kinderbetreuung entschieden haben war die hohe Flexibilität die diese Betreuungsform bedeutet.  Gerade im Notfall oder bei kurzfristigen Änderungen kann auch so eine gute Kinderbetreuung gewährleistet werden.

Soweit die Theorie.  Aber in der Praxis treibt mich Olga gerade mal wieder in den Wahnsinn.  Sie macht zwar ihre Aufgaben nicht wirklich schlecht, aber gerade der Bereich Flexibilität scheint ihr in letzter Zeit nicht mehr zu gefallen.  Dabei haben wir ihn seit Wochen fast nie genutzt.  Aber wahrscheinlich liegt genau dort das Problem.

Klingt unlogisch?  Ich versuche es an ein paar Beispielen zu erklären.

Olga hat laut unserem Arbeitsplan ca. 25-26 Wochenstunden von MO-FR fest  eingeplant.  Die restlichen 3-5 Stunden pro Woche sind für Notfälle (krankes Kind muss am Morgen betreut werden/ gelegentliches Babysitten am Abend/Wochenende) .  So war es auch von Anfang an abgesprochen.  Die letzten Wochen waren unsere Kids zum Glück auch sehr selten krank und Babysitten am Wochenende/Abend war auch die absolute Ausnahme.  Olga hatte seit Weihnachten vielleicht 1x am Wochenende  babysitten müssen.    Diese Termine tragen wir auch immer möglichst früh, spätestens am Sonntag Abend in den Familienkalender ein.    Dort sollte Olga ja auch alle wichtigen Termine eintragen.   Überstunden durch Krankheit der Kinder werden entweder direkt durch einen freien Nachmittag oder in der nächsten Woche ausgeglichen.   Soviel zur  Theorie.

Nachdem die letzten Wochen wie gesagt eher ruhig aus Au-Pair Sicht waren.  Die Kids gesund und häufig am Nachmittag verabredet oder mit sich selbst beschäftigt hatte sie regelmäßig 1-1,5 Stunden früher Feierabend und auch den ein oder anderen ganz freien Nachmittag.  Ist für mich auch völlig ok.  Unser AP muss nicht zwingend auf ihre 30 Stunden kommen.  Wenn die Kids am Freitag Nachmittag eine Geburtstagsparty haben, dann ist eben schon um 15.00 Uhr Wochenende  🙂    Und auch für ihre Vorstellungstermine und Urlaubswünsche waren wir als Familie bereit viele Kompromisse einzugehen und  sogar einen zusätzlichen Babysitter zu bezahlen, damit sie ihre Wunschtermine wahrnehmen konnte.  Obwohl sie nichts vorher mit uns abgesprochen hatte 😦    Aber das ist eben für mich das Verhältniss auf Gegenseitigkeit und ich wollte ihr ja auch nicht die Chance auf ihr FSJ kapput machen.

Tja und letzte Woche war dann wie lange angekündigt eine sehr stressige Woche.  2 Geburtstage,  Konferenzen,  Abiturprüfungen und noch ein Abendtermin mussten unter einen Hut gebracht werden.   Und passend dazu wurde natürlich auch noch ein Kind krank.   Für unser AP bedeutete es also diese Woche würde Überstunden bringen.    Als wir dann am Mittwoch Abend mit ihr planen wollten wie der nächste Tag am besten zu organisieren ist.  Ich hatte den ganzen Tag Prüfungen und mein Mann musst über Nacht im Krankenhaus arbeiten weil dort auch Kollegen durch Krankheit ausgefallen sind kam von Ihr :   “ Das sind aber über 6 Stunden am Tag“    Da bin ich ja innerlich  fast geplatzt.    Ja es waren mehr als 6 Stunden um genau zu sein 7,5  aber erstens hatten wir es lange angekündigt, zweitens hatten wir an diesem Tag wirklich keine Alternative (Omas im Urlaub,  Tanten verhindert) .   Ich kann ja verstehen, dass sie genervt ist wenn sie Überstunden machen muss, aber  es ist eben ihr Job und wir sind ihr die letzten Wochen soviel entgegen gekommen.  Auch an diesem Tag.   Wir haben das gesunde Kind selbst in den Kiga gebracht und ich hatte organisiert, dass unsere Große Hilfe allein nach Hause laufen darf.  Und sie stellt sich genau an diesem Tag so quer.   Und  dann am nächsten Tag die gleiche Nummer.   Mein Mann hatte sie wohl schon vor ein paar Wochen gefragt ob sie gegen extra Bezahlung (30€ für einen Nachmittag + Abend)  auf die Kids aufpassen würde, damit er mir zum Geburtstag einen Theater Abend schenken kann. Sie hat zugesagt. Wie gesagt sie wurde gefragt und wir hätten auch einen anderen Babysitter finden können.  Ihre freie Entscheidung.  Aber als es dann so weit war auch hier nur gemecker.  Ich wollte eigentlich zu Schatzi?  Wann muss ich zurück sein?  Dann eine Stunde vor Beginn der Anruf :“Ich  komme vielleicht ein bischen später“ .  Ok sie war dann doch pünktlich, aber solche Aktionen machen mich mürbe.  Seit sie ihre Zusage für ihr FSJ hat kommt auch ständig die Frage:  „Du musst mir sagen wann ich frei habe“   Aber nachdem ich 2x recht ärgerlich gesagt habe: „Wie immer nach Plan“ ist zumindest da wieder Ruhe eingekehrt.    Da scheint ihr wohl wieder eingefallen zu sein, dass der Plan am Kühlschrank nicht nur Deko ist.  Vielleicht hängt es aber auch mit der gemeinen Frage meines Mannes zusammen „Wann kannst du eigentlich frühstens  dein FSJ anfangen?“  Der ist nämlich auch ordentlich angesäuert.

