APs und die Liebe

Januar 16, 2012

Wenn man als Gastfamilie zum ersten darüber nachdenkt ein AP einzuladen dann kommen einem ziemlich viele Gedanken und Sorgen, aber das Liebesleben eines zukünftigen APs ist wahrscheinlich erstmal nicht dabei.  Denn das Liebesleben des AP ist ja weit weg in der Heimat  und damit wohl kein Thema, oder nicht planbar weil in Deutschland noch nicht existent.

Wenn man dann aber ein bischen AP erfahren wird, merkt man, dass es eine viel größere Rolle spielen kann als man  für möglich gehalten hat und einem lieb ist.    Denn APs können durch ihr Liebesleben mehrere typische Probleme mitbringen oder auslösen.

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Kinder wie die Zeit vergeht

Januar 5, 2012

Wenn ich ein Jahr zurück denke bin ich immer wieder erstaunt wie schnell meine Kinder groß werden.  Und damit meine ich jetzt nicht nur die körperliche Größe.   Letztes Jahr hatten wir noch ein AP und unsere Kinder waren immer entweder mit uns Eltern, dem Kiga oder unserem AP zusammen.  Ich wäre niemals auf die Idee gekommen sie allein zu lassen.

Aber im Laufe des letzten Jahres hat sich dieses Gefühl langsam aber beständig gewandelt.   Zuerst war der brennende Wunsch der großen Hilfe nach Unabhängigkeit da.  Sie wollte unbedingt üben allein vom Kindersport nach Hause zu laufen.  Oder sie teilte mir mit, sie brauche kein AP wenn ich mal für 10 Minuten zum Bäcker fahre, sie könne auf sich allein aufpassen.    Aber mein Sicherheitsgefühl war immer sofort wach und hatte 1000 schlimme Visionen was alles passieren kann.

Auf der anderen Seite war aber auch die Vernunft da die mir sagte:  Deine Kinder werden groß und du kannst sie nicht vor allen Gefahren verstecken.  Sie müssen lernen auch mal allein klar zu kommen. Logisch richtig, aber das Mamaherz war noch sehr dagegen.

Wir haben dann ganz gut Kompromisse gefunden.  Die Kinder durften für einige Zeit „allein“ bleiben.   Das unser AP in dieser Zeit in ihrem Zimmer war und im Internet surfte mussten sie ja nicht unbeding wissen ;)

Die große Hilfe durfte im Frühling auch allein nach Hause laufen und Mama immer schön 100m hinter ihr her wie bei Räuber und Gendarm.   Und diese Experimente haben mir gezeigt meine Kinder werden wirklich groß.  Sie halten sich an Absprachen:   Kein TV,  nicht an die Tür gehen,  vernünftig über die Straße gehen,  nicht mit Fremden sprechen…..

Und so habe ich im Laufe des letzten Jahres gelernt meine Kinder ein kleines Stückchen los zu lassen.   Wir haben jetzt feste Rituale.  Wenn ich kurz allein einkaufen gehe  haben die Kinder eine Telefonnliste mit wichtigen Nummern (Handy, Papa, Oma,  110 und 112)  und ich mein Handy immer in der Tasche.    Beide Kinder können wirklich sicher und gut telefonieren und sie genießen diese kleinen Freiheiten.   Aber sie wissen auch, dass es ein Privileg ist und nur klappt solang sie sich an die Regeln halten.    Länger als 10-15 Minuten würde ich sie aber noch nicht ohne Aufsicht lassen.  Und ich sage meistens meinem Mann per Telefon Bescheid, damit jemand merkt, wenn mir mal was passieren würde. Das ist für mich nämlich die größere Gefahr.  Ich werde aufgehalten und auf einmal sind die Kinder über Stunden allein. Aber so melde ich mich kurz ab und wieder an.

Was ich aber auf keinen Fall mache ist die Kinder im Schlaf allein lassen. Das wäre mir viel zu gefährlich und vor allem würde es ihnen riesen Angst machen wenn sie doch wach würden.  Ich denke dieser Schritt zu einem ruhigen Abendspaziergang ist noch ein Stück weit entfernt.  Aber das ist kein Problem :)

Und diese neue Unabhängigkeit unserer Mädchen macht das Leben ohne AP eigentlich erst möglich.  Nicht das ich sie ständig allein lassen möchte oder es tue.  Aber  ich kann eben viele Dinge normal erledigen, die sonst mit Kinder schwierig waren.

1x Brot und Milch im örtlichen Minishop holen     Ohne Kids ca. 10 Minuten mit dem Rad         früher mit Kids   mindestens  30-45 Minuten   da 2x Kinder anziehen  Auto oder Laufen eher schleichen

1x  Briefkasten                                                                       Ohne Kids  ca. 5 Minute                                        früher                     mindestens   15-30 Minuten + Streit wer den Brief einwerfen darf

1x Paket von der Post hole                                                                           15 Minuten                                    früher                     45 Minuten

……..

 

Und dann sind noch die ganzen Tätigkeiten im Haushalt die jetzt neben oder mit den Kids möglich sind.   Ich kann in Ruhe im Keller Wäsche aufhängen und die Kids spielen oben.  Ich kann den Vorgarten machen ohne ständig Angst zu haben ein Kind läuft auf die Straße.

Die Kinder werden auch schon richtige Hilfen.  Sie können hervorragend  Gemüse und Obst kleinschneiden bei Kochen,  beim Rühren im Topf helfen oder eigenständig Socken und Handtücher zusammenlegen.  Natürlich nicht immer, aber wenn sie es machen ist es toll.

Ach ja und gestern haben wir 15l  Spagetti Soße  in meinem neuen Gänsebräter zusammen gekocht und dann haben die Kids  über 1 Stunde ganz allein   5 große Auflaufformen Lasagne geschichtet. Man war ich da stolz.   Und es hat allen super gut geschmeckt und wir haben für die nächsten Wochen  genug Vorräte im Tiefkühler.

Ein fröhliches Neues Jahr

Januar 3, 2012

Ich habe meinen Blog und meine treuen Leser nicht vergessen :) , aber  gegen eine super niedliche Nichte, zwei eigene Kids und den üblichen Vorweihnachts Stress bin auch ich nicht immun.  Wir hatten aber ruhige und schöne Weihnachtstage und sind jetzt mit neuem Elan ins neue Jahr gestartet.  Und ich werde auch weiterhin über unseren alltäglichen Kampf zwischen Kinder  Küche und Karriere berichten.

 

Es gibt auch noch einige Themen die mir unter den Nägeln brennen.  Hier mal ein Ausblick für Neugierige ;)

-  Wieviel Karriere muss es sein?    Familienleben und/oder Karriere Schritt?

- Ab wann kann man Kinder allein lassen -  und vor allem für wie lange?

- Alte AP Geschichten zum Thema:   Hausarbeit,  Erziehung,  Liebeskummer,  Heimweh …..

- Wie finde ich als Familie überhaupt heraus welche Betreuungsform für mich die richtige ist?

……

 

Ich bin Tante

Dezember 11, 2011

Ich könnte gerade vor Freude und Aufregung platzen.  Meine Schwester hat heute Morgen ihr erstes Kind bekommen und ich warte jetzt gespannt, bis wir heute Mittag ins Krankenhaus dürfen um das neuste Mitglied der Familie zu begrüßen.  Mir war ja klar, dass ich aufgeregt werde, aber  auch wenn es total unlogisch ist, war ich aufgeregter und nervöser als bei meinen eigenen zwei Entbindungen.

Jetzt freue ich mich darauf sie einfach nur in den Arm nehmen zu dürfen und ihr zu sagen wie stolz ich auf sie bin und ihr einen schönen und gelungen Start ins Familienleben zu wünschen.  Denn die erste Zeit mit Baby ist doch immer etwas ganz besonderes und niemals wirklich planbar oder berechenbar.

Und für mich fängt jetzt ja auch eine neue Rolle an.  Ich bin Tante :)

 

Mit APs Weihnachten feiern

Dezember 7, 2011

In unseren 5 Jahren als Gastfamilie haben wir 4x mit unseren APs sehr schöne Weihnachten verbracht.  Unser letztes AP war das einzige das nicht mit uns feiern wollte.  Ich fand die Vorweihnachtszeit immer eine ganz besonders schöne Zeit um den APs wirklich einen Eindruck von typisch deutschen Familienleben zu geben und gleichzeitig eine emotionale Bindung mit den Mädchen zu finden.

Da wir meist im Spätsommer/Herbst neue APs bekommen haben, traf uns die 3 Monatskrise immer im November/Dezember.  Und damit bot sich die Möglichkeit diese Krise durch viele schöne Familienaktivitäten schnell zu vertreiben.   Tolle Möglichkeiten bieten sich ja im Advent viele:

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Babysitter

November 26, 2011

Wir haben ja schon einige Formen der Kinderbetreuung ausprobiert  und nach Tagesvater, Tagesmutter,  AP, Kiga, OGS haben wir jetzt auch wieder die „klassischen“ Babysitter“ mit aufgenommen :)

Als wir vor 4 Jahren zum ersten Mal nach einem Babysitter gesucht haben war mir vor allem wichtig, dass das Mädchen mindestens 16 Jahre alt war.  Ich wollte jemand der zuverlässig ist, schon ein bischen Verantwortung tragen kann und vor allem im Notfall die Nerven behält.  Nach lieber wäre mir eine 18jährige gewesen, aber die gab es hier irgendwie nicht. Denn wir haben leider keine Uni in der Nähe und in der Nachbarschaft gibt es auch kaum Teenager.

Wir haben dann nach längerem Suchen doch ein Mädchen aus der Nachbarschaft gefunden und sie war auch wirklich eine Nette, aber so richtig geklappt hat es nicht.  Erstens war sie teilweise  unzuverlässig und hat häufiger unsere Termine vergessen wenn etwas für sie wichtigeres dazwischen kam.  Das konnte die beste Freundin die anruft,  eine neue Liebe oder einfach nur die Klassenarbeit sein an die sich nicht gedacht hatte, als sie uns zugesagte.   Wir haben schnell gemerkt, dass  so ein Babysitter nicht für wirklich wichtige und verbindliche Pläne eingeplant werden kann.   Aber für  einfache Beschäftigung am Nachmittag, damit ich mal  ausruhen oder ohne Kids einkaufen konnte war es ok.

Ein zweites Problem war ihre fehlendes Gespür für Gefahren.  So ist sie mit den Kids zum Reiterhof gelaufen und hat sie dort im Sand der Reitbahn spielen lassen, obwohl  auch geritten wurde.  Oder sie hat unsere große Tochter (damals gerade 2)  einfach mal auf ein Pferd gesetzt weil sie es wollte.  Ist zum Glück nichts passiert, aber wir haben danach darauf bestanden, dass sie nur noch Ausflüge macht die VORHER mit uns abgesprochen waren.   Auch die Idee mit Inlinern den Kinderwagen zu schieben fand ich nicht optimal.  Damals hatten wir noch nicht soviel Erfahrung und sind überhaupt nicht auf die Idee gekommen solche Dinge  aktiv zu verbieten.    Aber wir haben ja gelernt.

Das Ende dieser Babysitterbeziehung kam, als wir sie mit den Kids auf den Spielplatz geschickt hatten und sie später   zusammen mit einer Freundin rauchend antrafen.  Das ging mal garnicht.  Und danach war mein Bedarf an Babysittern erstmal gedeckt und wir hatten dann ja für die nächsten Jahre  APs.

Seit wir ohne AP leben ist das Thema Babysitter aber wieder aktuell geworden. Denn auch wenn Fr. Reinlich super arbeitet, wir wollen Abends auch mal ins Kino, haben am Nachmittag Termine oder brauchen einfach eine kleine Pause zum Regenerieren.