Denn neben dem Meckern über flexible Arbeitszeiten ist das ignorieren oder „sparen“ von Hausarbeitszeit auch ein beliebtes Hobbie geworden.  Sie hat ja laut Plan jeden Tag 1-2 Stunden am Morgen für Bügeln,  aufräumen und staubsaugen. Aber auch hier wurde die letzten Wochen eher nach dem Motto.  Schnell und oberflächlich gearbeitet, oder geziehlt die Arbeit auf dem Nachmittag verlegt wenn die Kids auch da sind.  An sich auch ok, aber dann erwarte ich auch keine Beschwerden wegen 1x 5 Überstunden pro Woche.  Vor allem hatten wir schon überlegt wie wir die Überstunden ausgleichen könnten. Entweder durch extra Bezahlung oder einen extra freien Tag zwischen den Feiertagen im Juni.  Aber nach der Nummer ist das jetzt erstmal gestorben.

Aber es ist auch unser Fehler.  Wir hätten viel öfter auch Abends ihre Dienste in Anspruch nehmen müssen. Denn die Erfahrung zeigt leider, dass sich APs sehr schnell an generell freie Abende/Wochenenden gewöhnen und es dann als absolute Zumutung empfinden wenn sie doch mal arbeiten müssen.

Das Problem liegt für mich aber auch darin, dass ich nicht wirklich ihr gegenüber ausdrücken kann was mich genau stört. Denn sie macht ja dann ihre Arbeit.  Und es ist eigentlich auch ok, dass sie mal keine Lust hat.  Geht mir ja nicht anders.  Nur lasse ich es nicht so an meinen Schülern und Kollegen aus.  Hoffe ich zumindest

Nachdem also die letzte Woche Stimmungstechnisch deutlich eingetrübt war hat wohl auch Olga gemerkt, dass sie übers Ziel hinaus geschossen ist und bemüht sich jetzt wieder um Schadensbegrenzung.  Zumindest war die Küche gestern so gründlich aufgeräumt wie seit Wochen nicht mehr.

 

„Leben als Arztfrau“ Thema heute: Rufdienste

Mai 17, 2011

Für alle neugierigen die mich immer wieder unter „Arztfrau“ suchen hier mal wieder ein Blick hinter die Kulissen.   Heute ein typischer Arbeitstag eines Arztes wenn er Rufdienst hat.

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Phasen eines Au-Pair Jahres

April 10, 2011

Ein AP Jahr ist in seiner Entwicklung einem Kleinkind ziemlich ähnlich.  Natürlich hat jedes AP und jede Familie ihre eigenen Erfahrungen und Persönlichkeiten, aber es lassen sich doch immer wieder erstaunliche Parallelen erkennen.   Ich teile für uns immer in folgende Phasen ein:   Die euphorische  Anfangsphase,  die  Dreimonatskrise, dann die „Tolle 2. Hälfte“ und die Endphase.  Alle Phasen haben so ihre Besonderheiten.  Heute will Ich mich der „Tollen 2. Hälfte widmen, auch wenn sie bei uns auch schon wieder zur Hälfte vorbei ist 😦

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Warum ist es manchmal ein Nachteil ein gutes AP zu sein?

April 3, 2011

– Weil die Kids einen so lieben, dass sie auch am Sonntag Morgen auf die liebevolle Betreuung beim Frühstück nicht verzichten möchten und lieber das AP als die Eltern wecken.

– Weil die kleine Hexe beschließt, dass Olga ab jetzt auch im Kinderzimmer schlafen darf, damit sie Morgens besser wach wird 😉

– Weil  Kinder einem auch Samstag Abends eine Freude machen und das AP Zimmer aufräumen und putzen = verwüsten.

– Weil die Kinder ganz traurige Gesichter machen wenn man als AP von seinen Plänen nach der AP Zeit berichtet.

– Weil Gasteltern  manchmal egoistisch sind und die Ruhe genießen die sich überraschend ergibt wenn die ersten Punkte eintreten.

 

Aber zum Glück ist ein gutes AP über diese Punkte nicht nur genervt, sondern freut sich auch, weil sie zeigen, dass man wirklich ein Teil der Familie ist und für die Kinder eine ganz wichtige Bezugsperson. Und als Gastfamilie liegt die Kunst darin solche Ereignisse als gutes Zeichen zu werten und zuzulassen, aber den Kids auch klar zu machen, dass ein AP genau wie alle anderen Familienmitglieder ein Recht auf Freizeit und Ruhe hat.  Und  zum Glück verstehen es die Kinder immer besser und machen solche Aktionen nicht jedes Wochenende.

Danke Olga

November 5, 2010

Es ist dein Job die Kinder zu betreuen wenn sie krank sind und der beste aller Gatten und Ich arbeiten müssen

ABER

– Du hast dabei noch gute Laune, obwohl du diese Woche bestimmt 5-10 Überstunden gemacht hast

– Du kochst für Mich Pfannkuchen und Bortsch für uns  obwohl auch genug Fertig Gerichte im Tiefkühler sind

– Du nimmst dir die Zeit stundenlang mit den Kindern auf dem Sofa zu liegen und vorzulesen

– Du hast aufgeräumt und gestaubsaugt, obwohl du selbst ein bischen Fieber hattest und Ich dir ausdrücklich „verboten“ hatte zu putzen

– Du bist nicht nach meiner Rückkehr in dein Zimmer geflüchtet, sondern hast noch weiter mit den Kids gespielt und vorgelesen

– Du hast kein Mal ein langes Gesicht gezogen oder genörgelt was Ich gut verstanden hätte

Fazit:  Du bist im besten Sinne  ein wichtiger Teil unserer Familie geworden und machst  deine Gastkinder und Gasteltern sehr glücklich. Das was du hier beiträgst ist mehr als arbeiten. Du verschönerst unser Familienleben.   Dafür hast du dir nicht nur in echt, sondern auch hier im Blog ein riesen Dankeschön verdient. Auch wenn du es wahrscheinlich nicht lesen wirst, weil du meinen Blog nicht kennst 🙂

 

Topsuchen zum Thema Arztfrau

September 27, 2010

„Was macht Arztfrau“

WARTEN AUF DEN ARZT

Heute mal wieder danke an den Rufdienst. Der Gatte kommt um 20.15 nach Hause und darf um 21.00 noch mal für 2-5 Stunden zum operieren ins KH fahren. Ja Warten erhöht die Wertschätzung.

„arzt frauen beliebt Partnerwahl

Vielleicht weil wir soooooooo ungemein genügsam werden. Schon ein freier Abend pro Woche ist super und ein freies Wochenende von Freitag Abend bis Sonntag feiern wir wie einen Urlaub.

„Arzt Marathon“

Ist damit das Marathon Arbeiten gemeint? Kann Ich als Arztfrau nicht empfehlen.  Auf Dauer führt es zu chronischer Müdigkeit, schlechter Laune und nicht vorhandenen Privatleben.

Kranke Kinder und Au-Pairs

September 14, 2010

Einer der Hauptgründe warum wir wohl noch länger mit Au-Pairs leben werden ist die Sicherheit und Flexibilität wenn ein oder beide Kinder krank werden.  Und bei uns ist es mal wieder so weit.  Beide Damen hat die erste Bronchitis der Saison erwischt und gleichzeitig liege Ich als Mama auch flach.  Was sonst beruflich und familiär der Supergau ist, kann man mit Au-Pair deutlich besser ertragen.

Aber es gibt einige Punkte die man als Gasteltern beachten sollte.