Wir haben zufällig eine ziemlich optimale Lösung gefunden.  Die Betreuung am Abend oder über längere Zeiträume übernimmt die Tochter von Fr. Reinlich.  Sie ist schon fast 19 und macht eine Ausbildung im pädagogischen Bereich.  Sie ist nett, zuverlässig und vor allem hat sie den Laden im Griff.  Und wir haben  sie Sicherheit, dass auch die Mama noch im Hintergrund ist wenn wirklich mal ein richtiger Notfall sein sollte.    Der einzige Nachteil ist durch ihre Vorteile begründet. Sie hat wenig / keine Zeit am Nachmittag und ist daher nur bedingt flexibel.  Für diese Qualität bekommt sie einen Stundenlohn von 6€ pro Stunde auch wenn die Kids meistens schlafen und sie in der Zeit lernt oder TV schaut.  So kostet uns ein Kino Abend meist ca.  25€, aber dafür können wir auch beruhigt gehen und wissen die Kids in guten Händen.

Für die Nachmittagsstunden haben wir eine Lösung gefunden  auf die ich von selbst wohl nicht gekommen wäre.  Durch Zufall habe ich einen Aushang gesehen, dass jemand gerne als Babysitter arbeiten möchte.  Es kam aber keine ältere Schülerin, sondern 2 niedliche „Kinder“.   Wir haben jetzt also 2 Mädels die erst 13/14 sind, aber einen richtigen Kindertick haben ;) .  Sie wollen einfach gerne mit kleinen Kindern spielen und Zeit verbringen.  Die beiden sind wirklich süss und sie kommen jetzt ca. 1x in der Woche am Nachmittag für 1-2 Stunden vorbei und spielen mit unseren Kids.  Die 4 gehen dann gemeinsam auf den nahen Spielplatz,  toben im Garten oder spielen zu Hause stundenlang Gesellschaftsspiele.   Für unsere Mädchen fühlt es sich überhaupt nicht an wie „Kinderbetreuung“ und für mich bedeutet es in Ruhe arbeiten, mal für einen kurzen Einkauf verschwinden können oder einfach ein bischen lesen.

Ich lasse die beiden Mädels noch nicht als wirklich Verantwortliche mit den Kindern allein , aber sie füllen genau die Lücke die wir gerade haben.  Unsere Kinder sind eigentlich vernünftig und könnten wahrscheinlich auch schon mal kurz allein bleiben, aber im Notfall wären sie wohl überfordert Hilfe zu holen.  Und genau das decken die 2 Mädels ab.  Sie haben ein Handy, können lesen und da sie meistens zu zweit kommen kann einer bei den Kids bleiben und einer Hilfe holen.   Sie haben die kleine Hexe auch schon mal vom Kiga abgeholt und über den Zebrastreifen begleitet.  Eben typische Aufgaben die vielleicht auch eine ältere Schwester übernehmen würde.    Ich war ja am Anfang sehr skeptisch ob es eine gute Idee ist so junge Mädchen zu nehmen, aber  die beiden sind vernünftiger und zuverlässiger als unser „alter“ Babysitter  aus der Zeit vor den APs und vor allem sie sind mit einer Begeisterung dabei die mir super gefällt.   Und meine Idee ist ja, dass sie langsam in ihre neue Aufgabe reinwachsen.  Wenn sie dann wirklich 14-15 sind können sie auch mal  Abends oder für längere Zeit diese Aufgabe übernehmen.   Und bis dahin haben unsere Mädchen eben 2 neuen ältere Freundinen die gerne mit ihnen spielen.

Länger als max. 1 Stunde zum einkaufen (im Notfall bin ich in 5 Minuten zu Hause) würde ich die 4 aber nicht allein lassen.  Für ihre Arbeit wollten die beiden am Anfang gar kein Geld haben, aber das fände ich unfair.  Jetzt haben wir uns auf 3-4€ die Stunde geeinigt, je nachdem ob sie zu zweit oder allein kommen.  Die beiden sind immer super glücklich wenn sie sich an einem Nachmittag 10€ verdienen und dann gemeinsam davon ein Eis essen gehen :)

Für alle Babysitter Anfänger finde ich folgende Überlegungen hilfreich:

1) Wieviel Verantwortung muss der Babysitter tragen?

Wenn es nur um spielen oder Kinderwagen schieben geht können evt. schon jünger Mädchen genommen werden.  Aber sobald der Babysitter die volle Verantwortung trägt und man als Eltern nicht kurzfristig helfen kann würde ich nur erfahrene ältere Personen nehmen.

2) Welches Alter haben die Kinder die betreut werden sollen?

Babys ist es wohl ziemlich egal wer sie schiebt oder bespielt, aber ich habe bei unseren Kindern gemerkt, dass sie es genießen, wenn der Babysitter eher eine große Freundin und kein „Erwachsener“ ist.  Denn sie sind mit ihren 5 und 6 Jahren natürlich der festen Überzeugung die brauchen keinen „Kindersitter“ mehr ;)    Wichtig ist auch die Frage geht es eher um Freiräume für Eltern schaffen die in der Nähe sind, oder wirklich verantwortliche Betreuung über längere Zeiten wenn beide Eltern nicht erreichbar sind.  Dann sollte der Babysitter nämlich doch besser keine „Freundin“, sondern der „Chef“ sein.

3) Zu welchen Zeiten braucht man Betreuung?

Die meisten Schüler kommen heute erst sehr spät aus der Schule und haben häufig auch noch andere Termine (Verein,Musik, Hausaufgaben ….)  daher muss man sich  in der Realität eher nach ihren Terminen richten.   Wirklich feste Arbeitszeiten und lange Planung sind schwierig.  Das bekommt man eher mit einer Studentin, Azubi oder arbeitslosen  jungen Frau hin.    Auch lange Betreuungszeiten am Abend sind mit jungen Babysittern schwierig.  Denn die müssen ja am nächsten Tag in die Schule oder man muss sie nach der Feier noch nach Hause bringen.    Und Vormittage bekommt man über Schülerinnen so gut wie nicht abgedeckt.

4) Wie hoch ist die Bezahlung?

Hier würde ich mich in der Nachbarschaft erkundigen.  Je nach Wohnort und Region kann das sehr unterschiedlich sein.   Wir haben hier eher niedrige Löhne, in der nächsten größeren Stadt wird teilweise fast das doppelte gezahlt.  Grundsätzlich würde ich für mich sagen  ein „Grundlohn“  und z.B. für jedes Kind mehr nochmal 1€ pro Stunde mehr.   Es ist mehr „Arbeit“  wache aktive Kids zu betreuen als Abends 2 schlafende Kinder zu bewachen.  Da könnte man überlegen eine Pauschale wie 25€ pro Abend zu verhandeln.     Und es kommt natürlich auch auf die Qualifikation der Betreuung an.  Ein Azubi aus dem pädagogischen Bereich, der mit den Kids auch Hausaufgaben macht, tolle Förderung bietet und nebenbei noch die Spülmaschine ausräumt und mal eben eine Maschine Wäsche aufhängt bekommt natürlich deutlich mehr als ein 14 jähriges Mädchen, dass man erst abholt und auch Abends wieder nach Hause bringt und das in der übrigen Zeit „nur“  den Kinderwagen schiebt und das Kind zum wickeln und füttern wieder an die Mutter übergibt.    Für einen wirklich guten zuverlässigen Babysitter muss man eben auch gut und fair bezahlen.

5) Wo finde ich einen guten Babysitter?

Ich denke das ist die spannendste und schwierigste Frage.  Am einfachsten wenn man sich in der Nachbarschaft umhört ob ein junges Mädchen Interesse hätte oder über einen Aushang im nächsten Geschäft/Schule/Bushaltestelle  eben dort wo ma die Zielgruppe vermutet.   Ältere  SchülerInnen evt. an den einschlägigen Berufsschulen für Erzieher oder über die Gymnasien.     Manche Kindergärten bieten heute auch Karteien mit Babysittern an.  Am besten ist es natürlich wenn einem ein Babysitter von einer anderen Familie empfohlen wird.  Aber das ist selten, denn wer gibt einen guten Babysitter schon freiwillig ab.  Je näher der Babysitter wohnt um so praktischer, denn so kann man auch mal spontan für nur eine Stunde anrufen und auch der Heimweg nach abendlichen Babysitten ist kein Problem.

Die Goldenen Regeln zur Einarbeitung neuer Kindermädchen, Putzfrauen, APs …..

November 23, 2011

Ich sollte es eigentlich besser wissen.  Denn ich habe ja schon  5 Jahre Erfahrung als Gastmutter,  hatte  3 Putzfrauen  und 2 Babysitter, aber ich  habe es wohl immer noch nicht begriffen.   Wenn jemand eine neue Aufgabe zum ersten Mal übernehmen soll gelten IMMER die goldenen Regeln für die ersten Tage:

1) Klare Ansagen  in kurzen verständlichen Sätzen

2) Keine Ausnahmen oder Sonderfälle mit erklären

3) sprachliche Spielereinen  wie Ironie,  freundliche Wortwahl a la „würden sie bitte“  „es wäre schön … „  und ähnliches   WEGLASSEN

4) Alle wichtigen Details weitergeben

5) Vertrauen ist gut -  Kontrolle ist besser

6) Nichts als selbstverständlich einschätzen.

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Quartalsnoten

November 18, 2011

Jetzt ist das erste Quartal schon wieder um und in der Schule bin ich seit Tagen nur noch am Quartalsnoten besprechen.  Das ist ein Teil meiner Arbeit  den viele Schüler, Eltern und Bekannte unterschätzen.  Denn Noten geben kann ja nicht so schwer sein.  Ich muss mich doch NUR hinsetzen und nochmal meine Notizen durchgehen.  Das Referat des Schülers vor 5 Wochen berücksichtigen,  seinen Anteil am Plakat bei der letzten Gruppenarbeit mit einrechnen. Natürlich auch pädagogische Aspekte (Krankes Elternteil, Oma gestorben, Liebeskummer, Probleme im Hauptfach …) beachten und natürlich noch wissen was ich ihm beim letzen Mal gesagt habe.  Also alles in allem keine zu schwere Aufgabe.  Es gibt nur ein winziges Problem:  All diesen Überlegungen muss ich für 10 Klassen a 20-30 Schüler machen.  Und die meisten kenne ich erst seit den Sommerferien, daher ich muss auch noch den Namen mit dem richtigen Gesicht in  Verbindung bringen,  darf nicht die 5 Lenas und 3 Lucas verwechseln oder vergessen, dass in Klasse XY der Sitzplan nicht mehr gilt.  Und da ich die meisten Klassen nur 1x in der Woche für 1 Stunde sehe sind gerade die ersten Quartalsnoten harte Arbeit.

Wenn ich dann meine Noten mit den Schüler bespreche stelle ich zum Glück fest, dass in den meisten Fälle die Schüler sich sehr ähnlich bewertet hätten.   Der Teil der mir an den Noten aber wirklich gefällt ist die Möglichkeit bei der Besprechung vor der Klasse ein bischen mehr über meine Schüler zu erfahren.  Denn oft erfahre ich erst hier den Grund warum jemand sich seit Wochen nicht meldet, obwohl er offensichtlich immer mitdenkt und auch die Antwort weis.  Warum eine Schülerin seit Monaten immer dünner wird,  dass jemand schon Mutter/Vater ist ….

All diese Informationen sind wichtig und oft komme ich mir in der Situation ein bischen wie die Kummertante oder Telefonseelsorge vor.  Denn die Schüler erzählen einem Dinge, die ich niemals einem Lehrer erzählt hätte.  Aber sie haben offensichtlich niemand mit dem sie reden können und sind froh wenn einfach jemand zuhört.  Mir zeigen diese Begegnungen immer wieder wie viel Glück ich im Leben hatte und wieviel Leid und Probleme schon junge Menschen oft ertragen müssen und wie stark und vernünftig die meisten mit ihrem Schicksal umgehen.