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Leben als Arztfrau oder Familienleben in 4 Minuten

September 7, 2010

Highlight heute:   Rufdienst

Der Gatte hat mal wieder Rufdienst und kommt um 19.44 vom Dienst (bedeutet er hat um 7.00 Uhr das Haus verlassen).  Ich habe gerade beide Kinder ins Bett gebracht und freue mich auf einen gemütlichen Abend, da klingelt noch am Bett der Großen Hilfe das Handy.

Toll ein kleines großes Polytrauma begräbt dann meine Träume vom Sofaabend und die Träume des Gatten endlich etwas zu Essen.  Mit einem großen Stück Fleichwurst fährt er um 19 49 Uhr wieder zurück in die Klinik.

Und dort wird er jetzt wohl die nächsten Stunden bleiben.  Und bis Morgen Früh hat er Bereitschaft = dieses Spiel kann sich auch um 2.00 Uhr Nachts nochmal wiederholen.  Und ab 7.30 Morgen ist wieder normaler Dienst bis Abends angesagt.

Und wieder ein Moment wo ich unser Au-Pair liebe, denn so kann Ich an solchen Abenden im Notfall auf ihre Hilfe zurück greifen. Denn es gibt ja nicht nur einen, sondern 4-5 Rufdienste + 3-5 Hausdienste im Monat.

Und ich habe es ja noch gut, Ich kann jetzt in Ruhe baden, lesen oder telefonieren, der Gatte darf mal wieder 16+ Stunden gearbeitet und wenn er Glück hat vielleicht 5 Stunden Schlaf. Da möchte Ich um keinen Preis tauschen.

Arbeitspläne

August 23, 2010

Jetzt haben wir den Honeymoon der Au-Pair Zeit nach gut 2 Wochen hinter uns gelassen und es wird Zeit den normalen Alltag einziehen zu lassen.  Ich habe zwar noch eine Woche Urlaub, aber Ich merke, dass es Zeit für klare Arbeitszeiten und Aufgaben wird.  Bisher hat Olga fast immer den ganzen Tag mit uns verbracht, aber eben auch viele kleine Auszeiten genommen wann es ihr zu passen schien.  Das war für uns super, weil sie so unsere ganze Routine von Morgens – Abends mitbekommen und viel Zeit mit den Kindern verbracht hat.  Aber es hatte auch den Nachteil für beide Seiten, dass nie ganz klar war ob sie jetzt arbeitet oder nicht.

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Holz vor der Tür

Juli 20, 2010

Auch wenn man es sich bei aktuellen 33 Grad nicht wirklich vorstellen kann, der nächste Winter kommt .  Da wir  2 Kaminöfen haben und die Wärme von Holz viel angenehmer als trockene Zentralheizungsluft finden, muss 1x im Jahr die Holzhütte vollgemacht werden.  Und gestern war es mal wieder soweit. Der Gatte hat den Anhänger geholt und zusammen mit einer begeisterten Großen Hilfe 16 Raummeter Holz in die Garage geholt. Die kleine Hexe und Ich  haben Zuhause gewartet und immer fleißig beim Abladen geholfen.  Nach 4x fahren war die Garage voll bis oben hin.  Holz holen ist für die Kinder immer ein riesen Abenteuer. Sie dürfen mit zum Sägewerk und zuschauen, wie der Gabelstapler die Holzkisten in den Hänger kippt und später helfen die ganzen Holzstücke aus dem Hänger in die Garage zu werfen.  Allein für diese Arbeit geht als 2+2 Team fast ein ganzer Tag drauf. Aber dafür ist das Holz auch viel günstiger als beim Kaminholzhändler.

Heute steht stapeln auf dem Programm. Die Große Hilfe ist schon seit gut 2 Stunden mit Papa dabei alles in die Hütte zu transportieren und ordentlich zu stapeln. Und die kleine Hexe und Ich haben endlich unsere Steuererklärung abgegeben, bei der Stadtverwaltung die Abmeldung unseres APs vorgenommen (Danke nochmal an die netten Beamten, die kulant waren und es schriftlich ermöglicht haben) und dann noch gelbe Säcke und ein paar Kleinigkeiten besorgt.

Aber jetzt ruft auch mich der Holzberg.  Ich bin dann mal am stapeln.