Wirklich helfen kann ich meistens nicht, aber ich versuche immer zu vermitteln, dass ich ansprechbar bin und in manchen Fällen kann ich ein bischen praktische Lebenserfahrung weitergeben.  Eine Adresse raussuchen wo professionell geholfen wird, Mut machen sich gegen Unrecht zu wehren oder einer neuen Klasse eine Chance zu geben.   Und diese Gespräche sind für mich der eigentliche Grund warum ich meine Noten immer im einzel Gespräch vergebe.

Natürlich gehören auch die klassischen : Warum habe ich keine 1 ?   -  Weil du noch nie was gesagt hast, es sei denn du willst aufs Klo!  Gespräche dazu, aber die meistert man mit wachsender Erfahrung auch immer besser.

Und wo wir gerade Quartalsnoten vergeben:

Unsere Putzfrau bekommt eine glatte 2 mit aufsteigender Tendenz :)    Sie macht ihren Job gut und bisher zeigt die Leistungsentwicklung gut nach oben.

Die OGS ist ja schon mit super Noten gestartet und hat die Erwartungen weit übertroffen.  Eine glatte 1 !   Wir haben richtig Glück das nicht nur die Leitung, sondern das gesamte Team die optimale Mischung aus fachlich fit, engagiert und vor allem mit Herzblut dabei ist.

Der Kiga  liegt wie immer eher im Mittelfeld, aber auch hier ist eine Verbesserung zu erkennen.   Da aber die Schwächen im Bereich Service,  Unterstützung von berufstätigen Eltern und Kommunikation immeer noch da sind gebe ich nur eine gute 3+   Wobei die Erzieher der kleinen Hexe von ihr sicher eine glatte 1 bekommen würden und das macht eigentlich das meiste wieder gut ;)

Das Maulhuhn mit Neuralsäge ist wieder da

November 4, 2011

Jetzt fragen sich wahrscheinlich einige was bitte ist ein Maulhuhn?  Und wie funktioniert eine Neuralsäge?  Tja die Antwort ist einfach:

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Es ist gut einen Arzt in der Familie zu haben

November 3, 2011

Der Satz ist richtig und man gewöhnt sich sehr schnell daran den besten aller Gatten bei jeder Befindlichkeitsstörung erstmal ausgiebig zu konsultieren ;) .  Und der erträgt es zum Glück mit stoischer Ruhe.  Und dieses „mal eben“ nachfragen oder draufschauen können ist gerade als berufstätige Eltern Gold wert.  Wir müssen nicht ständig wegen jeder kleinen Erkältung zum Kinderarzt nur um an Medikamente zu kommen.  Ich kann Nachts den Gatten fragen ob es wohl so schlimm ist, dass wir in die Ambulanz müssen und er kann mich dann jedesmal beruhigen, dass noch kein Kind an einer normalen Bronchitis gestorben ist. Nur für eine Krankschreibung als Eltern müssen wir dann doch los.  Denn das würde wohl der Arbeitgeber nicht akzeptieren, wenn man sich selbst krankschreibt.

Es ist sehr beruhigend, dass man bei komplizierten Dingen wie der Erdnuss Allergie unserer Tochter  solange immer wieder nachfragen und alle theoretischen Möglichkeiten durchspielen kann, ohne das einen der Arzt für verrückt oder einfach nur nervig hält.  Und vor allem habe ich durch viele lange Küchengespräche über Notfälle und andere Krankheitsfälle ein ziemlich gutes Halbwissen angehäuft.  Das hilft mir auch, wenn ich dann selbst zum Arzt gehe.  Ich kenne einfach viele Fachbegriffe oder habe keine Hemmungen nachzufragen.  Für mich sind Ärzte Menschen und keine Götter und daher gehe ich nicht davon aus, dass sie alles wissen und können.  Aber ich bin auch nicht zu tiefst enttäuscht, wenn ein Arzt mal einen Fehler macht oder Nerven zeigt.

Der einzige wirkliche Nachteil eines Arztes in der Familie besteht darin, dass er eigentlich nie da ist, wenn wir wirklich mal einen Notfall haben.   Als ich meinen Blasensprung  hatte, durfte ich selbst in die Klinik fahren, weil der Gatte dort Hausdienst hatte und damit nicht weg konnte.   Als ich meinen Bänderriss hatte, genau Hausdienst.  Als unsere Tochter ihren ersten heftigen Allergieschock hatte:  Hausdienst.  Als die andere Tochter Nachts auf einmal über 40 Fieber hatte:  Hausdienst.     Aber auch daran gewöhnt man sich und im Notfall rufe ich eben an und fahre mit unserem Notfall schnell in die Klinik.

Und unsere Kinder haben zum Glück auch keine Angst vor Ärzten und gehen erstmal mit großen Vertrauen auf Kollegen zu.  Ok, Impfen finden sie auch doof, aber sie wissen warum es notwendig ist und so lassen sie es über sich ergehen.

Der einzige der ohne diesen Vorteil leben muss ist mein Mann.  Der wird dafür aber wenn er krank ist von mir mit alle möglichen und unmöglichen Hausmitteln traktiert.   Und das macht ihn dann so Wahnsinnig, dass er schnell wieder gesund wird.   Nur dieses Mal klappt es nicht so richtig.  Der „Herr Doktor“ liegt schon seit dem Wochenende mit Fieber und heftiger Erkältung im Bett und kommt so gar nicht wieder auf die Füße.   Es war sogar so heftig, dass er zum äußersten gegangen ist.  ER WAR BEIM ARZT!!!!!!    Denn ein Arzt wird ja niemals krank, er zwar Fieber, Schmerzen, Hustet bei jeder Blütenpolle,  aber er ist nicht krank!

Ferien und Urlaub

Oktober 26, 2011

Alle Kinder und  Lehrer ;) freuen sich auf die Ferien.  Denn Ferien bedeutet unendlich viel Zeit einfach mal nichts zu machen.  In den Tag leben,  träumen,  sich treiben lassen ….

Als Kind kamen einem Ferien immer endlos lange vor und manchmal hatte man sogar richtig Langeweile.  Es war eine unbeschwerte und ungeplante Zeit die man im normal Fall gemeinsam mit der Familie verbrachte.  Manchmal  ist man auch für ein paar Tage zu Oma und Opa gefahren aber die meiste Zeit hat man mit Freunden verbrachte.  Schule war weit weg und man musste für einige Wochen nicht funktionieren,  sich in eine Gruppe einbinden und funktionieren.

Für die meisten  Eltern sind Ferien heute leider eher ein Stressfaktor.  Die Kinder haben keine Schule/Kiga und damit muss das Betreuungskonzept neu geplant werden.  Wenn beide Eltern berufstätig sind ist es schwierig die 12 Wochen Ferien im Jahr so zu planen, dass die Kinder betreut sind und auch noch 1-2 Wochen gemeinsamer URLAUB dabei herausspringt.  Ich bekomme es bei vielen Bekannten mit wie schwierig es für Eltern und noch schlimmer Alleinerziehende ist diese Wochen zu organisieren.  Zum Glück gibt es heute immer mehr Angebote wie Ferienbetreuung, Spieltage und Kitas die kooperieren, aber trotzdem ist es jedes Mal ein Drathseilakt alles passend zu takten.

In diesen Phasen  weiß ich meinen Beruf nochmal richtig zu schätzen.  Denn auch wenn für uns Lehrer die Ferien nicht so frei und unbeschwert sind wie als Kind, haben wir doch die Möglichkeit unseren Kindern eine ähnlich schöne Zeit wie uns damals zu ermöglichen.    Unsere Kinder können 14 Tage einfach nichts machen und frei entscheiden wann sie wohin möchten.   Viele ihrer Freunde sind in der Ferienbetreuung.  Die haben tolle Konzepte,  super Events und ich bin mir sicher die Kinder fühlen sich dort wohl, aber sie müssen eben trotzdem jeden Morgen früh aufstehen,  sind in einer festen Gruppenstruktur eingebunden und haben nicht die Möglichkeit einfach mal aus allen Zwängen auszubrechen.   Das ich nebenbei noch ein paar Klausuren korrigiere,  Unterricht plane oder Abiturvorschläge suche merken die Kinder oft gar nicht.

Ich merke wie gut es unseren Mädels tut für ein paar Tage zu den Großeltern zu fahren und dort tolle Dinge zu erleben.  Sie sehr die beiden es aber auch genießen einfach stundenlang Playmobil und Lego zu spielen und in aller  Ruhe ihr Kinderzimmer zu verwüsten.    Wenn man dann noch das Glück hat, dass beide Eltern auch frei haben kann man wirklich mal wieder 24/5 Familienleben genießen.   In Ruhe Frühstücken,  gemeinsam auf dem Sofa lümmeln und Abends noch unvernünftig eine Stunde länger aufbleiben.

Für uns Eltern sind Oma/Opa Tage übrigens der echte Urlaub.  Denn da können wir mal richtig ausschlafen,  in den Tag reinleben, stundenlang lesen oder wie bisher in Ruhe renovieren.  Aber selbst da merkt man wie schnell man voran kommt, wenn man nicht alle 20 Minuten einen Streit schlichten, Essen machen,  trösten,  vorlesen oder einfach zuhören muss.

Und so haben gerade die Kids und wir Eltern eine richtig gute Zeit und tanken hoffentlich genug Kraft für die nächsten Wochen Schule und Arbeit.

Was bringt mir eigentlich ein AP?

Oktober 22, 2011

Diese Frage stellen sich bestimmt viele potentielle Gasteltern wenn sie überlegen ein AP einzuladen.  Denn die Entscheidung ein AP einzuladen ist ja keine leichte Entscheidung.  Man übernimmt für ein Jahr die Verantwortung für einen jungen erstmal völlig fremden Menschen aus einem fremden Land und nimmt ihn in seinen absolut intimen privat Bereich auf.   Daher sollte man sich vor der Entscheidung gut überlegen ob die eigenen Erwartungen und Wünsche realistisch sind.

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Unser erstes AP – Ein Ende mit Schrecken

Oktober 16, 2011

Heute ist es auf den Tag genau 5 Jahre her, dass unser erstes AP uns verlassen hat.  Und damit unser  Abenteuer AP  ziemlich abrupt und mit einem riesen Knall beendet hat.  Aber der Reihe nach …

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Haushaltshilfen im Praxistest

Oktober 14, 2011

Unsere Haushaltshilfe  wird immer besser.  Sie war ja nie schlecht, aber am Anfang sehr unsicher.  Aber seit wir ihr nochmal deutlich unser Vertrauen ausgesprochen und ermutigt haben  Eigeninitiative zu zeigen bin ich total begeistert.

Sie sieht Arbeit und erledigt diese dann auch super ordentlich und zuverlässig.  Es ist ein tolles Gefühl von der Arbeit zu kommen und nicht nur eine saubere Wohnung vorzufinden, nein nach und nach werden alle meine „Chaos Ecken“ sortiert und geordnet.  Sie hat schon meine Porzellansammlung abgewaschen und die Vitrinen gründlich gesäubert.  Unser Handtuch und Wäscheschrank hat ein neues und wirklich tolle Ordnungssystem und sogar der Waschkeller ist sauber und ordentlich.

Meine Bügelwäsche wird erledigt und nach einem kleinen Hinweis auch nicht mehr auf links in den Schrank gehängt.  Aber das habe ich durch 5 APs gelernt.  Beim Wäschezusammenlegen und Bügeln gibt es 100 „richtige“ Arten es zu machen.  Und wenn mich eine davon stört muss ich es eben sagen.   Als ich sie heute lobte und ihr für den guten Start dankte, war sie richtig gerührt.  Und das Lob kam wirklich von Herzen.

Der tolle Einsatz von Fräulein Reinlich macht es mir im Moment viel einfacher den Stress auf der Arbeit und die vielen Handwerker im Haus zu ertragen.  Ich kann meine Freizeit wirklich voll den Kindern und meiner eigenen Erholung widmen.   Ein echter Luxus.     Und für den verzichte ich liebend gerne auf teure Luxusurlaube,  Markenkleidung und andere Dinge.   Für mich ist immer noch Zeit der größte Luxus.

Als Kinderbetreuung haben wir Fräulein Reinlich noch nicht gebraucht, aber ich bin mir ganz sicher der Winter wird sie da noch fordern.  Jetzt steht für mich erstmal die Frage an, wie verplanen wir ihre Arbeitsstunden in den Ferien.   Denn wenn wir alle im Haus sind, ist es fast eher störend, wenn 3x die Woche jemand vorbei kommt.  Ich denke wir werden ihr 1 Woche Urlaub geben und in der zweiten Woche ihr Stunden auf 2 Tage verteilen.  So hat sie auch mehr Zeit für ihre Kinder und Familie und wir ein bischen Familienzeit.

Aber so wie es im Moment läuft wird sie wohl von Fräulein Reinlich zur Kätie umbenannt.  :)

Man muss auch mal ein bischen Einsatz zeigen

Oktober 11, 2011

Dieser Satz scheint der neue Lieblingssatz unserer neuen Schulleitung zu sein.  Er wird auf der Konferenz und zu jeder passenden und unpassenden Möglichkeit gerne geäußert.   Was will mir dieser Satz eigentlich sagen?

Das ich oder meine Kollegen  bisher keinen Einsatz gezeigt haben?   

Ja offensichtlich schon, denn wenn ich das richtig verstehe, kann es nicht sein, dass ich wirklich glaube es reicht aus als Lehrerin

- Meine Unterrichtsstunden  vorzubereiten

- Meinen Unterricht zu halten und dabei meinen Schülern einen möglichst methodisch, fachlich und menschlich guten Unterricht zu bieten

- Klassenarbeiten zu erstellen und korrigieren

- Abschlussarbeiten  und Abiturprüfungen zu erstellen und abzunehmen

- Immer ein offenes Ohr für meine Schüler und ihre Sorgen zu haben

- Nebenbei noch den Fachschaftsvorsitz für mein Fach zu übernehmen

-  Diverse  Sonderevents  mit vorzubereiten und an der Durchführung mitzuwirken, gerne auch an meinem freien Tag

- Konferenzen für verschiedenste Bildungsgänge besuchen und begeistert an den entsprechenden didaktischen Rahmenplänen mitarbeiten und dann im nächsten Schuljahr noch begeisterter feststellen,     dass man ab jetzt nicht mehr dort eingesetzt ist und sich wieder in einen neuen Bildungsgang einarbeiten.

- Referendare, Praktikanten, neue Kollegen  und Seiteneinsteiger betreuen und ihnen mit Tipps, Rat und Material zur Seite stehen

- 1-3 Stunden in der Woche freiwillig und ohne Bezahlung  in AGs,  Trainingsräumen und anderen Schulprojekten mitarbeiten weil ich diese wirklich wichtig finde und es mehr als traurig finde, dass der Staat (oder vielleicht doch die Schulleitung) nicht bereit ist dafür Ressourcen zu stellen.  Für die Betreuung der PC-Räume ist übrigens immer Geld und Entlastung da!  Aber PCs sind ja auch wichtig für die Außenwerbung der Schule im Gegenteil zu  Schülern und ihre Beratung.  Ironie off

Aber diese Dinge sind wie gesagt ja alle „normal“ und keine Leistung.  Nein wir müssen auch mal bereit sein mehr zu leisten.

Und hier eine kleine Liste der tollen neuen Angebote die mir  in den letzten Tagen/Wochen gemacht wurden:

-  Ich kann für einen langfristig erkrankten Kollegen 2-6 Stunden zusätzlich übernehmen, aber ob das auch richtig bezahlt wird kann mir noch keiner sagen.  Besonders gelungen die Begründung warum andere Kollegen das nicht können:  Frau XY ist ja Teilzeit!     Auf meinen Einwand :  Ich auch!     Schulleitung:  Oh dann war das jetzt blöd agumentiert!

- Ich bin herzlich eingeladen an diversen neuen und alten Arbeitsgruppen mitzuarbeiten.  Angefangen von Drogenprävention, über Berufsberatung, Schulprogram,  Gewaltprävention ……

- Ich könnte auch noch mit 2-3 weiteren Klassen für den tollen Aktionstag  Römmelpröm  eine Kleinigkeit in meinem Unterricht vorbereiten.

-  Ach ja Bildungsgang  „Keine Lobby“ hat keinen Politik Unterricht das könnte ich doch auch noch 1-2 Stündchen im Stundenplan einschieben oder Nicht?!

- Da war auch noch die tolle Fortbildung am Nachmittag, da müssten Sie als Fachkollegin doch eigentlich Interesse haben?  Habe ich auch, nur leider keine Zeit, weil unsere Nachmittagskinderbetreuung schon durch die letzen 3 Konferenzen zu unmöglichen Zeiten ausgeschöpft ist.

 

Und das sind alles Themen die ich selbst auch wichtig finde, wo ich sogar gerne mitarbeiten würde und bereit bin Zeit zu investieren.  ABER  wenn ich noch einmal den Satz höre:
SIE MÜSSEN AUCH MAL BEREIT SEIN EIN BISCHEN MEHR ZU MACHEN!   Dann bekomme ich einen Schreikrampf und fange an den Damen und Herren mal folgende Rechnung aufzumachen:

Ich habe meine Arbeitszeit nicht aus totaler Faulheit von 100% aauf 75% reduziert, sondern weil ich neben meinem Beruf den ich liebe und mit Herzblut betreibe, auch noch meine Kinder gerne mal ihre Mutter  sehen möchten.  Und für den Fall das es noch nicht bekannt ist, ich bekomme auch nur 75% meines Gehalts für meine Arbeit und im Alter nur 75%  Pension.    Und neben diesen 75% Arbeitzeit mache ich dann grob geschätzt nochmal 20-40% „freiwillige Zusatzarbeit“ die mir niemand bezahlt und für dich ich keine Entlohnung oder auch nur ein Dankeschön bekomme.

Aber machen sie sich keine Sorgen, meine Kinderfrau zeigt mir, dass es wirklich Arbeitszeit ist.  Die möchte nämlich für jede dieser Stunden bezahlt werden.  Und das ist auch ihr gutes Recht.  Oder soll ich ihr vielleicht auch mal vorschlagen, dass sie doch „Einfach mal ein bischen mehr Einsatz“ zeigen soll und statt der vereinbarten 12 doch einfach mal 15 Studen die Woche arbeitet.  Das kann man doch schon erwarten !

Und  wenn ich Langeweile hätte, dann würde ich gerne auf volle Stelle aufstocken und dann auch voll bezahlt werden.  Denn ich habe freie Tage und weniger Stunden weil ich weniger Geld habe.  Und wenn jetzt mein Liebsten Kollegen sagen:  Ihr Muttis schiebt immer nur eure Kinder vor!  Dan möchte ich euch gerne mal fragen, ob eure Kinder euch denn in der Freizeit nicht sehen wollen?  Denn Familie haben wir doch alle und ich finde es bei allem Engagement für die Arbeit nicht normal, wenn wir anfangen ständig Aufgaben für lau zu Übernehmen die eigentlich bezahlt werden müssten.  Es gibt doch genug arbeitslose Sozialarbeiter die viel besser und qualifizierter diese Arbeit machen würden.   Es gibt arbeitslose Lehrer die sich freuen würden unsere „Überstunden“ zu machen und vor allem gibt es keinen Grund, warum wir  alles umsonst machen sollen.  Ich möchte mich auch nicht ständig rechtfertigen, dass ich NUR meinen Job mache.   Denn genau für diesen BERUF bin ich doch Lehrerin geworden.

Und liebe Schulleitung,  durch ständiges schlecht reden der eigenen Leistung und alternativ diversen  subtilen „Drohungen“  erreicht man keine motivierten Lehrer.  Und die vielen Kollegen mit Burn Out der letzten Jahre und Wochen haben bestimmt auch überhaupt nichts mit Stress und Überforderung, sondern mit Langeweile und einfach NUR  Dienst nach Vorschrift zu tun.

So jetzt geht s mir besser.  Danke fürs Lesen

 

 

 

Meilensteine

Oktober 7, 2011

Unsere kleine große Tochter, die doch gefühlt gerade erst dem Kleinkind Alter entschlüpft  ist  hat heute zum ersten Mal GELESEN :)     Sie ist so stolz auf sich und strahlt über das ganze Gesicht und die Mama platzt gleich mal mit vor Stolz.  Gerade mal einen Monat Schule und schon kann sie die ersten Worte lesen.   Jetzt liegt sie gerade im Bett und will noch ein Buch lesen.  Zum Glück sind auch noch Bilder drin, denn mehr als 4 Buchstaben sind dann doch zu lang.

Das sind die Momente wo man als Mama stolz und wehmütig zugleich wird.  Jetzt kann sie sich mit Büchern eine ganz eigene Welt erschließen und damit können wir sie auch nicht mehr vor lange vor Nachrichten in der Zeitung und anderen Dinge beschützen.  Denn Lesen können ist eine machtvolle Kunst.

Und wenn sie eine genauso große Leseratte wie Mama, Papa und der Rest der Familie wird, dann ist jetzt der Grundstein für viele gemütliche Lese Abende gelegt.  Schade ist nur, dass sie meine ersten Kinderbücher nicht lesen kann.  Wir haben damals Schreibschrift gelernt und heute fängt man mit Druckschrift an.

 

Unser erstes AP oder unsere ersten Schritte als Gastfamilie

Oktober 4, 2011

Wir hatten also ziemlich kurzfristig und überstürzt unser ersts AP aus Kenia eingeladen.  Ich war super aufgeregt und konnte es kaum erwarten bis sie endlich bei uns ankam.  Wir haben angefangen unser Gästezimmer in ein AP Zimmer zu verwandeln.  Es wurde also neben einem Bett noch ein Kleiderschrank und ein Schreibtisch ins Zimmer gestellt und wir versuchten es so gemütlich wie möglich zu machen.  Ich habe neue Bettwäsche und Decken besorgt und mir vorgestellt wie es wohl wird  mit einem Au-Pair zusammen zu leben.

In dieser Zeit habe ich auch mein Tagebuch aus der eigenen AP Zeit wieder hervor geholt und mir meine eigenen Gefühle und Gedanken nochmal in Erinnerung gerufen.  Und nach nur 4 Wochen war dann das Visum und alle Formalitäten erledigt und wir wußten wann unser AP in Frankfurt landen sollte.

Da ich damals schon hochschwanger war, hat meine beste Freundin mich zum Flughafen begleitet, während Oma und Opa auf unsere Tochter aufgepasst haben.  Der Gatte musst wie immer arbeiten.   In Frankfurt angekommen kam die erste Überraschung.  Unser AP war nicht im angekündigten Flieger.  Nach langem Suchen und Fragen kam heraus, dass sie den Flug in Zürich verpasst hatte und damit 3 Stunden später kam.   Aber dann war sie endlich da.

Sie wirkte sehr nett aber schüchtern und hatt kaum gesprochen.  Wir sind dann erstmal etwas gemeinsam essen gegangen und haben uns dann auf die Rückfaht nach Hause gemacht.   Dort angekommen wurde das arme Mädchen sofort von der kompletten Familie begrüßt.  Sie war auch da sehr ruhig und hat kaum gesprochen.   Aber das habe ich damals auf ihre lange Reise und Unsicherheit geschoben.