Diesmal ist das erste Mal ohne APs.  Solche Events (Holz holen, Löcher für ein Trampolin graben, Garten umgestalten … sind übrigens tolle Indikatoren wie sehr sich ein AP als Teil der Familie sieht.  Unser 2. AP hat den Berg Holz gesehen und gefragt ob sie helfen darf.  Und dann begeistert den ganzen Nachmittag mitgeholfen.  Nr. 3 hat den Berg gesehen und beim Abladen mitgeholfen, gemerkt, dass es sehr anstrengend ist und dann angeboten mit den Kindern auf den Spielplatz zu gehen. Nr. 4 hat den Berg gesehen und sich schnell in ihr Zimmer verzogen und die Tür zugemacht.    Und Ich muss sagen das Verhalten passte bei allen auch zur Grundeinstellung.  Ich erwarte von keinem AP bei so einer Aufgabe zu helfen. Aber man merkt eben schon wer sich als Teil der Familie sieht und einfach anpackt oder wer sich versucht möglichst zu verdrücken.

Und bei allen die angepackt haben hat man gemerkt, dass es einen auch noch näher zusammen gebracht hat. Alle waren stolz und glücklich, weil sie gemerkt haben, dass wir uns wirklich gefreut haben und man als Team zusammen richtig viel schafft.  Und wir haben immer nach so einer  freiwilligen Hilfe ein schöner Abend mit der ganzen Familie im Restaurant verbracht, Pizza bestellt und ein zusätzlichen freien Nachmittag als Dankeschön spendiert.  Denn AP bedeutet ja auf Gegenseitigkeit und wer uns ungefragt hilft, der bekommt natürlich auch von unserer Seite ein Dankeschön.

Was ist eine richtige Arztfrau?

Juni 18, 2010

Nachdem der Begriff : Arztfrau und diverse fragwürdige Kombinationen mit Arztfrau zu meinen häufigsten Suchbegriffen gehören hier ein paar unglaublich wichtige Infos für potentielle Bewerberinen und andere Arztfrauen:

Ich als Arztfrau:

– empfehle keine Zahnpasta, Kügelchen und Wunderpillen

– habe aber nach 3 Staatsexamen und diversen interessanten Falldemonstrationen in der heimischen Küche bei Wein und Käse ein ziemlich gefährliches Halbwissen im Schlaf

–  mit dem unglaublichen Erfolg schon mal 23% in der gelben Reihe gekreutz  und in Geschichte der Medizin sogar den Gatten geschlagen zu haben 😉

– habe zwar theoretisch immer einen Arzt im Haus, der aber in der Realität bis zu 70 Stunden in der Woche in der Klinik verbringt.  Daher immer wenn ein Kind oder Ich einen Unfall haben ist er  gerade mal nicht da.

– Als Arzfrau ist man immer verständnisvoll, wenn der Chef des Gatten mal wieder mit 2 Stunden Verspätung zur Spätbesprechung ruft, freie Nachmittage einfach gestrichen werden.

– bin  soooooo unglaublich reich in den Augen Anderer, dass Frau ja den ganzen Tag shoppen kann.  Stimmt Lebensmittel, Getränkekisten, Kleidung und Geschenke darf wirklich sehr häufig  Ich einkaufen, der Gatte hat dazu nämlich leider seltenst Zeit, da er oft erst nach Geschäftsschluss nach Hause kommt.

– Bin um 17.30 völlig aus dem Häuschen, wenn der Gatte nach Hause kommt.  Denn Feierabend war ja erst um 16.00 Uhr. “ Ironie off.“

– Bleibe ruhig wenn mal eben auf dem heimischen Sofa die beste Tante unters Messer kommt. Und macht die zweite Assistenz, denn die Erste ist schon durch die große Hilfe besetzt.

– Bin in der Lage innerhalb von 10 Minuten den Gatten zu begrüßen, etwas zu Essen zu machen, die wichtigsten Informationen über den Tag mit dem Gatten auszutauschen und ihn dan wieder zurück in die Klinik zu schicken, da bereits beim Öffnen der Haustür der Anruf kam, dass eine netter Ilius auf ihn wartet.

– Liebe Geschichten aus der Klinik und könnte stundenlang mit dem Gatten über Gesundheitspolitik, Ärztestreik oder andere medizinische Themen disskutieren.

Und jetzt wohl zur spannensten Frage für meine Leser:  „arztfrauen wie geht es ?“

Ja wie wird man eine Arztfrau. Bei mir war es purer Zufall. Der Gatte und Ich kennen uns schon seit der Abiturzeit und haben uns im gemeinsamen Lateinunterricht kennen gelernt. Also damals war er noch kein Arzt und Ich noch auf der anderen Seite des Pults.

Und die Kombination Arzt + Lehrerin scheint sehr beliebt zu sein. Zumindest die Abteilung meines Mannes ist gleich mit 3x dieser Kombi gesegnet.  Das macht die Ferienplanung nicht einfacher, da die anderen Kollegen schulpflichtige Kids haben und so am liebsten alle in den Ferien frei haben möchten.

Ansonsten würde ich Stellenanforderung sagen, eine Artzfrau sollte:

– Selbstständig und in der Lage sein Zeit allein zu verbringen, da durch Dienste mindestens 8x im Monat der Partner für 24 nicht zu Hause ist + die normalen 40 Wochenstunden Arbeit.

– Immun gegen dumme Blicke werden, wenn Frau am Wochenende mal wieder allein mit den Kids zu irgendeiner Dorf, Kiga  etc. Veranstaltung geht und alle denken, aber natürlich nie sagen : „Hat die überhaupt einen Mann? In der Ehe stimmt doch was nicht!“

– Frau sollte keinen Wert auf ein geregeltes und geplantes Familienleben legen, da durch Dienstpläne, Überstunden und Fortbildungen meist nur 1-2 Wochenende im Monat wirklich frei sind und auch feste Abendtermine kaum möglich sind.

– Frau sollte sich bewußt sein, dass Ärzte in den meisten Fällen nicht so reich sind wie allgemein vermutet wird. Oder sie arbeiten für die Kirche, dann haben sie ein noch geringeres Gehalt und dürfen zu Belohnung nicht mal Streiken, oder sie verdienen durch viele Dienste ganz gut, aber dann sind sie noch seltener Zuhause.  Bitte nicht falsch verstehen, ich halte es mit Volker Pispers:  Es gibt noch keine verhungerten Ärzte.  Aber im Vergleich zwischen meinem Lehrergehalt und dem was mein Mann verdient, muss ich ehrlich sagen er muss sein Geld härter.

Habe ich noch was vergessen, dann fragt einfach nach 🙂

Briefe ans Au-Pair 2 Warum brauchen wir ein Au-Pair

Juni 9, 2010

Liebes Au-Pair

Ich freue mich schon, wenn Du im Sommer kommst. Denn auch wenn die große Hilfe und die kleine Hexe  immer älter und selbstständiger werden wird es auch im nächsten Jahr viele kleine und große Situationen geben in denen wir ohne Dich nicht funktionieren würden.  Ich komme auf dieses Thema, weil mich heute die Kindergärtnerin von der kleinen Hexe gefragt hat warum wir überhaupt noch ein Au-Pair haben.  Und da habe ich kurz überlegt und ihr dann ganz viele „Kleinigkeiten“ und Situationen genannt die ohne Au-Pair nicht oder nur schlecht funktioniert hätten.

Typische Situationen in denen wir dich brauchen werden sind die kleinen Notfälle und Alltäglichkeiten. (more…)

Zwischenstand Alltag oder „Es lebe das Chaos“

April 14, 2010

Nach gut einer halben Woche zurück im Alltag hier unser Zwischenstand:

– 1 Kind mit 40+ Fieber =Au-Pair als Retterin in der Not = der Beweis, das wir ohne Au-Pair den Alltag nicht wirklich überleben würden.

– Au-Pair mit verletzter Hand durch Sturz beim Inlinern = nur eingeschränkt Dienstfähig, aber bisher zum Glück noch kein echtes Problem.

– 1 Vater mit „tollen“ Neuigkeiten aus der Klinik ab nächstem Monat drohen wieder verstärkt Dienste da viele Kollegen dabei sind sich neue Jobs zu suchen und die Studenten für Wochenenden alle ins Examen gehen.

– 1 Mutter die bisher wohl den besten Start hatte aber deren Heuschnupfen den Beginn des Frühlings feiert.

Fazit:  Wir sind eigentlich schon wieder bereit für noch 2 Wochen Urlaub, aber das wird wohl erstmal nichts. Jetzt hoffe ich ganz fest, dass die Hand unseres Au-Pairs nicht gebrochen ist und die kleine Hexe Morgen wieder Kiga tauglich, heute ist sie zumindest wieder Fieber frei.