Am nächsten Tag sind wir dann sofort zum Ausländeramt und der Stadtverwaltung gefahren, weil ich gerne alle Behördenwege vor der Geburt unseres 2. Kindes erledigen wollte.   Die Ankunft unseres APs war im September und es war genau wie dieses Jahr noch sehr warm.  Also haben wir zur Feier ihrer Ankunft erstmal  schön gegrillt. Dabei gab es die ersten Überraschungen beim Essen.

Unser AP wollte keinen Salat roh essen.  Sie hatte Angst, dass er Krankheiten enthält.  Zuhause würden sie sowas immer kochen.  Und auch sonst war sie von unserem Essen nicht begeistert und hat ziemlich direkt angefangen sich immer selbst etwas anders zu kochen.  Meistens mit großen Mengen an Öl, Chili und Ketschup.   Sie wollte nämlich zu jeder Mahlzeit etwas warmes.  Brot zum Frühstück oder Abendbrot kannte sie nicht und wollte sie auch nicht essen.

Wir hatten damals schon fast ein schlechtes Gewissen und haben sie kochen lassen.  Vor allem weil ihre afrikanischen Gerichte sehr sehr lecker schmeckten ;) .   Aber es war auf Dauer schon problematisch, wenn immer einer etwas anders ißt wie der Rest der Familie.

Auch im Alltag gab es viele Überraschungen:

Unser AP hatte Angst vor der Dusche und hat die ersten Tage nicht geduscht.  Ihre Mutter hatte es ihr verboten, weil in Kenia viele Duschen elektrisch beheizt werden und es häufig Stromunfälle gibt.  Da sie bei uns nirgens den Strom sehen konnte hat sie lieber kein Risiko eingehen wollen.

Beim Abwaschen hat sie die Spülmaschine ignoriert und alles unter kalten laufenden Wasser abgewaschen.  Eben so wie sie es von zuhause kannte.

Wenn sie das Haus verlassen hat, hat sie häufig nicht abgeschlossen oder alle Fenster offen gelassen.  Denn Deutschland soll doch so sicher sein.

Ein Haarpflegeprodukt von ihr hat im ganzen Haus an Wänden,  Sessellehnen und anderen Orten schwarze Streifen hinterlassen.  Und die Dusche war auch nach der Überwindung der ersten Angst schwarz.

Unser AP hatte einen sehr starken Eigengeruch.  Und es lag nicht daran, dass sie unsauber war.  Sie war sehr ordentlich und sauber und trotzdem hat das ganze Haus nach ihr gerochen.  Ich weiss bis heute nicht woran es lag.  Vielleicht an den vielen scharfen Gewürzen,  irgendeinem exotischen Parfum …..

Unser AP war extrem abergläubisch und hatte panische Angst von Hexen, Flüchen und bösen Blicken.  Diese Angst hat sie auch unserer Tochter vermittelt und ständig mit uns über das Thema gesprochen. Am Anfang fand ich es spannend, aber auf Dauer war es sehr anstrengend einem erwachsenen Menschen immer wieder zu sagen, dass es erstens keine bösen Blicke gibt und die Behinderten hier im Ort auch keine Monster sind.  Und vor allem ihr klar zu machen, dass ich diese Form des Aberglaubens bitte nicht an meine Kinder weitergeben möchte.

Unser AP hatte gefühlt 2 Minuten nach ihrer Ankunft schon diverser Kontakte übers Internet und hing ständig am Telefon.  Nicht nur mit der Heimat wurde täglich telefoniert, sie bekam auch ständig Anrufe von diversen Männern, die alles deutlich älter klangen.

Auf unserem PC, denen sie mitbenutzen durfte, war nach einigen Tagen massenhaft neue Software installiert und ich wurde auch schon mal von Helmut 52 begrüßt.  Sie hatte also auch hier heftig Kontakt zu deutschen Männern gesucht.  Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet.  Ziemlich schnell haben wir ihr ein eigenes Telefon ins Zimmer gestellt, damit wir zumindest von den Anrufen bis spät in die Nacht verschont wurden.

Unser AP kam mit völlig unzureichenden Klamotten hier an.  Sie hatte weder eine Jacke noch vernüftige Schuhe.  Sie hatte eigentlich nur Flip Flops und ein paar T-Shirts.  Also haben wir erstmal einige Jacken und Pullis von uns an sie abgegeben und ich habe ihr ein paar vernüftige Schuhe für den Herbst gekauft.  Allerdings alles auf unsere Kosten.

Denn sie hatte ihr erstes Taschengeld komplett direkt am nächsten Tag nach Hause geschickt.  Sie teilte uns mit, dass sie damit ihre Schulden für den Flug an die Familie bezahlen müsse.  Für mich war das überraschend, da sie ja jetzt für die nächsten 4 Wochen 0€ für Freizeit oder andere Dinge hatte.

Aber trotz all der seltsamen und überraschenden Dinge waren wir mit unserer Entscheidung für ein AP doch recht zufrieden.  Denn sie gab sich wirklich Mühe und bot ständig an auch noch mehr zu helfen.  Sie wollte unser Auto waschen,  Überstunden machen und war auch sonst sehr hilfsbereit.  Aber da ich ja keine böse Gastmutter sein wollte, habe ich immer darauf geachtet, dass sie auch wirklich nur ihre 30 Stunden arbeitet.  Selsamer Weise wirkte sie dadurch eher unglücklich.

Mit unserer Tochter kam sie gut zurecht und sie hat auch recht schnell wickeln gelernt.  In diesen ersten Wochen hat sie vor allem  viele Spaziergänge mit dem Kinderwagen gemacht und mit unserer Tochter im Kinderzimmer gespielt.   Nicht so toll fand ich dann, als ich mitbekam, dass sie häufig gar nicht spazieren ging, sondern ihre Freundin im Ort besuchte und dort TV schaute während unsere Tochter im Zimmer spielte.

Ein Problem wurde die Sprache, sie konnte zwar etwas Deutsch, aber sie hatte wenig Interesse es auch zu benutzen. Da sie sehr gut Englisch sprach, haben wir am Anfang fast nur auf Englisch gesprochen und das wollte sie auch gerne so beibehalten.  Wir haben es selten geschafft wirklich auf Deutsch mit ihr zu sprechen.  Vor allem wenn es Problemem gab hat sie so getan, als ob sie nichts versteht.

Ein zweites Problem wurden ihre Männerbekanntschaften und ihr Umgang mit Gesetzen.  Sie teilte uns schon nach 2-3 Wochen mit, dass sie am Wochenende nach München fahren würde und dort Helmut 52 treffen wollte.  Auf meine Frage wie sie das bezahlen wolle, kam nur:  Das zahlt er und im Zug nutze ich die Bahncard meiner Freundig.   Toll ich habe versucht ihr klar zu machen, dass erstens schwarzfahren verboten und teuer ist.  Und vor allem, dass wir sie nicht einfach aus München retten können, wenn der „Freund“ sie nur benutz oder schlimmeres vorhat.  Es hat sie nicht wirklich gestört.   Für uns war es aber schon ein Schock, da wir mit so einer Einstellung nicht gerechnet haben.

Und so stellten wir nach gut 4 Wochen Gastfamilie sein fest, dass es doch ganz anders war wie wir es uns vorgestellt haben und das ein AP ganz andere Ziele, Ideen und Motive haben kann als ich es damals in den USA hatte.   Und wir fragten uns auch ob sich unser AP wohl bei uns wohlfühlen würde.

Alltag ohne AP

Oktober 3, 2011

Unser Alltag ohne AP hat sich gut eingespielt und bisher sind wir auch gut zurecht gekommen, aber ich habe jede Woche mindestens 1-3 Situationen in denen ein AP verdammt hilfreich und bequem wäre.   Alle Situationen sind bisher auch ohne AP gut lösbar und kein echtes Problem gewesen, aber ein AP hätte eindeutig Vorteile gehabt.    Die Situationen der letzten Wochen in ungeordneter Reihenfolge.

Elternabende in der Schule / OGS / KIGA und Musikschule machten jeweils eine Betreuung von 1-2 Stunden am Abend nötig.  Also nicht wirklich lang, aber da 2x der beste aller Gatten Dienst hatte mussten wir 2x einen Babysitter organisieren und ca. 12-20€ je Abend ausgeben.

Ein schon länger geplanter Konzertbesuch und unser Kabarett Abo haben 2 weitere Abende Babysitten notwendig gemacht.  Auch hier musste erst geklärt werden ob unser Babysitter kann und 1x ist netterweise eine Tante eingesprungen, trotzdem Kosten von ca.  50€

Mich hatte letzte Woche eine böse Grippe erwischt und da wäre es sehr bequem gewesen, wenn das AP die kleine Hexe in den Kiga gebracht hätte und ich nicht mit knapp 40 Fieber dorthin wanken müsste.

Die Schule hat schon 3x Konferenzen und 1x Sonderthementag  angekündigt und alle Termine gehen über die normale Schulzeit und Betreuungszeit in Kiga und OGS hinaus.  Also auch hier organisieren,  Familie einspannen und Dienste beim Gatten tauschen.  Das hat weniger Geld als Nerven  gekostet.

Im Kiga gab es auch schon wieder 2x Nachmittagstermine mit Eltern die natürlich wieder genau parallel zu meinen Schulterminen lagen.  Aber auch hier sind wir mit Hilfe netter anderer Eltern und einem früheren Feierabend meines Mannes gerettet worden.

In allen Situationen habe ich am Anfang schon gedacht, dass ich jetzt mit AP deutlich weniger Stress hätte.  Wir hätten einfach ihre Arbeitszeiten entsprechend für die Woche gelegt und alles wäre ok gewesen.  Aber immer wenn so ein „Stresstermin“ vorbei war, war es auch ein gutes Gefühl es allein (mit Hilfe von Freunden und Familie) geschafft zu haben und das Haus dann für sich zu haben.     Und bei vielen erstmal problematischen Situationen hat sich überraschend eine bequeme Lösung gefunden.  Entweder wollten sich die Kids eh verabreden oder ein Besuch war geplant und konnte helfen.

Daher ich vermisse zwar manchmal die Bequemlichkeit die ich in fast 5 Jahren Gastmutter genießen durfte, aber es ist auch ein wirklich schönes Gefühl, dass wir jetzt auch ohne diese Hilfe unseren Alltag meistern können und wir sind dankbar für tolle Freunde, Verwandte und Bekannte die uns so toll unterstützen.

Fräulein Reinlichs erste Arbeitswochen

September 26, 2011

Seit fast einem Monat ist unsere Putzfrau von der einfachen Putzhilfe 1x die Woche zur Haushaltshilfe die 3x die Woche kommt aufgestiegen.  Und mit diesem Aufstieg war nicht nur eine Gehaltserhöhung und der Wechsel in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis verbunden, sondern natürlich auch eine Veränderung ihres Stellenprofils.

Nach gut 3 Wochen  kann man wohl ein erstes Zwischenfazit ziehen.  Fräulein Reinlich ist glücklich über ihre neue Unabhängigkeit vom Amt und das höhere Gehalt, aber mit ihren neuen Aufgaben auch ziemlich gefordert.   Man merkt ihr deutlich an, dass sie seit Jahren nicht mehr regelmäßig über mehrere Stunden gearbeitet hat.

Aber sie gibt sich richtig Mühe und bisher läuft es bis auf  Kleinigkeiten ziemlich rund.   Und auch wir als Arbeitgeber haben unsere Aufgabe bisher wohl nicht ganz schlecht gemacht.  Aber genau wie beim AP ist Kommunikation und klare Zielvereinbarungen das A und O.