Am meisten Sorgen macht mir ja langfristig die Lage im Krankenhaus. Ich habe mich so daran gewöhnt, dass wir 2-3 Wochenenden im Monat sicher frei haben, ich möchte mir gar nicht vorstellen wie es wird, wenn es wieder Monate mit 10-14 Diensten gibt. Das ist der Albtraum und zwar nicht nur für den Doktor, sondern auch für die Familie.  😦

Ach ja es gibt auch positives:

– Dass Wetter ist schön

– Ich konnte heute ausschlafen, weil mich unser Au-Pair und die Kinder einfach nicht geweckt haben.

– Ich habe 3 Besucherkinder und trotzdem Ruhe zum schreiben, weil sie sich gerade gut verstehen und gegenseitig beschäftigen

– Die kleine Hexe ist auf dem Weg der Besserung

– Die große Hilfe ist den ganzen Weg vom Kiga ohne Meckern nach Hause gelaufen

Fazit 2 : Eigentlich geht es uns gut und wir jammern auf hohem Niveau.

Hausarbeit

Februar 3, 2010

Hausarbeit gehört für Familien und für Au-Pairs zum Alltag leider einfach dazu.  Was aber immer wieder zu Unmut und Spannungen führt ist die Frage was ist „leichte Hausarbeit“ die von einem Au-Pair erwartet werden kann.  Denn da sind die Sichtweisen oft sehr verschieden. Ich kann mich noch gut an meine eigene Au-Pair Zeit erinnern und den Frust wenn ich mal wieder das Gefühl hatte die einzige zu sein, die in dieser Familie aufräumt, putzt …   Heute sehe ich das mit etwas Abstand zwar auch aus Sicht meiner damaligen Familie, aber es war schon oft so, dass ich mich in den USA eher als Hausangestellte gefühlt habe und nicht als Teil der Familie.  Auf der anderen Seite habe ich viele Kleinigkeiten nicht gesehen, die meine Gasteltern so nebenbei erledigt haben.

Bei uns war es in den ersten Jahren mit Au-Pair so geregelt, dass wir eine Putzfrau hatten die 1-2x in der Woche gekommen ist und die Grundreinigung + Fenster + Keller übernommen hat. Da ich zu dieser Zeit beruflich sehr eingespannt war und unsere Au-Pairs zwei Kleinkinder/Babys zum Teil gleichzeitig zu betreuen hatten war für uns klar, dass sie mit zusätzlichen/gleichzeitigen putzen, staubsaugen …  überfordert gewesen ist und Ich durch den Beruf auch keine Zeit Lust hatte noch zu putzen, sondern meine freie Zeit lieber mit  den Kindern verbracht habe.  Das einzige was ich an Hausarbeit delegiert habe war zu dieser Zeit die Kinderwäsche und das Aufräumen in der Küche nach den Mahlzeiten. Wäsche konnte entweder in den Mittagsschlafzeiten gefaltete und  gebügelt werden oder Abends vor dem TV. Das konnten die Au-Pairs selbst entscheiden.  In dieser Zeit sind auch die 30 Stunden jede Woche immer mit Kinderbetreuung voll gewesen .  

Als letztes Jahr beide Kinder einen Platz im Kindergarten bekommen haben und unsere Putzfrau sich immer mehr zur Katastrophe entwickelt hat wurde es Zeit unseren Alltag umzustellen.  Unser damaliges Au-Pair machte den Vorschlag einige Aufgaben zu übernehmen, wenn wir ihr im Gegenzug ein teureres Busticket bezahlen. Den Vorschlag fand ich mehr als fair. Denn es war für uns beide eine WinWin Situation.  Sie hat am Vormittag ,wenn die Kinder im Kiga und wir auf der Arbeit wahren, in Ruhe das Haus in Ordnung gebracht (Kinderzimmer, Gemeinschaftsräume, Küche und Kinderbad) und unsere Wäsche gebügelt und ich habe an meinem freien Tag Badezimmer, Schlafzimmer und Keller übernommen. Was soll ich sagen wir haben das Chaos gut in den Griff bekommen. Und wir  hatten auf einmal das Gefühl eine echte Haushälterin zu haben. Die Wohnung war so sauber wie schon lange nicht mehr. Es ist ein tolles Gefühl am Mittag in ein aufgeräumtes, gestaubsaugtes Haus zu kommen. 

Da das so gut gelaufen ist, haben wir dann gerne die Kosten von ca. 65€ die für das zusätzliche Ticket fällig wurden jeden Monat gerne übernommen und auch mal auf 70€ aufgerundet. Das war für uns immer noch etwas günstiger als eine Putzfrau und viel viel  bequemer. Und unser Au-Pair war auch glücklich, weil sie viel mehr in ihrer Freizeit machen konnte.  