Unser Wochenplan für Fräulein Reinlich sieht folgendermaßen aus:

Anfang der Woche:  

Kleiner Hausputz (Staubsaugen im ganzen Haus und untere Etage feucht durchwischen, Badezimmer und Küche reinigen) ca.  2 Stunden

Wäsche ( trockene Wäsche abnehmen und falten/bügeln und in die Schränke räumen)  ca. 1-2 Stunden

Mitte der Woche: 

Sonderaufgaben (Schränke auswischen und sortieren,  Lampen/Türen/Schränke abstauben und mit Politur reinigen,  Fenster putzen,  Betten überziehen,  Grundreinigung einzelner Zimmer,  Keller/Terasse  fegen und aufräumen)  nach Bedarf oder Ansage.    ca. 3-4 Stunden

Ende der Woche: 

Großer Hausputz inklusive Staubwischen, Fließen abwaschen, Kinderzimmer aufräumen ….   alles in allem ca. 5-6 Stunden

 

Laut Arbeitsvertrag hat Fräulein Reinlich eine 12.5 Stunden Woche  die auf 3 Tage verteilt werden.

Die Punkte Großer und kleiner Hausputz klappen wie immer ohne Probleme, aber mit Wäsche und Sonderaufgaben tat sich Fräulein Reinlich am Anfang schwer, sie traut sich nämlich nicht einfach mit etwas anzufangen.  Mein Mann hat ihr dann nochmal deutlich gemacht, dass sie in unserem Haus jetzt eine Vertrauensstellung hat und sie außer im Büro und im Schlafzimmer alle Schränke für sie zum Öffnen und aufräumen ;)   frei gegeben sind.   Und seit dem arbeitet sie sich auch durch die Schränke und räumt auf.

Die Wäsche scheint bei ihr aber ein ähnliches Schicksal wie bei allen APs zu haben.  Stelle ich sie überdeutlich in den Flur wird sie auch erledigt, steht sie im Keller wird zwar alle trockene Wäsche abgenommen, aber nichts gebügelt oder weggefaltet.   Da ist wohl nochmal ein klärendes Wort notwendig.

 

Morgens ist sie immer überpünktlich, das war mir sehr wichtig, da sie ja im Notfall die Kinderbetreuung übernimmt wenn ein Kind krank ist.   Am Mittag können wir es nur bedingt kontrolieren und haben mit ihr vereinbart, dass sie ihre Stunden in einem Stundenzettel aufschreibt, damit wir Über- oder Unterstunden verrechnen können.

Bisher funktioniert das System für uns perfekt.  Ich komme Mittags in ein aufgeräumtes und sauberes Haus und kann frei und ohne Verpflichtung gegenüber einem AP meine Arbeiten am Nachmittag erledigen oder Zeit mit den Kids verbringen.  Den Härtetest mit spontan kranken Kind hatten wir bisher noch nicht, aber sie hat schon 2x aus anderen Gründen aufgepasst und auch das hat super geklappt.

Wir haben zwar jetzt weniger Stunden Hilfe als mit AP, aber in den 12 Stunden wird effektiv und gefühlt mehr erledigt, weil wir auch viele AP untypische Aufgaben delegieren können.  Und der riesen Vorteil für uns, wir haben unser Haus wieder für uns und es ist ein klares Chef-Angestellten Verhältnis.  Auch wenn ich Fräulein Reinlich sehr mag und ein bischen mein Helfersyndrom schon wieder durchschlägt, indem ich ihr Tips gebe wie ihre Tochter den beruflichen Einstieg möglichst gut hin bekommt.

Olga back home

September 25, 2011

Ich habe letzte Woche von unserem Nachbar AP erfahren, dass Olga nicht mehr in Deutschland ist und ihr FSJ macht, sondern sie schon länger wieder zu Hause ist.  Es hat wohl irgendetwas mit dem Visum nicht geklappt.  Das ist für sie natürlich sehr schade, aber irgendwie auch nicht so überraschend.

Immer wieder hatte ich ihr angeboten und geraten ihr Visum noch hier bei uns im Ausländeramt umschreiben zu lassen.  Dann wäre bei Problemen auch noch genug Zeit gewesen etwas zu regeln.  Aber sie wollte unbedingt erst in Köln alles regeln.  Woran es genau gescheitert ist kann ich nur vermuten.  Ich denke an dem Satz unter ihrem AP Visum :  Ein Verlängerung oder Umwandlung in einen anderen Titel ist nicht möglich.  Das hätte wohl nur der Sachbearbeiter hier rückgängig machen können. Denn der hat ihn wohl auch reingeschrieben.

Schade aber leider auch nicht überraschend ist, dass sie sich seit dem nicht mehr bei uns oder den Kids gemeldet hat.  Ich habe noch 2x eine E-Mail geschickt und auch über die Freundin ausrichten lassen, dass wir uns über eine Nachricht freuen würden, aber bisher kommt nichts.  Und so hat sich das Kapitel Olga wohl erstmal erledigt :(

Aber vielleicht findet sie in ein paar Monaten ja den Mut sich mal wieder zu melden.  Denn es würde mich schon sehr interessieren was aus ihr wird und wie ihr Leben weitergeht.

Begegnung der besonderen Art

September 16, 2011

Bisher waren ja die seltsamsten und überraschendsten Besucher die in unsere Familie kamen meist Freunde oder  Bekannte unserer APs, aber seit die große Hilfe in der Schule ist kommen auch neue Bekanntschaften von dort dazu.

In der OGS hat die große Hilfe zum Glück schnell Anschluß gefunden und ihr besonderer neuer Freund ist der große Bruder einer Kiga Bekannten.  Der ist zwar schon in der dritten Klasse, hat aber völlig überraschend Spaß daran mit ihr zu spielen.  Auf jeden Fall haben sie sich schon 2x getroffen.    Auch heute wollten sich die beiden wieder verabreden.

Um 15.00 Uhr klingelt es an der Tür und der neue Freund steht da und strahlt sie an :) .  Aber nicht allein, sondern in Begleitung eines offensichtlich älteren Jungen.  Der sieht aus wie die lebendig gewordene Version aller Vorurteile gegen Kevins.   Mein Mann fragt etwas überrascht:   Wer bist du denn?  Und was antwortet das nette Kind:  „ICH BIN EIN MASSENMÖRDER“   spricht s und zieht sich sein Kaputzenshirt ins Gesicht und fängt an obermachocool durch unseren Flur zu laufen.

Meinem Mann und mir ist erstmal alles aus dem Gesicht gefallen.  Mein Mann hat ihn dann  sehr bestimmt drauf aufmerksam gemacht, dass man mit dieser Art von Verhalten und Ausdrücken bei uns postwendend wieder vor die Tür wandert.  Danach wurde Kevin etwas normaler und teilte uns zumindest seinen Namen mit, der auch alles Klischees erfüllte. Trotzdem gingen bei diesem Zwerg alle meine Mutter Alarmglocken an.  Ich sah ihn schon in 5 Jahren bei mir im Unterricht als dann nicht mehr kleiner, sondern ausgewachsenen Kotzbrocken sitzen.

Ich rief dann erstmal die Mutter des Schulfreundes an und fragte ob sie den Jungen kennt und ob es richtig ist, dass ihr Sohn mit diesem Kind unterwegs ist.  Sie hatte noch nie von ihm gehört und kannte auch den Namen nicht.  Auf Nachfrage kam heraus, dass Kevin mindestens in der 6. Klasse ist und häufig durchs Dorf fährt, aber richtig gekannt hat ihn keiner.

Wie reagiert man in so einem Moment.  Das Kind tut einem ja auf der einen Seite leid, da es offensichtlich ein Problem hat, aber ich war auch sehr froh, dass wir Kevin zu Hause getroffen haben, wo wir klar als Erwachsene Grenzen setzten konnten.  Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert wenn Kevin jüngere Kinder trifft die ohne Eltern unterwegs sind.

Während wir Eltern noch überlegten was wir mit Kevin jetzt machen sollen.  Ihn rein lassen und beobachten oder einfach vor die Tür setzten, nahm er uns die Entscheidung ab, indem er einfach verschwand.  Und irgendwie hatte ich noch ein blödes Gefühl dabei.  Was wohl die Eltern glauben was ihr Kind so macht, wenn es durchs Dorf zieht.   Denn wenn er einfach mit fremden Kindern in fremde Häuser geht kann er dort ja auch auf Personen treffen die es nicht nur gut mit ihm meinen.

100 000 Besucher DANKE

September 14, 2011

Hätte mir jemand vor gut 2 Jahren gesagt, dass 100 000 Besucher meinen kleinen Blog besuchen werden hätte ich ihn ausgelacht.

Ich habe das Abenteuer Blog gewagt, weil ich es spannend fand, wie andere meine Gedanken und Erfahrungen sehen und weil ich fand, dass es viel zu wenig Blogs über berufstätige Mütter gab.  Aber in erster Linie  war der Blog  als Familientagebuch für mich und evt. später mal die Kinder  geschrieben und gedacht, das auch fremde meinen Blog lesen würden war eher eine spannende Möglichkeit. ABer wer sollte sich schon für mich interessieren ;) .   Mittlerweile ist der Blog  eine wilde Mischung aus,  Familientagebuch,  Gastfamilienratgeber,  Gedankenbox geworden. Mit dem Abschied vom Gastfamilie sein, passt zwar der Titel nicht mehr wirklich, aber ich möchte nicht umziehen oder umbenennen, also werde ich  weiter meine Gedanken hier ordnen,  einfach mal Dampf abzulassen oder euch mit meinen alten AP Geschichten beglücken.

Danke an alle bekannten und unbekannten treuen  Leser, ihr motiviert mich weiter zu schreiben,  gebt mir wertvolle Tips und manchmal auch den nötigen Tritt in den Hintern.  Ihr seit das Salz in der Suppe dieses Blogs.  Denn ohne Kommentare ist bloggen nur halb so schön.

 

Familienleben ohne APs

September 14, 2011

Wir haben jetzt die ersten Tage ohne  ein AP im Alltag hinter uns gebracht und ich stelle für mich  überraschend fest, dass besonders der Morgen viel stressfreier und ruhiger abläuft.  Ich hatte  für mich besonders die Hilfe am Morgen immer als einen wichtigen Grund für ein AP angesehen und jetzt stelle ich fest, es geht nicht nur ohne, es ist sogar  einfacher.

Ich kann die Kinder dann wecken wenn es mir passt ohne erst Zeiten mit einem AP absprechen zu müssen.  Die Kleidung für die Kids lege ich am Abend vorher raus und kann so auch kontrollieren was sie anziehen.  Sonst hatten wir Morgens oft Stress, weil Kids und AP sich gestritten haben was angezogen wird.   Und selbst wenn ich Abends Kleidung rausgelegt hatte, haben beides es in vielen Fälle gemeinsam ignoriert.

In der Zeit in der sich die Kinder selbst anziehen habe ich genug Zeit den Tisch zu decken und auch hier der Vorteil nicht mehr ständig Streit zwischen AP und Kids zu haben, weil die APs entweder jeden Morgen jedes Teil einzeln abfragen:  „Was möchtest du essen / trinken?“   und dann genervt sind wenn nicht sofort eine Antwort kommt und die Kids genervt sind, weil sie in 9 von 10 Fällen das selbe essen.

Die Kinder nehmen wieder Obst und Vollkornbrot mit in den Kiga und unser Cornflakes Konsum ist deutlich gesunken. Auch hier gab es natürlich einige Debatten mit den Kids, aber jetzt läuft es und wir sind wieder auf einem guten Weg.

Natürlich hätte ich das alles auch schon mit AP selbst machen können, oder mit den APs sprechen, aber erstens wollte ich nicht schon am frühen Morgen ständig dem AP sagen was es alles „falsch“ macht.  Denn dann kann ich es wirklich einfacher und schneller selbst machen.  Und zum Start in den Tag möchte ich für mich und meine Familie Ruhe und Gemütlichkeit und da passen Streit und Stress für mich nicht dazu.  Und es waren ja keine  auch keine riesen Fehler, sondern eher atmosphärische Störungen.  Mir fällt kein besserer Begriff ein.

Es ist häufig schwer einem AP klar zu machen was man von ihm erwartet.  Wir hatten mehrere APs die es einfach konnten den Kids ein gemütliches Frühstück zu machen und dennoch alle wichtigen Dinge zu beachten und andere konnten es nicht. Sie haben sich entweder sklavisch an die Anweisungen gehalten, auch wenn wir immer gesagt haben es darf auch Ausnahmen geben, oder sie haben die Regeln einfach ignoriert und eigene aufgestellt.

Auch hier war mein Gefühl es wurde für beide Seiten immer komplizierter je älter die Kinder wurden.  Bei Babys und Kleinkindern war es ja wirklich jeden Morgen exakt die gleiche Routine.  Da konnte man einen Plan aufstellen und das AP hatte für die nächsten Wochen/Monate eine feste Erwartungshaltung.  Aber mit Schulkindern ist es schwerer, die diskutieren, haben eine eigene Meinung und wollen Aufmerksamkeit und sich reiben.  Und das hat unsere letzten beiden APs eher überfordert.

Auch mein Mann ist positiv überrascht wie selbständig unsere Kinder schon sind und wie schnell wir 4 den Start in den Tag hinbekommen. Auch am Nachmittag genieße ich es jetzt wieder mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen.  Ich versuche die kleine Hexe Nachmittags möglichst zu Fuß abzuholen und es macht richtig Spaß mit ihr nach Hause zu laufen und mit ihr über den Tag zu sprechen.  Sie erzählt soviel und ist voller Neugier auf den Umwelt.  Und für die kleine Hexe ganz wichtig, wir können auch wieder mit dem Rad zum Kiga fahren.  Das sind Dinge die unseren Kindern in den letzten 2 Jahren gefehlt haben.   Wobei man fairer Weise sagen muss, ich muss jetzt nur noch 1 Kind aus dem Kiga abholen und das ist deutlich stressfreier als 2 müde und streitende Geschwister nach Hause bringen.

Mir geht es auch nicht darum unsere AP schlecht zu machen, sondern es sind für mich spannend zu beobachten wie sich unser System Familie verändert seit wir ohne AP leben.  Vieles liegt für mich auch daran, dass unsere Kinder jetzt viel selbstständiger sind und wir als Eltern ja auch immer mehr Profis werden.  Auch wir wachsen mit unseren Aufgaben ;)

Kontakt halten mit ehemaligen Au-Pairs

September 11, 2011

Wir haben  mit unseren 5 Ex-Au-Pairs zwar noch zu allen Kontakt, aber in sehr unterschiedlichen Intensitäten und Qualitäten.  Ich versuche immer mindestens 1-2x im Jahr eine Mail an alle alten Au-Pairs zu schicken, in der ich aktuelle Bilder der Kinder und die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Monate schildere.  So können die APs sehen was aus ihren Babys geworden ist und wie groß die beiden schon sind.

Diese Mails kommen auch bei allen gut an ud ich bekomme fast immer eine Rückmeldung auf diese Mail.  Einige unserer APs schicken uns bis heute zu Geburtstagen oder unserem Hochzeitstag :)   eine Karte oder rufen sogar die Kinder an.  Andere treffe ich regelmäßig bei Skype und wir chatten dort.  Etwas was ich sonst nie mache ;)

Manche melden sich in bestimmten Phasen sehr häufig und dann wieder über Monate/Jahre fast nicht.  Aber bei allen freue ich mich auch, wenn ich von ihnen auch über ihren Lebensweg auf dem Laufenden bleibe.  Denn sie alle waren ein Teil unserer Familie und haben hier etwas bewegt und zurück gelassen.  Und ich finde es sehr spannend zu sehen wie unterschiedlich sie nach ihrem Jahr alle entwickelt haben.

Interessanter Weise ist gerade bei den Au-Pairs mit denen wir hier ein sehr inniges Verhältnis hatten der Kontakt eher lose und mit den sehr schüchternen, zurückhaltenden APs der Kontakt nach dem AP Jahr fast intensiver als vorher.  Woran es liegt kann ich nicht sagen, aber  es ist eindeutig beobachtbar.

Besucht hat uns bisher nur ein ehemaliges AP, aber das liegt eben in der Natur der Visapflichtigen APs.  Sie können leider nicht einfach für ein paar Tage zu Besuch kommen.  Und so bin ich sehr froh, das es heute E-Mail, Skype und ander moderne Formen der Kommunikation gibt.

 

Wir suchen unser erstes AP

September 10, 2011

Wir hatten unseren Tagesvater über die Sommerferien verloren, nachdem mein Vertrag dank Schwangerschaft nicht verlängert wurde.  Ich war also arbeitslos und wir waren endlich ins eigene Haus gezogen.  Dort war ich ohne Putzfrau, mit einem Kleinkind und dickem Bauch also wieder  Hausfrau.   In den Ferien kam völlig überraschend das Angebot eine Stelle für 2 Jahre anzutreten.  Das war für uns wie ein 6er im Lotto.  Denn ich wollte gerne arbeiten und wir konnten das Geld auch mehr als gut gebrauchen.  Wir hatten zwar so finanziert, dass im Notfall auch ein Gehalt ausreicht, aber eigentlich war schon vorgesehen, dass wir mittelfristig wieder beide arbeiten.  Also wurde wieder eine Kinderbetreuung gesucht.  Nachdem schon bei der letzten Suche nach einer Tagesmutter/Kinderfrau klar wurde, dass eine bezahlbare und sympathische und kompetente  Bewerberin ungefähr so selten war wie ein Baby, dass mit 4 Wochen durchschläft, standen wir wieder vor der Frage wie wir die Kinderbetreuung nach der Geburt unserer zweiten Tochter organisieren konnten.

Zunächst haben wir erneut versucht über Arbeitsamt und lokale Zeitung eine Kinderfrau zu finden, aber leider haben sich nur super tolle Erzieherinnen gemeldet, die leider mindestens 1500€ verdienen wollten oder bezahlbare ältere Damen, die aber leider entweder ein Alkoholproblem hatten,  beim Probearbeiten einschliefen, oder mein persönliches Highlight begeistert erzählen, dass ihrer Meinung nach ein Klaps noch keinem Kind geschadet habe.   Nach 3 Wochen  Suche haben wir entnervt aufgegeben und uns nach Alternativen umgesehen.

Beim Jugendamt des neuen Wohnorts war man zwar deutlich freundlicher, aber Tagesmütter bei denen 2 Kleinkinder schon vor 7.00 Uhr abgegeben werden können, das hatte man leider nicht. Der Lösungsvorschlag, doch einfach 1 Stunde später anzufangen, fand überraschend weder bei meiner neuen Schule noch in der Klinik meines Mannes Beifall.

Als wir schon nicht mehr zu hoffen gewagt hatten überhaupt noch jemand zu finden, stellte sich bei uns eine nette junge Mutter vor, die bereit war bei uns als Kinderfrau im Haus zu arbeiten und auch früh anzufangen, aber sie müsse ihren Sohn mitbringen, der gerade mal 2 Monate jünger als unsere Tochter war.  Diese junge Mutter war unsere Rettung, aber eigentlich auch schon über unserem Budget.  Sie war selbst noch Studentin und daher recht flexibel, aber es war für beide Seiten klar, dass es leider kein Dauerjob würde.  Denn die junge Frau wollte natürlich in ihrem richtigen Beruf Fuss fassen und wir konnten uns auf Dauer 9€ die Stunde  für 20-30 Stunden die Woche auch nicht leisten.  Aber bis zum Mutterschutz konnten wir mit ihrer Hilfe erstmal überbrücken.

In dieser Zeit kamen erst noch sehr zart, aber immer häufiger die Überlegungen, ob nicht auch ein AP eine Lösung wäre.  Ich war ja selbst AP gewesen und war fest überzeugt, dass ich ganz bestimmt nie ein AP haben würde, weil ich es furchtbar fand meinen Kindern jedes Jahr eine neue Kinderbetreuung zuzumuten.   Aber nach unseren bisherigen Erfahrungen erschien eine verlässliche Lösung für 12 Monate schon ziemlich himmlisch.   Und die notwendigen Bedingungen hatten wir jetzt.  Es gab ein freies Zimmer, wir hatten die Sicherheit für 12 Monate das  Taschengeld und Versicherung zu zahlen.    Blieb die Frage:  Wollten wir wirklich unser Haus mit einer völlig Fremden teilen und ihr unser Kind anvertrauen?

In langen Gesprächen und Diskussionen mit meinem Mann sind wir zu dem Schluss gekommen wir wagen das Abenteuer und versuchen ein AP zu finden.  Ich fing in dieser Zeit an zu überlegen was ich als Gastmutter alles besser und anders machen würde als meine eigene Gastmutter und wie schön es wäre ein tolles AP zu haben, dass uns hilft und dem wir Deutschland zeigen können.  Ich erstellte Listen mit allen Wünschen und Anforderungen die ich an ein AP hätte. Man könnte auch sagen, ich bin ein zweites Mal auf die netten Hochglanzbroschüren der AP Agenturen reingefallen.

Der Anruf bei der ersten Agentur brachte mich dann auf den Boden der Tatsachen zurück. Dort wurde mir sehr deutlich gesagt, dass wir mit 2 Kindern U3, davon ein Baby, Wohnort auf dem Land so gut wie nicht vermittelbar wären.  EU APs bräuchten wir gar nicht erst zu versuchen.   Aber uns wurden dafür immer wieder Afrikanische APs als die besten überhaupt angepriesen.  Diese Mädchen wären sehr kinderlieb, absolut zuverlässig und sehr dankbar eine nette Familie zu finden.  Und die meisten dieser APs hätten sehr viel Erfahrung im Umgang mit Babys, daher bräuchten wir uns dort keine Sorgen zu machen.

Wir überlegten kurz und kamen zu dem Schluss, dass für uns nichts gegen ein afrikanisches AP sprach.  Im Gegenteil es erschien uns super spannend und aufregend eine junge Frau aus einem so fernen Land kennen zu lernen.  Die einzige Sorge die ich hatte war, dass das AP evt. Probleme mit rassistischen Äußerungen bekommen würde, aber zum Glück waren auch unsere Nachbarn und Freunde eher neugierig und begeistert.

Die Agentur die uns dann unser AP vermittelte, hatte auch ein ganz besonders tolles Angebot.  Sie hatte quasi das perfekte AP, dass von einer ganz bösen Familie einfach erst eingeladen wurde, und dann kurz vor der Visa Beantragung wieder ausgeladen wurde.  Dieses Mädchen wäre für uns perfekt.  Sie spräche super Deutsch, hätte 6 Geschwister und könnte quasi sofort kommen.  Da wir unter Zeitdruck standen und uns die Bewerbung des Mädchens sympathisch war luden wir sie nach einem sehr kurzen und häufig unterbrochenen Telefonat ein.

Heute ist mir klar, dass wir damals so gut wie jeden Anfänger Fehler gemacht haben, den es nur gibt, aber damals war ich euphorisch, begeistert und konnte die Ankunft unseres APs kaum erwarten.

3x erster Schultag

September 7, 2011

Dieses Jahr gibt es in unserer Familie 3 erste Schultage.  Ich habe meinen ersten Schultag ja schon gestern mit einer Loriot reifen Lehrerkonferenz hinter mich gebracht und die große Hilfe wird Morgen früh ihren ersten Schultag im Kreis der ganzen Familie erleben.  Meine Schule war so nett und hat mich für diesen Tag frei gestellt und so kann ich diesen wichtigen Tag miterleben :)

Und am Nachmittag hat dann die kleine Hexe auch noch ihren ersten Schultag.  Sie hat einen Platz in der Musikschule bekommen und darf ab Morgen Gitarre lernen.  Eigentlich mit 4 Jahren noch etwas früh, aber sie wünscht sich seit über einem Jahr nichts anders mehr und da die Wartelisten lang sind haben wir sie vor ein paar Wochen angemeldet.  Und da wohl einige Schüler abgesprungen sind hatten wir schon sehr schnell Glück.