Überstunden sind durch die Putzarbeiten so gut wie nicht angefallen, da der Kindergarten ja einen großen Teil der früheren Betreuungszeit abdeckt. Wir haben im Moment ungefähr 1/3 Hausarbeit und 2/3 Kinderbetreuung. Ich plane immer so ca. 2-3 Stunden am Morgen für Kinder zum Kiga fertigmachen,  aufräumen, bügeln, staubsaugen … ein.  Der Rest der Stunden geht dann für Kinderbetreuung an den Nachmittagen oder mal Abends drauf.

Die Putzstunden verteilen sich aber ungleichmäßig über die Woche. Wie unsere Mädchen sich das einteilen ist erstmal ihre Sache solange die Wohnung in Ordung ist und alle noch saubere Kleidung im Schrank haben. In der Regel klappt es auch gut. Manchmal muss man aber erinnern doch mal zu bügeln wenn sich auf einmal 4 Körbe im Au-Pair Zimmer stapeln.

Bin mal gespannt wie es im Sommer weitergeht. Ich habe dem neuen Au-Pair unseren Arbeitsplan ja geschickt und sie findet es ok, das der Anteil an Hausarbeit relativ hoch ist. Aber ich finde es auch wichtig, dass mindestens die Hälfte der Zeit doch Kinderbetreuung ist. Denn ein Au-Pair ist für mich bei aller Hilfe im Haushalt keine Hausangestellte sondern Familienmitglied auf Zeit. Und das bedeutet sie sollte nicht das Gefühl bekommen für den ganzen Haushalt zuständig zu sein. Daher fallen für mich Dinge wie Keller, Elternbad und Schlafzimmer putzen nicht in den Au-Pair Aufgabenbereich.  Die Wäsche wasche ich immer am Wochenende und meinem freien Tag selbst und hänge sie auch auf und unser Au-Pair legt zusammen und macht die Bügelwäsche.  Kochen, einkaufen mache eigentlich immer wir Eltern, aber wenn unser Au-Pair möchte kann sie natürlich auch mal gerne etwas für uns kochen.  Und wenn es stressig wird, weil zum Beispiel ein oder zwei Kinder krank zu Hause liegen, dann ist die Hausarbeit eben Nebensache.  

Wichtig finde ich nur vorher klar und ehrlich mit dem Au-Pair zu sprechen was man als Familie erwartet und was für sie an Aufgaben ok ist. Denn sonst gibt es auf beiden Seiten viel Unzufriedenheit.  Ich versuche gerade am Anfang auch die Aufgaben des Au-Pairs gemeinsamzu erledigen, damit wir beide ein Gefühl bekommen wieviel Zeit man selbst aber auch das Au-Pair  dafür braucht.  

Und „extra Zahlungen“ wie ein teures Busticket (das in den nächsten Ort zahlen wir immer) gibt es eben immer dann wenn ein Au-Pair überdurchschnittlich gut ist und ich nicht ständig seine Aufgaben mitmachen muss oder jede Bitte zu Helfen mit einem langen Gesicht quittiert wird. Aber bisher hatten wir da zum Glück selten Probleme.  Ähnlich sehe ich auch die 10€ oder eine Aufladung fürs Handy extra die ich manchmal gebe wenn eine stressige Woche mit vielen Planänderungen, kranken Kinder, häufigen Verspätungen durch uns Eltern ohne Probleme gut gelaufen ist. Es ist einfach eine Wertschätzung und ein Dankeschön. Keine eigentliche Bezahlung. Denn Überstunden versuche ich möglichst zu verhindern, oder zeitnah auszugleichen.

Wir haben bei unserem neuen Au-Pair für Sommer von der Busregelung auch noch nichts erzählt, da „leichte Hausarbeit“ zu den Aufgaben eines Au-Pairs dazu gehört und solange die 30 Stunden nicht überschritten werden auch nicht als extra Arbeit zählen. Daher ist das Busticket ein Privileg, welches man auch wieder verlieren kann.  Und meine Erfahrung zeigt, das etwas was man als Bonus bekommt viel mehr geschätzt wird, als etwas auf das man glaubt ein Anrecht zu haben. Und ich möchte eben auch die Möglichkeit haben wenn es nich klappt wieder auf eine Putzfrau zu wechseln. Daher lasse ich mich überraschen wie es im Sommer läuft.


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