In der Familie tut sich also einiges.  Neue Routinen, neue Aufgaben und ganz viel neue Abenteuer warten auf uns.  Und rund um diese spannende Zeit muss sich unser Betreuungskonzept bewähren.  Aber bisher klappt es super. Unsere Putzfrau hatt gestern Nachmittag gemeinsam mit ihrer Tochter auf unsere Kinder aufgepasst und nebenbei schon einige der neuen Fenster geputzt.  Sie war glaube ich mindestens so aufgeregt wie wir.

Den Kindern hat es gut gefallen, auch wenn die große Hilfe entsetzt war, dass sie selbst aufräumen sollte ;) und erst dann zu ihrer Freundin durfte.  Wenn sie wüßte, dass genau deshalb eine erfahrene Mutter als Babysitter besser ist als ein junges Mädchen würde sie wohl ihrem AP doch nachtrauern.

Von Olga haben wir immer noch nichts gehört.  Ich werde sie wohl in den nächsten Tagen mal anschreiben, aber traurig ist es schon, dass sie der großen Hilfe nicht mal zum Schulanfang alles Gute gewünscht hat.  Spannend finde ich die Frage ob sie sich nicht meldet,  weil ihr neues Leben so anstrengend und aufregend ist, oder sie schon wieder in der Heimat ist, weil FSJ doch nichts für sie war.

Es gab zwar schon 1-2 kleine Situationen wo ich gedacht habe, jetzt wäre eine AP schon praktisch, aber wirklich vermisst habe ich es bisher noch nicht.  Und wenn ich so die Erfahrungen von anderen AP Gastmüttern am Anfang mitbekomme bin ich gerade doppelt froh nicht wieder eine Einarbeitung machen zu müssen, sondern mich ganz auf die Kinder und die Familie konzentrieren zu können.

 

Erster Härtetest ohne AP

September 3, 2011

Nächste Woche fängt ja die Schule wieder an und damit bekommt auch unser neues Betreuungskonzept seine erste Bewährungsprobe verpasst.  Und damit es nicht zu einfach wird, hat meine Schule beschlossen die erste Konferenz noch in den Ferien zu veranstalten.  Die OGS Betreuung ist da natürlich noch nicht offen, daher habe ich die große Hilfe zu einer Freundin zum Spielen verplant.  Die  kleine Hexe wird in den Kiga gehen und da ich wahrscheinlich nicht pünktlich zum Kiga Schluss zu Hause bin muss unsere Putzfrau die kleine Hexe abholen und zu Hause auf mich warten.  Ich bin gespannt ob das alles so klappt wie geplant.

Am Montag kommt unsere Putzfrau zum ersten mal als offiziell Sozialversicherungspflichtige Angestellte.  Wir sind jetzt also nicht nur eine Privathaushalt mit Minijobber, sondern haben ein richtiges Beschäftigungsverhältnis geschaffen.  Und es war viel weniger kompliziert als ich es mir vorgestellt habe.  Ok ein paar Dinge musste ich organisieren, aber im Vergleich zu einem AP Visum + Einladungsprozess war es wirklich einfach.

Die Aufgaben unserer Putzfrau werden sich durch die erhöhte Stundenzahl und unsere veränderten Anforderungen grundlegend verändern, daher ist für Morgen eine Art „Einarbeitung“ geplant.  Ich werde mit ihr besprechen was wir von ihr genau erwarten und wie die Arbeitszeiten für dieses Halbjahr aussehen werden.

Eigentlich ist aus unserer Putzfrau jetzt eine richtige Haushälterin geworden, die für Haushalt, Putzen und Kinder zuständig ist.  Ich hoffe sie ist dieser Aufgabe auch gewachsen und wirft nicht nach ein paar Wochen/Monaten das Handtuch, aber erstmal gehen wir positiv an die Sache ran.

4 Wochen ohne AP

September 1, 2011

Wir sind jetzt seit gut 4 Wochen ohne AP und ich denke das ist ein guter Zeitpunkt eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.  Die Frage die ich mir im Vorfeld immer wieder gestellt habe war „Ist es die richtige Entscheidung ab Sommer ohne AP unseren Alltag zu meistern?“ kann ich bisher mit einem klaren     JA  beantworten.

Ok bisher war es noch kein wirklicher Alltag, sondern Urlaub und Ferienzeit, aber besonders in dieser Zeit hat sich unser Leben ohne AP deutlich ruhiger, stressfreier und entspannter angefühlt als in den  Ferien zuvor.   Ich fühle mich seit dem Auszug unseres letzten APs einfach nur befreit.    Das klingt jetzt bestimmt seltsam, aber anders kann ich das Gefühl nicht beschreiben.

Morgens aufstehen und sich keine Gedanken machen, ob man im Pyjama frühstückt oder sich doch besser anzieht.  Nicht schon am Abend vorher entscheiden zu müssen ob und wann die Kinder aufstehen, sondern sich überraschen zu lassen.   Kein schlechtes Gewissen haben, wenn mal nicht genug Lebensmittel im Haus sind und eben alle nur Reste essen.  Spontan einen Ausflug machen ohne erst das AP fragen zu müssen ob sie mit möchte, dann auf ihre Antwort warten und  in 9 von 10 Fällen allein fahren.   Alternativ ohne Fragen fahren hinterher ein schlechtes Gewissen haben, weil das ja gerade der Kulturaustausch sein könnte der zum AP Gedanken gehört.

Mittags Essen kochen und es kommen wirklich alle Familienmitglieder an den Tisch und essen was es dort gibt.  Niemand der „noch kurz telefonieren, Chatten …“ muss,  oder mal eben allen anderen die Highlights weg futtert oder lustlos im Essen stochert und dann alles in Ketschup versenkt, was ich 3 Minuten vorher den Kids verboten habe.

Abends mal wieder nur Vollkornbrot auf den Tisch stellen ohne Toast fürs AP und die dazugehörige Diskussion mit AP warum sie von Vollkornbrot Bauchweh bekommt.  Wenn die Kids im Bett sind oder bei Freunden wirklich frei zu haben und nicht „mal eben“ noch einen Wochenendausflug zu organisieren, Fragen zum Studium/FSJ beantworten oder sich die 1000 Photos des letzten Schatzi Ausflugs anzuschauen.

Die Kinder mal wieder auch in ihren schönen Zeiten in Ruhe erleben.  Denn meist hat ja das AP die „guten Zeiten“ der Kids als Betreuungszeit gehabt.  Sie ist mit den Kids im Garten gewesen, hat den Spielplatz besucht oder einen Ausflug gemacht.  Für uns Eltern blieben dann Anziehen,  ins Bett bringen und erziehen.   Ich merke wie gut es den Kindern und uns Eltern tut, mal wieder viel Zeit gemeinsam zu verbringen und viele eingeschlichen Marotten aus der AP Zeit wieder abtrainieren.   Nein wir essen nicht 3x am Tag Cornflakes und Nutella Brote.  Nein wir schauen nicht 2-3x TV.  Doch Kinder können ihr Zimmer auch allein aufräumen auch wenn es bei uns Erwachsenen schneller geht.   Und die Kinder sind super stolz darauf jetzt für viele Dinge „allein“ verantwortlich zu sein.

Die große Hilfe kann sich selbst kämmen und einen Zopf machen.  Die kleine Hexe zieht sich komplett allein an und kämmt sich fast allein.   Beide Kinder sind stolz wenn sie ihr Zimmer allein aufgeräumt haben und helfen beim Aus- und Einräumen der Spülmaschine gut mit.   Tisch decken und Tiere versorgen können sie mit Hilfe auch schon gut übernehmen.   Hier war ein AP oft „gefährlich“, da es den Kindern die Notwendigkeit zur Verantwortung  nicht immer gezeigt hat.  Die meisten APs wollten uns gefallen und haben den Kids daher zuviel abgenommen.  Daher finde ich es gerade jetzt wichtig den Kindern klar zu zeigen, dass alle in der Familie gemeinsam anpacken müssen und können.

Auch wenn ich alle unsere APs sehr gemocht habe und sie mich auch nicht wirklich gestört haben, fühlt sich das Leben als Familie allein im Haus einfach toll an.  Es ist doch noch eine ganz andere Privatsphäre die man erst im Nachhinein wirklich zu schätzen weiß.

Und jetzt bitte nicht falsch verstehen.  Ich habe die 5 Jahre als Gastfamilie auch sehr genossen und unsere APs haben unseren Familienalltag wirklich bereichert und uns viel Hilfe und Entlastung gegeben.  Ich würde in der gleichen Situation auch sofort wieder auf APs zurück greifen, aber nach 5 Jahren war für uns jetzt einfach der Punkt gekommen wo es gereicht hat und wir eine neue Form der Hilfe ausprobieren werden.

Und ob sich das neue Konzept im Alltag bewährt wird sich dann in 4 Wochen zeigen, wenn wir den ersten Monat Schule, Kiga und Arbeit gut überstanden haben.

Ferientage

August 22, 2011

An alle treuen Leser die in den letzten Tagen vergeblich hier vorbei geschaut haben.  Wir haben zur Zeit alle frei und genießen unsere freien Tage als Familie.  Da das Wetter zur Abwechslung mal richtig mitspielt komme ich kaum zum bloggen.  Aber ich verspreche euch ganz viele neue Posts wenn uns der Alltag wieder hat. 

Ich hoffe auch einige von euch können die schönen Tage genießen und bekommen so doch noch einen Hauch von Sommer. 

 

Babysitter

August 13, 2011

Wir hatten ja bisher durch unsere APs immer die komfortable Situation Abends und am Wochenende auch mal spontan etwas unternehmen zu können ohne langfristig einen Babysitter zu bestellen oder über mögliche  Deadlines der Babysitter nachdenken zu müssen.    Nicht das wir es wirklich besonders oft genutzt haben, aber das Gefühl es nutzen zu können war schön.

Jetzt ohne AP fällt dieser Luxus natürlich weg und wir brauchen einen Babysitter.  Wir haben auch schon eine nette Babysitterin an der Hand.  Die Tochter unserer Putzfrau ist total kinderlieb und hat schon ein paar Mal aufgepasst wenn unser AP nicht konnte.  Also alles im grünen Bereich dachte ich.

Leider ist die junge Dame nicht nur bei uns fleißig gewesen, sondern auch in der Schule und daher wird sie ab Herbst einen Bildungsgang antreten in dem sie 3-4x in der Woche ein Ganztagspraktikum machen muss.  Damit fallen für uns wichtige Zeit  am Nachmittag für Kinder aus Kiga abholen und ähnliches weg.  Und da sie auch häufiger am Wochenende arbeiten darf , fallen auch da viele Termine für sie aus :(

Es sieht also danach aus, dass wir uns noch eine zweite Babysitterin suchen müssen.   Für Abends ist sie natürlich immer noch unsere erste Wahl und sie ist auch super hilfsbereit, aber wenn sie 8 Stunden am Tag arbeite, noch für die Schule lernen muss und dann auch noch babysitten kommt sie ganz schnell an ihre Grenzen.  Das ist mir und ihrer Mama wohl schon klarer als ihr ;

Jetzt kommt also eine neue Herausforderung auf uns zu.  Wir suchen einen Babysitter.  Nach vielen AP Suchen mal eine neue Herausforderung.   Leider haben wir in der direkten Nachbarschaft keine passenden Mädels die man fragen könnte.  Ich habe jetzt erstmal unser neues Familienzentrum = Kiga informiert und vielleicht fällt denen ja eine ehemalige Praktikantin ein die Spaß an Kindern hat und sich ein bischen was dazu verdienen möchte.


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